{"id":14013,"date":"2019-06-14T09:29:22","date_gmt":"2019-06-14T07:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14013"},"modified":"2019-06-13T09:44:15","modified_gmt":"2019-06-13T07:44:15","slug":"treibhauseffekt-physikalisch-gesehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/06\/14\/treibhauseffekt-physikalisch-gesehen\/","title":{"rendered":"Treibhauseffekt \u2013 physikalisch gesehen"},"content":{"rendered":"<p>Ich schaue mir gerade das Video das<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pxLx_Y6xkPQ\"> AfD-Klimaquiz f&uuml;r Sch&uuml;ler | Harald Lesch<\/a> an und da geht es um Suggestivfragen und der angeblichen Harmlosigkeit von Kohlendioxid, weil es ja doch so wenig ist. Es gibt ja sogar, welche die schlichtweg bestreiten, dass es Treibhausgase gibt. Zeit mal den Effekt zu erkl&auml;ren.<\/p>\n<p>Fangen wir mit der Sonne an. Die Sonne strahlt auf die Erde, wobei unbedingt durch ihre Oberfl&auml;chentemperatur von rund 5500 \u00b0C ihr Strahlungsmaximum im sichtbaren Bereich liegt. Jeder K&ouml;rper, der eine Temperatur &uuml;ber 0 Kelvin hat, gibt Strahlung ab, und um so mehr je w&auml;rmer er ist. Das ist als <a href=\"https:\/\/www.chemie.de\/lexikon\/Stefan-Boltzmann-Gesetz.html\">Stefan-Boltzmann Gesetz<\/a> ein Naturgesetz. Dabei verschiebt sich auch das Maximum, also wo am meisten Strahlung abgegeben wird, in den immer kurzwelligen Bereich. Das sieht man, wenn man noch eine alte Herdplatte aus Eisen hat. Schaltet man sie ein, so sp&uuml;rt man zuerst die Infrarotstrahlung als W&auml;rme, auch wenn sie noch grau aussieht. Dann wird sie erst dunkelrot, dann hellrot und schlie&szlig;lich Orange, da sich das Strahlungsmaximum in den kurzwelligen Bereich verschiebt, sodass ein kleiner Anteil auch im sichtbaren Bereich ist (bei den Temperaturen die eine Eisenplatte erreichen kann wird das Maximum aber nicht im sichtbaren Bereich liegen).<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/c8649d5c966841b5a2833120c5d91c28\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Die Sonnenstrahlung wird zum Teil reflektiert, so durch Wolken aus Wasserdampf, aber auch den Boden und Eis. Je heller eine Oberfl&auml;che ist desto mehr Licht reflektiert sie. Schnee und Eis haben hohe Reflexionswerte, Meere sehr niedrige, weil der gr&ouml;&szlig;te Teil des Lichts vom Wasser geschluckt wird. Dazu kommt noch die Streuung in der Atmosph&auml;re durch Lichtbrechung. Die Oberfl&auml;che erw&auml;rmt sich und gibt nach obigem gesetzm&auml;&szlig;igem Vorgang selbst Strahlung ab.<\/p>\n<p>Nach dieser Tatsache kann man leicht die Temperatur von Himmelsk&ouml;rpern errechnen, wenn man die Strahlung der Sonne (oder eines Sterns bei anderen Sonnensystemen), sowie die Entfernung und die mittlere Albedo, also Reaktionsf&auml;higkeit kennt. In der Praxis muss man noch die Rotation ber&uuml;cksichtigen, denn es dauer eine gewisse Zeit, bis sich die Oberfl&auml;che auf die Gleichgewichtstemperatur erw&auml;rmt hat. Tut man dies f&uuml;r unser Sonnensystem so kommt man auf folgende Tabelle:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/>\n<col width=\"28*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"11%\">Planet<\/th>\n<th