{"id":12266,"date":"2017-01-14T00:24:58","date_gmt":"2017-01-13T23:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12266"},"modified":"2017-01-13T21:51:44","modified_gmt":"2017-01-13T20:51:44","slug":"warum-soll-ich-kein-kurzbrennweitiges-instrument-kaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/01\/14\/warum-soll-ich-kein-kurzbrennweitiges-instrument-kaufen\/","title":{"rendered":"Warum soll ich kein kurzbrennweitiges Instrument kaufen?"},"content":{"rendered":"<p>In meiner losen Reihe f&uuml;r Astronomieeinsteiger widme ich mich heute einem sehr popul&auml;ren Fallstrick. Es ist der, dass man als Einsteiger ein kurzbrennweitiges Instrument kauft.<\/p>\n<p>Ein Schl&uuml;sselparameter eines Teleskops ist die Brennweite. Da sie mit dem Durchmesser in Beziehung steht, gibt man oft das Verh&auml;ltnis von Brennweite\/Durchmesser (F\/\/D) an. Diese Gr&ouml;&szlig;e ist auch in der Fotografie bekannt und dort als <b>Blende<\/b> bekannt. Dann steht auf einem Objektiv meistens 1:1.8 sprich die Brennweite betr&auml;gt die 1,8-fache &Ouml;ffnung. Da die Brennweite mit der &Ouml;ffnung ansteigt, w&auml;re es eigentlich korrekter von einem Instrument mit kleiner Blende zu sprechen.<!--more--><\/p>\n<p>Auch bei Einsteigerteleskopen bekommt man jedes in mehreren Brennweiten selbst vom selben Hersteller, hier mal von Bresser, als einem einem bekannten Hersteller:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Bresser-Teleskop-4750127-Messier-NT-150L\/dp\/B004YF81D0\/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1484326692&amp;sr=8-5&amp;keywords=bresser+Messier+150&amp;linkCode=li2&amp;tag=berndleitenbs-21&amp;linkId=c0c26c01eae76b699cd1cd56e8746778\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B004YF81D0&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=berndleitenbs-21\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"https:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=berndleitenbs-21&amp;l=li2&amp;o=3&amp;a=B004YF81D0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Bresser-Teleskop-4750758-Messier-NT-150S\/dp\/B0058CPXMA\/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1484326784&amp;sr=8-4&amp;keywords=bresser+Messier+150&amp;linkCode=li2&amp;tag=berndleitenbs-21&amp;linkId=4335f26ba3bf6795ceab890d9b07ed74\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B0058CPXMA&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=berndleitenbs-21\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"https:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=berndleitenbs-21&amp;l=li2&amp;o=3&amp;a=B0058CPXMA\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Der Erste Newton hat eine Brennweite von 1200 mm, der Zweite von 750 mm. Das gibt es auch bei Refraktoren. Da sind die Unterschiede sogar noch extremer:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Skywatcher-Startravel-102-EQ-1-Refraktor-Teleskop\/dp\/B007IH11ZQ\/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1484326899&amp;sr=8-1&amp;keywords=skywatcher+80\/500&amp;linkCode=li2&amp;tag=berndleitenbs-21&amp;linkId=d4cde5adac6212f000f72c606ed33318\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B007IH11ZQ&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=berndleitenbs-21\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"https:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=berndleitenbs-21&amp;l=li2&amp;o=3&amp;a=B007IH11ZQ\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Skywatcher-Evostar-102-EQ3-2-Refraktor-Teleskop\/dp\/B00CYHT2LK\/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;qid=1484326987&amp;sr=8-4-fkmr0&amp;keywords=102\/1000+eq-1&amp;linkCode=li2&amp;tag=berndleitenbs-21&amp;linkId=ff4a14a99033a68b63a7f8c36144cc04\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B00CYHT2LK&amp;Format=_SL160_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=berndleitenbs-21\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"https:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=berndleitenbs-21&amp;l=li2&amp;o=3&amp;a=B00CYHT2LK\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>Der Erste hat eine Brennweite von 500 mm, der Zweite eine von 1000 mm. Beide haben 102 mm Durchmesser.