{"id":12439,"date":"2017-03-25T19:38:04","date_gmt":"2017-03-25T18:38:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12439"},"modified":"2017-03-25T19:38:04","modified_gmt":"2017-03-25T18:38:04","slug":"der-jupiter-kommunication-orbiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/03\/25\/der-jupiter-kommunication-orbiter\/","title":{"rendered":"Der Jupiter Kommunikations-Orbiter"},"content":{"rendered":"<p>Das Nachdenken &uuml;ber \u201eGalileo 2\u201c brachte mich auf den heutigen Blog. Damals war einer der Vorschl&auml;ge als man die Hauptantenne nicht ausfalten konnte einen Kommunikationssatelliten hinterher zu schicken. Man hat es nicht weiter verfolgt. Aus naheliegenden Gr&uuml;nden. Wenn der Kommunikationsorbiter die F&auml;higkeiten von Galileo haben, sollte dann k&auml;me nur ein Satellit mit derselben Hauptantenne infrage also ein TDRS. Doch der wiegt genauso viel wie Galileo selbst. Die Sonde br&auml;uchte also wiederum 7 Jahre, um Jupiter zu erreichen \u2013 wenn man ein geeignetes Startfenster findet. Galileo hatte schlie&szlig;lich auch noch drei Vorbeifl&uuml;ge zu absolvieren. Zudem setzt er auch denselben Antennentyp ein, das Entfalten h&auml;tte also auch da nicht klappen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Nun sind zwei Missionen zu Jupiter geplant. Brauchen die einen Kommunikationsorbiter? Eigentlich nicht. Beide Missionen haben ihr eigenes Kommunikationssystem. Aber wenn man es genauer anschaut, dann schon. Der wichtigste Grund: JUICE und Europa Clipper werden viele Man&ouml;ver im Jupitersystem durchf&uuml;hren. Das ist ein Unterschied zu Galileo, wo es nur kleine Kurskorrekturen gab. JUICE will schlie&szlig;lich in eine Umlaufbahn um Ganymed einschwenken und Europa Clipper 45 Vorbeifl&uuml;ge an Europa durchf&uuml;hren. Damit die in einer tolerierbaren Zeit m&ouml;glich sind, muss auch hier der Kurs massiv ge&auml;ndert werden. Der Preis: Die Raumsonden bestehen gr&ouml;&szlig;tenteils aus Treibstoff. Bei <a href=\"https:\/\/www.cosmos.esa.int\/documents\/529384\/555314\/Poster_JUICE_Water_Conference_April2016.pdf\/ddf98e7c-4b7b-4493-8ef4-b21d97d06bde\">JUICE<\/a> betr&auml;gt die Trockenmasse 1800 kg, die Startmasse 5.264 kg. Bei <a href=\"https:\/\/solarsystem.nasa.gov\/europa\/docs\/Europa%20Clipper%20Info%20Sheet%2020130903.pdf\">Europa Clipper<\/a> sieht es g&uuml;nstiger aus: 3.254 kg Start und 2.072 kg Trockenmasse. Doch beide Raumsonden haben nur kleine Sendeantennen. Es gibt dazu Gr&uuml;nde. Zum einen erh&ouml;hen gro&szlig;e Antennen nat&uuml;rlich das Gewicht. Beide haben massive Antennen. Das Zweite sind die Sender. Sie haben einen hohen Stromverbrauch. Bei einem Wirkungsgrad von 30-40 % braucht ein 30-Watt-Sender eine Eingangsleistung von 80 \u2013 90 Watt, was bei Juno schon ein F&uuml;nftel der Gesamtenergie ist.<\/p>\n<p>Die Idee: Man strippt die Sendesysteme der beiden Sonden herunter und spart so Gewicht. Stattdessen baut man einen (relativ) einfach gebauten Satelliten, der immer in sicherer Entfernung von Jupiter bleibt. Er empf&auml;ngt die Signale und hat eine gro&szlig;e Sendeantenne und kann sie dann zur Erde &uuml;bertragen. In sicherer Entfernung (jenseits von 17 Jupiterradien = 1.213.600 km) ist die Strahlenbelastung so klein, dass man dort lange einen Satelliten betreiben kann. Wahrscheinlich l&auml;nger als die beiden Raumsonden, sodass er auch f&uuml;r zuk&uuml;nftige Missionen zur Verf&uuml;gung steht.<!