{"id":12763,"date":"2017-09-12T00:30:33","date_gmt":"2017-09-11T22:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12763"},"modified":"2017-09-11T13:30:53","modified_gmt":"2017-09-11T11:30:53","slug":"die-evolution-der-planetenatmosphaeren-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/09\/12\/die-evolution-der-planetenatmosphaeren-teil-2\/","title":{"rendered":"Die Evolution der Planetenatmosph&auml;ren \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p class=\"auto-style1\">Im Teil zwei will ich erkl&auml;ren, wie sich die Planetenatmosph&auml;ren seit ihrem Beginn ver&auml;ndert haben. Sie h&auml;ngen von den chemischen aber auch physikalischen Eigenschaften der Elemente und ihrer Verbindungen ab. Also gehen wir diese mal durch. Zuerst die Elemente.<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/09\/09\/die-evolution-von-planetenatmosphaeren-teil-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Teil 1<\/a> behandelt wie die Planeten zu ihren Uratmosph&auml;ren gelangten.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Die Elemente k&ouml;nnen aus ihren prim&auml;ren Verbindungen herausgel&ouml;st werden und weiter reagieren. Dazu schauen wir uns mal die M&ouml;glichkeiten der Hauptelemente der Atmosph&auml;re an.<!--more--><\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Sehr einfach ist es mit dem Sauerstoff. Der Sauerstoff ist das reaktivste Element. Er ist in freier Form in einer Atmosph&auml;re nicht best&auml;ndig. Selbst wenn es keine Elemente mehr gibt, die er oxidieren kann, verdr&auml;ngt er andere Elemente aus ihren Verbindungen. Doch das muss man nicht bef&uuml;rchten. Alle erd&auml;hnlichen Planeten haben einen Kern aus Eisen und anderen schweren Elementen, in denen das Eisen zum Teil unoxidiert vorliegt. Dieses Eisen &uuml;bertrifft die Menge des Sauerstoffs in der Atmosph&auml;re bei Weitem. Hat der Sauerstoff die Wahl, so wird er als elektronegatives Element Elemente mit einer kleinen Elektronegativit&auml;t bevorzugen, das sind dann auch Metalle. Wir sehen das auf der Erde: Eisen rostet, selbst Kupfer als relativ edles Metall wird mit einer braunen Oxidschicht &uuml;berzogen. Ein Planet, der tektonisch aktiv ist, w&uuml;rde laufend den Sauerstoff aus der Atmosph&auml;re entfernen, indem er das neue magmatische Gestein oxidiert. Der Mars ist deswegen der rote Planet, weil dort das Eisen, das man auch in Tonmineralien findet, oxidiert ist und oxidiertes Eisen hat je nach genauer Verbindung eine orange bis dunkelbraune Farbe.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Der Wasserstoff verbindet sich dagegen vornehmlich mit Nichtmetallen. Er hat eine relativ hohe Elektronegativit&auml;t ist aber nicht oxidativ. Die stabilste Verbindung gibt es mit dem Sauerstoff. Wasser ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Stoff. Zum einen hat Wasser verglichen mit den anderen Wasserstoffverbindungen von Nichtmetallen einen hohen Schmelz- und Siedepunkt. Damit ist es &uuml;ber einen gro&szlig;en Temperaturbereich von 100\u00b0C fl&uuml;ssig, was f&uuml;r einen Planeten eine breite Lebenszone erm&ouml;glicht. Sowohl beim Schmelzen, wie auch Verdampfen, braucht man sehr viel Energie, was Wasser als W&auml;rmespeicher pr&auml;destiniert. Zuletzt schwimmt Eis auf dem Wasser, weil es eine geringe Dichte hat als das Wasser \u2013 ebenfalls eine Anomalie &#8211; was verhindert, dass unsere Meere zum Boden hin zufrieren und auch als Isolationsschicht wirkt.