Sex, mal so und mal so.

Gestern war ich mal früher zuhause, weil mein Kater zum Tierarzt musste und bin dann bei einem dieser „Boulevard“ Magazine im ZDF hängen geblieben. dort wurde von einem Mann berichtet, der von seiner Freundin eine Ganzkörpermassage geschenkt bekam. Im Massagestudio fingen dann auch 2 Damen mit der Massage an und unterbrachen nach 5-10 Minuten. Nach kurzer Zeit kam dann der Geschäftsführer und sagte dem Mann, dass sich die Damen sexuell belästigt fühlen, weil er eine Erektion hätte. Er sollte die Praxis verlassen. Als er dann die gezahlten 111 Euro nicht wiederbekam kam es zum Streit und nun prozessiert der Mann gegen die Massagepraxis.

Der Mann wehrt sich dagegen angeblich eine Erektion bekommen zu haben, der Anwalt sieht es nüchterner: Das spielt keine Rolle. Es war eine Dienstleistung ausgemacht und die wurde nicht erbracht. Wenn man dann einseitig den Vertrag ohne stichhaltigen Grund kündigt, dann muss man eben auch die Summe zurückzahlen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Zuerst einmal ist eine Erektion nur bedingt willentlich beeinflussbar. Angenommen sie ist vorgekommen, dann ist das zuerst einmal eine peinliche Situation und nicht mehr. Irgendwelche Avancen hat der Mann ja den Damen nicht gemacht und wie man da auf eine sexuelle Belästigung kommt ist mir ein Rätsel, insbesondere bei Masseusen, die ja schon Beruf her nackte Körper gewöhnt sein sollten. Das ist vielleicht ein Fall für ein Handtuch welches über die entsprechende stelle gezogen wird, aber kein Grund die Massage abzubrechen.

Wenn man die Massage abbricht muss man das Geld zurückzahlen. Das sollte eigentlich der Geschäftsführer wissen. Außer es gäbe einen wirklich gravierenden Punkt wie eine echte sexuelle Belästigung. Ansonsten wäre das ein Freifahrtschein recht viel Geld zu verdienen. Man müsste die Masseusen nur so instruieren, dass sie die Männer gleich zu Beginn so massieren, dass eine Erektion auftritt oder dies anders forcieren (z.B. indem sich eine Dame vor dem Gesicht des Kunden so beugt, dass er auf ihren Busen sehen kann) und zack – sobald die Erektion da ist kann man den Kunden rausschmeißen. Das macht viel Umsatz mit wenig Arbeit.

Das zweite was ich entdeckte waren Liebespuppen, SexDolls oder wie immer man sie nennt. Nein, ich rede nicht von aufblasbaren Gummipuppen. Es gibt davon eine Luxusvariante, Puppen, realistischer als die Schaufensterpuppen, mit einem Aluminiumskelett, bewegbaren Gelenken, bis hin zu den Fingergelenken, einer Silikonhaut und Silikonbusen mit demselben Material wie bei Brustimplantationen. Austauschbare Köpfe, wählbare Augenfarben, Frisuren und Hautfarben sind möglich. Soviel Perfektion hat ihren Preis: Eine solche „Puppe“ kostet 6000-7000 Euro! Das ist etwas viel für ein Sexspielzeug und entsprechend weist die Website auch darauf hin, dass es Künstler gibt die sie für Fotosessions buchen. Ich habe da so meine Zweifel, denn zum einen werden auf den FAQ doch einige Fragen zur sexuellen Verwendung der Puppen beantwortet, zum anderen ist die Puppe auch mit entnehm barer Vagina lieferbar – die dürfte eine reine Zierpuppe wohl kaum brauchen.

Schlussendlich geben die Leute viel mehr Geld für Sex aus als für Ziergegenstände oder Spielzeug. Doch 7000 Euro? Das reicht für ziemlich viele Bordellbesuche, einige Flüge nach Thailand und vielleicht sogar zu einer Frau aus einem Entwicklungsland (wobei dann die Puppe allerdings dann keine Folgekosten verursacht ).

