Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Bringt der Mars etwas für eine Jupitersonde?

Auch heute wieder ein Blog, in dem ich ein himmelsmechanisches Problem untersuche. Es geht um die Raumsonde Galileo im Speziellen und eine Möglichkeit im Speziellen.

Ursprünglich sollte Galileo schon 1982 starten. In diesem Startjahr wäre es möglich gewesen, die Raumsonde an Mars vorbeifliegen zu lassen. Dies sollte einen Kilometer pro Sekunde bei der Startgeschwindigkeit einsparen. Ich fand das übertrieben und habe mich des Problems mal angenommen.

Zuerst mal zu den Umständen: more

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post Die Lösung für ein überflüssiges Problem: Lohnt sich der Umweg über Jupiter zu Saturn?

Heute will ich mich wieder mal einer Fragestellung widmen, die nicht jeden interessiert. Es geht um Raumsonden zu Saturn die in einen Orbit einbremsen sollen. Es gibt dazu mehrere Möglichkeiten. Die offensichtlichste ist der direkte Weg zu Saturn. Er dauert bei der klassischen Hohmannbahn 6 Jahre 19 Tage und man erreicht den Planeten mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von 5444 m/s.

Saturn ist ein großer Planet und daher muss man wenn man eine elliptische Anfangsbahn haben will tatsächlich wenig abbremsen, auch wenn man mit einem großen ΔV ankommt. Für eine 160.000 x 3,6 Millionen km Bahn (etwas außerhalb der Saturnringe, bis zu Iapetus als letztem großen Mond) muss man nur um 1139 m/s abbremsen und erhält eine Umlaufdauer von etwas über 30 Tagen. more


post Wie groß soll‘s den sein?

Oftmals im Leben geht es darum den größten, oder das größte zu haben. So erfreuen sich die SUV ja derzeit großer Beliebtheit und in Amerika waren schon immer die Autos größer. Auch lebt es sich in einer Villa besser als in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. So verwundert das nicht, das dies auch nicht vor Teleskopen haltmacht. Meine kleine Serie möchte ich abschließen über ein paar Gedanken wie groß ein Teleskop den sein muss.

Hier hat sich viel gewandelt. Als ich mir mein erstes Teleskop 1989 gekauft habe, gab es Öffnungen bis 8 Zoll in großer Auswahl. Dann wurde die Auswahl deutlich kleiner und bei 14 Zoll war Schluss.

Heute gibt es auf „richtigen“ Montierungen Geräte bis 16 Zoll Durchmesser. Mit Dobson Montierung sogar bis 24 Zoll. Wenn man in den USA einkaufen will, steigt das sogar auf bis zu 50 Zoll. Ein solches Teleskop kostet dann in Dobson Bauweise aber schon 120.000 Euro. Wenn man eines fertigen lässt, also nicht von der Stange kauft, dann ist nach oben keine Grenze gesetzt.

Leist man in einem Shop nach so sieht es toll aus: Ein 305-mm-Newton sammelt 40% mehr Licht als ein 254 mm. (Die Durchmesser sind meistens außer bei kleinen Instrumenten in US-Einheiten, das sind 12 bzw. 10 Zoll). Klingt nach viel. Doch in etwa genauso viel muss man auch mehr bezahlen.

Für Großteleskope gibt es die „Daumenregel“: Doppelte Öffnung = Sechsfacher Preis. Da das Lichtsammelvermögen nur um den Faktor 4 steigt und die Auflösung um den Faktor 2 ist dies nicht sehr wirtschaftlich. Einen ähnlichen Zusammenhang gibt es auch bei Amateurteleskopen. Ich habe mal von einem Hersteller innerhalb der Serie mit Newtons mal die Preise gecheckt: more


post Streichen anstatt Dämmen

Seit Jahren wird, staatlich verordnet nun die ganze Bundesrepublik gedämmt. Nach den gesetzlichen Vorschriften muss man ja, wenn man eine neue Heizung einbaut dafür sorgen das man die Vorschriften der EnV einhalten. Nach der Energieeinsparungsverordnung kommt man dann ohne weitere Maßnahmen zum Energiesparen in der Regel nicht aus. Eine dieser und so weit ich es sehe, die Populärste, ist es zu Dämmen. Das ist in den letzten Jahren in die Kritik gekommen. Nicht nur wegen der Brandgefahr von mit Polystyrol gedämmten Fassaden. Sie sind auch ein guter Nährboden für Schimmel, da sich in ihnen die Feuchtigkeit auskondensiert und sie halten auch nicht lange. Nach zwanzig bis 25 Jahren sind sie Sondermüll. Für mich unverständlich ist, warum der Gesetzgeber das Material überhaupt zulässt. Gibt es in Form von Glaswolle doch schon lange, eine teurere, aber bessere Alternative (öffentliche Gebäude dürfen übrigens nicht mit Polystyrol gedämmt werden).

In der Kritik ist nun auch, ob man überhaupt damit viel Energie einspart. Die meisten Energieverluste gibt es über das Dach. Bei der Wand ist es vergleichsweise wenig und dann auch noch abhängig von der Fensterfläche. Die Berechnungen der Industrie nehmen natürlich Best-Case Szenarien an die selten vorliegen. Sehr oft rechnet es sich zumindest für den eigenen Geldbeutel nicht.

Nun kommt aber Gegenwind von anderer Seite. Das Frauenhofer Insitut für Schicht und Oberflächentechnik (IST) sollte im Auftrag des Bundesumweltamtes prüfen, inwieweit das Anstreichen von Wänden den Weltenergieverbrauch senkt. Eine Empfehlung der US-Energiebehörde ergab hier ein großes Einsparpotenzial, weil man Klimaanlagen einsparen oder reduzieren kann. Diese lag zum Beschluss für die Vereinten Nationen als Empfehlung vor und das Bundesumweltamt hatte Zweifel, ob dies auch bei anderen Ländern so ist, zum einen wegen der anderen klimatischen Gegebenheiten, aber auch der Bausubstanz. Die ist in den USA im Durchschnitt bedeutend schlechter als bei uns. more

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