{"id":13685,"date":"2019-01-09T16:46:02","date_gmt":"2019-01-09T15:46:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=13685"},"modified":"2019-01-12T08:32:25","modified_gmt":"2019-01-12T07:32:25","slug":"der-wiedereintritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/01\/09\/der-wiedereintritt\/","title":{"rendered":"Der Wiedereintritt"},"content":{"rendered":"<p>Die Kommentare zu dem angeblich neuen Konzept der BFR , mit aktiver K&uuml;hlung brachten mich auf meinen heutigen Grundlagenartikel. Und nein ich gehe nicht auf das Konzept von Musk ein. Zum einen, weil ich in 15 Jahren nicht eine Aussage, von ihm kenne, die nicht gelogen war oder revidiert wurde und zum anderen, weil ich Twittermeldungen nicht als Informationsquelle ansehe.<\/p>\n<p>Es geht um den Wiedereintritt per se. Der Vorgang ist eigentlich relativ einfach. Ein K&ouml;rper tritt mit einer bestimmten Geschwindigkeit in die Atmosph&auml;re ein und diese Geschwindigkeit entspricht einer Energie, die zum Teil abgebaut wird.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/093396d12e2c422b94d18da68fdec282\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Die Geschwindigkeit liegt bei einem Satelliten zwischen 7,8 und maximal 11 km\/s. Sie entspricht in etwa der Geschwindigkeit im Perig&auml;um der Bahn. Bei Fluchtbahnen. Also entweder K&ouml;rper aus dem Sonnensystem oder R&uuml;ckkehr von menschlichen Objekten, die zum Mond oder weiter entfernt kommen, sind es &uuml;ber 11 km\/s.<\/p>\n<p>Man kann nun leicht nach der Formel:<\/p>\n<p>E=1\/2 mv\u00b2<\/p>\n<p>Die kinetische Energie berechnen, die dieser Geschwindigkeit entspricht. Schon die geringste Energie eines Erdsatelliten von 7,8 km\/s Orbitalgeschwindigkeit entspricht einer kinetischen Energie von 30,42 MJ. Damit man das Mal einordnen kann: 30,42 MJ sind 8,45 KWh. Verbrennt man Wasserstoff und Sauerstoff, eine der energiereichsten Kombinationen, die es gibt, so liefert 1 kg nur 14,9 MJ. Daraus kann man erkennen, dass diese Energie leicht ausreicht, jedes Material, das es gibt zu verdampfen.<\/p>\n<p>Das passiert auch \u2013 zumindest wenn der K&ouml;rper ganz klein ist. Es fallen ja auf die Erde nicht nur gro&szlig;e Brocken, sondern auch viel Staub und der verdampft weitestgehend. Trotzdem gab es in den Neunzigern eine &Uuml;berraschung, als eine U-2 in der oberen Stratosph&auml;re Staub sammelte und nach den Analysen darunter auch extraterrestrischer Staub war. Also Teilchen, von denen man annahm, dass sie eigentlich komplett verdampfen m&uuml;ssten, weil sie so klein sind.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite \u2013 das wird euch ein Sammler von Meteoriten best&auml;tigen \u2013 schaffen selbst kleine Gesteinsbrocken von nur wenigen Zentimetern die Passage und kommen am Boden an. Gro&szlig;en Brocken, sagen wir so mal ab 10 m Durchmesser werden sogar kaum abgebremst und schlagen durch ihre kinetische Energie einen Krater. Kleine Faustformel am Rande \u2013 der Kraterdurchmesser ist je nach Geschwindigkeit und Dichte (es gibt auch Meteoriten die vorwiegend aus Eisen bestehen) etwa 10 bis 20-mal gr&ouml;&szlig;er als der Durchmesser des K&ouml;rpers, der ihn schlug.