{"id":13433,"date":"2018-07-24T07:33:31","date_gmt":"2018-07-24T05:33:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13433"},"modified":"2018-07-24T19:22:49","modified_gmt":"2018-07-24T17:22:49","slug":"explodiert-bevor-es-losging-explosionen-nach-dem-abheben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/07\/24\/explodiert-bevor-es-losging-explosionen-nach-dem-abheben\/","title":{"rendered":"Explodiert, bevor es losging &#8211; Explosionen nach dem Abheben"},"content":{"rendered":"<p>So, weiter gehts mit den spektakul&auml;ren Fehlstarts die schon an der Startrampe endeten. Kriterium war wie schon gesagt das dies zumindest so erfolgte das die Startrampe dabei besch&auml;digt wurde. Das war z. B. beim Sojus Start von 2002 der Fall, obwohl die Rakete schon 20 s lang brannte und durch die Wolkendecke gesto&szlig;en war. Aber ein Booster fiel nach 8 s ab und auf die Startrampe. So geh&ouml;rt dazu <strong>nicht<\/strong> der vielleicht gr&ouml;&szlig;te Unfall in der Raumfahrt, der Fehlstart einer Langer Marsch 3 mit einem Intelsat , die am 15.2.1999 in ein nahe liegendes Dorf abst&uuml;rzte. Je nach Quelle soll es bis zu 500 Tote gegeben haben. Alle beiden Teile findet ihr auch auf der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/\/Explosionen-auf-der-Startrampe.shtml\">Website<\/a>.<!--more--><\/p>\n<h3>Explosionen nach dem Abheben<\/h3>\n<p>26.1.1957 die erste Thor Mittelstreckenrakete hatte gerade abgehoben, als das Triebwerk ausfiel und die Thor zur&uuml;ckfiel und explodierte. Die Rampe 17B war jedoch nicht stark besch&auml;digt und im April 1957 wieder verf&uuml;gbar. Die Ursache wurde erst sp&auml;ter klar, als man bei Aufnahmen entdeckte, wie die Mannschaft einen Sauerstofffilter durch eine sandige Gegend schleppten, ohne das er versiegelt war. Dadurch blockierten Fremdk&ouml;rper die Treibstoffventile.<\/p>\n<p>3.10.1957: Der f&uuml;nfte <a href=\"\/thor.shtml\">Thor<\/a> Test fand diesmal von der Nachbarrampe LC 17A vom Cape aus statt. Erneut schaltete das Triebwerk nahezu sofort nach dem Abheben ab und die Rakete fiel auf die Rampe zur&uuml;ck. Ursache war das sich ein Ventil zum Gasgenerator nicht ge&ouml;ffnet hatte. Der Schaden war gering, schon 21 Tage sp&auml;ter fand der n&auml;chste Test einer Thor von A7A aus statt.<\/p>\n<p>6.12.1957: die erste live &uuml;bertragene Explosion: Die Vanguard sollte ihren ersten Satelliten starten, als nach 1 s das Triebwerk ausfiel und sie aus 2 m H&ouml;he auf die Startrampe zur&uuml;ckfiel. Der Satellit wurde neben dem Pad gefunden \u2013 er sandte sogar Daten. Das Presseecho war verheerend, wobei sich die Bl&auml;tter darin &uuml;berboten, \u201enik\u201c an ein Wort anzuh&auml;ngen, so war vom Exlodenik, Flopnik und Kaputtnik die Rede.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/vanguard-explosion.jpg\" alt=\"\" width=\"441\" height=\"680\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/4210714b2f3247ce94b63026f4c0bd25\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p>19.4.1958. Pad 17B ist die erste Startrampe, die hier dreimal auftaucht. Die Thor 105 hob ab, und das Triebwerk fiel unmittelbar nach dem Abheben aus. Diesmal war die Ursache eine gebrochene Treibstoffleitung. Zwei Monate dauerten die Reparaturarbeiten.