{"id":13031,"date":"2018-01-11T15:04:38","date_gmt":"2018-01-11T14:04:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13031"},"modified":"2018-01-11T18:11:02","modified_gmt":"2018-01-11T17:11:02","slug":"die-moden-der-ernaehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/01\/11\/die-moden-der-ernaehrung\/","title":{"rendered":"Die Moden der Ern&auml;hrung"},"content":{"rendered":"<p>Gestern kam bei Quark &amp; Co eine Sendung &uuml;ber das Abnehmen und auch im ersten moderiert sich Tim M&auml;lzer gerade wieder durch eine Reihe von Ern&auml;hrungssendungen und hat gerade am Montag die gute Nachricht bekommen, dass er mit 103 kg bei 1,81 m Gr&ouml;&szlig;e nicht abnehmen muss und mit 6.000 Schritten pro Tag genug tut. Na ja ich sehe es etwas anders. Aber das lieferte mir den Aufh&auml;nger f&uuml;r den heutigen Blog, den ich auch wegen der L&auml;nge als Artikel zur Webseite &uuml;bernommen habe. Es geht um die Moden der Ern&auml;hrung. Da der Artikel etwas l&auml;nger ist, folgt heute nur Teil 1. Morgen dann<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/01\/12\/die-moden-der-ernaehrung-2\/\"> Teil 2<\/a>.<!--more--><\/p>\n<p>Moden kennt ja jeder. Also klar die Mode an sich. Mal ist Minirock modisch, dann wieder lang. Mal soll es verspielt sein, dann wieder strenge Linie. Angeblich kommt ja alles wieder, selbst Modes&uuml;nden wie Neonfarben, Schulterpolster und Hochplateauschuhe.<\/p>\n<p>Doch auch sonst gibt es Moden. Bei Autos habe ich das Gef&uuml;hl ist es gerade der Trend zu immer gr&ouml;&szlig;er. Im Audiobereich ist gerade wieder die Schallplatte angesagt.<\/p>\n<p>Ich habe auch das Gef&uuml;hl es gibt so Moden bei der Ern&auml;hrung. Fangen wir mal mit dem grunds&auml;tzlichen an. Dem Sch&ouml;nheitsideal. Ich muss sagen ich tue mich da schwer, es nur f&uuml;r eine Mode zu halten. Mir kann man sicher nicht nachsagen, dass ich mich viel beeinflussen lasse. Ich mache eine Menge Trends nicht mit und eigentlich schon immer mein Ding. Was andere &uuml;ber mein Aussehen und mein Verhalten denken, juckt mich recht wenig. Aber trotzdem finde ich das es so was, wie absolute Kriterien f&uuml;r die Sch&ouml;nheit gibt. Jetzt mal nur von der Figur zu sprechen. Muskeln beim Mann, runde, weibliche Figur bei der Frau sieht besser aus als die Extreme keine Muskeln \/ d&uuml;rr bzw. nur Fettpolster\/dick. Irgendwie f&uuml;hlt man sich dann auch best&auml;tigt, wenn man dann klassische griechische Figuren anschaut \u2013 obwohl die Frauen w&uuml;rden heute keinen Job bei GNTM bekommen und die M&auml;nner keinen Job als Pornostar (damals waren kleine Penisse en vogue). Aber das kann auch nur an der Zeit liegen. Zuf&auml;llig hatten eben die Griechen das gleiche Ideal wie wir. Im Barock war Dicksein in. Rubens Bilder sind der stehende Beweis. Auch bei uns hat sich im Nachkriegsdeutschland niemand an den Dicken gest&ouml;rt. Nicht zuletzt muss man nur einen Blick &uuml;ber den Tellerrand werfen und sehen, was in anderen V&ouml;lkern &#8222;sch&ouml;n&#8220; ist. Das geht los von durchbohrten Lippen &uuml;ber mehrere Kilo Metall am (optisch verl&auml;ngerten) Hals bis hin zu eingeschn&uuml;rten, verkr&uuml;ppelten Frauenf&uuml;&szlig;en in China bis vor 100 Jahren. Und auch bei uns waren mal Wespentaille, zusammengeschn&uuml;rt mit Korsett ganz \u201emodern\u201c. Kurzum: auf das Gef&uuml;hl, dass man wei&szlig; was \u201egesund\u201c aussieht, kann man sich nicht verlassen.