{"id":13640,"date":"2018-12-11T18:17:22","date_gmt":"2018-12-11T17:17:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13640"},"modified":"2018-12-12T09:44:44","modified_gmt":"2018-12-12T08:44:44","slug":"eine-mini-raumsonde-zu-jupiter-und-uranus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/12\/11\/eine-mini-raumsonde-zu-jupiter-und-uranus\/","title":{"rendered":"Eine Mini-Raumsonde zu Jupiter und Uranus"},"content":{"rendered":"<h3>Das Konzept:<\/h3>\n<p>Mich hat das Thema Miniraumsonden weiter besch&auml;ftigt, so habe ich mir zuerst mal Gedanken um eine meiner Lieblingsprojekte in diesem Bereich gemacht: die Idee einer Tochtersonde, die bei einem Vorbeiflug abgeworfen wird.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/9b371ab44f1f41d38b979bc24dc70483\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Wenn eine Raumsonde die Planeten Jupiter bis Neptun nahe passiert, so kann sie bedingt durch die Vorbeifluggeometrie nur einen Mond nahe passieren. Bei Voyager 1 war dies bei Jupiter der Mond Io in 20.000 km Distanz und bei Saturn Titan in 6500 km Distanz. Bei Voyager 2, bei dem die Bahn bei Saturn und Uranus die Sonde jeweils zum n&auml;chsten Planeten weiter f&uuml;hren musste, waren die Distanzen noch gr&ouml;&szlig;er. Ganymed wurde noch bei Jupiter in knapp 60.000 km Distanz passiert, Enceladus am n&auml;chsten von allen Saturnmonden in 87.000 km, Miranda als innerster gro&szlig;er Uranusmonde in 29.000 km Distanz.<\/p>\n<p>Nun wird es sicher keine weitere Vorbeiflugsmission an Saturn geben \u2013 <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cassini.shtml\">Cassini<\/a> hat das System &uuml;ber 14 Jahre erkundet. Bei Neptun gibt es nur einen gro&szlig;en Mond, Triton, da g&auml;be es auch keinen Bedarf f&uuml;r eine Vorbeiflugmission. Bleiben noch Jupiter und Uranus.<\/p>\n<p>Zu Jupiter sind derzeit zwei Missionen geplant. Die europ&auml;ische JUICE Mission erkundet die Monde Europa, Kallisto und Ganymed und schwenkt schlie&szlig;lich in einen Orbit um Ganymed ein. Die noch nicht endg&uuml;ltig bewilligte Europa-Mission der NASA f&uuml;hrt dagegen sehr viele Vorbeifl&uuml;ge am Jupitermond Europa durch. Beide Missionen halten sich von Io fern und auch die aktuelle Mission <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/juno.shtml\">Juno<\/a> wird ihn nicht erkunden. Zum einen ist ihre Bahn dazu nicht geeignet, sie f&uuml;hrt &uuml;ber die Pole, der Mond umrundet den Planeten aber am &Auml;quator. Zum anderen ist die Kamera daf&uuml;r mit einem Weitwinkelobjektiv nicht geeignet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left;\" src=\"img\/uranus-flyby.jpeg\" alt=\"Vorbeiflug Voyager an Uranus\" width=\"400\" height=\"407\" \/>Io liegt etwa auf der halben Distanz von Europa und damit schon in einer Region in der die Strahlung sehr hoch ist. Galileo n&auml;herte sich beim Einschuss in den Orbit Io, konnte wegen des Bandrekorderproblems aber keine Daten gewinnen. W&auml;hrend der Prim&auml;rmission und erweiterten Mission blieb die Sonde auf Distanz, um die Strahlenbelastung zu senken. Erst in der letzten Missionsphase, als klar war, dass die Sonde danach abgeschaltet wird, flog sie Io an. Doch wegen der Strahlensch&auml;den gab es viele Ausf&auml;lle gerade, wenn sie sich Io n&auml;herte, eben aufgrund des h&ouml;heren Strahlungslevels. Daher hielt ich es f&uuml;r interessant, eine Tochtersonde abzuwerfen, die nur den Zweck hat Io zu kartieren, ihre Daten zur Hauptsonde funkt und diese &uuml;bertr&auml;gt sie dann zur Erde. Das erlaubt es, die Sonde einfach zu gestalten. Eine zweite M&ouml;glichkeit dieses Konzept anzuwenden, ist bei einer Vorbeiflugsonde zu Uranus. Uranus Rotationsachse ist um 98 Grad zur Ekliptik gekippt. Das bedeutet, das &uuml;ber ein Uranusjahr es nur zwei Zeitpunkte gibt, bei denen eine Raumsonde alle Monde nacheinander passieren kann, wie dies bei den anderen Planeten m&ouml;glich ist. Das ist jeweils zur Tag- und Nachtgleiche, die Zeitpunkte liegen 42 Jahre auseinander. Zu jedem anderen Zeitpunkt kann eine Raumsonde nur einen Mond nahe passieren, die anderen sind immer weit entfernt. Man sieht dies anschaulich bei der Bahngeometrie, die die Voyager 2 Raumsonde hatte. Hier w&auml;ren dann sogar mehrere Tochter-Raumsonden sinnvoll.