{"id":12627,"date":"2017-07-06T00:18:16","date_gmt":"2017-07-05T22:18:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12627"},"modified":"2017-07-05T23:32:44","modified_gmt":"2017-07-05T21:32:44","slug":"die-verlierer-der-pc-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/07\/06\/die-verlierer-der-pc-revolution\/","title":{"rendered":"Die Verlierer der PC-Revolution"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag Abend kam im Ersten recht sp&auml;t \u201e<a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Silicon-Valley-Revolution\/Das-Erste\/Video?bcastId=799280&amp;documentId=44080482\">Die Silicon Valley Revolution<\/a>\u201c. Ich liebe ja die PC-Geschichte, zumal ich einen guten Teil davon miterlebt habe. Das war schlussendlich auch der Antrieb f&uuml;r mich selbst ein Buch dar&uuml;ber zu schreiben. Also habe ich mir auch diese Dokumentation angesehen. Sie ist allerdings nicht ganz nach meinem Geschmack. Es geht eigentlich nicht so sehr um die PC-Geschichte. Die Sendung ist daf&uuml;r zu weit gefasst. Sie beginnt mit der Hippiegeneration in den sp&auml;ten Sechzigern und endet heute. Obwohl es 90 Minuten sind, ist das zu lang, zumal die Sendung zum gr&ouml;&szlig;ten Teil aus Interviews besteht, bei denen jeder Teilnehmer mit einem Polaroid vorgestellt wird, was Zeit schindet. Auff&auml;llig f&uuml;r mich war, das ich die meisten Interviewpartner nicht kannte. Wer dabei war, und den ich kannte, der war \u201ezweite Garde\u201c, also mir sagt der Name was, ich vermute aber 90 % der Blogleser nichts. Die verbinden die PC-Revolution mit wenigen bekannten Namen wie Bill Gates, Stephen Wozniak oder Steve Jobs.<\/p>\n<p>Was mir so im Laufe der Sendung auffiel, ist das alle aus der \u201ezweiten Garde\u201c nicht reich wurden, zumindest nicht so wie Bill Gates oder Steve Jobs. Das inspirierte mich zu meinem Titel, der nicht ganz so ernst gemeint ist. Ich will einige der \u201eVerlierer\u201c mal vorstellen.<!--more--><\/p>\n<h3>Ron Wayne<\/h3>\n<p>Ron Wayne ist der unbekannte dritte Gr&uuml;nder von Apple. Er arbeitete bei Atari und war mit Steve Jobs befreundet. Irgendwann kam Jobs auf Wayne zu. Stephen Wozniak arbeitete zu diesem Zeitpunkt an dem Apple I und Steve Jobs wollte den Rechner verkaufen. Wozniak wollte das nicht. Steve Jobs brachte Wayne dazu Wozniak in einem Gespr&auml;ch davon zu &uuml;berzeugen das Wagnis einzugehen und den Rechner zu verkaufen, anstatt jedem der sich f&uuml;r den Apple I interessierte die Schaltpl&auml;ne in die Hand zu dr&uuml;cken. Wozniak und Jobs gr&uuml;ndeten eine Firma, wobei Wayne 10 % bekam. Angeblich, damit er erneut als Schlichter zwilchen Jovbs und Wozniak auftreten k&ouml;nne, wie er heute sagt. Finanziell beteiligt scheint er nicht gewesen zu sein, zumindest habe ich nichts dar&uuml;ber gefunden, was mir bei Steve Jobs Gesch&auml;ftssinn etwas komisch vorkommt. Jobs schenkt keinem was, siehe auch Daniel Kottke. Schlussendlich wei&szlig; man heute das Jobs selbst Wozniak beschissen hat, als die beiden f&uuml;r Atari ein Spiel entwickelten. Wozniak die Hauptarbeit hatte, und Jobs den Gro&szlig;teil des Geldes einstrich.