{"id":14034,"date":"2019-06-26T20:00:26","date_gmt":"2019-06-26T18:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14034"},"modified":"2019-06-26T20:00:26","modified_gmt":"2019-06-26T18:00:26","slug":"meine-vorstellung-von-einer-nachhaltigen-verkehrspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/06\/26\/meine-vorstellung-von-einer-nachhaltigen-verkehrspolitik\/","title":{"rendered":"Meine Vorstellung von einer nachhaltigen Verkehrspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Zeit mal nach l&auml;ngerer Pause einen Blog zu verfassen. Ich habe in den letzten Tagen die zweite Ausgabe der Fotosafari durch den Raketenwald endkorrigiert. Doch dazu in einigen Tagen mehr, wenn es erscheint. Ich will mich heute mal im Anschluss an den Blog \u201e<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2018\/03\/20\/faktenbasierte-politik-verkehrspolitik\/\">faktenbasierte Verkehrspolitik<\/a>\u201c heute mit den Ma&szlig;nahmen besch&auml;ftigen, die ich betrieben w&uuml;rde, wenn ich Verkehrsminister w&auml;re.<\/p>\n<p>Ich habe eine etwas andere Sicht als andere, weil ich durch eine Augenerkrankung nie einen F&uuml;hrerschein machen konnte. Als damals alle den F&uuml;hrerschein machten, wurde ich bemitleidet, von der gro&szlig;en Mobilit&auml;t ausgeschlossen. Doch das hat sich meiner Beobachtung mittlerweile gewandelt. Immer mehr verzichten zumindest in den St&auml;dten auf ein Auto, weil sie ohne schneller vorw&auml;rts kommen. Die Staumeldungen im Radio werden auch immer l&auml;nger. Nat&uuml;rlich haben noch nicht alle umgedacht. Ich sehe jeden Tag die in unserem kleinen Ort mit maximalen Wegen von 0,8 km bis zum Zentrum mit dem Auto einkaufen oder ihre armen Kinder von der Schule abholen m&uuml;ssen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/3a460f117f4846f2a1ffc8ec478d4763\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/>&lt; <!--more--><\/p>\n<p>Der erste Grundsatz ist, die Verkehrsteilnehmer mehr gleich zu behandeln. Denn das war jahrzehntelang nicht der Fall. F&uuml;r Autofahrer wurden Stra&szlig;en und Autobahnen gebaut und erweitert. Das Schienennetz dagegen zusammengek&uuml;rzt, Bahnh&ouml;fe und Anschlusspunkte stillgelegt. Ebenso wurden Flugh&auml;fen immer weiter ausgebaut. Dezidierte Fahrradwege gibt es dagegen kaum, meist m&uuml;ssen sie sich einen schmalen Weg mit den Fu&szlig;g&auml;ngern teilen und selbst die werden noch benachteiligt: In einem Neubaugebiet in unserer Stadt gibt es auf einigen Stra&szlig;en nur an einer Seite einen B&uuml;rgersteig, auf anderen gar keinen mehr.<\/p>\n<p>Zeit dieses Ungleichgewicht zu ver&auml;ndern. Dazu werden keine Stra&szlig;en mehr gebaut, au&szlig;er es ist n&ouml;tig, diese f&uuml;r Radfahrer und andere nicht vierr&auml;drige Fortbewegungsmittel zu errichten. Das Geld sollte vielmehr in das Schienennetz gesteckt werden. Dem mangelt es nicht nur daran das man nicht alles erreicht. Es gibt auch das Problem, das viele Strecken nur einen Schienenstrang haben. Wenn ich von Stuttgart nach Ulm fahre, muss der Zug regelm&auml;&szlig;ig warten, weil ein vorhergehender Zug Verz&ouml;gerung hat und er nicht &uuml;berholt werden kann. Mehr Strecken mit zwei Gleisen erlauben es auch, leichter den geplanten und l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen 30 Minuten Takt einzuhalten. Derzeit verl&auml;ngert sich pro vers&auml;umten Zug die Reisedauer um eine Stunde wegen des 60 Minten-Taktes. Das macht die Versp&auml;tungen noch &auml;rgerlicher als sie eh schon sind. Dazu geh&ouml;ren auch echte Hochgeschwindigkeitsbedingen f&uuml;r die l&auml;ngere Strecke. Es mutet ja wie ein Witz an, wenn eine Neubaustrecke M&uuml;nchen Berlin die Reisedauer nicht viel l&auml;nger ist als vor dem Krieg.