{"id":11537,"date":"2016-03-09T18:35:56","date_gmt":"2016-03-09T17:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=11537"},"modified":"2016-03-09T18:35:56","modified_gmt":"2016-03-09T17:35:56","slug":"ionentriebwerksimulationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2016\/03\/09\/ionentriebwerksimulationen\/","title":{"rendered":"Ionentriebwerksimulationen"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe ja schon angek&uuml;ndigt, ich habe mit meinem Programm f&uuml;r Raketenberechnungen etwas experimentiert und es um einen Teil f&uuml;r die Bahnen von ionenantrieben erg&auml;nzt. Ich konnte schon vorher Ionentriebwerke behandeln, aber nur mathematisch, nicht als echte Flugbahnen. Man behilft sich dann damit, dass man Worst-Case Szenarien macht, also maximale Geschwindigkeits&auml;nderungen oder maximale Zeitdauern. So kann man zwar den Treibstoffverbrauch und Betriebsdauer ermitteln, leider aber nicht die Reisezeiten oder eine konkrete Bahn.<\/p>\n<p>Die letzten Tage war ich besch&auml;ftigt die Routine zu erstellen und zu verbessern. Zum einen grafisch, zum anderen zeigte sich, das es je nach Fragestellungen andere Betriebsweisen gab, die ich dann in verschiedenen Routinen packte.<\/p>\n<p>Alles ist war Butter, solange der Schub klein ist. Damit kommt man aber kaum in akzeptabler Zeit zu den &auml;u&szlig;eren Planeten. Als ich die ersten Trajektorien ansah und die Geschwindigkeitsdifferenz zur Kreisbahn sehr hoch war, merkte ich dass da doch was im Modell nicht stimmte. Probehalber habe ich die Simulation stoppen lassen sobald die Fluchtgeschwindigkeit am aktuellen Wegpunkt erreicht war und in der Tat, erreichte die Sonde bei Sonnenumlaufbahnen sehr bald diese Geschwindigkeit.<!--more--><\/p>\n<p>Die n&auml;chste Optimierung war dann die zyklische Bestimmung der aktuellen Bahn auf Basis der Positions- und Geschwindigkeitsvektoren. Die zeigt dann recht schnell das Problem: Bei einer Sonnenumlaufbahn ist die Betriebsdauer meist kleiner als die Umlaufdauer, so hebt man vorwiegend das Aphel an, nicht das Perihel. Man bekommt eine Bahn &auml;hnlich wie eine Hohmann Bahn, deren Perihel um so n&auml;her bei der Startbahn liegt je h&ouml;her die Beschleunigung ist.<\/p>\n<p>F&uuml;r die &auml;u&szlig;ere Planeten kommt man so zu recht langsamen Bahnen. W&uuml;rde man Dawn zu Jupiter schicken, sie w&auml;re 61\/2 Jahre unterwegs, zu Saturn sogar 20 Jahre mit zweieinhalb Sonnenumrundungen.<\/p>\n<p>Inzwischen hat mein Programm sieben verschiedene Grundberechnungen:<\/p>\n<p>Nur angetriebener Teil bis eine Bahn erreicht ist auf der man Antriebslos bis zum Ziel bekommt (prim&auml;r um den Treibstoffverbrauch zu bestimmen und die maximale Distanz zu bestimmen bei der Antrieb arbeiten muss)<\/p>\n<ul>\n<li>Angetriebener Teil und antriebsloser Flug bis Zielentfernung erreicht ist: gleicher Treibstoffverbrauch wie oben, erlaubt aber eine korrekte Berechnung der Reisedauer<\/li>\n<li>Dauernder Antrieb bis Zielbahn erreicht ist &#8211; minimale Reisedauer, gedacht eher f&uuml;r Bahnen zu den Riesenplaneten.<\/li>\n<li>Dauernder Betrieb bis Treibstoff verbraucht &#8211; f&uuml;r Fluchtbahnen aus dem Sonnensystem<\/li>\n<li>Betrieb im Peripunkt und Apopunktes &#8211; um die Differenz zur Kreisbahngeschwindigkeit zu minimieren &#8211; f&uuml;r das Einfangen bei erdnahen Planeten oder Asteroiden<\/li>\n<li>Dauernde Simulation bis Endzeit erreicht &#8211; zeigt die Gesamtbahn.<\/li>\n<li>Betrieb nur im Apog&auml;um (f&uuml;r Erdsatelliten die z.B. in einen GTO gestartet werden)<\/li>\n<li>Schwenken nach innen und dann beschleunigen nach au&szlig;en &#8211; erniedrigt, wenn man bis auf Venusentfernung herangeht die Reisedauer bei den &auml;u&szlig;eren Planeten drastisch.