{"id":13346,"date":"2018-04-18T00:27:24","date_gmt":"2018-04-17T22:27:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13346"},"modified":"2018-04-14T10:12:29","modified_gmt":"2018-04-14T08:12:29","slug":"tutorial-4-aufstiegssimulation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/04\/18\/tutorial-4-aufstiegssimulation\/","title":{"rendered":"Tutorial 4 Aufstiegssimulation"},"content":{"rendered":"<p>Ich glaube zwar inzwischen nicht, dass es jemand au&szlig;er mir mein eigenes Programm nutzt, aber zum Abschluss der Dokumentation, hier nun die letzte Beschreibung der Aufstiegssimulation. Bei den Datendateien wurden inzwischen Rakete.rakdat, Delta, Atlas, Europa und China komplett umgestellt. Ich werde noch Saturn, Japan sowie zwei f&uuml;r die restlichen US- und Nicht-US-Tr&auml;ger erstellen, der Rest der alten Dateien, der auch viele hypothetische Tr&auml;ger enth&auml;lt, wird nicht umgestellt. Sauber getrennt habe ich inzwischen existierende und nicht existierende Raketen. Die Letzteren findet man in \u201eNicht existent.rakdat\u201c.<\/p>\n<p>Inzwischen habe ich die Simulation von Freiflugphasen abgeschlossen. Die Einstellungen stecken in einem eigenen Men&uuml;punkt unter \u201eBearbeiten \u2192 Einstellungen Parkbahn. Auch die Angabe von Startbedingungen habe ich in einen Dialog ausgelagert. Man kann nun das Startgel&auml;nde ausw&auml;hlen und bekommt dann Starth&ouml;he, Breitengrad gleich gesetzt. Meist muss man nur den Startazimut f&uuml;r eine andere Bahnneigung anpassen.<!--more--><\/p>\n<p>Zuerst mal was es mit der Parkbahn auf sich hat. Ich habe nicht vor alle F&auml;lle zu bearbeiten. Meiner Ansicht nach, gibt es eine Freiflugphase und das ist das entscheidende Element einer Parkbahn, bei drei F&auml;llen:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/1519ffae38594224936765e24460593a\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<ul>\n<li>Anhebung einer elliptischen erdnahen Bahn, z.B. bei der Vega. Die Ursprungsbahn hat ein Apog&auml;um, das in der H&ouml;he des sp&auml;teren Apog&auml;ums liegt und ein Perig&auml;um, das niedriger liegt, unter Umst&auml;nden sogar noch unter der Erdoberfl&auml;che \u201eoff-perigree\u201c.<\/li>\n<li>Eine Parkbahn, die in einen GTO endet. Bei dieser wird die Stufe wiedergez&uuml;ndet, wenn der &Auml;quator passiert wird.<\/li>\n<li>Die Zirkularisierung eines GTO in den GSO.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F&uuml;r die drei F&auml;lle wird der Geschwindigkeitsvektor automatisch jeweils wie folgt gew&auml;hlt:<\/p>\n<ul>\n<li>LEO-Anhebung: parallel zum momentanten Geschwindigkeitsvektor<\/li>\n<li>LEO \u2192 GTO &Uuml;bergang: Vz Komponente ist 0, reduziert die Inklination-<\/li>\n<li>GTO \u2192 GSO &Uuml;bergang: Vz Komponente ist entgegengesetzt der Geschwindigkeit in Z Richtung, sollte die Bahnneigung stark absenken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In allen F&auml;llen gilt: Da sich der Satellit laufend weiter bewegt dreht sich der Geschwindigkeitsvektor und man erh&auml;lt meistens keine ganz kreisf&ouml;rmigen Bahnen. Dazu m&uuml;sste man vorher den genauen Korrekturvektor berechnen, was ich noch nicht kann. Weiter unten gehe ich auf Wege ein, das zu optimieren.<\/p>\n<p>Der allgemeine Ablauf einer Parkbahnsimulation ist dieser: Eine herk&ouml;mmliche Simulation wird durchgef&uuml;hrt. Diese endet, wenn das Abbruchkriterium erreicht ist. Sie kann aber auch vorher abgebrochen werden, wenn die Anzahl an Sekunden beim Eingabefeld Freiflug-Start erreicht ist. Danach schlie&szlig;t sich eine Freiflugphase, an die abgebrochen wird, wenn Folgendes erreicht wird:<\/p>\n<ul>\n<li>GSO- und LEO-Anhebung: Apog&auml;um erreicht<\/li>\n<li>GTO-Anhebung: Vorzeichenwechsel bei der Z-Koordinate des Orts (&Auml;quator &uuml;berschritten)<\/li>\n<li>Treibstoff verbraucht<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unabh&auml;ngig davon kann die Freiflugphase fest nach n km oder n Sekunden beendet werden. Dann muss man die entsprechende Auswahl treffen. Im Normalfall sind die ersten beiden Optionen die besseren.