{"id":13292,"date":"2018-03-20T10:40:41","date_gmt":"2018-03-20T09:40:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13292"},"modified":"2018-03-20T10:40:41","modified_gmt":"2018-03-20T09:40:41","slug":"faktenbasierte-politik-verkehrspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/03\/20\/faktenbasierte-politik-verkehrspolitik\/","title":{"rendered":"Faktenbasierte Politik: Verkehrspolitik"},"content":{"rendered":"<p>In meiner lockeren Reihe &uuml;ber Politik, die sich nicht nach den Interessen von Lobbyverb&auml;nden richtet oder wichtige Reformen nicht durchf&uuml;hrt, weil die Parteien Angst vor verlorenen Wahlen haben, nehme ich mir heute die Verkehrspolitik vor. Die Anregung dazu bekommt man fast t&auml;glich, wenn man in den Nachrichten von neuen Skandalen um das Automobil und die Automobilindustrie h&ouml;rt oder einfach nur im Stra&szlig;enverkehr unterwegs ist.<\/p>\n<p>Mein einfacher Grundsatz ist, dass auch im Stra&szlig;enverkehr jeder gleichberechtigt ist. Woanders w&auml;re jede Abweichung von dem Grundsatz undenkbar. Vor dem Gesetz sollten ja auch sonst Reiche und Arme, M&auml;nner und Frauen gleichbehandelt werden. Sicher nicht immer, aber nicht so wie beim Verkehr.<\/p>\n<p>Der zweite Grundsatz ist, das Mobilit&auml;t f&uuml;r jeden m&ouml;glich sein sollte. Nat&uuml;rlich wird es nie f&uuml;r alle gleich sein. Es wird immer so sein, das das Land benachteiligt wird. Es wird auch immer so sein, das es mit dem Auto bequemer und schneller als mit Bus und Bahn ist. Aber ich stelle fest, dass es bei uns durchaus Gegenden gibt, wo der &Ouml;PNV ganz schlecht ist und man ohne Auto fast nicht auskommt. Zudem hat die Bahn seit Jahrzehnten ihr Streckennetz immer mehr verkleinert. Dagegen wurden immer mehr Stra&szlig;en gebaut. Ziel der Politik sollte es sein. Dieses Ungleichgewicht zu verringern, sprich das Grundrecht Mobilit&auml;t ohne Auto &uuml;berall umzusetzen.<!--more--><\/p>\n<h3 class=\"western\">Die Stra&szlig;e ist zum Fahren da<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/264a7c35cd3147698675b4c828fec522\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nEigentlich ist es schlimm, wenn ich diese platte Wahrheit schreiben muss. Die Stra&szlig;e dient dazu, dass man sich durch St&auml;dte bewegt. Sie ist kein Parkplatz. Bei uns sind die Stra&szlig;en zugeparkt. Manchmal, obwohl es gen&uuml;gend Platz h&auml;tte, beide Seiten, sodass zwei entgegenkommende Autos nicht aneinander vorbeikommen, wenn nicht einer in eine Parkl&uuml;cke f&auml;hrt. F&uuml;r die Parker, in der Regel Anlieger, ist es offensichtlich schon zu viel verlangt, wenn sie die Stra&szlig;e zum Auto &uuml;berqueren m&uuml;ssen oder mal die Stra&szlig;e in die falsche Richtung verlassen und dann einen kleinen Umweg fahren m&uuml;ssen. Der erste und am einfachsten umzusetzende Ansatz ist, das Parken auf der Stra&szlig;e prinzipiell verboten ist, au&szlig;er es gibt eine Ausnahmeregelung. Nat&uuml;rlich ist mir klar, dass man mit einem Verbot nicht den Mangel an Parkm&ouml;glichkeiten l&ouml;st. Aber es ist ein erster Schritt. Es &uuml;bt Druck aus, sp&auml;testens, wenn man das erste Kn&ouml;llchen an der Windschutzscheibe hat. Zudem kann man so das Parken kanalisieren, indem man dann das Parkverbot f&uuml;r bestimmte Zonen, z.B. in der Mitte eines langen St&uuml;cks ohne Abzweigung, wo man auch durch Verengung der Fahrfl&auml;che noch gut aneinander wobei kommt und keine Sicht zu