{"id":12679,"date":"2017-07-27T10:51:57","date_gmt":"2017-07-27T08:51:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12679"},"modified":"2017-07-27T10:51:57","modified_gmt":"2017-07-27T08:51:57","slug":"die-dreistufen-loesung-fuer-den-weltraumtourismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/07\/27\/die-dreistufen-loesung-fuer-den-weltraumtourismus\/","title":{"rendered":"Die Dreistufen-L&ouml;sung f&uuml;r den Weltraumtourismus"},"content":{"rendered":"<p>Ein Gesch&auml;ftszweig, der seit Langem auf seinen Durchbruch wartet, ist der Weltraumtourismus. Erste Mitfluggelegenheiten gab es erst w&auml;hrend der Aufbauphase der ISS. Russland k&uuml;ndigte zwar an, die Mir f&uuml;r Touristen zu nutzen doch zu einer Umsetzung kam es nie. Solange die ISS nicht gen&uuml;gend Strom und Platz hatte, konnten nur zwei Astronauten auf ihr wohnen. Eine Sojus hat drei Sitze. Der Dritte wurde f&uuml;r Kurzbesuche genutzt oder f&uuml;r Touristen. Da &uuml;blicherweise die alte Besatzung erst nach der neuen zur&uuml;ckkehrte, waren so etwa 7 Tagesaufenthalte m&ouml;glich. Das ende mit dem Vollausbau der ISS 2009. Bis dahin gab es in acht Jahren acht Fl&uuml;ge von sieben Personen (Charles Simony ist zweimal geflogen). Kurzum: Das ist ein Markt, der angebotsbegrenzt ist. Ich denke es gibt mehr Interessenten als Fluggelegenheiten. Schwer also diese Vorlage als Basis zu nehmen, ob sich das Ganze lohnt.<\/p>\n<p>Nun wird der Weltraum ja schon kommerziell genutzt. Wenige Jahre nach Beginn der Raumfahrt gab es die ersten von Firmen finanzierten Kommunikationssatelliten. Seit der Jahrtausendwende ist die kommerzielle Erderkundung hinzugekommen und seit einigen Jahren auch der rein kommerzielle Start (das man mit schon existierenden und mehr oder weniger von anderen Institutionen finanzierten Raketen kommerzielle Starts durchf&uuml;hrt, gab es schon vorher). Warum also nicht auch den Tourismus kommerzialisieren?<!--more--><\/p>\n<p>Nun es gibt einige Unterschiede. Der Erste sind die Einstiegskosten. Einen kommerzieller Satellit kostet mit Start 200 bis 300 Millionen Dollar, doch eine eigene Raumstation mit Zubringerdienst? SpaceX als billiger der beiden bei CCDev gef&ouml;rderten Firmen wird &uuml;ber 3,5 Milliarden Dollar f&uuml;r die Entwicklung der Dragon erhalten (alle Aufwendungen zusammenaddiert). F&uuml;r die ersten 12 Fl&uuml;ge rechnet die NASA mit Aufwendungen von 3,4 Milliarden Dollar also 283 Millionen Dollar pro Flug. Immerhin ist das bezifferbar. Wie viel eine Raumstation ist, wei&szlig; dagegen keiner. Die einzelnen Druckmodule sind relativ preiswert, so kostet das Druckmodul f&uuml;r die Cygnus nur 20 Millionen Euro, doch man ben&ouml;tigt ja ein Umweltkontrollsystem, eine Stromversorgung, Avionik, Einrichtungen f&uuml;r die Besatzung und und und \u2026<\/p>\n<p>Kurzum: Es ist ein hohes finanzielles Risiko, wenn man alles selbst machen will, mit hohem Finanzaufwand. Auf der anderen Seite kann man aus den wenigen Fl&uuml;gen kaum ableiten, wie viele Interessenten es gibt, denn diese Investitionen m&uuml;ssen ja auch wieder durch Gewinne hereingeholt werden. Ich glaube aber es gibt einen gen&uuml;gend gro&szlig;en Markt. Es gibt <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article162642889\/Mehr-als-ein-Viertel-aller-Milliardaere-jetzt-Chinesen.html\">2257 Milliard&auml;re auf der Welt<\/a>. Wenn nur 10 % dieser einen Trip in den Weltraum machen wollen, dann sind das &uuml;ber 200 potenzielle Kunden. Ein Trip kostet derzeit 50 Millionen Dollar, so viel