<\/p>\n<p>Eine Freiflugphase ist nur aktiv, wenn der Haken gesetzt ist.<\/p>\n<p>In einigen Beispielen will ich das die Nutzung des Dialogs zeigen. Nehmen wir mal eine Falcon 9 in der GTO-Mission. Wenn wir den Haken f&uuml;r die Freifluphase entfernen bekommen wir eine 166 x 35800 km Bahn mit einer \u201eRestmasse\u201c von 1594 kg. F&uuml;r das tats&auml;chliche Perihel, von 260 km das bei Falcon 9 Missionen auftritt m&uuml;sste man die Bahn leicht anpassen, doch da ich die Freiflugphase veranschaulichen will lassen wir das mal, die vorliegende Bahn ist f&uuml;r eine Freiflugphase optimiert. Wenn wir die Punkte in der Tabelle unten ansehen, so stellen wir fest, das die Orbitsimulation nach 451,4 s startet. Dann hat die Falcon 9 einen stabilen Orbit (-23 x 380 km) erreicht. Das der erdn&auml;chste Punkt unterhalb der Erdoberfl&auml;che liegt, muss uns nicht k&uuml;mmern, denn wir durchlaufen nicht mal einen halben Orbit, bevor wir die Oberstufe wiederz&uuml;nden.<\/p>\n<p>Mit den Daten kann man nun den Beginn der Freiflugphase festlegen. Ich habe als Startzeit 460 s eingetragen das erlaubt es den Orbit noch etwas anzuheben und vermeidet, dass er zu schnell wieder absinkt. Nach 460 s wurde ein 145 x 1.280 km Orbit erreicht. In dem Beispiel z&uuml;ndet die Falcon nach knapp 1355 s bei &Uuml;berqueren des &Auml;quators erneut und nach 1403 s hat sie Brennschluss. Sie erreicht einen 260 x 35800 km Orbit \u2013 genauso wie in Wirklichkeit. Vor allem ist die Bahnneigung kleiner. Diese war ohne Parkbahn 27,1 Grad. Mit Parkbahn sind es 20,8 Grad. Der nur in XY-Richtung gedrehte Geschwindigkeitsvektor senkte sie ab, kostete aber auch Nutzlast. Ohne Parkbahn ist nach meiner Simulation die theoretische Nutzlast rund 1500 kg h&ouml;her als der Websitewert von SpaceX, mit Parkbahn schmilzt das auf 600 kg zusammen. Allerdings basiert die Rakete auch auf den Ank&uuml;ndigungen von SpaceX, die ich nicht f&uuml;r real halte und meine Simulation liefert meistens \u201ebessere\u201c Werte als die Wirklichkeit, allerdings nicht mit so gro&szlig;er Abweichung. Normal sind etwa 3-5 %.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Freiflugphase werden keine Daten erhoben. Man sieht dies in den Diagrammen an einer graden Linie zwischen dem letzten angetriebenen Punkt und dem Beginn der Wiederz&uuml;ndung. Sie machen keinen Sinn, au&szlig;er bei H&ouml;he. Die H&ouml;he kann man im Diagramm \u201eBahn\u201c, das die H&ouml;he relativ zum Erdmittelpunkt auch &uuml;ber die Freiflugphase wiedergibt aber sehen. Kommt eine Rakete nicht zur Wiederz&uuml;ndung, so kann man dieses Diagramm konsultieren, ob sie zwischendurch abgest&uuml;rzt ist (dann war die Bahn nicht stabil, sp&auml;teres Einsetzen der Freiflugphase sinnvoll). Man sieht es auch in der Ausgabe, wenn dort bei Freiflugphase 0 steht oder die letzte H&ouml;he 80 km oder weniger war \u2013 dann stoppt die Simulation automatisch. Ein zweiter Grund kann sein, dass der Wiederstartpunkt falsch gew&auml;hlt ist, z.B. nach n km die Rakete aber, wenn die Freiflugphase einsetzt, schon weiter als n km von der Erdoberfl&auml;che entfernt ist.