SpassX Nachlese und Vorrausblick

Es wird mal wieder Zeit sich SpassX zu Widmen. Ich bin ja etwas milder gegenüber der Firma geworden, zumal sie sich echt große Mühe gibt, das meine Vorhersagen eintreffen sogar Starts verschieben und trotz gerammeltem Mainfests keinen anderen Kunden vorziehen.

Tja man könnte erst mal Bilanz ziehen und einen kleinen Vergleich mit Arianespace ziehen:

SpassX Arianespace
2014 durchgeführte Starts 6 11
2014 gestartete Satelliten (ohne Sekundärnutzlasten) 6 23
Gestartete Nutzlast 27,9 t 77,1 t
gewonnene Kontrakte 7 14
davon auf dem freien Markt 5 9

Ja mit so einem erfolgreichen Firma kann man bei der ESA schon die Milliarden für die Ariane 6 Entwicklung loseisen.

Dann gibt es ja noch Interna aus der Firma. Ein Ex-Mitarbeiter hat sich über Musks Führungsstil ausgelassen:

„If you believe a task should take a year then Elon wants it done in a week,“ the post claims. „He won’t hesitate to throw out six months work because it’s not ‚badass‘ enough. But in doing so he doesn’t change the schedule.

Zudem arbeiten dort zu wenige am Samstag und wenn man Hobbys oder soziale Interessen hat ist die Firma auch nichts für einen. Klingt nach Ausbeuterei unter dem Mantel eine Vision.

Dann hat sich Musk erneut scheiden lassen, wieder von derselben Frau. Sie bekommt 16 Millionen für 18 Monate Ehe. Bei der letzten Scheidung kam er ja in kurzfristige Geldnöte.

Dann bekam die Firma ja einen Launchkontrakt von der NASA. Da wurde im Zusammenhang mit dem Protest von Sierra Nevada deutlich wie die NASA sich das billig rechnet, denn für die GAO sieht das so aus:

Kosten für NASA (Haushalt) Gesamt Differenz
SpassX 1750 Millionen 2600 Millionen 850 Millionen
Sierra Nevada 2550 Millionen 3300 Millionen 750 Millionen
Boeing 3010 Millionen 4200 Millionen 1190 Millionen

Man kann daher auch Sierras Protest gut nachvollziehen. Die unterschiedlichen Budgets kommen durch die Taschenspielertricks der NASA zustande. Die erste Zahl ist die für die Entwicklung und die zweite inklusive der Erprobungsflüge. Man sieht dass durch den wiederverwendbaren Gleiter Sierra Nevada sogar noch billiger als SpassX ist, obwohl man auf einer Atlas V startet. Auch ist Boeing nicht so viel teurer beim Betrieb trotz Altas V. Das SpassX nicht so billig ist wenn es reguläre und keine Promotionspreise gibt zeigt sich ja an DSCOVR, die eigentlich im Januar starten sollte. Deren Start kostet 96 Millionen Dollar, wobei das nur der SpassX Anteil ist. Die Gesamtkosten für den Start liegen bei 134,5 Millionen Dollar. Das ist nicht unwichtig, weil bei Vergleichen mit ULA SpassX immer nur diese Preise nimmt und sie mit ihren Werbepreisen vergleich. Das auch ULA Atlas und Delta für deutlich weniger produziert als dann ein Start kostet wird geflissentlich ignoriert.

Bei dem Protest von SpassX, dass sie keinen Auftrag 2012 erhalten haben, weil sie noch keinen zertifizierten Träger hatten gibt es wenig Neues. Die US-Regierung hat nun zum dritten Male die Abweisung der Klage beantragt, Die Zertifizierung von SpassX zieht sich dagegen hin, nun wird Mitte des Jahres von der USAF angepeilt. Klar, wenn jemand schon prozessiert, bevor einen Auftrag hat, dann macht man die Zertifizierung am besten besonders gründlich, sonst prozessiert er dann dagegen auch noch.

Dann steht 2015 an, mit der ersten Landung einer Stufe auf einer Plattform. Wie immer gibt Musk die Chance für einen Erfolg zu 50% an, und wie letztes Jahr verspricht er für dieses Jahr einen zweiten Einsatz einer Stufe. In der FAQ die es gab dürften dann die SpassX-Jünger die immer auf die Falcon Heavy setzten einen Dämpfer bekommen haben – deren Bergung ist erheblich aufwendiger. Nicht überraschend wenn man Grundkenntnisse der Raumfahrt hat.

Damit niemand mehr auf die Idee kommt, das Launch Manifest mit den erfolgten Starts zu vergleichen hat man dieses auf eine alphabetische Ausgabe umgestellt. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Imemrhin soll es nach Musk einen Start pro Monat geben. Kunden wollen deutlich mehr – 16 bräuchte man um die Nutzlasten zu starten die wegen der Verzögerungen schon anstehen. Obwohl die Firma beteuert sie können 40 Core pro Monat produzieren scheint man in Wirklichkeit hinterherzuhinken. Am 22.10.2014 haben sie ihr 100-sten Merlin 1D produziert. Klingt beeindruckend, aber da man 10 pro Start braucht entspricht das 10 Starts und 8 waren schon zu dem Zeitpunkt gelaufen, dazu kommen dann noch die Triebwerke für Tests. Einen großen Vorrat dürften sie also nicht haben, auch wenn sie angeblich 4 Triebwerke pro Woche produzieren (würde einen Start alle 18 Tage erlauben). Aber das sind eben die SpassX Angaben, die stimmten schon früher nicht mit den erfolgten Starts überein.

Machen wir eine Prognose:

Auch wenn Elon Musk offensichtlich sich mehr nach „badass“ orientiert als nach ökonomischen Gesichtspunkten wird er wohl bald einsehen dass es ziemlich dämlich ist eine Rakete mit eigenem Treibstoff zurück zum Startplatz zu lenken, weil man so nur effektiv die Nutzlast absenkt. Er wird also wenn das Landen auf der Plattform klappt bei dieser Lösung bleiben und die Stufe per Schiff zurückbringen. Das wäre meine Prognose für die zukünftigen Landungen. Ich will noch eine hinterherschieben: Wir werden sie nicht oft sehen, fast ausschließlich bei LEO und SSO Missionen, weil die Nutzlast von maximal 3,5 t in den GTO doch etwas klein ist.