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Absch&auml;tzung Datenrate<\/h3>\n<p>Das Erste was ich tat, war eine Absch&auml;tzung. Es ist klar, dass sich durch die unterschiedliche Distanz beide Sonden (Haupt- und Tochtersonde) sich voneinander entfernen. Die erste &Uuml;berlegung war, wie lange man die Tochtersonde betrieben sollte. Ich nahm an, dass die Distanz sehr bald so gro&szlig; sein w&uuml;rde, dass die Datenrate dann niedrig ist. Dann macht es keinen Sinn die Tochtersonde lange zu betrieben. Also setzte ich auf eine Batterieversorgung, die einen Betrieb &uuml;ber einen, maximal zwei Tage gew&auml;hrleistet. Bei der Berechnung der Datenrate von einer 60-cm-Sendeantenne zu einer 3-m-Empfangsantenne (Juno) mit einem 5-Watt-Sender nach einer Distanz von 1,2 Millionen km kam ich aber auf das erfreuliche Ergebnis, das im Ka-Band bei 32 GHz, das im Weltraum ohne Einschr&auml;nkungen nutzbar ist, es immer noch 233 kbit\/s sind. Und anfangs ist die Distanz noch geringer, maximal 400.000 km. Dann ist eine neunmal h&ouml;here Datenrate m&ouml;glich. Damit meinte ich das das Konzept umsetzbar ist. Doch stimmt die Distanz und wie hoch ist die Gesamtdatenmenge? Das letztere war leicht zu berechnen. Ich erweiterte mein Programm um die variable Berechnung der Datenmenge bei konstant ansteigender Geschwindigkeit mit R&uuml;ckfallstufen f&uuml;r die Datenrate (z.B. Halbierung bei halbem SNR-Faktor). Das Ergebnis war positiv: Von 400.000 auf 1,2 Millionen km Distanz ansteigend in 80.000 Sekunden, nicht ganz ein Tag ist eine Gesamtdatenmenge von &uuml;ber 48 GBit m&ouml;glich, das sind 48.000 JPEG-komprimierte Bilder mit 1 Mpixel oder rund 10.000 mit verlustfreier Kompression.<\/p>\n<p>Dabei nahm ich eine Geschwindigkeit von 10 km\/s an. Doch stimmt die? Eine weitere Erweiterung der Swing-By-Routine mit der man zwei Bahnen vergleichen kann (eine der Haupt- und eine der Nebensonde) ergab, dass dem nicht so ist. Die Sonden entfernen sich, aber nicht so stark wie gedacht. Das Bild zeigt die Bahnen einer Hauptsonde und einer Nebensonde. Die eine passiert die Bahn von Miranda, die andere die des &auml;u&szlig;ersten Uranusmondes Oberon. Sie passieren rund 4 Stunden zeitversetzt den Planeten. 39 bzw. 35 Stunden nach dem Passieren des planetenn&auml;chsten Punktes sind sie aber nur 576.000 km voneinander entfernt. Das ist weniger als die H&auml;lfte der angenommenen Distanz bei einer gr&ouml;&szlig;eren Betriebsdauer.<\/p>\n<p>Eine &auml;hnliche Bilanz gibt es auch bei Jupiter, hier ist der Abstand etwas gr&ouml;&szlig;er, wegen der st&auml;rkeren Umlenkung der Bahn. Damit w&auml;re eine Tochtersonde lange genug nahe der Hauptsonde um viele Daten zu &uuml;bertragen. Damit konnte ich an ein Konzept gehen. Ich will dieses im Folgenden beschreiben und auch die Annahmen, die ich getroffen habe.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Kamera<\/h2>\n<p>Das Erste, was festzulegen ist, sind die Abmessungen. Ich habe die Masse unter 100 kg angesetzt, das hei&szlig;t, die Raumsonde sollte maximal so gro&szlig; wie ein Mikrosatellit sein, der typisch 60 x 60 x 80 cm gro&szlig; ist. Das legte die Gr&ouml;&szlig;e der Hauptantenne schon mal auf 60 cm fest. Es setzt auch die Gr&ouml;&szlig;e des einzigen Instruments, eines kombinierten Instruments mit Kamera und Spektrometer, denn es geht ja darum, die Oberfl&auml;che eines Mondes zu untersuchen.