{"id":11235,"date":"2015-08-03T17:13:57","date_gmt":"2015-08-03T15:13:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=11235"},"modified":"2015-08-03T17:13:57","modified_gmt":"2015-08-03T15:13:57","slug":"best-with-6-mpixeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2015\/08\/03\/best-with-6-mpixeln\/","title":{"rendered":"&#8222;Best with 6 MPixeln&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Michael K. hat mir den Link zu einer Kamera geschickt, die nur <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/foto\/meldung\/Canon-ME20F-SH-Das-ultimative-ISO-Monster-2748177.html\">2,26 MPixel<\/a> hat &#8211; und das bei einem Vollformatsensor. Die Kamera ist so lichtempfindlich dass man nach dem Datenblatt selbst in mondhellen N&auml;chten die Szene wie bei anderen Kameras bei Tag aufnehmen k&ouml;nnen umgerechnet sind es 4 Millionen ISO. Wer noch mit Film gearbeitet hat wei&szlig;: normaler Film hatte 100 bis 400 ISO, 800 ISO Film wurde schon sichtbar grobk&ouml;rnig., Das brongt mich zu meinem Thema, das nicht neu ist, aber man kann es ja mal wieder ausgraben oder?<!--more--><\/p>\n<p>Es gibt die Webseite <a href=\"http:\/\/6mpixel.org\/\">6Mpixel<\/a>. Sie entstand, als die ersten Digitalkonsumerkameras aufkamen die mehr als 6 Mpixel hatten und sich in Zeitschriften Testberichte &uuml;ber schlechtere Bildqualit&auml;t h&auml;uften und auch Privatpersonen die Erfahrung machten, dass die Bildqualit&auml;t abnimmt. Sie konnte eines nicht &auml;ndern: den Pixelwahn. Er ist in den letzten Jahren bei den Digitalkameras etwas abgeschw&auml;cht, bei den in Tabletts oder Smartphones eingebauten Kameras geht er weiter. Warum ist der Pixelwahn schlecht?<\/p>\n<p>Nun es ist eigentlich ganz einfach: egal ob Film mit Silberkorn-emulsion oder einem CCD mit einem lichtempfindlichen Halbleiter, es passiert immer das gleiche: Lichtteilchen (Photonen) treffen auf ein Element und l&ouml;sen durch die &uuml;bertragene Energie etwas aus. Bei Film eine chemische Reaktion, bei CCD &uuml;bertragen sie Energie auf ein Elektron das dann das Atom verlassen kann. Beide Techniken brauchen eine gewinne Mindestmenge an Photonen, damit man eine Belichtung von dem normalen Rauschen unterscheiden kann. Das Rauschen entsteht bei einem CCD durch die Temperatur. Gem&auml;&szlig; Maxwellscher Verteilung haben bei einer bestimmten Temperatur nicht alle Teilchen die gleiche Energie. Einige haben eine h&ouml;here und andere eine niedrige bei einigen riecht es aus das sich auchb durch diese Energie sich ein Elektron abl&ouml;sen kann.<\/p>\n<p>Ein Ma&szlig; f&uuml;r die Qualit&auml;t eines Detektors ist daher die Quantenausbeute. Sie liegt bei CCD in der spitze bei 80%, fotografischer Film liegt deutlich unter 10%. Das sind allerdings Spitzenwerte. Die 80% erreicht man nur mit K&uuml;hlung um das thermische Rauschen zu vermindern und auch nicht &uuml;ber den ganzen Spektralbereich. Das Hubble Weltraumteleskop bei dem die Detektoren nicht gek&uuml;hlt werden k&ouml;nnen, hat eine Spitzenausbeute von 30-40% bei der WPFC3 Kamera. Doch selbst ohne K&uuml;hlung ist ein CMOS-Sensor wie er in einer Konsumerkameras verwendet wird weitaus empfindlicher als fotografischer Film &#8211; bei derselben Gr&ouml;&szlig;e eines fotografischen Elements.