{"id":12777,"date":"2017-09-21T11:15:15","date_gmt":"2017-09-21T09:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=12777"},"modified":"2017-09-21T11:15:15","modified_gmt":"2017-09-21T09:15:15","slug":"die-loesung-fuer-ein-ueberfluessiges-problem-klappt-es-mit-solar-erhitztem-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2017\/09\/21\/die-loesung-fuer-ein-ueberfluessiges-problem-klappt-es-mit-solar-erhitztem-wasserstoff\/","title":{"rendered":"Die L&ouml;sung f&uuml;r ein &uuml;berfl&uuml;ssiges Problem: Klappt es mit solar erhitztem Wasserstoff?"},"content":{"rendered":"<p>Wernher von Brauns Buch &uuml;ber Weltraumfahrt beinhaltete auch einige Seiten &uuml;ber nukleare Triebwerke. Sie inspirierten mich zu meinem heutigen Blog. Nukleare Triebwerke unterscheiden sich nicht mal so sehr von chemischen Triebwerken. Der wesentliche Unterschied ist das sich in der Brennkammer ein Reaktor befindet. Er wird von einem Arbeitsmedium umstr&ouml;mt, das ihn k&uuml;hlt und sich dabei erhitzt. Es wird wie bei chemischen Treibstoffen durch eine D&uuml;se expandiert.<\/p>\n<p>Erprobt wurden solche Triebwerke, auch wenn es nur wenige Versuche gab (das Problem: Nach einem Test ist er radioaktiv und kann nicht mehr von Menschen direkt inspiziert werden, das limitiert die Zahl der Versuche doch deutlich). Die praktisch realisierten Konzepte beschr&auml;nkten sich auf Temperaturen, bei denen der Reaktor noch nicht schmolz. Dann liegen wir bei Verbrennungstemperaturen unter 2200 K. Die Verbrennung von Wasserstoff mit Sauerstoff erreicht dagegen &uuml;ber 3400 K. Wie kommt man dann trotzdem zu den h&ouml;heren spezifischen Impulsen (7.100 bis 8.200 m\/s werden bei erprobten Konzepten genannt. LOX\/LH2 liegt bei rund 4.500 m\/s)?<!--more--><\/p>\n<p>Nun nach der allgemeinen Gasgleichung ist die Geschwindigkeit eines Gasmolek&uuml;ls, mit der es an die Wand der Brennkammer und D&uuml;se prallt und damit Energie &uuml;bertr&auml;gt, abh&auml;ngig von der Temperatur, aber auch der Molek&uuml;lmasse und nukleare Triebwerke nutzen reinen Wasserstoff als Antriebsgas. Der hat als molekularer Wasserstoff Atommasse 2 (die Temperatur die man erreichen kann, ist zu gering als das gr&ouml;&szlig;ere Mengen an atomaren Wasserstoff vorliegen w&uuml;rden), w&auml;hrend das Verbrennungsprodukt von LOX\/LH2, Wasser die Atommasse 18 hat. Diese neunmal geringere Atommasse kompensiert die niedrigere Temperatur, die in einem Reaktor herrscht, bei Weitem.<\/p>\n<p>Meine Idee: Wenn man den Wasserstoff anders so hoch erhitzen k&ouml;nnte, dann k&auml;me man auf dieselben spezifischen Impulse ohne Kernreaktor mit seinen Nachteilen hinsichtlich radioaktiver Verstrahlung, Kosten und Risikos einer Kernschmelze.<\/p>\n<p>Das Problem besteht also aus zwei Teilen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie kann ich die Brennkammer so konstruieren, dass sie den Wasserstoff auf hohe Temperaturen erhitzt?<\/li>\n<li>Kann ich die ben&ouml;tigte Energie daf&uuml;r generieren?