{"id":13250,"date":"2018-02-13T09:57:56","date_gmt":"2018-02-13T08:57:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13250"},"modified":"2025-06-22T07:22:58","modified_gmt":"2025-06-22T05:22:58","slug":"die-ipc-werte-in-der-intel-welt-bestimmt-mit-dhrystone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/02\/13\/die-ipc-werte-in-der-intel-welt-bestimmt-mit-dhrystone\/","title":{"rendered":"Die IPC Werte in der Intel Welt bestimmt mit Dhrystone"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_13250\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"13250\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Den heutigen Artikel scheibe ich erg&auml;nzend zu meinem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/02\/05\/warum-ein-neuer-computer-nicht-mehr-viel-schneller-als-ein-alter-ist\/\"> Grundlagenartikel<\/a> &uuml;ber den Zuwachs an Geschwindigkeit bei Intel Prozessoren anhand des Dhrystone Benchmarks. Diesmal dreht sich alles um ein Kriterium: den IPC, die Abk&uuml;rzung von Instructions per Cycle (Anweisungen pro Maschinenzyklus). Da geht schon das erste Erkl&auml;ren los. Was ist ein Maschinenzyklus? Jeder Prozessor hat einen Taktgeber. Bei jedem Taktschlag tut er etwas. Ein Maschinenzyklus besteht aus mehreren Takten. Der einfachste Zyklus aus drei Teilen: Daten aus dem Speicher holen, Befehl aus den Daten herausholen, Befehl ausf&uuml;hren. Die Definition eines Zyklus war fr&uuml;her wichtig, weil er die Geschwindigkeitsanforderungen an das Speichersystem definiert. Im obigen Basiszyklus von drei Takten wird nur im ersten Takt auf den Speicher zugegriffen, dann reicht f&uuml;r diesen eine Zugriffszeit, die nur einem Drittel der Geschwindigkeit des Mikroprozessors entspricht. Die meisten Prozessoren in der unteren &Uuml;bersicht haben einen IPC-Wert gr&ouml;&szlig;er 1, das hei&szlig;t, die obige Definition des Taktzyklus ist nicht anwendbar, weil der Prozessor durch interne Parallelisierung (Pipeline, Parallelverarbeitung) mehrere Befehle pro Takt ausf&uuml;hrt.<!--more--><\/p>\n<p>Der Dhrystone ist ein <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/benchmarks.shtml\">Benchmark<\/a>. Jeder Benchmark dient dazu, die Geschwindigkeit eines Computers zu messen. Dazu einige Bemerkungen &uuml;ber Faktoren, die beim Beurteilen eines Benchmarks wichtig sind. Zuerst einmal ist wichtig, welche Bedingungen beim Lauf des Benchmarks erf&uuml;llt sind. Selbst beim selben Bin&auml;rcode kann es verschiedene Resultate auf unterschiedlichen Computern geben. Das h&auml;ngt vom Betriebssystem ab. Das Programm ben&ouml;tigt Funktionen des Betriebssystems, um auf Dateien oder Ger&auml;te zuzugreifen, wie den Monitor. Beim Dhrystone Benchmark gibt es kaum Benutzung von Betriebssystemfunktionen. Trotzdem differieren die Ergebnisse eines Benchmarks unter Windows, MacOs und Linux leicht. Der Grund ist das heutige Betriebssysteme Multitasking-Betriebssysteme sind. Selbst wenn der Benchmark das einzige Programm ist, das l&auml;uft, dann gibt es noch etliche andere Prozesse, die im Hintergrund laufen und ebenfalls Ressourcen ben&ouml;tigen. Dazu kommt je nach Auslegung des Benchmark auch, wie gro&szlig; und schnell der Speicher ist. Wenn ein Benchmark viel auf den Speicher zugreift, so kann dies wesentlich f&uuml;r die Gesamtgeschwindigkeit sein. Das ist bei diesem Benchmark aber nicht der Fall.