Doch erst Mal steht der nächste Start an. Den übernächsten hat die USAF ja schon von sich aus verschoben, damit die arme Firma das nicht machen muss. Er wird der spannendste sein, denn es geht um DSCOVR, eine Raumsonde. Ansonsten dominieren ja langweilige Resupplymissionen und Kommunikationssatelliten das Manifest.

38 thoughts on “SpassX Nachlese und Vorrausblick

  1. Hallo Bernd,
    die Tabelle ist mir unverständlich. Was bedeutet Kosten NASA, was Gesamt? Die Differenz ist klar zwischen A und B, aber wie errechnet sich aus diesen Werten, dass Sierra Nevada günstiger ist als SX?

  2. Obgleich die NASA wie Pressemitteilungen zeigten den beiden Konzernen die zweite Spalte zugesagt hat, stehen im CCDEV-Planungshaushalt nur die erste Spalte, (siehe auch GAO Statement http://www.gao.gov/press/pr_statement_sierra_nevada_bid_protest.htm) das sind praktisch die reinen Entwicklungskosten. Dann muss das ganze aber noch fliegen und einige reguläre Versorgungsflüge sind auch geplant und das ergibt dann die Gesamtsumme.

    Die Differenz sind die kosten für die Flüge und mit wiederverwendbarem Gleiter steht da Sierra erheblich besser da. SpaceX scheint seine Dragon auch nicht wiederzu verwerten sonst müssten sie schon alleine wegen der günstigeren Trägerrakete weitaus niedriger sein.

  3. Soviel ich weiss besteht die NASA darauf, dass jedes Mal eine neue Dragon gebaut wird (genauer: sie wollen kein Geld ausgeben um die Wiederverwendung der Dragon nach NASA-Standards zu zertifizieren – ich vermute es wäre teurer als jedes Mal eine neue zu bauen…). Wenn der Kunde darauf besteht und auch die Rechnung bezahlt, wird man sich ja wohl nicht beschweren…

    Was die Kosten für die Entwicklungsprogramme und Starts angeht – ohne die Details zu kennen, würde ich da nicht allzu viel ableiten. Zum Beispiel weisst du nicht, wie viele verschiedene Starts da überhaupt jeweils vorgesehen/nötig sind. Bei der Entwicklung der Kapsel selbst, sowie dem Gesamtpreis, hat aber wieder SpaceX die Nase vorn in Sachen Kostenersparnis.

    Die Landung auf der Plattform sollte man vorwiegend als Technologie-Entwicklungsprogramm sehen. Musk hat ja eingeräumt dass die Oberstufe der Falcon 9 nicht wiederverwendbar sein wird, insofern ist die Falcon 9, wie ich schon paar Mal betont habe, nur als Zwischenstufe zu den grossen Methalox-Raketen der nächsten Generation zu sehen (genauso wie Falcon 1 die Zwischenstufe zur Falcon 9 war). Ich sage auch weiterhin, dass ich nicht glaube, dass die Falcon Heavy (oft) fliegen wird – sie wird eher bald von einer ersten Methalox-Rakete auf Raptor-Basis ersetzt, die viel zu gross für normale Satellitenstarts sein wird, dafür aber Rückkehr-zum-Launchpad-Technologie von Anfang an eingebaut hat, für beide Stufen (und weiter sage ich voraus: die Oberstufe der Methalox-Rakete wird der Prototyp des MCTs). Man darf nicht vergessen, dass das Ziel von SpaceX/Musk der bemannte Flug zum (die Kolonisation des!) Mars ist: die kommerziellen Flüge, die man verkauft, sind da nur Mittel zum Zweck, um die Firma über Wasser zu halten und um sich Gelegenheiten für solche Technologie-Entwicklungs-Tests zu erarbeiten. Das Phänomen SpaceX ist ja eigentlich nur deshalb möglich, weil die anderen Raketenbauer die Innovation faktisch eingestellt haben. Es sollte einem schon zu denken geben, dass SpaceX einfach so eine Rakete entwickelt hat, die alle Konkurrenten in der gleichen Qualitätsklasse preislich schlägt… Da haben sich wohl alle auf dem staatlich geförderten Bettchen ausgeruht.

    Und ja – wo gehobelt wird, fallen Späne. Es wäre eher überraschend, wenn es keine Ex-SpaceXer gäbe, die über Musk herziehen. Das kennt man ja von auch von anderen grossen Firmen / Visionären (etwa Steve Jobs). Wenn der CTO nicht die Arbeit von 6 Monaten „wegwerfen“ darf, wenn sie sich nicht bewährt, dann entstehen eben rasend schnell verkrustete, überteuerte Monster wie ULA. Und so lange der Erfolg ihnen recht gibt und die Gesetze eingehalten werden, sehe ich kein Problem.

  4. Update
    Dragon ist auf Weg zu ISS
    Es gab Problem mit zweite stufe.
    Die erste Stufe hat bis zum Landeschiff geschafft
    Leider machte die Stufe eine zu harte Landung auf der Platform .

    Es ist interssant wie ein Marktführer wie Arianespace reagiert
    Auf eine kleine Firma in Kalifornien.
    Ich vermute diese „Panikmache“ von Arianespace ist Kalküle
    Um ESA unter Druck zu setzen für neue billigere Ariane Rakete
    Die Ariane 5 ist ein Relikt des Hermes Program dass nie flog
    Nach zwanzig Jahre muss Arianespace sich der Konkurrenz anpassen.
    Eine neue Rakete muss her, nur wie konservative ESA Minister überzeugen/zwingen ?
    Mit einer kleiner Firma in Kalifornien und viel Panik
    Und Vola Ariane 6 Rakete kommt…

  5. Also nochmal, ich versteh’s einfach nicht, warum Du, Bernd, SpaceX so in die Lächerlichkeit ziehst.

    Meiner Meinung nach ziehst Du hier Deine Glaubwürdigkeit runter, der Ausdruch „SpassX“ ist echt das letzte, was man von einem ansonst sehr seriösen Author erwarten würde!

    SpaceX ist ein Privat-Unternehmen
    – meines Wissens nach einzigartig in dem Business
    – der, der ernsthaft mal schon in der Industrie tätig war, der weiß um was es da geht.
    Insofern finde ich es erbärmlich, es extra aufzuführen, das Mitarbeiter am Samstag und unter hohem Streß arbeiten.
    Ich selbst habe bei Firmen aus Freilassing und dem nördlichen Österreich schon Wochen (!) durchgearbeitet – immer mind. 12 Stunden – für „blöde“ Automobilzulieferer…

    Bernd, Du bist ja theoretisch eine unbestreitbare Instanz, aber ich unterstelle Dir einen gewissen Nachholbedarf, was die tatsächlichen Möglichkeiten der Entwicklung/Fertigung in der Industrie anbelangt.