wurde f&uuml;r die Reise von Sarah Brightman angegeben, die ihren <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Sarah-Brightman-sagt-Flug-ins-All-ab-article15100846.html\">2015 absagte<\/a>. Nach NASA Auskunft sollen ja die kommerziellen Deinste billiger als ihre bei Roskosmos gebuchten Sitze sein, also kann man damit rechnen, dass die Preise nur f&uuml;r die Startservices sinken. Nun sind 50 Millionen f&uuml;r einen Milliard&auml;r aber nur 5% seines Verm&ouml;gens. Deutsche haben in der mittleren Altersgruppe (zwilchen 40 und 60) im Mittel etwa 100.000 Euro auf der hohen Kante. Prozentual entspricht das also, wenn jemand mit diesem Verm&ouml;gen 5000 Euro ausgibt \u2013 so viel kostet eine Luxuskreuzfahrt f&uuml;r zwei Personen oder ein Gebrauchtwagen auch und das leisten sich viele. Wenn man nach dem obigen Artikel die Milliard&auml;re 2016 ihren Reichtum um 16% steigern konnten, dann entsprechen 50 Millionen Dollar nicht mal dem Gewinn die sie durchschnittlich pro Jahr eingesackt haben. Man muss nur auch mal sehen was sich Reiche leisten \u2013 eigene Flugzeuge nicht nur kleineren Ausma&szlig;es, sondern sogar A-380, Jachten, die dreistellige Millionenbetr&auml;ge kosten, und beides wird auch nur gelegentlich genutzt bestimmt nicht h&auml;ufiger pro Jahr als die Dauer eines Trips ins All. Kurzum: ich glaube nicht, dass es an kaufkr&auml;ftiger Kundschaft fehlt.<\/p>\n<p>F&uuml;r diese Klientel spielt aber noch eine andere Sache eine Rolle. Bisher m&uuml;ssen alle Weltraumtouristen wie die Astronauten ein Basistraining im Sternenst&auml;dtchen absolvieren. Das dauert Monate. Ob dazu jeder bereit ist? Auch der Erbe eines Milliardenerbes oder ein saudischer Prinz, der es gew&ouml;hnt ist, sonst von vorne bis hinten bedient zu werden? Ich glaube das ist bisher ein gr&ouml;&szlig;eres Hindernis, als die Kosten. So verwundert es nicht, das alle bisher gestarteten Raumfahrer ihren Reichtum selbst erwirtschaftet haben. Solche Leute wissen auch das man nichts geschenkt bekommen und sich anstrengen muss und sie erachten es nicht als selbstverst&auml;ndlich von allen hofiert zu werden. Der kommerzielle Weltraumtourismus kann hier eigene Standards setzen. Wenn wirklich Fl&uuml;ge ins All Routine werden sollen, dann muss es auch so sein wie woanders: Wer einen Flug bucht oder eine Kreuzfahrt macht, bekommt eine kurze Einweisung, was im Notfall gemacht werden muss. Er muss aber weder das Flugzeug steuern k&ouml;nnen noch die Rettungsboote zu Wasser lassen. Ich sehe diesen Trend: die beiden <a href=\"http:\/\/money.cnn.com\/2017\/02\/27\/technology\/spacex-moon-tourism\/index.html\">Mondfahrer<\/a>, die n&auml;chstes Jahr mit einer Falcon Heavy starten (bei der Musk gerade mal die Erwartungen auf \u201ewenn die Rakete die Startrampe nicht zerlegt, dann w&auml;re ich schon zufrieden) <a href=\"https:\/\/spaceflightnow.com\/2017\/07\/25\/musk-sets-expectations-low-for-maiden-falcon-heavy-launch\/\">reduziert hat<\/a> werden keinen geschulten Astronauten als Kollegen haben, sondern werden passive Passagiere sein, in einem von der Bodenstation oder dem Bordcomputer gesteuerten Raumschiff \u2013 f&uuml;r die US-Raumfahrt was Neues, aber in Russland waren schon die ersten Kosmonauten in Wostok Kapseln reine Passagiere. M&ouml;glich ist das schon. Fank TDRS hat man selbst dann Funkkontakt wenn die Kapsel durch die Plasmawolke beim Weidereintritt keinen Kontakt zur Bodenstationen mehr hat. Heute experimentieren wir mit selbstfahrenden Autos, die eine viel komplexere Aufgabe l&ouml;sen m&uuml;ssen. Eine Raumf&auml;hre autonom steuern konnte Russland schon 1988 bei der Buran und die ist nicht mal wie die Kapsel selbststabilisierend.