<\/p>\n<p>Ist der K&ouml;rper wirklich gro&szlig; \u2013 so ab 100 m, so wird er durch die Atmosph&auml;re kaum abgebremst und schl&auml;gt mit voller Wucht auf. F&uuml;r den K&ouml;rper, der die Dinosaurier ausl&ouml;schte, war nicht mal die 4 km dicke Wasserschicht im Golf von Mexiko ein Hindernis. Er verdampfte trotzdem noch das darunter liegende Gestein.<\/p>\n<p>Das zeigt aber auch \u2013 nicht die volle Energie wird beim Wiedereintritt in Erw&auml;rmung umgewandelt und das schon nicht mal bei kleinen K&ouml;rpern von nur wenigen Zentimetern Gr&ouml;&szlig;e.<\/p>\n<p>Bein einem aerodynamisch geformten K&ouml;rper, wie es ein vom Menschen f&uuml;r den Wiedereintritt konstruiertes Objekt sein sollte, gehen etwa 1-2 Prozent der Gesamtenergie auf den K&ouml;rper &uuml;ber. Der Rest, wenn wir ganze gro&szlig;e und dichte K&ouml;rper ausklammern, die kaum abgebremst wird, auf die Erhitzung der Atmosph&auml;re um den K&ouml;rper, in gro&szlig;en H&ouml;hen wird es so hei&szlig; das ein Plasma entsteht. Das sind dann die in Presserkl&auml;rung ausgelobten enorm hohen Temperaturen, bei denen selbst Werkstoffe mit hoher Temperaturbest&auml;ndigkeit verdampfen w&uuml;rden. Nur hat die Temperatur das Plasma und nicht der K&ouml;rper.<\/p>\n<p>Das vereinfacht die Auslegung. Man hat bisher drei grundlegende Technologien entwickelt, um einen K&ouml;rper heil zur Erde zur&uuml;ckzubringen.<\/p>\n<p>Die &auml;lteste ist die Technologie der W&auml;rmesenke. Sie ist so alt, das sie im Buch &uuml;ber Raumfahrttechnik von Harry O. Ruppe, das ich f&uuml;r diesen Blog konsultiert habe, schon nur \u201eaus historischen Gr&uuml;nden\u201c angef&uuml;hrt wird, denn sie war schon Anfang der Achtziger Jahre l&auml;ngst veraltet. Als man das Mercuryprogramm begann, sollte der Hitzeschutzschild aber nach diesem Prinzip operieren und die suborbitalen Fl&uuml;ge setzten denn auch dieses Prinzip ein.<\/p>\n<p>Das Prinzip der W&auml;rmesenke beruht darauf, dass der Hitzeschutzschild aus einem Material besteht, das eine hohe W&auml;rmeleitf&auml;higkeit besitzt und gleichzeitig eine hohe W&auml;rmekapazit&auml;t hat. Das war Berrylium. Beryllium hat eine spezifische W&auml;rmekapazit&auml;t von 1.825 kJ\/kgK, Stahl dagegen nur eine von 460 und Aluminium eine von 920 kJ\/kg*k. Noch dazu hat es f&uuml;r ein Leichtmetall hohen Schmelzpunkt von 1287 \u00b0C. Berylliumkann rund 1 KWh Energie pro Kilogramm Masse aufnehmen. Wenn im Durchschnitt 1,5 % der Energie auf den K&ouml;rper &uuml;bergehen, ben&ouml;tigt man bei 8,45 KWh pro kg f&uuml;r den Wiedereintritt f&uuml;r einen niedrigen Erdrorbit also einen Hitzeschutzschild von 12,7 % der Gesamtmasse. Beryllium speichert die W&auml;rme und erhitzt sich. Der Hitzeschutzschild muss dann nat&uuml;rlich noch vom Rest des K&ouml;rpers isoliert sein, sonst geht die W&auml;rme auf den Rest &uuml;ber. Am Boden muss man den Schutzschild wieder abk&uuml;hlen. Kein Problem, wenn man im Wasser wassert. Wasser leitet gut W&auml;rme ab. Bei einer Landlandung sieht es anders aus. Dann ben&ouml;tigt man entweder schnell eine extrem gute K&uuml;hlung oder man muss den Hitzeschutzschild abwerfen, das taten z.B. alle Mercurykapseln, sobald die Fallschirme ge&ouml;ffnet wurden. Das Prinzip der W&auml;rmesenke wurde nur bei sehr kleinen Kapseln wie den Filmkapseln der Spionagesatelliten und f&uuml;r Atomsprengk&ouml;pfe eingesetzt. Bei so dichten K&ouml;rpern ist der &Uuml;bergang der Energie auf den K&ouml;rper kleiner als bei einer Kapsel mit einem gro&szlig;en Hohlraum f&uuml;r die Besatzung.