{"id":13300,"date":"2018-03-22T14:44:33","date_gmt":"2018-03-22T13:44:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13300"},"modified":"2018-04-06T19:36:51","modified_gmt":"2018-04-06T17:36:51","slug":"spass-raumsonden-oder-miniraumsonden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/03\/22\/spass-raumsonden-oder-miniraumsonden\/","title":{"rendered":"Spass-Raumsonden oder Miniraumsonden?"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende habe ich Band 1 des Buchs &uuml;ber Raumsonden fertiggestellt. Ich habe den Vorschlag von \u201eRalph mit Z\u201c &uuml;bernommen und das Buch umbenannt. Das klang gut, die Reminiszenz an Oberth fand ich auch sehr gut und Raumsonden ist im Titel drin.<\/p>\n<p>Ich halte es f&uuml;r ein gutes Buch. Es hat nicht den Anspruch alles &uuml;ber Raumsonden zu schreiben. Es ist daher k&uuml;rzer als die Website. Es ist aber sicher f&uuml;r viele eine bessere Informationsquelle. Denn ehrlich gesagt, ich glaube wirklich alles wissen wollen nur wenige. Ich geh&ouml;re zu der Minderheit. Aber ich wei&szlig; auch das es eine Minderheit ist. Ich denke in der Form ist es pr&auml;gnant und informativ genug. Zu viel Information kann ja auch schlecht sein, es decken dann unwichtige Informationen die wichtigen zu. Vor allem bei russischen Sonden ist es besser. Ich habe hier noch recherchiert und die Programme sind nach Projekten geordnet. Als ich damals die Programme beschrieb waren die internen Namen nicht bekannt und ich habe mich nach den offiziellen Programmbezeichnungen Mars, Venera, Lunik und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/zond.shtml\">Zond<\/a> orientiert.<!--more--><\/p>\n<p>Band 1 deckt den Zeitraum 1958 bis 1993 ab und umfasst 48 Raumsondenprogramme, mit in der Regel mit mindestens zwei Raumsonden und damit ungef&auml;hr 170 Raumsonden. Band 2, der gerade bei Mario zum Korrekturlesen ist, beschriebt dann die Raumsonden von 1994 bis 2018, also zumindest die von 2018 &uuml;ber die es Informationen gibt (<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/chandrayaan-2.shtml\">Chandrayaan 2,<\/a> Insight, BepiColombo, Parker Solar Probe). Er ist trotz 56 Raumsonden deutlich l&auml;nger, 428 bis 432 Seiten. Band 1 hat 392 Seiten und davon entfallen rund 50 auf ein einleitendes Kapitel &uuml;ber Instrumente und Himmelsmechanik und den Anhang, der bei Band 2 viel k&uuml;rzer ist.<\/p>\n<p>Der einfache Grund: Bei den vielen Programmen der damaligen Zeit gab es viele Fehlschl&auml;ge. &Uuml;ber die Programme kann man daher wenig schreiben. Vor allem ist nat&uuml;rlich die technische und geschichtliche Beschreibung bei einem Programm die gleiche egal ob es eine oder neuen Raumsonden gibt, nur die Mission der einzelnen Sonden unterscheidet sich. So korrespondiert der Umfang recht gut mit der Projektanzahl.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/5d03c9b277154991918c6e19737b6371\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>Wie bei den meisten bisherigen B&uuml;chern ist es fast komplett in Schwarz-Wei&szlig;. Lediglich zwei Karten von Pioneer Venus und Magellan der Venus sind in Farbe, da in ihnen die H&ouml;heninformationen farbkodiert sind. Das ist in dem Band kein gro&szlig;er Nachteil, da sowohl die meisten Fotos von Raumsonden wie auch die Bilder von ihnen im Original in Schwarz-Wei&szlig; sind. Ich sehe ja die Informationen als das wichtigste meiner B&uuml;cher an, zumal die Bilder ja nicht von mir selbst stammen. Ich glaube niemand kauft sich ein Buch wegen der Bilder, auch wenn man damit leicht Seiten schinden kann. Farbaufnahmen w&uuml;rden das Buch aber um 11 ct pro Seite verteuern, bei 100 Farbabbildungen, so viel sind es in Band 2, also um 11 Euro. Hier der Link zum BOD-Buchshop: <b>{Edit: Ich habe inzwischen eine zweite\u00a0Auflage veranlasst, da in der ersten zwei Seiten ineinander flossen.. Wer es trotzdem schon gekauft hat findet <\/b><a style=\"font-weight: bold;\" href=\"\/S368.pdf\">hier<\/a><b> die Korrigierte Seite. Es ist nur diese eine Seite ist betroffen. Das Blatt kann man ja hinten einkleben)<\/b>.<\/p>\n<div id=\"bodShopWidget_02314058_print\" class=\"bodShopWidget\"><\/div>\n<p><script type=\"text\/javascript\">if(typeof checkLibExist == \"undefined\"){var script = document.createElement(\"script\");script.src =\"\/\/www.bod.de\/public\/js\/bod\/shopWidget.min.js?123\";script.type = \"text\/javascript\";document.head.appendChild(script);var checkLibExist = true;} if(typeof books === \"undefined\") var books=[];books.push({\"objID\":\"02314058\",\"swKey\":\"1047939bf852711412b1634eed8403c9\",\"type\":\"print\",\"size\":\"small\",\"font\":\"nonSerif\",\"shadow\":false,\"contour\":false,\"coverContour\":true,\"fontColor\":\"#000000\",\"contourColor\":\"#000000\",\"shadowBtn\":true,\"contourBtn\":false,\"bgColor\":\"#eeeeee\",\"btnFontColor\":\"#ffffff\",\"btnColor\":\"#e84e0f\",\"btnContourColor\":\"#e84e0f\",\"shop\":\"\",\"bookSampleLinkText\":\"Jetzt probelesen\",\"descriptionTitle\":\"Beschreibung\",\"mandantShopUrl\":\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\",\"btnText\":\"ZUM BoD BUCHSHOP\",\"errMsg1Obj\":\"Dieser Titel ist leider<br \/>nicht l&auml;nger vef&uuml;gbar.