    Kommst Du Dir nicht selber komisch vor, bei SpaceX immer auf den absoluten Zahlen herumzureiten? Gib mir einfach mal Beispiele, welches Land/Konzern(!) es bislang besser und vor allem effizienter als SpaceX gemacht hat? Nun, ich kanns Dir sagen – es gibt da einfach nix..

    Komm‘ doch einfach mal vom hohen Roß herunter und gib einfach zu, das SpaceX das Beste in der Raumfahrt seit Wernher von Braun ist. Es ist nämlich so, da kannst Du noch sio viele Kalkulationen anstellen, der Erfolg gibt Elon einfach Recht. Bitte update mal Deine persönliche Vergleichsbasis!

    Trotzdem, danke für Deine Platform hier!

    Gruß,
    Markus

  6. Ich denke er meint die Probleme mit der Zweitstufe welche den Startabbruch am Dienstag und die Verschiebung auf Freitag/Samstag verursacht hat. Da hatte wohl irgendtwas an der Schubvektorsteuerung der Zweitstufe unklare werte geliefert welche dann eine knappe Minute vor dem Liftoff den Countdown angehalten hat.

    Der Grund warum es nicht geklappt hat die Erststufe weich auf der Plattform zu landen wurde auch schon bekannt gegeben – man hatte sich mit dem Verbrauch an Hydraulikfluid verkalkuliert welche die Grid-Fins steuern und so ging das Hydrauliköl aus bevor man landete. Damit war eine genaue Steuerung nicht mehr möglich, die Stufe traf zwar noch die Plattform aber unkontrolliert und zu schnell (Kein geschlossener Hydraulikkreislauf mit Pumpe sondern ein offenes System wo nur eine bestimmte Menge unter Druck stehendes Fluid zur Verfügung steht)

  7. @Gerry

    was hat die Steuerung durch die Fins mit der Geschwindigkeit des Aufsetzens zu tun?
    Sobald die Steuerung aussetzt, kann die Fluglage nicht mehr korrigiert werden. Aber dennoch kann das Triebwerk die Geschwindigkeit der Stufe auf der richtigen Höhe auf 0 bringen, bevor es einen „Einschlag“ gibt.
    Wobei ich davon ausgehe, dass die Stufe schon eine einigermaßen brauchbare Fluglage hatte. Sie wurde ja lang genug gesteuert und stabilisiert.

    Auf jeden Fall bin ich davon beeindruckt, dass es überhaupt geklappt hat, die Plattform zu treffen. Da habe ich das grösste Fehlerpotential gesehen. Die Stufe ist ja kein lenkbarer Gleiter, sondern kommt so ziemlich im freien Fall mit reichlich Geschwindigkeit aus sehr großer Höhe. Und reichlich Wind gibt es da auch zwischendurch.

    Wenn man bedenkt, dass die Plattform kaum größer ist als die Standfläche der Stufe, so ist allein der „Treffer“ schon eine respektable Leistung!

    Man wird aber beim nächsten mal nicht nur ein paar Liter mehr Hydraulikflüssigkeit mitnehmen müssen, sondern wohl auch noch an der Geschwindigkeitsreglung / Höhenerkennung optimieren müssen.
    Aber das sollte zu schaffen sein.

    Was mich nur wundert:
    steht die Stufe auf ihren Stützen wirklich so stabil, dass sie ein schwankendes Schiffsdeck auch bei schlechtem Wetter ausgleichen kann? Eine Fangvorrichtung habe ich auf den Bildern der Plattform nicht gesehen.

    Es bleibt spannend.

  8. Gute Frage.

    Aber wenn die Fluglage durch die Gridfins nicht mehr richtig kontrolliert werden kann tut sich das Triebwerk mit der Schubvektorsteuerung eventuell auch schwer dann Lage und Geschwindigkeit zu kontrollieren. Was weis ich. Ich bin ja auch kein Raketenwissenschaftler und habe nur das wieder gegeben was dazu in den sozialen Netzwerken veröffentlicht und diskutiert wurde 😉

    Gibt wohl schon in knapp drei Wochen wieder einen Versuch, ich denke dann wird das auch klappen. Fehlschläge sind dazu da um daraus zu lernen.

  9. Ob wirklich die Gridfins die Ursache waren sei mal dahingestellt (wir wissen nichts genaueres, ausser eben dass diesen die Hydraulikflüssigkeit ausging). Ich nehme mal an, wir werden entweder bald mehr erfahren oder aber es klappt beim nächsten Mal (- oder nicht…). Wäre aber schon spannend das Video der „Landung“ zu sehen… 🙂

    Musk hat ja „nächsten Monat“ für den nächsten Test anberaumt, ich weiss nicht ob sich das auf DISCOVR bezieht oder auf den F9-Start, der danach folgt. In der Vergangenheit hat ja SpaceX nicht mit jeder Rakete die Landung versucht, wenn die benötigte Leistung es nicht zuliess.

  10. DSCOVR wiegt nur 600 kg und auch wenn die Sonde auf höhere Grschwindigkeit gebracht wird nutzt das die Nutzlast der Falcon 9 kaum aus. Dann steht noch Jason-3 an der unter 2 t wiegt und in einen SSO gelangt. Dazu natürlich alle CRS Missionen. Bei GTO-Missionen wird es wahrscheinlich keine Bergung geben, da da die Nuztzlastkapazität für Standard-GTO mit 3,5 t zu klein für viele Nutzlasten ist. Dann kann man nicht nochmal 20% für die Bergung abziehen.

  11. Gridfins funktionieren nur bei höheren Geschwindigkeiten. Kurz vor dem Aufsetzen ist die Geschwindigkeit aber so gering, daß sie wirkungslos sind. Dann kann nur noch mit den Triebwerken gesteuert werden. Im Grunde ist das nicht anders als bei der Landung eines Hubschraubers, da wird auch mit dem Antrieb gesteuert.

