{"id":11054,"date":"2015-04-25T18:27:33","date_gmt":"2015-04-25T16:27:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=11054"},"modified":"2015-04-25T18:27:33","modified_gmt":"2015-04-25T16:27:33","slug":"splitter-nach-dem-urlaub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2015\/04\/25\/splitter-nach-dem-urlaub\/","title":{"rendered":"Splitter nach dem Urlaub"},"content":{"rendered":"<p>So, nun bin ich zur&uuml;ck aus meinem &#8222;Urlaub&#8220;, es ist eigentlich kein richtiger, weil ich viel Zeit damit verbringe unser Ferienhaus zu s&auml;ubern und den Garten und Au&szlig;enanlagen auf Vordermann zu bringen. Zwei Blogs konnte ich trotzdem verfassen, weil auch das Wetter teilweise schlecht war. Lange Zeit habe ich ja trotz Internetzugang keinen Computer dort. Ich hatte die Bef&uuml;rchtung, dass ich dann kaum noch was arbeite, schlussendlich sind es fast nur T&auml;tigkeiten die ich sonst vermeide, wie reinigen, Str&auml;ucher schneiden, Unkraut j&auml;ten, Fugen ausputzen. Aber das hat sich als falsch herausgestellt, auch weil mir eben alles andere fehlt &#8211; wie wichtig meine Bibliothek ist, merkt man erst wenn man nicht schnell was nachschlagen kann.<!--more--><\/p>\n<p>Ich habe diesmal meinen ausgedienten alten PC genutzt, den mein Neffe bei einem Aufenthalt mitgenommen hat. Doch so viel besser als mit dem Raspberry ging es auch nicht. Er wurde ja ausgemustert, weil er schon nicht mehr richtig funktioniert und fror auch zweimal ein. Au&szlig;erdem wollte er nur ein Drittel der 66 Updates nicht installieren, die nach 7 Monaten ohne Update anstanden und danach kein neues mehr. Ich habe mir jetzt einen Raspberry Pi 2 bestellt und werde den mal zuhause testen. Er soll ja sechsmal schnelelr als der erste sein, der unertr&auml;glich langsam war. Wenn er schnell genug ist, werde ich dort einen permanenten Arbeitsplatz einrichten. Das Haus ist meistens vermietet und daher schreckte ich bisher davor zur&uuml;ck einen Computer den G&auml;sten anzubieten. Das hat zwei Gr&uuml;nde. Zum einen die Diebstahlsgefahr. Ein alter PC wird wohl nicht entwendet werden, doch trenne ich mich selten von einem wenn er nicht schon Macken hat oder sehr langsam und ein preiswerter Intel NUC ist schnell eingesteckt. Zum zweiten der Administrationsaufwand. Selbst wenn ich ein eingeschr&auml;nktes Nutzerkonto anlege, kann man nat&uuml;rlich immer noch von einer CD oder portablen Medium booten. Der Anwender kann das System leicht kompromittieren. Ein Bsackup von Windows das man dann zur&uuml;ckspielen kann, n&uuml;tzt nichts, da die Windows Updatesja auch dauernd eingespielt werden m&uuml;ssen. Der Raspberry soll als Modell 2 deutlich schneller sein, damit auch mehr praxistauglich. Hier gibt es wohl weniger Spezialisten die die Konfiguration verhunzen, man kann nur von der SD-Karte booten und mit Gesamtkosten von 80 Euro (inklusive Netzteil, Geh&auml;use, Mini-SD Karte) bleibt das Verlustrisiko in Grenzen, in etwa dasselbe gebe ich zweimal pro Jahr alleine f&uuml;r kaputtes Glas und fehlende Gegenst&auml;nde auch jetzt schon aus.<\/p>\n<p>Dann habe ich beim Fernsehgucken wieder auf zdf Info einer dieser US-Fernsehserien geschaut. Darunter eine &uuml;ber skurrile moderne Waffen. Sie stammen, wie die Serie aus den USA. Da gab es Laserkanonen die man an Boeing 707 montieren will, um Raketen abzufangen, Maschinenpistolen mit Plastikgeschossen gegen Demonstranten. Denen wird auch mit Schallkanonen und Mikrowellen Kanonen zuleibe ger&uuml;ckt, dazu Schleim damit sie ausrutschen. Es wurde auch das (angeblich) pr&auml;ziseste Scharfsch&uuml;tzengewehr der Welt vorgestellt, das Chaytac M200. Die Besonderheit: man braucht zwei Personen es zu bedienen. Einen Sch&uuml;tzen und einen zweiten der eine mobile Wetterstation hat, deren Daten &uuml;ber Temperatur, Luftdruck, Wind etc. er in einen Kleincomputer (Smartphone o.