{"id":12339,"date":"2017-02-09T17:58:27","date_gmt":"2017-02-09T16:58:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12339"},"modified":"2017-02-09T17:58:27","modified_gmt":"2017-02-09T16:58:27","slug":"frueher-war-alles-besser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/02\/09\/frueher-war-alles-besser\/","title":{"rendered":"Fr&uuml;her war alles besser &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Derzeit l&auml;uft eine Welle von &#8222;Retrosendungen&#8220;. Ich nenne so Sendungen, die sich mit einer Geschichte befassen, die erst einige Jahrzehnte zur&uuml;cklegt, besonders beliebt sind die Achtziger. Anders als bei den &uuml;blichen Geschichtssendungen geht es auch nicht um Ereignisse, Kriege oder Personen, sondern um Zeitgeschichte, also vielen Ereignissen und dem Alltagsleben. Auf den heutigen Blog bin ich durch die zweiteilige ZDF-Sendung \u201eFr&uuml;her war alles besser\u201c &uuml;ber die <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/frueher-war-alles-besseroder-50er-60er-102.html\"> 50er und 60er<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/frueher-war-alles-besseroder-70er-80er-102.html\"> 70er und 80er Jahre<\/a> Gekommen.<\/p>\n<p>Die Sendung erkl&auml;rt vieles am Tatbestand &#8222;Fr&uuml;her war alles besser&#8220;, das fr&uuml;her (angeblich) alles besser war mit Psychologie. So erinnert uns Musik an Ereignisse. Wir verbinden mit ihr nicht nur Erinnerungen. Man kann durch Untersuchungen nachweisen, das, wenn wir Musik h&ouml;ren, die uns wichtig ist nicht nur das H&ouml;rzentrum aktiv ist, sondern auch andere Regionen die f&uuml;r ander Sinne wie Sehen oder Riechen. Wir \u201esehen\u201c das Ereignis nochmals vor unserem inneren Auge und riechen, was damals unsere Aufmerksamkeit fesselte wie z.B. Blumen oder ein Parf&uuml;m. Kurzum: Wenn wir uns an etwas positiv erinnern, dann \u201eerleben\u201c wir das erneut. So wundert es nicht das in Experimenten Personen, die zuerst eine Musik h&ouml;rten, die ihnen etwas bedeutet, mehr Geld spendeten, als eine Vergleichsgruppe die Musik h&ouml;rte, die keine Bedeutung f&uuml;r sie hatte.<\/p>\n<p>Die Sendung r&auml;umt auf mit einigen Vorurteilen. So das fr&uuml;her alles billiger war. Bei den meisten Dingen, die wir konsumieren, ist es so, dass sie im Laufe der Zeit billiger wurden. Es gibt einige Ausnahmen. So wurde Energie z.B. teurer. Das erlaubt es uns, sehr viel mehr Geld f&uuml;r \u201eLuxus\u201c auszugeben. Als Luxus definiere ich mal alles, was man nicht zum Leben braucht. Dazu geh&ouml;ren Reisen, aber auch Elektronik-Schnickschnack. Bei den Reisen ist es offensichtlich. Nach dem Krieg ging man zuerst innerhalb von Deutschland in den Urlaub, dann nach Italien, Spanien und heute sind beliebte Reiseziele die USA, Karibik, Neuseeland, Malediven. Meine Nichte hat mit ihren 25 Jahren schon mehr von der Welt gesehen als meine Eltern in ihrem ganzen Leben.<!--more--><\/p>\n<h3>War\u00a0Fr&uuml;her war alles besser?