{"id":11387,"date":"2015-11-29T17:53:35","date_gmt":"2015-11-29T16:53:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=11387"},"modified":"2015-11-29T17:53:35","modified_gmt":"2015-11-29T16:53:35","slug":"ein-vorschlag-fuer-die-weltraumorganisationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2015\/11\/29\/ein-vorschlag-fuer-die-weltraumorganisationen\/","title":{"rendered":"Ein Vorschlag f&uuml;r die Weltraumorganisationen"},"content":{"rendered":"<p>OneWeb will ja wie sicher allgemein bekannt, von 2017 bis 2019 720 Satelliten f&uuml;r ihr Internet-by-Orbit Projekt starten, weitere 180 St&uuml;ck sollen als Reserve am Boden bleiben. Die Kosten des Projektes sind noch nicht so genau umrissen. Im Juni hie&szlig; es 1,5 bis 2 Milliarden Dollar, wenig sp&auml;ter war von 2,5 Milliarden die Rede. da alleine der Start rund 1 Milliarde kosten wird ist das nicht verwunderlich. Doch lassen wir es auch 3 Milliarden sein, davon 2 Milliarden f&uuml;r 900 Satelliten, das sind dann 2,3 Millionen pro St&uuml;ck &#8211; enorm preiswert f&uuml;r einen Satelliten. Ein Nachbau eines Forschungssatelliten, also keine Neuentwicklung kostet mindestens 100 bis 150 Millionen Euro, in der Gr&ouml;&szlig;enordnung liegen Cryosat 2 (109 Millionen Euro) und Tandem X (165 Millionen Euro), aber mit Start. Selbst der experimentelle Kleinsatellit Probe-A kostete 13,5 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich sind die Satelliten klein. Sie sollen weniger als 150 kg wiegen. Doch wenn man g&auml;ngige Faktoren f&uuml;r den Nutzlastanteil anlegt k&ouml;nnte ein 150 kg schwerer Satelliten dann durchaus noch 25 bis 40 kg Nutzlast tragen. Die Kommunikationsausr&uuml;stung f&uuml;r hohe Datenraten und eine leistungsf&auml;hige Stromversorgung f&uuml;r den Strombedarf sind ja schon vorhanden. Ich sehe hier eine Chance f&uuml;r die Weltraumorganisationen sich einzuklinken und f&uuml;r wenig Geld 100 Satelliten mit den f&uuml;r ihre Zwecke n&ouml;tigen Modifikationen dazu zu bestellen und diese dann sukzessive zu starten.<!--more--><\/p>\n<p>25 bis 40 kg Instrumente sind nicht viel, doch es reicht f&uuml;r ein schweres und zwei bis drei kleinere Instrumente. Nat&uuml;rlich bleiben dann schwere Instrumente wie gro&szlig;e Teleskope f&uuml;r Astronomie aber auch Detailaufnahmen der Erde oder SAR-Antennen au&szlig;en vor, aber eine mittelaufl&ouml;sende Kamera oder ein Spektrometer, Teilchen- und Magnetfelddetektoren, Massenspektrometer das alles ist m&ouml;glich, nur w&uuml;rde eben auf einem Satellit nur wenige oder nur ein Instrument sitzen, w&auml;hrend es sonst mehrere pro Satellit sind, dann startet man eben einige Satelliten mehr.<\/p>\n<h2>Was g&auml;be es an Einsatzgebieten?<\/h2>\n<p>In der Erdbeobachtung k&ouml;nnten mehrere Satelliten zwar nicht die gro&szlig;en ersetzen, die Detailaufnahmen machen, aber sie k&ouml;nnen mittelaufl&ouml;sende Aufnahmen machen, auch in vielen Spektralkan&auml;len vor allem aber k&ouml;nnen sie die Revisitzeit verringern, das ist die Zeit in der ein Gebiet erneut aufgenommen wird. Dies erreicht man prim&auml;r durch mehr Satelliten. f&uuml;r die Verfolgung von Umwelts&uuml;ndern, aber auch schneller Bestandsaufnahmen bei Naturkatastrophen ist dies wichtig.