<\/p>\n<p>Wayne zeichnete das erste Apple logo das Newton unter dem Apfelbaum zeigt und war am Manual des Apple I beteiligt. Bald darauf erf&auml;hrt er das die junge Firma einen Kredit von 15.000 $ aufnehmen musste und Paul Tyrell, Eigent&uuml;mer der Byte-Computerkette, der die Rechner abnimmt die Rechnungen nicht zahlt. Er bekommt, weil er schon auf einem Berg Schulden sitzt, kalte F&uuml;&szlig;e und steigt schon 11 Tage nach Gr&uuml;ndung von Apple wieder aus. Er erh&auml;lt 800 Dollar f&uuml;r seinen Anteil, sp&auml;ter weitere 1.500 Dollar. Heute w&auml;re der 10% Anteil &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/apple-boersenwert-steigt-erstmals-ueber-800-milliarden-dollar-a-1146739.html\"> 80 Millairden Dollar wert<\/a>. Nach eigener Aussage hat den Ausstieg nie bereut.<\/p>\n<p>Die Geschichte geht aber noch weiter. Er verkaufte 1994 seine Ausfertigungen der Apple Vertr&auml;ge f&uuml;r einige Tausend Dollar. Der Besitzer lies sie 2011 bei Sothebys versteigern, wobei sie 1,6 Millionen Dollar einbrachten \u2013 zum zweiten Mal Pech gehabt. Hier eine etwas <a href=\"http:\/\/www.snopes.com\/third-apple-cofounder\/\">l&auml;ngere Version der Geschichte<\/a>.<\/p>\n<h3>Daniel Kottke<\/h3>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/shot0002.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"540\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">David Kottke mit dem T-Shirt &#8211; von vorne<\/figcaption><\/figure>\n<p>Daniel Kottke ist zusammen mit Bill Fernandez der erste Angestellter von Apple. Sie bauen zusammen mit Wozniak in der Garage den Apple I zusammen. 1978 nach seinem Studium wird er Apple Vollzeitmitarbeiter, doch Jobs weist ihm nur einen Platz in der Platinenfertigung zu. Er ist Mitarbeiter Nummer 12. Er bekommt aber nur den Mindestlohn von 3 Dollar pro Stunde. Als 1980 Apple an die B&ouml;rse geht, weigert sich Steve Jobs irgend einem der Mitarbeiter von seinen Aktien bzw. Optionen auch nur eine abzugeben, selbst bei den &auml;ltesten Mitarbeitern. Stephen Wozniak dachte anders. Er verkaufte an 40 der &auml;ltesten Mitarbeiter, darunter Kottke jeweils 2000 Akten zu 5 Dollar pro St&uuml;ck, das waren 10 % seines Anteils. Als Apple wenige Wochen sp&auml;ter an die B&ouml;rse ging, waren die Aktien schon 22 Dollar pro St&uuml;ck wert. Seitdem ist der Kurs um 28600 % gestiegen, die Anteile w&auml;ren heute 12,6 Millionen Dollar wert, nimmt man den B&ouml;rsenwert (es gab ja einige Aktiensplitts) so sind es sogar 660 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>So gesehen kann ich Kottkes Auftreten in der Sendung, er pr&auml;sentiert ein T-Shirt, siehe Screenshot, indem er auf die fehlenden Aktienoptionen anspielt. Aber so ist dem ja nicht. Er konnte 1\/12000 der Firma erwerben. Selbst wenn er die Aktien sofort wieder verkauft h&auml;tte, machte er einen Gewinn von 140.000 Dollar oder 340 % Gewinn.<\/p>\n<h3>Monte Davidoff<\/h3>\n<p>Was Daniel Kottke f&uuml;r Apple ist, das ist Monte Davidoff f&uuml;r Microsoft. Als Paul Allen und Bill Gates den Auftrag f&uuml;r Altair BASIC haben gr&uuml;nden sie eine Firma. Microsoft machte Bill Gates zu einem der reichsten M&auml;nner der Welt (einige Zeit lang sogar zum reichsten). Doch alleine schafften sie nicht das BASIC. Einen Teil, die mathematischen Routinen programmierte Monte Davidoff. Er studierte damals angewandte Mathematik und implementierte die Flie&szlig;kommaarithmetik, die Gates und Allens Kenntnisse &uuml;berstieg. Sie wurden sp&auml;ter in Microsoft BASIC &uuml;bernommen, das in den Achtziger auf Zig Computern eingesetzt wurde. 