<\/li>\n<li>Obige noch mit den Varianten bis man ein Ziel erreicht hat bzw. der Treibstoff aus geht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu zwei abgeleitete Punkte bei denen man das DV zur Kreisbahn minimiert oder versucht eine gegebene Reisedauer zu erreichen.<\/p>\n<p>Ich habe das mal mit den Daten von Dawn gemacht: 1218 kg Startmasse, 7500 Watt f&uuml;r die Ionentriebwerke bei 1 AE, spezifischer Impuls 30.400 m\/s und als Ziel Ceres in 412 Millionen km Entfernung. Die Sonde br&auml;uchte &uuml;ber 1447 Tage um Ceres zu erreichen, die Sondenmasse sinkt auf 877 kg. Der angetriebene Teil des Flugs w&uuml;rde davon 865 Tagen dauern.<\/p>\n<p>Es gibt auf dieser Bahn aber ein dV von 1398 m\/s zu Ceres, wohl zu viel um sich einfangen zulassen. Betreibt man das Triebwerk auch am Apog&auml;um, so w&uuml;rde die Dauer auf 1375 Tage sinken, dann aber nur noch 908 m\/s Differenz aufweisen. Dawn hat daher eine andere Strategie. Sie hat mehrere Freiflugphasen und arbeitet wieder sobald sie die Zielbahnh&ouml;he erreicht hat um das Perihel anzuheben. Dawn machte auch einen Mars- und Erdvorbeiflug um Geschwindigkeit aufzunehmen und bleib ein Jahr bei Vesta. Direkt vergleichbar ist es also nicht. Wenn ich eine Aphel Anhebung mache kann ich immerhin das dV auf 471 m\/s reduzieren.<\/p>\n<p>W&uuml;rde man Dawn nicht in eine Umlaufbahn um Ceres einschwenken lassen, sondern nur diese Distanz erreichen wollen, so w&auml;re die Bahn noch schneller und die 412 Millionen km w&auml;ren nach 1180 Tagen erreicht. Beschleunigt man nicht im Bahnvektor sondern nur in Y-Richtung so kann man schon nach 733 Ceres erreichen, weil dann zweitweise die Bahn bis auf 126 Millionen km an die sonne heranf&uuml;hrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"float: left;\" src=\"\/img\/dawn-saturn.png\" alt=\"\" width=\"1149\" height=\"872\" \/>F&uuml;r Jupitermissionen w&auml;re Dawn nicht geeignet. Der Solargenerator w&uuml;rde so viel an Leistung verlieren, dass die Sonde selbst nicht mehr genug Strom bek&auml;me, auch ohne Ionentriebwerke. Trotzdem habe ich es mal simuliert. Jupiter w&auml;re in 2322 Tagen erreicht, man br&auml;uchte eineinhalb Uml&auml;ufe, weil die Sonde nur nahe der Sonne Geschwindigkeit aufnimmt. Das sind fast 6 1\/2 Jahre, immerhin in der Gr&ouml;&szlig;enordnung wie auch JUICE braucht. Juno ist etwas schneller durch einen Erdvorbeiflug. Wenn man viel Zeit hat kommt man bis zum Saturn &#8211; dann braucht man fast 17 Jahre und mehr als zwei Sonnenumkreisungen, wie die Abbildung zeigt.<\/p>\n<p>Der Schl&uuml;ssel ist hier die Stromversorgung. Steigt ihre Leistung nur um 50%, so sinkt die Reisedauer zu Saturn auf die H&auml;lfte, dann steigt sie wieder an. Das hat mich zuerst verwirrt, und ich habe zus&auml;tzliche Diagramme wie Reisezeit &uuml;ber verf&uuml;gbaren Strom erstellt. Beim genaueren Betrachten der Grafiken d&auml;mmerte es mir. Bei mir beginnen alle Bahnen bei Position (-X,0) mit Geschwindigkeitsvektor(0,Y). ein Halber Umlauf lang wird so der planetenfernste Punkt erh&ouml;ht. Danach ist man 180 Grad vom Ausgangspunkt entfernt, dem planeten&auml;chsten Punkt der bisher nicht erh&ouml;ht wurde. Wirkt die Beschleunigung nun immer noch im Bewegungsvektor so erh&ouml;ht man auch den erdn&auml;chsten\/sonnenn&auml;chsten Punkt. Das treibt die Umlaugsdauer nach oben. Experimentell habe ich nun verschiedene M&ouml;glichkeiten des Schubvektors eingef&uuml;hrt, z.B. nur in X-Richtung. Man bekommt dann erheblich schnellere Bahnen, aber mit dem Preis einer hohen Geschwindigkeit am Zielpunkt und h&ouml;herem Treibstoffverbrauch.