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick bieten die kurzbrennweitiges Instrumente nur Vorteile, auch wenn man die ersten <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/01\/11\/warum-ich-ein-newton-teleskop-empfehle\/\">beiden Teile <\/a>meines<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2016\/12\/22\/das-richtige-okular-finden\/\"> Blogs &uuml;ber Fernrohre <\/a>mitber&uuml;cksichtigt:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie sind in der Regel bei gleicher Qualit&auml;t billiger. (Es gibt nat&uuml;rlich von jedem Hersteller verschiedene Serien mit unterschiedlichen Qualit&auml;tsstandards. So kann man keinen Apochromaten mit einem Achromaten vergleichen).<\/li>\n<li>Man kann damit den ganzen Vergr&ouml;&szlig;erungsbereich mit 1,25 Zoll Okularen abdecken. Das spart noch mehr Geld.<\/li>\n<li>Ein k&uuml;rzerer Tubus ist handlicher, es gibt weniger Positionen, wo man einen schlechten Einblick hat. Das gilt vor allem f&uuml;r Refraktoren.<\/li>\n<li>Sie sind leichter, was wichtig ist, wenn man das Teleskop bewegt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Punkte h&auml;ngen zusammen. Die Teleskope sind oft billiger, weil eine k&uuml;rzere Brennweite einen k&uuml;rzeren Tubus bedeutet und damit wiegt er weniger. Noch wichtiger: der Hebelarm ist kleiner was wichtig ist wenn man am Okularauszug was Schweres, wie teure Okulare oder eine Kamera anbringt. Ein leichterer Tubus erlaubt aber eine billigere Montierung, die nicht so viel tragen muss und das macht das Teleskop billiger.<\/p>\n<p>Zu den Okularen. Bei einem F\/D &lt;=6 kann man den gesamten sinnvollen Vergr&ouml;&szlig;erungsbereich mit 1,25 Zoll Okularen abdecken. Diese sind deutlich preiswerter als 2-Zoll-Okulare. Die verursachen dann oft Folgekosten. So ist meist kein 2-Zoll-Zenitspiegel mitenthalten. Also muss er zus&auml;tzlich beschafft werden. 2-Zoll-Okulare sind auch schwerer und belasten so die Montierung, sodass es sinnvoll sein kann, auch hier aufzur&uuml;sten.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Warum also kein kurzbrennweitiges Instrument kaufen?<\/h3>\n<p>Nun die meisten Anf&auml;nger wollen nur mal beobachten. Sp&auml;ter kommt vielleicht der Wunsch auf zu fotografieren, doch anfangs steht das beobachten im Vordergrund. Kurzbrennweitige Instrumente sind aber f&uuml;r die Fotografie optimiert. Der Laie mag denken: Also wenn es f&uuml;r die Fotografie gut genug ist, dann ist es f&uuml;r die Beobachtung erst recht. Schlie&szlig;lich sieht man auf einem Foto meistens mehr als mit dem Auge zu erkennen ist. Ein fataler Irrtum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"http:\/\/www.hs.uni-hamburg.de\/DE\/Oef\/Stw\/grrefr\/refraktor.jpg\" width=\"337\" height=\"425\" \/>Bei einem Linsenfernrohr werden die Strahlen des Lichts durch Linsen gebrochen und dies geschieht f&uuml;r jede Wellenl&auml;nge anders. Als Folge haben die Brennpunkte f&uuml;r verschiedene Wellenl&auml;nge nicht denselben Brenpunkt. Wenn man ein Objekt fotografiert so zeigt sich das bei gro&szlig;en Kontrasten, z.B. Stromleitung vor Himmel in einem Farbsaum an der Kante. Fr&uuml;her wurden Linsenfernrohre daher sehr langbrennweitig konstruiert. Das Bild zeigt den Hamburger Refraktor mit einer Linse von 60 cm Durchmesser und 900 cm Brennweite, also F\/D=15. Vor der Erfindung des Achromaten war es noch extremer. Heute w&auml;re ein Instrument mit einem F\/D von 15 unverk&auml;uflich. Je st&auml;rker die Strahlen gebrochen werden, desto st&auml;rker ist der Effekt, also ergibt ein langbrennweitiges Instrument ein besseres Bild. Tendenziell