<\/li>\n<\/ul>\n<p>F&uuml;r Problem 2 gibt es schon eine L&ouml;sung: Eine Unterkategorie der elektrischen Antriebe, die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/elektrische-antriebe.shtml\">Plasmaantriebe<\/a> erzeugen ein Plasma aus dem Wasserstoff. Nur haben diese Triebwerke einen sehr niedrigen Schub. Ich dachte daher auch an Spiegel, die die Sonneneinstrahlung b&uuml;ndeln und in die Brennkammer reflektieren. Diese haben zwei Vorteile: Das eine ist, das sie leichter sein k&ouml;nenn als Solarzellen, die f&uuml;r Plasmatriebwerke den Strom erzeugen und es entf&auml;llt, der Verlust der Energieumwandlung Sonne \u2192 Strom \u2192 W&auml;rmenergie.<\/p>\n<p>Zum ersten Teil: Eine herk&ouml;mmliche Brennkammer scheidet aus. Wir m&uuml;ssen ja durch Spiegel den Wasserstoff erhitzen. Eine \u201enormale\u201c Brennkammer ist aber undurchsichtig. Idee Nummer 1: Die Brennkammerwand ist durchsichtig. Man k&ouml;nnte sie z.B. aus Quarz fertigen. Quarz schmilzt bei rund 2000 K, in etwa die gleiche Temperatur wie man bei nuklearen Triebwerken erreicht. Mit K&uuml;hlung kann die Brennkammer nat&uuml;rlich eine viel h&ouml;here Temperatur innen aufweisen. Da der Wasserstoff allerdings auch durchsichtig ist, ben&ouml;tigt man in der Mitte, wo er sich befindet, eine M&ouml;glichkeit ihn zu erhitzen. Mein Vorschlag w&auml;re eine R&ouml;hrenstruktur, genauer gesagt, ein R&ouml;hrenmantel, der vom Wasserstoff durchflossen wird. Er besteht aus einem Material mit niedriger Albedo. Spontan f&auml;llt mir Graphit ein. Graphit sehr dunkel, absorbiert also den Gro&szlig;teil der eingestrahlten Sonnenstrahlung und er sublimiert erst bei 3750\u00b0C. Graphit wird daher auch als Ablationsmaterial f&uuml;r Triebwerke genutzt. Doch dort muss er nicht die strukturelle Festigkeit aufweisen, das tut das Metall, auf dem er aufgebracht ist. Aufgrund der geringen H&auml;rte d&uuml;rfte eine R&ouml;hrenstruktur aus Graphit sehr anf&auml;llig gegen&uuml;ber &auml;u&szlig;eren Kr&auml;ften sein. Graphit kann man aber nutzen, um die R&ouml;hren zu belegen und so die Energie zu absorbieren. Schaut man nach bearbeitbaren Werkstoffen mit h&ouml;herer Festigkeit, so gibt es einige Metalle: Tantal und Wolfram mit Schmelzpunkten von 3270 und 3685 K und keramische Werkstoffe wie Zirkoniumborid (3320 K), Titancarbid (3620 K) oder Tantalcarbid (4150 K). Nimmt man Wolfram, das als Metall erheblich einfacher zu verarbeiten ist als die keramischen Werkstoffe, so m&uuml;sste man sehr viel h&ouml;here Temperaturen erreichen als in einem nuklearen Reaktor. Selbst bei 500 K Sicherheitsgrenze liegt die m&ouml;gliche Temperatur 1000 K &uuml;ber den Temperaturen von Kernreaktoren.<\/p>\n<p>Der zweiet Ansatz ist, wenn man sowieso eine solche Struktur ben&ouml;tigt man drum herum keine Brennkammer braucht, sondern der Brennkammermantel daraus besteht. Der Wasserstoff w&uuml;rde daher nur in der Wand zirkulieren. Die D&uuml;se w&uuml;rde sich dann nach innen und au&szlig;en aufweiten. Der Volumenstrom w&auml;re wegen der kleineren Fl&auml;che so viel kleiner als bei einer Brennkammer, aber da ich bef&uuml;rchte, dass man sehr viel Energie braucht, um den Wasserstoff innerhalb kurzer Zeit so hoch zu erhitzen denke ich ist das kein Nachteil.