<\/p>\n<p>Bei Film ist wegen der unregelm&auml;&szlig;igen Natur des Filmkorns recht schwer die Aufl&ouml;sung anzugeben. Man misst sie meistens mit der Fotografie eines Linienmusters das immer enger wird. Wenn man gerade noch zwei Linien unterscheiden kann bevor es in einen Brei von Hell-Dunkel &uuml;bergeht hat man die Aufl&ouml;sung. Diese wird in Linienpaaren pro Millimeter angegeben. Kleines Detail am Rande: Bei Raumsonden hat man noch lange die Aufl&ouml;sung ihrer Bilder in Kilometer pro Linienpaar&#8220; angegeben. Die Umrechnung f&uuml;r die Mpixel die bei CCD &uuml;blich ist ist relativ einfach:<\/p>\n<p>Um ein Linienpaar zu unterscheiden braucht man zwei Pixel (eines dunkel, eines wei&szlig;). Multipliziert man dies mit der Angabe pro Millimeter und der L&auml;nge bzw. Breite des Detektors so bekommt man die Pixel in der jeweiligen Dimension. Ein typischer nicht besonders lichtempfindlicher Farbfilm f&uuml;r Hobbyknipser hatte eine Aufl&ouml;sung von 125 Linienpaaren pro Millimeter. Das Kleinbildformat hatte Abmessungen von 24 x 35 mm. So erreichte sich die &auml;quivalente Pixelmenge so:<\/p>\n<p>L&auml;nge: 35 mm x 125 Linienpaaren\/mm * 2 Pixeln\/Lininenpaar = 8750 Pixel<\/p>\n<p>Breite: 24 mm x 125 Linienpaaren\/mm * 2 Pixeln\/Lininenpaar = 6000 Pixel<\/p>\n<p>Gesamt: 6000 Pixel * 8750 Pixel = 52,5 Mpixel<\/p>\n<p>So gesehen scheint fotografischer Film immer noch deutlich besser als die Sensoren bei den heutigen Konsumerkameras zu sein. Allerdings muss man bei dem Vergleich ber&uuml;cksichtigen, dass dort die Sensorgr&ouml;&szlig;e viel kleiner sind &#8222;Vollformat&#8220; Sensoren, die also das Kleinbildformat als Sensorgr&ouml;&szlig;e haben, erreichen durchaus 50 Mpixel und fotografischer Film erreicht diese hohen Werte nur bei hohen Kontrasten, das liegt an der physikalischen Eigenschaft des Filmkornes. Er ist deswegen auch hervorragend geeignet um als Mikrofilm Text aufzunehmen (hoher Kontrast von schwarzen Buchstaben zu wei&szlig;em Blatt). Bei niedrigem Kontrast also &auml;hnlicher Helligkeit sieht es deutlich anders aus. Dann erreicht derselbe Film nur noch 40 Linienpaare\/mm, was 5,4 MPixeln entspricht. Das sind die Werte eines typisches Films f&uuml;r Kleinbildkameras mit 125 ISO Empfindlichkeit. F&uuml;r Vergr&ouml;&szlig;erungen oder schwierigere Lichtbedingungen ging man schon fr&uuml;her bei Kameras auf das Mittelformat &uuml;ber mit deutlich gr&ouml;&szlig;eren Negativen.<\/p>\n<p>Nun ist eines unbestritten: selbst billigste CMOS-Sensoren sind fotografischem Film in Bezug auf Lichtempfindlichkeit &uuml;berlegen. Das gilt aber nur f&uuml;r gleiche Pixelzahlen und Sensorgr&ouml;&szlig;en. Ich habe mir mal eine gebrauchte Canon EOS mit 8 MPixeln und APS-C gekauft. Die bildet in 15 s Belichtungszeit mehr Sterne ab als mein Teleskop mit einer Kleinbildkamera in 10 Minuten. Bei vollem Sonnenschein im Sommer sind die Bilder selbst bei geringster Belichtungszeit leicht &uuml;berleblichtet.<\/p>\n<p>Das leitet zum dritten Kriterium &uuml;ber: den Lichtverh&auml;ltnissen. Eine Kamera die astronomische Aufnahmen machen soll wird sicher gr&ouml;&szlig;ere Pixel haben als eine die nur drau&szlig;en bei Sonnenschein Aufnahmen machen soll. Da unser Auge durch die sich schlie&szlig;ende Iris und verschiedene Sensortypen (Z&auml;pfchen und St&auml;bchen) die F&auml;higkeit hat sich an sehr unterschiedliche Lichtverh&auml;ltnisse anzupassen, t&auml;uscht man sich leicht &uuml;ber die Helligkeitsverh&auml;ltnisse in der Umgebung:<\/p>\n<ul>\n<li>Sommertag ohne Wolken &gt; 100.000 Lux<\/li>\n<li>Wintertag ohne Wolken &gt; 10.000 Lux<\/li>\n<li>vollst&auml;ndig