<\/p>\n<p>Als Vorlage diente das Instrument LORRI von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/new-horizons2.shtml\">New Horizons<\/a>. LORRI ist eine Kamera mit einem 20,8-cm-Teleskop und einer Aufl&ouml;sung von 1,02 Bogensekunden. Sie wiegt 8,8 kg und hat einen Stromverbrauch mit der assoziierten Elektronik von 5,8 Watt. LORRI setzt ein Cassegrain-Teleskop ein. Bei dem Cassgrain-Typ ist die L&auml;nge des Teleskops typisch <sup>1<\/sup>\/<sub>3<\/sub> der Brennweite. Wenn die Kamera in der L&auml;ngsrichtung der Sonde eingebaut wird, kann man mit etwas Platz f&uuml;r den Detektor und Elektronik und Abschirmung einen Tubus von maximal 70 cm L&auml;nge unterbringen. Das legt die Brennweite auf maximal 2,1 m fest.<\/p>\n<p>Die Vergr&ouml;&szlig;erung und der Durchmesser des Teleskops werden vom Detektor bestimmt. Bei LORRI war dies ein Sensor mit Pixelgr&ouml;&szlig;en von 14 x 14 \u00b5m. Doch New Horizons ist ausgelegt f&uuml;r Aufnahmen bei Pluto. Bei Uranus hat man die 2,8-fache Lichtmenge, man kann also die Pixelgr&ouml;&szlig;e verkleinern, erst recht gilt das f&uuml;r Aufnahmen bei Jupiter. Ich wollte einen m&ouml;glichst gro&szlig;en Sensor mit vielen Pixels, da er ein gr&ouml;&szlig;eres Feld aufnimmt und so die Sonde vor allem bei nahen Distanzen nicht so viel bewegt werden muss. Das kostet Zeit und die ist dann knapp. Ich habe mich f&uuml;r den <a href=\"https:\/\/www.onsemi.com\/pub\/Collateral\/KAF-09001-D.PDF\">Kodak KAF-09001 Sensor<\/a> entscheiden, ein 9 Megapixelsensor mit 12 \u00b5m gro&szlig;en Pixeln und einer Ausleserate von 2,2 kompletten Frames\/s. Er hat eine Gr&ouml;&szlig;e von 36,3 x 36,3 mm. Zusammen mit einer Belichtungszeit von 100 ms, abgleitet aus den Daten von LORRI sind so 1,8 Aufnahmen bei Uranus pro Sekunde m&ouml;glich. Mehr w&auml;re angenehmer. So habe ich mir noch den KAF-0373 angesehen mit fast gleichen gro&szlig;en Pixeln. Er liefert zwar 30 Frames pro Sekunde, doch da die Chipfl&auml;che viel kleiner ist, sind es doch weniger Megapixel pro Sekunde.<\/p>\n<p>Mit dem KAF-09001 liegen dann auch die Anforderungen an das Teleskop vor:<\/p>\n<p>Die Pixelgr&ouml;&szlig;e von 12 \u00b5m ergibt ein &Ouml;ffnungsverh&auml;ltnis f&uuml;r eine beugungsbegrenzte Abbildung bei F\/D von 21,48. Mithin m&uuml;sste das Teleskop bei 2100 mm Brennweite mindestens 98 mm Durchmesser haben. Mehr ist wie bei LORRI w&uuml;nschenswert: f&uuml;r die Aufl&ouml;sung von 1,02 Bodensekunden h&auml;tte auch ein Teleskop mit dem halben Durchmesser ausgereicht. Cassegrain-Teleskope haben sehr gro&szlig;e &Ouml;ffnungsverh&auml;ltnisse. LORRI hatte eines von 13. F&uuml;r Amateure gibt es kleine Cassegrains mit &Ouml;ffnungsverh&auml;ltnissen von 12. Der Fangspiegel, der eine Obstruktion verursacht, liegt dann noch bei ertr&auml;glichen 25 % des Optikdurchmessers. Nimmt man ein F\/D von 13 wie bei LORRI an, so ergibt sich ein Optikdurchmesser von 160 mm f&uuml;r die Brennweite von 2,1 m. Das ist 70 % gr&ouml;&szlig;er als die Forderung und gibt auch gen&uuml;gend Reserve f&uuml;r die Obstruktion von etwa 30 % die durch den Fangspiegel entsteht. Eine Alternative w&auml;re ein Schiefspiegler, der ist noch kompakter, hat keinen Fangspiegel, der die Sch&auml;rfe herabsetzt, aber ich hatte, keine passende Vorlage in passend zu der Masse von 5 bis 10 kg. Mit rund 77 % der Gr&ouml;&szlig;e von LORRI sollte die Masse des Teleskops auch absinken. Ich berechne bei gleicher Masse f&uuml;r die Elektronik (3,2 kg der 8,8 kg Gesamtmasse) ein Gewicht von 6,7 kg f&uuml;r ein 160-mm-Cassegrainteleskop. Das hat dann in der Zusammenfassung folgende Eckdaten:<\/p>\n<table style=\"page-break-inside: avoid;\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"128*\" \/>\n<col width=\"128*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th style=\"border-top: 1px solid #000000; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0.1cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nParameter\n<\/th>\n<th style=\"border: 1px solid #000000; padding: 