<\/p>\n<p>Umgekehrt ist es nicht nachvollziehbar, warum Kerosin f&uuml;r Flugzeuge nicht besteuert ist. Sonst ist jeder Treibstoff massiv besteuert und selbst der elektrische Strom hat hohe Abgaben. Meiner Ansicht nach muss Kerosin genauso wie Benzin besteuert werden. Die Einnahmen kann man f&uuml;r das Schienennetz gut brauchen und dann &uuml;berlegt sich auch der eine oder andere, ob er mit dem Flugzeug innerhalb Deutschlands reisen muss.<\/p>\n<p>Man ben&ouml;tigt nat&uuml;rlich auch ein besseres Netz. Das grunds&auml;tzliche Problem bei &ouml;ffentlichem Verkehr ist das er in den Gro&szlig;st&auml;dten gut ist, doch jenseits davon wird\u2019s schwer. Beispiel aus meinem Ort: ich komme schnell in die beiden n&auml;chsten Gro&szlig;st&auml;dte Stuttgart und Esslingen. Wenn ich aber zwei Nachbarorte weiter will, wird\u2019s abenteuerlich. Dann muss man zuerst nach Stuttgart\/Esslingen fahren und dann wieder heraus. Bei noch gr&ouml;&szlig;erer Distanz \u201eRichtung Pampa\u201c geht es gar nicht mehr. Klar orientieren sich Betreiber an der Nachfrage. Doch dann gibt es auch andere Alternativen. Es muss ja nicht immer ein Riesenbus sein. Es geht auch eine Nummer kleiner, abgestuft nach Tageszeit k&ouml;nnte man kleinere Fahrzeuge einsetzen, bis hinab zum Kleintransporter. Das w&auml;re auch n&uuml;tzlich beim etablierten &Ouml;PNV auf den Hauptstrecken, bei dem es morgens und abends mit dem Pendlerverkehr die Busse voll sind und dazwischen halb leer, dann k&ouml;nnten zu der Zeit kleinere Busse verkehren. Es bleiben nat&uuml;rlich die Personalkosten. Doch wenn sich wirklich mal selbstfahrende Fahrzeuge durchsetzen werden, dann w&auml;re das der ideale Einsatzzweck f&uuml;r diese.<\/p>\n<p>Das Alternativen zu Auto und Flugzeug gef&ouml;rdert werden ist ein Punkt. Das Zweite ist man muss weg vom Individualverkehr per Auto. F&uuml;r jeden mit naturwissenschaftlicher Vorbildung ist klar, das ein Bef&ouml;rderungsmittel das &uuml;ber 1 t wiegt und nur genutzt wird um 75 kg Nutzlast (eine Person) zu bef&ouml;rdern enorm ineffektiv ist. Mit der Alternative Pedelec und Konsorten hat man das typische Henne-Ei Problem. Solange das Fahren auf Stra&szlig;en, die prim&auml;r von Autos genutzt werden, gef&auml;hrlich und stressig ist, wird man ein Fahrrad\/E-Bike nicht nutzen, auch wenn man Zeit und Geld spart. Solange es aber kaum Leute gibt die per Bike unterwegs sind, denken St&auml;dte nicht an den Ausbau der Wege daf&uuml;r.<\/p>\n<p>Man muss also erst mal Platz f&uuml;r Fahrradfahrer machen. Das ist nicht so schwer. Den den gibt es in H&uuml;lle und F&uuml;lle. Er wird nur von den Autofahrern belegt. Wie ich bei einer B&uuml;rgeranh&ouml;rung &uuml;ber Konzepte f&uuml;r eine Stra&szlig;ensanierung (die ein Problem mit dem Durchgangsverkehr und Parken hat) erfuhr gibt es kein Recht sei Auto auf der Stra&szlig;e zu parken. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Ich kenne keine Seitenstra&szlig;e, die nicht zugeparkt ist. Auch die Autos haben nichts davon, denn da diese immer gr&ouml;&szlig;er werden, kommen sie oft nicht mehr aneinander vorbei und einer muss in eine \u201eParkl&uuml;cke\u201c (fr&uuml;her: Stra&szlig;e) abtauchen. Langfristig w&uuml;rde ich daher die Neuzulassung eines Autos an einen nachgewiesenen Stellplatz auf Privatgel&auml;nde koppeln. Das wird nat&uuml;rlich auch &uuml;berpr&uuml;ft, nicht das einer einen Stellplatz f&uuml;r drei Autos ausweist oder einen der 100 km vom Haus weg ist. Das macht zum einen Kommerzelle Parkm&ouml;glichkeiten attraktiver, zum anderen sinken so langfristig die Zahl der Autos ohne Stellplatz und ein bisschen auch die Zahl der Autos insgesamt, da dann vielleicht der eine oder ander nochmals &uuml;ber einen Zweit- oder Drittwagen nachdenkt.