  12. @Bynaus>Hast du eine Quelle für die “Probleme auf der zweiten Stufe”?

    erste Hinweis gabs von SpaceX twitter account (gelöscht)
    aber es war etwas von „actuator drift issue in the upper stage“ was auch den start verzögerte hatte.

    ach ja erste Fotos von Platform in den Haven
    http://spaceflightnow.com/2015/01/11/photos-spacexs-rocket-landing-platform-back-in-port/
    kurios leere platform, haben die rest von ersten stufe ins Meer gekippt ?!

    zur Markus Kritik an Bernd Leitenberger

    Er weiß verdammt gut über was er redet
    SpaceX hat verfluchtes Gluck das bis jetzt 19 Raketen gestartet hat
    Sie sind beinah bankrott gegangen, dank NASA gerettet.
    Die Firma ist nicht „Heiliger Gral“ der Raumfahrt (nicht nicht 😉
    Elon Musk & co haben viele Anfängen Fehler begangen die sie hatten verhindern könnten.
    mit 14 Start der Falcon 9 sind sie noch lange nicht sicher in Raketen Geschäft
    Ariane Space hat 77 Ariane 5 und 116 Ariane 4 gestartet mit erfolg rate von 97%
    Etwas was SpaceX noch beweisen muss
    Ab Falcon 9 start nr° 50, reden wir nochmal über die erfolg rate von SpaceX…

    also wie sieht die Zukunft für SpaceX aus ?
    Solange ISS besteht, wird NASA für COTS zahlen
    noch besser wenn das US-Russland Boykott bestehen bleibt
    Dann hat Lockheed-Martin ein massives Problem für Atlas IV ihre RD-180 Triebwerk ist russisch.
    die Lücke die entsteht könnte die Falcon 9 heavy füllen, wenn Musk diplomatisch bleibt mit USAF

    und sollte ihm das Kunststück gelingen mit den wieder verwenden der Falcon 9
    werden die Konkurrenz ihn gleich machen wollen.

  13. Ich bin auf Markus schon gar nicht eingegangen. alle aussagen oben sind mit Links verknüpft wo man die Tatsachen nachlesen kann.

    Netterweise hat SpassX ja wieder mal die übliche Informationspolitik gefahren – wenn was klappt Riesen-TamTam, meist mit Videos. wenn etwas nicht klappt sagt man Pressekonferenzen ab, es gibt kurze Tweittermeldungen und Bilder nur von externen Quellen wie bei der explodierten Grasshopper oder nun der Brake mit den Trümmern unter Planen. Es gibt ja noch genügend Leute die diese Strategie nicht durchschauen.

  14. @Michael: Ja, natürlich, das war der Grund für die Absage des Starts am Dienstag. Das war bekannt. In deinem Post aber las es sich so, als ob es während des Fluges Probleme gegeben hätte – dem ist nicht so. Gemäss NASA und SpaceX verlief alles nach Plan und ohne Probleme (bis auf die Landung der ersten Stufe, natürlich…).

    Die Rakete hat sich wohl selbst ins Meer gekippt. Ich nehme an, sie ist auf der Plattform hart aufgeschlagen und zerbrochen, es Trümmer aufs Deck geregnet aber der Hauptteil der Stufe ist ins Meer gekippt.

    @Bernd: Was erwartest du denn? Fanfaren-Videos, hurra, es hat nicht geklappt? Hast du das jemals bei der ESA oder sonst jemandem gesehen? Vernünftig ist es, erst einmal zu klären, was wirklich passiert ist. Dann kann man immer noch informieren. Musk hat Details zum Versagen prkatisch laufend getwittert. Du misst einfach wiedermal mit völlig unterschiedlichen Massstäben.

  15. Die Kameras die beim Start Videos produzieren, sind ja immer noch in der landenden Stufe. Komisch ist es da schon, daß beim Lande-Versuch nichts kommt. Dazu müssen eigentlich auch Kameras auf der Landeplattform laufen, schließlich will man ja bei Spacex selber wissen was da passiert. Es muß also jede Menge Videos geben. Nur veröffentlicht werden die nicht. Will man nicht, daß die Konkurrenz sieht wie man es besser machen muß? 😉

  16. Nö meine Maßstäbe sind immer die gleichen. Man kann nicht das eine groß rausbringen weil es positiv ist und das andere totschweigen (es wurde auch eine PK gestrichen, also war da wohl schon was vorgesehen). Zur fehlenden Stufe und den Fins, vielleicht ist sie eben wo ganz anders runter gekommen, weil schon in großer Höhe (wo die fins noch wirksam sind) die Flüssigkeit ausging, denn so besonders hoch waren die Anforderungen bisher nicht:

    “During previous attempts, we could only expect a landing accuracy of within 10 kilometers,” the company said in a statement last month. “For this attempt, we’re targeting a landing accuracy of within 10 meters.”

    http://www.thespacereview.com/article/2672/1

    Und zum Abwarten: Was gibt es den neues von der explodierten Grasshopper, da hat man genug Zeit zum Analysieren gehabt ….

  17. Oh, ich denke es gibt mit Sicherheit Videos bis zur letzten Sekunde (Videos vom Retroburn, die aus dem Startvideo aus einer Relektion im Kontrollraum gewonnen wurden, gibt es ja schon). Ich nehme an, früher oder später wird das dann auch veröffentlicht, vielleicht aber auch erst nachdem es „richtig“ funktioniert hat. Nach Musk war es bei der Landung „neblig und dunkel wie in einer Kuh“ (ich paraphrasiere hier offensichtlich), so dass ich mir vorstellen kann dass das einzige, was man auf den Videos sieht, die Flamme der landenden Stufe ist, sowie (vermutlich voller Rauch wie bei der Landung einer F9R-Dev) alles, was direkt/indirekt davon beleuchtet wurde, ich nehme an auch nur für wenige Sekunden.

  18. @Bernd: Ich seh deine Antwort erst jetzt. Was genau wird totgeschwiegen? Wie gesagt: Musk hat über Twitter ständig kommuniziert. Er hat erklärt, wies ausgegangen ist, hat sogar die mögliche Fehlerursache im Detail genannt. Was willst du mehr? Eine persönliche Einladung zur Begutachtung der Trümmer? Und natürlich wäre es gross rausgekommen, wenns auf Anhieb geklappt hätte, und es ist kein grosses Wunder, dass man im anderen Fall zurückhaltender ist (und natürlich hatte Musk eine PK für den Erfolgsfall vorbereitet, da überrascht es mich dann überhaupt nicht, dass diese PK im Nicht-Erfolgsfall nicht stattfindet… was würde man da schon sagen wollen?).

    Und ja: innerhalb von 10 m ist keine schlechte Approximation dessen, was tatsächlich geschehen ist, wie die Trümmer auf dem Deck zeigen. Was gibts da also noch zu meckern?

