{"id":13228,"date":"2018-02-05T00:15:59","date_gmt":"2018-02-04T23:15:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13228"},"modified":"2019-09-28T21:25:48","modified_gmt":"2019-09-28T19:25:48","slug":"warum-ein-neuer-computer-nicht-mehr-viel-schneller-als-ein-alter-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/02\/05\/warum-ein-neuer-computer-nicht-mehr-viel-schneller-als-ein-alter-ist\/","title":{"rendered":"Warum ein neuer Computer nicht mehr viel schneller als ein Alter ist"},"content":{"rendered":"<p>Bei mir stand ein Computerneukauf an, nicht bei mir selbst, aber bei meinem Bruder, dessen Rechner jetzt 6 Jahre auf dem Buckel hat. Daf&uuml;r habe ich mich nat&uuml;rlich informiert, was gerade aktuelle Technik ist. Das Grundproblem ist, das man zwar in Zeitschriften gerne Vergleiche sieht, wie schnell die verschiedenen aktuellen Prozessortypen sind, aber nur wenig &uuml;ber die Geschwindigkeit verglichen mit einem &auml;lteren Prozessor, noch weniger nat&uuml;rlich, wenn es wie in meinem Falle, ein 6 Jahre alter Rechner ist. Ich dachte mir ich nehme das Mal als Aufh&auml;nger f&uuml;r einen Blog.<!--more--><\/p>\n<p>Die Geschwindigkeit eines Rechners kann man angeben als Instruktionen pro Takt \u00d7\u00a0Taktfrequenz. &Auml;ndert sich die Architektur nicht, das hei&szlig;t die Instruktionen sind die gleichen, so kann man leicht Rechner vergleichen, wie in meinem Falle Prozessoren der x86 oder x64 Linie. Es klappt nicht mehr so gut, wenn die Architekturen unterschiedlich sind. So soll ein<a href=\"http:\/\/amzn.to\/2Eem1Hu\"> Raspberry Pi<\/a> mit 700 MHz nach offiziellen Angaben so schnell wie ein 300-MHz-Pentium II <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.org\/forums\/viewtopic.php?t=169636\">sein<\/a> \u2013 meiner Erfahrung nach erreicht er nicht mal das Tempo. Doch schon die Angabe 700 MHz zu 300 MHz zeigt das die interne Architektur des Pentium \u201em&auml;chtiger\u201c ist als die eines ARM Prozessors. Sonst br&auml;uchte man nicht nur 300 MHz um die gleiche Geschwindigkeit wie ein ARM-Prozessor mit 700 MHz zu erreichen. Dabei ist dieser sogar noch j&uuml;nger, sollte also leistungsf&auml;higer als die Generation sein, die zu der Zeit des <a href=\"\/pentium-ii.shtml\">Pentium II <\/a>(1996-1998) aktuell war.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/822b5e06c19a426fb88cddd134fa2a80\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>Aus der Gleichung gibt es zwei Ansatzpunkte die Geschwindigkeit zu erh&ouml;hen: h&ouml;here Taktfrequenz und mehr Instruktionen pro Takt (IPC: Instructions per Clock). Fangen wir mit dem komplizierten an, dem IPC.<\/p>\n<p>Als der 8086 erschien, brauchten alle Befehle mehrere Takte, selbst einfache Befehle oder welche, die gar nichts taten wie der Befehl NOP. Im Schnitt brauchte ein Befehl beim <a href=\"\/8086.shtml\">8086<\/a> in der Ausf&uuml;hrung 7,7 Takte. Er hatte die klassische Architektur der damaligen Zeit implementiert: Befehl aus dem Speicher holen, Befehl dekodieren, Ergebnis ausgeben und eventuell Ergebnis zur&uuml;ckschreiben. Jede Operation ben&ouml;tigte einen Takt, oft mehrere. Komplexe Befehle wie Multiplikation oder Division brauchten sogar &uuml;ber 100 Takte.<\/p>\n<p>Die n&auml;chste Generation, der <a href=\"\/80286.shtml\"> 80286<\/a>, hatte eine Pipeline eingebaut. Sie holte bei jedem Takt einen Befehl, nicht nur wenn ein Befehl gerade fertig war. Bei jedem Takt wurde der Befehl in der Pipeline eine Stufe weitere bef&ouml;rdert. Das ist eine erste Stufe der Parallelisierung. Es befinden sich immer mehrere Befehle in verschiedenen Stadien der Ausf&uuml;hrung in der Pipeline. So brauchte der 80286 f&uuml;r die meisten einfachen Befehle nur noch zwei bis drei Takte. Er war beim gleichen Takt mindestens um den Faktor, 2, oft sogar um den Faktor 3 schneller als sein Vorg&auml;nger. Noch brauchten aber alle Befehle mehr als einen Takt, weil die Pipeline nur drei Stufen hat &#8211; wenn der Durchschnitt bei 8 Takten pro Befehl liegt, m&uuml;sste sie acht Stufen umfassen, um einen Befehl pro Takt abzuarbeiten.