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Wasser ist, weil es die bevorzugte Verbindung des Sauerstoffs mit dem reichlich vorhandenen Wasserstoff ist, das h&auml;ufigste Element in den Uratmosph&auml;ren. Doch heute hat nur noch die Erde diese Menge. Was ist bei Mars und Venus passiert?<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Nun alle Wasserstoffverbindungen mit Nichtmetallen, die bei den Temperaturen im inneren Sonnensystem zumindest zeitweise gasf&ouml;rmig sind, haben ein Problem: Die solare UV-Strahlung hat gen&uuml;gend Energie um die Bindung zu spalten. Bei den anderen Nichtmetallen wie Kohlenstoff, Sauerstoff oder Stickstoff gibt es Doppel- und Dreifachbindungen die eine erheblich h&ouml;here Energie ben&ouml;tigen. Der Wasserstoff, der dann aber in der Hochatmosph&auml;re freigesetzt wird, den die UV-Strahlung wird schon recht hoch absorbiert, findet dann nicht immer sofort einen neuen Reaktionspartner, dort ist die Atmosph&auml;re zu d&uuml;nn. Mit Atommasse 1 bis 2 kann der Wasserstoff dann praktisch von allen Planeten entfleuchen. Wasserdampf ist so, wenn es nicht zu Eis gefriert oder als Wasser fl&uuml;ssig wird nicht stabil in einer Atmosph&auml;re. Ein Planet wird es &uuml;ber geologische Zeitr&auml;ume verlieren. Den Wasserstoff findet man auch in Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Methan. Doch sie sind noch instabiler. Schwefelwasserstoff reagiert gerne mit Eisenmetallen, aber auch edleren Metallen zu Sulfiden und der Sauerstoff verdr&auml;ngt ihn schon bei normalen Bedingungen aus der Verbindung. Methan und Ammoniak verlieren ihren Wasserstoff durch die obige Fotodissoziation, die Produkte oxidieren dann.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Kohlenstoff findet man anfangs in Methan, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Durch die Oxidation wird der Methangehalt laufend abnehmen. Kohlenmonoxid ist theoretisch stabil, solange es aber Sauerstoff in der Atmosph&auml;re gibt oder er auf anderem Wege freigesetzt wird, auch dieses zu Kohlendioxid oxidieren. Dass Mars Express <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/mars-express2.shtml\">Methan in der Marsatmosph&auml;re<\/a> gefunden hat, das dort nur &uuml;ber wenige Jahre stabil ist, hat schlie&szlig;lich zur Mission <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/maven.shtml\"> Maven<\/a> gef&uuml;hrt, um das aufzukl&auml;ren. F&uuml;r Kohlendioxid gibt es, wenn auch Wasser vorhanden ist, eine Senke: Es l&ouml;st sich gut in Wasser, genauso wie die Ionen von Alkali und Erdalkalielemente die durch aus Wasser aus den Silikatverbindungen herausgel&ouml;st werden. Dort bilden sie schwerl&ouml;sliche Salze \u2013 die Karbonate. Die Erde hat den Gro&szlig;teil ihres Kohlendioxids so verloren, auch unterst&uuml;tzt durch Organismen, die daraus ihr Skelett aufbauen. Ganze Gebirge bestehen heute aus dem Material.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Ammoniak hat das Problem, das anders als bei den anderen Nichtmetallen das Element &#8211; Stickstoff &#8211; selbst viel stabiler ist. Verliert Ammoniak den Wasserstoff, so erh&auml;lt man Stickstoff und der reagiert praktisch gar nicht. Die Dreifachbindung zwischen zwei Stickstoffatomen ist &auml;u&szlig;erst stabil und braucht viel Energie zum Aufbrechen. Selbst f&uuml;r die Reaktion mit Sauerstoff braucht man Blitze \u2013 oder hohe Temperaturen in Verbrennungsmotoren. Erst vor rund 100 Jahren hat man im Haber-Boschverfahren ein technisches Verfahren gefunden, um bei hohem Druck und Temperaturen und Katalysatoren den Stickstoff mit Wasserstoff zu Ammoniak umzusetzen.