<\/h3>\n<p>So m&uuml;ssen wir auch Armut immer wieder neu definieren. Es wird heute als ein Einkommen definiert, das der H&auml;lfte des Durchschnittseinkommens entspricht. Fr&uuml;her konnte man Arme sofort erkennen. Kinder trugen die abgetragenen und meist nicht passenden Klamotten der Geschwister oder hatten geflickte Nahrung. Sie konnten sich keine S&uuml;&szlig;igkeiten leisten oder die Familien kein Fleisch oder Kaffee. Heute dr&uuml;ckt sich das eher darin aus das Sie kein aktuelles Smartphone haben oder nicht in den Urlaub fahren k&ouml;nnen. Wenn sich Armut in dem Aussehen niederschl&auml;gt, dann am ehesten, darin, dass sie nicht dem Markenfetischismus folgen k&ouml;nnen. Der trat Gottseidank erst ein, als ich schon aus der Phase raus war, wo mir bei der Kleidung wichtig war, was andere dar&uuml;ber denken.<\/p>\n<p>Nach der Sendung leben wir heute in der sichersten Welt des letzten Jahrhunderts. Es g&auml;be so wenige Konflikte und so wenige Tote durch Krieg wie niemals zuvor in den letzten 100 Jahren. Auch wenn gerade eine Mietpreisexplosion beschworen wird, so haben wir noch nie so viel Wohnraum pro Person zur Verf&uuml;gung: 45 m\u00b2, Anfang der Achtziger waren es noch 30 m\u00b2 und in den Zwanzigern sogar nur 13 m\u00b2. In fast allen Aspekten ist heute alles besser als fr&uuml;her. Die Kaufkraft ist h&ouml;her, der Lebensstandard. Dinge die fr&uuml;her Luxusartikel waren, werden zum Gebrauchsgegenstand und Massenprodukt (Autos, Computer, Handys \u2026). Wir arbeiten immer weniger und haben immer mehr Freizeit.<\/p>\n<p>Das einzige was wirklich schlechter wurde: das leben wurde hektischer. Durch die Digitalisierung nutzen wir die Freizeit die wir mehr haben nicht, sondern setzen uns unter Stress indem wie dauernd nach Mails schauen, oder wie viele &#8222;Likes&#8220; wir haben.<\/p>\n<p>Wie immer habe ich da eine andere Sicht auf die Dinge. Ich meine nicht das fr&uuml;her alles besser war. Nehmen wir mal die Achtziger. Die meisten (so auch ich) erinnern sich am besten an die Zeit, in der sie Teenager oder junge Erwachsene waren, wahrscheinlich da nach Psychologen unser Gehirn sich in dieser Zeit in einem \u201eUmbau\u201c befindet pr&auml;gen sich Erinnerungen besser ein. Einiges teile ich mit der Allgemeinheit. So h&ouml;re ich bis heute gerne die Titel, die damals aktuell waren und meiner pers&ouml;nlichen Meinung hat nach 1990 die Qualit&auml;t der Musik erst langsam, dann ziemlich stark abgenommen. Aus den letzten Jahren haben nur wenige Titel es auf meinen MP3-Player geschafft. Passend zur \u201eUmbautheorie\u201c des Gehirns habe ich auch eine Vorliebe f&uuml;r die NDW, obwohl viele der Lieder einfach schlecht und \/ oder schwachsinnig sind. Und auch ich verbinde Lieder mit Ereignissen. \u201eWe will rock you\u201c lief im Bus bei der Reise nach Bozen in der achten Klasse als Schleife. Das vergesse ich nie. Doch damit h&ouml;rt es auch schon auf. Ich fand schon in den Achtzigern einen Gro&szlig;teil der Mode scheu&szlig;lich. Weniger, die immer gerne in Sendungen aufgegriffenen Schulterpolstern, als vielmehr die Farben. Die waren entweder bei Sportbekleidung, wie dem damals aktuellen Aerobictrend, recht grell oder es waren Pastellfarben oder sehr auff&auml;llige Farben wie senfgelb in Mode. Zumindest, das Sportbekleidung grell sein muss, hat sich bis heute gehalten. Ich verstehe, nicht warum Laufschuhe neonpink sein m&uuml;ssen, sie sehen so eigentlich nur schie&szlig;e aus. Wie man 100 Euro f&uuml;r einen Laufschuh ausgeben kann der so auch nur billig aussieht ist mir ein R&auml;tsel. Das Zweite war der Uniformismus. Er dr&uuml;ckte sich darin aus, das die Moden dazu f&uuml;hrten das viele gleich aussahen oder fast jeder die gleiche Frisur hatte. So der Jeanslook und die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vokuhila\"> VoKuHiLa-Frisur<\/a> bei den M&auml;nnern in den Achtzigern. In den Siebziegen waren es dann Parka und lange Haare.