<\/p>\n<p>Kurfristig habe ich zumindest f&uuml;r die meisten Stra&szlig;en eine einfache wie praktikable L&ouml;sung. Man hat oft eine Hauptstra&szlig;e, von der in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden Seitenstra&szlig;en abgehen, die dann parallel zueinander verlaufen. F&uuml;r die gibt es nun ein einfaches System:<\/p>\n<ul>\n<li>Erste Stra&szlig;e: Einbahnstra&szlig;e f&uuml;r Autofahrer, daf&uuml;r eine Spur f&uuml;r Radfahrer, Mopeds, etc ausgewiesen.<\/li>\n<li>Zweite Stra&szlig;e: Einbahnstra&szlig;e f&uuml;r Autofahrer andere Richtung, daf&uuml;r eine Spur nur zum Parken ausgewiesen<\/li>\n<li>Dritte Stra&szlig;e: zweispurig f&uuml;r den Durchgangsverkehr nutzbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wo keine Explizite Parkerlaubnis ist, gilt absolutes Parkverbot. Autobesitzer m&uuml;ssen also maximal einen Block weit ihr Auto abstellen, da eine Parkstra&szlig;e alle drei Stra&szlig;en folgt. Die Radfahrer h&auml;tten eine sichere und breite Spur, die auch Gegenverkehr zul&auml;sst und k&auml;men Fu&szlig;g&auml;ngern nicht in den Weg und der Durchgangsverkehr k&auml;me auch schneller vorw&auml;rts als heute mit zugeparkten Stra&szlig;en. Man hat das Parken nur kanalisiert und dadurch mehr Platz geschaffen.<\/p>\n<p>Langfristig sollet aber der Trend nicht nur weg vom Benziner\/Diesel gehen, sondern auch weg vom pers&ouml;nlichen Auto. F&uuml;r Ersteres w&uuml;rde ich einfach mal die Subventionspolitik umstellen. Anstatt das E-Auto zu subventionieren, sollten die anderen Autos eine Abgabe zahlen. Mein Vorschlag w&auml;ren 5 % des Neupreises. Doch daf&uuml;r gibt es auch etwas: und zwar einen Gutschein in gleicher H&ouml;he, nicht &uuml;bertragbar, nicht umtauschbar f&uuml;r ein &ouml;kologisch besseres Zweirad (Fahrrad, E-Bike, E-Moped). Das reicht bei einem Kleinwagen f&uuml;r ein gutes Fahrrad oder Einsteiger E-Bike, bei einem Mittelklassewagen in jedem Falle f&uuml;r ein E-Bike. Meine &Uuml;berlegung ist das, wenn auch ein Auto gekauft wird, es weniger h&auml;ufig benutzt wird und es mehr Fahrradfahrer gibt, die dann noch mehr Druck auf die Autofahrer aus&uuml;ben.<\/p>\n<p>Die Zukunft sehe ich aber nicht in dem bisherigen System. Zumindest wenn wir E-Autos in breiter Front einsetzen, muss sich was &auml;ndern. Bisher l&auml;uft es so: Jemand tankt seinen Tank voll, f&auml;hrt einige Hundert Kilometer und tankt dann erneut. Die meisten E-Autos sind auch nach diesem System aufgebaut mit Batterien von 50 bis 85 kWh Kapazit&auml;t. Damit man einen Vergleich hat: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Motorenbenzin\">1 l Benzin entspricht etwa 8,6 kwh\/l.