\",\"errMsg2Obj\":\"Aber im BoD-Buchshop gibt es viele weitere spannende Titel zu entdecken!\",\"errMsg1Server\":\"Dieser Titel ist derzeit<br \/>leider nicht verf&uuml;gbar.\",\"errMsg2Server\":\"Bitte versuchen Sie es<br \/>sp&auml;ter noch einmal.\",\"errMsg3Server\":\"TITEL DERZEIT NICHT VERF&Uuml;GBAR\"});<\/script><br \/>\nBand 2 brachte mich auch auf mein Thema f&uuml;r heute: Spa&szlig;raumsonden und Miniraumsonden Bisher wurden Raumsonden ja von Raumfahrtagenturen gebaut. Die Kommerzialisierung der Raumfahrt hat sich noch nicht zu den Raumsonden durchgesetzt. Nach wie vor sind die Missionen daher teuer. Eine Discovery-Class Mission der NASA, das \u201ebilligste\u201c Programm hat ein Budget von 475 Millionen Dollar und da ist der Start nicht mal dabei. Es gab zwar Vorschl&auml;ge das die Industrie eine Raumsonde baut und sich die Raumfahrtagenturen auf die Instrumente beschr&auml;nken. Doch das fiel nicht auf fruchtbaren Boden. Dann hatte ich damit gerechnet das engagierte private Organisationen vielleicht mal eine kleine Raumsonde bauen und als Sekund&auml;rnutzlast starten. AMSAT, die Amateurfunkvereinigung hat schon vor Jahrzehnten einen Marsorbiter geplant. Umgesetzt wurde er bisher nicht. Ebenso hat die Planetary Society zwar schon Experimente entwickelt, so die Junocam bei Juno. Aber noch keine Raumsonde gebaut.<\/p>\n<p>Doch nun scheint die Zeit gekommen. Bei Hayabusa 2 und Akatsuki flogen erstmals Sekund&auml;rraumsonden mit. Die bekannteste ist sicherlich der Sonnensegeldemonstrator <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/hayabusa-2.shtml\">Ikaros<\/a>. Bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/insight.shtml\">Insight<\/a> sollen auch einige Cubesat-Sekund&auml;rnutzlasten dabei sein, die experimentell die Signale des Landers empfangen und &uuml;bertragen sollen. Experimentell, weil die NASA sich nicht darauf verl&auml;sst. Der MRO wird beim Landezeitpunkt die Landestelle &uuml;berfliegen und die Daten &uuml;bertragen.<\/p>\n<p>Bisher hat man nicht viel von den experimentellen Sonden der japanischen Unis geh&ouml;rt. Am meisten noch von Ikaros der die Venus erfolgreich passierte. Daf&uuml;r scheinen nun Spassraumsonden einzuziehen. Die erste war <span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">DESPATCH (ArtSAT-2<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">), eine Sekund&auml;rnutzlast die mit Hayabusa 2 startete. Wie die Bezeichnung Artsat-2 schon <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">aussagt, handelt<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> es sich um ein Kunstwerk. Immerhin hat dieses Kunstwerk noch einen Peilsender den man nach dem Start verfolgen konnte. Dann gab es vor einigen Wochen den Start des Tesla Roadsters. Auch ihn k&ouml;nnte man als <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Spa&szlig;raumsonde<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> ansehen, ich selbst w&uuml;rde ihn nur als h&uuml;bsch aussehenden Ballast ansehen. Immerhin hat er noch einige Tage lang gesendet so unterschiedet ihn nicht so viel von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/uberfluessige-fakten.shtml\">DESPATCH<\/a>.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Eigentlich w&auml;re es an der Zeit f&uuml;r NGO-Raumsonden oder zumindest neuen Wegen bei Raumfahrtagenturen. <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es w&auml;ren im Einsatz beschr&auml;nkte Miniraumsonden d<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">ur<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">chaus sinnvoll. Weniger bei den gro&szlig;en Zielen die man schon gut erforscht, als vielmehr f&uuml;r Asteroiden und Kometen. Vor allem die USA haben die M&ouml;glichkeit diese leicht als Sekund&auml;rnutzlast zu starten. Atlas V und Falcon 9 sind f&uuml;r viele Nutzlasten zu gro&szlig;. Wenn die NASA f&uuml;r <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">TESS<\/span><\/span> <span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">einen 365 kg schweren Satelliten eine Falcon 9 bucht hat sie noch Tonnen Nutzlastkapazit&auml;t die sie nutzen k&ouml;nnte, ebenso beim Start von Insight mit einer <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/atlas-v.shtml\">Atlas V<\/a>. Sinnvollerweise w&uuml;rde man eine Sekund&auml;rnutzlast mit einer eigenen Antriebsstufe mit der Hauptnutzlast in einen Orbit bringen. Bei 100 kg G<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">e<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">wicht einer <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">R<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">aumsonde \u2013 damit