<\/p>\n<p>Bei den n&auml;chsten beiden Generationen wurde die Pipeline immer l&auml;nger und der <a href=\"\/80486.shtml\">486<\/a> erreichte nun tats&auml;chlich, dass 80 % der Befehle in einem Takt ausgef&uuml;hrt wurden. Sie war nun f&uuml;nf Stufen lang. Mit der Ausf&uuml;hrung von einem Befehl pro Takt war die erste Grenze der Architektur erreicht. Unter diesen Wert kann man die Geschwindigkeit mit einer Pipeline nicht mehr dr&uuml;cken, auch wenn es sehr viele Stufen sind (den Rekord h&auml;lt hier der Pentium 4 bei dem es bis zu 32 Stufen waren).<\/p>\n<p>Beim <a href=\"\/pentium-prozessor.shtml\">Pentium<\/a> gab es daher einen Bruch mit der Architektur. Er hatte zwei arithmetisch-logische Einheiten (ALU), mit denen Ganzzahlberechnungen, aber auch Bitverkn&uuml;pfungen oder Vergleiche durchgef&uuml;hrt wurden. Die Pipeline konnte nun beide Einheiten versorgen, das hei&szlig;t, Befehle die diese Einheiten konnten nun <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/paralelles-rechnen.shtml\">parallel<\/a> ablaufen. Das Problem: Code wird linear ausgef&uuml;hrt, so schreiben ihn Menschen aber auch Compiler. Ein Schritt nach einem anderen kann unabh&auml;ngig vom Ersten sein, muss aber nicht, kann z.B. ein Rechenergebnis verwenden, das erst errechnet werden muss.<\/p>\n<p>Eine Geschwindigkeitssteigerung ergibt sich wenn der Prozessor feststellen kann ob Befehle voneinander abh&auml;ngig sind und wenn das der Fall ist, einen anderen Befehl vorzieht., Mit diesem Feature \u201eOut of Order execution\u201c kann die Geschwindigkeit stark steigern, die CPU werden aber auch sehr komplex. Beim &Uuml;bergang der CPU-Core des Raspberry Pi von Version 3 zu 4 kam dieses Feature auf und das hat den Prozessur enorm beschleunigt.<\/p>\n<p>Bei &#8222;Out of Order Execution&#8220; muss genau Buch gef&uuml;hrt werden, welcher Befehl von welchem unabh&auml;ngig ist, welche Einheit gerade frei ist und wann ein Ergebnis zur Verf&uuml;gung steht. Dazu kam ein zweites Feature, die spekulative Ausf&uuml;hrung: Das parallele Ausf&uuml;hren macht keinen Sinn, wenn bei einem Sprung (und den gibt es in Programmen h&auml;ufig) man Befehle ausf&uuml;hrt, die gar nicht mehr g&uuml;ltig sind. Eine <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pipeline.shtml\">Sprungvorhersage<\/a> ermittelt daher, wohin wahrscheinlich beim n&auml;chsten Sprung gesprungen wird. Diese Sprungvorhersage oder spekulative Ausf&uuml;hrung ist die zweite Architektur&auml;nderung, die n&ouml;tig ist. Die beiden Sicherheitsl&uuml;cken, die es bis in die Nachrichten schafften <a href=\"https:\/\/meltdownattack.com\/\">Meltdown und Spectre<\/a> basieren darauf, dass man die Out-of-Order und Sprungvorhersage Einheiten so trainierte, dass man auf Speicherbereiche zugreifen konnte, die nicht zum eigenen Prozess geh&ouml;rten, indem diese schon vorsorglich in die Caches geladen wurden. Trotz des Sicherheitsmankos ist das Feature m&auml;chtig. Bei Intel beherrschen nur die Atoms kein Out-Of-Order Scheduling. Vergleicht man die Geschwindigkeit eines Atoms mit dem einfachsten \u201enormalen\u201c Prozessor von Intel, fr&uuml;her ein Celeron, heute steht der Begriff nicht mehr f&uuml;r eine Architektur, so zeigt sich das ein Atom bei gleichem Takt enorm viel langsamer ist.<\/p>\n<p>Im Prinzip hat sich seitdem nicht mehr viel ge&auml;ndert. Beim Pentium war das Feature der parallelen Ausf&uuml;hrung noch rudiment&auml;r, beim Pentium Pro voll ausgebaut. Auf dessen Architektur basiert noch die heutige Skylake Architektur. Zwischendurch versuchte Intel einen Wechsel \u2013 die mit dem <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Admin\/Documents\/Websites\/bernd-leitenberger\/pentium-4.shtml\">Pentium 4<\/a> eingebaute Netburst Architektur basiert auf nicht so vielen Einheiten, daf&uuml;r schnellerer Ausf&uuml;hrung, doch diese erwies sich als eine Sackgasse. Skylake hat heute 22 Funktionseinheiten, die von 7 Ports gef&uuml;ttert werden. Diese gro&szlig;e Zahl ergibt sich daraus, dass zwar durch eine Pipeline ein Befehl pro Takt ausgef&uuml;hrt wird, die Ausf&uuml;hrungszeit aber immer noch mehrere Takte betr&auml;gt. Solange ist eine Einheit belegt und daher braucht man mehrere. Die Portzahl ist daher aussagekr&auml;ftiger. 7 Ports bedeuten: maximal 7 Befehle k&ouml;nnen gleichzeitig aktiv sein. In der Praxis sind es 3 bis 4.