0.1cm;\" width=\"50%\">\nWert\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nGewicht:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n6,7 kg\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nStromverbrauch im Mittel\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n5,8 Watt\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nAbmessungen:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n70 cm L&auml;nge, 16 cm Durchmesser\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nBrennweite:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n2100 mm\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nF\/D\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n13,1\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nSensorgr&ouml;&szlig;e\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n36,3 x 36,3 mm\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nPixels:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n3072 x 3072\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nPixelgr&ouml;&szlig;e\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n12 x 12 \u00b5m\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\">\nBelichtungszeit\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n100 ms Uranus, 12 ms Jupiter\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nBilder\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n1,8 Bilder\/s Uranus, 2,1 Bilder\/s Jupiter\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nMaximale Datenrate\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n19 Mpixel\/s\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\nGesichtsfeld\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"50%\">\n1 x 1 Grad\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Aus rund 208.000 km Distanz ist Io formatf&uuml;llend, Oberon aus 92.000 km und Miranda aus 28.000 km. F&uuml;r gro&szlig;e Himmelsk&ouml;rper, bei denen man nach Erreichen dieser Distanz die Sonde nach jeder Aufnahme drehen muss, was weitere Zeit erfordert, um die ganze Oberfl&auml;che und nicht immer dasselbe Gebiet abzulichten, w&auml;re dann ein anderer Sensor auch &uuml;berlegenswert. Kodak hat auch einen Hochgeschwindigkeitssensor mit 500 Auslesevorg&auml;ngen pro Sekunde im Programm, den <a href=\"https:\/\/www.onsemi.com\/pub\/Collateral\/NOIL2SM1300A-D.PDF\">LUPA1300-2<\/a>. Er hat nur 1280 x 1024 Piyxel, doch diese sind gr&ouml;&szlig;er (14 x 14 Mikrometer) und vor allem ist die Ausleserate viel h&ouml;her: 630 MPixel gegen&uuml;ber 20 MPixel (ohne Ber&uuml;cksichtigung der Belichtungszeit). Mit Ber&uuml;cksichtigung der Belichtungszeit von 72 ms bei Uranus (abgeleitet von den Plutodaten von LORRI, die Pixelgr&ouml;&szlig;e beider Detektoren ist identisch) ergeben sich aber dann nur 17,5 Mpixel pro Sekunde. Bei Jupiter ist wegen der viel kleineren Belichtungszeit von 10 ms aber der Sensor f&auml;hig 108 Mpixel pro Sekunde zu &uuml;bertragen. Man k&ouml;nnte f&uuml;r eine Jupitermission also diesen Sensor w&auml;hlen oder ein Zweisensorsystem einsetzen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Stromversorgung<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"float: left;\" src=\"\/img\/urnus-tochertsonde.png\" alt=\"Vorbeiflug an Uranus\" width=\"777\" height=\"700\" \/>Zuerst dachte nur an Batterien als einzige Quelle. Die &Uuml;berlegung war, dass die Tochtersonde nur etwa einen Tag lang betrieben wird. Da reichen Batterien als Stromquelle, die bei kurzen Zeiten auch noch weniger wiegen als andere Alternativen: Lithiumionen- oder -polymerakkus haben Energiedichten von 120\/140 bis 210\/(260 Ah. GPS-RTG kommen auf 5,6 W\/kg. Junos Solarzellen nur 1,34 W\/kg \u2013 allerdings dauerhafte Leistung. Nach 30 Stunden &uuml;berholen so Thermolemente Akkus, nach 120 Stunden auch Solarzellen. Bei einer genaueren Analyse sind Akkus dann doch nicht so gut:<\/p>\n<ul>\n<li>\nDie Tochtersonde muss Monate vor der Hauptsonde abgetrennt werden, selbst bei einer Abtrennung von einem Orbiter ist sie Wochen im Freiflug unterwegs, soll der Treibstoffverbrauch nicht sehr hoch sein. W&auml;hrend der Zeit ben&ouml;tigen Systeme zwar wenig Strom, aber doch etwas Strom.