--more--><\/p>\n<h3 class=\"western\">Design<\/h3>\n<figure style=\"width: 581px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium\" src=\"\/img\/jupiter-iosationdosis.png\" width=\"581\" height=\"375\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Totale Ionisationsdsis als Funktion des Abstandes<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich z&auml;ume das Pferd mal von hinten auf und beginne mit dem Orbiter und untersuche erst dann die Auswirkungen auf die beiden Missionen. Fangen wir mit der Masse an. Ein erster Ansatzpunkt w&auml;re Galileo ohne Stromversorgung, Experimente, Antriebssystem und Hauptantenne, weil dieses alles missionsspezifisch festgelegt wird. Das sind, wenn man die konkreten Werte nimmt, dann 477 kg, in etwa das was Ende der Siebziger\/Anfang der Achtziger komplette Kommunikationssatelliten wogen, wie immerhin 4-6 Transponder hatten. Es geht durchaus kleiner: es gibt kleine Satellitenbusse und der Mars Orbiter MCO wog 338 kg trocken, ohne Antriebssystem dann um die 270 kg.<\/p>\n<p>Dazu kommt zuerst eine solare Stromversorgung, die 600 Watt bei Jupiter liefern soll (vergleichbar Galileo mit 570 Watt zu Missionsbeginn), um auch etwas st&auml;rkere Sender anzutreiben. Das entspricht mit 10% Reserve f&uuml;r die Abnahme durch Strahlung 18 kW in Erdn&auml;he, die bei ATK-Flexwings rund 90 kg wiegen. Dazu kommt ein Strahlenschutz. Wird der gleiche wie bei Juno gew&auml;hlt so addiert das weitere 30 kg.<\/p>\n<p>Die Antenne wird man als entfaltbare Antenne auslegen. In zivilen Programmen wird so etwas seit Galileo nicht mehr eingesetzt, doch letztes Jahr startete der f&uuml;nfte milit&auml;rische <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mobile_User_Objective_System\">MUOS<\/a>-Satellit mit einer <a href=\"http:\/\/www.spaceref.com\/news\/viewpr.html?pid=47250\">14 m gro&szlig;en entfaltbaren Hauptantenne<\/a>. Harris, der Hersteller, hat solche Antennen bis zu einer Gr&ouml;&szlig;e 22 m und ausgelegt auch f&uuml;r das Ka-Band. Das bietet mehrere Vorteile. Zum einen erlaubt das Ka-Band bei 30-32 GHz einen hohen Datentransfer zwischen den beiden Satelliten. Im Einsatz f&uuml;r den Downlink nutzt man es wegen der Wetterabh&auml;ngig bisher noch kaum. Dabei kann es theoretisch bei gleicher Sendest&auml;rke in etwa die 13-fache Datenrate gegen&uuml;ber dem X-Band bei 8,4 GHz &uuml;bertragen. Zum Zweiten liefert eine so gro&szlig;e Antenne sowohl eine gro&szlig;e Datenrate zur Erde wie auch von \/ zur Sonde.<\/p>\n<p>Ich habe mich bei der Gr&ouml;&szlig;e auf 12-14 m beschr&auml;nkt, da eine solche Antenne schon im Weltraumeinsatz ist. Die Daten habe ich von einem Programm der ESA &uuml;bernommen, dort wiegt eine <a href=\"http:\/\/www.kiss.caltech.edu\/workshops\/apertures2008\/talks\/santiagoprowald.pdf\">12 m Antenne 220 kg<\/a>. Dies schlie&szlig;t auch die Entfaltungsmechanismen ein, ohne diese erreichen \u201eMesh-Antennen\u201c ein Gewicht von 0,37 kg\/m\u00b2, w&uuml;rden bei 113 m\u00b2 also nur 42 kg wiegn.<\/p>\n<p>Damit h&auml;tte man eine Masse von 787 kg f&uuml;r den Satelliten ohne Antriebssystem.