<\/p>\n<p>Doch die Ern&auml;hrungswissenschaft unterf&uuml;ttert unsere heutige Vorstellung ja mit Fakten. Demnach lebt man eben im BMI-Bereich von 20 bis 25 am l&auml;ngsten \u2013 ist aber auch schon wieder in der Diskussion. Nach aktuellem Stand gilt das nur f&uuml;r Jugendliche. Je &auml;lter man wird, desto h&ouml;her darf der BMI sein. Und das zeigt schon das Problem: Irgendwie ist die Wissenschaft dauernd im Wandel. Zeit mal die Ern&auml;hrungsmoden durchzunehmen, sprich welches Lebensmittel hat man nun gerade mal verteufelt.<\/p>\n<p>Also bin ich mal in mein Regal gespurtet und habe mein Buch aus dem LK Ern&auml;hrungslehre, aufgelegt 1982 rausgeholt (Cornelia Schlieper: Grundlagen der Ern&auml;hrung) und mal verglichen mit dem, was derzeit gerade mal verteufelt wird.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Salz<\/h3>\n<p>Nach meinem Buch leiden 10- 20 % der Bev&ouml;lkerung unter Bluthochdruck. Das ist schlimmer geworden. Ein Abruf beim <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/187739\/umfrage\/bevoelkerungsanteil-mit-bluthochdruck\/\">Statistikportal<\/a> ergab 36,5 % gef&auml;hrdete, 26,1 % behandelte und 7,8 % beaufsichtigte Personen mit Bluthochdruck. 1980 galt es als ausgemacht: Salz verursacht Bluthochdruck. Man sollte weniger 3 g Salz pro Tag zu sich nehmen. Zu Unterst&uuml;tzung noch Reis-Obst, Obst und Safttage. Hmm, da graust mir schon die Beschreibung. Das Ganze beruht auf einer Ver&ouml;ffentlichung eines amerikanischen Arztes aus den F&uuml;nfziger Jahren mit nur 100 Patienten. Wer sich etwas mit Statistik auskennt, wei&szlig;, das diese Personenzahl viel zu klein ist, um einen echten Nachweis durchzuf&uuml;hren. Wenn man heute den Nachweis &uuml;ber die Wirkung von Vitaminen oder anderen Ern&auml;hrungsformen wissenschaftlich untermauern will, dann fasst man Studien zusammen, sodass man auf 10.000 oder mehr Teilnehmer kommt. Die Auswahl von nur 100 Patienten bedeutet nicht nur, dass der Zufall eine viel gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielt. Sie ist auch selektiv, denn es wurden ja nur Personen genommen, die Bluthochdruck hatten. Ob viel Salz auch anderen, die keinen Bluthochdruck haben, schadet dar&uuml;ber liefert diese Studie gar keine Daten.<\/p>\n<p>Das Salz den Blutdruck steigert hielt sich aus zwei Gr&uuml;nden. Das Erste ist, das Salz tats&auml;chlich in den K&ouml;rperfl&uuml;ssigkeiten vorhanden ist die au&szlig;erhalb Zellen flie&szlig;en. Gem&auml;&szlig; chemischen Gesetzen str&ouml;mt aber Wasser zum salzhaltigeren Medium, um die Konzentration auszugleichen. Das erschien also bedingt logisch (wenn man ignoriert, das Kalium als Antagonist in den Zellen ist und die Nieren nat&uuml;rlich auch Salz ausscheiden). Das zweite ist, das es nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Von den Personen, die Bluthochdruck haben sind ein Teil natriumsensitiv, das hei&szlig;t, bei einem Teil der Bluthochdruckpatienten hilft der Verzicht auf salzhaltige Ern&auml;hrung tats&auml;chlich. Nur bekommt man aber keinen Bluthochdruck alleine vom Salz und auch bei den meisten mit Bluthochdruck n&uuml;tzt salzarme Nahrung nichts.