width=\"11%\">Merkur<\/th>\n<th width=\"11%\">Venus<\/th>\n<th width=\"11%\">Erde<\/th>\n<th width=\"11%\">Mars<\/th>\n<th width=\"11%\">Jupiter<\/th>\n<th width=\"11%\">Saturn<\/th>\n<th width=\"11%\">Uranus<\/th>\n<th width=\"11%\">Neptun<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">Theoretische K&ouml;rper<\/td>\n<td width=\"11%\">448<\/td>\n<td width=\"11%\">328<\/td>\n<td width=\"11%\">269<\/td>\n<td width=\"11%\">225<\/td>\n<td width=\"11%\">110<\/td>\n<td width=\"11%\">81<\/td>\n<td width=\"11%\">59<\/td>\n<td width=\"11%\">47<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"11%\">Effektive Temperatur<\/td>\n<td width=\"11%\">440<\/td>\n<td width=\"11%\">730<\/td>\n<td width=\"11%\">290<\/td>\n<td width=\"11%\">227<\/td>\n<td width=\"11%\">124<\/td>\n<td width=\"11%\">95<\/td>\n<td width=\"11%\">76<\/td>\n<td width=\"11%\">72<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Zuerst einige Erkl&auml;rungen. Die Gasplaneten haben keine Oberfl&auml;che, deren Temperatur man messen k&ouml;nnte und die Temperatur wird um so h&ouml;her, je tiefer man in die Atmosph&auml;re eintaucht. Die angegebene Temperatur ist die auf dem 1 Bar Niveau, wo die Atmosph&auml;renschicht denselben Druck hat wie die Erdatmosph&auml;re auf Meeresniveau.<\/p>\n<p>Die Temperatur ist zudem die Temperatur gemittelt &uuml;ber die ganze Planetenoberfl&auml;che, das ist korrekt, wenn der Planet rasch rotiert, sodass es die Nachtseite nicht stark abk&uuml;hlen kann. Bei Merkur habe ich die Mitteltemperatur genommen. In Wirklichkeit ist es so, dass die Nachtseite bis zu -173 \u00b0C kalt ist und die Tagseite bis zu +426 \u00b0C hei&szlig;. Und nat&uuml;rlich sind das Mitteltemperaturen &uuml;ber alle Breiten- und L&auml;ngengrade. Auf der Erde kann es bis zu 60 Grad hei&szlig; und -50 Grad kalt sein.<\/p>\n<p>Es f&auml;llt auf, das alle Planeten mit einer nennenswerten Atmosph&auml;re (alle au&szlig;er Merkur und Mars) w&auml;rmer sind als berechnet um 11 bis 17 \u00b0C. Das ist eine Folge des Treibhauseffekts. Besonders auff&auml;llig ist der Effekt bei der Venus, wo die Temperatur &uuml;ber 400\u00b0C h&ouml;her ist als berechnet. Die Venus hat eine Atmosph&auml;re aus 95 % Kohlendioxid und hoher Dichte.<\/p>\n<p>Dieser Effekt ist auch nicht theoretisch er ist durch Experimente &uuml;berpr&uuml;ft. F&uuml;llt man beispielsweise einen Glasbeh&auml;lter mit Gasen verschiedener Art und Konzentration, leitet Licht durch so wird die Temperatur je nach Gas ansteigen. Das kann man inzwischen sogar als <a href=\"http:\/\/www.schulbiologiezentrum.info\/AH 19.43 Experimente zum Treibhauseffekt 01.07.07.pdf\">Experiment f&uuml;r den Schulversuch<\/a> durchf&uuml;hren.<\/p>\n<p>Doch worauf beruht er und warum ist das Kohlendioxid so bedeutsam, obwohl es doch nur 0,04 % der Gesamtatmosph&auml;re ausmacht?<\/p>\n<p>Der Treibhauseffekt beruht darauf, dass jede Strahlung Molek&uuml;le zum Schwingen anregen kann. Auf diesem Prinzip basiert die Mikrowelle, die mit einer Frequenz arbeitet, die Wassermolek&uuml;le besonders gut zum Schwingen anregt. Schwingen bedeutet Bewegung und Bewegung entspricht Energie, das Medium erw&auml;rmt sich. In der Mikrowelle ist es das Lebensmittel, in der Atmosph&auml;re die Atmosph&auml;re selbst.