<\/p>\n<p>Das Antriebssystem ist der n&auml;chste Punkt. Der Kommunikationsorbiter landet in einem hochelliptischen Anfangsorbit wie alle Raumsonden. Um die Strahlungsbelastung zu minimieren, sollte dieser relativ hoch liegen. Galileo bekam ein Drittel der Gesamtdosis beim Einschenken in den Orbit ab, als es sich bis auf 285.000 km dem Planeten n&auml;herte. Neben dem dV Budget spielt dabei auch die Ann&auml;herungsgeschwindigkeit eine rolle. Bei einem klassischen Hohmann Transfer sind es 5,7 km\/s relativ zu Jupiter. Je h&ouml;her das Perihel ist desto kleiner ist die Ann&auml;herungsgeschwindigkeit. Ist das Perijovium hoch genug, so kann auch eine Anhebung der Perijoviums entfallen. Wenn ich als Kriterium ansetze, das die Strahlenbelastung nicht h&ouml;her als beim GEO sein sollte und die Abschirmung durch die Struktur zu 2 mm Aluminium ansetze, so sollte nach der zweiten Abbildung die Belastung kleiner als 6 krad sein (entspricht bei einer Strahlentoleranz von 100 krad, wie es heute bei Prozessoren Standard ist einer Betriebsdauer von 20 Jahren). Nach der Grafik und ebenfalls 2 mm Anschirmung entspricht das einer Entfernung von 16 Jupiterradien, wobei die Sonde im Mittel weiter entfernt w&auml;re. Ich lege es zuerst nicht fest, sondern werde es als Restmasse der Differenz der Startmasse und des bekannten Orbiters mit 787 kg und dem folgenden Ionenantriebssystem festlegen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Das Ionenantriebssystem<\/h3>\n<figure style=\"width: 671px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium\" src=\"\/img\/geo-tid.png\" width=\"671\" height=\"383\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">TID im GEO abh&auml;ngig von Abschirmung<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich habe das Pferd rechentechnisch r&uuml;ckw&auml;rts aufgez&auml;umt, das hei&szlig;t, ich gehe von einem gegebenen Startgewicht aus und rechne dann, aus was noch beim Jupiter ankommt. Ich habe im ersten Ansatz ein hypothetisches Ionentriebwerk mit einem spezifischen Impuls von 30.000 m\/s und 2,5 kW Leistung und einem elektrischen Wirkungsgrad von 70% zugrunde gelegt (116,7 mN Schub, 3,89 mg\/s Treibstoffverbrauch). Die Sonde wird von einer Sojus in einen GTO transportiert. Die Nutzlast der Sojus in den GTO betr&auml;gt 3.240 kg. Nach 164 Tagen wird die Fluchtgeschwindigkeit &uuml;berschritten. Die Sonde wiegt nun noch 2.854 kg. Nach 1 Jahr 29 Tagen hat die Sonde dann auch die &Uuml;bergangsbahn zu Jupiter erreicht: 241 x 780 Mill. km. Restmasse 1.927 kg. Nimmt man 30 kg Restxenon f&uuml;r folgende Korrekturen und ein Masseverh&auml;ltnis von 6:1 f&uuml;r die Xenondruckgastanks, so wiegen die Tanks 223 kg. 100 kg sollen die Ionenentriebwerke und Stromkonverter wiegen. Die Ionentriebwerke werden im Satelliten integriert, um Gewicht zu sparen, und nutzen dessen Stromversorgung.<\/p>\n<p>Nun muss in den Jupiter Orbit eingebremst werden. Bei 787 kg Trockenmasse des Orbiters ohne Antriebssystem und 323 kg f&uuml;r die Restmasse des Ionenantriebssystems, darf das mit chemischen Treibstofen arbeitende Antriebssystem dann 767 kg wiegen. Beim Start\/Trockenmasseverh&auml;ltnis von Galileo (6.12) wiegt das dann ohne Treibstoffe 125 kg. Bei einem spezifischen Impuls des aktuellen 400 N Triebwerks von Airbus von 3148 m\/s kann man dann um 1275 m\/s abbremsen. Bei einem Zielorbit von &gt;1,2 Millionen x 18 Millionen km und einer Ann&auml;herung mit 4,1 km\/s muss man sich dem Planeten nicht mehr stark n&auml;hern. Wenn man in 1,22 Millionen km um 1037 m\/s abbremst, erreicht man die Zielbahn. Danach wird auch bei Jupiter elektrisch die Bahn ge&auml;ndert. Wenn man nur 100 Watt daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung hat und kleine Ionentriebwerke (zus&auml;tzlich) daf&uuml;r nutzt, kann man bei einem Betrieb &uuml;ber einem Drittel der Zeit pro Jahr die Geschwindigkeit um 26 m\/s &auml;ndern. Das ist ausreichend f&uuml;r die Lagereglung. In dieser komfortablen Distanz kann der Orbiter sehr lange betrieben werden. Sinnvollerweise wird man durch Vorbeifl&uuml;ge an Kallisto den Orbit auf Kallistos Orbit anheben und dann mit Ionenantrieb noch etwas weiter anheben, sodass Kallisto die Bahn nicht mehr ver&auml;ndert. Mit dem chemischen Treibstoff w&auml;re auch direkt in eine 1,9 x 18 Millionen km Bahn einschwenkbar.