\n<\/li>\n<li>\nAnders als eine Atmosph&auml;rensonde wie die von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/galileo-probe.shtml\">Galileo<\/a> der Cassini stabilisiert sie sich nicht von alleine beim Eintritt. Teile der Sonde m&uuml;ssen daher periodisch aktiv sein und die Lage korrigieren \u2013 das kostet auch Strom.\n<\/li>\n<li>\nWenn man sie mehrere Tage betreiben kann, bieten Batterien keinen Gewichtsvorteil mehr.\n<\/li>\n<li>\nMan ben&ouml;tigt auch Leistung zum Heizen, bei Juno ist das der gr&ouml;&szlig;te Teil der verbrauchten Leistung.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich habe daher zuerst einmal den Strombedarf untersucht. Rund 6 Watt ben&ouml;tigt das Experiment. Ein Bordcomputer mit einer sparsamen CPU wie ein Raspberry PI etwa 5 Watt. Ein 5-Watt-Sender hat typischerweise den dreifachen Strombedarf der Sendeleistung also 15 Watt. Das sind dann zusammen 26 Watt. Dazu k&auml;me noch die Leistung f&uuml;r die Heizung.<\/p>\n<p>Diese Leistung k&ouml;nnte man komplett mit RTG erzeugen. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cassini-rtg.shtml\">RTG der Sonden<\/a> erstehen aus einzelnen Modulen, von denen eines 1,44 kg wiegt und 250 Watt thermische Leistung und 15,8 Watt elektrische Leistung liefert. Basierend auf den Kosten, die der RTG von Curiosity kostete, w&uuml;rde ein solches Modul 4,5 Millionen Dollar kosten. Solarzellen w&auml;ren auch eine Alternative. Sie w&uuml;rden aber gro&szlig; werden. Junos Solarzellen hatten eine Fl&auml;che von 59 m\u00b2 bei nur 450 Watt Leistung. Um ebenfalls 16 Watt Leistung zu bekommen, ben&ouml;tigt man also Solarzellen mit einer Fl&auml;che von 2,1 m\u00b2. Das w&auml;re sogar noch zu machen. Bei 80 cm H&ouml;he w&uuml;rden zwei Paneele von je 1,32 m Breite ausreichen.<\/p>\n<p>Warum habe ich mit nur 16 Watt gerechnet, wenn es oben doch 26 Watt waren? Weil man die zus&auml;tzliche Leistung nur bei Betrieb des Senders braucht. Die neue Strategie ist es, Batterien mit einer Dauerstromquelle zu b&uuml;ndeln. Die Batterie wird aufgeladen und liefert, wenn man den Sender braucht, den Strom. Eine 2 kg schwere Batterie mit 200 Ah\/kg Leistung reicht aus, um 40 Stunden lang die zus&auml;tzlichen 10 Watt zu liefern. Ich w&uuml;rde zum einem RTG-Modul und nicht Solarzellen tendieren. Denn neben dem geringeren Gewicht hat es den Vorteil Abw&auml;rme zu erzeugen, damit ben&ouml;tigt man nicht weiteren Strom zum Heizen. Die 4,5 Millionen Dollar, die es kostet, sind bei Mikrosatelliten eine hohe Summe, f&uuml;r ein Raumsondenprojekt aber eher ein kleiner Betrag.<\/p>\n<p>Die Bilanz f&uuml;r die Stromversorgung s&auml;he dann so aus:<\/p>\n<ul>\n<li>\n1,44 kg RTG + 1,56 kg Abschirmung\n<\/li>\n<li>\n2 kg Batterie\n<\/li>\n<li>\nGesamtgewicht: 5 kg\n<\/li>\n<li>\nDauerleistung: 15 Watt, 26 Watt &uuml;ber 36 Stunden. Danach kann der Sender alle 4 Stunden f&uuml;r eine Stunde genutzt werden, oder mit 27 % der normalen Leistung dauerhaft.\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3 class=\"western\">Lageregelung<\/h3>\n<p>F&uuml;r eine kurze Betriebszeit reicht eigentlich eine Lageregelung nur durch Triebwerke, ohne Schwungr&auml;der aus. Einen Antrieb ben&ouml;tigt die Sonde in jedem fall, da sie nach der Abtrennung ihre Geschwindigkeit &auml;ndern muss, sonst w&uuml;rde sie ja den gleichen Kurs wie die Hauptsonde haben. W&uuml;rde man die viel gr&ouml;&szlig;ere Hauptsonde abbremsen so ben&ouml;tigt man viel mehr Treibstoff. Bei Galileos Atmosph&auml;rensonde waren das rund 60 m\/s. Rechnet man noch 40 m\/s f&uuml;r Drehungen hinzu, kommt man auf 100 m\/s Korrekturverm&ouml;gen. Dazu reichen rund 3,1 kg