bedeckter Himmel im Winter ~ 1000 Lux<\/li>\n<li>Innenraumbeleuchtung f&uuml;r Arbeitsst&auml;tten: 100 bis 500 Lux<\/li>\n<li>Vollmondnacht: 0,24 Lux<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da wir bei Vollmond zwar nicht mehr farbig sehen k&ouml;nnen, aber durchaus noch gut Wege erkennen k&ouml;nnen kommt unser Auge mit Extremen der Beleuchtungsst&auml;rke um den Faktor 400.000 zurecht. So gut ist kein Sensor, auch kein kommerzieller f&uuml;r f&uuml;nfstellige Betr&auml;ge (das scheitert schon an der Quantifizierung die mit maximal 12 bis 14 Bit erfolgt also 4096 oder 16384 Stufen)<\/p>\n<p>So ist aber auch einiges verst&auml;ndlich: viele Kameras mit kleinen Sensoren und vielen Megapixeln machen drau&szlig;en bei Sonnenschein tolle Aufnahmen. In einem Innenraum wo es meist wenige Hundert Lux hell ist, dagegen sind sie verrauscht. Das Problem ist nicht neu: Rauschen gibt es schon bei fotografischem Film. Bei CCD und CMOS Sensoren ist es aber l&auml;stiger, denn diese haben eine Bayes-.Maske &uuml;ber dem Chip. Aus je 4 Pixeln gewinnt man die Farbinformationen. Zwei sind gr&uuml;n (weil das Farbempfinden des Auges maximal im gr&uuml;nen Spektralbereich ist) und je einem roten und blauen Pixel wird die Farbinformation gewonnen. Ist nun einer durch Rauschen heller als die anderen so entsteht ein Farbrauschen aus blauen, roten, gelben Pixeln die in einem sonst andersfarbigen Hintergrund stark auffallen.<\/p>\n<p>Als Kriterium f&uuml;r die Qualit&auml;t tauglich ist daher eher die Pixelgr&ouml;&szlig;e.<\/p>\n<p>Astronomische CCD haben eine Pixelgr&ouml;&szlig;e von 6 &#8211; 14 \u00b5m Kantenl&auml;nge pro Pixel. Die New Horizons Kamera LORRI die gerade die Aufnahmen bei Pluto machte, hat 13 \u00b5m Kantenl&auml;nge pro Pixel. Trotzdem braucht man 1\/6 bis 1\/10 s Belichtungszeit bei einem so lichtschwachen Objekt wie Pluto Nur zum Vergleich: Bei Jupiter reichte 1\/300 s. Das bedeutet die Kamera ist bei Jupiter in etwa genauso empfindlich wie eine normale Kamera auf der Erde (und das bei 27-mal weniger Licht). In diese Pixelgr&ouml;&szlig;e kommen auch Vollformatkameras. Eine Vollformatkamera mit 33 MPixeln hat z.B. Pixel mit 6 \u00b5m Kantenl&auml;nge. Das &#8222;Best with 6 MPixel&#8220; Kriterium bezieht sich auf einen 2\/3 Zoll Chip, das entspricht 3,1 \u00b5m Kantenl&auml;nge. Das ist deutlich unter den astronomischen Kameras, aber man will die Kamera ja auch bei Tage einsetzen.<\/p>\n<p>Das andere Extrem sind die Kameras in Smartphones. Hier kommt zum Pixelwahn (man will sich ja von Konkurrenzprodukten absetzen) noch die Problematik, dass man in dem kleinen Geh&auml;use wenig Platz f&uuml;r den Sensor hat. Bei dem IPhone 6s sind es nach Apples Angaben nur noch 1,5 \u00b5m gro&szlig;e Pixels. Vergleichen mit einem 6 \u00b5m gro&szlig;en Pixel ist das eine 16-mal kleinere Fl&auml;che. Anders ausgedr&uuml;ckt: ein Foto gemacht mit einem Iphone und 1\/100 s Belichtungszeit m&uuml;sste genauso verrauscht wie eines in einer Spiegelreflexkamera mit APS-C Format und 12 MPixeln bei 1\/1600 s.<\/p>\n<p>So ist klar, dass nicht nur die Pixelzahl alleine sondern auch die Sensorgr&ouml;&szlig;e eine Rolle spielt. Traditionell wird die in der Diagonalen angegeben wobei man diese als Bruchteile eines Zolls angibt. Historisch betrachtet ist ein Zoll aber nicht 25,4 mm sondern nur 16 mm, da man den Au&szlig;endurchmesser der alten Videoconr&ouml;hren als Ma&szlig;stab nahm. der nutzbare Innendurchmesser war aber mit 16 mm kleiner.