<\/p>\n<p>Hier ein paar Ergebnisse. Ich bin ausgegangen von einer Raumsonde die beim Start 1600 kg wiegt und &uuml;ber 25 kW Strom verf&uuml;gt, das entspricht bei dem Fl&auml;chengewicht des Solargenerators von Dawn\/Juno 300 kg f&uuml;r die Paneele. F&uuml;r Mars (spezifischer Impuls 30 km\/s) braucht man dann 300 Tage, nicht mehr als eine Hohmann-II Bahn, kommt mit einem dV von 413 m\/s an, das man leicht chemisch abbauen kann. In diesem Falle stellt man den Betrieb nach 43 Tagen ein, wenn man eine Bahn von 99% der Zielbahn erreicht hat und wenn man bei 97% (220 Millionen km) angekommen ist, betriebt man den Antrieb erneut, um das Perihel anzuheben. Es kommen noch 1349 kg an, abz&uuml;glich des Solargenerators, Treibstofftanks und Strukturen also rund 900 kg der Sonde. Die 1600 kg sind gew&auml;hlt, weil sie in etwa die Nutzlast einer Sojus auf eine fluchtbahn sind. Die kann 1230 kg zum Mars entsenden, aber diese kommen mit 2,7 km\/s relativ an. Daf&uuml;r braucht man dann mehr Treibstoff zum Abbremsen. Insgesamt ist der Vorteil also nicht so &uuml;berzeugend.<\/p>\n<p>Anders sieht es bei Jupiter aus. Hier geht es um die k&uuml;rzeste Flugzeit, da man eine gr&ouml;&szlig;ere Ankunftsgeschwindigkeit leicht kompensieren kann. Das eine ist ein dauernder Betrieb des Ionenantriebs. Hier h&auml;ngen Reisedauer, Ankunftsgeschwindigkeit und Sondenmasse voneinander ab:<\/p>\n<table border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Spezifischer Impuls<\/th>\n<th>Flugdauer<\/th>\n<th>Restmasse<\/th>\n<th>dV<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>10000 m\/s<\/td>\n<td>955 Tage<\/td>\n<td>665 kg<\/td>\n<td>-5618 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>11000 m\/s<\/td>\n<td>908 Tage<\/td>\n<td>718 kg<\/td>\n<td>-5615 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>12000 m\/s<\/td>\n<td>954 Tage<\/td>\n<td>768 kg<\/td>\n<td>-5606 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>13000 m\/s<\/td>\n<td>939 Tage<\/td>\n<td>811 kg<\/td>\n<td>-5599 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>14000 m\/s<\/td>\n<td>946 Tage<\/td>\n<td>850 kg<\/td>\n<td>-5591 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>15000 m\/s<\/td>\n<td>977 Tage<\/td>\n<td>886 kg<\/td>\n<td>-5580 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>16000 m\/s<\/td>\n<td>977 Tage<\/td>\n<td>918 kg<\/td>\n<td>-5570 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>17000 m\/s<\/td>\n<td>967 Tage<\/td>\n<td>946 kg<\/td>\n<td>-5559 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>18000 m\/s<\/td>\n<td>1008 Tage<\/td>\n<td>973 kg<\/td>\n<td>-5545 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>19000 m\/s<\/td>\n<td>1001 Tage<\/td>\n<td>997 kg<\/td>\n<td>-5531 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>20000 m\/s<\/td>\n<td>1031 Tage<\/td>\n<td>1019 kg<\/td>\n<td>-5514 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>21000 m\/s<\/td>\n<td>1008 Tage<\/td>\n<td>1039 kg<\/td>\n<td>-5497 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>22000 m\/s<\/td>\n<td>1020 Tage<\/td>\n<td>1058 kg<\/td>\n<td>-5478 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>23000 m\/s<\/td>\n<td>1046 Tage<\/td>\n<td>1075 kg<\/td>\n<td>-5457 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>24000 m\/s<\/td>\n<td>1036 Tage<\/td>\n<td>1090 kg<\/td>\n<td>-5434 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>25000 m\/s<\/td>\n<td>1041 Tage<\/td>\n<td>1104 kg<\/td>\n<td>-5408 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>26000 m\/s<\/td>\n<td>1051 Tage<\/td>\n<td>1117 kg<\/td>\n<td>-5380 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>27000 m\/s<\/td>\n<td>1070 Tage<\/td>\n<td>1130 kg<\/td>\n<td>-5348 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>28000 m\/s<\/td>\n<td>1062 Tage<\/td>\n<td>1141 kg<\/td>\n<td>-5313 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>29000 m\/s<\/td>\n<td>1088 Tage<\/td>\n<td>1151 kg<\/td>\n<td>-5273 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>30000 m\/s<\/td>\n<td>1102 Tage<\/td>\n<td>1160 kg<\/td>\n<td>-5229 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>31000 m\/s<\/td>\n<td>1088 Tage<\/td>\n<td>1168 kg<\/td>\n<td>-5180 