<\/p>\n<p>Das n&auml;chste Prinzip, das umgesetzt wurde, war das des ablativen Hitzeschutzschildes. Und wer hat\u2018s erfunden? Man glaubt es kaum. Auch das wurde von Wernher von Braun und seiner Gruppe zur Einsatzreife gebracht in dem Konus der Jupiter. Ich war erstaunt, doch da Harry Ruppe damals in der Gruppe drin war, zweifele ich nicht daran. Damit ist auch erkl&auml;rbar warum Maxime Faget, der das Mercuryraumschiff konstruierte, nach den ersten Besprechungen die auch mit Wernher von Braun waren auf den ablativen Schild umschwenkte.<\/p>\n<p>Das Prinzip des ablativen Schildes ist, dass der Hitzeschutzschild aus einem Material besteht, das eine geringe W&auml;rmeleitf&auml;higkeit besitzt. Es erhitzt sich so stark, bis es schlie&szlig;lich verdampft. Dabei nimmt es viel mehr W&auml;rme mit als Beryllium, das sich maximal so weit erhitzen darf, bis es erweicht, noch weit unterhalb des Schmelzpunktes. Das ideale Material w&auml;re reiner Kohlenstoff. Er hat von allen Elementen den h&ouml;chsten Sublimationspunkt und schmilzt nicht vorher, denn dann k&ouml;nnte er von der Str&ouml;mung weggetragen werden. Nur ist reiner Kohlenstoff solange man nicht gro&szlig;e Strukturen aus Diamant fertigen kann nicht sehr fest und empfindlich gegen mechanische Besch&auml;digung. Trotzdem kommt er zum Einsatz. An den Stellen des Raumschiffs mit den h&ouml;chsten Temperaturen nimmt man reinen Kohlenstoff, der aber nach einem aufwendigen Verfahren hergestellt wird. Das Material \u201eReinforced Carbon-Carbon\u201c kurz RCC kam an den Fl&uuml;gelvorderkanten des Space Shuttles zum Einsatz. Dazu wurde reiner Kohlenstoff in ein Harz eingegossen und das ausgeh&auml;rtete Harz im Vakuum pyrolysiert, also verbrannt, bis auch das Harz zu Kohlenstoff wurde. Erhalten wurde reiner Kohlenstoff, aber noch por&ouml;s. Um auch die Poren zu verschlie&szlig;en, wurde er dann mehrmals mit einem Alkohol (Furanol) getr&auml;nkt und jedes Mal erneut pyrolysiert, wobei dann der Alkohol auch in Kohlenstoff umgewandelt wurde. Bis man einen Block aus reinem Kohlenstoff erhielt, der nat&uuml;rlich schon durch die Gie&szlig;form f&uuml;r das Harz die sp&auml;tere n&ouml;tige Form hatte. Trotzdem ist auch RCC genauso mechanisch anf&auml;llig wie andere Kohlenstoffformen in SP-2 Konfiguration wie z.B. Steinkohle. Das zeigte sich, als ein St&uuml;ck Schaumstoff mit hoher Geschwindigkeit auf ein RCC-Panel beim Start von STS-107 prallte und ein Loch riss.<\/p>\n<p>Die ablativen Schilde f&uuml;r weniger hohe Anspr&uuml;che bestehen aus einem anderen Material. Die Basis ist ein Block aus Aluminium in Wabenform, mit dem zum einen der Schild an dem Raumschiff angebracht wird, ohne diesen selbst z.B. durch Bohren zu besch&auml;digen. Zum anderen ist die Wabenform ein St&uuml;tzger&uuml;st. In jede Wabe kommt eine Mischung aus einem Acrylharz und festen Komponenten die einen hohen Schmelzpunkt haben oder sublimieren. Das waren bei Mercury Glasfasern, der Hitzeschutzschild ist also vergleichbar einem glasfaserverst&auml;rkten Kunststoff gewesen. Bei