<\/p>\n<p>Zuletzt noch eine andere Zahl. W&auml;re der Zusammenhang gegeben, so m&uuml;sste es heute weniger Patienten geben. Das Buch gab als durchschnittliche Aufnahmemenge 1980 12 g Salz pro Tag an, <a href=\"https:\/\/www.verbraucherzentrale.de\/wissen\/lebensmittel\/gesund-ernaehren\/salzkonsum-in-deutschland-11379\">heute<\/a> sind es noch 8,4 g bei Frauen und 10 g bei M&auml;nnern. Die Aufnahme an Salz ist also gesunken, der Anteil der Personen mit Bluthochdruck dagegen angestiegen. Er muss daher andere Ursachen haben \u2013 heute wird Stress als Hauptfaktor genannt. Der taucht im Ern&auml;hrungsbuch von 1982 nicht auf.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Zucker<\/h3>\n<p>Das Buch erschien zu fr&uuml;h um Zucker als gro&szlig;en Sch&auml;dling anzuf&uuml;hren. Zucker wird in dem Buch zwar auch bei den ern&auml;hrungsbedingten Krankheiten aufgef&uuml;hrt, aber nur weil er Karies verursachen soll. Das ist inzwischen auch widerlegt. Es ist nicht relevant, wie viel Zucker man aufnimmt, sondern wie lange er in Kontakt mit den Z&auml;hnen ist. Da sind klebrige Kaubonbons viel schlimmer als Schaumgeb&auml;ck, das nur aus Zucker und Eiwei&szlig; besteht. Daneben hat man heute die S&auml;uren in Getr&auml;nken im Verdacht Karies zu verursachen, egal ob die Getr&auml;nke mit Zucker oder S&uuml;&szlig;stoff ges&uuml;&szlig;t sind.<\/p>\n<p>Seitdem hat der Zucker jedoch rapide an Renommee verloren. Inzwischen machen ihn viele f&uuml;r &Uuml;bergewicht und Diabetes verantwortlich. Klar, Diabetes hei&szlig;t im Volksmund ja auch \u201eZuckerkrankheit\u201c. Nat&uuml;rlich ist Zucker bei Diabetes nicht in gr&ouml;&szlig;erer Menge angeraten, da er schnell aufgenommen wird und den Blutglucosespiegel schnell ansteigen l&auml;sst. Das war es aber schon. Es gibt weder den Hei&szlig;hunger nach Zuckerkonsum, noch andere Hormonschwankungen, die ihm nachgesagt werden. Das einzige Verbrechen des Zuckers ist, dass er nicht s&auml;ttigt, weil er schnell, teilweise in der Mundschleimhaut, quantitativ im Zw&ouml;lffingerdarm aufgenommen wird. Damit isst man leichter mehr als man essen sollte, da eine S&auml;ttigung erst nach einiger Zeit sich einstellt und die noch dazu von der F&uuml;llung des Magens abh&auml;ngt, zuckerhaltige Speisen passieren den Magen aber schnell. Doch dieses \u201eVerbrechen\u201c haben auch andere Lebensmittel, die leicht verdaulich sind, begangen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">S&uuml;&szlig;stoff<\/h3>\n<p>Wenn Zucker so schlecht sind, dann steigen wir doch einfach auf S&uuml;&szlig;stoffe um. Ha! Nicht ohne die Ern&auml;hrungsprofis. S&uuml;&szlig;stoffe werden seit einigen Jahren madig gemacht. Nachdem sich inzwischen rumgesprochen hat, dass die These \u201eS&uuml;&szlig;stoffe verursachen Krebs\u201c auf eine Verunreinigung in den 70-ern Jahren bei einem US-Hersteller bezog, in Europa nie die Gefahr bestand (anderes Herstellungsverfahren) haben es nun einige ganz schlau gemacht: Sie schreiben einfach alle negativen Wirkungen des Zuckers dem S&uuml;&szlig;stoff zu. Also auch hier sollte dann Hei&szlig;hunger entstehen, der Blutglucosespiegel w&uuml;rde stark schwanken, weil der K&ouml;rper durch den S&uuml;&szlig;geschmack auf Zucker einstellt, der dann nicht kommt und es w&uuml;rde Insulin ausgesch&uuml;ttet werden, was dann langfristig zu Diabetes f&uuml;hrt. Das Dumme nur: Niemand hat das jemals beobachtet. Man kann ja Glucose und Insulin im Blut bestimmen und die &auml;ndern sich durch S&uuml;&szlig;stoffaufnahme gar nicht. Logisch, der K&ouml;rper hat zwar auf der Zunge Rezeptoren f&uuml;r