{"id":11084,"date":"2015-05-14T01:37:03","date_gmt":"2015-05-13T23:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=11084"},"modified":"2015-05-13T17:39:22","modified_gmt":"2015-05-13T15:39:22","slug":"meine-wuensche-an-den-raspberry-pi-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2015\/05\/14\/meine-wuensche-an-den-raspberry-pi-3\/","title":{"rendered":"Meine W&uuml;nsche an den Raspberry Pi 3"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist erneut kein Raumfahrt Blog dran sondern es geht um ein Computerthema. Alle nur an Raumfahrt interessieren k&ouml;nnen nur weiter wandern. Es ist ja nun seit einigen Monaten der Raspberry Pi Modell 2 draus und nach einigen Wochen der Tests m&ouml;chte ich mal res&uuml;mieren und meine W&uuml;nsche an das Modell 3 kund geben.<\/p>\n<p>Der Raspberry wurde mal entwickelt um Leute an Computer heranzuf&uuml;hren oder Programmieren zu lernen. Daneben soll er einen Desktop ersetzen k&ouml;nnen. So scheibt es die offizielle <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.org\/help\/what-is-a-raspberry-pi\/\">Webseite<\/a>:<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;It is a capable little device that enables people of all ages to explore computing, and to learn how to program in languages like Scratch and Python. It\u2019s capable of doing everything you\u2019d expect a desktop computer to do, from browsing the internet and playing high-definition video, to making spreadsheets, word-processing, and playing games. &#8222;.<\/p>\n<p>Was ihn von einem Desktop-PC, selbst einem preiswerten unterscheidet ist die Armut an Schnittstellen. Beim Model 1 waren es zwei USB-Ports, einen Netzwerkport, eine HDMI Schnittstelle einen 3,5 mm Soundausgang einen Anschluss f&uuml;r die Kamera und einen I\/O-Port. Der alte Prozessor, ein ARM11 mit 600 MHz war lahm und der Speicher mit 256\/512 MByte klein. Gegen&uuml;ber einem gleich gro&szlig;en und etwa gleich teuren Arduino liegt der Unterschied darin dass der Computer geringere I\/O F&auml;higkeiten hat, nicht vom PC aus mit einer IDE programmiert werden kann und ein Linux von SD-Karte startet anstatt im internen Speicher das Programm f&uuml;r einen Microcontroller.<\/p>\n<p>Kurzum, er sitzt so zwischen den St&uuml;hlen, zwischen Arduino und Intel-NUC. Entsprechend gibt es bei den Umsetzungen zwei Zweige. Die einen funktionieren den Rechner als Desktop-Ersatz um. Man kann einen Raspbery als Mailserver, Printserver, Retrogame Engine oder Mediaplayer nutzen. Die zweiten nutzen die I\/O F&auml;higkeiten f&uuml;r einen Plotter, die Steuerung einer Fotokamera oder um auf R&uuml;ben Schlagzeug zu spielen. Es gibt mit dem Modell 2 nun auch zwei USB-Ports mehr, 1 GByte RAM und vor allem einem schnelleren Prozessor mit 900 MHz und 4 Kernen.<\/p>\n<p>Ich habe beide in Betrieb gehabt. Modell 1 war so langsam, dass man damit zwar Surfen konnte, aber es war eine Geduldsprobe. Ich habe den Rechner im Urlaub genutzt. Surfen und Mail ging, aber bei komplexeren Seiten musste man ewig warten und auch Lazarus und Libreoffice reagierten z&auml;h sodass man nach einem Satz eine Pause hinlegte ob denn auch alles angekommen ist. Wie man dieses System zur Programmentwicklung oder als Desktopersatz nutzen will ist mir schleierhaft. f&uuml;r Steueraufgaben, Server oder auch als Emulator f&uuml;r Heimcomputer taugt es.<\/p>\n<p>Die neue Version ist noch nicht so schnell wie ein billiger PC, aber hinreichend schnell f&uuml;r t&auml;gliche Aufgaben. Die 1 GByte RAM wirken sich aber auch aus &#8211; ich w&uuml;rde nicht mehr als ein Programm zur gleichen Zeit laufen lassen. Ich werde es als Zweitrechner im Wohnzimmer nutzen, wenn ich mal kurz in einer Werbepause was nachschauen will. Eventuell wandert auch einer in unser Ferienhaus als Rechner f&uuml;r die G&auml;ste zum Surfen. Das alte Model 1 ist nun mit <a href=\"http:\/\/openelec.tv\/get-openelec\">OpenElec<\/a> als Medienspieler am Fernseher im Einsatz. Mein Toshiba Regza spielt n&auml;mlich nur Fotos und Musik von USB-Medien ab.