<\/p>\n<p>Physikalisch gesehen hat jedes Molek&uuml;l (also mindestens zwei Atome) drei m&ouml;gliche <a href=\"http:\/\/www.chemgapedia.de\/vsengine\/vlu\/vsc\/de\/ch\/3\/anc\/ir_spek\/molekuelschwingungen.vlu.html\">Arten zu schwingen<\/a>.<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Bindung kann rotieren (Rotationsschwingung)<\/li>\n<li>Eine Bindung kann den Abstand zwischen den Partnern verk&uuml;rzen oder verl&auml;ngern (Valenzschwingung)<\/li>\n<li>Der Bindungswinkel kann sich &auml;ndern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede Bindung hat diese drei M&ouml;glichkeiten, die man nochmals unterteilen kann, ob die Schwingung symmetrisch ist oder nicht. Das bedeutet: aus je mehr Atomen ein Molek&uuml;l besteht, desto mehr M&ouml;glichkeiten hat es zu schwingen. Man spricht daher von Freiheitsgraden. Die Energie ist dabei nicht gleich. Zweiatomige Molek&uuml;le wie Stickstoff und Sauerstoff, aus denen 99 % der Atmosph&auml;re bestehen haben nur wenige M&ouml;glichkeiten zu schwingen und die Energie die n&ouml;tig ist diese Schwingung anzuregen, ist so hoch, dass sie f&uuml;r den Treibhauseffekt keine Bedeutung hat. Einatomige Molek&uuml;le \u2013 in der Erdatmosph&auml;re Argon \u2013 haben per Definition gar keine M&ouml;glichkeit um eine Bindung zu schwingen und tragen so auch nicht zum Treibhauseffekt bei. So sind &uuml;ber 99 % der Atmosph&auml;re nicht relevant f&uuml;r den Treibhauseffekt. Daher ist der Treibhauseffekt auch bei den Riesenplaneten nicht so stark, wie man sich dies bei ihrer gro&szlig;en Atmosph&auml;re annehmen w&uuml;rde, da auch hier der Gro&szlig;teil aus Wasserstoff (zwei Atome) und Helium (ein Atom besteht) und nur Verunreinigungen wie Methan, Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Phosphin als Treibhausgase wirken.<\/p>\n<p>Bei anderen Molek&uuml;len kommt es auf die Form an (Kohlendioxid ist ein lineares Molek&uuml;l, Wasserdampf dagegen ein gewinkeltes) und vor allem die Zahl der Bindungen an. Tendenziell wird der Treibhauseffekt aber mit zunehmender Atomzahl immer st&auml;rker.<\/p>\n<p>Der Molek&uuml;laufbau ist auch wesentlich f&uuml;r den Wellenl&auml;ngenbereich, in dem die Molek&uuml;le Strahlung absorbieren. Ideal f&uuml;r den Treibhauseffekt ist, wenn das Absorptionsmaximum nahe bei dem Bereich ist, bei dem die Erde die meiste Strahlung abgibt. Das kann man mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wiensches_Verschiebungsgesetz\">Wienschen Verschiebungsgesetz<\/a> berechnen. Es liegt bei 269 K Oberfl&auml;chentemperatur mit einem Strahlungsmaximum bei 10,36 \u00b5m. Hier mal eine Tabelle von Gasen und ihr Treibhauseffekt gemessen an der mittleren Oberfl&auml;chentemperatur der Erde von 269 K.