<\/p>\n<p>Etwas komplexer ist es bei dem Angleichen eines Apog&auml;ums. Das Verhalten ist das gleiche bei GTO \u2192 GSO Transfers oder einfachen Apog&auml;umsanhebungen. Auch hier modelliert man zuerst eine Transferbahn, zweckm&auml;&szlig;igerweise, indem man die Freiflugphase zur Ermittlung der &Uuml;bergangsbahn abschaltet. Das Apog&auml;um sollte in der H&ouml;he des sp&auml;teren Apog&auml;ums liegen. Es kann aber auch etwas drunterliegen. Dann schaltet man die Freiflugphase ein und den Punkt \u201eWenn Apog&auml;um erreicht\u201c und simuliert erneut. In der Regel wird man keine richtige Kreisbahn erreichen, vor allem wenn der Geschwindigkeitsunterschied gro&szlig; ist, wie bei GTO-Bahnen im Apog&auml;um oder der Schub des Triebwerks klein. Das ist schwer vermeidbar, da der Geschwindigkeitsimpuls immer in augenblicklicher Flugrichtung geht, die sich laufend &auml;ndert.<\/p>\n<p>Hier muss man etwas probieren. Da jede Z&uuml;ndung das Apog&auml;um ausweitet, kann man es probieren das Apog&auml;um der Startbahn niedriger als das sp&auml;tere Zielapog&auml;um zu legen. Bei der Vega z.B. 600 km H&ouml;he, wenn der Orbit 700 km hoch sein soll. Ebenso kann man im Men&uuml; \u201eParameter ver&auml;ndern\u201c das Apog&auml;um oder Perig&auml;um anpassen. Man kann auch mit dem Start und dem Ende der Freiflugphase spielen. Das Ende kann auch als km Distanz angegeben werden, wenn man vor Erreichen des Apog&auml;ums erneut z&uuml;nden will. Der erste Punkt in dem Men&uuml; f&uuml;gt dagegen eine Freiflugphase zwischen zwei Stufen ein. Das ist nicht dasselbe, sondern nur eine verl&auml;ngerte Zeit zwischen Stufentrennung und Z&uuml;ndung. Zudem kann dieser Punkt den Z&uuml;ndzeitpunkt anpassen. Das ist bei der Freiflugphase unn&ouml;tig, da in dieser Zeit gar keine Simulation des Schubs stattfindet. Die angetriebene Simulation bleibt praktisch stehen, bis die Wiederz&uuml;ndung erfolgt.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Festlegung des Zeitpunktes hilft ein Blick auf die Bahnpunkte in der Tabelle unten. Das Zwischenapog&auml;um sollte in der N&auml;he des sp&auml;teren Apog&auml;ums liegen. Bei schubschwachen Stufen wie der letzten der Vega sollte das Perig&auml;um nicht zu tief liegen, sonst kann die Rakete dies nicht mehr ausgleichen oder es resultieren zu elliptische Umlaufbahnen. Hier schl&auml;gt ein Manko des Programms zu \u2013 es optimiert rein auf Nutzlast bzw. Bahn und l&auml;sst \u201enat&uuml;rliche\u201c Nebenbedingungen unter den Tisch fallen. Eine Rakete kann z.B. sich nicht abrupt drehen. Das Programm hat keine Probleme einen Datenpunkt als optimal zu errechnen, indem die Rakete nach 30 s einen Winkel von 30 Grad zur Erdoberfl&auml;che hat. Normale Rotationsraten bewegen sich soweit ich das weis zwischen 0,6 und 1,1 Grad pro Sekunde. Eventuell bessere ich das bis zum Erscheinen des Artikels, den ich im voraus schreibe noch nach.<\/p>\n<p>Eine Simulation, die nur auf das Apog&auml;um optimiert und so eine Vorlage f&uuml;r eine Transferbahn liefert bevor man die Simulation mit Freiflugphase macht, ist der zweite Punkt im Modus \u201eNur Apog&auml;um\u201c. Aber bitte auch einen Blick auf das Perig&auml;um werfen bzw. den Treibstoffverbrauch zum Erreichen des Zielperig&auml;ums. Notfalls in der fr&uuml;hen Phase der Bahn weniger steil starten.<\/p>\n<p>Im Prinzip kann man mit dem Punkt alle Parkbahnen erledigen, auch f&uuml;r interplanetare Missionen, nur macht es bei denen meist keinen Sinn. Hier dient eine Freiflugphase nicht dazu die Nutzlast zu erh&ouml;hen, sondern einen bestimmten Punkt im Orbit zu erreichen. Eine Ausnahme ist gegeben, wenn die Oberstufe extrem schubschwach ist, dann kann eine Parkbahn zuerst schwach elliptisch sein, und dann beim n&auml;chsten Durchlaufen des Perig&auml;ums aufgeweitet werden. Das minimiert die Gravitationsverluste. Gemacht wurde es meines Wissens nach nur einmal beim Start von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/rosetta.shtml\"> Rosetta<\/a>, wo die EPS mit Rosetta auf eine Bahn mit einem Apog&auml;um von etwa 2900 km gebracht wurde und beim Durchlaufen des Perig&auml;ums wiederz&uuml;ndete. Rein theoretisch k&ouml;nnte das die Nutzlast bei kleinem Schub der Oberstufe steigern. So k&ouml;nnte man die erste Freiflugphase der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/proton.shtml\">Breeze<\/a> simulieren. Die anderen nicht, weil ich nur eine Freiflugphase vorgehen habe.