1977 verlie&szlig; Davidoff die Firma, beendete sein Studium, arbeitete f&uuml;r Honeywell und Tandom und HP, seit 2000 ist er selbstst&auml;ndig. Beteiligt an Microsoft wurde er nie. Ich glaube von allen hier vorgestellten ist er der Unbekannteste. Es gibt nur wenige Fundstellen von ihm im Netz. Besch&auml;mend: Selbst wenn ich meinen eigenen Namen eingebe, finde ich mehr als dreimal so viele Treffer. Das hat er nicht verdient.<\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/shot0001.png\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"540\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">David Kottke mit dem T-Shirt &#8211; von hinten<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Tim Paterson<\/h3>\n<p>1980 arbeitet Tim Paterson bei Seatlle Computer Products (SCP), eine Firma die Hardware fertigt, darunter auch neue Prozessorkarten im S-100 Bus Format mit dem 8086 Prozessor. Nur verkaufen die sich ohne Betriebssystem nicht gut. Das Standard-Betriebssystem ist CP\/M und der Hersteller Digital Research hat keine Pl&auml;ne f&uuml;r eine Version f&uuml;r den 8086, obwohl dieser abw&auml;rts kompatibel zum 8080 war. Tim Paterson kauft sich ein CP\/M 80 Handbuch und entwickelt eine eigene Version mit derselben API. Er selbst nennt das <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/qdos.shtml\">QDOS<\/a> \u2013 Quick and Dirty Operation System, weil es \u201edreckig\u201c programmiert ist und er viele Pr&uuml;fungen einfach unter den Tisch fallen l&auml;sst. Als einige Monate sp&auml;ter Microsoft den Auftrag f&uuml;r PC-DOS erhalten, kaufen die dieses QDOS von SCP, verkaufen es mit Gewinn weiter an IBM und Paterson arbeitet nun bei Microsoft an dem Betriebssystem. Erst da erf&auml;hrt er, f&uuml;r wen das Betriebssystem ist. PC-DOS kommt zwar rechtzeitig mit dem IBM PC raus, hat aber noch viele Bugs, der offensichtlichste \u2013 es nutzt von den beiden Seiten einer Diskette nur eine, obwohl die Laufwerke zwei Schiebk&ouml;pfe f&uuml;r beide Seiten haben. Sehr bald gehen bei IBM viele Fehlerberichte ein und Paterson muss nachbessern. Paterson verl&auml;sst Microsoft schon 1982, als er die fehlerkorrigierte Version 1.1 von PC-DOS \/ MS-DOS fertiggestellt hat. Er bekommt von Paul Allen eine kostenlose DOS-Lizenz geschenkt. Als es 1986 in seiner neuen Firma Falcon Technologies nicht so gut l&auml;uft, kauf Microsoft Falcon Technologies komplett auf, nur um die Lizenz wiederzubekommen \u2013 es war eine unbefristete, nicht an St&uuml;ckzahlen gebundene Lizenz f&uuml;r alle (auch zuk&uuml;nftige) Versionen von MS-DOS. Ein PC-Hersteller k&ouml;nnte mit dieser Lizenz Millionen an Lizenzgeb&uuml;hren an Microsoft sparen. Paterson bleibt bis 1998 bei Microsoft, macht sich dann erneut selbstst&auml;ndig und ist nach dem Interview derzeit Pension&auml;r (er ist nun 61) aber das scheint ihn nicht auszuf&uuml;llen und so bewirbt er sich bei Firmen, bekommt aber nach eigener Aussage keine Antwort. Auch Paterson ist eine tragische Figur, er hat MS-DOS in der ersten Version praktisch alleine entwickelt, mit dem Microsoft erst seine heutige Stellung einnehmen konnte (1980 machte Microsoft 8 Millionen Umsatz, Apple, zwei Jahre j&uuml;nger, dagegen 200 Millionen). Selbst sein Chef Brock, der ebenfalls eine Lizenz f&uuml;r DOS von Microsoft hatte, hatte diese im gleichen Jahr f&uuml;r 925.000 $ verkauft \u2013 es war ein Vergleich w&auml;hrend die Geschworenen beraten in einem Prozess, bei dem er Microsoft auf 60 Millionen Dollar