  19. Ich finde auch, dass du mehr als nur übertreibst. Angeblich betreibst du kein „bashing“, schreibst dann aber das er sich wieder von der gleichen Frau getrennt hat. Ausserdem erwähnst du, dass ein Mitarbeiter schlecht über ihn sprach. Warum erwähnst du nicht die ehemaligen Mitarbeiter die gut über ihn sprechen? Warum meinst du es ist notwendig über seine Beziehung zu schreiben? Meiner Meinung nach solltest du das den Massenmedien überlassen.

    Den vergleich mit Arianespace kann ich auch nicht nachvollziehen… http://spacenews.com/chart-arianespace-spacex-battled-to-a-draw-for-2014-launch-contracts/

  20. Also langsam reichts mir.

    Erst mal zu bynäus. Ich habe nichts, absolut gar nichts zur Landung geschrieben bis Du mit dem Thema angefangen hast. Ich habe mich auf die allgemeine Informationspolitik bezogen und tue das noch immer. Auch über Spekulationen was da wohl gelaufen ist habe ich mich rausgehalten, eben weil es nichts gibt.

    Dann zu denen die sich auf den Artikel beziehen: es ist eine zusammenfassung dessen was es von der Firma an Neuigkeiten gibt, belegt mit Links denen man folgen kann.Dazu sind offensichtlich wenige fähig. Der Ex-Mitarbeiter beschreibt Musk durchaus positiv, aber eben nicht nur. Anscheinend darf man ihn ja nur in den Himmel loben sonst muss man hier gleich aktiv werden . und ja ich halte Firmen in denen es selbstverständlich ist das Mitarbeiter über Jahre ihr Sozialleben aufgeben für ausbeuterisch, egal ob dahinter eine Vison steckt oder nicht.

    Die Frau habe ich in einem Satz erwähnt und nur die Tatsache geschildert. Mehr nicht. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wie man sich daran aufgeilen kann, außer man sucht mit Gewalt nach etwas was einem nicht passt.

    Bei dem Vergleich habe ich mich auf die Pressemitteilung von Arianespace und die bezieht sich auf den GTO Markt, auf dem auch beide Firmen konkurrieren und habe die Starts die SpaceX auf ihren Webseiten veröffentlicht gegen gezählt

    „Arianespace won nine out of the 18 contracts available in the commercial
    geostationary satellite market, giving it a 50% share. Furthermore, this
    performance was even more impressive, given the fact that Arianespace did
    not compete for several contracts due to of lack of slots in its launch
    manifest.“

    Der obige Vergleich umfasst dagegen auch Kontrakte in LEO und nicht frei ausgeschriebene Starts wie der von Orbital. Wenn man die dazunimmt kommt man auch bei Arianespace auf 14 Starts die 2015 gewonnen wurden.

  21. Ich habe gelesen das ein MCT von 100 Tonnen Startmasse (etwa wie Buran) kann bis 100 Menschen aufnehmen, soll auch vom Mars zurückstarten.

    Ja, wie soll das technisch gehen? Technisch gesehen ist das für mich reins Märchen. Was sagt aber der Blog Autor dazu?

  22. @Bernd: Ja, du hast dich (ziemlich abfällig) zur Informationspolitik geäussert – aber ich sehe einfach nicht, wo da das Problem liegt. Wie erwähnt: was erwartest du denn bei einem Unfall? Was hätte Musk deiner Meinung nach besser machen müssen? Die Pressekonferenz abhalten? Wie stellst du dir eine solche Pressekonferenz vor?

    Musk: „Dragon ist nach einem absolut problemlosen Start auf dem Weg zur ISS. Was die erste Stufe angeht, ähm, räusper, ich hab da, ähm, eine Rede für den Erfolgsfall vorbereitet, ähm, nun, aber, ja, nun ists kein Erfolg geworden, räusper, darum, ähm, hab ich auch nichts zu sagen. Wir werden uns die Daten anschauen und sehen, ähm, dass wir, nicht wahr, herausfinden, was die Ursache war, für, räusper, den Unfall. Tja. Schönen Tag noch.“

    Das kann man sich echt sparen. Und ja: wenn ich dich an denselben Massstäben messe an denen du Musk misst, dann „schweigst du die Erfolge der Landung tot“ weil du dich bisher noch nicht sofort positiv in einem Artikel dazu geäussert hast. Das ist natürlich absurd, ich würde nie so was von dir fordern – aber umgekehrt ists dann natürlich gleich „schlechte Informationspolitik“, die „einige immer noch nicht durchschaut haben“. SpaceX betreibt nicht eine schlechte Informationspolitik, bloss weil sie wenige Sekunden nach einem nicht ganz geglückten Experiment noch kein HD-Video des Unfalls mit genauer Erklärung und einem devoten „Mea Culpa“ veröffentlicht haben. Wie alle anderen Firmen auf dieser Welt auch reden sie lieber über Erfolge und Pläne als über Rückschläge. Ich bezweifle, dass du bei Arianespace, ULA und Co. im Fall eines Unfalles überhaupt auch nur einen einzigen Tweet mit einem Hinweis auf die wahrscheinliche Ursache bekommen würdest. Vielleicht würde nach ein paar Monaten eine dürre Pressemeldung online gestellt. Musk redet gerne und viel über seine Pläne und Absichten, und das „Verkaufen“ seiner Vision liegt ihm nicht nur, ich denke das auch ein integraler Teil seiner Strategie: wenn er die Space Geeks dieser Welt dafür begeistern kann, für ihn zu arbeiten, steigen auch die Chancen, dass er ebendiese Visionen realisieren kann.

    Du leistest hier ja sonst wirklich gute Arbeit und ich lese deine Artikel mit Interesse, aber deine Berichterstattung zu SpaceX ist enttäuschend einseitig und voreingenommen. Es braucht kritische Stimmen zu SpaceX, aber wenn mans übertreibt, dann schadet das der Sache weil man sich einfach nur noch lächerlich macht.

  23. Nun ich halte mich nur an offizielle Verlautbarungen und gebe nicht Gerüchte weiter die woanders verbreitet werden und bald für bare Münze genommen werden. In der letzten Q&A gab Elon Musk zur Größe folgendes bekannt:

    Q. There has been a lot of speculation over comments about exactly how much mass you are hoping to send to the martian surface with the MCT. Can you tell us how much cargo you would like to be able to land on Mars with MCT, not including the mass of the MCT itself?

    A: Goal is 100 metric tons of useful payload to the surface of Mars. This obviously requires a very big spaceship and booster system.