Hydrazin (ausgehend von einer Gesamtmasse von 50 kg). Nimmt man 4 kg Hydrazin und Druckgas an, sowie 2 kg f&uuml;r die Triebwerke und den Tank, so ist man bei 6 kg Gesamtmasse f&uuml;r das Antriebssystem<\/p>\n<h3 class=\"western\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"float: right;\" src=\"\/img\/Jupiter-Tochtersonde.png\" alt=\"Jupter Tochtersondendiagramm\" width=\"777\" height=\"700\" \/>Telekommunikation<\/h3>\n<p>Ich habe als Vorlage das X-Band Sendesystem des Rovers <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/msl-curiosity.shtml\">Curiosity<\/a> als Massenbasis genommen, das wiegt 17,4 kg und hat ebenfalls eine Hochgewinnantenne. Die macht aber nur 8 kg davon aus. Es ist aber schon eine Nummer gr&ouml;&szlig;er und hat einen Stromverbrauch von 62,9 Watt. Nimmt man die 8 kg f&uuml;r die HGA und skaliert die Verst&auml;rker und Sender entsprechend dem kleineren Stromverbrauch herunter, so m&uuml;sste das Sendesystem mit 5 Watt Sendeleistung bei 15 Watt Verbrauch eine Masse von 10,3 kg haben<\/p>\n<h3 class=\"western\">Computer<\/h3>\n<p>Computer wiegen heute nicht mehr viel. Man k&ouml;nnte als Bordrechner einen RAD750 nehmen, ich tendiere aber eher zu einem Kleincomputer wie einem Raspberry-Pi oder der Elektronik, die in einem Smartphone steckt. Das ist trotzdem noch um ein vielfaches leistungsf&auml;higer als der RAD750. Solche Elektronik ist nicht weltraumqualifiziert, doch bei Abmessungen von 85 x 56 x 17 mm (Raspberry PI) w&uuml;rde selbst ein 1 cm dicker Titanblock (105 x 76 x 37 mm Volumen) die Masse nur um 1 kg erh&ouml;hen \u2013 und 1 cm Titan ist die Abschirmung f&uuml;r Juno, die der Strahlung &uuml;ber zwei Jahre und nicht wenige Trage ausgesetzt ist. F&uuml;r die Datenspeicherung reicht eine herk&ouml;mmliche SSD aus, die es heute in Kapazit&auml;ten bis zu 1 TByte gibt. Selbst wenn man die Daten dort mehrfach redundant speichert. Bei einer Datenrate von maximal 108 Mpixel\/s d&uuml;rfte der RAD 750 mit 200 MHz aber mit der Datenverarbeitung &uuml;berfordert sein. (er entspricht der Prozessortechnolohie von 1997).<\/p>\n<h3 class=\"western\">Strukturen, Kabel etc.<\/h3>\n<p>Der Rest der Sonde, vor allem die Struktur f&uuml;r die anderen Komponenten mag weitere 11 kg wiegen. So kommt man auf rund 35 kg f&uuml;r die ganze Sonde. Es k&ouml;nnen auch 50 kg sein, das l&auml;sst etwas mehr Spielraum und dann k&ouml;nnte man f&uuml;r das Spektrometer ein zweites Teleskop nutzen, das eine k&uuml;rzere Brennweite hat \u2013 Spektrometer teilen das Licht, das bei einer Kamera auf ein Pixel f&auml;llt auf 256, 480, 640 oder gar 1024 Pixel, je nach Detektor auf, da entfallen trotz gr&ouml;&szlig;erer Pixel (40 x 40 \u00b5m anstatt 14 x 14 \u00b5m sind &uuml;blich) weniger Licht pro Pixel.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Missionsablauf<\/h3>\n<p>Ich habe f&uuml;r zwei Missionen mal die Ergebnisse, die man erhalten k&ouml;nnte, durchgerechnet. Zuerst habe ich f&uuml;r die Angaben des Teleskops die Mindestzahl der Bilder berechnet, die man ausgehend von einem minimalen Abstand machen muss, um den Mond monochrom zu kartieren. Diese ergeben sich aus dem Abstand, der Geschwindigkeit, der Dauer f&uuml;r eine Aufnahme (inklusive Speichern) und der Geschwindigkeit. Die Letztere ist bei Io die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Sonde und Io, bei Oberon die Geschwindigkeit absolut, da man sich praktisch senkrecht zur Bewegungsrichtung des Monds bewegt. F&uuml;r beide Simulationen gilt:<\/p>\n<ul>\n<li>\n&Uuml;berlappung der Bilder um 20 %\n<\/li>\n<li>\nPhase 80 %\n<\/li>\n<\/ul>\n<table style=\"page-break-inside: avoid;\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"64*\" \/>\n<col width=\"64*\" \/>\n<col width=\"64*\" \/>\n<col width=\"64*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th style=\"border-top: 1px solid #000000; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0.1cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nParameter\n<\/th>\n<th style=\"border-top: 1px solid #000000; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0.1cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nIo (9 MPixel)\n<\/th>\n<th style=\"border-top: 1px solid #000000; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0.1cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nIo WXGA\n<\/th>\n<th style=\"border: 1px solid #000000; padding: 0.1cm;\" width=\"25%\">\nOberon\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nGeschwindigkeit:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n8,7 km\/s\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n8,7 km\/s\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n11,3 km\/s\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nBilder:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n2,958\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n110.825\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n1.444\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nMinimale Aufl&ouml;sung\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n40 m\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n13 m\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n27 m\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n50 % Aufl&ouml;sung\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n50 m\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n15 m\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n34 m\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\nDatenmenge:\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n37,2 GByte\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n139 GByte\n<\/td>\n<td style=\"border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;\" width=\"25%\">\n19,5 GByte\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die n&auml;chste Frage w&auml;re, ob diese Datenmenge auch zur Hauptsonde &uuml;bertragbar ist. Bei Uranus ist dies relativ unkritisch: In 34 Stunden steigt die Distanz nur von 434.000 auf 576.000 km an. In den 34 Stunden sind 1210 Bilder &uuml;bermittelbar. Die Datenrate nimmt dabei kaum ab. In weiteren 8 Stunden bei nur wenig gr&ouml;&szlig;erer Distanz w&auml;ren alle Bilder &uuml;bertragen.<\/p>\n<p>Anders sieht es bei Io aus. Es sind doppelt so viele Bilder und die Relativgeschwindigkeit ist gr&ouml;&szlig;er. In 46 Stunden steigt die Distanz von 229.000 km auf 1.092.000 km an. Hier sind nur 1008 Bilder &uuml;bertragbar, also ein Drittel der Menge.<\/p>\n<p>Eine M&ouml;glichkeit ist es nat&uuml;rlich, ein kleineres Instrument zu benutzen oder bei gr&ouml;&szlig;erer Distanz anzufangen. Bei 8.000 km Minimaldistanz ist die Aufl&ouml;sung der letzten Aufnahmen nur um 1 m schlechter, es entfallen eben alle hochaufl&ouml;senden Aufnahmen, die aber nur wenig Fl&auml;che abbilden. Alternativ kann man auch mit einem Filterrad acht Aufnahmen desselben Gebietes machen \u2013 in der Zeit, in der die gespeichert werden, hat sich die Sonde viel mehr weiterbewegt und die n&auml;chste Aufnahme bildet ein viel gr&ouml;&szlig;eres Gebiet ab. Das entsch&auml;rft auch das Problem der Lageregelung.<\/p>\n<p>Immerhin w&auml;ren selbst 1000 Bilder mit je 9 MPixeln ein Vielfaches der Datenmenge, die man bisher von Io hat, das sind maximal 100 bis 200 Aufnahmen mit einer Aufl&ouml;sung, die den Mond mindestens bildf&uuml;llend zeigen und dies von Kameras mit 800 x 800 oder 1024 x 1024 Pixeln.