<\/p>\n<p>14.8.1959: Eine <a href=\"\/titan12.shtml\">Titan<\/a> I, Nr. B-5 hob von der Startrampe LC 19 vom Cape ab, doch vorzeitig, bevor alle Verbindungen zum Boden gekappt waren. Nach 2,87 s wurde dann eine noch nicht abgetrennte Verbindungsleitung durchrissen und die fehlende Erdung f&uuml;hrte zum vorzeitigen Brennschluss der Triebwerke. Die Rampe LC19 wurde schwer besch&auml;digt und war 6 Monate lang au&szlig;er Betrieb.<\/p>\n<p>11.3.1960: Die n&auml;chste, von einer Atlas zerst&ouml;rte, Rampe war das Nachbarpad LC 13. Die <a href=\"\/atlas.shtml\">Atlas<\/a> 51D hob ab, doch als sie gerade mal 2 m &uuml;ber dem Boden war, hatte das Boostertriebwerk B2 eine Verbrennungsinstabilit&auml;t und durch den absinkenden Schub fiel sie auf die Startrampe zur&uuml;ck. Die Explosion zerst&ouml;rte LC 13 und die Reparatur dauerte sieben Monate. Es gibt auch Berichte, dass sie durch den Sicherheitsoffizier gesprengt wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/atlas51d.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"891\" \/><\/p>\n<p>16.4.1960: Luna E-3 Nr.2: Eine Schwestersonde der <a href=\"luna.shtml\">Luna 3 <\/a>Sonde startete mit einer Luna (8K72, Seriennummer 9). Die Booster entwickelten nur 75 % des Schubs und gem&auml;&szlig; ihrer Auslegung l&ouml;sen sich die Verbindungen, wenn der Schub unterhalb der Hauptstufe ist. Die vier Booster fielen ab und die Zentralstufe fiel nach 10 s auf das Pad 1. Nach einem Monat fand aber schon der n&auml;chste Start statt.<\/p>\n<p>9.9.1960: Der Start des milit&auml;rischen Satelliten SAMOS 3 von Point Arguello stand an. Die Atlas Agena B (106D \/ 2202) hatte gerade von der Startrampe LC 1-1 abgehoben, etwa 1 m, als eine nicht abgetrennte Leitung das Steuersystem zum umschalten auf externe Stromversorgung brachte, die aber schon abgetrennt war, mit der folge, dass die Triebwerke abgeschaltet wurden und die Rakete aus 1 m H&ouml;he wieder auf die Rampe fiel und explodierte. Neun Wochen sp&auml;ter wurde von derselben Rampe Samos 4 gestartet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/atlas106-samos3.jpg\" alt=\"\" width=\"885\" height=\"692\" \/><\/p>\n<p>7.6.1961: Erneut scheitert eine Atlas, diesmal von der Vandenberg Air Force Base aus gestartet. Diesmal war es die erste operationale Atlas E, Nr. 27E. Auch hier war die Ursache eine Verbrennungsinstabilit&auml;t in den Boostertriebwerken. Die Startrampe 476F war f&uuml;r neun Monate au&szlig;er Betrieb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/atlas27e.jpg\" alt=\"\" width=\"324\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p>9.4.1962: Nun erwischte es auch die Atlas Rampe 11 auf dem Cape. Die Atlas 11F hatte gerade abgehoben, als das zentrale Sustainertriebwerk explodierte und die ganze Rakete in einem Feuerball endete. Startrampe 11 ben&ouml;tigte drei Monate f&uuml;r die Reparatur.<\/p>\n<p>1.6.1962: Start des milit&auml;rischen Satelliten Zenit 2 mit einer Wostok. Die Rakete schaltete nach 1,8 s ab und schlug 300 m neben der Startrampe auf.<\/p>\n<p>10.7.1963: Erneuter Start eines Zenit 2 Satelliten mit einer Wostok. Auch hier l&ouml;st die Notabschaltung nach nur 1,5 s aus und die Startrampe wurde stark besch&auml;digt. Es erfolgte der n&auml;chste Start nach 3 Monaten.