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>32000 m\/s<\/td>\n<td>1105 Tage<\/td>\n<td>1176 kg<\/td>\n<td>-5122 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>33000 m\/s<\/td>\n<td>1122 Tage<\/td>\n<td>1182 kg<\/td>\n<td>-5056 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>34000 m\/s<\/td>\n<td>1131 Tage<\/td>\n<td>1188 kg<\/td>\n<td>-4978 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>35000 m\/s<\/td>\n<td>3282 Tage<\/td>\n<td>1190 kg<\/td>\n<td>-4813 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>36000 m\/s<\/td>\n<td>1163 Tage<\/td>\n<td>1196 kg<\/td>\n<td>-4772 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>37000 m\/s<\/td>\n<td>1189 Tage<\/td>\n<td>1198 kg<\/td>\n<td>-4628 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>38000 m\/s<\/td>\n<td>1213 Tage<\/td>\n<td>1198 kg<\/td>\n<td>-4436 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>39000 m\/s<\/td>\n<td>1256 Tage<\/td>\n<td>1195 kg<\/td>\n<td>-4154 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>40000 m\/s<\/td>\n<td>3739 Tage<\/td>\n<td>1183 kg<\/td>\n<td>-3576 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>41000 m\/s<\/td>\n<td>4761 Tage<\/td>\n<td>1113 kg<\/td>\n<td>-912 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>42000 m\/s<\/td>\n<td>4289 Tage<\/td>\n<td>1118 kg<\/td>\n<td>-826 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>43000 m\/s<\/td>\n<td>3940 Tage<\/td>\n<td>1129 kg<\/td>\n<td>-944 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>44000 m\/s<\/td>\n<td>3682 Tage<\/td>\n<td>1140 kg<\/td>\n<td>-1091 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Zwischen 10 und 18 km\/s spezifischem Impuls steigt die Sondenmasse deutlich an, die Reisedauer jedoch nur kurz, dann geht es weitestgehend linear weiter bis bei 40.000 m\/s eine Extrarunde gedreht wird und das Perihel angehoben wird. Das senkt zwar die relative Ankunftsgeschwindigkeit stark ab, aber verbraucht Auch Treibstoff und die Dauer steigt an. Auf einer Hohmannbahn braucht man 945 Tage und kommt mit knapp 5,7 km\/s an.<\/p>\n<p>Das hei&szlig;t man k&auml;me mit einem Ionenantrieb zu Jupiter in einer Zeitdauer nicht viel l&auml;nger als eine Hohmannbahn und k&ouml;nnte auf zeitintensive Swing-Bys verzichten.<\/p>\n<p>Gravierend beschleunigen kann man Missionen indem man zuerst ins innere Sonnensystem startet. Das bietet zwei Vorteile: Zum einen liefern die Triebwerke mehr Schub weil man n&auml;her der Sonne ist. Zum anderen entfernt man sich &uuml;ber Monate nicht von der Sonne sondern n&auml;hert sich ihr. Daf&uuml;r braucht man mehr Treibstoff. Zum einen um die Bahn zuerst abzusenken und zum zweiten ist die Bahn mit einem niedrigeren Perihel auch energetisch g&uuml;nstiger. Wenn man 1000 kg als niedrigste Masse ohne Treibstoff ansetzt und sich bis zur Venusbahn (108 Millionen km) n&auml;hert. Hier ist de g&uuml;nstigste spezifische Impuls 40 km\/s. Dann kommt bei vollst&auml;ndigem Verbrauch des Treibstoffs die Sonde nach 596 Tagen an, ist also schneller unterwegs als &uuml;ber eine Hohmannbahn.<\/p>\n<p>Das n&auml;chste was ich wohl angehen werde ist auf Basis der Routinen f&uuml;r die Simulation der Bewegungen die Swing-By Man&ouml;ver. Das ist zwar numerisch auch so zu l&ouml;sen, man braucht aber Bahndaten die man so per se sonst nicht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe ja schon angek&uuml;ndigt, ich habe mit meinem Programm f&uuml;r Raketenberechnungen etwas experimentiert und es um einen Teil f&uuml;r die Bahnen von ionenantrieben erg&auml;nzt. Ich konnte schon vorher Ionentriebwerke behandeln, aber nur mathematisch, nicht als echte Flugbahnen. Man behilft sich dann damit, dass man Worst-Case Szenarien macht, also maximale Geschwindigkeits&auml;nderungen oder maximale Zeitdauern. 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