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Nutzen:<\/h3>\n<p>Nimmt man an das eine Raumsonde ebenfalls maximal 18 Millionen km sich von Jupiter entfernt (entspricht einem 180 Tage Orbit, dem ersten Orbit von Galileo) so betr&auml;gt die Distanz maximal 36 Mill. km. Zur Erde sind es dagegen maximal 930 Mill km. Vergleichen mit einer 70-m-Antenne w&uuml;rde also eine 12-m-Antenne im Satelliten die 19,6-fache Datenrate empfangen k&ouml;nnen oder eine Sendeantenne w&auml;re entsprechend kleiner, eine 1 m gro&szlig;e Antenne w&auml;re also so effizient wie eine 4,4 m Antenne zur Erde. Beim Vergleich mit Europas (kleineren) 35 m Antennen wird es noch drastischer. JUICE hat z.B. eine 3,1 m gro&szlig;e HGA die sollte 50 kbit\/s zur Erde &uuml;bertragen. Eine nur 1 m gro&szlig;e Antenne w&uuml;rde bei derselben Empfangsst&auml;rke mindestens die 5,1-fache Datenrate &uuml;bertragen. Sinkt die Distanz auf maximal 20 Millionen km, wie es im Endorbit um Ganymed der Fall ist, so ist es sogar die 16,5 fache Datenmenge. Der Vorteil: <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Admin\/Downloads\/JUICE_Red_Book_i1.0.pdf\">JUICE<\/a> kann so viel Leistung bei den Sendern sparen und die Antenne kann auch leichter sein. JUICE hat einen 52 Watt TWTA f&uuml;r das X-Band. Bei rund 40% Effizienz belastet der das Strombudget mit 130 Watt bei 900 Watt Gesamtleistung. Ein 10 Watt Sender w&uuml;rde zum Kommunikationsorbiter ausreichen \u2013 100 Watt oder ein Neuntel der Stromversorgung k&ouml;nnten eingespart werden (beim Gewicht der Arrays von Juno (340 kg f&uuml;r 450 Watt bei Jupiter) sind das 75 kg, dazu kommen noch 20 kg f&uuml;r die kleinere Hauptantenne und auch noch ein unbestimmbarer Anteil am Gewicht der Verst&auml;rker die bei 10 Watt auch weniger Wiegen als 57 Watt Sender. Man k&ouml;nnte die X-Band Sender sogar ganz weglassen und nur das Ka-Band nutzen &#8211; es wird im freien Raum ja nicht im Empfang beeintr&auml;chtigt und die Datenrate w&uuml;rde nochmals um den Faktor 15 ansteigen. Die rund 100 kg klingen nach wenig, doch da ohne Antriebssystem nur 1100 kg der Sonde nichts mit Antrieb zu tun haben bedeuten diese 100 kg eine Reduktion der Startmasse um ein Neuntel \u2013 damit k&ouml;nnte man die Reisezeit mit f&uuml;nf fly-Bys deutlich verk&uuml;rzen.<\/p>\n<p>Sinnvollerweise wird man, weil der Kommunikationsorbiter auch ausfallen kann, die Architektur der Sonde nicht ver&auml;ndern, aber die gr&ouml;&szlig;ere Sendeantenne des Orbiters nutzen. Sie ist viermal gr&ouml;&szlig;er als die von JUICE, was die 16-Fache Datenrate bei gleicher Sendest&auml;rke bedeutet das die Sonde mit 800 anstatt 50 kbit senden kann, was da sie Sonde abbildendes SAR und hochaufl&ouml;sende Kameras mit hohen Datenraten hat nicht unwillkommen ist. Trotzdem gibt es einen Nutzen, da man zum Kommunikationsorbiter im Ka-Band senden kann und so weniger Strom ben&ouml;tigt (Sonde kann l&auml;nger arbeiten oder hat mehr Strom f&uuml;r Experimente zur Verf&uuml;gung) und der Anteil der Sendezeit an der Gesamtzeit kleiner ist, also mehr Zeit f&uuml;r Experimente zur Verf&uuml;gung steht. Zusammen mit der gr&ouml;&szlig;eren Datenrate erh&auml;lt man so mehr Resultate.