den Abbiegungen zu Querstra&szlig;en verdeckt, erlaubt. So k&auml;men auch Autofahrer schneller vorw&auml;rts und es w&auml;re sicherer, denn die parkenden Autos rauben auch Sicht. Sicht auf Fu&szlig;g&auml;nger, die die Stra&szlig;e &uuml;berqueren wollen aber auch generell die Seite wo ja auch was anderes passieren kann das sie Stra&szlig;e betrifft (rollender Ball etc.). Der Paktplatz auf der Stra&szlig;e ist nat&uuml;rlich nicht kostenlos. Wenn sie woanders einen Stellplatz f&uuml;r ihr Auto haben wollen, kostet der auch Geld. 20 Euro pro PKW\/Monat halte ich f&uuml;r angemessen. Daf&uuml;r k&ouml;nnte man eine Plakette erweben sie einen zum Parken berechtigt und die man sichtbar im Fond unterbringen muss, &auml;hnlich wir heute eine Parkscheibe. Gesch&auml;fte, die nicht gen&uuml;gend eigene Parkpl&auml;tze haben, m&uuml;ssten analog entsprechend ihrem Publikumsverkehr welche anmieten, wobei diese Mieten nat&uuml;rlich h&ouml;her sind \u2013 es parken w&auml;hrend des Tages ja viele auf dem Parkplatz.<\/p>\n<p>Langfristig m&uuml;ssen die parkenden Autos aber weg von der Stra&szlig;e. Dazu geh&ouml;rt eine bundesweit verbindliche Vorschrift, das bei allen Neubauten man pro Person 0,6 Parkpl&auml;tze vorhalten muss \u2013 das entspricht dem Bundesdurchschnitt: Es gibt bei 82,5 Millionen Einwohner derzeit <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/12131\/umfrage\/pkw-bestand-in-deutschland\/\"> 46,5 Millionen PKW<\/a>. Derzeit sieht das anders aus. F&uuml;r eine Wohnung f&uuml;r vier Personen muss man nur einen Stellplatz vorhalten. Partner oder vollj&auml;hrige Kinder d&uuml;rfen also entweder kein Auto besitzen oder m&uuml;ssen auf der Stra&szlig;e parken. Ebenso m&uuml;sste man gerade in Innenst&auml;dten zeitlich begrenzt einen Baustopp f&uuml;r Wohnbauten einf&uuml;hren. Stattdessen d&uuml;rften nur Parkh&auml;user oder Parkpl&auml;tze gebaut werden, um gerade die Innenst&auml;dte von Dauerparkern zu entlasten.<\/p>\n<p>Als Folge wird man langfristig mehr Platz in den St&auml;dten haben. Den kann man nutzen, um eine durchgehende Fahrradspur einzurichten. Langfristig wird man bei Bauma&szlig;nahmen die Stra&szlig;e in der Breite verkleinern, die Parker sind ja weg und daf&uuml;r einen Fahrradstreifen einrichten.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Das Auto ist Luxus<\/h2>\n<p>Das ist nicht nur meine Meinung, das ist auch die Sicht des Gesetzgebers und der Gerichte. Kein Harz-IV Empf&auml;nger hat Anspruch darauf, dass man ihm sein Auto zahlt. Das Auto war auch mal Luxus. Die Misere, die wir haben, kommt dadurch zustande das zu viele diesen Luxus genie&szlig;en. Wenn man diesen Ansatz aber verfolgt dann hat in anderen Bereichen der Staat das Bestreben den Hang seiner B&uuml;rger zu Luxusartikeln zu bremsen. F&uuml;r alkoholische Getr&auml;nke gibt es z.B. eigene Extrasteuern auf die normale Mehrwertsteuer oben drauf, ebenso auf Kaffee und Tabak. Also warum nicht die KFZ-Steuer als Luxussteuer ansehen? Eine Luxussteuer wird immer prozentual zum Wert draufgeschlagen. Wer es sich leisten kann, einen Porsche zu kaufen, soll eben mehr Steuer zahlen als, wer einen Dacia kauft. Ein Auto wird heute im Durchschnitt <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/12131\/umfrage\/pkw-bestand-in-deutschland\/\"> 12 Jahre benutzt<\/a>. Mein Ansatz ist es, das man, wenn man sich den Luxus leistet, vierstellige Eurobetr&auml;ge auszugeben, nur um schneller