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Okulare

Plössl OkulareDas wichtigste Zubehör, bei dem die Hersteller auch oft sparen, sind die Okulare. Entweder liegen nur schlechte Okulare oder nur eines einem Teleskop bei. Auch ein Okular besitzt eine Brennweite, wie die Optik (der Tubus mit den Linsen oder Spiegeln) des Fernrohres. Die Vergrößerung die man mit einem bestimmten Okular erhalten kann wird durch Teilen der Brennweite des Fernrohres und die des Okulars erreicht. So erreicht ein Fernrohr mit 2000 Millimeter Brennweite und einem 25 mm Okular eine Vergrößerung von 80 Fach. (2000/25=80) Wichtig bei einem Okular sind folgende Punkte:

  1. die Güte der Abbildung und die Schärfe. Einfache Okulare haben wie einfache Linsenteleskope Farbsäume. Diese entstehen dadurch, dass Licht aus verschiedenen Wellenlängen besteht. Dieses wird unterschiedlich gebrochen. Damit tritt Blau an einer anderen Stelle aus dem Okular aus als Rot und es ergibt einen Farbsaum. Bei besseren Okularen werden diese durch mehrere Linsen minimiert.
  2. Weiterhin unterscheiden sich die einzelnen Okularen in der Abbildungsschärfe. Diese nimmt zum Rand hin ab, weil die Linsen nicht eine Abbildungsebene haben sondern eine gewölbte Fläche. Durch Kombination von mehreren Linsen kann man die Flächenwölbung minimieren und so den Bereich vergrößern in dem die Abbildung ganz scharf ist.
  3. Das Einblickverhalten: dieser Punkt kann nur vom Betrachter selbst erfahren werden und ist aus Tabellen nicht zu entnehmen Manche Okulartypen haben nur einen Punkt an dem man ein gutes Bild wahrnehmen kann, andere sind in dieser Beziehung wesentlich benutzerfreundlicher, man kann dann auch bei leichter Augenbewegung noch das volle Bild überblicken. Im allgemeinen ist es bei großen Gesichtsfeldern schwieriger als bei kleinen ein angenehmes Einblickverhalten zu erreichen.
  4. Das Gesichtsfeld: das Gesichtsfeld entscheidet wesentlich wie groß der absolute Himmelsabschnitt ist, den man auf einmal überblicken kann, zum anderen hat ein zu enges Blickfeld für den Betrachter das Gefühl durch eine Röhre zu schauen. Das Gesichtsfeld ist jedoch je nach Beobachtungsobjekt unterschiedlich wichtig. Wenn man sich z.B. bei der Planetenbeobachtung auf den Planeten konzentriert, so kommt man auch mit einem Okular mit kleinen Gesichtsfeld sehr gut zurecht. Große Gesichtsfelder werden daher für ausgedehnte Objekte bevorzugt.
  5. Sonstiges: Neben den optischen Eigenschaften sind für die praktische Benutzung die mechanischen Eigenschaften genauso wichtig. So ist in kalten Winternächten wichtig, ob die Metallhülse mit Kunststoff verkleidet oder geriffelt ist, eine Streulichtblende oder eine Gummimuschel erhöht den Beobachtungskomfort wesentlich.
  6. Hinsichtlich der Brennweite sind sie nicht unabhängig vom Teleskop. Der Teiler Teleskopbrennweite / Okularbrennweite sollte nicht größer als 1.5 mal Durchmesser des Teleskops und nicht kleiner als Durchmesser/8 sein. Das liegt daran, das sie nach dem Okular noch als optisches Instrument noch das Auge haben: Im ersten Fall nehmen sie das Bild verschwommen wieder, im zweiten Fall ist die Austrittspupille des Okulars größer als ihr Auge, sie überblicken also nicht mehr das ganze Gesichtsfeld.
  7. Vergütungen kann auch der Laie an bunten Reflexionen erkennen. Sie sollen Reflexionen verhindern (Antispiegelung). Das ist bei der Beobachtung nachts aber nicht so wichtig. Wichtiger ist eine Vergütung um das Okular vor Verkratzen zu schützen.