    100 t auf dem Mars korrespondieren, da ja noch Landesysteme, Treibstoff und anderes abgehen 120 plus t in eine Hohmanntransferbahn zum Mars, also in etwa die doppelte bis dreifache Leistung der SLS. Das ist machbar, es wird aber jede Menge Triebwerke geben, denn jedes hat nach der obigen Q&A nur 600 klbf Schub, also um die 1100 kn, dann wird man sicher 40 Stück davon brauchen.

    Auch das passt nicht zu den Gerüchten die woanders verbreitet werden, aber so ist es eben wenn man sich nicht an Informationen hält, wobei die bei SpaceX ja auch nicht immer ganz korrekt sind.

  24. @Bynaus:
    „was erwartest du denn bei einem Unfall? Was hätte Musk deiner Meinung nach besser machen müssen? Die Pressekonferenz abhalten? Wie stellst du dir eine solche Pressekonferenz vor?“
    Natürlich die geplante PK abhalten, was denn sonst? Darin wird der Status Quo vorgestellt und der Plan, wie es weitergeht.

    „Wie alle anderen Firmen auf dieser Welt auch reden sie lieber über Erfolge und Pläne als über Rückschläge. Ich bezweifle, dass du bei Arianespace, ULA und Co. im Fall eines Unfalles überhaupt auch nur einen einzigen Tweet mit einem Hinweis auf die wahrscheinliche Ursache bekommen würdest.“

    Hast Du jemals was von Ariane 501 gehört? Da gibt es den kompletten Inquiry Report für jedermann zum Nachlesen. Natürlich nicht als „tweet“; ich würde mal sagen, ernsthafte und fundierte Information läßt sich nicht per 140 Zeichen Nachrichten verbreiten, auch wenn das für die „Generation Facebook“ nur schwer verständlich zu sein scheint.

  25. @Anja: An der PK gibts ja nichts gross zu sagen, oder? Die Dragon ist ohne jegliche Probleme auf dem Weg zur Station, das andere Experiment hat nicht ganz geklappt, und man kann nicht mehr dazu sagen bis man weitere Details kennt. Jedermann kennt den Status Quo und der „Plan“ ist so simpel wie einleuchtend: wir versuchen herauszufinden was geschehen ist und probierens dann nochmals. Dafür brauchts keine PK.

    Ich sagte: „nicht einmal“ einen Tweet. Natürlich gibts einen grossen „Inquiry Report“, wenn Milliarden Steuergelder in die Entwicklung einer neuen Rakete investiert wurden, die dann beim ersten Flug versagt. Das ist auch etwas anderes als wenn eine private Firma was ausprobiert. Wie sieht denn die „Informationspolitik“ z.B. bei Virgin Galactic aus? Ist die auch katastrophal, immerhin wissen wir da auch kaum was detailiertes über die Ursache des Absturzes. Oder hat man je mehr Details über die Explosion der Antares erfahren als das, was man schon in den ersten Tagen gesehen/vermutet hat? Natürlich nicht. Aber wehe, bei SpaceX läuft mal was nicht ganz rund – dann ist es gleich automatisch eine katastrophale Informationspolitik, auf der auch gleich herumgeritten werden muss. Das meine ich mit den unterschiedlichen Massstäben. Es ist einfach völlig überzogen.

  26. @ Bernd
    Ich stimme zwar nicht in allen Punkten mit dir überein, deine Meinung sei dir jedoch auf jeden Fall gelassen und das ist auch gut so. Jedoch würde ich gerne 3 Sachen anmerken und du kannst mit natürlich zustimmen oder auch nicht 🙂

    1. SpaceX durch SpassX zu ersetzen fand ich wirklich sehr unangenehm zu lesen, weil dieser Scherz ein mal gebracht vll in Ordnung geht aber durchgehend diesem ganzen, eigentlich gut recherchierten Artikel für einen unbedarften Leser sehr stark den Eindruck von Kompetenz und Ernsthaftigkeit raubt, die aber eigentlich da ist. Schade.

    2. Musks Scheidung zu erwähnen fand ich Thematisch sehr unpassend und ich muss meinen vorrednern, die dies bemerkt haben zustimmen, dass selbst dieser eine Satz in einer „Nachlese zu SpaceX“ absolut nichts zu suchen hat. Man gewinnt eher den Eindruck, dass du einfach jeden anlass nimmst Elon Musk zu verspotten. Darfst du machen, nimmt aber dem Artikel wieder sehr viel an Gewicht und geht in Richtung BILD.

    3. Die Zahl der neuen Verträge ist nach http://spacenews.com/chart-arianespace-spacex-battled-to-a-draw-for-2014-launch-contracts/ nicht korrekt. SpaceX hat 9 Verträge auf dem freien Markt bekommen. Wenn noch 2 draufkommen, wie du schreibst (müsste ich selbast nochmal recherchieren) kommt also insgesamt auf 11.

    Punkt 1 und 2 sind wie gesagt eher Persöhnlicher Meinung entsprungen und du kannst es berücksichtigen oder auch nicht. Aber ich würde dich doch bitten Punkt 3 zu berücksichtigen, weil ich deine Seite durchaus sehr als normal gut recherchiertes Gegengewicht zu SpaceX Fanboytum schätze……allerdings nur wenn ich mich auf die Zahlen verlassen kann wie du sicher verstehst.

  27. Nach langer Zeit hab ich hier mal wieder reingeschaut und oh Wunder, es gibt auch hier mal wieder was neues zu lesen. Nun das meisten haben andere, z.B. Bynaus schon gesagt, darüber will ich fast nichts mehr sagen, nur vielleicht eines, deine Bemerkung über seine Scheidung mag schon in einem Punkt richtig sein, er wurde von seiner Frau das zweite mal geschieden, nun das ist vor allem mal deren Sache und ich finde so einen Bericht schon einen Grund sowas wie die Bildzeitung NICHT zu lesen, weil man sich damit automatisch mitschuldigt macht an so einer unmoralischen Berichterstattung. Schlimmer ist es nur für die Reporter selber, wer sowas schreibt zieht nicht nur andere in den Dreck, nein er macht sich mitschuldig an derem Leid und was persöhnlich noch viel schlimmer ist, er wird selber dabei verdreckt. In dem Sinne, willkommen in der Suhle!