<\/p>\n<h3>Umwelt und Politik<\/h3>\n<p>Das zweite ist die Vorstellung, dass es fr&uuml;her wirklich besser war. Wenn ich an die Achtziger denke, dann an ein Jahrzehnt, in dem ich viele &Auml;ngste hatte. Vor dem Kalten Krieg, vor allem am Anfang, und zwar weniger wegen der Sowjetunion als vielmehr wegen der Aufr&uuml;stung und Konfrontationspolitik durch Reagan. Es gab Konflikte, wo ich nur den Kopf sch&uuml;ttelte. So die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/US-Invasion_in_Grenada\">Invasion von Grenada<\/a> als das drei Jahre vorher an die Macht gekommene Regime sich an Kuba anlehnte. Eine kleine Insel in der Karibik bedroht die USA? Wers glaubt &#8230;Ein Jahr vorher gab es den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Falklandkrieg\"> Falklandkrieg<\/a>. England schickte eine ganze Invasionsflotte um den halben Erdball nur wegen einiger Inseln am Rande der Antarktis, auf der mehr Schafe als Menschen lebten. Das war wohl ein letztes Aufzucken um sich als Weltmacht zu beweisen. 30 Jahre sp&auml;ter tritt England aus der EU aus, und wenn das so weiter geht, sind sie in einigen Jahren der 51-ste Bundesstaat der USA \u2013 einer fr&uuml;heren Kolonie. Dazu kamen die vielen kleinen Konflikte. So der Abschuss der Korea Airlines KLA-007 1983. Reagan k&uuml;ndigte SDI an, das er als das Nonplusultra ansah, weil dies die Kernwaffen \u201eentsch&auml;rfte\u201c. Dabei war genau dieses Gleichgewicht des Schreckens die Grundlage, das es keinen Krieg zwischen den beiden gro&szlig;en Bl&ouml;cken gab. Zumindest wusste ich schon damals das es nicht durchf&uuml;hrbar war. Tausende bis Zehntausende von Waffen im Weltall zu stationieren waren mit den Tr&auml;gerraketen und dem Space Shuttle nicht zu transportieren. 10 Jahre sp&auml;ter hat man es stillschweigend eingestellt.<\/p>\n<p>Am meisten bewegte mich damals aber die Umweltzerst&ouml;rung. Das Waldsterben ging durch die Medien. Wenn man linear weiterrechnete, dann m&uuml;sste, Deutschland in einigen Jahren waldfrei sein. Das ein Trend sich abschw&auml;chen kann, zeigte sich zum Gl&uuml;ck auch bei AIDS. Die Krankheit wurde Anfang der achtziger erst &ouml;ffentlich bekannt und als dann die ersten Prominenten wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rock_Hudson#Leben\">Rock Hudson<\/a> starben, gab es eine fast panische Stimmung. Die Fallzahlen stiegen exponentiell an, es wurden nun pl&ouml;tzlich auch Heterosexuelle infiziert und Gauweiler setzte in Bayern <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-13522790.html\">eigene Gesetze gegen Aids-Kranke durch<\/a>.