<\/p>\n<p>Damit h&auml;tte ich einen praktikablen Vorschlag f&uuml;r die Brennkammer: Sie besteht aus einer doppelwandigen Kreisring-Wolfram-Struktur, die bei der D&uuml;se sich nach innen und au&szlig;en aufweitet. Zur Erh&ouml;hung der Energieaufnahme ist sie au&szlig;en mit Graphit belegt.<\/p>\n<p>Punkt 2 ist schwieriger. Ich habe zuerst mal mit FCEA den theoretischen spezifischen Impuls von einem Antrieb berechnet, der mit Wasserstoff von 3300 K Temperatur arbeitet, 10 Bar Anfangsdruck und Expansionsverh&auml;ltnis 40. Das Mittel aus eingefrorenem und festem Gleichgewicht sind 10.300 m\/s. Das ist eine Ansage. Mang gewinnt &uuml;brigens anders als bei chemischen Antrieben wenig durch h&ouml;heren Brennkammerdruck oder Expansionsverh&auml;ltnis: Bei 30 Bar \/ Expansionsverh&auml;ltnis von 240 steigt es nur auf 10.470. Dagegen bringen 100 K mehr deutlich mehr: 10.670 m\/s. Vor allem weil sich der Anteil an atomaren Wasserstoff von 6,5 auf 1,35 % verdoppelt.<\/p>\n<p>Doch wie viel Energie braucht man um das zu erzeugen? Nun die Energie im Abgasstrahl kann man berechnen. Sie betr&auml;gt nach E = \u00bd mv\u00b2 54 MJ\/kg Treibstoff bei v=10.400 m\/s. In der Praxis ist es mehr, da auch ein Raketentriebwerk keinen Wirkungsgrad von 100% hat. Das Vinci erreicht z.b. einen Wirkungsgrad von 67,7 %. Nehmen wir mal nur 50% Wirkungsgrad an, so m&uuml;ssen f&uuml;r pro Kilogramm Treibstoff rund 108 MJ aufbringen.<\/p>\n<p>Nun die einfache Gegenrechnung, Die Energie kommt von der Sonnenstrahlung. Die sendet 1355 W\/m\u00b2. K&ouml;nnte man die volle Energie &uuml;ber Spiegel in die Brennkammer leiten, so braucht man rund 80.000 m\u00b2, wenn man ein Triebwerk bauen will, das 1 kg Wasserstoff pro sekudne umsetzt. Dabei h&auml;tte dieses nur einen Schub von 10,4 kN.<\/p>\n<p>Nun 80.000 m\u00b2 \u2013 das d&uuml;rfte heute eine unrealsistische Gr&ouml;&szlig;e sein, doch wenn man herunterskaliert? Chemische Antriebe f&uuml;r Satelliten haben einen Schub von 10 bis 400 N. Dann sind es \u201enur\u201c noch 80 bis 3.200 m\u00b2 \u2013 eine realistische Gr&ouml;&szlig;e, die man mit Spiegeln realisieren kann. Das Problem ist jedoch nicht die Fl&auml;che. Das Problem ist ein anderes: Die Spiegel m&uuml;ssen so gut sein, dass sie das ganze Licht das auf diese Fl&auml;che f&auml;llt, auf eine kleine Brennkammer fokussieren k&ouml;nnen. Ein 400-N-Hydrazintriebwerk, das heute eingesetzt wird, hat z.b. einen D&uuml;senenddurchmesser von 6,7 cm, die Brennkammer ist dann noch kleiner. Man kommt so auf eine Fl&auml;che von vielleicht 10 bis 15 cm\u00b2, auf der sich die Energei verteilt. Nach dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan-Boltzmann-Gesetz\">Stefan-Boltzmann-Gesetz<\/a> m&uuml;sste ein idealer scharzer Strahler der 3300 K hei&szlig; ist eine Energie von 672 W\/cm\u00b2 abgeben. Entsprechend m&uuml;sste ein idealer schwarzer K&ouml;rper, den man auf diese Temperatur aufheizt, (Albedo 0, Graphit liegt aber nahe an diesem Wert) 672 W\/cm\u00b2 aufnehmen. Schafft man also fokussierende Spiegel zu konstruieren, die das Sonnenlicht das auf einen Quadratmeter Fl&auml;che f&auml;llt, auf 2 cm\u00b2 zu fokussieren \u2013 dann w&uuml;rde es gehen. Bei einem Triebwerk mit 10 N Schub w&auml;ren das 80 m\u00b2 \u2013 eine schwierige Aufgabe. 