S&uuml;&szlig;geschmack, doch die Rezeptoren in den Zellen, die verantwortlich f&uuml;r die Hormonaussch&uuml;ttung sind, reagieren nur auf Glucose und kein anderes Molek&uuml;l. Warum die Leute drauf kommen? Weil in Ferkelmastfutter S&uuml;&szlig;stoff ist. Ferkel sollen es ja fressen und die sind s&uuml;&szlig;e Muttermilch gew&ouml;hnt und w&uuml;rden unges&uuml;&szlig;tes Futter weniger konsumieren. Man hat eine Beobachtung vom Tier, noch dazu \u201eKleinkinder\u201c auf den Menschen &uuml;bertragen. So weit h&auml;tte man nicht mal gehen m&uuml;ssen. Auch menschliche Babys und Kinder m&ouml;gen Dinge die s&uuml;&szlig; sind lieber. Kinderprodukte sind s&uuml;&szlig;er, auch weil die Kinder S&uuml;&szlig;e nicht so stark empfinden wie erwachsene, daf&uuml;r nehmen sie bitter viel st&auml;rker wahr, was die Abneigung gegen Spinat und anderem Gem&uuml;se erkl&auml;rt. Das ist evolution&auml;r sinnvoll. Bittere Dinge sind oft giftig. S&uuml;&szlig;e Fr&uuml;chte fast nie. So sch&uuml;tzt sich der K&ouml;rper, schlussendlich hatte man damals erst als Erwachsener die Lernphase durchgemacht, zu wissen, welche Pflanzen genie&szlig;bar ist und welche nicht.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Fructose<\/h3>\n<p>In meinem Buch und bis vor wenige Jahre galt Fructose als die Alternative f&uuml;r Zucker bei Diabetikern. Bis vor wenigen Jahren waren alle Diabetikerprodukte mit Fructose hergestellt, anstatt Zucker. So Schokolade, Marmelade, Kuchen. Das war bequem. Fructose hat &auml;hnliche Eigenschaften wie Zucker, anders als S&uuml;&szlig;stoffe auch dieselbe Masse, so muss man Rezepte nicht ab&auml;ndern. Untersuchungen bei Ratten ergaben, dass Fructose noch negativer als Glucose das S&auml;ttigungsgef&uuml;hl beeinflusst. Ratten, die soviel Fructose zu sich nehmen konnten, wie sie wollten, wurden dicker als eine zweite Gruppe, die so viel Glucose essen konnte, wie sie wollte. Zudem gab es bei den Ratten typische ern&auml;hrungsabh&auml;ngige Krankheiten wie Gicht, Fettleber, Bluthochdruck und eine Insulinresistenz.<\/p>\n<p>Gefunden wurde beim Menschen, dass Fructose die Plasmakonzentration von Tri\u00adglyceriden und LDL-Cholesterin erh&ouml;ht. Beide Parameter beg&uuml;nstigen die Entstehung von Arteriosklerose und erh&ouml;hen das kardiovaskul&auml;re Risiko. Beobachtet wurden bei Diabetikern auch nichtkrankhafte Fetteinlagerungen in die Leber, die nach Reduktion der Fructoseaufnahme wieder verschwanden. Inwieweit Fructose an der Entstehung der nicht alkoholbedingten Fettleber beteiligt ist, ist noch nicht gekl&auml;rt. Man stellte fest, dass die Hormone Leptin, Insulin und Ghrelin, welche die Nahrungsaufnahme regulieren, auf Fructose anders ansprechen als auf andere Kohlenhydrate wie Haushaltszucker. Deshalb soll die S&auml;ttigungsregulation geringer sein, und dies f&uuml;hrt zu einer erh&ouml;hten Aufnahme.<\/p>\n<p>2010 wurde Fructose aus der Di&auml;tverordnung gestrichen und ist seitdem nicht mehr Produkte f&uuml;r Diabetiker zugelassen, die nun eigentlich auch Fr&uuml;chte meiden sollten \u2013 dort kommt Fructose nat&uuml;rlicherweise am h&auml;ufigsten vor.<\/p>\n<p>Daneben gibt es eine Fructoseintoleranz, die wie die bekanntere Laktoseintoleranz auf einem zu wenig aktiven Enzym beruht.