<\/p>\n<p>Zuletzt noch ein Beispiel wie man nicht virtuelle, aber trotzdem nicht existierende Tr&auml;ger simuliert. Ich habe &uuml;berlegt, ob ich das Beispiel bringe, weil erfahrungsgem&auml;&szlig; sich dann wieder Leute melden, die sich nicht um den Rest des Artikels und seiner drei Vorg&auml;nger k&uuml;mmern und zu faul oder sonst wie gehindert sind, selbst zu simulieren (ist nun ja m&ouml;glich, ich gebe zu: die ganzen Daten einzugeben und Bahnen zu optimieren kann bei manchen Tr&auml;gern eine halbe, bis eine Stunde dauern). Es ist die Verifizierung folgenden <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/669132749500887040\">Tweets<\/a>:<\/p>\n<p>&#8222;<a href=\"https:\/\/twitter.com\/TobiasVdb\">@TobiasVdb<\/a> The F9 booster can reach low orbit as a single stage if not carrying the upper stage and a heavy satellite.\u201c<\/p>\n<p>Nun bei einem Strukturfaktor von 30 (nur f&uuml;r die Booster der Falcon Heavy, die normale Falcon 9 Erststufe tr&auml;gt noch den Stufenadapter zur Zweitstufe und der ist lange wegen der gro&szlig;en Expansionsd&uuml;se des Merlin) ist, das nur nach Ziolkowski, leicht ausrechnet. Nehmen wir den Vakuum-Impuls von 3050 m\/s der aktuellen Falcon 9, so erhalten wir:<\/p>\n<p>v = 3050 m\/s * ln (30) = 10373 m\/s.<\/p>\n<p>Der Bodenimpuls ist nicht bekannt bei gleichm&auml;&szlig;igem Treibstofffluss aber proportional zum Schub und der betr&auml;gt 7607 zu 8227 also 92,4 %. Mit 92,4 % * 10373 m\/s kommt man immer noch auf 9591 m\/s.<\/p>\n<p>Die Falcon 9 hat ohne Erststufe eine hohe Beschleunigung und kurze Brennzeit. Die Gravitationsverluste d&uuml;rften also klein sein. Feststoffraketen mit &auml;hnlicher Brennzeit kommen auf 1100 bis 1200 m\/s Gravitationsverluste. Dies addiert zur Orbitalgeschwindigkeit von 7800 m\/s und man kommt auf 9.000 m\/s. Da sind beide Werte dr&uuml;ber. Also hat de Mann recht, wenn man den Aufstieg nicht simulieren kann.<\/p>\n<p>Das Problem: Damit das Perig&auml;um hoch genug ist damit die Rakete nicht wieder nach einem Umlauf vergl&uuml;ht sollte ein guter Teil der Beschleunigung oberhalb einer sicheren H&ouml;he erfolgen. Eine sichere H&ouml;he sind so etwa 160 km, da ist die Bahn &uuml;ber 1-2 Tage stabil, genug Zeit um einen Satelliten mit eigenem Antrieb in eine h&ouml;here Bahn zu verschieben.<\/p>\n<p>Das schafft die Falcon 9 mit ihren 162 s Brennzeit nicht. Nach der Zeit hat sie noch nicht mal die 160 km H&ouml;he erreicht, was logisch ist, sie m&uuml;sset dann im Mittel um 1 km pro Sekunde steigen! Ihr k&ouml;nnt gerne von einer Falcon 9 die zweite Stufe entfernen und mit Bahnen experimentieren \u2013 ihr werdet immer Bahnen bekommen die elliptisch sind, deren Perig&auml;um aber unter 160 km liegt.<\/p>\n<p>Nun sind die Triebwerke aber auf 60 % drosselbar und das habe ich ausgenutzt. In der zweiten Simulation habe ich die Erststufe gedanklich in zwei Stufen aufgeteilt. Die eine arbeitet mit 100 % Schub vom Start an, die zweite mit 60 % Schub. Sie wird \u201egez&uuml;ndet\u201c wenn die Erste ihren Treibstoff verbraucht hat. Die Leermasse der \u201eersten\u201c stufe ist nat&uuml;rlich 0, es ist nur Treibstoff, der verbraucht wird. Als Zeitpunkt habe ich 2,5 g Beschleunigung festgelegt, bei 60 % Schub sinkt die Beschleunigung dann auf 1,5 g ab. Wenn ihr wollt, k&ouml;nnt ihr mit dem Zeitpunkt noch etwas spielen.