<\/p>\n<p>Bei den Digitalkameras konnte man von 2000 bis 2005 schon eine Reduktion der Bildgr&ouml;&szlig;en von 1\/1.6 auf 1\/2.5 Zoll sehen (entsprechend 10 bzw. 6,4 mm Diagonale). Dabei ist es bis heute geblieben, man findet aber ab und kann auch noch kleinere Gr&ouml;&szlig;en wie 1\/3&#8243;.\u00a0 Smartphones haben noch kleinere Sensoren von 1\/4 und 1\/6. APS-C liegt bei 1,8 und Vollformat bei 2,65 Zoll. Im Extremfall hat eine Vollformatkamera die 120-Fache Chipfl&auml;che eines 1\/6 Sensors in einem Smarttphone<\/p>\n<p>Sie hat in der Regel aber nicht 120-mal mehr Pixel. Nun gilt es abzuw&auml;gen &#8211; wie viele Pixel brauche ich? Neben der Art wie man das Foto verwendet (f&uuml;r Vergr&ouml;&szlig;erungen braucht man naturgem&auml;&szlig; mehr Pixel, macht man nur Au&szlig;en Schnappsch&uuml;sse vom Urlaub so gen&uuml;gt auch eine lichtschwache Kamera mit kleinen Pixelgr&ouml;&szlig;en) spielt auch die Optik eine Rolle. Je kleiner die Pixelfl&auml;che ist desto h&ouml;herwertiger muss diese sein. So gesehen sollte ein Hersteller eigentlich mehr Interesse an gr&ouml;&szlig;eren Chips haben. Aber dem ist nicht so. Denn je kleiner der Chip ist, desto kleiner auch die Optik f&uuml;r eine bestimmte Blende. Verwendet man eine etwas gr&ouml;&szlig;ere Optik so kann man leicht Superzooms realisieren, heute sind Faktoren bis 30-fach m&ouml;glich, das ist eigentlich die Vergr&ouml;&szlig;erung eines kleinen Fernglases und bei einer Kamera ohne Stativ nicht praktikabel (das Muskelzittern sorgt daf&uuml;r dass man keine Fotos mit 30-fachem Zoom schie&szlig;en kann, ohne das sie verschwommen sind oder man das Motiv nicht unbedingt in der Mitte hat).<\/p>\n<p>Die kleine Chipgr&ouml;&szlig;e hat auch eine folge: Je kleiner diese ist desto gr&ouml;&szlig;er der Bereich der scharf abgebildet wird. Das ist nicht unbedingt von Vorteil, denn die geschickt eingesetzte Unscharfe erlaubt es Dinge hervorzuheben &#8211; Eine Person vor einem unscharfen Hintergrund oder eine Landschaft hinter unscharfen Zweigen.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich haben die Hersteller die Probleme erkannt. Anfangs konnte man noch etwas physikalisch herausholen. Bei den Chips laufen zwischen den Pixel Leiterbahnen. Man ging zu anderen Formen &uuml;ber wie hexagonale Pixel bei denen der Leiterbahnenanteil &uuml;ber und sp&auml;ter setzte man ein Linsenarray auf den Chip, dieses lenkt das Licht von den Leiterbahnen auf den lichtempfindlichen Teil. Damit konnte man mit 8 MPixeln Chips das gleiche erreichen wie mit 6 MPixeln. Doch heute hat man 12, 16 oder 20 Mpixeln. Das geht mit solchen Tricks nicht mehr. Seitdem regiert die Software. Die Elektronik sch&auml;rft zum einen nach, zum anderen wendet sie auch Weichzeichner an. Nachschaffen muss man weil mit kleineren Chipfl&auml;chen weniger Kontraste hat, ein hell belichtetes Pixel unterscheidet sich nur noch wenig von einem nicht so stark belichteten Pixel. Aus dem gleichen Grund muss das Signal verst&auml;rkt werden, damit aber auch das Rauschen und um die Bildfehler zu reduzieren wird weichgezeichnet. Beides zusammen bewirkt dass Fl&auml;chen mit wenig Struktur mehr oder weniger homogen glattgeb&uuml;gelt werden und umgedreht bei den starken Kontrasten sind diese &Uuml;berschrift oder es kann zu Artefakten kommen. Trotzdem haben die Kameras durch die Verst&auml;rkung und Bildfilter kaum Reserven f&uuml;r sehr helle oder sehr dunkle Bereiche.