<\/p>\n<p>Doch erst mal muss man investieren und hier mein Vorschlag f&uuml;r die Umsetzung des Weltraumtourismus:<\/p>\n<h3 class=\"western\">Phase 1: Erweiterung der ISS<\/h3>\n<p>Phase 0 \u2013 G&auml;ste an Bord der ISS haben wir ja schon hinter uns. Der n&auml;chste Schritt ist auch von der NASA angedacht. Sie bietet an, kommerzielle Module aufzunehmen. Diese k&ouml;nnen dann als Behausung f&uuml;r Touristen genutzt werden. F&uuml;r den Anbieter hat das folgende Vorteile: Er muss nur das Modul mit den Einrichtungen f&uuml;r die Besatzung konstruieren. Die Stromversorgung stellt die ISS, ebenso die Versorgung mit allen G&uuml;tern und das Umweltkontrollsystem. Ebenso wenig ist eine Aufrechterhaltung der Bahn n&ouml;tig, auch das f&uuml;hrt die NASA mit der ISS selbst durch. Die Astronauten w&uuml;rden die Dragon 2 und den Starliner nutzen. Die NASA wird vier Sitze pro Transport nutzen, bleiben drei freie Pl&auml;tze in jedem Transporter f&uuml;r Touristen.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich m&uuml;sste der Anbieter der Fl&uuml;ge sich angemessen an den Kosten beteiligen. Das bedeutet mindestens die kosten f&uuml;r den Mehrverbrauch an Fracht tragen, konsequent w&auml;re es auch sich bei den Startkosten zu beteiligen (hat f&uuml;r die NASA den Vorteil das diese auf bis zu 4\/7 sinken k&ouml;nnten) und wenn die NASA ganz keck ist, auch an den langfristigen Unterhaltskosten \u2013 so muss man mal die Solararrays auswechseln, sie verlieren dauernd an Leistung and en Kosten k&ouml;nnten sich die Touristen beteiligen. Zudem k&ouml;nnten die Touristen zumindest Routinet&auml;tigkeiten durchfuhren, dann h&auml;tten die Astronauten mehr Zeit f&uuml;r die Experimente. Ich denke auch in die Forschung k&ouml;nnte man sei einbinden \u2013 es gibt ja neben komplexen Arbeiten auch da einfache Dinge zu erledigen. Dann h&auml;tten die Raumfahrtagenturen sogar einen Vorteil durch den Tourismus.<\/p>\n<p>Trotzdem ist das die billigste M&ouml;glichkeit. Wie bisher g&auml;be es zwei m&ouml;gliche Dauern eines Flugs: Entweder man ist etwa 1 Woche an Bord und fliegt mit der Besatzung nach Hause die dann zur&uuml;ckkehrt, nicht der, mit der man gekommen ist, oder man bleibt l&auml;nger Bord, wahrscheinlich 90 Tage, da die NAA vier Fl&uuml;ge pro Jahr plant. Kurzzeitig k&ouml;nnten dann bis zu 16 Astronauten an Bord der ISS sein \u2013 deutlich mehr als fr&uuml;her, man m&uuml;sste wissen ob das Umweltkontrollsystem, das schafft.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Phase 2: eigene Station, aber Shuttle Service mit der ISS<\/h3>\n<p>In Phase 2 startet der Anbieter eine eigene Raumstation, die dann autonom sein muss, also eigene Stromversorgung, Umweltkontrollsystem, Lageregelung und Bahnkorrektur, Vorratshaltung etc. beinhaltet, so wie es <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/bigelow.shtml\">Bigelow<\/a> vorhat. Wenn der Anbieter diese Station auf derselben Orbitebene wie die ISS platziert aber etwas oberhalb oder unterhalb dieser so kann man beide Stationen leicht gemeinsam versorgen. Eine Station in 456 km H&ouml;he hat z.B. eine genau um 1 Minute l&auml;ngere Umlaufszeit als die ISS. Alle 90 Uml&auml;ufe (5,7 Tage) &uuml;berholt die ISS sie dann. So gibt es alle 5,7 Tage eine Gelegenheit von der ISS zur Station oder umgekehrt zu wechseln. Es bietet sich an, zuerst die Touristen