Huygens, Ramsden, Mittenzwey Okulare

Diese Okulare sind einfachste Konstruktionen aus 2 Linsen. Sie weisen relativ große Farbfehler auf, und ihre Schärfe ist schlecht. Zudem sind die Gesichtsfelder mit 35-45 Grad relativ gering. Weil sie jedoch preiswert sind, liegen sie vielen billigen "Kaufhoffernrohren" bei. Dann sollten Sie durch bessere z.B. um Orthoskopische Okulare ersetzt werden. Der einzige Einsatzzweck des einfachsten und ältesten Okulartyps, des Huygens Okulars ist die Sonnenprojektion. Alle besseren Okulare haben verkittete Linsen. Der Kitt wird durch die Hitze trüb und das Okular ist hin. Es ist jedoch normalerweise besser, anstatt einem Sonnenprojektionsschirm vor das ganze Teleskop eine Sonnenfolie (eine beschichtete Folie die nur einen winzigen Teil des Sonnenlichtes durchlässt zu spannen. Das ist sicherer und man sieht auch mehr als bei den Projektionsschirmen.

In den letzten Jahren sind diese ganz billigen Okulare zum Glück weitgehend aus den Sortimenten verschwunden.

Kellner Okulare

Die einfachsten Okulare mit achromatischen Linsen, die den Farbfehler reduzieren, sind die Okulare des Typs Kellner. Das Okular besteht dabei aus 3 Linsen. Dieses Okular wird öfters billigen Teleskopen beigelegt. Sein Hauptfehler ist die Neigung zu Geisterbildern und das schlechte Einblickverhalten. Das Gesichtsfeld beträgt bei diesem Typ zirka 45 Grad. Die Preise liegen meist unter 40-50 Euro.

Orthoskopische Okulare

Relativ preiswert und trotzdem qualitativ hochwertig sind Orthoskopische Okulare. Für die Beobachtung von feinsten Details eigenen sie sich sogar am besten. Das Einblickverhalten und die Korrektur von Farbfehlern ist bei diesem Okulartypen sehr gut. Orthoskopische Okulare gibt es vor allem im niedrigen Brennweiten - Bereich bis 25 mm. Das Gesichtsfeld ist mit 45-48 Grad etwas geringer als die des nächst höheren Typs, der Plössl Okulare. Der Preis liegt bei 60-70 Euro.

Orthoskopische Okulare eignen sich nach meiner persönlichen Meinung sehr gut für die Beobachtung von feinsten Details bei hoher Vergrößerung. Sie gelten daher als Planetenokulare, da man hohe Vergrößerungen meistens bei Planetenbeobachtungen einsetzt: Die Objekte sind klein und so stört das kleine Gesichtsfeld nicht. Ein orthoskopisches Okular würde ich für eine Austrittspupille von 1-2 mm empfehlen.

Plössl Okulare

Heute am verbreiteten sind Okularen des Typs Plössl. Man kann dabei zwei Typen unterscheiden, die normale 4 linsigen und die eudiaskopischen 5 linsigen Plössl (auch als Super-Plössl bezeichnet). Diese Okulare sind ein guter Kompromiss zwischen Schärfe, Gesichtsfeld, Farbtreue und Einblickverhalten. Der geringe Farbfehler der normalen Plössl ist bei den Super Plössl nicht mehr wahrnehmbar, das Gesichtsfeld mit 52 Grad ca. 2 Grad größer als sei dem normalen Typ. Der Preis liegt zumeist bei 80-120 Euro. Es sind typische Allround Okulare.

Erfle OkulareErfle Okulare

Die Okulare des Typs Erfle sind die ersten verfügbaren Weitwinkel Okulare. Mit 6 Linsen ein Gesichtsfeld von 65-68 Grad erreicht. Allerdings ist der Rand des Gesichtsfeld beim Erfle Typ und noch unscharf. Sie finden Erfle Okulare auch oft bei Feldstechern wo diese Unschärfe bei Tage gut beobachtbar ist. In der Astronomie stört dies nicht ganz so sehr, da man meistens nur das Objekt im Zentrum beobachtet. Erfle Okulare sind erhältlich bis 32 mm Brennweite. Die Preise beginnen ab 120 Euro.