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Astronomie ist die Nutzlast bescheiden, wiegen doch Teleskope recht viel. Doch f&uuml;r die Sonnenforschung reicht sie aus. Ein 30 cm Teleskop w&auml;re damit m&ouml;glich, das hat eine Aufl&ouml;sung von 0,33 Bogensekunden, die Sonnenscheibe ist dann &uuml;ber 5000 Pixel gro&szlig;, das ist schon ausreichend gro&szlig;. Auch wenn jeder Satellit nur eine Wellenl&auml;nge beobachten kann, so ersetzen dann ein Dutzend dieser ohne Problem einen gr&ouml;&szlig;eren wie SDO.<\/p>\n<p>Aus dem erdnahen Orbit kann ein Spektrometer auch die Atmosph&auml;re auf Spurengase wie Kohlenmonoxid, Ozon, Stickoxide untersuchen.<\/p>\n<p>Geht man vom erdnahen Orbit weg, dann er&ouml;ffnen sich neue M&ouml;glichkeiten. Die Untersuchung der Plasmaumgebung der Erde und der Wechselwirkung mit dem Sonnenwind geschieht seit jeher mit Teilchendetektoren, Teilchenspektrometern, Magnetfeld oder andere Feldsensoren. Diese wiegen vergleichen mit optischen Instrumenten verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig wenig und erzeugen auch kleine Datenmengen. Hier w&auml;ren diese Kleinsatelliten also durchaus geeignet. Sie w&uuml;rden in einen elliptischen Erdorbit transportiert werden (vorzugsweise wie bei Cluster mehrere Satelliten in einer Tandemformation) oder f&uuml;r die Vorwarnung vor Sonneneruptionen in den sonnenn&auml;heren Liberationpsunkt.<\/p>\n<p>Selbst im inneren Sonnensystem g&auml;be es noch einige Aufgaben die solche Kleinsatelliten durchf&uuml;hren k&ouml;nnten. Zum einen die gleichen wie bei der Erde, also die Untersuchung der Plasmaumgebung der Planeten oder die Untersuchung der Atmosph&auml;ren auf Spurengase. Denkbar w&auml;ren aber auch globale Aufnahmen die nicht so viele Daten generieren wie Kartierungsmissionen das sind &#8222;Wettersatelliten&#8220; f&uuml;r Venus und Mars. F&uuml;r solche Zwecke reicht dann auch eine kleine Kommunikationsantenne von 60 bis 90 cm Durchmesser die bei so kleinen Satelliten die Gewichtsbilanz nicht stark negativ beeinflusst. Der Nachteil bei so kleinen Sonden ist dass man auf der Erde trotzdem recht gro&szlig;e Empfangsantennen bei kleinen Datenraten braucht. Aus maximaler Marsentfernung (400 Millionen km) kann eine 0,9 m Antenne mit 20 Watt Sendeleistung im X-Band nur 25 KBit zu den 35 m ESA-Stationen &uuml;bertragen.<\/p>\n<p>Der Mond ist so nahe, dass man hier das gleiche tun kann wie bei gro&szlig;en Missionen, nur eben mit der Beschr&auml;nkung auf die Masse pro Instrument. Ein halbes bis ein Dutzend Kleinsatelliten k&ouml;nnten dann eine Mission wie LRO ersetzen.<\/p>\n<p>F&uuml;r die letzten Missionen braucht man nat&uuml;rlich noch einen Antrieb um in die Bahnen zu gelangen, will man nicht eine eigene Rakete\u00a0 f&uuml;r diese Missionen buchen, was den Einspareffekt zunichte macht. Ich w&uuml;rde ein einheitliches Antriebsmodul vorschlagen, das je nach Mission missionsspezifisch mit Treibstoff gef&uuml;llt wird. Das k&ouml;nnte ein normaler Antrieb f&uuml;r Satelliten mit einem Apog&auml;umsantrieb, Standardtanks f&uuml;r NTO und UDMH und eine Druckgasflasche sein. Ich w&uuml;rde ein dV von 2500 m\/s vorschlagen. Das reicht f&uuml;r folgende Missionen:<\/p>\n<p>GTO \u2192 Elliptischer Marsorbit (1500 m\/s f&uuml;r Marstransferbahn, 900 m\/s f&uuml;r Marsumlaufbahn 100 m\/s f&uuml;r Lageregelung\/Reserve)<\/p>\n<p>GTO \u2192 elliptischer Venusorbit (1200 m\/s f&uuml;r Venustransferbahn, 1200 m\/s f&uuml;r Venusumlaufbahn, 100 m\/s Lageregelung\/Reserve)<\/p>\n<p>GTO \u2192 Mondorbit (700 m\/s f&uuml;r Mondtransferbahn, 1000 m\/s f&uuml;r Mondumlaufbahn, 100 m\/s Lageregelung\/Reserve))<\/p>\n<p>GTO \u2192 