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">F&uuml;r das Klima irrelevant und bei Reaktionen auch nicht teilnehmend, sind die Edelgase. Sie werden daher gerne vergessen. Aber sie haben eine besondere Bedeutung: Sie stellen durch ihre chemische Nicht-Reaktivit&auml;t einen konstanten Faktor dar. Helium ist zu leicht, als das es alle erd&auml;hnlichen Planeten halten k&ouml;nnen. Obwohl es das zweith&auml;ufigste Element im Urnebel war, findet man es heute nur noch in Spuren in den Atmosph&auml;ren und diese Spuren stammen aus den Alphateilchen, die beim radioaktiven Zerfall von Thorium und Uran frei werden. Es gibt ein Gleichgewicht zwischen Verlust und Nachlieferung.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Neon ist ein Produkt des Sternenbrennens. Mit Atommasse 23 ist es aber noch leicht genug, das selbst die Erde viel Neon verloren hat. Auf der Erde betr&auml;gt die Menge 18,18 ppm, weit unterhalb der H&auml;ufigkeit im Urnebel von etwa 110 ppm. Dagegen ist der Gehalt bei Venus und Erde vergleichbar (7 \/ 18 ppm).<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Argon ist dagegen im Urnebel relativ selten, aber auf der Erde sehr h&auml;ufig \u2013 es ist mit 0,934 % das dritth&auml;ufigste Gas in der Atmosph&auml;re. Argon ist ein sekund&auml;res Gas. Es war in dieser Menge nicht in der Uratmosph&auml;re der Erde vorhanden. Das Argon ist das Produkt des radioaktiven Zerfalls eines Kaliumisotops Kalium,-40, das mit einer Halbwertszeit von 1,3 Milliarden Jahren zerf&auml;llt und Kalium gibt es in gro&szlig;er Menge bei den Erdatmosph&auml;ren.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Argon leitet &uuml;ber zu einer zweiten Betrachtungsmethode, dem Isotopenverh&auml;ltnis. Im solaren Urnebel gibt es ein konstantes Verh&auml;ltnis, das man auch auf der Sonne und den Gasriesen findet und durch Spektroskopie bestimmen kann. Das Verh&auml;ltnis ist auf den erd&auml;hnlichen Planeten anders und das l&auml;sst R&uuml;ckschl&uuml;sse zu. Besonders auff&auml;llig ist das beim Wasserstoff-Deuterium hat die doppelte Masse des einfachen Wasserstoffs. Da beide chemisch gleich reagieren, sind Unterschiede in der H&auml;ufigkeit, nur auf Verluste zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Wasserstoff kann als leichtestes Element am einfachsten einem Planeten entkommen. Doch der schwere Wasserstoff (Deuterium) mit einem Proton und einem Neutron ist schon doppelt so schwer wie der leichte Wasserstoff. Er wird st&auml;rker zur&uuml;ckgehalten. Untersucht man nun das Verh&auml;ltnis von normalem und schwerem Wasserstoff, so kann man, wenn man noch die Temperatur in der Ionosph&auml;re und die Masse des Planeten kennt, zur&uuml;ckschlie&szlig;en, wie viel Wasser der Planet verloren hat, denn die Anreicherung ist um so gr&ouml;&szlig;er je gr&ouml;&szlig;er die Verlustmenge ist.