Nagler Okulare

Nagler OkularDie größten Gesichtsfelder von bis zu 87 Grad werden mit den acht linsigen Nagler Okularen erreicht. Diese besitzen im Gegensatz zu den Okularen des Typs Erfle wesentlich geringere Unschärfe am Rande. Das Einblickverhalten dieser Okularen ist jedoch sehr schlecht. Das vollständige Gesichtsfeld ist nur von einem Punkt aus zu überblicken. Beliebt sind diese Okulare vor allem bei mittleren Brennweiten, um ganze Sternfelder zu "durchwandern". Nagler Okulare gibt es nur für kleine bis mittlere Brennweiten von 16-20 mm. Sie können für Nagler Okulare ohne Problem 240-500 € je nach Brennweite ausgeben. Dieser Typ ist im Vergleich zu normalen Okularen schwer und groß. Das kann ein Problem sein, wenn die Montierung des Teleskops wenig Reserven für schweres Zubehör besitzt.

Seit 2008 gibt es einen weiteren Weitwinkelokulartyp, welches ein Gesichtsfeld von 100 Grad erreicht. Es soll die gleichen Eigenschaften wie die Nagler aufweisen.

Zoom Okulare

Zoom Okular spielen bei der astronomischen Beobachtung nur eine untergeordnete Rolle. Die Abbildungsleistung ist schlechter als bei Okularen mit fester Brennweite, das Gesichtsfeld klein und sie sind auch verhältnismäßig teuer. Man findet sie in einer Nische bei Großfeldstechern, die auch zur Naturbeobachtung genutzt werden.

Welche und wie viele Okularen benötige ich?

Eine wichtige Frage, ist welche Okularen von welchem Typ ein Beobachter benötigt. Die Preise der Okulare steigen mit dem Gesichtsfeld schnell an. So kann ein Nagler Okular das vierfache eines orthoskopischen Okulars kosten. Zuerst zu den Brennweiten die sie benötigen. Sinnvoll sind Okulare, die den Bereich abdecken, den auch das Auge bei der Beobachtung aufweist. Am besten erkennt das Auge feine Details bei einem Millimeter Öffnung. Für die Beobachtung lichtschwacher Objekte kann sich das Auge bis auf acht Millimeter öffnen. Mit dem Alter nimmt diese Öffnung aber ab, und so sollten Beobachter die jünger als 30 Jahre sind eine Pupille von 7 mm aufweisen und bei größeren Alter 6 mm. Den Bereich den ihre Okularen abdecken sollten, erreichen Sie, wenn Sie diese Werte mit dem Öffnungsverhältnis ihres Teleskops multiplizieren. Sind Sie also über 30 Jahre alt, so sollte die Austrittspupille zwischen einem und 6 mm liegen, bei einem Öffnungsverhältnis von 8 entspricht dies einer Okular Brennweite von 8-48 mm. (8*1 und 8*6) Weiterhin ist wichtig, was sie beobachten wollen. Die Okulare kleinerer Brennweite eignen sich durch die große Vergrößerung besser für die Beobachtung von feinen Details, z.B. Doppelsternen, Planeten und Mond. Hier ist ein orthoskopischen Okular sinnvoll, denn auf ein großes Gesichtsfeld kommt es nicht an.

Kleinste Okularbrennweite: Brennweite der Optik / Durchmesser der Optik

Dies ergibt die Austrittspupille von 1 mm, bei der das Auge am besten Details erkennen kann. Wenn man ein kleineres Instrument hat, kann man noch kleinere Brennweiten nehmen (Den Faktor mit 1.3-1.5 multiplizieren). Diese hohe Vergrößerung ist jedoch nur bei sehr guter Sicht nutzbar.

Größte Okularbrennweite: Faktor * Brennweite der Optik / Durchmesser der Optik

Der Faktor ist vom Alter abhängig:

Alter <10 10 20 30 40 50 60 70 80
Pupillengröße 8 8 8 7 6 5 4 3 2.3

Dies ist die maximale Öffnung der Augenpupille in mm. Diese nimmt mit dem Alter ab.

Rechenbeispiel: Sie möchten einen Newton mit 200 mm Spiegeldurchmesser und 1200 mm Brennweite kaufen. Sie sind 35 Jahre alt.

Die Okulare die für Sie sinnvoll sind, liegen also in einem Bereich von 6-39 mm.

Die Okularen größerer Brennweite setzen Sie zum Suchen der Objekte und für Übersichten von schwachen Objekten oder Sternfeldern ein. Hier können sie auf Schärfe verzichten, werden aber mehr Wert auf ein großes Gesichtsfeld legen. Dazwischen werden Sie noch Okulare brauchen um z.B. den Mond formatfüllend zu betrachten oder mittelgroße Objekte zu beobachten. Ich empfehle 4 Okulare mit Austrittspupillen von 1, 1.8-1.9, 3.6-4.0, und 6-7 mm zu kaufen. Ein guter Kompromiss ist bis auf das letzte auf Orthoskopische Okulare zurückzugreifen und beim letzten Okular dann ein Weitwinkel Okular zu wählen. Andere Beobachter werden andere Auffassungen haben.