niedrigen Anforderungen an die abzuf&uuml;hrende Energie wie z. B. bei einer Landung auf dem Mars (niedrigere Geschwindigkeit) kann man auch Kork nehmen. Heute &uuml;blich sind Silikatfasern oder Kohlenstofffasern als Verst&auml;rkung. Sie bilden eine dreidimensionale Matrix im Hitzeschutzschild. Der ausgeh&auml;rtete Schild kann dann leicht durch Abschleifen in die gew&uuml;nschte Form gebracht werden. Beim Wiedereintritt verdampft ein Teil der Oberfl&auml;che. Das Harz verkohlt und bildet so an der Oberfl&auml;che eine Schicht aus reinem Kohlenstoff. Die Fasern sind nicht nur ein weiterer schwer verdampfender Bestandteil, sie geben dem Schild auch mehr Steifigkeit und Widerstandskraft gegen mechanische Besch&auml;digungen.<\/p>\n<p>Nach Ruppe braucht man f&uuml;r den Wiedereintritt von einem LEO einen ablativen Schild der etwa 10 % des Gef&auml;hrtes wiegt \u2013 das ist schon mal g&uuml;nstiger als bei der W&auml;rmesenke (12,7 %). Beim Mond sind es 15 Prozent \u2013 man sieht der Zusammenhang ist nicht linear, denn die Energie ist doppelt so hoch nicht nur 50 % h&ouml;her. Das funktioniert selbst noch bei Jupiter, wo die Galileo-Atmosph&auml;rensonde mit 47 km\/s Eintrittsgeschwindigkeit \u2013 der Schild machte dann aber fast die H&auml;lfte der Masse aus. W&auml;re der Zusammenhang linear, so w&uuml;rde Schild mehr wiegen als der K&ouml;rper selbst. Allerdings gilt Ruppes Angabe wohl f&uuml;r eine bemannte Kapsel und nicht eine relativ kleine Messkapsel mit hoher Dichte.<\/p>\n<p>F&uuml;r das Space Shuttle setzte man das dritte Prinzip ein. Das der Strahlungsk&uuml;hlung. N&auml;mlich m&ouml;glichst wenig W&auml;rme aufzunehmen. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-hitzeschutzschild.shtml\">Hitzeschutzkacheln<\/a> des Space Shuttles bestehen aus einer dreidimensionalen Matrix aus reinen Silikatfasern. Zwischen ihnen herrscht ein Vakuum, weshalb diese eine extrem niedrige Dichte haben (eine zweite Anwendung des Werkstoffs war das Aerogel f&uuml;r das auffangen von Staubteilchen aus Kometen bei der Raumsonde <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/stardust.shtml\">Stardust<\/a>). Silikatfasern haben einen hohen Schmelzpunkt und weil zwischen den Fasern ein Vakuum herrscht, leiten sie die W&auml;rme kaum weiter. Nur an den Ber&uuml;hrungspunkten ist das m&ouml;glich. Sie strahlen dadurch einen gro&szlig;en Teil der Energie durch die gro&szlig;e Oberfl&auml;che der Fasern wieder ab, beim Space Shuttle hat man das noch verst&auml;rkt indem man den unteren Schild (die Kacheln kamen auch auf der Oberseite zum Einsatz) mit einem dunklen &Uuml;berzug aus Borsilikatglas mit Kohlenstoff &uuml;berzog. Die schwarze Oberfl&auml;che strahlt nochmals mehr Energie ab. Die Kacheln sind eindrucksvoll. Es gibt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pp9Yax8UNoM\">Videos<\/a> der NASA von der Herstellung, da kann man sie wenige Sekunden nach Herausnehmen aus dem Ofen mit blo&szlig;en H&auml;nden anfassen \u2013 die oberste Schicht strahlt schnell die W&auml;rme ab, nimmt aber die innere W&auml;rme durch die schlechte W&auml;rmeleitung kaum auf \u2013 der Arbeiter h&auml;lt dann einen rot gl&uuml;henden W&uuml;rfel mit blo&szlig;en H&auml;nden! (Ich rate Elon Musk das mal mit seinem K&uuml;hlsystem zu probieren, dann schreibt er wenigstens nichts mehr, bis die Verbrennungen dritten Grades geheilt sind).