<\/p>\n<p>Erst mit der letzten Pentium-4-Generation f&uuml;hrte Intel mehrere Prozessorkerne ein. Der Unterschied zu parallelen Funktionseinheiten ist, dass der gesamte Prozessor mehrfach vorkommt. Er ist auch dem Betriebssystem bekannt, das so verschiedene Prozesse an verschiedene Kerne verteilen kann. Das k&ouml;nnen Anwendungsprogramme, aber auch Systemtreiber sein. Die Kernzahl ist seitdem nur langsam gestiegen. Intel versprach mit jeder Generation die Kernzahl zu verdoppeln, das hat sich nicht bewahrheitet, denn dann m&uuml;ssten <a href=\"\/skylake.shtml\">Skylake<\/a> Prozessoren mindestens 32 Kerne haben. Tats&auml;chlich hat das Einsteigersegment zwei Kerne, die etwas besseren Prozessoren vier und nur im Spitzensegment (der Desktop-Prozessoren) gibt es mehr, wobei auch hier erst durch die Ryzen von AMD Bewegung kam. Bei der Serverlinie, den Xeons, gibt es aber tats&auml;chlich Prozessoren mit bis zu 36 Kernen. Der einfache Grund: Server, die viele Benutzer haben oder hochparallele Programme ausf&uuml;hren, nutzen so viele Kerne auch aus, Programme f&uuml;r Desktop-Rechner, die meist interaktiv sind dagegen nicht. Ein Zwischenschritt zwischen echten Kernen und den f&uuml;r das Programm unsichtbaren mehrfach vorhandenen Funktionseinheiten ist das Hyperthreading oder als allgemeiner Begriff, <span lang=\"de-DE\">Simultaneous Multithreading. Dabei werden dem Betriebssystem mehr Kerne gemeldet, als es gibt. Die Befehle werden dann in die laufende Abarbeitung eingef&uuml;gt, wobei man da es getrennte Threads sind, dies einfacher ist als das Umsortieren von Befehlen eines Threads. Allerdings kann man mit SMT, da es eben nicht zwei vollst&auml;ndige Kerne sind niemals so viel Leistung erreichen wie mit zwei eigenen Kernen.<\/span><\/p>\n<p>Kommen wir zum zweiten Kriterium: der Taktfrequenz. Die stieg lange Zeit dauernd an. Anfangs erst langsam. Der 8086 erschien mit 8 MHz, auch der 286, der <a href=\"\/80386.shtml\">386<\/a> mit 16 MHz, der 486 mit 20 MHz. Ab dem Pentium gab es eine Phase, in der die Taktfrequenz pro Generation rapide anstieg: 66 MHz beim Pentium, 233 MHz beim Pentium II, 450 MHz beim Pentium III, 1.200 MHz beim Pentium 4. Von 1978 bis 1994 stieg in 16 Jahren die Taktfrequenz um den Faktor 8. Von 1994 bis 2003 in neun Jahren um den Faktor 45. Der Pentium 4 erreichte eine Spitzentaktfrequenz von 3,83 GHz, doch das war nicht mehr weiter steigerbar. Die erste Generation der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/Core-Mikroarchitektur.shtml\">iCore<\/a> Architektur ging wieder auf 3,33 GHz Spitzentakt herunter. Heute werden wieder 4 GHz erreicht und &uuml;berschritten aber um nicht mehr viel.<\/p>\n<p>Das hei&szlig;t, wir haben zwei Dead-Ends: Die Spitzentaktfrequenz ist seit &uuml;ber 15 Jahren kaum gestiegen, die interne Architektur ist seit derselben Zeit nahezu unver&auml;ndert, wenn man sie auf den <a href=\"\/pentium-pro.shtml\">Pentium Pro <\/a>zur&uuml;ckf&uuml;hrt, sogar seit &uuml;ber 20 Jahren. Nat&uuml;rlich gab es immer wieder Verbesserungen in der Zeit dazwischen, aber eben doch evolution&auml;re &Auml;nderungen. Damit komme ich zum Ausgangspunkt zur&uuml;ck \u2013 lohnt es sich heute einen 4 bis 6 Jahre alten PC auszuwechseln, nur weil der Prozessor zu lahm ist. Nach Intels Angaben wurde die Geschwindigkeit wie folgt gesteigert:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table class=\"auto-style1\">\n<colgroup>\n<col \/>\n<col \/>\n<col \/>\n<col \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr>\n<th class=\"auto-style1\"><\/th>\n<th class=\"auto-style1\">Technik<\/th>\n<th class=\"auto-style1\">ST-IPC-Gewinn<\/th>\n<th class=\"auto-style1\">ST-IPC vs. Dothan<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Dothan<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Pentium M (Refresh), 2C ohne HT\/TM, 90nm (2004)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">&#8211;<\/td>\n<td class=\"auto-style1\"><em>100%<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Merom<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 2 Duo, 2C ohne HT\/TM, 65nm (2007)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+15%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">115%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Penryn<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 2 Duo (Refresh), 2C ohne HT\/TM, 45nm (2008)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+2%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">117,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Nehalem<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 