werden daher kleine Instrumente daher langbrennweitiger. So ist beim Einsteigertyp mit 70 mm Durchmesser die &uuml;bliche Brennweite 900 mm. Beim doppelt so gro&szlig;en 150 mm Typ dagegen 1200 mm. Also einmal ein F\/D von 13 und einmal eines von 8. Das ist prim&auml;r dem Komfort geschuldet. Man bekommt maximal einen Tubus von 1,2 bis 1,5 m L&auml;nge auf einer Montierung unter. Schon bei 1 m L&auml;nge hat man, wie ich aus eigener Erfahrung wei&szlig;, bei einem Refraktor ein Problem, wenn man die Rektaszensionsachsen und Deklinationsachsen feststellen will. Die Wellen f&uuml;r die Bewegung erreicht man mit dem Arm noch, die kleinen Schrauben zum Feststellen nicht mehr. Dazu muss man stark in die Hocke gehen, wenn man zenitnah beobachtet. Bei Newtons ist es durch den oberen Einblick entspannter, doch auch die haben eine Maximall&auml;nge, denn schlie&szlig;lich m&uuml;ssen sie ja noch voll in jede Richtung beweglich sein.<\/p>\n<p>Kurzum, bei einem Refraktor mit kleinem F\/D, das geht herunter bis 5, wird es einen Farbfehler geben. Der wirkt sich bei der Himmelsbeobachtung nicht mal so stark aus, denn es gibt hier wenige stark kontrastreiche Objekte, eigentlich nur den Mond, Planeten und einige helle Sterne. Ich habe selbst einen Refraktor mit 80\/400. Wenn ich tags&uuml;ber ihn auf die Stromleitungen ausrichte, so sieht das Bild mit Okularbrennweiten von 32 bis 20 mm gut aus, bei 15 mm tauchen erste Farbs&auml;ume bei d&uuml;nnen Objekten auf, die werden st&auml;rker und auch bei gr&ouml;&szlig;eren Objekten sichtbar, wenn man weiter mit der Brennweite runtergeht. Mit einem 5-mm-Okular, mit dem man eigentlich die optimale Vergr&ouml;&szlig;erung hat, ist das Bild deutlich unscharf. Das Maximale, das geht ist ein 7,5-mm-Okular. So erreicht man hier maximal eine Vergr&ouml;&szlig;erung von 60. Theoretisch w&auml;re die optimale bei diesem Optikdurchmesser bis 80 und man kann bis etwa 100-fach hoch gehen, wenn es Planeten sind. Man kann das Instrument also visuell nicht voll ausnutzen.<\/p>\n<p>Der Grund: Die Okulare brechen nun nochmals das Licht, und zwar, um so st&auml;rker je st&auml;rker sie vergr&ouml;&szlig;ern. Bei kleinen Vergr&ouml;&szlig;erungen ist der Effekt klein, weshalb Spektive f&uuml;r die Naturbeobachtung mit ebenfalls kleiner Vergr&ouml;&szlig;erung normalerweise gute Bilder zeigen. Wer ein billiges Zoom-Fernglas hat, kennt vielleicht den Effekt, wenn man st&auml;rker vergr&ouml;&szlig;ert.<\/p>\n<p>Warum nun ist das beim Fotografieren nicht so wichtig? Nun man schlie&szlig;t die DSLR direkt an. Da ist kein Okular mehr zwischen Optik und Chip. Damit f&auml;llt diese Fehlerquelle weg. Zudem ist die Vergr&ouml;&szlig;erung relativ gering. Bei einer Kamera mit APS-C Chip liegt sie bei meinem Refraktor bei 15-fach. Bei einem Vollformatchip w&auml;re es sogar nur 9,2. Zudem gleicht alleine das verschmieren durch das Seeing bei Langzeitbelichtungen die Farbs&auml;ume aus.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Wie sieht es nun bei Newtons aus?<\/h3>\n<p>Newtons haben nicht das Problem des Farbfehlers, aber das gesamte Bildfeld ist ein Kugelschnitt. Das bedeutet, von der Mitte ausgehend wird die Abbildung verzerrt. Sterne werden zu kleinen verwaschenen Flecken. Da dies aussieht, wie die Koma eines Kometen, spricht man auch von der \u201eKoma\u201c. Auch dieser Effekt ist um so st&auml;rker je st&auml;rker die Kr&uuml;mmung des Spiegels ist, sprich je k&uuml;rzer seine Brennweite. Der Effekt ist auch auf Fotografien deutlich zu sehen. Daher gibt es f&uuml;r Newtons Koma-Reduktoren zu kaufen, um dies zu reduzieren. Das sind Linsen, die in den Strahlengang eingebracht werden und die Bildfeldw&ouml;lbung reduzieren. Ein zweites Manko ist der Fangspiegel. Er muss ein bestimmtes Feld in den Okularauszug werfen. Je kleiner die Brennweite des Hauptspiegels ist, desto gr&ouml;&szlig;er muss der Fangspiegel sein. Da jeder Fangspiegel ein Artefakt in der Optik ist, da er Teile des Bildes verdeckt und auch Licht schluckt, setzt er den Kontrast herab. Der Fangspiegel sollte daher m&ouml;glichst klein sein. Gute Werte sind 25% des Hauptspiegeldurchmessers, erstrebenswert sind 20%.