<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"128*\" \/>\n<col width=\"128*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"50%\">Treibhausgas<\/th>\n<th width=\"50%\">Treibhauspotenzial im Laborversuch mit CO<sub>2<\/sub>=1<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Kohlendioxid<\/td>\n<td width=\"50%\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Methan<\/td>\n<td width=\"50%\">21<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Lachgas<\/td>\n<td width=\"50%\">290<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">Ozon<\/td>\n<td width=\"50%\">2000<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">FCKW F11<\/td>\n<td width=\"50%\">3500<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"50%\">FCKW F12<\/td>\n<td width=\"50%\">7000<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-medium alignleft\" src=\"\/img\/treibhauseffeffekt.jpg\" \/>F&uuml;r den Gesamteffekt auf das Klima betrachtet man das Kohlendioxid, weil es zwar den kleinsten Effekt pro Masseeinheit hat, aber eben auch die h&ouml;chste Konzentration von rund 400 ppm. Bei den anderen Gasen liegt die Konzentration um mindestens den Faktor 1000 kleiner, was dann den Gesamteffekt reduziert. Betrachtet man das Reflexionsspektrum der Erde und die Absorptionsspektren der Gase, so sieht man deutlich die L&uuml;cken durch die Absorption von Strahlung durch die Gase. Die Energie, die in der Strahlung steckt, wird von den Gasen aufgenommen und macht die Atmosph&auml;re w&auml;rmer. In der obigen Liste fehlt &uuml;brigens das wichtigste Treibhausgas, Wasserdampf. Der Grund ist relativ einfach: Seine Konzentration ist zu variabel und von der Temperatur abh&auml;ngig. Die anderen Gase haben Verweildauern von minimal einigen Monaten (Ozon) bis 130 Jahren (FCKW F12), Wasserdampf kann innerhalb von Stunden sich durch Erhitzen von Meeren und Seen bilden, oder als Regen wieder auskondensieren.<\/p>\n<p>Das es einen Treibhauseffekt gibt wird ja nicht mal von den \u201eExperten\u201c bestritten, die die AFD anf&uuml;hrt. Bei einem Video, das hier mal gepostet wurde, bin ich beim durchklicken (es ist 90 Minuten lang) just gerade an eine Stelle gelangt, wo der Mann eine Erh&ouml;hung um 1,1 Grad Celisus pro Verdoppelung des Kohlendioxidgehalts nach einem Laborexperiment vorhersagt und bem&auml;ngelt das die WHO mit einem wesentlichen h&ouml;heren Wert arbeitet.<\/p>\n<p>Das Grundproblem ist, das das Klima nicht nur vom Kohlendioxid alleine beeinflusst wird und dieses auch in einen Kreislauf eingebunden ist. Daher sind Laborexperimente nicht sehr hilfreich. Sie zeigen nur das Potenzial auf. Derzeit l&auml;uft ein Experiment denn der Mensch emittiert ja so viele Treibhausgase, dass der Kohlendioxidgehalt um ein Drittel angestiegen ist. Das Problem sind Wechselwirkungen. Hier mal einige Faktoren:<\/p>\n<ul>\n<li>Steigt die Temperatur an, so nimmt das Wasser weniger Kohlendioxid auf, leicht nachpr&uuml;fbar, wenn man Sprudel erw&auml;rmt und die Menge des Kohlendioxids, die im Kohlenstoffkreislauf gebunden wird, nimmt ab.<\/li>\n<li>Steigt die Temperatur, so gibt es mehr Wasserdampf in der Atmosph&auml;re, das einen dreimal st&auml;rkeren Treibhauseffekt als Wasser hat.<\/li>\n<li>Bei zu viel Wasser in der Atmosph&auml;re entstehen aber Wolken, die das Licht reflektieren, bevor es zur Oberfl&auml;che gelangt. Sie senken also den Treibhauseffekt.<\/li>\n<li>Bei Erw&auml;rmung schmelzen weltweit Eisfl&auml;chen ab, was eine Erh&ouml;hung der weltweiten Albedo f&uuml;hrt und damit zum Temperaturanstieg<\/li>\n<li>Kann Methan aus Clathraten (Methan-Eis) im Ozeanboden freigesetzt werden, Methan ist ein viel potenteres Treibstoffgas als Kohlendioxid.