<\/p>\n<p>Das addiert Brennzeit, so kommt man auf 230 s Brennzeit. Es ist aber noch zu wenig um einen stabilen Orbit zu erreichen. Zu Brennschluss ist die Rakete in 100 km H&ouml;he und hat eine elliptische Umlaufbahn mit knapp 120 km Perig&auml;um erreicht. Trotz mehrerer Versuche habe ich kein h&ouml;heres Perig&auml;um erreicht. Das ist also instabil. Immerhin, in diesen \u201eoff-Perigree\u201c Orbit kann sie eine Menge Nutzlast bef&ouml;rdern: 10 t in einen 90 x 300 km Orbit. Der m&uuml;sste dann vom Kunden aber schnell angehoben werden.<\/p>\n<p>Doch bei heutiger Vorgehensweise bei denen einige Tage mit Checks des Satelliten vergehen, kann man sagen: die Aussage stimmt nicht zumindest erreicht sie keinen stabilen Orbit, wohl aber die Orbitalgeschwindigkeit.<\/p>\n<p>Ach ja noch au&szlig;er der Reihe: Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gef&auml;lscht hast. Nach <a href=\"https:\/\/imgur.com\/a\/IGiNh\">Ingo<\/a> ist ja die Oberstufe der Falcon 9 besser als alles andere. Ich habe nur zum Spa&szlig; mal die 5 t seiner Simulation mit der Falcon 9 Oberstufe und einer Centaur als C3-Simulation (man erreicht ja dann Fluchtbahn) laufen lassen und siehe da: Falcon 9 c3 von 16,8, SEC-Centaur auf Falcon 9: 21,5 km\u00b2\/s\u00b2 \u2013 nicht viel, aber eben deutlich mehr. Tja es kommt immer auf das Gesamtsystem an. Man vergleicht ja auch nicht Motoren, sondern Autos, sonst w&auml;re jeder LKW besser als ein Rennwagen \u2026. Um Fragen von Ingo vorzubeugen: Die Geschwindigkeit ist bei der Falcon 9 h&ouml;her, weil man bei ihr die Bahn niedrig halten kann durch die geringe Brennzeit. Die <a href=\"\/centaur.shtml\">Centaur<\/a> hat erst in 800 km Brennschluss, in dieser H&ouml;he braucht sie aber eine kleinere Geschwindigkeit um die Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen und das C3 gibt ja, an was man zus&auml;tzlich zur Fluchtgeschwindigkeit noch im Unendlichen &uuml;brig hat. Die 21,2 km\u00b2\/s\u00b2 sind &uuml;brigens h&ouml;her als beim Tesla Roadster mit c3=12.<\/p>\n<p>Ihr findet alle Falcon 9 Simulationen unter SpaceX-Nicht-Existent.rak<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube zwar inzwischen nicht, dass es jemand au&szlig;er mir mein eigenes Programm nutzt, aber zum Abschluss der Dokumentation, hier nun die letzte Beschreibung der Aufstiegssimulation. Bei den Datendateien wurden inzwischen Rakete.rakdat, Delta, Atlas, Europa und China komplett umgestellt. Ich werde noch Saturn, Japan sowie zwei f&uuml;r die restlichen US- und Nicht-US-Tr&auml;ger erstellen, der Rest [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[4266],"class_list":["post-13346","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-aufstiegssimulation","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":587,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18423,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/04\/die-schwere-landung-des-starships-auf-dem-mars-2\/","url_meta":{"origin":13346,"position":0},"title":"Die schwere Landung des Starships auf dem Mars (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"4. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Ich m\u00f6chte an meinen Beitrag vor einigen Tagen \u00fcber die Landung des Starships (https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/starship.shtml) auf dem Mars eingehen und sowohl auf einige Kommentare eingehen, wie auch neue Aspekte herausarbeiten. Ich habe inzwischen meine Simulation erweitert und kann einige F\u00e4lle mehr durchrechnen. Doch ich will auch vermitteln, dass man zu einer\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/34af58916c19453fae3b655602c04a41","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18396,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/19\/die-falcon-9-eine-nachlese-2\/","url_meta":{"origin":13346,"position":1},"title":"Die Falcon 9 \u2013 eine Nachlese (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"19. September 2025","format":false,"excerpt":"So