abzusetzen und dann die ISS anzufliegen. Beim R&uuml;ckflug ist es dann umgekehrt. F&uuml;r Kurzzeittrips erh&ouml;ht sich dann die Aufenthaltsdauer etwas, um mindestens zwei Tage. Eine eigene Raumstation macht aber in meinen Augen vor allem dann Sinn, wenn die Touristen dann dort l&auml;ngere Zeit sind. Sie sind aber wie in Phase 1 angebunden an den Crewwechsel der ISS, beliebige Aufenthaltsdauern gehen so nicht. Weitere Kosten kommen durch den Frachttransport: Pro Astronaut und Tag 6 Kg Verbrauchsg&uuml;ter, dazu noch Treibstoff f&uuml;r die Aufrechterhaltung der Bahn (auch daher der Vorschlag eine h&ouml;here Bahn einzuschlagen, da ist dieser geringer). In 456 km H&ouml;he kommt man mit 100 kg pro Jahr aus, wenn die Station 20 t wiegt und eine Oberfl&auml;che von 100 m\u00b2 hat (60 m\u00b2 Solarzellen, 40 m\u00b2 Station).<\/p>\n<p>Der Starliner kann nach Boeing Angaben neben Astronauten auch Fracht transportieren. Die NASA lehnte das ab, doch hier k&ouml;nnte man es nutzen, allerdings nur, wenn man nicht alle Sitze belegt. Wahrscheinlich w&auml;re es aber besser der Anbieter bucht einen eigenen Frachttransport.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Phase 3: Selbstst&auml;ndigkeit<\/h3>\n<p>In Phase drei ist der Anbieter selbst f&uuml;r seine Station verantwortlich. Er bucht dann Starts und muss selbst sehen, dass er die Kapseln voll bekommt. Rettung durch die ISS ist dann auch nicht mehr m&ouml;glich, es w&auml;re n&uuml;tzlich, wenn einer der Insassen ein ausgebildeter Astronaut ist, schon alleine um den anderen zu sagen was die im Notfall zu tun haben und um Panik zu verhindern.<\/p>\n<p>Man k&ouml;nnte gleitend in diese Phasen &uuml;bergehen, indem man erst ein Modul an die ISS ankoppelt, dieses nach einigen Jahren abkoppelt und entweder durch ein zweites mit den notwendigen Systemen erg&auml;nzt oder in der Zwischenzeit durch Versorgungsfl&uuml;ge die notwendigen Systeme in den Orbit gebracht und eingebaut hat, damit es selbstst&auml;ndig betrieben werden kann. Der &Uuml;bergang zu eigenen Starts ist dann relativ einfach. Die Chancen sind da: noch nie war die Bereitschaft seitens der NASA so gro&szlig; und noch nie gab es zwei Systeme zum Astronautentransport und vier Versorgungssysteme (nur f&uuml;r den CBM Anschluss, rechnet man die russischen Dockingadapter zu, so sind es noch drei Systeme mehr). Ich k&ouml;nnte mir auch denken, dass die Chinesen, die ja von der NASA nicht an der ISS beteiligt werden, auf die Idee kommen, dann ihre Station f&uuml;r Touristen zu &ouml;ffnen. Die beiden unterschiedlichen Dockingadapter sind nicht das Problem, die gibt es ja auch an der ISS. Eher ein Problem ist, dass die CBM nicht f&uuml;r eine aktive Ankopplung gedacht sind. Dort wird der Transporter oder das Modul mit einem Kran der Transporter manuell durch die Besatzung angekoppelt. Daher werden f&uuml;r die neuen Crew-Vehikel derzeit auch neue Kopplungsadapter IDA installiert. Dann m&uuml;sste ein Anbieter, der aber alles unterst&uuml;tzen will \u2013 unbemannter Frachttransport mit Cygnus, Dragon, HTV: CBM. Bemannter Transport und Frachttransport russische Adapter: Progress, Sojus, Shenzhou und bemannter US-Transport: IDA Adapter f&uuml;r Dragon 2 und Starliner drei Adapter. Alternativ und wahrscheinlich einfacher r&uuml;stet man die Vehikel um, was zumindest bei den US-Systemen gehen sollte. Der stufenweise &Uuml;bergang erm&ouml;glicht es auch Anbietern zu pr&uuml;fen, ob das Konzept tragf&auml;hig ist. Gibt es zu wenige Interessenten, so zeigt sich dies