    Noch was zum sachlichen Teil deines Aufsatzes, durch dauernde Wiederholungen der selben Darstellungen wird es nicht unbedingt glaubwürdiger.
    Ich hab dass schon früher erwähnt, dass du dich durch die Art deiner Berichte über SpaceX unglaubwürdig machst, nicht weil du keine waren Sachverhalte darstellst, sondern weil bei dir, bis auf eine Ausnahme, fast nur negative Aussagen rüber kommen. Was du z.B. nicht sehen willst das eine Landung auf see nicht so viel Nutzlast kossten muss weil das Leergewicht offensichtlich aussergewöhnlich leicht ist. Wieviel genau, für welche Bahn dabei verloren geht weis ich nicht, aber vermutlich keine 30%.
    Selbst du müsstet sehen das sie immer besser werden und ziemlich zuverlässig Nutzlast ins ALL bringen. Das es mehrfach zu verzögerungen gekommen ist, stimmt nur kann man ihnen vorwerfen den Start abzublasen wenn sie erkennen das ein Zukaufteil wohl nicht 100% in Ordnung ist?
    Nun es gibt andere Firmen sie Starten dann halt trotzdem Pünktlich (war da nicht was).

  28. hallo, hallo…

    die Wellen schlagen ja ziemlich hoch hier…

    Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.

    Ich glaube, man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass das hier ein persönliches Blog von Bernd ist, und kein Nachrichtenmagazin.
    Insoweit ist es auch nicht ungewöhnlich oder gar verwerflich, dass Bernd in seine Beiträge auch etwas persönlich subjektive Farbe bringt.
    Das Musk neben seinen geschäftlichen Aktivitäten auch noch ein Privatleben hat, das gerade mal wenig glücklich ist, wird gerade mal in einem Satz nebenbei erwähnt. Sich daran so abzuarbeiten, finde ich übertrieben.

    Das Bernd SpaceX und Musk im Besonderen kritisch gegenüber steht, ist ja nichts neues. Musk liefert ja auch immer wieder passende Munition dafür. Die Branche der Raketenfliegerei ist nunmal extrem Politik-gesteuert. Da fällt ein großes Ego wie Musk schon extrem auf. Er betreibt reichlich Marketing in eigener Sache und reitet dabei massiv auf der Politik-Aversion vieler technisch interessierter Menschen. Dabei ist so einiges übersteigert worden. Sowohl Musks Sprüche, als auch die Erwartungen an ihn, bzw. SpaceX.

    Was man Musk auf jeden Fall lassen muss, ist seine Energie und auch Geld, welches er in seine Unternehmungen steckt. Sowohl SpaceX als auch Tesla haben ja unbestreitbar auch in großem Massstab Dinge vollbracht, an denen zuvor viele andere aus unterschiedlichen Gründen gescheitert sind.
    Das reale Produkte nicht immer ganz zu Marketing und Erwartung passen… Tja das ist leider auch bei vielen anderen Unternehmungen so. Ich habe schon ein paar „Visionäre“ kennen gelernt. Da war hinterher einfach das Geld der Anleger weg und produziert wurde nichts. Wenn´s gut lief, immerhin heisse Luft. Und viele der geprellten Anleger sind auch heute noch der Meinung, mit etwas mehr Unterstützung für ihren Visionär währe die Revolution gelungen (aktuell fällt mir da Cargolifter ein).

    Der Hinweis auf den unzufriedenen Mitarbeiter:
    ich glaube dem Mann jedes Wort! Solche Chefs gibt es viele! Für Unternehmensgründer gerade im Technologiesektor ist das Unternehmen und insbesondere seine Technologie, die man gerade entwickelt, ihr ein und alles. Oft noch vor der eigenen Familie.
    Da geht schon mal leicht das rechte Mass für das Leben der Angestellten verloren.
    Wenn man dann nach ein paar Jahren dann doch lieber zu einem anderen Unternehmen wechselt, wird man leicht als „underperformer“ dargestellt.
    Das gibt Unmut auf beiden Seiten. Musk ist da leider keine Ausnahme. Und ich finde, es ist durchaus erwähnungswürdig, dass die Erfolge von SpaceX eben auch auf dem besonderen Einsatz der Angestellten beruhen. Besonders, wenn in dem Hype um SpaceX immer Musk als der Genius dargestellt wird.

    Ich lese hier im Blog mit, weil Bernd sich immer wieder mal die Mühe macht, echte Zahlen nachzuvollziehen, und nicht nur ein paar wolkige Annahmen und Vermutungen in den Raum zu stellen.
    Wobei ich die in diesem Beitrag gebrachte Tabelle nicht wirklich nachvollziehen kann. Da fehlt zu sehr die Info, wie diese Zahlen zustande kommen, bzw. warum diese so anders aussehen, wie ähnliche Aufstellungen in anderen Medien.
    Ich nehme daraus nur mit: SpaceX und Sierra Nevada haben mit ihren Angeboten und Konzepten was neues und relativ preiswertes angeboten. Boeing hat die maximale Summe angefragt und aus politischen Gründen auch bekommen.
    Das ist zumindest bei so einfacher Betrachtung wieder Munition für die Politik-Aversionisten und befeuert weiter den Hype für die „kleinen“ SpaceX und Sierra Nevada für die ich wirklich mal einen erfolgreichen richtigen Start auf einer Rakete erhoffe. Das Konzept des Raumgleiters gefällt mir wesentlich besser, als das einer rudimentär gelenkten Kanonenkugel, die vom Himmel fällt.

  29. > Was du z.B. nicht sehen willst das eine Landung auf see nicht so viel Nutzlast kossten muss weil das Leergewicht offensichtlich aussergewöhnlich leicht ist. Wieviel genau, für welche Bahn dabei verloren geht weis ich nicht, aber vermutlich keine 30%.

    Gerade bei einem geringen Leergewicht wirkt sich die Wiederverwendung besonders stark auf die Nutzlast aus. Der für die Landung benötigte Treibstoff erhöht ja die für den Start wirksame Leermasse. Kleines Beispiel: Mal angenommen es werden für die Landung 10 Tonnen Treibstoff gebraucht. Bei einer Leermasse von 20 Tonnen erhöht sich die wirksame Leermasse um 50%. Bei einer Leermasse von 10 Tonnen sind das schon 100%, und bei 5 Tonnen 200%.
    Klar ist auch, daß eine Landung auf See weniger Nutzlast kostet als ein Rückflug zum Startplatz. Vorausgesetzt sie funktioniert. Und dann ist immer noch ein Rücktransport zum Startplatz nötig, was Zeit und Geld kostet. Ob sich das unterm Strich lohnt muß sich erst noch zeigen.