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/7f66944380844316ba5b9c697050ed4e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>Der wichtigste Faktor ist heute der Compiler. Dhrystone wurde in C geschrieben, der popul&auml;rsten <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/programmiersprachen-geschichte.shtml\"> Programmiersprache<\/a>. F&uuml;r sie gibt es zahlreiche Compiler. Ein Compiler analysiert den Quelltext und &uuml;bersetzt ihn in Maschinensprache. Die Algorithmen sind dazu unterschiedlich. Bei Intels Prozessoren erzeugen meist auch Intels Compiler den schnellsten Code. Sie kennen den internen Ablauf und die genauen Ausf&uuml;hrungszeiten der Befehle, die heute nicht mehr absolut angegeben werden k&ouml;nnen, sondern oft von anderen Befehlen abh&auml;ngen. Zudem gibt es je nach Prozessor noch Spezialbefehle. Schon der 8086 hatte \u201eStringbefehle\u201c, die das sequenzielle Abarbeiten einer Bytekette beschleunigten. Die aktuellen Prozessoren haben Spezialbefehle, die das Verschl&uuml;sseln und Entschl&uuml;sseln nach AES beschleunigen und Rechenbefehle, die mehrere Zahlen auf einmal verarbeiten. Daher muss f&uuml;r einen Vergleich auch immer derselbe Compiler eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Die Bedeutung des Compilers geht noch weiter. Heutige Compiler optimieren den Quellcode. Das hei&szlig;t, sie k&ouml;nnen eine ineffiziente Programmzeile durch eine effiziente ersetzen. Das kann sehr weit gehen. So ist in so alten Benchmarks der Code oft trivial. In einer Schleife wird z.\u00a0B. immer dieselbe Berechnung durchgef&uuml;hrt, deren Ergebnis aber nie verwendet. Der Compiler erkennt das und die Schleife durch eine einzelne Anweisung ersetzen, in der nur der letzte Durchlauf durchgef&uuml;hrt wird. Bei den heutigen Prozessoren kann es sein, das wenn in einer Schleife deren Anweisungen unabh&auml;ngig sind, sie durch den Compiler in mehrere Teilschleifen aufgespaltet wird und diese auf die Kerne verteilt werden. Der Codeteil l&auml;uft so viel schneller.<\/p>\n<p>Das Problem der optimierenden Compiler gab es schon in den Achtzigern, als der Dhrystone Benchmark entstand. Auf den Dhrystone 1 folgte der Dhrystone 2, der Code enthielt, den man nicht so gut optimieren konnte. Seitdem ist der Code aber gleich geblieben. Heutige Compiler haben daher kein Problem den Code aus den Achtzigern zu optimieren.<\/p>\n<h3>Die Bedeutung f&uuml;r die Praxis<\/h3>\n<p>Wenn sie Software kaufen, dann k&ouml;nnen sie sich sicher sein, dass diese ohne viele Optimierungen erstellt wurde. Der Grund ist einfach: Sowohl Intel wie AMD haben zahlreiche Prozessoren im Angebot. Bei Intel reicht das von einfachen Atoms in den Celerons mit einem \u201eJ\u201c in der Bezeichnung, f&uuml;r einen Verkaufspreis von 20 bis 30 Euro bis zu <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2G6eLL6\"> <span style=\"text-decoration: none;\"><span style=\"font-weight: normal;\">Xeon Serverprozessoren<\/span><\/span><\/a> mit Verkaufspreisen von mehreren Tausend Euro. Sie unterscheiden sich in Zahl der Prozessorkerne, Taktfrequenz aber auch interner Architektur. Die Atoms haben z.B. nicht die seit dem Pentium Pro eingef&uuml;hrte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/paralelles-rechnen.shtml\"> Out-of-Order-Architektur<\/a>. Je teurer ein Prozessor ist, desto mehr Spezialf&auml;higkeiten hat er. 2018, w&auml;hrend ich diesen Beitrag schreibe, gibt es z.B. bei den Flie&szlig;kommaeinheiten, die Generationen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/simd-vliw.shtml\">AVX2, AVX3 und AVX512<\/a>. Ein Programm, das AVX512 nutzt, w&uuml;rde nur auf den teuersten Prozessoren von Intel laufen, aber allen anderen mit einem Fehler abbrechen. Noch problematischer: AMD kopiert nicht die Prozessoren von Intel, sondern entwickelt eigene. Der Kernbefehlssatz ist identisch, doch AMD hat eigene Befehle, die es bei Intel nicht gibt und umgekehrt.