{"id":12392,"date":"2017-03-11T09:42:21","date_gmt":"2017-03-11T08:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12392"},"modified":"2017-03-11T09:46:51","modified_gmt":"2017-03-11T08:46:51","slug":"deutschland-im-knebel-der-automobilindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/03\/11\/deutschland-im-knebel-der-automobilindustrie\/","title":{"rendered":"Deutschland im Knebel der Automobilindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Seit der Bankenkrise 2008 scheinen die Banken frei Hand zu haben. Sie werden mit Steuermittel gerettet, weil sie \u201esystemrelevant\u201c werden und sie scheinen so einflussreich zu ein, das nicht mal nach der Bankenrettung Gesetze erlassen wurden, die einen solchen Crash wieder verhindern. Doch ich denke, Deutschland ist viel st&auml;rker im Griff der Automobilindustrie.<\/p>\n<p>Erinnern wir uns: 2009 war nicht nur das Jahr, in dem Banken gerettet wurden, (die Commerzbank ist immer noch unter dem staatlichen Schutz) sondern auch die Wirtschaft strauchelte. Viele Firmen teilweise mit langer Tradition, gingen in die Pleite oder wurden von Hedgefonts &uuml;bernommen Schie&szlig;er, Quelle, M&auml;rklin, WMF. Die einzige Branche, der die Regierung aber neben den Banken half, war die Automobilbranche. Damals gab es eine \u201eAbwrackpr&auml;mie\u201c von 2.500 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Die Klammern habe ich gesetzt, weil das nicht an das Alter des Fahrzeugs gekoppelt war. Man konnte also noch relativ neuen Wagen \u201eabwracken\u201c und die Pr&auml;mie kassieren. Abgewrackt wurde auch nur wenig, die meisten Fahrzeuge gingen in den Ostblock.<!--more--><\/p>\n<h3>Status Quo<\/h3>\n<p>Bei nur wenigen anderen Industrien ist auch der Staat mit beteiligt, so h&auml;lt Niedersachsen Anteile an VW. Nun ist sicher die Automobilindustrie gemessen an der Zahl der Besch&auml;ftigten einer der gr&ouml;&szlig;ten Arbeitgeber in Deutschland. Ich bin mir nicht sicher, ob sie der Gr&ouml;&szlig;te ist. Wenn man dies daran misst, was die Menschen f&uuml;r die Produkte ausgeben so d&uuml;rfte vielleicht die Baubranche noch etwas gr&ouml;&szlig;er sein. Ein Haus baut man zwar nur einmal im Leben, aber f&uuml;r die kosten eines Hauses kann man sich mindestens 10 Durchschnittsautos kaufen. Gemessen an der Bedeutung ist der staatliche Lenkungseinfluss gering, eher ist es umgekehrt: die Industrie verhindert aktiv Gesetze und Verordnungen, die sie f&uuml;r sch&auml;dlich h&auml;lt.<\/p>\n<p>Nehmen wir den VW-Abgasskandal. Skandal&ouml;s finde ich eher, dass man Jahre lang getestet hat und niemand bei keinem der vielen Labors von Bundesstellen und T&Uuml;V auf die Idee kam, doch mal ein Auto w&auml;hrend einer normalen Fahrt zu testen. Das w&uuml;rde ich schon aus Neugier tun, vor allem aber um festzustellen, wie realit&auml;tsnah die Pr&uuml;fstandswerte mit wahren Werten korrespondieren \u2013 oder eben nicht. Den den Leuten ist ja nicht mit Pr&uuml;fstandswerten geholfen. EU-weite Abgasgrenzwerte, die in den St&auml;dten eingehalten werden m&uuml;ssen, resultieren ja aus realen Abgasen. Seitens der Politik hat man das einfach so hingenommen. VW muss in den Staaten Milliarden zahlen. Bei uns nichts. Sicher, wenn die Firma &uuml;berall diese Unsummen (die nicht mit dem Schaden f&uuml;r die K&auml;ufer korrelieren) zahlen m&uuml;sste, w&auml;re sie Pleite, aber das man auch deutschen K&auml;ufern zumindest eine kleine Entsch&auml;digung zusprechen k&ouml;nnte, denke ich w&auml;re durchaus m&ouml;glich gewesen.