  30. Also zuerst sollte ich vielleicht nochmals festhalten, dass ich Bernd natürlich seine Meinung lassen will und dass das natürlich sein Blog ist, wo er schreiben kann, was er will (und er auch natürlich nicht meine Erlaubnis dazu braucht 😉 ). Ich bin auch froh, dass er SpaceX und Elon Musk regelmässig kritisch durchleuchtet – was einer kritischen Durchleuchtung nicht standhält, ist eh nix wert. Weiter ist sein „Brot und Butter“ Ansatz natürlich sehr lobenswert – er ist eben kein Fanboy und das ist gut so.

    Mir geht es bloss darum, dass man bei aller Kritik eben auch realistisch bleiben sollte und sich nicht in schrille Übertreibungen („SpassX“?) versteigen sollte. SpaceX (oder besser, Elon Musk) verspricht viel, redet viel von der Zukunft, das Startmanifest ist eher eine Wunschliste als eine Vorhersage – aber SpaceX hat eben auch schon viel erreicht, verglichen mit all den PowerPoint-Firmen, die wir schon längst wieder vergessen haben. Ihre Raketen SIND deutlich günstiger als die der Konkurrenz, und sie probieren effektiv, die Spielregeln zu ändern (mit der Entwicklung der Wiederverwendung der ersten Stufe). Wie mit Tesla ist es Musk gelungen, eine ganze Industrie in Bewegung zu setzen, zur Reaktion zu zwingen: ULA und Arianespace erwägen nun Programme in diese Richtung, und das ist schon mal beachtlich im Vergleich zum Status Quo. Ich glaube Musk auch, dass es ihm ernst ist mit dem Marsflug – und ich traue es ihm, langfristig, durchaus zu. Wie gesagt, denke ich, dass seine Sprache, seine Ankündigungen, ja sein ganzer Auftritt zum Konzept / zur Strategie von SpaceX gehören.

    Das Video wurde ja mittlerweile veröffentlicht. Sehr Kerbal… 🙂 Aber man muss sagen, sie sind dem Ziel sehr nahe gekommen. Musk hat mittlerweile bestätigt, dass in „2 bis 3 Wochen“ ein weiterer Versuch unternommen wird, das kann nur DISCOVR meinen.

    So wie ich Musk verstanden habe soll die Rakete dereinst vom Schiff zum Land zurückfliegen (nach dem Auftanken). Eine Rückkehr zum Startplatz ohne Zwischenhalt auf dem Schiff könnte sich natürlich für gewisse Missionen auch lohnen (insbesondere für die Falcon Heavy Booster, die noch früher abgetrennt werden als die Erste Stufe der F9). Der Einsatz eines Schiffes bedeutet natürlich auch immer einen Aufwand von Mensch und Material (inkl., wie man jetzt gesehen hat, Risiko), welchen man in Relation zu den Kosten der direkten Rückkehr zum Startplatz setzen muss (Kosten in Bezug auf Nutzlastverluste). Ich denke, wann immer es möglich ist, werden die ersten Stufen zum Startplatz zurückkehren, und erst in zweiter Wahl auf dem Schiff landen. Bei der Falcon Heavy muss die mittlere Stufe auf einem Schiff landen. Für die nächste Raketengeneration, die ja sehr viel grösser werden soll, wird wohl immer genügend Treibstoff für eine Rückkehr zum Startplatz übrig bleiben. Gibt es eigentlich eine „allgemeine Lösung“ für die Frage, wieviel zusätzlichen Treibstoff eine Raketenstufe in Funktion des Momentes der Abtrennung braucht, um zum Startplatz zurückzukehren?

  31. Laut Musk sollen die Triebwerke viermal verwendbar sein. Wenn davon zwei Rückfstarts abgehen, verringert sich die Nutzung auf nur zweimal. Ob sich das noch lohnt ist sehr fraglich.
    Im Prinzip ähnelt die Landung mit den Triebwerken einem Hubschrauber. Bedingt durch das Funktionsprinzip sind dabei Nutzlast und Reichweite deutlich geringer als bei „normalen“ Flugzeugen. Deshalb finde ich das Konzept der russischen Baikal sinnvoller. Leider wegen Geldmangel eingestellt.

  32. Ich glaube weiterhin nicht daran, das eine wie auch immer geartete Wiederverwendung wirtschaftlich machbar ist. Vermutlich glaubt da auch SpaceX kaum noch daran. Alles, was sie bisher über Jahre hinweg versucht haben, hat nicht geklappt. Landung im Wasser klappte nicht, Rückflug zum Startplatz ist keine Option, da dann die Nutzlast zu stark absinkt usw. Auch die Landung auf einer Plattform wird nicht zuverlässig klappen, zumindest nicht so, das man die Stufe wirtschaftlich wiederverwenden kann.

    Was die Entwicklung neuer Triebwerke oder gar den Flug zum Mars betrifft: Wie will SpaceX da auch nur die Entwicklung bezahlen? Bei den dafür noch nötigen Entwicklungen kostet ein Marsflugprogramm auch für SpaceX sicher nicht unter 50 Milliarden Dollar. Wie wollen sie an so viel Geld kommen?

    Schon heute sind die Startpreise sehr zweifelhaft. Schaut man sich die regulären Startpreise an, so kostet eine Falcon 9 auch schon fast 100 Mio Dollar. Eine Falcon Heavy dürfte da nicht unter 250 Mio zu bekommen sein. Bedenkt man, das die Falcon Heavy wohl nie ihre volle Nutzlast ausnutzen kann und die normale Falcon viele Nutzlasten nicht starten kann, so ist es durchaus möglich, das ein Start auf einem EELV oder Ariane letztlich billiger ist.

  33. Die Landung nach Rückflug zum Startplatz ist keineswegs vom Tisch und nach wie vor primäre Variante der Wiederverwendung. Für die meisten Nutzlasten reicht da der Treibstoff, auch für CRS.

    Damit aber die Behörden einen Rückflug und Landung an Land genehmigen muss die Falcon 9 erstmal die erfolgreiche Landung auf dem Meer demonstrieren.

    Die Landung auf der Seeplattform in Zukunft wird vorallem für die Zentralstufe der Heavy erwogen.

    Ein Rückflug von der Plattform ist Zukunftsmusik und wird allerhöchstens in Fanforen zusammengesponnen….

    Es ist schade dass hier keine neutrale, sachliche Postion zu dem Thema zu sehen ist. Träumerische Fanboys vs. unsachlich polemischer „Kritiker“, dazwischen gibts scheinbar nichts mehr.

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