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Kohlenhydrate<\/h3>\n<p>Relativ neu und im meinem alten Buch nur gestreift war 1980 der \u201eLow Carb\u201c Trend. Wie man an dem englischen Wort sieht, kommt das aus dem Land der unbegrenzten Ern&auml;hrungsirrt&uuml;mer. Robert Atkins hat diese Ern&auml;hrungsform propagiert. Ohne wissenschaftliche Absicherung, einfach nur als Postulat. Das biochemische Grundprinzip ist, das unser K&ouml;rper auf eine Grundversorgung mit Kohlenhydraten angewiesen ist. Bekommt er diese nicht, so muss er diese aus Eiwei&szlig; bilden, das ist aufwendig und mit Energieverlusten verbunden. Zudem nutzt er bei Eiwei&szlig; schon einen gr&ouml;&szlig;eren Teil der Energie nicht bei der Nahrungsaufnahme. Daher soll man, wenn man kohlenhydratarm lebt, essen d&uuml;rfen so viel man will, ohne zuzunehmen. Dazu kommt, dass die vor allem eiwei&szlig;reiche und fettreiche Nahrung gut s&auml;ttigt. Ob es dem K&ouml;rper gut tut, ist eine andere Frage. Wer sowieso schon Probleme mit Blutfettwerten hat (siehe weiter unten bei Arteriosklerose) bei dem gehen diese Werte nun durch die Decke und wer eine Veranlagung zu Gicht hat, kommt ebenfalls mit der hohen Proteinmenge nicht zureicht. Bei allen anderen geht das ganz gut, auch wenn die Leute durch die entstehenden Ketok&ouml;rper ihr Risiko f&uuml;r eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Azidose\">Azidose<\/a>, ein Umkippen des pH-Wert des Bluts deutlich erh&ouml;hen. Nach Ansicht von Ern&auml;hrungsexperten sollte man eine Mindestmenge an Kohlenhydraten \u2013 das Gehirn, aber auch einige Organe ben&ouml;tigen Kohlenhydrate als Energiequelle \u2013 von etwa 70 bis 90 g nicht unterschreiten.<\/p>\n<p>Ich habe allerdings nie verstanden, warum jemand so eine Di&auml;t macht. Da Kohlenhydrate tabu sind, f&auml;llt alles weg, was Zucker und St&auml;rke enth&auml;lt: nicht nur jede Art von S&uuml;&szlig;igkeiten auch Brot, Reis, Nudeln, Kartoffeln. All das ist verboten von pflanzlichen Nahrungsmitteln bleiben nur &Ouml;le und Gem&uuml;se &uuml;brig. Schon Obst hat zu viel Zucker. Ich mache einmal in der Woche einen Fastentag. An diesem Tag esse ich nur Suppe, Gem&uuml;se, Obst. Doch selbst der f&auml;llt mir leichter als ein Atkinstag. Morgens ein Fr&uuml;hst&uuml;ck ohne Brot und ohne M&uuml;sli? Was kann man da noch essen? Wurst und K&auml;se ohne Brot, R&uuml;hreier oder geratenen Speck. Selbst Naturjogurth geht wegen der enthaltenen Laktose nicht. Ganz lecker aber nicht ohne Brot. Dann Mittags ein Steak \u2013 ohne Beilagen. Kein Nachtisch, keine Schokolade, nicht Mal Zucker in den Kaffee und abends dann nochmals das Programm wie beim Fr&uuml;hst&uuml;ck \u2013 nein danke. Die meisten nehmen mit Atkins ab, weil sie bald schon die erlaubten Lebensmittel nicht mehr essen, man bekommt dann schnell einen Widerwillen gegen das, was man essen darf.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/b2a23001f5b5449598812aaee3940244\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>Soviel f&uuml;r heute. Morgen folgt dann Teil 2 mit anderen Moden der Ern&auml;hrung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern kam bei Quark &amp; Co eine Sendung &uuml;ber das Abnehmen und auch im ersten moderiert sich Tim M&auml;lzer gerade wieder durch eine Reihe von Ern&auml;hrungssendungen und hat gerade am Montag die gute Nachricht bekommen, dass er mit 103 kg bei 1,81 m Gr&ouml;&szlig;e nicht abnehmen muss und mit 6.000 Schritten pro Tag genug tut. 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