<\/p>\n<p>20.7.1963: Auch Feststoffraketen k&ouml;nnen versagen. Die Scout X-3A startete vom Pad 3A in Wallops Island. Schon nach 2,5 s in rund 70 m H&ouml;he geriet die erste Stufe au&szlig;er Kontrolle, die Rakete rotierte und Stufe 1 und 2 flogen weg, Stufe 3 und 4 direkt auf das Pad, wo sie verbrannten. Ursache waren \u201emangelhafte Fertigungsmethoden\u201c der ersten Stufe. Die Starts wurden zwei Monate ausgesetzt, in denen die ersten Stufen der Scout &uuml;berpr&uuml;ft wurden.<\/p>\n<p>2.3.1965: Die vierte Atlas Centaur (AC-5, es gibt keine AC-1) hob von der Rampe 36A ab, als nach 0,88 s das Ventil f&uuml;r die Haupttreibstoffzufuhr versagte und die Rakete auf die Startrampe zur&uuml;ckfiel und in einer Atompilz-artigen Explosion aufging. Der n&auml;chste Start von Rampe 36A fand erst nach 16 Monaten statt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/ac5-failure.jpg\" alt=\"\" width=\"798\" height=\"1000\" \/><\/p>\n<p>3.7.1969: Die wohl gr&ouml;&szlig;te Bodenexplosion war die der <a href=\"hercules.shtml\">N-1 Nr. 5L<\/a>. Die zweite russische Mondrakete hatte gerade abgehoben als nach 10 s in 100 m H&ouml;he 29 der 30 Triebwerke abgeschaltet wurden. Die Explosion zerst&ouml;rte nicht nur die Rampe, die niemals wieder aufgebaut wurde, sondern auch die Nachbarrampe wurde schwer besch&auml;digt. In Werkhallen und Hangars, noch bis zu 40 km von der Startrampe entfernt brachen durch den Winddruck die Fensterscheiben, St&uuml;cke der Rakete wurden noch in 11 km Entfernung gefunden, selbst gro&szlig;e Brocken wie ein 400 kg schwerer Gasbeh&auml;lter noch in 10 km Entfernung. Ursache war die Explosion der Turbopumpe von Triebwerk 8 eine Viertelsekunde vor dem Abheben. Die Rakete hob ab, doch die Splitter der Explosion hatten zahlreiche Treibstoffleitungen besch&auml;digt. Es brach ein Brand aus und das &Uuml;berwachungssystem KORD das die Triebwerke &uuml;berwachte schaltete sie nach 10 s ab, weil die Parameter au&szlig;erhalb der Vorgabe waren.<\/p>\n<p>18.9.1980: Bei Routinearbeiten an einer <a href=\"titan12.shtml\">Titan II<\/a> in dem Raketensilo 374-7 fiel einem Arbeiter ein Steckschl&uuml;ssel aus der Hand. Er traf nach 2,5 m Flug die Rakete, die daraufhin Treibstoff aus dem oberen Hydrazintank verlor. Es bildete sich bald ein toxischer Nebel und nach 30 Minuten wurde die Mannschaft aus dem Silo evakuiert, nach 90 Minuten auch Zivilisten aus der Umgebung. Einen Tag sp&auml;ter sollten zwei M&auml;nner das Silo inspizieren. Sie &ouml;ffneten nur die &auml;u&szlig;ere Schleuse, da die Luft nach den Messwerten nicht atembar war. Sie warteten gerade auf weitere Instruktionen, als die Rakete explodierte. Der 740 t schwere Deckel wurde 61 m hoch in die Luft geschleudert und landete 200 m neben dem Silo, der W53 Sprengkopf 30 m daneben.21 Personen wurden verletzt. Der Abriss des Silos h&auml;tte 20 Millionen Dollar gekostet, eine Wiederherstellung sogar 225 Millionen Dollar. Die USAF hatte eine billigere L&ouml;sung \u2013 sie sch&uuml;ttete das Silo einfach zu.<\/p>\n<p>15.5.1982: Explosion einer <a href=\"semjorka.shtml\">Sojus-U<\/a> mit einem Zenit Spionagesatelliten.<\/p>\n<p>26.9.1983: Die einzige bemannte Mission auf der Liste. 90 s vor dem Start von Sojus T10 entwich vor dem Abheben Treibstoff aus der Rakete der Feuer fing. Man aktivierte das Rettungssystem, doch die Kabel waren schon durchtrennt. Erst 20 s nach dem Entdecken des Brands gelang es das System durch Funkkommando zu aktivieren. Die Besatzung wurde durch den Fluchtturm gerettet und 4 km neben dem Pad geborgen. Kurz nach dem Ausl&ouml;sen des Fluchtturms explodierte die Rakete. F&uuml;r mich seltsam an dem Vorfall ist, dass die Besatzung die Fluchtrakete nicht ausl&ouml;sen konnte.