<\/p>\n<p>Daher wird ein Programm so kompiliert, dass es auf m&ouml;glichst vielen Prozessoren l&auml;uft ohne spezielle Optimierungen. Wer Programme f&uuml;r eine bestimmte Architektur erstellt, das ist z.B. bei Firmen der Fall, wo viele Computer desselben Typs vorhanden sind oder f&uuml;r Supercomputer, kann man diese Optimierungen anwenden. Aufgrund dessen sollte man beim Dhrystone Benchmark die \u201eNicht-Optimierte\u201c Version als Referenz f&uuml;r die Geschwindigkeit nehmen.<\/p>\n<h3>Der Dhrystone Benchmark<\/h3>\n<p>Der Dhrystone Benchmark ist sehr alt, er stammt von 1984. Das ist ein Nachteil, aber auch ein Vorteil. Ein Nachteil, weil er nur grundlegende F&auml;higkeiten der CPU pr&uuml;ft, zudem ein synthetischer Benchmark, nicht ein konkretes Problem, das ausgef&uuml;hrt wird oder gar die Geschwindigkeit eines Anwendungsprogramms. Das w&auml;re aber nicht m&ouml;glich. W&uuml;rde man z. B. die Geschwindigkeit eines Editors im Jahre 1984 messen, so w&auml;re er 2017 gar nicht mehr ausf&uuml;hrbar, da das Betriebssystem, z.B. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/qdos.shtml\">MS-DOS<\/a> heute nicht mehr nativ ausgef&uuml;hrt werden kann.<\/p>\n<p>Trotzdem gibt der Dhrystone Benchmark die Geschwindigkeit eines Computers relativ gut wieder, weil die meisten Befehle eben die gebr&auml;uchlichsten sind und die gab es schon 1984. Bei diesem Benchmark liegt der Hauptaugenmerk auf Zeichenkettenoperationen, wie sie bei Textverarbeitung ben&ouml;tigt werden. Damit kann man Prozessoren &uuml;ber einen Zeitraum von 30 Jahren vergleichen. Die Ausgabe ist f&uuml;r heutige Verh&auml;ltnisse etwas kryptisch, es sind VAX-MIPS. Vereinfacht gesagt gibt der Benchmark an, wie schnell der Prozessor verglichen mit einer <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/VAX-11#VAX-11\/780\">VAX 11\/780 <\/a>ist. Die VAX 11\/780 ist einer der bekanntesten und meistverkauftesten Minicomputer und er erschien schon 1977. 1984 erreichten die schnellsten Mikroprozessoren wie der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80286.shtml\">80286 <\/a>oder 68000 die Geschwindigkeit einer VAX, wie der Dhrystone Benchmark belegte. Das war nat&uuml;rlich f&uuml;r das Ego &auml;u&szlig;ert f&ouml;rderlich, kostete doch ein solcher High-Power-PC eine vierstellige Summe, w&auml;hrend eine VAX 11\/780 so gro&szlig; wie eine Kommode war und im f&uuml;nfstelligen Bereich lag. Allerdings hat Digital Equipment, Hersteller der VAX, wenig sp&auml;ter auch eine VAX in PC-Gr&ouml;&szlig;e auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p>Die Angabe \u201eVAX-MIPS\u201c gibt an, dass der Programmautor annahm, dass eine VAX 1 Million Befehle pro Sekunde ausf&uuml;hrt (MIPS: Million Instructions per Second). In der Realit&auml;t f&uuml;hrte die VAX aber nur 0,5 MIPS pro Sekunde durch. So decken sich auch die offiziellen MIPS-Angaben des Intel <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80386.shtml\">80386<\/a> (9,6 MIPD bei 40 MHz) mit dem Messergebnis des Dhrystone Benchmarks (4,32 ~ 0,5 * 9,6).