kann man schon einiges bewegen \u2013 w&auml;re das eine Startmasse von 500 kg die dann immerhin ein C3 von 10 km\u00b2\/s\u00b2 erreicht, also gen&uuml;gend um bis zum Mars oder Venus zu gelangen. Das Antriebssystem kann man aus einem Satellitenantrieb entwickeln. Bei der kleinen Masse reicht <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">d<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">ann auch ein 400 N Apog&auml;umantrieb wie ihn Kommunikationssatelliten einsetzen. Ganz kleine Raumsonden sehe ich dagegen kritisch: Aufgrund der Entfernung w&auml;ren bei kleinen Raumsonden mit kleinen Antennen und nied<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">r<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">iger Sendeleistung nur niedrige Datenraten m&ouml;glich, die dann den Nutzen wieder begrenzen. Idealerweise w&uuml;rde man eine solche Raumsonde mit einem normalen Start in einen Orbit bringen und dort parken bis das <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">S<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">tartfenster kommt. Bei lagerf&auml;higen <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">T<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">reibstoffen ist das kein Problem. Der <\/span><\/span><a href=\"https:\/\/trajbrowser.arc.nasa.gov\/traj_browser.php?NEOs=on&amp;NEAs=on&amp;NECs=on&amp;chk_maxMag=on&amp;maxMag=16&amp;chk_maxOCC=on&amp;maxOCC=4&amp;chk_target_list=on&amp;target_list=&amp;mission_class=oneway&amp;mission_type=flyby&amp;LD1=2018&amp;LD2=2019&amp;maxDT=1&amp;DTunit=yrs&amp;maxDV=3.7&amp;min=DV&amp;wdw_width=0&amp;submit=Search#a_load_results\">NASA-Trajektorie Browser<\/a><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> liefert <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">al<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">le<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">ine f&uuml;r <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">den Zeitraum <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">2018\/19 <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">insgesamt <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">30 Bahnen mit einem c3 von &lt; 10 km\u00b2\/s\u00b2 und &lt; 1 Jahr Reisezeit zu Zielen mit einer absoluten Hellig<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">k<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">eit von 15 (2-17 km Durchmesser). Das gr&ouml;&szlig;te <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ziel<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> w&auml;re 433 Eros mit 17 km Durchmesser, das am schnellsten erreichbare w&auml;re <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">der Planetoid<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">1981 Midas der in 80 Tagen erreichbar ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">E<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">ine 100 kg Mission k&ouml;nnte etwa 15 bis 20 kg Instrumente tragen. Das reicht aus f&uuml;r eine Kamera, ein oder mehrere Spektrometer im <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">V<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">isuellen, <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">IR<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und UV-Bereich. Es w&auml;ren Vorbeiflugsonden. Sie w&uuml;rden die <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">D<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">aten nur um den Vorbeiflug herum gewinnen und dann &uuml;ber Monate &uuml;bertragen. Das ist angesichts der heutigen Computertechnik und schnellen SSD kein Problem und macht diese Missionen <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">a<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">t<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">traktiv. Man k&ouml;nnte sie sogar standardisieren und bei jedem Start wo es m&ouml;glich ist eine oder mehrere starten und dann zu ihren Zielen schicken, wenn das Startfenster sich &ouml;ffnet.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Au&szlig;er Asteroidenvorbeifl&uuml;gen w&auml;ren auch andere sinnvolle Einsatzzwecke solcher <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">S<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">onden denkbar. Es g&auml;be zum Beispiel die Unters<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">uc<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">hung des <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">interplanetaren<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Mediums. Das war fr&uuml;her wichtig und ist inzwischen ein bisschen in Vergessenheit geraten. Man hat sich auf die prakti<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">s<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">che Nutzung beschr&auml;nkt und betreibt Missionen zur Space Weathervorhersage (ACE, Wind, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/dscovr.shtml\">DSCOVR<\/a>). <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dazu k&auml;me die Sonnenerforschung. Die Sonne ist so gro&szlig;, das daf&uuml;r ein kleines Teleskop ausreicht. Bei solchen Kleinraumsonden w&auml;re auch ein Ansatz denkbar den die ESA derzeit verfolgt: Die Korona der Sonne ist nur schwer beobachtbar. Sie <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">ist nur sichtbar bei einer totalen Sonnenfinsternis. Man kann das zwar simulieren indem man in einem Teleskop eine Blende einsetzt, die die <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sonne<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> abdeckt, doch durch die Optik und die <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Atmosph&auml;re<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> der <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Erde<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> gelangt Streulicht trotzdem zum Detektor, sodass dabei nur die helle Oberfl&auml;che direkt &uuml;ber der <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">S<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">onne und helle Masseausw&uuml;rfe beobachtbar sind. Die ESA arbeitet derzeit an der <a href=\"https:\/\/www.esa.int\/Our_Activities\/Space_Engineering_Technology\/Proba_Missions\/About_Proba-3\">Proba3 Mission<\/a> bei der ein Tochtersatellit in 150 m Distanz als <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">k&uuml;nstlicher<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Mond fungiert. Aufgrund dessen das sie in einem elliptischen Erdorbit ist, &auml;ndern sich allerdings die Positionen der <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">beiden<\/span><\/span> <span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">K&ouml;rper<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> zueinander laufend. In einem Sonnenorbit w&auml;re ein solcher Coronograph weitaus einfacher umsetzbar.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">F&uuml;r die Erforschung von gro&szlig;en Himmelsk&ouml;rpern w&auml;ren Kleinsonden auch beschr&auml;nkt sinnvoll. Beschr&auml;nkt, weil man dann meist einen Orbiter haben m&ouml;chte, was sowohl Startmasse wie auch Operationskosten deutlich erh&ouml;ht. Doch einige Szenarien sind f&uuml;r mich denkbar:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Venus: Eine oder mehrere Miniraumsonden k&ouml;nnte parallel zu einer Venuslandesonde gestartet werden. Sie w&uuml;rden dann ihre Bahn so anpassen das sie nach der Landesonde die Venus erreichen und ihren Funkverkehr &uuml;bertragen. Da die Daten&uuml;bermittlungsrate mit abnehmender Entfernung rasch ansteigt ben&ouml;tigt man f&uuml;r hohe Datenrate eine kurze Passagedistanz, die dann aber den zeitlichen Bereich, in dem sie Daten empfangen kann, deutlich einschr&auml;nkt. Hier w&auml;ren in der Tat kleine Cubsat-Raumsonden von Vorteil die z.b. in 1 Stunden Abst&auml;nden die Venus erreichen und so eine kontinuierliche Daten&uuml;bertragung gew&auml;hrleisten. Verschwindet eine hinter dem Horizont so &uuml;bernimmt die n&auml;chste die Daten&uuml;bertragung. Jede ist so relativ nahe an der Venus und die Daten&uuml;bertragungsrate hoch. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mars: Die Minimonde Deimos und Phobos sind wohl f&uuml;r eine eigene gro&szlig;e Mission zu uninteressant. Aber vielleicht f&uuml;r eine Minisonde. Allerdings w&auml;re diese wegen des ben&ouml;tigten Treibstoffs um zu den Monden zu gelangen selbst bei 100 kg Nettomasse schon bei einer Startmasse von &gt; 1 t in einem Erdorbit.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jupiter: Das innere Jupitersystem mit Europa und Io, eventuell sogar einer <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mission<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> bis zu den Ringen und den drei inneren <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Monden<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Amalthea, Thebe und Metis <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">hat das Problem der Strahlenbelastung. Eine Jupitermission k&ouml;nnte mehrere <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Tochterraumsonden<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> mitf&uuml;hren die nahe an den <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Monden<\/span><\/span> <span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">vorbeifliegen<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und Daten zur Hauptsonde senden, die in sicherer <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Entfernung<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> bleibt. Sie w&uuml;rden <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">wahrscheinlich<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> bald ausfallen, aber wenn