vorw&auml;rtszukommen man den gleichen Betrag auch an Luxussteuer aufbringen kann \u2013 bei anderen Luxusg&uuml;tern liegt die oft auch so hoch wie der Warenwert selbst. Bei 12 Jahren Lebensdauer w&auml;re dann <sup>1<\/sup>\/<sub>12<\/sub> des Anschaffungswerts des Fahrzeugs pro Jahr zu bezahlen. Und zwar unabh&auml;ngig davon, ob es zugelassen ist oder nicht. Sein Wert verf&auml;llt ja, auch wenn es nur in der Garage steht. Das reduziert das so beliebte Fahrzeugsammeln, wie bei meinem Bruder: Der hat als Einzelperson drei Autos. Zugelassen ist immer nur eines. 2016 machte die Automobilindustrie einen Inlandsumsatz von <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/160479\/umfrage\/umsatz-der-deutschen-automobilindustrie\/\"> 148,6 Milliarden Euro<\/a>, man k&ouml;nnte also mit 12 Milliarden Euro KFZ-Steuer pro Jahr rechnen. Da das nur der Umsatz der Industrie ist, dazu aber noch die Marge des Handels kommt eher mehr. Bei 20.000 \u20ac Durchschnittsneupreis pro Auto und 12 Jahren Nutzungsdauer w&auml;ren es bei 46,5 Milliarden Autos 77,5 Milliarden Steueraufkommen pro Jahr. Derzeit sind es <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/222264\/umfrage\/einnahmen-aus-der-kfz-steuer-in-deutschland\/\"> 8,95 Milliarden<\/a>, die aber nat&uuml;rlich auch aus den LKW stammen. Ich denke das es sicher 70 Milliarden Euro mehr sind als heute. Die kann man darin stecken, die Alternativen zum Auto zu f&ouml;rdern. Zum einen mal der &Ouml;PNV. Ein Jahresticket zu meinem Arbeitsplatz kostete, als ich noch arbeitete, rund 610 Euro. Dabei gilt die Region um Stuttgart nicht gerade als billig. Wenn man die 600 Euro als Durchschnittswert nimmt, dann k&ouml;nnte man jedem Bundesb&uuml;rger kostenlose Fahrten mit Bus und Bahn zugestehen und h&auml;tte immer noch 30-40 Milliarden aus der Luxus-KFZsteuer pro Jahr f&uuml;r den Ausbau von Alternativen wie besseren und mehr Strecken f&uuml;r Fahrradfahrer\/Fu&szlig;g&auml;nger, Wiederaufbau des Schienennetzes, das jahrzehntelang abgebaut wurde, mehr Busse und k&uuml;rzere Takte &uuml;brig. Das Letzte w&uuml;rde sich fast zwangsl&auml;ufig ergeben, weil ja viel mehr Bus und Bahn fahren w&uuml;rden und die entsprechenden Betriebe mehr Gelder h&auml;tten, denn derzeit f&auml;hrt ja nur ein Bruchteil der Bev&ouml;lkerung mit dem &Ouml;PNV.<\/p>\n<p>Und Nein, das ist ein Unterschied zu einer Geb&uuml;hr, die derzeit f&uuml;r das Vermeiden von Fahrverboten diskutiert wird. Bei denen muss man um in eine entsprechende Stadt fahren zu d&uuml;rfen eine Monats- oder Tageskarte des entsprechenden Verkehrsbetriebes kaufen und unter die Windschutzscheibe klemmen. Damit regt man zwar Denkprozesse an, doch das gilt nur f&uuml;r die Fahrt in diese Zone. Bei meinem Ansatz finanziert man auch die Karte des Fu&szlig;g&auml;ngers mit und man kann damit auch Fernz&uuml;ge nutzen.<\/p>\n<p>Klar ist, dass dies nicht ewig so gehen wird. Das Ziel ist es ja die Zahl der Autos zu reduzieren und damit sinken auch die Einnahmen aus der Steuer. Stufenweise m&uuml;sste man dann einen Sockelbetrag f&uuml;r den &Ouml;PNV einf&uuml;hren, den man z.B. &uuml;ber die Erh&ouml;hung der Grundsteuer finanzieren k&ouml;nnte. Ich denke es wird aber selbst wenn niemand mehr Auto f&auml;hrt, deutlich g&uuml;nstiger als heute sein, weil heute die Busse eigentlich nur zu den Spitzenzeiten, wenn alle zur Arbeit fahren und von der Arbeit kommen, voll sind. F&uuml;r Gelegenheitsfahrer, das ist die