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">&Auml;hnliche &Uuml;berlegungen kann man mit anderen Isotopen anstellen wie z.B. beim Sauerstoff zwischen dem Verh&auml;ltnis von O18 und O16. Argon ist, weil es ein Edelgas ist, ein anderer Gradmesser. Es nimmt ja nicht an Reaktionen Teil. Hier kann man &uuml;ber das Argon-36 zu Argon-38 Verh&auml;ltnis ebenfalls R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Verlustrate, nun von schweren Atomen ziehen. Bedeutender ist das Verh&auml;ltnis dieser beiden Isotope zu Argon 40, das aus radioaktivem Zerfall stammt. Findet man davon sehr viel in der Atmosph&auml;re (in der Erdatmosph&auml;re sind es &uuml;ber 99 % des Argons) so hat der Planet in seiner Geschichte viel Gestein an die Oberfl&auml;che gebracht, denn dort ist es gebunden als Zerfallsprodukt von Kalium-40 und es wird nur frei, wenn das Gestein schmilzt oder verwittert.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Bei der Venus ist das Deuterium\/Hydrogen (D\/H) Verh&auml;ltnis 100-mal h&ouml;her als auf der Erde. Da beide Planeten etwa gleich gro&szlig; sind, muss die Venus also viel mehr Wasser verloren haben als die Erde. Man nimmt an, dass die Venus wahrscheinlich anfangs mindestens 0,14 % des Wassers der Erde hatte, entsprechend immerhin einer globalen Decke von 4 m. Einige Modelle gehen von erheblich mehr aus.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Noch etwas r&auml;tselhafter ist das Argon auf der Venus. Das Argon 40 macht nur ein Viertel des Irdischen aus, das Argon 36 und 38 dagegen 80-mal so viel (in absoluter Menge, da die Atmosph&auml;re viel dichter ist). Da die Letzteren aus dem solaren Urnebel stammen, sollten sie schon immer vorhanden sein, also m&uuml;sste die Venus schon immer eine relativ dichte Atmosph&auml;re besessen haben. Das fehlende Argon 40 ist ebenfalls r&auml;tselhaft, da die Venusoberfl&auml;che recht jung ist. Eine Hypothese, die beides erkl&auml;ren k&ouml;nnte, w&auml;re der Einschlag eines 860 km gro&szlig;en Brockens vor rund 2 Milliarden Jahren auf der Venus. Er w&uuml;rde die Argon-Uhr zur&uuml;ckstellen. Allerdings fehlen daf&uuml;r bisher jegliche Beweise.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Nach den bisherigen Modellen, die allerdings noch nicht zu allen Fakten passen, waren Erde und Venus einmal &auml;hnlich, als in den Planetenatmosph&auml;ren. Die ersten Atmosph&auml;ren waren sehr dicht und bestanden vorwiegend aus Wasserdampf. Auf der Erde konnte das Wasser als die Kruste abk&uuml;hlte ausregnen und dabei auch zum Teil andere Gase l&ouml;sen. Der Treibhauseffekt nahm ab und man erhielt die \u201eUrsuppe\u201c. Bei der Venus kam es wegen der gr&ouml;&szlig;eren N&auml;he zur Sonne nie dazu. Die solare UV-Strahlung hat nun nach und nach das Wasser gespalten. Der Wasserstoff ging verloren und der Sauerstoff oxidierte die anderen Planetenatmosph&auml;renbestandteile wie Methan und Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid. Schwefelwasserstoff zu Schwefeldioxid\/Schwefeltrioxid, Ammoniak zu Stickstoff.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Wie es dann weiter ging, ist noch umstritten. Stickstoff als indifferenter Bestandteil der Atmosph&auml;re ist 17-mal h&auml;ufiger vorhanden als auf der Erde. Das bedeutet, dass schon fr&uuml;her die Venus eine dichtere Atmosph&auml;re als die Erde hatte. Der Anteil an Argon ist vergleichbar (3,36 x 1014 kg zu 4,76 x 1014 kg), aber wenn man sich nur auf das Argon bezieht, das aus dem Urnebel bezieht, ist es fast 100-mal mehr des Argon-36\/38 als auf der erde, was dann wieder f&uuml;r eine wesentlich weniger dichte Atmosph&auml;re spricht.