{"id":12325,"date":"2017-02-04T08:58:06","date_gmt":"2017-02-04T07:58:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12325"},"modified":"2017-02-04T16:31:04","modified_gmt":"2017-02-04T15:31:04","slug":"die-loesung-fuer-ein-ueberfluessiges-problem-jupiter-oder-die-sonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/02\/04\/die-loesung-fuer-ein-ueberfluessiges-problem-jupiter-oder-die-sonne\/","title":{"rendered":"Die L&ouml;sung f&uuml;r ein &uuml;berfl&uuml;ssiges Problem: Jupiter oder die Sonne?"},"content":{"rendered":"<p>Seit L&auml;ngerem suche ich nach der idealen Auslegung einer Sonde, die m&ouml;glichst schnell das Sonnensystem verlassen soll. Fr&uuml;her dachte ich daran m&ouml;glichst schnell die Heliopause zu erreichen und zu &uuml;berschreiten f&uuml;r die Voyager 1+2 rund 40 Jahre brauten. Mittlerweile g&auml;be es mit den Kuiperg&uuml;rtelobjekten als weitere Ziele. Das hat wieder einige Umbauarbeiten in meinem Programm ausgel&ouml;st und das ist dann wie die Renovierung eines alten Geb&auml;udes (die erste Version ist noch datiert von 1987, also &auml;lter als mancher Blogleser und lief noch auf einem Z80 Prozessor): Eine &Auml;nderung zieht die n&auml;chste hinter sich, sodass ich da noch eine Weile arbeiten werde.<!--more--><\/p>\n<h3 class=\"western\">Der hyperbolische Exzess<\/h3>\n<p>Eine M&ouml;glichkeit mit wenig Aufwand viel Geschwindigkeit aufzunehmen ist es, bei hoher Geschwindigkeit nochmals einen Antrieb zu z&uuml;nden. Eine solche Situation liegt vor, wenn man einen Planeten am n&auml;chsten Punkt einen Antrieb z&uuml;ndet, aber auch wenn man in einer sehr elliptischen Umlaufbahn nahe der Sonne einen Antrieb z&uuml;ndet. In beiden F&auml;llen nutzt man den Hyperbolischen Exzess, der letztendlich auf dem Energieerhaltungssatz basiert. Dazu ein Beispiel. Wenn man sich Jupiter auf etwa 1.000 km n&auml;hert, so liegt, die Geschwindigkeit immer h&ouml;her als die lokale Fluchtgeschwindigkeit, die bei 59.169 m\/s liegt. Nehmen wir mal an es, w&auml;ren 60 km\/s. Nun z&uuml;nden wir ein Raketentriebwerk, beschleunigen um 1 km\/s auf 61 km\/s. Wenn man den Planeten wieder verlassen hat, also die Einflusssph&auml;re, wo die solare Gravitation &uuml;berwiegt, erreicht, welche Geschwindigkeit hat man dann?<\/p>\n<p>Es ist nicht 1 km\/s, das was man addiert hat. Der Grund ist der Energieerhaltungssatz. Vor der Z&uuml;ndung lag die Energie der Sonde bei<\/p>\n<p>E = \u00bd Mv\u00b2 = \u00bd M 60\u00b2<\/p>\n<p>Nun steigt v auf v+1000 m\/s, und wenn man die konkreten Werte nimmt, dann sind es vorher 1,8 GJ\/kg Masse und danach 1,8605 GJ\/kg. Folglich bleibt als Energie nach Verlassen des Einflussbereiches des Planeten 60,5 MJ\/kg &uuml;brig. Stellt man die obige Gleichung auf v um (v = <span style=\"font-family: 'Segoe UI';\">\u221a<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">(2E) so ergibt sich als Geschwindigkeit 11 km\/s. Das ist also echt lohnend. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Der Tatbestand ist &uuml;brigens f&uuml;r einige Dinge gut, <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">sodass<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> man bei zwei <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">getrennten<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> Man&ouml;vern um einen Satelliten anzuheben weniger Geschwindigkeit aufbringen muss, als der Unterschi<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">e<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">d der <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">b<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">e<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">i<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">den Kreisbahnen ist, oder die Energie die Erde zu verlassen um so geringer ist je erdn&auml;her man z&uuml;ndet. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Elektrische<\/span> <span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">A<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">ntriebe m&uuml;ssen z.B. in etwa die Geschwindigkeit <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">aufbringen, die sie in der Ausgangskreisbahn hatten<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">, bei einer Z&uuml;ndung ist es dagegen nur die <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">(<\/span><span style=\"font-family: 'Segoe UI';\">\u221a<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">2 <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">)<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">-1-fache <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Geschwindigkeit.