schon in der ersten Phase. Wichtig w&auml;re nat&uuml;rlich das die NASA auch auf die Umsetzung dieser Stufen besteht, denn f&uuml;r den Anbieter der \u201eReisen\u201c ist es nat&uuml;rlich verlockend in Phase I zu bleiben \u2013 da sind die Kosten am kleinsten und man setzt sich ins gemachte Nest inklusive Absicherung im Katastrophenfall. Die Weltraumbeh&ouml;rden werden also die Dauer die ein Modul angekoppelt werden darf begrenzen m&uuml;ssen. Eine weitere Motivation d&uuml;rfte sein, dass an Bord der ISS wohl kein Tourist ohne Astronautentraining geht \u2013 wie schon gesagt nicht jeder Milliard&auml;r ist bereit au&szlig;er dem Geld auch 6 Monate seiner Zeit nur das Training zu investieren.<\/p>\n<p>Die gr&ouml;&szlig;eren Tr&auml;gerraketen k&ouml;nnten auch Raumschiffe um den Mond herum schicken. Eine Proton oder Ariane 5 oder Atlas 551 k&ouml;nnen ohne Probleme ein Sojusraumschiff zum Mond transportieren. Russland <a href=\"http:\/\/www.spaceadventures.com\/experiences\/circumlunar-mission\/\">http:\/\/www.spaceadventures.com\/experiences\/circumlunar-mission\/<\/a>, seitdem hat man aber nichts mehr geh&ouml;rt und vielleicht entwickelt sich der bisher einmalige mit zwei Touristen durch SpaceX auch zu einem weiteren Angebot.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Kostenabsch&auml;tzung<\/h3>\n<p>Die ISS wird 30 Jahre lang betrieben werden, selbst wenn eine kommerzielle Station k&uuml;rzer betrieben wird, dann kann man ihre Herstellungskosten und Startkosten auf viele Touristen umlegen \u2013 bei einer Dauerbesatzung von 6 zahlenden Touristen und 4 Fl&uuml;gen pro Jahr, sind das schon 24 Touristen pro Jahr, in 10 Jahren &uuml;ber 200. Dann spielen die Herstellungskosten keine Rolle. H&ouml;her sind die Transportkosten und Frachtkosten. 283 Millionen Dollar pro Flug der NASA umgelegt auf 6 Touristen sind 47 Millionen pro Person. Die ben&ouml;tigte Frachtmenge h&auml;ngt von der Dauer ab. Bei SpaceX als billigerem US-Anbieter kostet ein Kilogramm rund 90.000 $, ohne Treibstoff f&uuml;r die Bahnerhaltung kostet so jeder Tag Aufenthalt weitere 540.000 $, ein 90 Tagestrip also zus&auml;tzliche 48,6 Millionen Dollar. Schon alleine deswegen werden die Aufenthalte wohl k&uuml;rzer sein, ich denke so 15-30 Tage im Mittel. Das spart auch viel Zeit an Bord ein um den Muskelabbau zu verhindern, der bei langen Aufenthalten verhindert werden muss. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Kosten sinken, alleine dadurch, dass mehr Starts erfolgen. Bei doppelt so vielen Start alleine durch die Lernkurve um rund 15 %. Dazu k&ouml;nnte nat&uuml;rlich ein Konkurrenzkampf kommen \u2013 Russland wird Pl&auml;tze auf ihren Sojus freihaben, die nun ja nicht mehr von US-Astronauten belegt werden und die Chinesen sind auch noch da. Vielleicht wird dann der Dreamchaser doch noch f&uuml;r bemannte Missionen umger&uuml;stet dann g&auml;be es gen&uuml;gend Konkurrenz um die zahlungskr&auml;ftige Kundschaft.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/d4a995fa579541dcb4d9d1feb083ac43\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gesch&auml;ftszweig, der seit Langem auf seinen Durchbruch wartet, ist der Weltraumtourismus. Erste Mitfluggelegenheiten gab es erst w&auml;hrend der Aufbauphase der ISS. Russland k&uuml;ndigte zwar an, die Mir f&uuml;r Touristen zu nutzen doch zu einer Umsetzung kam es nie. Solange die ISS nicht gen&uuml;gend Strom und Platz hatte, konnten nur zwei Astronauten auf ihr wohnen. 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