80 m\u00b2 entsprechen z.B. einer Kreisfl&auml;che von 5,1 m Radius um das Triebwerk, das nur einige Zentimeter gro&szlig; ist \u2013 das ist eine ziemliche Fl&auml;che f&uuml;r einen geringen Schub.<\/p>\n<p>Der Fl&auml;chenbedarf ist nat&uuml;rlich bei Ionentriebwerken noch gr&ouml;&szlig;er \u2013 die Solarpaneele, die bei 25 % Wirkungsgrad und einem spezifischen Impuls von ebenfalls 10.400 m\/s bei elektrostatischen Triebwerken den Strom f&uuml;r 10 N Schub erzeugen, w&auml;ren rund 220 m\u00b2 gro&szlig;. Vergleicht man es mit Plasmatriebwerken, so ist der Vorteil noch gr&ouml;&szlig;er, weil deren Wirkungsgrad kleiner ist, als der von elektrostatischen Ionentriebwerken.<\/p>\n<p>Nachteilig ist die geringe Dichte von fl&uuml;ssigem Wasserstoff. Bei einem Berstdruck von 3 Bar wiegt ein Kugeltank schon 1 \/ 4.3 des Inhalts. (Werkstoff: Stahl). Er braucht noch eine gute Isolierung den es dauert so Tage bis Wochen, bis der Treibstoff verbraucht ist. Die kommt zum Gewicht noch hinzu oder eine R&uuml;ckverfl&uuml;ssigungsanlage. Leicht sind die Tanks f&uuml;r Xenon als Arbeitsmedium f&uuml;r elektrostatische Triebwerke auch nicht \u2013 ein F&uuml;nftel des Tankgewichts f&uuml;r das Arbeitsgas sind &uuml;blich. Allerdings w&uuml;rden Plasmatriebwerke als direkte Konkurrenz auch mit Wasser, Ammoniak und andere niedermolekularen Stoffen funktionieren, die man leicht verfl&uuml;ssigen kann. Dann spart man an diesem System wieder viel Gewicht ein.<\/p>\n<p>Bevor noch ein Kommentar kommt: die Erhitzung mittels Laserstrahlen habe ich nicht erwogen, weil ein Laser ja auch einen Wirkungsgrad &lt; 1 hat und selbst wenn die Anregung durch Licht erfolgt, man eine gr&ouml;&szlig;ere Fl&auml;che braucht, als wenn man die Energie direkt einstrahlt. Als Alternative habe ich &uuml;berlegt, ob es praktikabel ist, wenn die Laser als Energiequelle auf der Erde sind. Nimmt man als Ziel z.B. 10 cm Durchmesser, so m&uuml;sste bei bekannten Lasern, die man z.B. f&uuml;r das <a href=\"https:\/\/scilogs.spektrum.de\/einsteins-kosmos\/mit-dem-laser-zum-mond\/\">Lunar Laser Ranging-Experiment<\/a> nutzt, die Entfernung maximal 8 km sein \u2013 das scheidet also auch aus.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Alternative Wasser, Ammoniak und Methan<\/h2>\n<p>Wenn man keinen so hohen spezifischen Impuls anstrebt, aber vielleicht eine Alternative zu lagerf&auml;higen Treibstoffen sucht, so k&ouml;nnte man auch Wasser als Arbeitsmedium nehmen. Es ist &uuml;ber einen gro&szlig;en Bereich fl&uuml;ssig, hat eine hohe Dichte, braucht daher leichte Tanks und keine Isolierung. Es ist nicht toxisch. Der spezifische Impuls d&uuml;rfte kleiner als bei Wasserstoff sein, wegen der h&ouml;heren Molek&uuml;lmasse, allerdings m&uuml;sste bei 3300 K auch ein Teil schon dissoziiert sein, was dies wieder kompensiert. Ich habe es mal durchgerechnet und komme mit CEA bei 10 Bar \/ Expansionsverh&auml;ltnis von 40 auf einen spezifischen Impuls von 3791 m\/s und bei 40 Bar, Expansionsverh&auml;ltnis 240 sind es 4106 m\/s. Nimmt man 3800 m\/s