&auml;.) von Hand eingibt und der gibt dann\u00a0 die Daten aus mit denen der Sch&uuml;tze von Hand das Visier ver&auml;ndern muss, damit die Waffe genau trifft. Ich musste nur lachen. Ich denke einige Monate Programmierarbeit und eine Wetterstation mit USB-Anschluss und man k&ouml;nnte den zweiten Mann einsparen. Ein Microcontroller liest die Daten der Wetterstation aus, berechnet die Ver&auml;nderung des Visiers und mit einem Schrittmotor k&ouml;nnte er es auch verstellen. Noch besser w&auml;re es wenn man ein Laserzielger&auml;t h&auml;tte, da w&uuml;rde man &uuml;ber den Laser nicht nur zielen, sondern k&ouml;nnte auch die Entfernung pr&auml;zise bestimmen (die Gravitation ist wohl der gr&ouml;&szlig;te Einflussfaktor). Damit k&ouml;nnte man den Laser so verschieben, dass er immer dahin zeigt wo die Kugel fliegt, nicht wo die Waffe hinzeigt.<\/p>\n<p>Trotzdem glaube ich dass solche Serien, die ja typisch amerikanisch sind, einen falschen Eindruck vermitteln: wir haben eine hochtechnisierte, unbesiegbare Armee. Die Praxis sieht anders aus, auch anders als sie US-Kriegsdokumentationen es zeigen: Die USA haben seit dem zweiten Weltkrieg keinen Krieg gewonnen, sondern maximal ein Patt herausgeholt, trotz technologischer &Uuml;berlegenheit. Das Problem besteht darin, dass die USA davon ausgehen, dass sie aufgrund der technologischen &Uuml;berlegenheit viel geringere Verluste haben und so der Gegner wegen seiner hohen Verluste aufgibt. Im zweiten Weltkrieg aber zeigte sich schon das dem nicht so ist. In Deutschland gab es die meisten Kriegstoten nach der Landung der Alliierten in der Normandie. Trotz des dauernden R&uuml;ckzugs und immer gr&ouml;&szlig;eren Verlusten kapitulierte Deutschland erst als es fast vollst&auml;ndig besetzt wurde und Japan nach dem Abwurf der Atombomben und Kriegseintritt der Sowjetunion. In Nord Korea konnte China durch den Kriegseintritt die von den USA gef&uuml;hrten UN-Streitkr&auml;fte zur&uuml;ckdr&auml;ngen und ein Patt erreichen &#8211; auch mit enormen Verlusten. In Vietnam wollte man keine Bodentruppen einsetzen um eroberte Gebiete auch zu sichern und meinte durch Angriffe aus der Luft den Gegner zu schw&auml;chen. Dort wurde die Paradigma &#8222;der Gegner gibt auf wenn er zu hohe Verluste hat&#8220; sogar in Parolen umgesetzt: es gab um die gegnerische Verluste zu erh&ouml;hen einen &#8222;Body count&#8220;, je mehr Gegner ein GI t&ouml;tete desto mehr Ehrungen und Belohnungen gab es. Es gab sogar &#8222;Free Fire Zones&#8220; in denen es erlaubt war auf alles zu schie&szlig;en. egal ob Zivilisten oder Vietcong. (Unterschieden konnte man beides sowieso nicht). Die Nordvietnamenesen gaben aber trotz Verlusten nicht auf, dagegen die USA wegen ausufernder Kosten und innenpolitischen Problemen (schlechtes Images des Krieges, immer mehr Tote). Am Schluss gewannen die Vietnamesen: allerding unter enormen Verlusten: 3-4 Millionen Vietnamesen standen rund 58.000 toten GI gegen&uuml;ber (makabreres Detail am Rande: das T&ouml;ten von so vielen hinterlie&szlig; ihre Spuren bei den Heimkehrern: 64.000 dieser brachten sich selbst um, mehr als die Verluste im Krieg). Man kann diese Bilanz noch fortsetzen in den Golfkriegen und dem Afghanistan Einsatz. In diesen F&auml;llen konnte man die regul&auml;re mit veraltetsten Waffen ausger&uuml;stete Armee leicht bezwingen, aber eben nicht den Krieg gewinnen, sondern hinterlie&szlig; ein Land im B&uuml;rgerkrieg. weiterhin auff&auml;llig ist, dass in all diesen Kriegen die Verluste unter der Zivilbev&ouml;lkerung rapide anstiegen.