<\/p>\n<p>18.4.1986: Eine<a href=\"\/titan34.shtml\"> Titan 34D<\/a> mit dem letzten Hexagon Satelliten (Nr.20) hebt von der Vandenberg Air Force Base ab. Es ist die neunte Titan 34D und der erste Flug nach einem Fehlstart im letzten Jahr am 28.8.1985. Die Telemetrie ergab eine abnormale Situation 8,38 s nach dem Start. Ein Feststoffbooster explodierte 8,76 s nach dem Start. Die Treibwerke wurden 15,46 s nach dem Start abgeschaltet und die Selbstzerst&ouml;rung nach 16.38 s ausgel&ouml;st. Das erfolgte in wenigen Hundert Metern H&ouml;he sodass die brennenden Bruchst&uuml;cke zahlreiche isolierte Feuer in einem Radius von 800 m verursachten. Daneben wurde auch die Rampe besch&auml;digt und 57 Personen verletzt. Beide Rampen SLC 4E und 4W wurden besch&auml;digt, vor allem aber andere Geb&auml;ude. der Schaden wurde im <a href=\"http:\/\/www.thespacereview.com\/archive\/1268.pdf\"> Untersuchungsbericht<\/a> auf 70 Millionen Dollar gesch&auml;tzt. Ursache war das sich ein Teil der Isolierung aus einem gummiartigen Material nahe der Verbindung von zwei Segmenten gel&ouml;st hatte und so die hei&szlig;en Verbrennungsgase die Verbindung durchbrennen konnten. der synthetische Gummi verkohlte beim normalen Betrieb und der entstehende &Uuml;berzug aus Graphit verhinderte eine Besch&auml;digung der Stahlh&uuml;lle. Die meisten Verletzten gab es durch die Abgaswolke nicht die Explosion. Seitdem wird mehr auf die Wetterbedingungen beim Start von Titan Raketen geachtet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/titan34d-april-1986.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"408\" \/><\/p>\n<p>18.6.1987: Beim Start eines Resurs Satelliten mit einer Wostok wird die Startrampe 43\/3 stark in Plessezk besch&auml;digt. Der n&auml;chste Start fand erst nach 18 Monaten statt.<\/p>\n<p>27.8.1988: Beim erneuten Start eines Resurs Satelliten f&auml;llt die Rakete 50 m vom Pad entfernt in den Wald und richtet beim Nachbarpad 43\/4 in Plessezk gro&szlig;en Schaden an.<\/p>\n<p>4.10.1990: Start von Tselina 2 mit einer Zenit f&auml;llt das Triebwerk RD-171 nach 2,44 s aus. Die Rampe 45 wurde vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt und nie wieder aufgebaut.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/zenit-2-fehlstart.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"973\" \/><\/p>\n<p>20.12.2002: Eine Sojus-U hob mit dem Foton M1 Raumschiff zu einer von der ESA bezahlten Mission ab. Acht Sekunden nach dem Start l&ouml;st sich ein Seitenbooster ab, da sein Triebwerk durch einen Fremdk&ouml;rper in der Turbopumpe ausfiel, ohne den Schub st&uuml;rzte die Sojus ab und schlug nach 20 s neben dem Pad auf. Der abgefallene Booster richtete geringen Schaden am Pad an. Es gab trotzdem ein Todesopfer: ein 20-j&auml;hriger Soldat beobachtete den Start aus geringer Distanz und wurde von der Explosion get&ouml;tet.