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zu meinem Wunsch nach der 3 Mpixel Kamera. Das ist noch etwas kleiner als die 6 MP die als Optimum von der Webseite angegeben wurden, allerdings haben die Kameras die ich bisher hatte, einen 1\/2.3 bis 1\/2.5 Zoll Sensor und die Webseite geht von 1\/1.6 aus. Ber&uuml;cksichtigt man das, so sind 3 MP in etwa die gleiche Pixeldichte. 3 MP reichen f&uuml;r normale Abz&uuml;ge und auch leichte Vergr&ouml;&szlig;erung bis Din A5 aus und das ist das was ich mache. Sie sind auch noch am Monitor darstellbar, auch wenn es nun 4K Monitore mit 8 MPixeln gibt. Wof&uuml;r soll ich Bilder mit mehr Pixeln generieren wenn das mir nichts nutzt? Ich gehe jetzt f&uuml;r Aufnahmen die ich per Mail verschicke oder in die Webseite einbette in der Aufl&ouml;sung runter.<\/p>\n<p>Sch&ouml;n w&auml;re es wenn die Kameras einen Modus anbieten w&uuml;rden, in dem sie die Pixel zusammenfassen (binnen) und so zumindest teilweise die geringere Pixelgr&ouml;&szlig;e kompensieren, doch die Modi mit weniger Pixeln sind meist Softwaremodi in denen das Bild heruntergerechnet wird. Nutzbar w&auml;re auch ein besserer Digitalzoom, indem man z.B. von einem 12 MPixel Bild die inneren 3 MPixel nimmt &#8211; da entspricht einem Zoom um den Faktor 4. Allerdings scheint das Binnen von Pixeln anders als in astronomischen CCD nicht zu funktionieren. In einem Test der Ct&#8216; ergab sich bei diesem als &#8222;PureView!&#8220; bei einem Hersteller implementierten Verfahren keine bessere Bildqualit&auml;t. Stattdessen monierte der Redakteur die &#8222;unzeitgem&auml;&szlig;e&#8220; 5 MPixel Aufl&ouml;sung der 18,7 MPixel Kamera nach dem Binnen. Wahrscheinlich wurde nicht auf Chipebene von dessen Elektronik gebinnt sondern von der Software heruntergerechnet, da hat man aber schon verrauschte Pixel zusammengefasst.<\/p>\n<p>&Uuml;berhaupt scheinen Zeitschriften nicht so genau zu wissen was sie wollen. Da jammert man im einem Artikel &uuml;ber die Algorithmen die zu viel nachsch&auml;rfen und empfiehlt im n&auml;chsten dann Raw-Image Anwendungen f&uuml;r Android Smartphones um dem zu Begegnen: das dies eine Folge des Pixelwahns ist und man keine Raw-Verarbeitung br&auml;uchte wenn dieser nicht vorliegen w&uuml;rde scheint den Redakteuren zu entgehen. Ebenso wird in einem Artikel ein 5 Jahre alter\u00a0 gebrauchter Rechner als ausreichend f&uuml;r Office &amp; Co beworben und in einem anderen die neuesten Broadwell-Prozessoren als leistungsschw&auml;cher als die in einem Telefon verbauten bem&auml;ngelt. &Uuml;berhaupt scheinen in Computerzeitschriften Supermenschen zu arbeiten: w&auml;hrend normale Menschen alle Bewegungen mit mehr als 16 Bildern pro Sekunde als flie&szlig;ende Bewegung wahrnehmen, brauchen die Redakteure dort neue &#8222;FreeSync&#8220; Monitore damit sie nicht bei 40 oder 50 fps ihr Spiel verlieren. Sch&ouml;n wenn man die Schuld auf jemand anderen schieben kann. Manchmal w&uuml;nsche ich mir die Redakteure w&uuml;rden einen einfachen Schulversuch wiederholen, denn wir mal machten. Da bekam man einen Piecks in eine Hand und musste mit der anderen dann auf einen Schalter bet&auml;tigen. Damit bestimmte man die Reaktionszeit, respektive die Nervenleitgeschwindigkeit. Man wird rasch feststellen, dass man nicht schneller als 1\/10 s ist, die meisten langsamer. Dann macht aber 1\/40 oder 1\/60 s mehr nicht mehr vielm aus.