<\/li>\n<li>Tauen Permafrostb&ouml;den aus und setzen dort gebundenes Kohlendioxid und Methan frei<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kurzum, die Vorg&auml;nge sind komplex, sie sind miteinander verzahnt und sie wechselwirken. Daher stammen die Vorhersagen aus Computermodellen. Doch diese werden ja mit der Wirklichkeit und der Vergangenheit verglichen. Zudem sind es die gleichen Modelle, mit denen die Wettervorhersage erstellt wird und diese ist durch immer mehr Computerleistung immer zuverl&auml;ssiger geworden und deckt immer gr&ouml;&szlig;ere Zeitr&auml;ume ab.<\/p>\n<p>V&ouml;llig wirklichkeitsfremd ist die Forderung nach einem Beweis im Realexperiment. Wie soll das gehen. Man m&ouml;ge mir bitte die zweite Erde zeigen, wo man im Experiment mal alles ausprobieren kann, inklusive Zeitmaschine, denn wir ben&ouml;tigen die Resultate ja gleich und nicht erst wenn es zu sp&auml;t ist. Im sonstigen Alltag akzeptiert man ja auch Resultate, die nicht aus dem Realexperiment stammen. Bei keinem Medikament wird die tonische Dosis bestimmt, indem man Menschen damit vergiftet, alle Werte stammen aus dem Tierversuch. Ebenso werden Crash-Tests mit Dummys durchgef&uuml;hrt und nicht mit Menschen. Ich schlage vor, das alle die beim Klimaschutz ein Realexperiment fordern einen Bogen machen um alles, was nicht mit Realexperimenten getestet wurde, also allen Ger&auml;ten mit CE-Zeichen (&uuml;berall nur technische Pr&uuml;fungen), Medikamente oder viele Fortbewegungsmittel.<\/p>\n<p>Was mich immer wider erstaunt ist der fehlende gesunde Menschenverstand der Klimaleugner. Selbst wenn man mal die nur in Deutschland sp&uuml;rbaren Folgen wie immer neue Rekordtemperaturen und Rekordfluten ignoriert, muss man wenn man etwas verstand hat doch auf folgende &Uuml;berlegung kommen:<\/p>\n<p>\u201eEs mag sein, dass es keinen Treibhauseffekt gibt, aber wenn, dann sind die Folgen dramatisch. Also w&auml;re es am besten, wenn wir die Umwelt wie sie jetzt ist, erhalten, indem wir kein Kohlendioxid in die Atmosph&auml;re pusten. Wenn es einen gibt, so haben wir die Folgen verhindert, wenn nicht dann haben wir fr&uuml;her eine Technologie die wir sowieso entwickeln m&uuml;ssen, denn dass fossile Brennstoffe endlich sind, ist ja unbestritten. Wir m&uuml;ssen also sowieso die Emissionen irgendwann senken, und tun wir das jetzt, so erhalten wir mehr dieser Rohstoffe, die wir f&uuml;r zahlreiche Produkte wie Plastik, Medikamente usw. brauchen\u201c.<\/p>\n<p>Mich erinnert das irgendwie an Raucher. Die wissen eigentlich auch alle, das Rauchen sch&auml;dlich ist, warten aber meist auf das Ergebnis des Realexperiments am eigenen K&ouml;rper.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich schaue mir gerade das Video das AfD-Klimaquiz f&uuml;r Sch&uuml;ler | Harald Lesch an und da geht es um Suggestivfragen und der angeblichen Harmlosigkeit von Kohlendioxid, weil es ja doch so wenig ist. Es gibt ja sogar, welche die schlichtweg bestreiten, dass es Treibhausgase gibt. Zeit mal den Effekt zu erkl&auml;ren. 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