Sonnenorbit (800 m\/s f&uuml;r Transferbahn, 100 m\/s Lagereglung\/Reserve)<\/p>\n<p>GTO \u2192 elliptischer Erdorbit (600 m\/s \u0394V, 100 m\/s Lageregelung\/Reserve)<\/p>\n<p>SSO \u2192 elliptischer Erdorbit (2400 m\/s \u0394V)<\/p>\n<p>Bei einer Anfangsmasse von 190 kg (150 kg Satellit + 40 kg Instrumente) w&uuml;rde man bei Ausn&uuml;tzung des vollen dV von 2400 m\/s auf eine Gesamtmasse mit Antrieb von etwa 570 kg kommen. (70 kg Trockenmasse). Das w&auml;re noch optimierbar wenn man je zwei Tanks pro Komponente vorsieht und dann einen wegl&auml;sst, wenn das \u0394V klein genug ist.<\/p>\n<p>Das w&auml;re noch im Bereich einer Sekund&auml;rnutzlast einer Ariane 5 oder eines zweiten Satelliten f&uuml;r die Vega, wobei diese weil sie in den sonnensynchronen Orbit geht besser keine Missionen mit Antrieb durchf&uuml;hrt sondern hier Erdbeobachtungsmissionen durchf&uuml;hrt.<\/p>\n<h2>Wie wird gestartet?<\/h2>\n<p>Doch betrachten wir es genauer: Bei einem Ariane 5 Start in den GTO m&uuml;sste die Nutzlast kleiner als 9400 kg sein, wenn man einen Satelliten zu Mars und Venus schickt. F&uuml;r Missionen in hochelliptische Erdumlaufbahnen oder den solaren Orbit, k&ouml;nnen es sogar 9700 kg sein. Von den letzten Starts ab 2011 w&auml;re bei dreizehn ein 600 kg Satellit und bei drei ein 350 kg Satellit (solare Umlaufbahnen, hochelliptische Erdumlaufbahnen) mitf&uuml;hrbar. Bei der Vega war dies bei drei der f&uuml;nf Starts m&ouml;glich. Bei drei Sojus Starts vom CSG aus in sonnensynchrone Umlaufbahnen war die Nutzlast ebenfalls klein genug um weitere Satelliten mitzuf&uuml;hren. Die anderen in hohe Orbits habe ich nicht untersucht. Nimmt man zwei Satelliten bei jeder Vega und Sojus an und einem bei jedem Ariane 5 Start so ergibt sich in den letzten f&uuml;nf Jahren die Gelegenheit f&uuml;r 6 Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen und 16 in GTO. Da die ESA Arianespace lange Zeit subventioniert hat sollte sie eigentlich den Transport zum Selbstkostenpreis durchsetzen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Bei der NASA sieht es noch g&uuml;nstiger aus. Auch hier gibt es mit dem ESPA-Ring die M&ouml;glichkeiten Sekund&auml;rnutzlasten zu starten. Potenzial gibt es noch mehr Startm&ouml;glichkeiten, doch da die meisten US-Starts vom Milit&auml;r durchgef&uuml;hrt werden ist das schwer zu beurteilen. Die GPS-Satelliten sind zumindest zu leicht selbst f&uuml;r die kleinste US-Tr&auml;gerrakete der mittleren Klasse. Bei ihnen k&ouml;nnte man immer einen oder mehrere Sekund&auml;rnutzlasten mitf&uuml;hren. Im erdnahen Orbit sieht es &uuml;bersichtlicher aus. Bei den ISS Missionen ist es so, dass jede Dragon volumenbegrenzt ist. Schon dem der Falcon v1.1 gibt es 1,5 bis 2 t ungenutzte Nutzlast. Das reicht f&uuml;r etliche Satelliten. Noch mehr ist es bei SSO-Missionen, weil hier eine Riesenl&uuml;cke zwischen der Flacon 9 und Pegasus klafft. Die Taurus liegt zwar dazwischen ist aber teurer als eine Falcon 9 und unzuverl&auml;ssiger. Jason 3 wiegt z.B. 1300 kg, die Rakete k&ouml;nnte mehr als 8 t transportieren. Auch hier genug Platz f&uuml;r Sekund&auml;rnutzlasten.