<\/p>\n<p>Das ist aber nicht die Ausnahme. Wann immer es um den politischen Einfluss geht, versteht es die Automobilindustrie ihre Forderungen durchzusetzen. Sind mal strengere europ&auml;ische Abgasgrenzwerte in der Diskussion: die deutsche Regierung legt ein Veto ein. Geht es um die Grenzwerte von ganzen Flotten so gibt es so komische Berechnungsmodelle das z.B. Elektroautos nicht nur keine Abgase emittieren, (das tun vielleicht nicht die Fahrzeuge, aber nat&uuml;rlich wird auch der Strom nicht nur aus \u201egr&uuml;ner Energie\u201c erzeugt und so m&uuml;sste man auch f&uuml;r sie zumindest die CO2-Grenzwerte festlegen, nein ein Elektrofahrzeug senkt sogar noch die Flottenwerte, weil es in einem Verrechnungsmodell einen \u201enegativen\u201c CO2-Aussto&szlig; hat. Wen wundert es da, dass in Deutschland fast die H&auml;lfte der Elektroautos von den Herstellern selbst zugelassen sind?<\/p>\n<p>Die Automobilindustrie ist zumindest in Deutschland bemerkenswert tr&auml;ge. Auch wenn ich nicht Elektroautos als die L&ouml;sung des grunds&auml;tzlichen Problems Mobilit&auml;t ansehe, so haben sie zumindest einen Vorteil: Sie verringern die Abh&auml;ngigkeit vom Erd&ouml;l, denn das ist endlich und geht von allen fossilen Brennstoffen als erstes aus. De Fakto sollte die Automobilindustrie versuchen, sich von der Abh&auml;ngigkeit zu l&ouml;sen. Aber das tut sie nur halbherzig. Zum einen gibt es immer wieder experimentelle Fahrzeuge, die sehr wenig Benzin verbrauchen, wie den VW-Lupo, als \u201e3 l Auto\u201c. Aber sie schaffen es nicht in die Serienbauweise. Zum anderen ist man bei uns auch nicht so aktiv bei der Erforschung von Alternativen zum Benzin und Diesel. Mit Wasserstoff und Erdgas experimentieren unsere Autobauer schon seit Jahrzehnten. Auch hier rausgekommen f&uuml;r die Serie ist nichts. In Brasilien hat man wenigstens Ethanol als Treibstoffzusatz etabliert. Anders als bei den bei uns &uuml;blichen Estern von Fetts&auml;uren hat Ethanol andere chemische Eigenschaften und der Motor muss angepasst werden. Ethanol k&ouml;nnte man sp&auml;ter aus Biomasse gewinnen.<\/p>\n<p>Allerdings w&auml;re es zu einfach, nur der Industrie die Schuld zuzuschreiben. Mit Schuld sind auch St&auml;dte und Verbraucher. Der Verbraucher, weil er mit seiner Kaufentscheidung die Automobilindustrie pr&auml;gt. Auch wenn man davon absieht, das viele der \u201eNiedrigenergiefahrzeuge\u201c so teuer sind, das man den Aufpreis meist nicht &uuml;ber die Lebensdauer wieder hereinholt, k&ouml;nnte der Verbraucher auch so die niedrig motorisierten Modelle ejr Linie kaufen. Das w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass die Automobilindustrie mehr Varianten mit weniger anstatt mehr Leistung auf den Markt bringt. Schlie&szlig;lich reagiert sie auf die Nachfrage. Gerade das Gegenteil ist der Fall: Seit Jahrzehnten steigt die durchschnittliche PS-Zahl von Fahrzeugen. Nicht nur in einer Modellreihe, sondern auch im Durchschnitt. Alleine in den letzten 10 Jahren ist die durchschnittliche Motorleistung von 100 auf 125 PS <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/motor\/news\/article157199491\/Pkw-Motorleistung-in-Deutschland.html\">gestiegen<\/a>.<\/p>\n<p>Doch ist daran nur die Automobilindustrie schuld? Nein denn die Fahrzeuge m&uuml;ssen ja auch gekauft werden. Die Leute kaufen eben Autos mit immer mehr PS. Ich sehe auch immer mehr gr&ouml;&szlig;ere Autos, egal ob Kombis oder SUV auf den Stra&szlig;en. Selbst ein Neubaugebiet, in dem ein Stellplatz pro Wohnung vorgeschrieben ist, ist bei uns zu geparkt, teilweise beidseitig: es gibt mehr Autos als F&uuml;hrerscheininhaber, und da die meisten Erwachsene einen F&uuml;hrerschein haben, kann man von einem Auto pro Erwachsener ausgehen und davon gibt es eben in der Regel zwei pro Wohnung. Im wesentlichen gehen die \u201emehr PS\u201c f&uuml;r mehr Masse drauf. Selbst wenn die theoretische H&ouml;chstgeschwindigkeit steigt, wo bitte kann man die noch erreichen? Selbst auf einem Drittel der Autobahnen gibt es inzwischen Geschwindigkeitsbeschr&auml;nkungen.