Krux, ist es n&auml;mlich ziemlich teuer. Rechne ich z.B. mein Jahresticket bei 220 Arbeitstagen auf eine Fahrt herunter, so kostet die Fahrt hin\/zur&uuml;ck rund 2,4 Euro, f&uuml;r den weg zur Arbeit und zur&uuml;ck. Nimmt man noch andere Fahrten an Wochenende oder zu anderen Zeiten hinzu so sind es vielleicht 1,5 bis 2 Euro. Dagegen kostet das Einzelticket hin und zur&uuml;ck rund 6 Euro, ist also dreimal teuer. W&auml;re der &Ouml;PNV kostenlos, so w&uuml;rden viel mehr Gelegenheitsnutzer ihn nutzen und die Busse und Z&uuml;ge w&auml;ren auch zu anderen Zeiten voller. T&uuml;bingen hat das mal durchgerechnet und kommt auf <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/auto\/news\/boris-palmer-will-kostenlosen-oepnv-kostenloser-nahverkehr-tuebingens-ob-schlaegt-buergerabgabe-vor_id_8486461.html\"> 15 Euro\/B&uuml;rger<\/a>, also 180 Euro pro Jahr. Da ist meine Grundsteuer, f&uuml;r die ich derzeit keine Gegenleistung bekomme, deutlich h&ouml;her. Eine Entlastung g&auml;be es, weil es immer noch Autos geben wird. Nicht jeder wird sein Fahrzeug aufgeben. Zudem wird man von den 30-40 Milliarden Euro, die man anf&auml;nglich f&uuml;r den Ausbau alternativer Wege hat, immer weniger brauchen, wenn die n&ouml;tige Infrastruktur steht und damit den R&uuml;ckgang der einnahmen aus der Automobilluxusteuer finanzieren.<\/p>\n<p>Das Endziel sollte es sein, dass es eine attraktive alternative zu dem Auto gibt. Das hei&szlig;t einen &Ouml;PNV mit attraktiver Taktung, der auch entlegene Regionen anf&auml;hrt. Er k&ouml;nnet durchaus abgestuft sein mit Bussen, die nur innerhalb ein bis zwei Orten verkehren und Bahnh&ouml;fen mit Z&uuml;gen die nur jeden Ort anfahren daf&uuml;r schneller unterwegs sind. Dazu nat&uuml;rlich ein Wegenetz in dem auch Fu&szlig;g&auml;nger und Fahrradfahrer eigene, gen&uuml;gend breite Wege haben.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Diskriminierungen aufheben<\/h3>\n<p>Ich rate jedem mal als Fu&szlig;g&auml;nger an einer Ampel auf die Uhr zu schauen. Da sieht man dann sehr schnell, wie gleichberechtigt die Verkehrsteilnehmer sind. Typischerweise haben Autos dreimal so lange gr&uuml;n wie Fu&szlig;g&auml;nger. Eine Ampel, die mich ziemlich &auml;rgert, hat einen 3-Minuten-Rhythmus f&uuml;r Fu&szlig;g&auml;nger. Man muss also im Extremfall 3 Minuten warten, eine Zeit in der drei Autospuren jeweils zweimal gr&uuml;n\/rot nacheinander haben. Das ist eine Unversch&auml;mtheit. Taktungen sollten daher gleich f&uuml;r Autos und Fu&szlig;g&auml;nger\/Fahrradfahrer sein.<\/p>\n<p>Bei Stra&szlig;en f&uuml;r Autos ist es selbstverst&auml;ndlich, dass zwei Autos nebeneinander fahren k&ouml;nnen und noch Platz haben. Die meisten Gehwege, die ich kenne, sind so schmal das, wenn einem jemand entgegen kommt, es knapp wird, vor allem wenn dann noch da ein Auto parkt. Von Fahrradwegen (wenn es sie &uuml;berhaupt gibt, mal ganz zu schweigen. Ziel ist es also auch f&uuml;r Fu&szlig;g&auml;nger und Fahrradfahrer gen&uuml;gend breite Wege zu schaffen, deren Platz man am einfachsten von der Stra&szlig;e wegnimmt. Meiner Ansicht geht ein kombinierter Fu&szlig;-\/Fahrradweg durchaus, wenn er breit genug ist, dass man ausweichen kann. Das Problem sind ja meistens Fu&szlig;g&auml;nger, die entweder auf der falschen Seite laufen (weil sie m&ouml;glichst weit weg von der Stra&szlig;e sein wollen), oder in Gruppen oder gerade eine Unterhaltung f&uuml;hren und dabei den weg blockieren. Das tun sie, auch wenn man einen Teil als eigenen Fahrradweg ausweist. Bevor jemand meckert: ja es gibt auch Fahrradfahrer, die in Gruppen fahren und die gesamte Breite blockieren, aber sie sind seltener als die Fu&szlig;g&auml;nger mit demselben Verhalten.