Die folgende Tabelle gibt Empfehlungen für die Brennweite bei verschiedenen Öffnungsverhältnissen

Austrittspupille
Öffnungsverhältnis 4, 3 Okulare 4 mm OR 10-12 mm OR/PL 30 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 4, 4 Okulare 4 mm OR 7.5 mm OR 15 mm OR/PL 30 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 5, 3 Okulare 5 mm OR 12 mm OR/PL 32-35 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 5, 4 Okulare 5 mm OR 9-10 mm OR 18-20 mm PL 32-35 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 6, 3 Okulare 6 mm OR 15 mm PL 35-40 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 6, 4 Okulare 6 mm OR 10 mm OR/PL 20 mm PL 35-40 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 7, 3 Okulare 7 mm OR 15-18 mm PL 40 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 7, 4 Okulare 7 mm OR 12 mm OR/PL 20-25 mm PL 40 mm PL/WW
Öffnungsverhältnis 8, 3 Okular 8 mm OR 18 mm PL 40-50 mm WW
Öffnungsverhältnis 8, 4 Okulare 8 mm OR 15 mm PL 25-30 mm PL 40-50 mm WW
Öffnungsverhältnis 10, 3 Okulare 10 mm OR 20-25 mm PL 50 mm WW
Öffnungsverhältnis 10, 4 Okulare 10 mm OR 18 mm PL 30 mm PL 50 mm WW

Es wird deutlich, dass je höher die Brennweite wird, desto schwerer wird es den niedrig vergrößernden Bereich abzudecken,. Weitwinkel Okular ab 30 mm Brennweite in 2" Zollbauweise sind teuer. Umgekehrt ist es auch schwierig Okulare von nur 4-6 mm Brennweite mit gutem Einblickverhalten zu bekommen. Sie sind jedoch noch preiswerter als 2" Weitwinkelokulare.

Man kann die Zahl reduzieren, wenn man eine zusätzliche Linse (Barlow Linse) verwendet. Das ist eine Vergrößerungslinse um den Faktor 1.8-3. Man bekommt damit mit einem Okular zwei Vergrößerungsstufen. Dies wird jedoch selten genutzt. Die Linse verringert das Gesichtsfeld und ist eine Beeinträchtigung der Schärfe. Man nutzt sie vor allem dann, wenn man ein kurzbrennweitiges System hat und mit normalen Okularen einen schlechten Einblick bei großen Vergrößerungen. Dafür ist das Wechseln von Okularen mühsamer und oft behindert die lange Linse mehr als sie nützt.

Für den Preis ist weiterhin wichtig, welcher Anschlusstyp das Okular aufweist. Okulare des Typs Plössl gibt es nur bis zirka 35 mm Brennweite im 1,25 Zoll (31.8 mm) Format, Okularen mit höheren Brennweiten weisen dann geringe Gesichtsfelder auf oder müssen in 2 Zoll Hülsen untergebracht werden, wodurch der Preis stark ansteigt. Bei anderen Okularen wie Weitwinkel Okularen wird die Brennweite, aber der ein 2 Zoll Gehäuse nötig ist sogar noch geringer sein. Für eine preiswerte Ausstattung mit Okularen sollte ihr Teleskopen daher ein Öffnungsverhältnis von 5-6 besitzen, darüber hinaus benötigen sie mindestens ein teures 2 Zoll Okular, bei Öffnungsverhältnissen darunter werden Sie Probleme mit der Optik haben und zudem hören die meisten Okularen bei 5 mm Brennweite auf. Zu bemerken ist noch, dass je kleiner die Okular Brennweite ist, desto kleiner ist die dem Auge zugewandte Linse. Dies macht das Beobachten mit Okularen unter 6 mm Brennweite etwas mühsam.

Welcher Okulartyp?

Die Diskussion über die Okulartypen ist von persönlichen Vorlieben und auch dem Geldbeutel geprägt. Da sich dieser Artikel an Einsteiger wendet, die zumeist ein preiswertes Teleskop kaufen denke ich kann ich die teuren Nagler Okulare aus der Betrachtung ausschließen, denn diese kosten dann schon so viel wie ein Einsteigerteleskop.