<\/p>\n<p>Die Tabelle habe ich einer anderen <a href=\"http:\/\/www.roylongbottom.org.uk\/dhrystone%20results.htm#anchorWin\"> Webseite<\/a> &uuml;bernommen. Ich habe mich auf einen Prozessor pro Generation beschr&auml;nkt. Die Tabelle enth&auml;lt zahlreiche Prozessoren, darunter auch verschiedene Taktfrequenzen eines Prozessors oder von verschiedenen Herstellern (fr&uuml;her wurden x86 Prozessoren auch von <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2nTz5sj\">IBM<\/a>, Cyrus und anderen Firmen gefertigt. Innerhalb einer Generation steigt die Geschwindigkeit aber meist linear mit der Taktfrequenz an.<\/p>\n<p>Bei Intel hatten die Prozessoren zuerst Nummern (<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8086.shtml\">8086<\/a>, 80286, 80386, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80486.shtml\">80486<\/a>), dann Pentium (Pentium, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pentium-pro.shtml\">Pentium Pro<\/a>, Pentium II, Pentium III und Pentium 4). Das letzte Schema ist das der Core. Benennung. Nach einer &Uuml;bergangszeit gibt es heute eine vierstellige Nummer. Die erste Ziffer gibt die Generation an. Aktuell im Januar 2018 ist die Ziffer \u201e8\u201c. Gefertigt wercen aber auch noch die Vorg&auml;ngergeneration mit den Ziffern 6 und 7. Die letzten drei Ziffern dahinter geben die Typennummer an, hier gilt: je h&ouml;her desto leistungsf&auml;higer. Um das Ganze noch zu verkomplizieren, gibt es mehrere Serien. Celeron und <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2nU3Tth\">Pentium<\/a> stellen die Einstiegsklasse da, in der Icore Serie werden die Prozessoren in den Serien i3, <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2nTBAea\">i5<\/a> und i7 leistungsf&auml;higer und ganz oben die Xeon Serie f&uuml;r Server.<\/p>\n<p>Oberfl&auml;chlich betrachtet gibt es einen enormen Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem ersten Prozessor in der Liste, dem 80386 und dem Letzten, einem Prozessor der Haswell-Generation (er erschien 2014). Dieser Unterschied relativiert sich, wenn man die VAX-MIPS durch die Taktfrequenz teilt. Das Ergebnis habe ich in diesem ersten Schaubild zusammengefasst. Er gibt pro Prozessor die Angabe VAX-MIPS\/MHz wieder. In Diagramm 1 f&uuml;r die nicht optimiere Version, in Diagramm 2 f&uuml;r die optimierte Version.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/dhrystonesopt.png\" alt=\"\" width=\"828\" height=\"509\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/dhrystones%20mips-mhz.png\" alt=\"\" width=\"948\" height=\"493\" \/><\/p>\n<p>Es ist der \u201enicht-optimierte\u201c Wert, stellvertretend f&uuml;r normale Programme um den Faktor 4 gestiegen, der optimierte Wert etwa den Faktor 8. In beiden Diagrammen f&auml;llt der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pentium-4.shtml\"> Pentium 4<\/a> auf. Seine Architektur war auf hohe Taktgeschwindigkeit optimiert, daf&uuml;r nahm man eine langsamere Verarbeitung der Befehle in Kauf. Er hatte weniger Parallelit&auml;t als sein Vorg&auml;nger, der Pentium III. Der Takt konnte auch rasch von 1,2 auf 3 GHz gesteigert werden, dann jedoch nur noch langsam. Der Pentium 4 erwies sich als technologische Sackgasse. Die heutigen