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Zwischenma&szlig;nahmen<\/h3>\n<p>Es mir klar, das man nur mit dem Verg&auml;llen des Autofahrens keine Probleme l&ouml;st. Damit gibt es ja nicht auf den Schlag Alternativen, die m&uuml;ssen erst entstehen. Auf der anderen Seite wird es in d&uuml;nn besiedelten Gebieten immer problematischer sein ein &Ouml;PNV-Netz aufzubauen, das sich tr&auml;gt \u2013 man k&ouml;nnte hier mal &uuml;ber kleinere Busse oder einen Shuttle-Service nachdenken, das reduziert zumindest die Unterhaltskosten. Auch f&uuml;r die St&auml;dte, die jetzt schon mit Luftreinhaltungsvorschriften und zu vollen Stra&szlig;en zu k&auml;mpfen haben, braucht man eine schnelle L&ouml;sung.<\/p>\n<p>Das naheliegende ist es f&uuml;r die Einhaltung der Luftreinhaltungsvorschriften an den Tagen nur noch Autos in die Innenstadt zu lassen, in denen nur zwei Leute sitzen. Meist ist es ja nur einer. Stichwort Carsharing. Das kann man gesch&auml;ftlich als Modell aufziehen, man kann aber auch einfach die heutige IT-Infrastruktur nutzen. Fast jeder hat ein Smartphone. Man br&auml;uchte nur eine App, wo man sein Ziel angibt, den Abfahrtszeitpunkt und andere die um den Dreh losfahren oder schon in der Richtung unterwegs sind bekommen das angezeigt und k&ouml;nnen den \u201eBef&ouml;rderungsauftrag\u201c annehmen. Das muss nicht mal umsonst sein. Wenn man mit einem Account angemeldet ist, kann das System von dem eigenen Konto dann einen Betrag auf den des Autobesitzers transferieren, wenn man am Zielpunkt die Ankunft best&auml;tigt. &Uuml;ber die H&ouml;he m&uuml;sste man diskutieren. Ein Vorschlag von mir w&auml;re die halbe Kilometerpauschale, die man bei der Steuererkl&auml;rung geltend machen kann, schlie&szlig;lich halbiert man seine Kosten. Ich denke, wenn jedes Auto mit nur zwei Personen unterwegs ist, dann w&auml;ren schon einige weniger auf der Stra&szlig;e. Und wer wei&szlig;, vielleicht kommen einige auch auf den Geschmack und nehmen mehr mit? Dann w&uuml;rden sich die riesigen Kombis und SUV wenigstens mal lohnen. Vor allem bei der Fahrt zur Arbeit, die ja bei vielen jeden Tag zur gleichen Zeit ist, kann man so leicht mit jemandem sich verabreden das der einen immer zur gleichen Zeit am selben Ort abholt. Wenn er noch zwei andere findet, dann ist sein Auto voll und dann ist auch die Luxussteuer leicht refinanziert und sinnvoll ausgenutzt hat das Auto dann auch mehr Sinn, als wenn es nur eine Person transportiert.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Fazit<\/h3>\n<p>Soviel von mir zu dem Thema. Nat&uuml;rlich wird es das nie geben. Die Politik wird niemals etwas tun, was irgendwie die Gewinne der Automobilindustrie schm&auml;lert. Im Gegenteil sie zahlt der ja noch Geld, wie 2009 die Abwrackpr&auml;mie und letztes Jahr die Pr&auml;mie f&uuml;r E-Auto.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner lockeren Reihe &uuml;ber Politik, die sich nicht nach den Interessen von Lobbyverb&auml;nden richtet oder wichtige Reformen nicht durchf&uuml;hrt, weil die Parteien Angst vor verlorenen Wahlen haben, nehme ich mir heute die Verkehrspolitik vor. 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