{"id":122,"date":"2008-03-06T10:20:57","date_gmt":"2008-03-06T09:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/bernd-leitenberger.de\/blog\/2008\/03\/06\/das-klimaproblem-gelost\/"},"modified":"2008-03-06T10:20:57","modified_gmt":"2008-03-06T09:20:57","slug":"das-klimaproblem-gelost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2008\/03\/06\/das-klimaproblem-gelost\/","title":{"rendered":"Das Klimaproblem &#8211; gel&ouml;st!"},"content":{"rendered":"\n<p>Ja, das ist die positive Nachricht, die ich heute allen bringen kann. Es geht und zwar ohne   Kernkraftwerke und Fusionsreaktoren, nur mit der heutigen Technologie. Und nun kommt die richtig   gute Nachricht: Fast niemand muss sich umstellen. Weder m&uuml;ssen Sie ihre &Ouml;l oder Gasheizung nicht   auswechseln. Auch kein Elektroauto kaufen. Die Stromerzeuger bauen weiter Gaskraftwerke und die   Verpackungsindustrie verpackt weiterhin alles weiterhin in Unmengen von Plastik.<\/p>\n<p>Wie geht das? Ganz einfach. Wir nutzen nur einen 100 Jahre alten Prozess. Vor Hundert Jahren   verbrannte man Kohle zu Kohlenmonoxid. Dieses setzte man mit Generatorgas um, einer Mischung von   Wasserstoff und Kohlenmonoxid, die beim Spr&uuml;hen von Wasser &uuml;ber hocherhitzte Kohle unter   Sauerstoffabschluss entsteht. Man erh&auml;lt dann ein Gemisch von Methan, Wasserstoff, Kohlenmonoxid   und Kohlendioxid, welches man vor 100 Jahren zur Beleuchtung nutzte,<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nun diese Reaktionen sind Gleichgewichtsreaktionen und man kann die Reaktion auch umkehren. Die   klassischen Reaktionen nutzten Kohlenstoff als Reduktionsmittel. Da man auf fossile Stoffe   verzichten m&ouml;chte, w&uuml;rde man heute Wasserstoff nutzen. Den gewinnt man aus Wasser durch   Elektrolyse:<\/p>\n<p>H<sub>2<\/sub>O + 286 KLJ &#8211; &gt; H<sub>2<\/sub> + 1\/<sub>2<\/sub> O<sub>2<\/sub><\/p>\n<p>Nun nehmen wir das Kohlendioxid aus der Atmosph&auml;re und reduzieren es im ersten Schritt zu   Kohlenmonoxid:<\/p>\n<p>CO<sub>2<\/sub> + H<sub>2<\/sub> -&gt; CO + H<sub>2<\/sub>O<\/p>\n<p>Das Kohlenmonoxid kann man nun in verschiedenen Verfahren zu Methan, dem einfachsten   Kohlenwasserstoff umsetzen. Am bekanntesten ist das Fischer\/Tropschverfahren, mit dem man im   dritten Reich eine ganze Kriegswirtschaft versorgen konnte. Es lieferte auch h&ouml;here   Kohlenwasserstoffe als Ersatz f&uuml;r Benzin und Diesel. Methan bis Butan kann man als Gas f&uuml;r unsere   Gaskraftwerke einsetzen, die h&ouml;heren Kohlenwasserstoffe dienen als Erd&ouml;lersatz. Es w&uuml;rde sich   lohnen die chemische Industrie gleich an die Erzeugungsstelle der Kohlenwasserstoffe zu verlagern.<\/p>\n<p>Das tolle: Man entzieht dabei der Atmosph&auml;re so viel Kohlendioxid wie sp&auml;ter bei der   Verbrennung des Kohlenwasserstoffs frei wird. Alles was man nun tun muss, ist einfach diese Anlagen   kombinieren mit Stromerzeugungsanlagen wie z.B. Solarkraftwerken. F&uuml;r den Weltenergieverbrauch von   119.000 TWh reicht bei einem Wirkungsgrad von 30 % bei den chemischen Prozessen&nbsp; und 20 % bei der   Umwandlung von Strahlung in Strom bei 1300 kWh pro m? eine Fl&auml;che von 1.525 Millionen km?. Das ist   zwar 5 mal so gro&szlig; wie die BRD,&nbsp; Aber alleine die Sahara verf&uuml;gt &uuml;ber 8.7 Millionen km?   