<\/p>\n<h2>Ein Beispiel<\/h2>\n<p>Ein Beispiel f&uuml;r eine solche Mission w&auml;re ein Ersatz von Tirana in der urspr&uuml;nglich geplanten Form. Sie ist nun ja als <a href=\"\/dscovr.shtml\">DSCOVR<\/a> im Einsatz. Urspr&uuml;nglich sollte sie aber nur ein Bild der Erde aus 1,4 Millionen km Entfernung machen. Das sollte laufend im Internet gezeigt werden. Ein 10 Zoll Teleskop mit 4096 x 4096 Pixel CCD-Chip und Bayermaske kann solche Farbaufnahmen machen. Bei 7 \u00b5m Pixelgr&ouml;&szlig;e w&uuml;rde ein Teleskop mit 2900 mm Brennweite ausreichen. Die Erde w&auml;re dann bis zu 3758 Pixel gro&szlig;, 3,33 km\/Pixel. Das sind bessere Werte als bei der EPIC Kamera. Trotzdem bekommt man ein solches Instrument in Cassegrainbauweise in 20 bis 25 kg Gewicht unter. Die EPIC Kamera verwendet ein etwas gr&ouml;&szlig;eres 12&#8243; Instrument und einen kleineren Chip (2048 x 2048 Pixel).<\/p>\n<p>&Uuml;bertr&auml;gt man ein Bild alle 15 Minuten und nimmt eine superfeine JPEG-Datenkomprimierung so hat man eine Datenmenge von 8 MByte pro 15 Minuten, mithin eine Rohdatenrate von 71 Kbit\/s. &Uuml;bertr&auml;gt man per PNG so ben&ouml;tigt man etwa 165 KBit\/s. Eine 60 cm Parabolantenne kann aber selbst aus Maximalentfernung (1,62 Millionen km) bei 10 Watt Sendeleistung 283 KBit\/s zu einer 12 m Empfangsantenne senden. Das ist ausreichend auch wenn noch Korrekturcodes und Telemetrie hinzukommen.<\/p>\n<p>Das \u0394V betr&auml;gt 800 m\/s f&uuml;r den Transfer. 600 m\/s f&uuml;r die Lagereglung. Das w&uuml;rde bei 250 kg Masse (180 kg Satellit + 70 kg Antriebssystem) einer Startmasse von 394 kg entsprechen. Triana sollte einmal\u00a0 100 Millionen Dollar kosten. Nimmt man an, dass der Nachbau 2,3 Millionen Dollar kostet. Die Umr&uuml;stung und der Antrieb weitere 2,7 Millionen Dollar und die Kamera 1 Million Dollar so ist man bei 6 Millionen Dollar f&uuml;r die Sonde. Die Startkosten sind schwer zu beziffern. Nehmen wir das Worst-Case Szenario, man m&uuml;sste anteilsm&auml;&szlig;ig den Ariane 5 Start mitfinanzieren, dann w&auml;ren das weitere 7 Millionen Dollar f&uuml;r den Start.<\/p>\n<p>Die Missionskosten sind schwer zu beziffern. Auch hier kann es extrem teuer werden. Nehmen wir nochmal das Beispiel DSCOVR. Hier managt die NOAA nur die Mission. Das umfasst also keine Kosten f&uuml;r Sonde und Start. Trotzdem wird das &uuml;ber 100 Millionen Dollar teuer. Alleine 4,8 Millionen Dollar wurden f&uuml;r den <a href=\"http:\/\/epic.gsfc.nasa.gov\/\">Webauftritt<\/a> geplant. Auch hier gilt: in der Weltraumfahrt ist alles teurer. Auch hier k&ouml;nnte man sparen. Wenn alle Satelliten gleich aufgebaut sind, vielleicht auch viele die gleichen Instrumente haben, dann sollte man viel automatisieren k&ouml;nnen und wenige Personen viele Satelliten betreuen.<\/p>\n<p>Einsparungen muss es auch bei den Instrumenten geben, die heute bei anspruchsvollen Sonden teurer als die Sonde selbst sind. Auch hier sollte man auf Kosten achten. Ein Effekt ist auf jeden Fall gegeben: man wird Instrumente in identischer oder fast identischer Bauweise auf mehreren Satelliten einsetzen und so durch Serienbauweise kosten senken. Das geht aber auch durch konventionellere Technik. So habe ich ein normales Teleskop und einen Chip mit Bayermaske angesetzt, nicht wie sonst &uuml;blich mehrere Chips mit Strahlteiler oder ein bewegliches Filterrad. Das senkt Kosten und macht anf&auml;llige, bewegliche Teile &uuml;berfl&uuml;ssig. Man kann das noch weiterf&uuml;hren und einen gr&ouml;&szlig;eren Chip vorsehen, der zum Teil abgedeckt ist. Dann braucht man auch keinen Verschluss sondern kopiert bei einer Aufnahme einfach das Bild in den unbelichteten Teil (Frametransfer und liest es von dort langsam aus. Das ist ein Beispiel das Schule machen kann.