<\/p>\n<p>Ein zweiter Anlass sind die nun erlassenen Ma&szlig;nahmen gegen den Feinstaub in Stuttgart. Auch wenn sich Satiriker gerne &uuml;ber Stuttgart lustig machen: Das Problem ist nicht, dass es zu viele Autos oder zu dreckige beim Daimlerstandort gibt. Es ist die Lage von Stuttgart in einem Talkessel, 150 m unterhalb der Filderebene. Das unterscheidet Stuttgart von jeder anderen Gro&szlig;stadt in Deutschland. So ist der Luftaustausch behindert und bei Inversionswetterlagen, wie sie im Winter h&auml;ufig vorkommen, fast ganz unterbunden. Nun sollen nur noch Euro 6 Diesel reinfahren k&ouml;nnen. Das erbost viele, weil selbst zwei Jahre alte Diesel nur die Euro 5 Norm erf&uuml;llen. Beim Z&auml;hlen von Plaketten bei den Reihen geparkter Autos fand ich nicht mal diese von etwa 100 Autos hatte nur eines keine Euro 4 Plakette, die Ausnahme war dann auch ein Euro 3 Fahrzeug. Aber vorher hat man es zwei Jahre lang mit freiwilligen Aufrufen versucht. Resultat: gleich Null. Auch hier: Es liegt an den Leuten, die offensichtlich nicht ohne Zwangsma&szlig;nahmen auf ihr Auto verzichten.<\/p>\n<p>Mein aktueller Anlass f&uuml;r den (nicht so neuen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2016\/04\/27\/die-deutsche-automobilindustrie\/\">Blog<\/a>) ist ein Gesetz, das gerade erarbeitet wird. Es geht um die Autonomit&auml;t von Fahrzeugen. Experimentell erprobt k&ouml;nnte sie bald Realit&auml;t werden. Fahrzeuge de sich selbst steuern. Nun gibt es dann bei einem Unfall die Haftungsproblematik. Wie nicht anders zu erwarten setzt die Automobilindustrie ihre Vorstellung durch: Bei einem Ausfall des Systems soll der Fahrer \u201eunverz&uuml;glich\u201c reagieren. Die Frage ist nun, was &#8222;unverz&uuml;glich&#8220; ist. Wenn ich das so interpretiere, wie das die Gerichte bisher bei Unf&auml;llen machen, mit dem Konzept der Schrecksekunde\u201c dann wird das herausfordernd. Man hat ja anders als sonst nichts mehr aktiv zu tun. Man m&uuml;sste also die ganze Zeit aktiv den Verkehr beobachten, ohne selbst gefordert zu sein. Selbst wenn jemand nicht die Zeit anders n&uuml;tzt, um sich mit dem Beifahrer zu unterhalten, zu telefonieren, surfen oder etwas zu essen wird das schon nach einigen Minuten schwer. Ich halte es f&uuml;r realit&auml;tsfern. Vor allem habe ich Zweifel, ob solche Systeme wirklich so funktionieren wie gedacht. Sie m&uuml;ssen schlie&szlig;lich jede Situation und sei sie auch noch so unerwartet oder seltsam beherrschen. Jedes System ist aber nur so gut wie die Programmierung und ich kann mir nicht vorstellen, dass man alles einprogrammiert hat, was passieren kann. Der Mensch mag langsamer sein, aber er ist ungleich flexibler als ein Computersystem. Eine Parallele sind die Mechanismen, die wir uns f&uuml;r die Abschaltung von Atomkraftwerken in Havarief&auml;llen ausgedacht habe. Die haben schon zweimal versagt und ich wette, sie sind besser durchdacht als Systeme f&uuml;r das autonome Fahren und die Zahl der Probleme ist kleiner. Man kann es auch nicht mit anderen Systemen vergleichen wie beim Fliegen. Wenn dort der Autopilot versagt hat man Minuten, bevor das Flugzeug abst&uuml;rzt und wenn ein Flugzeug von der &#8222;Luftstra&szlig;e&#8220; abweicht, prallt es auch nicht in die Leitplanke oder f&auml;hrt gegen ein Haus.<\/p>\n<h3>Die Zukunft<\/h3>\n<p>Wie w&uuml;rde ich die Zukunft von Politik und Automobilindustrie sehen? Die Politik, indem sie durch gesetzliche Vorschriften die Industrie dr&auml;ngt, ihre Produkte zu verbessern. Das Erste war eine Geschwindigkeitsbegrenzung f&uuml;r die Autobahnen. Die gibt es bei jedem anderen Land in Europa, wahrscheinlich sogar bei den meisten auf der Welt. Eine Beschr&auml;nkung auf 120 km\/h tr&auml;gt auch der Realit&auml;t von vollen Autobahnen Rechnung. Vielleicht beginnt dann auch das Umdenken bei den K&auml;ufern, die sich dann &uuml;berlegen ob sie ein Auto mit 200 km\/h Spitze brauchen.