Wenn möglich schon beim Kauf fragen ob man die mitgelieferten gegen die gewünschten tauschen kann. Wenn das Geld knapp ist: Lieber erst mal 2 gute Okulare kaufen und später erweitern, anstatt 4 schlechte - Die Okulare kann man auch beim nächsten Teleskop weiter betreiben.

Einige Empfehlungen

Ich habe mich bemüht auf mehreren Seiten das Fachwissen für einen Teleskopkauf zusammenzutragen. Trotzdem werde ich immer wieder gefragt ob ich das Teleskop X oder Y empfehlen kann. Das ganze ist sehr schwierig, da man aufgrund der Beschreibungen eigentlich nur schwer ein Urteil abgeben kann.

Ich habe hier trotzdem 3 Empfehlungen zusammen getragen die im Preis zwischen 200 und 300 Euro liegen - Darunter sollte man auf keinen Fall ein Teleskop kaufen, sonst geht es wirklich auf Kosten der Qualität. Auch bei den hier angegeben Teleskopen muss man Kompromisse machen, vor allem bei der Montierung. Aber ein Gerät ohne Kompromisse kann den vielfachen Preis dieser Angebote ausmachen.

Refraktoren (Linsenteleskope)

Reflektoren haben meist die beste Abbildungsleistung, sie gelten auch als unempfindlich und daher eher für Anfänger geeignet. Allerdings bekommt man dafür auch am wenigsten Teleskop fürs Geld. Der Einblick hinten ist schwer wenn man senkrecht zum Zenit schaut. Bei den günstigen Modellen findet man meist Achromaten, diese haben Farbfehler. um diese zu minimieren sollte man ein möglichst langbrennweitiges Modell wählen. Gut eigenen sich Refraktoren zur Planetenbeobachtung und zur Beobachtung von Mond und Sonne (mit Zusatzfilter). Hier zeigen sie kontrastreiche Abbildungen und auch benötigt man hier keine so großen Teleskope. Eine sinnvolle Einstiegsgröße sind 80 mm. Ich habe ein sehr günstiges 90 mm Modell gefunden das ich hier empfehle:

Reflektoren (Spiegelteleskope

Bei kleinen Teleskopen dominieren die Newtons die sehr preiswert sind. Der Einblick oben am Tubus auf einer Montierung ist in jeder Position gut, man bekommt bei leichten Abstrichen in der Abbildungsleistung wesentlich mehr Teleskop fürs Geld. In diesem fall einen 150 mm Newton für nur wenig höheren Preis vergleichen mit dem 90 cm Refraktor. Alternativ bekommt man auch einen 130 mm Newton bei einem Preis unter 200 Euro. Ein Newton auf parallaktischer Montierung ist ein gutes Allround Instrument und auch mein erstes Teleskop war ein solches Newton Teleskop.

Wenn es nur um die Teleskopgröße gibt, so sind Dobsons die geeignete Wahl. Es gibt bei den kleineren billigen Dobsons nur einen Hersteller, die Angebote unterscheiden sich im Zubehör. Für den gleichen Preis eines 150 mm Fernrohrs auf einer parallaktischen Montierung bekommt man hier ein 200 mm Gerät. Dafür muss man aber mit den Einschränkungen eines Dobsons leben: Die Nachführung des ganzen Tubus ist schwerer als die Steuerung einer Achse an einer Montierung und das Einblickverhalten ist durch die niedrige Höhe bei horizontnahen Objekten sehr schlecht. Von allen Teleskopen ist dieses das lichtstärkste (Refraktor 1:10, dieses hier 1:6). Es eignet sich für die Beobachtung lichtschwacher Objekte am besten.


Sie finden ähnliche Fernrohre auch bei anderen Anbietern. Bei diesen hier habe ich auch das Zubehör geprüft, so enthalten diese Super-Plössl Okulare. Wenn sie ein billigeres Angebot sehen (diese Fernrohre gibt es bei zahlreichen Händlern) achten sie vor allem auf das Zubehör und die Ausstattung und vergleichen sie diese.


© des Textes: Bernd Leitenberger. Jede Veröffentlichung dieses Textes im Ganzen oder in Auszügen darf nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen.
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