<\/p>\n<p>Insgesamt denke ich ist es m&ouml;glich so Kleinsatelliten zu einem Bruchteil der Kosten einer normalen Mission. Selbst wenn mehrere Kleinsatelliten dann eine gr&ouml;&szlig;ere Mission ersetzen gibt es eine Einsparung. Das geht aber nur wenn auch das Umfeld stimmt, also man auch preiswert Instrumente entwickeln kann, Start und Missionsbetreuung dann nicht die Einsparungen zunichte machen.<\/p>\n<p>Die Industrie geht neue Wege. Airbus muss seine Produktionsprozesse umstellen um 900 Satelliten in 3 Jahren zu einem Bruchteil der Kosten eines normalen Satelliten zu bauen. Auch der Start wird billiger sein. Arianespace musste seine Preise deutlich senken, sonst w&auml;re der Start 70% teurer gewesen. Auch hier liegt der Schl&uuml;ssel in 21 gebuchten Starts anstatt sonst einem oder wenigen. Serienproduktion ist das Schl&uuml;sselwort. Warum sollte dies nicht auch bei Instrumenten und &Uuml;berwachung m&ouml;glich sein? Oneweb wird auch nicht pro Satellit einige Kontrolleure anstellen k&ouml;nnen, da br&auml;chten sie bei der heutigen Vorgehensweise Tausende von Personen die die Satelliten &uuml;berwachen.<\/p>\n<p>Es gibt das ja heute schon in kleiner Form. Die Galileosatelliten kosten pro St&uuml;ck 40 Millionen Euro &#8211; schon das ist g&uuml;nstig. Es werden eben 24 und nicht einzelne Satelliten gebaut.<\/p>\n<p>Ich bin mir aber sicher das weder NASA noch ESA diese Chance der Serienproduktion und Kostenreduktion nicht nutzen werden.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/db3f551241804e1d9634169dadf6d590\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OneWeb will ja wie sicher allgemein bekannt, von 2017 bis 2019 720 Satelliten f&uuml;r ihr Internet-by-Orbit Projekt starten, weitere 180 St&uuml;ck sollen als Reserve am Boden bleiben. Die Kosten des Projektes sind noch nicht so genau umrissen. Im Juni hie&szlig; es 1,5 bis 2 Milliarden Dollar, wenig sp&auml;ter war von 2,5 Milliarden die Rede. da [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[3829,3968],"class_list":["post-11387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-oneweb","tag-serienbauweise","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":1110,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18511,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/27\/musks-ki-rechenzentren-im-orbit\/","url_meta":{"origin":11387,"position":0},"title":"Musks KI-Rechenzentren im Orbit","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Bei meinem regelm\u00e4\u00dfigen Besuch des Space Reviews stie\u00df ich auf diesen Artikel: SpaceX, orbital data centers, and the journey to Mars. Ich hatte in meiner Nachlese schon erw\u00e4hnt das Elon Musk, nachdem er dies lange verschoben hat nun plant SpaceX an die B\u00f6rse zu bringen. Ich meinte aber, das l\u00e4ge\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/0ee72da693054bc3b5c3f00214a7e2b3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18515,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/30\/thor-agena-a-und-kh-1\/","url_meta":{"origin":11387,"position":1},"title":"Thor Agena A und KH-1","author":"Bernd Leitenberger","date":"30. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Heute gibt es wieder als Blog-Artikel einen kleinen Auszug aus dem aktuellen Buchmanuskript. Diesmal der Artikel \u00fcber die Thor Agena A, eine der fr\u00fchen Versionen die nicht oft flog. Der Artikel ist trotzdem l\u00e4nger geworden, weil eine der Neuerung, die ich beim laufenden Manuskript eingef\u00fchrt habe, ist das ich auch\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/8002b5135f8349af8dcfab89af02a721","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":15301,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/04\/20\/nachlese-zum-human-landing-system-hls-kontrakt\/","url_meta":{"origin":11387,"position":2},"title":"Nachlese zum Human Landing System (HLS) Kontrakt","author":"Bernd Leitenberger","date":"20. April 2021","format":false,"excerpt":"\ufeffWie bereits bekannt und hier auch schon kommentiert, hat die NASA am Wochenende SpaceX den Vertrag \u00fcber das HLS in einer H\u00f6he von 2,89 Milliarden Dollar vergeben. Ich habe zuerst \u00fcberlegt, ob ich das in der Aprilnachlese zu SpaceX thematisieren sollte, aber da die Kritik daran eigentlich nur teilweise mit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/352f2778c491440a9f73c731c5880d09","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18524,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/02\/06\/elon-musks-ki-rechenzentren-im-orbit-nochmals-nachgerechnet\/","url_meta":{"origin":11387,"position":3},"title":"Elon Musks KI-Rechenzentren im Orbit &#8211; nochmals nachgerechnet","author":"Bernd Leitenberger","date":"6. Februar 2026","format":false,"excerpt":"Ich habe mich ja schon mal mit diesem Thema besch\u00e4ftigt, in dem es vor allem um die Kosten und den wirtschaftlichen Unsinn ging - warum sollte ich ein Rechenzentrum in den Orbit bringen, wenn ich es billiger auf der Erde bauen kann und es auch gen\u00fcgend Gegenden gibt in denen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/78014052fde04012a2be60bd108cd4bb","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":13317,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/04\/04\/die-aufklaerung-des-aprilscherzes\/","url_meta":{"origin":11387,"position":4},"title":"Die Aufkl&auml;rung des Aprilscherzes","author":"Bernd Leitenberger","date":"4. April 2018","format":false,"excerpt":"So, nun komme ich wieder mal zu einem Blog. Derzeit arbeite ich noch flei\u00dfig an der Aufstiegssimulation, nun vor allem im Pflegen der alten Daten. Rund 200 Tr\u00e4ger wollen schlie\u00dflich erg\u00e4nzt werden. Anscheinend hat es keiner gemerkt: Der letzte Blog war ein Aprilscherz. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde unsere Regierung nie auf seinen\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/sapcex-falcons.jpg","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/sapcex-falcons.jpg 1x, \/img\/sapcex-falcons.jpg 1.5x, \/img\/sapcex-falcons.jpg 2x"},"classes":[]},{"id":18485,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/13\/programm-437\/","url_meta":{"origin":11387,"position":5},"title":"Programm 437","author":"Bernd Leitenberger","date":"13. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Ich wei\u00df, ich mache mich in den letzten Wochen etwas rar. Daf\u00fcr gibt es zwei Gr\u00fcnde. Da ist zum einen die gesamte politische Lage. Prim\u00e4r nat\u00fcrlich in dem Land des unbegrenzten Irrsinns. Wenn der Machthaber von Venezuela entf\u00fchrt wird und unter falscher Begr\u00fcndung angeklagt wird - weil es ja in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/3d6eb16326d743baa56f5ece884b5d21","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11387"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11387\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}