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Eine Hypothese ist, dass die Temperaturen irgendwann durch den Treibhauseffekt so hoch wurden, dass die Oberfl&auml;chengesteine mit dem Wasser reagierten \u2013 auch bei erh&ouml;hter Sonnenaktivit&auml;t w&uuml;rde die Venus niemals die Wassermenge verlieren k&ouml;nnen, die die Erde heute hat, daf&uuml;r m&uuml;sste sie 10.000-mal mehr Wasser pro Jahr verlieren als heute. Gesteine oxidierten, Karbonate wurden durch Oxide ersetzt, was noch mehr Kohlendioxid freisetzte.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Beim Mars ist die Situation dagegen relativ klar. Nach allem, was wir heute wissen konnte, er schon in der Fr&uuml;hzeit nicht so viele Gase binden. Am Anfang gab es noch eine dichte Atmosph&auml;re, die Wasser fl&uuml;ssig an der Oberfl&auml;che halten konnte. Sp&auml;ter sank der Druck durch die Verluste ab und Wasser gefror und befindet sich heute in unterirdischen Reservoirs. Selbst die schweren Gase wie Kohlendioxid gingen verloren. Viel Nachschub gab es nicht, die Vulkane, die man heute sieht, sind seit Jahrmilliarden nicht mehr aktiv. Es scheint immer wieder kurzzeitige Aktivit&auml;t zu geben, die dann lokal zu Verfl&uuml;ssigungen von Permafrostboden f&uuml;hrt, aber der Mars hatte niemals eine so dichte Atmosph&auml;re wie die Venus und auch nie so viel Wasser. Heute reicht die Schicht aus um die Oberfl&auml;che einige Meter, bis einige Dutzend Meter zu bedecken, verglichen mit 3000 m bei der Erde. &Auml;hnliches wird auch f&uuml;r die Atmosph&auml;re gelten. Da auch die vulkanische Aktivit&auml;t bald nach der Entstehung abnahm, hat sich der Mars wohl seit 3,5 bis 2,5 Milliarden Jahre nicht wesentlich ver&auml;ndert.<\/p>\n<p class=\"auto-style1\">Auf der Erde sind die Ver&auml;nderungen am gravierendsten. Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kohlenstoffzyklus\">Kohlenstoff<\/a>, der mal das zweith&auml;ufigste Element in der Atmosph&auml;re war, ist dieser heute entzogen. Er steckt zu einem kleinen Teil gel&ouml;st als Kohlendioxid ind en Ozeanen, etwas mehr ist in der Biomasse. Der gr&ouml;&szlig;te Teil wurde aber in Form von Gestein abgelagert \u2013 schon im Pr&auml;kambrium als B&auml;ndereisenerz, sp&auml;ter vor allem durch Organismen, die als Calciumcarbonat Muschelschalen oder andere Exoskelette bildeten. Die Menge der so gebildeten Karbonatsedimente, wie die Kreidefelsen von R&uuml;gen und Dover oder die schw&auml;bische Alb, &uuml;bersteigt das restliche Kohlenstoffreservoir inklusive aller fossilen Vorkommen um das hundertfache. Auch in der Erdatmosph&auml;re sind die Anteile der Gase im Laufe der Zeit variabel gewesen. Der Sauerstoffgehalt war im Karbon mal mit 30 % h&ouml;her, zum Ende des Perms sank er auf 15 %. Kohlendioxid, in der letzten Jahrmilliarde nur noch ein Spurengas schwanke noch st&auml;rker zwischen 0,03 und 0,5 %. Derzeit ist &uuml;brigens der Gehalt geringer als in den meisten Zeiten zuvor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/dd400b04136f4eb5b7b27cb67f56ff57\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Teil zwei will ich erkl&auml;ren, wie sich die Planetenatmosph&auml;ren seit ihrem Beginn ver&auml;ndert haben. 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