Es gibt immer Menschen die für Luxusgüter enorm viel ausgeben, vor allem um damit anzugeben. Teure Autos mit dem Aufkleber „Übrigens auch mein Zweitwagen ist ein Porsche“, Diamantringe mit dem Hinweis „Es ist ein Zweikaräter“ – die Zahl der Beispiele ist enorm. Doch mit so einer Puppe kann man kaum angeben. „Hallo, soll ich euch mal meine Luxus-Puppe zeigen?“…. Äh irgendwie klappt das nicht. So wird das wohl ein sehr exklusives Produkt bleiben. Daher mein Vorschlag für den Hersteller: Auf den Kopf, die Arme und Beine, damit einem Großteil der Gelenke und einem größeren Kostenfaktor könnte wohl ein viel größerer Kundenkreis verzichten und wenn man die Puppen entsprechend billiger macht, würde der Umsatz wohl rapide ansteigen.

Ansonsten noch ein paar Hinweise in eigener Sache. In den letzten Wochen gab es wenig neues von der Website, weil ich viel zu tun hatte. Nächste Woche wird es noch weniger geben, weil ich da extern arbeite und keine Zeit für die Website habe. Ab übernächster Woche wird sich das bessern und nun ist auch ein Artikel über die Angara in Arbeit. Ich habe nun testweise einen neuen Anbieter von Layer Werbung auf der Website. Insgesamt scheint er sich besser die IP Adressen zu merken als der letzte, so dass man weniger Werbung zu sehen bekommt. Wenn dies mit denselben Einnahmen korreliert werde ich wahrscheinlich wechseln, doch das kann ich erst in einigen Wochen sagen. Die Aktion „Spenden für bernd-leitenberger.de“ brachte insgesamt 17 Euro ein und wie ich mir dachte ist das eben kein Ersatz für dauerhafte Einnahmen durch Werbung.

Hier ein Video von den Puppen

Und ein Link zu der Herstellerwebsite.



 
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3 replies


  1. Erkläre das mal einer Feministin alter Prägung. Ich glaube, da kommst du nicht weit.

    Ach so, und was die Puppen angeht: Ich denke, das die natürlich auch als Sexspielzeug gedacht sind, aber eben nicht nur. (In den Geschichten von der Kundschaft berichtet ja auch eine Frau, das sie die Puppe in ihrem Dessou-Laden als Schauobjekt verwendet. Ich geh jetzt einfach mal davon aus, das die Gewschichte auch stimmt.)
    Ansonsten finde ich so eine Puppe wesentlich ansehnlicher als so aufblasbare Billigteile. Davon abgesehen: wer sich so ein Teil ins Wohnzimmer auf die Couch setzt, könnte unwissende Besucher damit wirklich auf’s Glatteis führen und den Eindruck erwecken, dass da noch ’ne Frau anwesend ist. Ich möchte aber lieber nicht wissen wie diejenigen reagieren, die sie für echt halten und zu spät merken, das sie gerade eine Puppe angesprochen haben.

    Und vermutlich werden aus dieser Branche auch weitere Anwendungen in grösserem Stil kommen, sobald die Robotertechnologie soweit ist, das die Maschienen vernünftig gehen können ohne umzufallen und die ganze Technik in so einer Puppe Platz hat. Dazu sollten sie auch Hindernisse erkennen und ausweichen können und beim bewegen dürfen keine Motorgeräusche zu hören sein.


  2. Es gibt in unserer „gleichberechtigten“ Gesellschaft auch keine männlichen Frauenbeauftragte, obwohl es da ja um ein rechtliches Problem der Gleichstellung oder Benachteiligung gehen sollte – da wäre das Geschlecht eigentlich egal.


  3. Man stelle sich das mal in umgekehrten Geschlechterrollen vor: Der Masseur verweigert seine Arbeit wegen erigierter Brustwarzen der Frau.
    So wird die ganze Lächerlichkeit des Vorgangs deutlich.
    Aber das ist halt möglich in einer Gesellschaft, die vom Opferfeminismus durchsetzt ist wie vom Myzel eines Schimmelpilzes.

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