9xx, 4C +HT +TM, 45nm (2008)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+12%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">131,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Sandy Bridge<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 2xxx, 4C +HT +TM, 32nm (2011)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+10%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">144,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Ivy Bridge<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 3xxx, 4C +HT +TM, 22nm (2012)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+5%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">152%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Haswell<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 4xxx, 4C +HT +TM, 22nm (2013)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+10,5%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">167,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Broadwell<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">Core 5xxx, 4C +HT +TM, 14nm (2015)<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+5,5%<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">177%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Skylake ist da noch nicht dabei, soll aber bei maximal 10 % liegen. Immerhin, in 13 Jahren sind es summierte 177 %. Doch es gibt noch einen anderen Faktor. Seit die Parallelisierung einzog, ist es so, dass der Geschwindigkeitsgewinn nicht linear abh&auml;ngig ist, sondern stark vom Programm abh&auml;ngig. Beim Pentium war es so, dass er den damals noch weit verbreiteten 16-Bit-Code in DOS kaum beschleunigte. Bei so vielen Generationen wie in der oberen Tabelle kommen dann noch Befehle hinzu, die ein neueres Programm nutzen kann. Vor allem bei Flie&szlig;kommabefehlen hat Intel in den letzten Jahren viel gemacht. Die Angaben von Intel kann man also als optimistisch ansehen.<\/p>\n<p>Eine andere Webseite kam auf folgende Werte beim Auswerten der Geschwindigkeit g&auml;ngiger Programme:<\/p>\n<table>\n<colgroup>\n<col \/>\n<col \/>\n<col \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr>\n<th class=\"auto-style1\"><\/th>\n<th class=\"auto-style1\">Technik<\/th>\n<th class=\"auto-style1\">Intel Angabe<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Dothan<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\"><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Merom<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\"><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+15%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Penryn<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\"><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+2%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Nehalem<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\"><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+12%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Sandy Bridge<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\"><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+10%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Ivy Bridge<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+ 5,8 %<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Haswell<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+ 11,2 %<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+10,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style1\"><strong>Broadwell<\/strong><\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+ 3,3 %<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+5,5%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"auto-style2\">Skylake<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+ 2,4 %<\/td>\n<td class=\"auto-style1\">+ 10 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Bei zwei Generationen wurden die Intel-Angaben erreicht, nicht jedoch bei den letzten beiden. Das wundert nicht, den intern hat sich bei Haswell wenig getan. Die wichtigsten &Auml;nderungen betreffen die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/simd-vliw.shtml\">AVX-Einheit<\/a>, die bei nicht-wissenschaftlichen Anwendungen jedoch keine Rolle spielt. Dazu und das ist eher von