<\/p>\n<p>Trotzdem, man kann noch was verbessern. Es gibt einige M&auml;ngel Raspberry. Hier mal meine Wunschliste:<\/p>\n<p><strong>Netzanschluss<\/strong>: Der Raspberry kommt mit einem USB-Anschluss f&uuml;r die Stromversorgung. Das ist einer f&uuml;r den ich zumindest kein Standardkabel hat. Ich habe einige Mirko-USB Kabel f&uuml;r MP3-Player und Kamera, aber keines passt. So betreibe ich ihn mit einem Steckernetzteil wie die meisten. Meiner Ansicht nach geh&ouml;rt entweder eine richtige Stromversorgung dazu oder man nimmt einen normalen Port &#8211; wenn man keine Peripherie dranh&auml;ngt reichen die 500 mA eines Standard USB 2.0 Ports aus. Die USB 3.0 Ports liefern noch mehr Strom (manche USB 2 auch, verletzen aber den Standard). Mein USB Hub z.B. liefert (auch entgegen dem Standard) Strom in die f&uuml;r Peripherie gedachten Anschl&uuml;sse. Sobald der Raspberry hochgebootet ist kann ich bei angeschlossenem Hub dann das Steckteil entfernen und das auch beim neuen Modell.<\/p>\n<p><strong>USB\/Netzwerk<\/strong>: Eine Schw&auml;che des Raspberry Pi ist, dass er einen Chip f&uuml;r USB und Netzwerk nutzt. Die Datenraten sind daher auf beiden Schnittstellen bescheiden. ich habe selten mehr als 11 MBit &uuml;ber das Netzwerk transferieren k&ouml;nnen und auch bei USB sind die Datenraten bei einem Drittel der nominellen USB 2.0 Geschwindigkeit. Ein USB-Port w&auml;re auch nicht schlecht.<\/p>\n<p><strong>Sound<\/strong>: Nicht von mir getestet, da ich ihn nicht als Mediaplayer nutze sollen die Soundeigenschaften auch schlecht sein. Auch hier hat man wohl stark gespart. Auch hier gibt es eine Reihe von Ersatzl&ouml;sung ab 10 Euro aufw&auml;rts.<\/p>\n<p><strong>Speicher<\/strong>: Mit der gen&uuml;genden Geschwindigkeit des Modells 2.0 ist nun der Arbeitsspeicher der begrenzende Faktor f&uuml;r viele Anwendungen. Desktop geht, nur muss man dann eben wenn man Libreoffice startet den Browser schlie&szlig;en -. das ist schon ungewohnt. 2 GB sind heute nicht viel und das w&auml;ren schon doppelt so viel wie derzeit verbaut ist.<\/p>\n<p><strong>Massenspeicher<\/strong>: Es gibt ja einige Nachahmer des Raspberry Konzeptes. Alle haben eines nicht &uuml;bernommen: Der Massenspeicher auf einer SD\/Mikro-SD Karte. Stattdessen haben sie 2-4 GB internen Flashspeicher. Zum einen kann man auf den schneller zugreifen als wie auf eine externe Karte, zum anderen sind diese f&uuml;r Kameras gedacht &#8211; auf sie sollten ab und an gr&ouml;&szlig;ere Fotos gespeichert werden, aber nicht dauernd kleine Dateien oder in eine Auslagerungsdatei. Sicher das Konzept hat Vorteile: man kann einfach die Karte austauschen und aus dem PC-ersatz wird ein Mediaplayer oder eine Retrokonsole. Aber ehrlich gesagt: wer macht das? Der Rechner fehlt dann doch f&uuml;r den anderen Zweck stattessen wird man sicher einen zweiten Raspberry kaufen. ein interner Speicher von 4 GB reicht aus, die meisten Distributionen belegen 2 GB und so viel kommt nicht hinzu. Daten wird man auf einer externen Festplatte oder USB-.Stick ablegen.<\/p>\n<p>Klar das macht den Rechner teurer, aber derzeit kostet der Raspberry auch nur nackt 44 Euro. Wenn man ein Netzteil, Geh&auml;use und eine SD-Karte dazu nimmt dann ist man schnell bei 70 Euro. Intern eingebauter Speicher ist billiger als die SD-Karte, Geh&auml;use und Stromversorgung in Gro&szlig;serie wird auch billiger und die eingesparten Euros kann man dann in einen 2 GB RAM Chip und einen zweiten Kommunikationschip investieren &#8211; wenn der Rechner etwas gr&ouml;&szlig;er ist so schadet das nicht, denn er ist ja jetzt schon recht klein. Trotzdem w&uuml;rde sicher ein solcher Raspberry Pi 3 deutlich unter 100 Euro liegen und so in einem Bereich wo man so was mal &#8222;so eben zum Ausprobrbieren&#8220; kauft.<\/p>\n<p>Ich denke einiges wird sich sicher im n&auml;chsten Modell finden, denn es gibt ja schon &auml;hnliche Kleinrechner die nun sicher einen Einfluss auf das Modell 2 hatten. Konkurrenz belebt eben das Gesch&auml;ft.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/67eb1e09595f4c77aa667162fcbaec91\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist erneut kein Raumfahrt Blog dran sondern es geht um ein Computerthema. Alle nur an Raumfahrt interessieren k&ouml;nnen nur weiter wandern. Es ist ja nun seit einigen Monaten der Raspberry Pi Modell 2 draus und nach einigen Wochen der Tests m&ouml;chte ich mal res&uuml;mieren und meine W&uuml;nsche an das Modell 3 kund geben. 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