<\/p>\n<p>In dieser Zeit kam zum ersten Mal das Stichwort \u201eTreibhauseffekt\u201c auf und mir war die Dimension sofort klar, weil ich mich damals schon f&uuml;r Astronomie interessierte und die Venus mit ihrem Treibhauseffekt kannte. Dazu kamen dann noch die Entdeckung des Ozonloches und die Explosion von Tschernobyl, nachdem es ja schon 1979 in Harrisburg fast einen GAU gegeben hatte. Das hinterlie&szlig; in mir den Eindruck, dass wir Technik einsetzen, die wir nicht beherrschen oder wir nicht f&auml;hig sind, auch die Folgen unserer Technik zu kontrollieren. Den Eindruck habe ich bis heute behalten, doch das Gef&uuml;hl, das der Weltuntergang bevorsteht, habe ich heute nicht mehr.<\/p>\n<p>Wie viel besser sind wir doch heute da. Unsere Bundesregierung hat alle gro&szlig;en Probleme gel&ouml;st und kann sich nun kleinen Details widmen, wie z. B. gestern die Versch&auml;rfung von Gesetzen gegen &Uuml;bergriffe gegen die Polizei oder die Maut. &Uuml;berhaupt geht es heute viel schneller mit Gesetzen. Die Mietpreise steigen \u2013 eine Mietpreisbremse wird beschlossen. Es gibt einen Anschlag eines \u201eGef&auml;hrders\u201c &#8211; neue Gesetze die \u201eGef&auml;hrder\u201c als Straftat einf&uuml;hren und Fu&szlig;fesselzwang, auch ohne Verbrechen begangen zu haben, werden erlassen. Irgendwie dauerte das alles in den Achtziger l&auml;nger, wahrscheinlich, weil Kohl die weniger wichtigen Probleme einfach ausgesessen hat. In den USA gibt es ja heute schon Gesetze im Tagesrhythmus. Fr&uuml;her hat man nach 100 Tagen eine erste Bilanz einer neuen Regierung gezogen, nach Trump kann man das schon nach 14 Tagen.<\/p>\n<p>In einem bew&auml;hrt sich das Erinnern nur an positives voll: Das Jahrzehnt ende mit dem Untergang der DDR. Wenn ich heute daran zur&uuml;ckdenke, dann an Nachrichtenbilder von Menschen, die &uuml;ber die Deutsch-&ouml;sterreichische Grenze bei einem Festival st&uuml;rme, den Sturm auf die Botschaft in Prag, in den Westen geschmuggelte unterbelichtete Bilder der Montagsdemo in Leipzig und den Mauerfall. Ich erinnere mich nicht an das, was danach kam: Massenarbeitslosigkeit, Verramschen der DDR durch die Treuhand und einem vor allem durch die Misswirtschaft der Bundesregierung beim Schaffen von \u201ebl&uuml;henden Landschaften\u201c enormen Schuldenberg. (Man hatte damit das Apollo-Programm rund 10-mal finanzieren k&ouml;nnen &#8230;)<\/p>\n<h3>Pers&ouml;nliche Erinnerungen<\/h3>\n<p>In den Achtzigern habe ich die Schule abgeschlossen und Chemie\/Lebensmittelchemie studiert. Ich fand beides ziemlich anstrengend und habe mich enorm reingeh&auml;ngt. Ich habe dann noch im neuen Jahrtausend Softwaretechnik studiert, und obwohl ich &#8211; wie jeder andere &#8211; im Laufe der Zeit geistig abbaute, war das letzte Studium viel einfacher und ich habe ohne gro&szlig;e M&uuml;hen einen guten Abschluss geschafft. Im Chemiestudium war ich lange Zeit maximal Mittelma&szlig; und brauchte bei den Praktika regelm&auml;&szlig;ig viel l&auml;nger als andere. Erst zum Schluss konnte ich wieder aufschlie&szlig;en. Trotzdem habe ich damals viel mehr gelernt als sp&auml;ter.