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"western\"><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Jupiter oder Sonne?<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"\/img\/jupiter-sonne.png\" width=\"700\" height=\"800\" \/>Der <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Gewinn<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> ist um so gr&ouml;&szlig;er je h&ouml;her die Geschwindigkeit ist. Bei den Planeten hat man das <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Maximum<\/span> <span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">daher <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">bei Jupiter. Mit etwas h&ouml;herer Startgeschwindigkeit kommt man hier auf bis zu 70 km\/s bei der <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Ann&auml;herung.<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> Mit 1 km\/s Beschleunigung bleiben dann noch 11,87 km\/s &uuml;brig, mit 2 km\/s noch 16,85 km\/s. Jupiter kann aber noch etwas anderes. Er kann die Sonde auf eine Umlaufbahn <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">umlenken<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">, deren <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Perihel<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> nahe der <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Sonnenoberfl&auml;che<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> liegt. Nehmen wir mal 1 Million km Abstand vom Zentrum an, das sind rund 300.000 km von der Oberfl&auml;che entfernt. Das Aphel liegt weiterhin in Jupiters Entfernung <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">(779 Mill. km). Eine solche Bahn hat eine <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Geschwindigkeit<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> von 514,944 m\/s. Das ist nur 330 m\/s unterhalb einer <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Fluchtbahn.<\/span> <span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Addiert man einen weiteren Kilometer,<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> so ist man auf einer hyperbolischen Bahn. Und im Unendlichen bleiben so 26,285 km\/s &uuml;brig. Also erheblich mehr als bei Jupiter. Bei 2 km\/s sind es 41,51 km\/s.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Jupiter hat aber einen anderen Vorteil: Der Geschwindigkeitsgewinn findet in 779 Millionen km Entfernung statt. Dann hat eine <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Sonde, die bei der Sonne beschleunigt wurde,<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> schon Geschwindigkeit verloren. Ohne Beschleunigung <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">betr&auml;gt die Bahngeschwindigkeit <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">bei Jupiter nur noch 662 m\/s. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Dagegen addiert sich der Gewinn bei Jupiter <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">zu einer viel h&ouml;heren Startgeschwindigkeit. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Doch auch die Sonnensonde <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">hat, wenn sie hyperbolische Bahnen erreicht, <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">eine rasante Geschwindigkeit. Mit 2 km\/s mehr ist sie bei Jupiter noch 45,4 km\/s schnell und mit einem Kilometer sind es immerhin noch 32 km\/s. Das ist deutlich schneller als jede <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Sonde, die Jupiter verl&auml;sst<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">, aber man hat auch den Umweg zur Sonne. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Der kostet weitere Flugzeit, um zur Sonne und wieder zum Jupiter zu kommen,<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Ich habe daher mal eine Simulation laufen lassen, welche Sonde zuerst 100 AE (15 Milliarden km) erreicht. Dort beginnt ungef&auml;hr die Heliopause. Die Startgeschwindigkeit richtet sich nach der Sonnensonde, f&uuml;r sie braucht man mindestens 40.300 m\/s solar, damit das Perihel so tief rutschen kann. Das Ergebnis:<\/span><\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"20%\">Sonde<\/th>\n<th width=\"20%\">Jupiter + 1 km\/s@ 1000 km<\/th>\n<th width=\"20%\">Jupiter + 2 km\/s @ 1000 km<\/th>\n<th width=\"20%\">Sonne + 1 km\/s<\/th>\n<th width=\"20%\">Sonne + 2 km\/s<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">N&auml;chste