<\/p>\n<p>Dann gibt es die Debatte um das G36. Ich verstehe sie ehrlich gesagt nicht. Also das Verteidigungsministerium sagt das Ding schie&szlig;t nicht genau. Frage: Warum nur das BMV? Das G36 ist ein Exportschlager, unter andrem auch in viele arabische Staaten. Dort ist es hei&szlig; und keiner bemerkt was. Zudem ist dass Gew&auml;hr seit 1997 im Einsatz. 2012 bemerkt man dann das es nicht genau schie&szlig;t &#8211; warum dauert das so lange? 180.000 sind alleine an die Bundeswehr ausgeliefert worden. Dann stellt man nach so vielen Gewehren im Einsatz nach einem Jahrzehnt fest, dass es nicht genau ist. Vielleicht ist es auch eine Folge der Me&szlig;methode: Nach dem Gutachten soll der Streukreis nach 90 abgegebenen Schuss auf 50-60 cm auf 100 m ansteigen. Okay, offensichtlich hat Doom nun schon in die Beh&ouml;rden Einzug gehalten: Wenn ein Soldat nach 90 Schuss auf 100 m Entfernung den Gegner nicht trifft oder l&auml;ngst erschossen ist, dann muss er unverwundbar sein. Sorry, aber das ist eine v&ouml;llig absurde Me&szlig;methode, 90 Schuss sind drei Standardmagazine. Also ich stelle mir das schon komisch vor. Ein Soldat ist nicht f&auml;hig nach dreimaligem Magazinwechsel den Gegner zu treffen, gibt trotzdem dauernd Dauerfeuer ab anstatt Einzelsch&uuml;sse und scheint auch kein Visier haben, denn sonst m&uuml;sste er nicht so viel schie&szlig;en um einen nur 100 m entfernten Gegner zu treffen (zum Vergleich: das obige Scharfsch&uuml;tzengewehr hat auf 2000 m einen kleineren Streukreis). Die Aussagekraft ordnete ich auf 0% ein. Vielleicht investiert die Bundeswehr mal in Brillen?<\/p>\n<p>Zuletzt noch ein Kuriosum. Der GDL-Streik f&uuml;hrt zu p&uuml;nktlicheren Bahnen. Ich muss auf dem Weg zu meinem Ziel zweimal umsteigen. Kritisch ist immer der erste\/letzte Abschnitt von Ulm nach Stuttgart. Trotz IC\/ICE Strecke sind die Z&uuml;ge dort am unp&uuml;nktlichsten. So war es auch bei der Hinfahrt: 8 Minuten Versp&auml;tung bei der losfahrt, dann noch einige Halteminuten weil das Gleis blockiert war Es hat trotz 12 Minuten Zeitpuffer gerade noch gereicht f&uuml;r den Anschluss. Auf der R&uuml;ckfahrt, 13 Stunden nach Streikende, waren alle Z&uuml;ge p&uuml;nktlich. Sie sollten &ouml;fters streiken, denn jede 3-4 Fahrt f&uuml;hrt nach meinen Erfahrungen zu verpassten Anschlussz&uuml;gen was die Zeit 1 Stunde verl&auml;ngert. Der Streik der GDL schl&auml;gt &uuml;brigens Wellen: ich habe schon eine Mail bekommen nach der wenn ich nicht bald jeden erfolgreichen SpaceX Start w&uuml;rdige mein Blog bestreikt wird.<\/p>\n<p>Mogen w&uuml;rdige ich mal den letzten Blog &uuml;ber eine Marsorbitstation mit meiner Ansicht.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/fc55032beba7452684f92f2bed176e80\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, nun bin ich zur&uuml;ck aus meinem &#8222;Urlaub&#8220;, es ist eigentlich kein richtiger, weil ich viel Zeit damit verbringe unser Ferienhaus zu s&auml;ubern und den Garten und Au&szlig;enanlagen auf Vordermann zu bringen. 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