Fl&auml;che. Man k&ouml;nnte beginnend von den R&auml;ndern he,r mit Solarzellen und thermischen   Solarkraftwerken den Strom gewinnen. Das Wasser entnimmt man dem Meer, man k&ouml;nnte mit ein bisschen   mehr Strom es sogar entsalzen und unter den nun beschatteten Gebieten Ackerbau betreiben,   zumindest aber die Expansion der W&uuml;sten verhindern.<\/p>\n<p>Ist das nicht toll ?<\/p>\n<p>Nun ja, nicht ganz. Zum einen braucht man nat&uuml;rlich mehr Energie um den Wasserstoff zu   erzeugen, die Aktivierungsenergie f&uuml;r die beiden Reaktionen bereit zu stellen, als man sp&auml;ter im   Produkt wieder findet. Ein Wirkungsgrad von 30 % bezogen auf die Elektrische Energie ist daher bestimmt   nicht zu niedrig angesetzt. Bei einem Wirkungsgrad von 30 % braucht man f&uuml;r 1 l Benzin (0.75 kg)   etwa 32 kWh Strom. Das ganze wird also bei der heutigen Technologie nicht gerade billig. Um einen   &Ouml;lpreis von 100 Dollar pro Barrel zu erreichen, m&uuml;sste Solarstrom auf 3 US-ct\/kWh sinken. Derzeit   schaffen die besten Anlagen gerade einmal 19 Euro-ct, sind also 10 mal teurer.<\/p>\n<p>Das zweite ist, das man f&uuml;r die Reaktionen hohe Konzentrationen an Kohlenmonoxid oder   Kohlendioxid braucht. Das ist beim Verbrennen von Kohle kein Problem. Jeglicher Restsauerstoff   verbrennt und man bekommt eine enorme Menge an Gas so dass die Reste an Stickstoff (die zudem erst   bei drastischeren Bedingungen mit Wasserstoff reagieren) keine Rolle spielen. In der Atmosph&auml;re ist   Kohlendioxid jedoch ein Spurengas mit 0.3 % Volumenanteil. Es gibt zwar f&uuml;r Kraftwerke Verfahren,   bei denen man das Kohlendioxid aus dem Rauchgas abtrennen kann, doch diese sind f&uuml;r die 15 %   Gasanteil bei geringem Restsauerstoffanteil im Rauchgas ausgelegt und erfordern Energie (Auswaschen und Absorption an Amiden). Wenn   ich dran denke, dass der Wirkungsgrad eines modernen Kraftwerks durch das Binden des Kohlendioxid von 46 auf 40 % sinkt, bei 15 %   Kohlendioxid in der Abluft, man also 5 % der Prim&auml;renergie nur daf&uuml;r ben&ouml;tigt, dann kann man sich   ausmalen, welchen Aufwand es macht, 50 mal kleinere Konzentrationen aus der Luft abzutrennen. Wobei   dies weitgehend quantitativ sein muss. Da Sauerstoff bei der Reaktion st&ouml;rt, reicht es nicht aus,   einfach den Anteil an Kohlendioxid in der Atmosph&auml;re zu erh&ouml;hen, man muss den Sauerstoffgehalt   gleichzeitig reduzieren.<\/p>\n<p>Vielleicht hat die Natur einen Grund, warum Pflanzen so viel ineffektiver als Solarzellen &#8211; sie   schaffen es aber das Kohlendioxid selbst in den winzigen Konzentrationen aus der Luft   herauszuziehen. Chinaschilf &#8211; eine der Pflanzen die recht viel Biomasse produzieren &#8211; hat einen   Heizwert von 56 MJ\/m?\/Jahr. Solarzellen mit 20 % Wirkungsgrad erzeugen dagegen 936 MJ\/m2\/Jahr (bei   1300 KWh Einstrahlung\/Jahr). Mit dem Anbau von Pflanzen kann man also das Energieproblem nicht   l&ouml;sen.<\/p>\n<p>So bleibt uns die Umstellung und das Energiesparen wohl nicht erspart&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, das ist die positive Nachricht, die ich heute allen bringen kann. Es geht und zwar ohne Kernkraftwerke und Fusionsreaktoren, nur mit der heutigen Technologie. Und nun kommt die richtig gute Nachricht: Fast niemand muss sich umstellen. Weder m&uuml;ssen Sie ihre &Ouml;l oder Gasheizung nicht auswechseln. Auch kein Elektroauto kaufen. 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