Ann&auml;herung an Jupiter<\/td>\n<td width=\"20%\">459,2 km<\/td>\n<td width=\"20%\">431,3 km<\/td>\n<td width=\"20%\">429,633 km<\/td>\n<td width=\"20%\">429.633 km<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Flugzeit zum Jupiter<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 135 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 135 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 136 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 136 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Flugzeit zur Sonne<\/td>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"20%\">2 Jahre 61 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">2 Jahre 61 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Flugzeit bis in 15 Milliarden Km<\/td>\n<td width=\"20%\">27 Jahre 48 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">18 Jahre 87 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">16 Jahre 285 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">11 Jahre 59 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Gesamt bis 15 Milliarden km<\/td>\n<td width=\"20%\">28 Jahre 183 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">19 Jahre 222 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">20 Jahre 117 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">14 Jahre 256 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h3 class=\"western\">Kann man sich so stark der Sonne n&auml;hern?<\/h3>\n<p><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">In der Summe ist man also bei beiden <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">G<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">eschwindigkeits&auml;nderungen trotz des Umwegs &uuml;ber die <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Sonne<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> besser, zumal bei noch gr&ouml;&szlig;erer Distanz die <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Diskrepanz<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> noch gr&ouml;&szlig;er wird. Dem muss man die Mas<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">s<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">ebilanz gegenrechnen, <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">denn damit die Sonde nur 334.000 km &uuml;ber der Sonnenoberfl&auml;che vorbeiziehen kann,<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> braucht man einen wirklich gro&szlig;en Hitzeschutzschild. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"><a href=\"http:\/\/solarprobe.jhuapl.edu\/index.php#spacecraft\">Solar Probe+<\/a> kommt mit einem kohlefaserverst&auml;rktem <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">RCC-Schild mit <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">11,4 cm <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Dicke<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> aus, n&auml;hert sich aber nur auf 6,2 Millionen km der Sonne (entspricht 344-fach geringer Belastung). Bei diesen Temperaturen kann man das <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Material<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> noch nehmen (<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">es wird bis 1344\u00b0C hei&szlig;, <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">beim Space Shuttle war es bis 162<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">0<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">\u00b0C zertifiziert). Bei so starker <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Ann&auml;herung<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> wird man wahrscheinlich einen <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">ablativen<\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\"> Schild nutzen. Etwa 6 Stunden 40 Minuten braucht die Sonde um sich von 6,2 auf 0,334 Millionen km n&auml;hern, da d&uuml;rfte einiges abschmelzen. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">So ist derzeit technisch wahrscheinlich nur eine Ann&auml;herung auf 6,2 Millionen km m&ouml;glich. <\/span><span style=\"font-family: 'Arial Narrow', sans-serif;\">Mit dieser gr&ouml;&szlig;eren Entfernung kommt man auf folgende Tabelle:<\/span><\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"20%\">Sonde<\/th>\n<th width=\"20%\">Jupiter + 1 km\/s@ 1000 km<\/th>\n<th width=\"20%\">Jupiter + 2 km\/s @ 1000 km<\/th>\n<th width=\"20%\">Sonne + 1 km\/s<\/th>\n<th width=\"20%\">Sonne + 2 km\/s<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">N&auml;chste Ann&auml;herung an Jupiter<\/td>\n<td width=\"20%\">459,2 km<\/td>\n<td width=\"20%\">431,3 km<\/td>\n<td width=\"20%\">1.494.308 km<\/td>\n<td width=\"20%\">1.494.308 km<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Flugzeit zum Jupiter<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 135 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 135 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 137 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">1 Jahr 137 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Flugzeit zur Sonne<\/td>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"20%\"><\/td>\n<td width=\"20%\">2 Jahre 167 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">2 Jahre 167 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Flugzeit bis in 15 Milliarden Km<\/td>\n<td width=\"20%\">27 Jahre 48 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">18 Jahre 87 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">46 Jahre 163 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">20 Jahre 317 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">Gesamt bis 15 Milliarden km<\/td>\n<td width=\"20%\">28 Jahre 183 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">19 Jahre 222 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">50 Jahre 102 Tage<\/td>\n<td width=\"20%\">24 Jahre 256 Tage<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Und schon kehrt sich das Verh&auml;ltnis um. Die Sonde muss zudem in jedem Falle einen Hitzeschutzschild mitf&uuml;hren. Bei 2 m\u00b2 Gr&ouml;&szlig;e w&uuml;rde ein solcher Schild rund 365 kg wiegen (Dicke 11,43 cm, Dichte 1,6 f&uuml;r RCC).<\/p>\n<h3 class=\"western\">Alternative: Ionentriebwerke<\/h3>\n<p>Bei 2 km\/s Geschwindigkeits&auml;nderung wird bei einer 1 t schweren Sonde der Antrieb weitere 1,27 t wiegen (Feststoffantrieb, spezifischer Impuls 2850 m\/s, Strukturfaktor 10). Anstatt diesen Abtrieb erst bei Jupiter zu z&uuml;nden, k&ouml;nnte der Jupiter eine Sonde auch erst mal auf eine \u201enormale\u201c Ellipse mit einem Perihel von 100 Mill. Km schicken. Und dann nahe der Sonne Ionenantriebe einsetzen: Das Resultat bei gleicher Sondenmasse w&auml;re man mit 50 kW Leistung, RIT 2X Triebwerken schon nach 20 Jahren 160 Tagen nach Jupiterpassage in 15 Milliarden km Entfernung. Dabei fiele der Schutzschild weg und die Startgeschwindigkeit w&auml;re mit 38.800 m\/s auch kleiner (korrespondiert mit 14.245 \/ 15.238 m\/s), was auch die Nutzlast erh&ouml;ht.<\/p>\n<p>Der Umweg &uuml;ber Jupiter (man k&ouml;nnte die Ionentriebwerke ja auch gleich nach dem Start einsetzen lohnt sich, weil die Ausgangsbahn schon eine Ellipse ist. So wird man beim Ausweiten das Perihel kaum ver&auml;ndern. Zum Vergleich habe ich eine 5 t schwere Sonde zuerst zur Venus geschickt und dann das Ionentriebwerk eingesetzt. Bei in etwa gleicher Nettonutzlast braucht diese &uuml;ber 30 Jahre um die Distanz zu erreichen. Allerdings korrespondiert dies auch mit einer h&ouml;heren Startgeschwindigkeit. Zur Venus braucht man nur 11,4 anstatt 14,2 km\/s. Der direkte Vergleich w&auml;re eine Sonde auf einer Jupitertransferbahn mit derselben Startgeschwindigkeit. Diese braucht da sie nur w&auml;hrend eines Halbastes aktiv ist mit &uuml;ber 41 Jahren deutlich l&auml;nger. Es lohnt sich also auch f&uuml;r Ionentriebwerke, den Jupiter als Umweg zu nehmen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/86c111cdfec848cca845906f91f4658e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit L&auml;ngerem suche ich nach der idealen Auslegung einer Sonde, die m&ouml;glichst schnell das Sonnensystem verlassen soll. Fr&uuml;her dachte ich daran m&ouml;glichst schnell die Heliopause zu erreichen und zu &uuml;berschreiten f&uuml;r die Voyager 1+2 rund 40 Jahre brauten. Mittlerweile g&auml;be es mit den Kuiperg&uuml;rtelobjekten als weitere Ziele. 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Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Ich m\u00f6chte an meinen Beitrag vor einigen Tagen \u00fcber die Landung des Starships (https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/starship.shtml) auf dem Mars eingehen und sowohl auf einige Kommentare eingehen, wie auch neue Aspekte herausarbeiten. Ich habe inzwischen meine Simulation erweitert und kann einige F\u00e4lle mehr durchrechnen. Doch ich will auch vermitteln, dass man zu einer\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/34af58916c19453fae3b655602c04a41","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12325\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}