verklagte, weil er die Lizenz nicht fp&uuml;r 20 Millionen Dollar an Tandy verkaufen konnte. Doch selbst Brock, Chef von SCP h&auml;tte warten sollen \u2013 zu dem Zeitpunkt stand das Votum der Geschworenen bei 8:4 zu seinen Gunsten. Doch Paterson, der MS-DOS in der ersten Version praktisch alleine entwickelt hat, verdiente an diesem nicht mit. Noch tragischer er verlie&szlig; Microsoft vor dem B&ouml;rsengang und kam nach dem B&ouml;rsengang zur&uuml;ck \u2013 bekam damit nicht mal wie jeder andere MS-Mitarbeiter Aktienoptionen.<\/p>\n<h3>Dan Bricklin und Bob Frankston<\/h3>\n<p>In der Dokumentation erscheinen auch sie als Verlierer. Bricklin und Frankston sind die Erfinder von Visicalc. Visicalc pr&auml;gte einen Begriff: den der Killerapplikation. Es war das erste Spreadsheet und erschein zuerst exklusiv f&uuml;r den Apple II, weil nur dieser Computer &uuml;ber 32 KByte Speicher verf&uuml;gte, die das Programm brauchte. Zumindest 1979 und 1980, dann gab es Visicalc auch f&uuml;r andere Computer. Visicalc ist sicher mit daf&uuml;r verantwortlich, dass in diesen beiden Jahren der Umsatz von Apple von 7 auf 200 Millionen Dollar explodierte. Der Begriff Killerapplikation sagt aus warum: Mit Visicalc konnte ein Buchhalter so viel Arbeitszeit einsparen, dass sich damit alleine der Kauf eines Personalcomputers lohnte. In den Achtziger Jahren waren Spreadsheets die Killerapplikationen schlechthin. Visicalc wurde auch gut verkauft bis 1983 waren 700.000 Lizenzen vergeben worden. Der Anfangspreis f&uuml;r Endkunden waren 99 Dollar mit einem Anteil von 35,7 Dollar f&uuml;r Bricklin und Frankston. Bei Volumenlizenzen waren es 50 % des Preises, den die Programmautoren kassierten. Sie hatten ihre Vertriebsrechte an Software-Arts abgetreten. Software Arts war eine Programmierfirma, die Vertriebsfirma Personal Software die Visicalc vertrieb machte 1983 schon 60 Millionen Dollar Umsatz. Angeblich haben Frankston und Brickllin keinen Cent davon gesehen, das erscheint doch sehr unwahrscheinlich schlie&szlig;lich haben sie &uuml;ber viele Jahre weitere Versionen f&uuml;r CP\/M und MS-DOS programmiert. Visicalc verlor ab 1984 rapide an Bedeutung als Lotos 1-2-3 erschien. Dieses Spreadsheet war deutlich schneller als Visicalc.<\/p>\n<p>Ich glaube nicht das Frankston und Bricklin Verlierer sind, das sie keinen Cent verdient haben, bezeiht sich meiner Meinung nach auf etwas anderes \u2013 als Visicalc erschien, konnte man den Algorithmus eines Programmes nicht patentieren. Das war erst 18 Monate sp&auml;ter nach einer Gesetzes&auml;nderung m&ouml;glich. So bekamen Franston und Bricklin nie Lizenzeinnahmen. Lotos war da intelligenter, sie lie&szlig;en einiges an Lotus 1-2-3 patentieren, sodass als Software Arts einen Klon namens &#8222;Ontio 2-5-9&#8220; ver&ouml;ffentlichen wollten, Lotus die erfolgreich verklagten.<\/p>\n<p>Kleine Notiz am Rande: Bevor der gro&szlig;e Run auf Visicalc einsetzte, konnte Apple die Rechte kaufen. Mike Markulla, dritter Chef neben Jobs und Wozniak, war die 1 Million Dollar die gefordert wurden zu viel. Ich denke das hat er noch bereut.