an, dann liegt man schon besser als bei lagerf&auml;higen Treibstoffen (rund 3100 m\/s maximal). Die geringere Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit reduziert auch den Aufwand f&uuml;r die Energiezufuhr, beim obigen Beispiel eine 10 N Triebwerks z.B. von 80 auf 11 m\u00b2. Das w&auml;re dann in der Tat eine Alternative, die man auch anwenden k&ouml;nnte bei heutigen Satelliten. Die Spiegel k&ouml;nnte man unten befestigen und nach dem Start entfalten, 11 m\u00b2 sind nicht mehr Fl&auml;che als heute auch Solarzellen haben. Der Antrieb w&uuml;rde dann auf der Sonnenseite arbeiten. Mit 10 N Schub w&auml;re der Schub zwar klein, aber noch um einiges gr&ouml;&szlig;er als bei Ionentriebwerken. Einen 4 t schweren Satelliten br&auml;uchte man etwa 24 Tage um mit einem 10-N-Antrieb vom Leo in den GEO zu kommen. (Endmasse dort: 1073 kg).<\/p>\n<p>&Uuml;brigens sind, wenn man den Ansatz verfolgt, andere Stoffe noch besser geeignet. Je h&ouml;her der Wasserstoffgehalt ist desto besser. Bei 10 Bar \/ Expansionsverh&auml;ltnis 40 kommen folgende spezifische Impulse heraus:<\/p>\n<ul>\n<li>Wasser: 3791<\/li>\n<li>Ammoniak: 5021 m\/s<\/li>\n<li>Diboran: 5.600 m\/s (nur freies Gleichgewicht, eingefrorenes Gleichgewicht kann D&uuml;senbedingungen wegen Kondensation nicht berechnen)<\/li>\n<li>Methan: 6.020 m\/s (nur freies Gleichgewicht, eingefrorenes Gleichgewicht kann D&uuml;senbedingungen wegen Kondensation nicht berechnen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Methan und Ammoniak sind leicht unter Druck zu verfl&uuml;ssigen. Bei Methan bei vergleichsweise tiefen Temperaturen (-162\u00b0C), aber bei Ammoniak bei schon bei 20 \u00b0C bei rund 9 Bar. Bei -33\u00b0C wird Ammoniak auch ohne Druckerh&ouml;hung fl&uuml;ssig \u2013 so eine Temperatur ist im Weltraum problemlos durch Radiationsk&uuml;hler erreichbar.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Fazit<\/h3>\n<p>Die solarthermische Erhitzung von Wasserstoff als Arbeitsmedium f&uuml;r einen Antrieb halte ich heute noch f&uuml;r eine zu gro&szlig;e technische Herausforderung, doch mit Ammoniak oder Wasser als Medium w&auml;re es technisch m&ouml;glich und man h&auml;tte einen Antrieb mit einem h&ouml;heren spezifischen Impuls als bei lagerf&auml;higen Treibstoffen, das w&uuml;rde also Treibstoff sparen. Bei gro&szlig;en Geschwindigkeits&auml;nderungen z.B. LEO \u2192 GEO) k&ouml;nnte das eingesparte Gewicht gr&ouml;&szlig;er sein als die Mehrmasse durch die Spiegel. Sollte man sich n&auml;her der Sonne n&auml;hern, z. b. f&uuml;r eine Venus oder eine Merkurmission, so wird der Vorteil noch gr&ouml;&szlig;er.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/7fede871a4c7435c9fde7d41f0c0720e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wernher von Brauns Buch &uuml;ber Weltraumfahrt beinhaltete auch einige Seiten &uuml;ber nukleare Triebwerke. Sie inspirierten mich zu meinem heutigen Blog. Nukleare Triebwerke unterscheiden sich nicht mal so sehr von chemischen Triebwerken. Der wesentliche Unterschied ist das sich in der Brennkammer ein Reaktor befindet. 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