und hier folgt der zweite Teil der Nachbetrachtung der Falcon 9, er schlie\u00dft an den ersten Teil von gestern an. Den ganzen Artikel gibt es auch auf der Website. Nutzlastverkleidung Ein einziges System wurde beim \u00dcbergang von der ersten zur heutigen Version kleiner: Die Nutzlastverkleidung wurde von 15,24 auf\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/56024d59119b4e4685580cdc237045c2","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18409,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/25\/die-landung-des-starships-auf-dem-mars\/","url_meta":{"origin":13346,"position":2},"title":"Die Landung des Starships auf dem Mars","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. September 2025","format":false,"excerpt":"Es wird mal Zeit, sich mit der geplanten Marslandung des Starships zu besch\u00e4ftigen. Das tut ja anscheinend keiner au\u00dfer mir, sonst w\u00e4re anderen schon etwas aufgefallen. Die Grundproblematik ist die gleiche wie f\u00fcr Raumsonden: Der Mars hat eine extrem d\u00fcnne Atmosph\u00e4re. Deren Bodendruck liegt bei \"Normalnull\" (mangels Meeren willk\u00fcrlich festgelegt\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/0c873c0799fe4a22aedc6879d71e9a71","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":13317,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/04\/04\/die-aufklaerung-des-aprilscherzes\/","url_meta":{"origin":13346,"position":3},"title":"Die Aufkl&auml;rung des Aprilscherzes","author":"Bernd Leitenberger","date":"4. April 2018","format":false,"excerpt":"So, nun komme ich wieder mal zu einem Blog. Derzeit arbeite ich noch flei\u00dfig an der Aufstiegssimulation, nun vor allem im Pflegen der alten Daten. Rund 200 Tr\u00e4ger wollen schlie\u00dflich erg\u00e4nzt werden. Anscheinend hat es keiner gemerkt: Der letzte Blog war ein Aprilscherz. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde unsere Regierung nie auf seinen\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"\/img\/sapcex-falcons.jpg","width":350,"height":200,"srcset":"\/img\/sapcex-falcons.jpg 1x, \/img\/sapcex-falcons.jpg 1.5x, \/img\/sapcex-falcons.jpg 2x"},"classes":[]},{"id":18458,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/23\/die-agena-c-2\/","url_meta":{"origin":13346,"position":4},"title":"Die Agena C","author":"Bernd Leitenberger","date":"23. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Wie ihr sicher bemerkt habt, war es etwas ruhig hier im Blog. Der Grund ist ganz einfach, ich habe mich endlich entschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen. Nein, nicht unter dem Blog. Seit f\u00fcnf Jahren will ich Band 2 des Apolloprogramms fertigstellen und habe in den letzten Jahren eigentlich immer nur\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/d6474dec02b34cf385a0dfced0cffb64","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":5216,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/08\/10\/fcea2\/","url_meta":{"origin":13346,"position":5},"title":"FCEA2","author":"Bernd Leitenberger","date":"10. August 2011","format":false,"excerpt":"CEA2 (Chemical Equilibrium with Applications) ist ein seit gut 30 Jahren entwickeltes NASA Programm mit dem verschiedenste Probleme bei Gasphasen berechnet werden k\u00f6nnen. Ich beschr\u00e4nke mich auf das, was Raumfahrtliebhaber wohl am meisten machen: Die Berechnung der Performance von Triebwerken bei Raketen. Ich will die Benutzung des Programmes einmal erl\u00e4utern,\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/89efc24160614a1a93d97d19447e81a6","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13346","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13346"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13346\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}