sie preiswert umzusetzen sind, ist das verschmerzbar. Wie die Vorbeiflugsonden zu <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Asteroiden<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> w&uuml;rden sie nur um den Vorbeiflugpunkt Aufnahmen machen und diese dann mit mittlerer Datenrate zur <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hauptsonde<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> &uuml;b<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">e<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">r Tage &uuml;b<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">e<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">rt<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">r<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">agen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Uranus: Bedingt durch die Rotationsachse von Uranus in der Ekliptik kann eine Raumsonde nur einen der f&uuml;nf gro&szlig;en Uranusmonde nah passieren. Eine Raumsonde k&ouml;nnte aber vier weitere Tochterraumsonden mitf&uuml;hren, batteriebetrieben mit einem Teleskop und diese zu den vier anderen Monden entsenden. Sie w&uuml;rden Aufnahmen machen und dann &uuml;ber einige Tage zur Hauptsonde &uuml;bertragen bis ihr Batteriestrom zu Ende geht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nat&uuml;rlich<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> macht das nur einen Sinn, wenn der finanzielle Aspekt stimmt, also Raumfahrtagenturen darauf verzichten wie heute eine Raumsonde f&uuml;r dreistellige Million<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">en<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">betr&auml;ge konstruieren zu lassen und z. B. einen der <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">verf&uuml;gbaren<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Kleinsatellitenbusse nehmen, ein standardisiertes <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Antriebssystem<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> um die Erdumlaufbahn zu verlassen und idealerweise auch die Instrumente f&uuml;r mehrere Missionen <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">standardisieren<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und so <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Entwicklungskosten<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> sparen. Denn es gibt ja schon leichte <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Raumsonden<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/GRAIL.shtml\">GRAIL<\/a> und LADEE seien hier <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">genannt.<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Nur sind sie eben als <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">S<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">p<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">e<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">zialentwickelungen nicht wirklich billig. GRAIL kostete <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">498 Millionen Dollar, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/GRAIL.shtml\">LADEE<\/a> 236 Millionen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">N<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">ebenbei k&ouml;nnten so was nat&uuml;rlich dann auch reiche Einzelpersonen umsetzen. Aber ich glaube die fliegen lieber in den <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weltraum.<\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Musk soll ja angeblich seine Firma aufgezogen haben, weil er mal eine Marssonde starten wollte und ihm das zu teuer war. <\/span><\/span><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie bei vieles andere was er so von sich gibt hat man davon aber nichts mehr geh&ouml;rt. Zumindest ich w&uuml;rde wenn ich das Geld h&auml;tte eher eine Raumsonde bauen lassen als selbst in den Weltraum zu fliegen.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende habe ich Band 1 des Buchs &uuml;ber Raumsonden fertiggestellt. Ich habe den Vorschlag von \u201eRalph mit Z\u201c &uuml;bernommen und das Buch umbenannt. Das klang gut, die Reminiszenz an Oberth fand ich auch sehr gut und Raumsonden ist im Titel drin. Ich halte es f&uuml;r ein gutes Buch. Es hat nicht den Anspruch alles [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-13300","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":915,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18610,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/03\/27\/galileos-cds-teil-1\/","url_meta":{"origin":13300,"position":0},"title":"Galileos CDS &#8211; Teil 1","author":"Bernd Leitenberger","date":"27. M\u00e4rz 2026","format":false,"excerpt":"Hall\u00f6chen, es wird Zeit das ich mich mal wieder melde. Es gab zwei Gr\u00fcnde, warum ich mich so rar gemacht habe. 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