Prozessoren der <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2nU4TNW\">Core-Generation <\/a>basieren auf dem Pentium M, der deswegen auch mit aufgef&uuml;hrt ist. Seine Architektur basiert aber letztendlich auf dem Pentium Pro. Betrachtet man das Diagramm und die Tabelle, so f&auml;llt auf, das bei nicht-optimierten Programmen seit dem Pentium Pro von 1995 also mehr als 20 Jahren ist der IPC-Wert von 0,46 auf maximal 0,542 gestiegen. Bei den optimierten Dhrystone sieht es besser aus, das liegt daran, dass seit der Core Generation es mehrere Kerne pro Prozessor gibt und der Compiler so den Code auf mehrere Kerne verteilen kann.<\/p>\n<p>Betrachtet man nun die absolute Performance, so zeigt sich in Diagramm 3, dass der Anstieg lange langsam war. Die Taktfrequenzen stiegen anfangs langsam an. Der 8086 erschien 1978 mit maximal 8 MHz, in 15 Jahren konnte man ihn bis 1993 beim 80486 auf 50 MHz, also um den Faktor 6 steigern. Dann stieg der Takt einige Jahre lang rasant an, um im Jahr 2003 3.000 MHz zu erreichen \u2013 in zehn Jahren der Faktor 50. Damit war eine physikalische Grenze erreicht, da bei jedem Takt Transistoren Strom abgeben, steigt die Verlustleistung bei steigendem Takt rapide an. Diese Leckstr&ouml;me f&uuml;hrten auch zum Ende der Pentium 4 Architektur die 7 bis 9 GHz erreichen sollte. Seitdem sind die Taktraten nur wenig angestiegen, was sich dann auch im Plateau in den letzten Jahren niederschl&auml;gt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/dhrystonevaxmips.png\" alt=\"Dhrystone VAX-MIPS\" width=\"831\" height=\"497\" \/><\/p>\n<p>In der Summe ist es heute so, dass ein aktueller PC der Skylake\/<a href=\"http:\/\/amzn.to\/2F0t04Y\">Kabylake<\/a>-Generation (2018 aktuell) zwar schneller aber nicht mehr signifikant schneller als einer der Ivy-\/<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sandy-ivy-bridge.shtml\">Sandybridge<\/a> Generation von 2012\/13 ist. Da seit 2017 AMD mit der <a href=\"http:\/\/amzn.to\/2nVCpmP\">Zen<\/a>-Architektur wieder attraktive CPU\u2018s fertigt, setzt heute Intel eher auf mehr Kerne um sich besser zu positionieren, bisher aber nur im Spitzensegment.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_13250\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"13250\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Den heutigen Artikel scheibe ich erg&auml;nzend zu meinem Grundlagenartikel &uuml;ber den Zuwachs an Geschwindigkeit bei Intel Prozessoren anhand des Dhrystone Benchmarks. 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Ich hatte in meiner Nachlese schon erw\u00e4hnt das Elon Musk, nachdem er dies lange verschoben hat nun plant SpaceX an die B\u00f6rse zu bringen. Ich meinte aber, das l\u00e4ge\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/0ee72da693054bc3b5c3f00214a7e2b3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18683,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/06\/01\/die-glorreichen-10-programmiersprachen-2\/","url_meta":{"origin":13250,"position":5},"title":"Die glorreichen 10 \u2013 Programmiersprachen (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"1. Juni 2026","format":false,"excerpt":"Der heutige Teil schlie\u00dft nahtlos an den ersten Teil an, der gestern erschien. Es geht um 10 Kriterien anhand derer man Programmiersprachen kategorisieren kann. 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