<\/p>\n<p>Da man etwas mehr chemischen Treibstoff als ben&ouml;tigt hat (rund 87 kg sind als \u201eRest\u201c verf&uuml;gbar, w&auml;re es am besten, wenn man dieses auf den Bedarf auslegt (1100 m\/s Korrekturkapazit&auml;t reichen bei 1037 m\/s nomineller Abbremsung aus) und die 87 kg anders nutzt. Ich w&uuml;rde f&uuml;r 37 kg f&uuml;r drei Experimente nehmen die keine r&auml;umliche Ausrichtung ben&ouml;tigen, da die Sonde sich dauernd nach den Raumsonden \/ zur Erde drehen muss) das w&auml;ren Teilchendetektoren, Plasmaantennen und Magnetfeldsensoren. 50 kg w&uuml;rde ich in die Solarpaneele stecken, damit man schneller zu Jupiter kommt, denn das dauert 9 Jahre, 213 Tage. Bei 50 kg mehr f&uuml;r die Solarzellen sind es nur 6 Jahre 266 Tage und auch die Erde verl&auml;sst man schneller. Auf h&ouml;her spezifische Impulse habe ich zugunsten der Reisezeit verzichtet, die jetzt schon mit Verlassen der Erde bei &gt; 8 Jahren liegt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Zusammenfassung<\/h3>\n<p>Hier die Daten des Orbiters:<\/p>\n<table cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"128*\" \/>\n<col width=\"128*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"50%\">Parameter<\/th>\n<th width=\"50%\">Wert<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Orbiter Trockenmasse ohne Antenne und Antriebssystem und Solarzellen<\/td>\n<td width=\"50%\">477 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">12 m Antenne<\/td>\n<td width=\"50%\">220 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Solarzellen f&uuml;r 25,5 kW bei der Erde<\/td>\n<td width=\"50%\">170 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Strom bei Jupiter<\/td>\n<td width=\"50%\">940 Watt<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Experimente<\/td>\n<td width=\"50%\">37 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Chemisches Antriebssystem<\/td>\n<td width=\"50%\">679 kg mit, 112 kg ohne Treibstoff<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Ionenantriebssystem<\/td>\n<td width=\"50%\">1.657 kg mit, 333 kg ohne Treibstoff<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Gesamtmasse:<\/td>\n<td width=\"50%\">3.240 kg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ein Kommunikationsorbiter br&auml;chte eine deutliche Erh&ouml;hung der Datenrate und damit auch des wissenschaftlichen Nutzens der beiden geplanten Sonden. In dem Orbit ist die Strahlenbelastung gering und er k&ouml;nnte genauso lange wie geostation&auml;re Satelliten betrieben werden (bei 5 krad\/Jahr etwa 20 Jahre). Damit st&auml;nde er auch zuk&uuml;nftigen Programmen zur Verf&uuml;gung.<\/p>\n<p>Die Kostenabsch&auml;tzung ist schwierig, doch der erste Kommunikationssatellit den die Falcon 9 startete kostete 200 Millionen Dollar. 100 Millionen f&uuml;r einen Sojus Start und die Ionenantriebe und weitere 100 Millionen f&uuml;r Modifikationen wie Antenne, Solararrays und die Missionsdurchf&uuml;hrung halte ich f&uuml;r angemessen. Das w&auml;re die H&auml;lfte der Projektkosten von JUICE, und w&uuml;rde f&uuml;r einen moderaten Preis dessen Nutzen deutlich erh&ouml;hen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/7194db55441d4ff3a5114405355477e7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Nachdenken &uuml;ber \u201eGalileo 2\u201c brachte mich auf den heutigen Blog. Damals war einer der Vorschl&auml;ge als man die Hauptantenne nicht ausfalten konnte einen Kommunikationssatelliten hinterher zu schicken. Man hat es nicht weiter verfolgt. Aus naheliegenden Gr&uuml;nden. 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