<\/p>\n<p>Na ja besser aussehen werden die Bilder aus Freesync Monitoren schon. Das erkl&auml;rt sich aus der Tatsache dass nun Billdaufbau und Frameraten synchronisieret sind, also nicht der Monitor einen Teil eines Frames anzeigt und dann von der Grafikkarte einen neuen bekommt sodass ein Teil des Bildes alt und ein Teil neu ist &#8211; eventuell mit einem Sprung in der Mitte. Das dies bei einem Windrad als Demo besonders auff&auml;llt ist auch klar. Nur ob dies auch die Reaktionszeit verbessert, da habe ich doch meine Zweifel.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zu den 3MPixel Kameras. F&uuml;r das Problem gibt es eine Reihe von L&ouml;sungen. Das eine sind gr&ouml;&szlig;ere Sensoren. In den letzten Jahren hat sich zwischen den Kompakt Kameras f&uuml;r wenig Geld und Spiegelreflex neue Typen eingeb&uuml;rgert wie Bridge- oder System Kameras die in den Eigenschaften zwischen beiden Klassen liegen. dort findet man auch gr&ouml;&szlig;ere Sensoren wie 1 Zoll oder 4\/3 Zoll Format. Ein 1 Zoll Sensor mit 13,5 MPixeln erf&uuml;llt auch das Kriterium von 6MPixel.org (dort bezogen auf 1\/1.6 Zoll) genauso wie ein 4\/3 Zoll Sensor mit 24 MPixeln. Leider sind diese Kameras auch preislich in der gehobenen Klasse, einige sogar teurer als Spiegelreflexkameras der Mittelklasse.<\/p>\n<p>Das zweite ist, das die Hersteller mal eine Kamera mit 3\u00a0 &#8211; 5 MPixel Sensoren im normalen 1\/2.3 oder 1\/2.5 Zoll Format anbieten. Jeder Hersteller hat inzwischen Zig Modelle im Programm und ich denke sie werden feststellen das diese auch K&auml;ufer finden. Denn auch jenseits des Pixelwahns gibt es f&uuml;r den einen oder anderen Gr&uuml;nde weniger Pixel zu haben: Wenn man die mehr Pixel nicht nutzt (sprich der Ausdruck oder Monitor sie gar nicht alle darstellen kann) dann belegen sie nur Speicher auf der SD-Karte und dem Backupmedium und das &Uuml;bertragen dauert l&auml;nger. Manchmal ist weniger mehr. So gibt es ja auch Handys ohne jeden Schnick-Schnack zu kaufen mit denen man nur Telefonieren und SMS Schreiben kann. Es gibt Leute die wollen das. Weil jedes mehr die allgemeine Bedienung verkompliziert. Zum anderen reicht auch ein Blick auf die Spiegelreflexkameras: Dort gibt es den Pixelwahn nicht. Seit Jahren bleiben die maximalen Pixelzahlen weitgehend gleich, weil dort gute Bilder mehr z&auml;hlen. Will man in diesem Segment mehr Pixel haben, so muss man einen Sensor im Vollformat anstatt APS-C einsetzen, der mehr Fl&auml;che hat. Dort scheint also die Kundschaft Qualit&auml;t zu honorieren: warum nicht auch bei billigeren Kameras?<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/ed4c203aef3f44549fa7c33a25768477\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael K. hat mir den Link zu einer Kamera geschickt, die nur 2,26 MPixel hat &#8211; und das bei einem Vollformatsensor. Die Kamera ist so lichtempfindlich dass man nach dem Datenblatt selbst in mondhellen N&auml;chten die Szene wie bei anderen Kameras bei Tag aufnehmen k&ouml;nnen umgerechnet sind es 4 Millionen ISO. 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Der Artikel schlie\u00dft so an seine beiden Vorg\u00e4nger gestern und vorgestern\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/6e7f572a246b4ac395de9c260733b707","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11235"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11235\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11235"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}