<\/p>\n<p>Das zweite w&auml;re der Ausbau des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs und auch &uuml;berregionalen Verkehrs. Eine k&uuml;rzere Taktung und gr&ouml;&szlig;ere Reichweite. Gerade am letzten hapert es: Ich wohne auf der Filderebene, 12 km von Stuttgart und 5 km von Esslingen entfernt. Zu beiden Orten komme ich direkt, nach Stuttgart aber erst durch den Ausbau der Stra&szlig;enbahn vor 10 Jahren. Vorher, als ich noch studierte, musste ich zweimal umsteigen, um zur Uni zu kommen, und war &uuml;ber eine Stunde unterwegs. Heute ginge es 30 Minuten schneller und mit nur einem Umstieg. Doch schon einen Ort weiter ist es nur noch eine Verbindung zur Au&szlig;enwelt und einen weiteren Ort weiter und man kann wirklich Probleme. Trotzdem ist mir klar wird man nicht das flache Land so versorgen k&ouml;nnen. Aber die meisten wohnen in oder in der N&auml;he von Gro&szlig;st&auml;dten und w&uuml;rden vielleicht auf ihr Auto verzichten, wenn der &Ouml;PNV wirklich eine attraktive Alternative w&auml;re. Das Zweite ist der &uuml;berregionale Verkehr. Der wird nun noch vor allem der Bahn bedient, die bundeseigen ist. Also ideale Voraussetzung, um hier was zu tun. Es g&auml;be viel zu tun. Das Erste w&auml;re mal das sie p&uuml;nktlich ist. Denn, wenn ich eine Stunde warten muss, weil ich den Anschluss vers&auml;umt habe, dann n&uuml;tzen mir auch Schnellbahnstrecken nichts. Das Zweite ist die Preispolitik. In meinen Augen muss hier etwas getan werden. Es kann nicht sein, das ein Bahnticket teurer als ein Flugticket f&uuml;r die gleiche Strecke ist. Daneben sollte die Politik nicht Elektroautos f&ouml;rdern, die in meinen Augen keine L&ouml;sung f&uuml;r das Problem sind \u2013 auch hier wird 1 t Automasse bewegt, um 100-200 kg Personen mit Gep&auml;ck zu transportieren. Das ist &ouml;kologischer Wahnsinn. Gebt eine Pr&auml;mie f&uuml;r Elektrofahrr&auml;der oder Elektroroller. Die gibt es sicher auch mit Dach f&uuml;r schlechtes Wetter, zumindest im Fernsehen habe ich solche Dinger schon gesehen.<\/p>\n<p>Das Umdenken muss aber bei den Leuten beginnen. Wenn ich davon ausgehe, das die meisten Fahrten zur Arbeit gehen, und das tun viele zur gleichen Zeit, so kann man ein Auto teilen. Heute im Zeitalter des Internets m&uuml;sste das kein Problem sein. Meine Idee: Man legt f&uuml;r jede Stadt definierte Zu-\/Ausstiegsstationen im Abstand von 1 km fest (maximal 500 m oder 10 Minuten zu Fu&szlig; von jeder Wohnung aus erreichbar). &Uuml;ber eine App kann man dann mit seinem Smartphone angeben, wann man bei einem solchen Punkt starten m&ouml;chte und wohin. Jeder, der in diese Richtung f&auml;hrt und zeitlich den Punkt erreichen k&ouml;nnte bekommt das dann als Meldung eingeblendet und der Erste, der den &#8222;Auftrag&#8220; annimmt und am n&auml;chsten ist, bekommt den Auftrag. F&uuml;r die Bef&ouml;rderung kann man ein festgelegtes Kilometergeld festlegen. Das h&auml;tte zwei Vorteile: Vor allem im Berufsverkehr funktioniert es gut, viele fahren da in die gleiche Richtung. Das entlastet den &Ouml;PNV. Der auch flexibler sein kann z.B. in Zeiten, in denen nicht so viel los ist, kleinere Busse oder einen Wagen weniger bei der Stra&szlig;enbahn nimmt. Wahrscheinlich wird bei Pendlern, die ja meist feste Arbeitszeiten haben, es bald so sein, dass sich hier feste Paare finden, also Leute, die zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung m&uuml;ssen. Die brauchen dann auch keine App mehr.