<\/p>\n<p>Der Nachteil: Diese Technologie ist nur einsetzbar, wenn ich die Zeit habe die Energie wieder abzugeben. Das Gef&auml;hrt muss also einen hohen Auftrieb besitzen f&uuml;r einen langen Flugweg, eben daher wurde die Strahlungsk&uuml;hlung auch beim Space Shuttle eingesetzt, das m&ouml;glichst lange in der oberen d&uuml;nnen Atmosph&auml;re bleibt, auch weil die maximale Energie welche der Kacheln ausgesetzt werden k&ouml;nnen bei 10-20 KW\/m\u00b2 liegen. Beim schnellen, ballistischen Passieren der Atmosph&auml;re k&ouml;nnen dagegen bis zu 1.000 kW\/m\u00b3 auftreten. Auch die vorher erw&auml;hnten Paneele auf Basis von RCC beruhen auf der Strahlungsk&uuml;hlung. Sie werden bis zu 1610\u00b0C hei&szlig;.<\/p>\n<p>Durch die niedrige Dichte sind diese Quarzkacheln bis heute die optimale L&ouml;sung was das Gewicht angeht. Beim Space Shuttle wiegen sie auf der Unterseite 4.500 kg bei 475 m\u00b2 Fl&auml;che. Also nur etwa 10 kg pro Quadratmeter. Der Nachteil \u2013 auch diese Kacheln dehnen sich aus. Es mussten daher Tausende sein. Zwischen jeder Kachel musste es eine genau berechnete Fuge zum Ausdehnen geben. Sp&auml;ter konnte man die Zahl reduzieren und gr&ouml;&szlig;ere Kacheln fertigen, aber ein monolithischer Schild wie bei den ersten beiden Methoden ist auch heute nicht herstellbar und daher ist die Strahlungsk&uuml;hlung sowohl die Herstellung wie Wartung teuer. Auch wenn die Kacheln die meiste Energie vom Raumfahrzeug abhalten, nehmen sie doch einiges auf. Die W&auml;rme w&uuml;rde auf Dauer auf die Struktur &uuml;bergehen. So ist das Erste, was nach der Landung gemacht wird, noch bevor die Besatzung aussteigt, dass ein Fahrzeug zum Shuttle fuhr und ihn k&uuml;hlte. Immerhin liefern die Kacheln einen Anhaltspunkt wie hei&szlig; eine Oberfl&auml;che wird, bis ein Gleichgewicht zwischen Strahlungsabgabe und W&auml;rmeaufnahme erreicht ist: 1225 \u00b0C an der Unterseite und bis zu 1610\u00b0C an exponierten Stellen (Fl&uuml;gelvorderkanten, Nasenspitze)<\/p>\n<p>Nach wie vor gibt es nur diese drei Optionen. Ablative Schilde sind der Standard, aber man muss sie bei jedem Start auswechseln. Kacheln sind erheblich leichter und f&uuml;r Raumschiffe mit gro&szlig;em Volumen und \/ oder Fl&uuml;geln daher geeigneter, aber viel teurer in der Herstellung und Wartung. Das W&auml;rmesenkenprinzip ist heute eigentlich tot. Klar der Schutzschild ist wiederverwendbar. Aber er ist extrem teuer, Beryllium ist zudem giftig und schwer zu verarbeiten und er ist auch noch schwer.<\/p>\n<p>Wie leistungsf&auml;hig das K&uuml;hlsystem sein muss, das innerhalb kurzer Zeit (der Wiedereintritt dauert so etwa 20 bis 30 Minuten) bei einem (gesch&auml;tzt) 100 t Gef&auml;hrt rund 0,1 KWh Energie&uuml;bergang pro Kilogramm Masse, also 10 MWh an Energie abf&uuml;hrt, &uuml;berlasse ich dann den SpaceX Experten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kommentare zu dem angeblich neuen Konzept der BFR , mit aktiver K&uuml;hlung brachten mich auf meinen heutigen Grundlagenartikel. Und nein ich gehe nicht auf das Konzept von Musk ein. 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