<\/p>\n<p>30.1.2007: Eine SeaLaunch <a href=\"zenit.shtml\">Zenit<\/a> (SL24) hob mit dem Kommunikationssatelliten NSS-8 ab, explodierte nach Videoaufnahmen aber dabei. Da der Start kommerziell war, gab es nur wenige Details, doch nach unbest&auml;tigten russischen Quellen soll das Haupttriebwerk RD-171 nur 80 % des Schubs erreicht haben und die Rakete nur 8,5 cm abgehoben haben und dann nach rechts gekippt sein. Das Triebwerk scheint l&auml;nger als die Rakete gearbeitet zu haben, denn von ihm empfing man noch 3,9 s nach dem Abheben Telemetrie. Der Fehlstart hatte gro&szlig;e Auswirkungen auf das Gesch&auml;ft von Sea Launch die keine neuen Auftr&auml;ge gewinnen konnten und ein Jahr sp&auml;ter Gl&auml;ubigerschutz beantragen mussten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/sealaunchsl24.jpg\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"171\" \/><\/p>\n<p class=\"auto-style1\">28.10.2014: Antares. Eine Antares 130 (Nr. 5) hob mit dem Raumschiff SS Deke Slayton ab. Sie verlor unmittelbar nach dem Start an Schub und sank wieder herab und wurde noch vor dem Aufschlag durch den Sicherheitsoffizier gesprengt. So war es zwar eine beeindruckende Explosion, aber die Sch&auml;den am Pad 0A hielten sich in Grenzen. Sie kosteten \u201enur\u201c 20 Millionen Dollar, der Start dagegen 200 Millionen Dollar. Der Abschlussbericht der NASA konnte die genaue Ursache nicht kl&auml;ren, aber wahrscheinlich hat ein kleiner Fremdk&ouml;rper die Turbopumpe eines Triebwerks zur Explosion gebracht. Schon vorher vielen die Triebwerke, die von der russischen Mondrakete N-1 stammten, bei Tests im Stennis Testcenter durch Probleme auf. Orbital machte dagegen die Russen f&uuml;r den Fehler verantwortlich die das Triebwerk im Jahr 2006 an die US-Firma Aerojet verkauften. Orbital Sciences wechselte das Triebwerk aus und setzt seitdem das RD-191 ein, eine Variante des RD-190 der <a href=\"angara.shtml\">Angara<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/antares-explosion.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"382\" \/><\/p>\n<h3>Loopings<\/h3>\n<p>Relativ selten, aber sch&ouml;n anzuschauen sind Starts, bei denen die Rakete vom Start weg die Kontrolle verliert. Sie macht dann meistens einen Looping. So geschehen bei dem Start einer Juno II am 16.7.1959 (Seriennummer AM-16). Ein Gleichstrom in Wechselstromkonverter versagte und die Rakete drehte sich vom Start weg und wurde nach 5,5 s gesprengt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\/img\/Juno_II_AM-16.jpg\" alt=\"\" width=\"788\" height=\"600\" \/><\/p>\n<p>Denselben Effekt erh&auml;lt man, wenn man Beschleunigungsverm&ouml;gen verkehrt herum einbaut. So geschehen am 2.7.2013 bei einer <a href=\"\/proton.shtml\">Proton<\/a> mit dem Glonass-M Satelliten Nr. 48. Obwohl diese schon vor dem Aufschlag auseinanderbrach und es gen&uuml;gend Zeit gab, sie zu sprengen erfolgte das nicht. Warum? Nun nach den vielen Explosionen von Raketen nahe des Pads wird das Selbstzerst&ouml;rungssystem der Proton erst 30 s nach dem Start aktiv um eine Explosion &uuml;ber der Startrampe zu verhindern \u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, weiter gehts mit den spektakul&auml;ren Fehlstarts die schon an der Startrampe endeten. Kriterium war wie schon gesagt das dies zumindest so erfolgte das die Startrampe dabei besch&auml;digt wurde. Das war z. B. beim Sojus Start von 2002 der Fall, obwohl die Rakete schon 20 s lang brannte und durch die Wolkendecke gesto&szlig;en war. 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