<\/p>\n<p>Anstatt, dass die Politik autonome Fahrsysteme f&ouml;rdert oder zul&auml;sst, sollte sie das Kolonnenfahren f&ouml;rdern. Dabei f&auml;hrt im ersten Auto jemand aktiv, die anderen werden computergesteuert an dieses erste herangefahren und sie tauschen sich &uuml;ber Aktionen (z.B. Bremsen aus) und k&ouml;nnen so synchron reagieren. Als Vorteil kann man die Distanzen stark verringern und im Windschatten des ersten Fahrzeugs fahren und so Sprit sparen. Zudem sinkt die Gefahr von Staus die vor allem, das zeigen Simulationen durch unterschiedliche Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer entstehen.<\/p>\n<p>In meiner Vision benutzt man das Auto nur noch wenn man wirklich weite Strecken zur&uuml;cklegt die nicht in einer Gro&szlig;stadt oder Ballungsgebiet enden also typischerweise im Urlaub oder man braucht es beruflich als Vertreter oder &auml;hnliche Berufsgruppen. Aber beim \u201enormalen\u201c heutigem Autobesitzer, wird wenn man das umsetzt was ich beschrieben habe es vielleicht einen Punkt geben, wo er eine Rechnung aufmacht: so und so oft brauche ich ein Auto und so viel kostet mich das pro Jahr. Lohnt sich das. Vielleicht geben dann einige das Auto auf. Allerdings, ich glaube nicht, dass es die Mehrheit wird \u2013 zur Freude der Automobilindustrie, denn schon heute haben ja viele mehr als ein Auto und mehr als ein Auto kann man physikalisch nicht zur gleichen Zeit fahren. So kostet das Zweite nur, und zwar nicht nur in der Anschaffung, sondern laufend: KFZ-Versicherung, Zulassung, T&Uuml;V. Trotzdem haben die Leute schon heute mehr als ein Auto. Daher: Aussterben wird die Automobilindustrie nicht. Gerade dieses Verhalten wird aber wahrscheinlich auch daf&uuml;r sorgen, dass diese autonomen Fahrsysteme sich nicht auf breiter Front durchsetzen werden. Die Leute wollen ja selbst fahren, sonst k&ouml;nnten sie schon heute oft Alternativen nutzen die bequemer sind und zumindest in Gro&szlig;st&auml;dten auch oft Zeit sparen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Solange die Automobilindustrie aber weiter Stahlmonster mit Hunderten von PS baut eminent sie mich an eine Szene aus einem Spielfilm \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Geld_anderer_Leute\">Das Geld anderer Leute<\/a>\u201c aus dem Jahre 1991. In dem Spielfilm spielt Danny de Vito einen Corporate Raider, also jemand, der andere &Uuml;bernehmen feindlich &uuml;bernimmt und zerschl&auml;gt, um die Verm&ouml;genswerte zu verkaufen, ganz im Sinne der reaganschen Politik der Gier. Es gibt da eine Szene in der Danny de Vito eine Rede vor den Aktion&auml;ren h&auml;lt. Er sagt, dass es vor 100 Jahren mal unz&auml;hlige Unternehmen gab, die Pferdekutschen gab. Sie alle sind vergangen und das Letzte hat sicherlich die besten Pferdekutschen gebaut, die es jemals gab. Aber sie haben sich dem Fortschritt nicht angepasst und sind Konkurs gegangen. Genau an das erinnert mich die deutsche Automobilindustrie. Sie ist nicht wirklich innovativ. Sie sorgt durch Schummelsoftware oder politische Aktionen, dass ihre mangelnde Innovation keine negativen Konsequenzen hat und wenn sie innovativ ist, dann vor allem im elektronischen Bereich. Der stammt aber von Zulieferern.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/f5ffc8db5d4c4f749faa8cb146c25b2c\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der Bankenkrise 2008 scheinen die Banken frei Hand zu haben. Sie werden mit Steuermittel gerettet, weil sie \u201esystemrelevant\u201c werden und sie scheinen so einflussreich zu ein, das nicht mal nach der Bankenrettung Gesetze erlassen wurden, die einen solchen Crash wieder verhindern. Doch ich denke, Deutschland ist viel st&auml;rker im Griff der Automobilindustrie. 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