<\/p>\n<h3>Ed Roberts<\/h3>\n<p>Er geh&ouml;rt eigentlich zur ersten Reihe und taucht nur heute in keiner Dokumentation auf, weil er schon verstorben ist. Aber er hat den Mikrocomputer, den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/altair8800.shtml\">Altair 8800<\/a> erfunden. Die Geschichte ist relativ lang und nimmt in meinem Buch und auf meiner Webseite ein ganzes Kapitel ein. Nur in der K&uuml;rze: Ed Roberts Firma MITS fertigt Baus&auml;tze f&uuml;r Taschen- und Tischrechner und ger&auml;t 1974 in Finanzn&ouml;te, als Texas Instruments alle Anbieter dieser Ger&auml;te preislich unterbietet. Er erf&auml;hrt vom ersten Mikroprozessor dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8080.shtml\">8080<\/a> von Intel und konstruiert als letzte Rettung f&uuml;r seine Firma einen einfachen Rechner um den Prozessor und kann seine Bank &uuml;berreden, ihm einen letzten Kredit zu geben. Der Bausatz wird in der Januar (1975) Ausgabe von Popular Electronics vorgestellt und rettet seine Firma, er bekommt bald von Tausenden von Leuten Geld zugeschickt, obwohl er erst mehrere Monate sp&auml;ter liefern kann. MITS bekommt bald Konkurrenz von Nachbauten und hat Probleme vieles, was er ank&uuml;ndigt zu liefern. Schon 1977 geht es mit seiner Firma bergab, auch weil er vers&auml;umt hat, sich der Zeit anzupassen. Im gleichen Jahr erscheint der Apple II und MITS fertigt immer noch Baus&auml;tze mit Kippschaltern und LED als Ein-\/Ausgabemedium. Er schafft aber den Absprung rechtzeitig, verkauft seine Firma f&uuml;r 2 Millionen Dollar (pers&ouml;nlicher Anteil), z&uuml;chtet einige Jahre lang Schweine und beginnt dann ein Medizinstudium um den Rest seines Lebens als Mediziner zu arbeiten.<\/p>\n<p>Richtig gescheitert ist er also nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass die 2 Millionen heute einem Wert von rund 7 Millionen Dollar entsprechen. Aber MITS h&auml;tte als die erste Firma die Industrie pr&auml;gen k&ouml;nnen, das tat Roberts nicht, zum einen, weil er seinem Konzept zu sehr verhaftet war und er alles alleine machen wollte und niemanden partizipieren lassen wollte oder auch nur delegieren konnte. Das war die Ursache f&uuml;r viele Verz&ouml;gerungen bei MITS, die erst zur Gr&uuml;ndung von Konkurrenz f&uuml;hrte (IMSAI brachte ihren 8080 heraus, weil MITS keine Altairs liefern konnte und sie f&uuml;r einen Kunden die Rechner brauchten) und er arbeitete auch nicht mit anderen Firmen zusammen so beschimpfte er Fremdhersteller als \u201eParasiten, die von seiner Idee lebten\u201c und verweigerte sich einer Standardisierung des Busysstem, das trotzdem als S-100 Bus ein Standard wurde.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zum Anfang. Wenn man nach eienr guten Dokumentation &uuml;ber den PC sucht so gibt es aktuell Geheimnisse der digitalen Revolution, Teil 3 besch&auml;ft sich mit der PC-Geschichte. 20 Jahre alt aber mit vielen &#8222;echten&#8220; Promis ist dagegen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/results?search_query=triumph+of+the+nerds\">&#8222;Triumph of the Nerds&#8220;,<\/a> die deutsche Version hie&szlig; &#8222;Unternehmen Zufall&#8220;. In den drei Teilen wird man dann wirklich gut informiert. Noch etwas mehr steht in meinem <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2tKeJpT\">Buch <\/a>drin, doch das ist nur was f&uuml;r ganz harte Typen, da muss man n&auml;mlich lesen anstatt nur Videos anzuschauen&#8230;.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/13b3dc5a289d4ea481148421ec87c8ad\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag Abend kam im Ersten recht sp&auml;t \u201eDie Silicon Valley Revolution\u201c. 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