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Folgen f&uuml;r die Hauptsonde<\/h3>\n<p>Auch f&uuml;r die die Hauptsonde ergeben sich Folgen. Die erste ist, wenn es sich um eine Vorbeiflugsonde handelt (die Tochtersonde bei Jupiter k&ouml;nnte auch von einem Orbiter aus abgeworfen werden und dann unter g&uuml;nstigen Umst&auml;nden sogar zwei Vorbeifl&uuml;ge an Io durchf&uuml;hren, wenn das Gas f&uuml;r die Lageregelung ausreicht), das die Sonde dann eine schwenkbare Instrumentenplattform braucht. Die hatten alle Raumsonden bis Galileo, seitdem sind die Instrumente fest an einer Seite montiert und die ganze Sonde dreht sich f&uuml;r Beobachtungen. Dann kann man aber nicht unabh&auml;ngig voneinander Daten senden und beobachten. Kurz: solange die Tochtersonde sendet, w&auml;re dann die Hauptsonde inaktiv, das w&auml;re aber gerade w&auml;hrend der hei&szlig;en Phase der Begegnung. Nat&uuml;rlich kann man den Transfer der Daten verschieben, dann nimmt aber die Entfernung noch mehr zu und die Datenmenge noch mehr ab. F&uuml;r eine Sonde in einem Orbit ist diese Einschr&auml;nkung weniger wichtig. Die Uranussonde w&uuml;rde in jedem Falle eine Vorbeiflugsonde sein. F&uuml;r sie ist der Abstand aber nicht so kritisch, sodass hier die Instrumente festmontiert werden k&ouml;nnten. Eine Vorbeiflugsonde an Jupiter ben&ouml;tigt dann aber eine schwenkbare Instrumentenplattform.<\/p>\n<p>Das zweite ist, dass die Hauptsonde die Daten auch zur Erde &uuml;bertragen kann. Ich habe bewusst die Antenne von Juno als Ma&szlig;stab genommen, obwohl sie relativ klein ist (3 m Durchmesser: <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/voyager-sonde.shtml\">Voyager<\/a> hatte 3,7 m, Galileo 4,8 m Durchmesser). Juno kann mit 120 kbit\/s zu einer 70-m-Antenne des DSN senden. Die Datenmenge von 109 GBit, welche die rund 1000 Bilder haben brauchen also 10,5 Tage reine Sendedauer. Das ist noch ertr&auml;glich. Bei Uranus w&uuml;rde die Datenrate aber bei sonst gleichen Parametern auf weniger als ein <sup>1<\/sup>\/<sub>13<\/sub> sinken, dann braucht eine Sonde &uuml;ber 142 Tage, um nur diese Daten zu &uuml;bertragen. Andererseits hat New Horizons die Daten auch &uuml;ber mehr als ein Jahr &uuml;bertragen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Fazit<\/h3>\n<p>Als Res&uuml;mee kann man daher sagen: Ja eine Tochtersonde ist m&ouml;glich und sie liefert eine ziemliche Datenmenge. Letztere kann man reduzieren, wenn man die Anforderungen etwas herunterschraubt. Selbst 100 m Aufl&ouml;sung w&auml;ren vergleichen mit dem, was man heute an Bildern von den Monden hat, bei beiden Sonden schon Spitze. F&uuml;r Uranus w&auml;re sogar eine kleine Flotte denkbar, denn es gibt ja f&uuml;nf Monde, also br&auml;uchte man vier Tochtersonden. Bei der nur langsam zunehmenden Entfernung w&uuml;rde man dann jede Sonde einige Stunden abfragen, dann die n&auml;chste und so weiter. In der Zeit k&ouml;nnten die RTG dann auch die Batterien aufladen. Die Datenmenge w&auml;re pro Sonde kleiner, aber immer noch besser als nur wenige Bilder aus gro&szlig;er Distanz. Analog w&auml;re das eine Alternative f&uuml;r einen Jupiterorbiter: Io ver&auml;ndert sich ja dauernd. Eine Orbitersonde k&ouml;nnte z.B. drei Sonden mitf&uuml;hren, die sie im Jahresabstand absetzt. Daneben kann man so besser die ganze Oberfl&auml;che erfassen, eine H&auml;lfte wird ja immer im Dunkeln bleiben. Bei Uranussonden ist das wegen der fast senkrechten Rotationsachse von Uranus nur m&ouml;glich wenn die Sonde zur Tag\/Nachtgleiche also erst wieder Ende 2049 den Planeten passiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Konzept: Mich hat das Thema Miniraumsonden weiter besch&auml;ftigt, so habe ich mir zuerst mal Gedanken um eine meiner Lieblingsprojekte in diesem Bereich gemacht: die Idee einer Tochtersonde, die bei einem Vorbeiflug abgeworfen wird.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-13640","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":230,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18654,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/05\/08\/zwei-hypothetische-galileoprojekte\/","url_meta":{"origin":13640,"position":0},"title":"Zwei hypothetische Galileoprojekte","author":"Bernd Leitenberger","date":"8. 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