<\/p>\n<p>Trotzdem werden aus rein praktischen Gr&uuml;nden die Newtons mit steigender Gr&ouml;&szlig;e immer kurzbrennweitiger. Die Gr&ouml;&szlig;ten im Handel erh&auml;ltlichen, wo man noch viel Auswahl hat, haben 254 bis 300 mm Durchmesser bei einem Verh&auml;ltnis von 1:8 wie bei kleinen Newtons &uuml;blich, w&auml;ren die Tuben dann 2-2,4 m lang und dann nicht mehr auf einem Stativ unterzubringen. Daf&uuml;r braucht man dann eine feste S&auml;ule und eine Trittleiter.<\/p>\n<p>Ein zweiter Grund bei beiden Typen ist aber das der ben&ouml;tigte Ausschnitt immer gleich gro&szlig; ist. Okulare haben maximal 51,2 mm Durchmesser. T-2 Adapter f&uuml;r Kameras 44 mm. F&uuml;r 1,25 Zoll Okulare reichen sogar 33 mm und f&uuml;r APS-C Chips 27 mm. Das hei&szlig;t, im Verh&auml;ltnis zur &Ouml;ffnung ist das ben&ouml;tigte Bildfeld immer kleiner und daher kann man mit der Brennweite runter gehen denn die Fehler werden um so gr&ouml;&szlig;er bei gegebenem F\/D je weiter man von der optischen Achse weggeht. Ein zweiter Grund ist, dass diese gr&ouml;&szlig;eren Instrumente dann auch meist fotografisch genutzt werden als zweites Teleskop (Man sieht in Deutschland wegen des Seeings eigentlich nicht mehr Details, als ein 120-mm-Instrument zeigt. Die Lichtsammelleistung steigt zwar an, doch der Effekt ist wirklich klein und nat&uuml;rlich wird auch die Himmelsaufhellung genauso verst&auml;rkt. Der Kontrast bleibt also beim Beobachten immer gleich gro&szlig;).<\/p>\n<h3 class=\"western\">Und Schmidt-Cassegrains \/ Maksutovs?<\/h3>\n<p>Bei diesen Instrumenten gibt es nur kurzbrennweitige Ger&auml;te im Handel. Ein Cassegrain hat normalerweise ein F\/D von 20 bis 30, das Hubble Weltraumteleskop z.B. eines von 24. Weil so was unverk&auml;uflich ist, verk&uuml;rzt man die Brennweite und baut eine Korrekturplatte nach Schmidt oder Maksutov ein. Der Preis f&uuml;r die kurze Brennweite sind auch hier extrem gro&szlig;e Fangspiegel, die teilweise 40% der &Ouml;ffnung erreichen. Trotzdem erreichen solche Instrumente nur F\/D von 10-13. Die fr&uuml;her zus&auml;tzlichen eingef&uuml;hrten Ger&auml;te mit F\/D von 6,3 von Meade hat der Hersteller wieder vom Markt genommen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Mein Rat<\/h3>\n<p>Ein kleiner Newton (&lt;200 mm Optikdurchmesser) sollte ein F\/D von 6 oder gr&ouml;&szlig;er haben. Wer unsicher ist, sollte mal sehen, wie gro&szlig; der Fangspiegel ist. Sein Durchmesser sollte maximal 25% des Optikdurchmessers betragen.<\/p>\n<p>Bei Refraktoren sollte das F\/D mindestens 8 betragen.<\/p>\n<p>Die meisten Hersteller sind aber ehrlich. Wenn man sich bei H&auml;ndlern wie Teleskopshop oder Astroshop informiert, wird man vielleicht nicht explizit den Hinweis finden, dass es nicht f&uuml;r die visuelle Beobachtung gedacht ist, aber man wird eine Betonung der Fotografie finden wie die Bezeichnung \u201eFoto-Newton\u201c. Oder es wird in der Beschreibung viel auf Fotografie Bezug genommen. So auch bei dem <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2jgg7e4\">Ger&auml;t das ich habe<\/a>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/b202aa28b32b49c0b3cb29525aa1cdb3\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner losen Reihe f&uuml;r Astronomieeinsteiger widme ich mich heute einem sehr popul&auml;ren Fallstrick. Es ist der, dass man als Einsteiger ein kurzbrennweitiges Instrument kauft. Ein Schl&uuml;sselparameter eines Teleskops ist die Brennweite. Da sie mit dem Durchmesser in Beziehung steht, gibt man oft das Verh&auml;ltnis von Brennweite\/Durchmesser (F\/\/D) an. 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