<\/p>\n<p>Vor allem hat sich eines erleichtert: der Zugang zu Wissen. Fr&uuml;her musste man sich durch B&uuml;cher w&uuml;hlen. Vieles konnte man gar nicht erst sich aneignen, weil es die B&uuml;cher nicht gab. Wenn es sie doch in der Bibliothek gab, musste man erst mal wissen in weichem Buch etwas zu finden war. Man musste sich buchst&auml;blich durch B&uuml;cher w&uuml;hlen und viele Seiten lesen, um etwas zu finden, was man f&uuml;r eine Recherche ben&ouml;tigte. Heute tippt man eine Suchanfrage in den Browser und kann innerhalb von Minuten einige Quellen &uuml;berpr&uuml;fen. Das Internet ist toll. F&uuml;r mich, weil ich eigentlich nichts anderes mache als fr&uuml;her. Ich habe fr&uuml;her f&uuml;r mich Daten von Raketen und Raumsonden zusammengeschrieben und als ich ganz Jung war auch selbst ein Raumsondeprogramm &uuml;berlegt. Heute mache ich das &ouml;ffentlich, indem ich das als Webseite ver&ouml;ffentliche, bzw. arbeite an meinen eigenen Programmen um die Dinge zu berechnen. F&uuml;r die Raumfahrt interessiere ich mich seit 1980, als ich zum Abschluss der Hauptschule von Stanek das \u201e<a href=\"http:\/\/amzn.to\/2kwk66H\">Planetenlexikon<\/a>\u201c geschenkt bekam. Die Fotografien von Mars und Jupiter weckten mein Interesse an der Technik der Sonden, die diese erstellten. Ich kannte die ganzen Achtziger und Neunziger in meinem Bekanntenkreis niemand, der sich f&uuml;r dieses Thema interessiert h&auml;tte. Es gibt auch nicht viele, die sich f&uuml;r Raumfahrt interessieren, zumindest der technischen Seite. Bei sch&ouml;nen Bildern oder Filmen vor allem &uuml;ber bemannter Raumfahrt sieht es anders aus. Durch das Internet k&ouml;nnen sich so auch \u201eRandgruppen\u201c finden und man kann mit gleichgesinnten diskutieren, die man so niemals kennengelernt h&auml;tte. Ohne das Internet w&uuml;rde ich wohl immer noch alles in Hefte schreiben.<\/p>\n<p>Fr&uuml;her war auch deswegen nicht alles besser, weil ich ein Res&uuml;mee mit der Sendung teilen kann: es geht mir heute materiell besser als damals. Als Student hatte ich 200 Mark im Monat f&uuml;r alle Ausgaben. Sicher, Wohnen und ein Gro&szlig;teil des Essens kosteten nichts, aber mit 200 Mark machte man keine gro&szlig;en Spr&uuml;nge. 60-70 gingen alleine f&uuml;r den Verbundpass ab. Wenn Semesteranfang war, standen neue B&uuml;cher an und die kosteten alle zwischen 50 und 100 DM. Dann war meist schon am 15. das Geld zu Ende. Wenn ich was Gr&ouml;&szlig;eres kaufen wollte, dann musste ich Monate, oder im Falle eines neuen Computers, Jahre drauf sparen. Heute bin ich materiell abgesichert, und wenn ich mir was leisten will, dann tue ich das einfach, meist ohne lange nachzudenken. Dabei habe ich gar nicht mal so viel im Leben gearbeitet und Unsummen verdient. Aber ich bin den bescheidenen Lebensstil von damals nicht losgeworden und habe, als ich verdient habe, den Gro&szlig;teil auf die hohe Kante gelegt. Wenn man es so sieht, so sind die gar nicht so tollen Achtziger dran schuld, warum es mir 30 Jahre sp&auml;ter viel besser geht &#8230; es war also nicht alles &#8222;Fr&uuml;her war alles besser&#8220;.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/63b3bd8af06e44ee8e4df7db54e2d008\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit l&auml;uft eine Welle von &#8222;Retrosendungen&#8220;. Ich nenne so Sendungen, die sich mit einer Geschichte befassen, die erst einige Jahrzehnte zur&uuml;cklegt, besonders beliebt sind die Achtziger. Anders als bei den &uuml;blichen Geschichtssendungen geht es auch nicht um Ereignisse, Kriege oder Personen, sondern um Zeitgeschichte, also vielen Ereignissen und dem Alltagsleben. 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