Bedeutung wurde die OnBoard-Grafik leistungsf&auml;higer. Bei Ivy-Bridge wurde sie als erste integrierte Grafikeinheit eingef&uuml;hrt. Damals hatte die kleinste Version 6 Shader und einen Basistakt von 350 MHz, die gr&ouml;&szlig;te 12 Shadereinheiten bei 750 MHz. Bei Skylake hat die kleinste Version 12 Shadereinheiten bei 1 GHz Takt und die gr&ouml;&szlig;te Version 72 Shadereinheiten bei 1,3 GHz. Das hei&szlig;t, die Grafikeinheiten haben sowohl, was den Takt wie auch die Zahl der Einheiten angeht, deutlicher zugelegt als die CPU. Inzwischen reicht sie aus f&uuml;r nicht so anspruchsvolle aktuelle Spiele in Full-HD Aufl&ouml;sung, w&auml;hrend die ersten Versionen nur einige Jahre alte Spiele fl&uuml;ssig darstellen k&ouml;nnen. Von einer dezidierten Grafikkarte sind sie noch weit entfernt. Ich denke, dass dieser Trend anhalten wird.<\/p>\n<p>Zur&uuml;ck zu meinem Aufh&auml;nger. Ich habe mit meinem Bruder einen heruntergesetzten <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2s46qph\">Fujitso Esprimo 556P<\/a> herausgesucht. Nicht ganz mein Wunschkandidat. Das Problem ist, das mein Bruder nicht viel f&uuml;r einen Rechner ausgeben will. Immerhin erf&uuml;llt er in anderen Kriterien (250 GB SSD, mindestens 8 GB RAM) meine Erwartungen. Ich h&auml;tte gerne einen iCore i3 7100 Prozessor mit bis zu 3,9 GHz gehabt, doch der lag nicht im Budget, so wurde es ein Pentium 4560 mit maximal 3,5 GHz und etwas langsamerer interner Einheit. Trotzdem war der Rechner nur unter 500 Euro, weil er runtergesetzt war. Beim Installieren war er recht flott, in etwa so schnell wie meiner (iCore i5 4590 mit 3,9 GHz). Kein Vergleich mit dem alten Rechner meines Bruders \u2013 der war ein AMD mit 4 x 1,8 GHz, das hei&szlig;t zum einen niedrigerer Takt zum anderen eine Architektur, die auch weniger IPC pro Sekunde ausf&uuml;hrt, zudem nur mit Festplatte.<\/p>\n<p>F&uuml;r mich steht nach dem Schreiben des Artikels aber eines fest: mein Rechner der nun auch dreieinhalb Jahre alt ist wird es noch eine Weile tun, denn gegen&uuml;ber Haswell liegt selbst nach Intel Angaben der Geschwindigkeitsgewinn bei gleicher Taktfrequenz nur bei maximal 15 %, realistisch eher bei 7 %, das merkt man bei der t&auml;glichen Arbeit nicht. Um die 30 % Geschwindigkeitsgewinn \u2013 das gibt die ct\u2018 als \u201emerkbar\u201c an, zu erreichen m&uuml;sste man einen Rechner mit der Sandy-Bridge-Architektur ersetzen, mithin einen &uuml;ber sechs Jahre alten Rechner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei mir stand ein Computerneukauf an, nicht bei mir selbst, aber bei meinem Bruder, dessen Rechner jetzt 6 Jahre auf dem Buckel hat. Daf&uuml;r habe ich mich nat&uuml;rlich informiert, was gerade aktuelle Technik ist. 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Es geht um 10 Kriterien anhand derer man Programmiersprachen kategorisieren kann. Maschinennah oder universell, aber komplex Als eine maschinennahe Sprache bezeichnet man eine Sprache, die nahe den M\u00f6glichkeiten von Prozessoren ist. Das Paradebeispiel ist C. Alle Prozessoren\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/7f5d9cf5265047179df05b778bf455b5","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18380,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/03\/die-glorreichen-10-das-war-mal-weg-pc-hardware\/","url_meta":{"origin":13228,"position":5},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Das war mal weg: PC Hardware","author":"Bernd Leitenberger","date":"3. September 2025","format":false,"excerpt":"Ich will heute mal zwei ZDF Info \/ Neo Sendungen verbinden. Die glorreichen 10, die bei mir als Vorlage f\u00fcr einige Blogs dienten und die von mir noch mehr gesch\u00e4tzte Sendung \"Das war mal weg\", wo es um Dinge geht, die fr\u00fcher fast jeder hatte und die heute aus unserem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/876c61d389304d98aa0332fadd769381","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13228","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13228"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13228\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13228"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13228"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13228"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}