<\/a> Selbst wenn man ber&uuml;cksichtigt, das ein Ottomotor nur einen Wirkungsgrad von 25 bis 30 % hat und ein E-Motor einen von 90+ % ist klar das eine 85 kwh Batterie maximal dem Energiegehalt von 40 l Benzin entspricht. Aber sie wiegt bei 200 Wh\/kg, dem Energiegehalt von leistungsf&auml;higen Lithiumzellen &uuml;ber 400 kg, also &uuml;ber das zehnfache. Entsprechend schwerer ist das Auto, auch weil jedes Kilogramm Batterie weiteres Gewicht am Fahrzeug f&uuml;r die Struktur die es halten muss, Sto&szlig;d&auml;mpfer etc addiert. und damit muss mehr Masse bewegt werden und der \u201eVerbrauch\u201c in kWh\/100 km steigt an. Ich sehe das E-Auto als Gef&auml;hrt f&uuml;r die Kurzstrecke. Es gibt auch kleine Wagen, die so ausgelegt sind wie der <a href=\"https:\/\/www.e-go-mobile.com\/\">E-Go<\/a> life, ein Wagen im Smart Stil aber eben nur rund 100 km Reichweite, daf&uuml;r auch 700 kg leichter als das neueste Modell von Tesla (Batterie mit nur 15 kwh Kapazit&auml;t) und 20.000 Euro billiger. Es gibt noch ein zweites Problem bei der derzeitigen Verhaltensweise. Damit die Leute ihre E-Autos genauso schnell aufladen k&ouml;nnen, wie wenn sie tanken, haben die Schnellladestationen enorm hohe Stromst&auml;rken. Bei Tesla z.B. 350 kW Leistung. Wenn einer seinen Tesla aufl&auml;dt, verursacht er also kurzfristig einen Verbrauch, der dem von 150 Back&ouml;fen entspricht und nun stelle man sich das mal vor, wenn es Millionen tun. Daf&uuml;r ist weder unsere Stromerzeugung ausgelegt, noch das Stromnetz. Nat&uuml;rlich kann man das Problem mildern, indem Ladestationen eine gro&szlig;e Batterie haben, die sie dann langsam wieder aufladen. Aber in meiner Vision sieht die Zukunft anders aus und da belasten E-Mobile nicht das Stromnetz. Sie entlasten es.<\/p>\n<p>Es wird sicher Leute geben, die brauchen ein Auto als Statussymbol. So der Typ der auf seinem Porsche einen Aufkleber hat \u201e&Uuml;brigens auch mein Zweitwagen ist ein Porsche\u201c. Aber der Gro&szlig;teil der Leute will nur von A nach B. Wenn der &ouml;ffentliche Verkehr entsprechend ausgebaut ist, braucht man dann das Auto in Gro&szlig;st&auml;dten nur noch f&uuml;r sperrige Besorgungen. Ein Problem bleibt das Umland. Doch muss man da selbst ein Auto besitzen? Wenn die selbstfahrenden Autos funktionieren. (ich habe da einige Zweifel, vor allem gibt es dann ganz neue Fragen bei der Haftung bei Unf&auml;llen und ethische Fragen &#8211; wenn bei einem Unfall in jedem Falle jemand stirbt, wie entscheidet dann das Auto?). Aber wenn sie selbstst&auml;ndig fahren k&ouml;nnen, dann braucht man auch keinen Fahrer. Man k&ouml;nnte eine Flotte von Fahrzeugen anschaffen die man, wenn man eines braucht, abruft und wenn man es nicht mehr braucht, fahren sie zur n&auml;chsten Ladestation oder den n&auml;chsten Kunden selbstst&auml;ndig an. Da die Autos so viel unterwegs sind \u2013 nicht nur 1 Stunde wie im Durchschnitt ein PKW pro Tag \u2013 braucht man viel weniger. Nachts und und wenn wenig los ist, laden sie sich selbstst&auml;ndig auf. Daf&uuml;r braucht man dann keine riesigen Wagen, sondern so kleine wie der E-GO life reichen aus. Man bezahlt die Fahrt wie beim Taxi, nur m&uuml;sste es ohne Fahrer eben viel g&uuml;nstiger sein und damit gibt es ein individuelles Verkehrsmittel, ohne das man ein eigenes Auto besitzen muss.<\/p>\n<p>Man kann dieses Szenario noch weiter spannen. Wenn der Betreiber einen Rahmenvertrag mit der Stromversorgung abschlie&szlig;t, ist das ein potenziell riesiger Speicher. Mal eine Zahl in den Raum geworfen. Unser Stromnetz kann derzeit maximal 68 GWh &uuml;bertragen. 2 Millionen Elektrofahrzeuge die 10 kWh freie Kapazit&auml;t haben w&uuml;rden also 20 Minuten lang so viel Strom aufnehmen, wie das ganze Netz liefert. Wenn man nur Spitzen abfedern muss, sagen wir mal 10 % der Gesamtstrommenge erh&ouml;ht sich das auf 3 Stunden. Damit k&ouml;nnen E-Autos als Speicher f&uuml;r kurzzeitigen Spitzenbedarf oder Erzeugung (wie z.B. in Tagen wie heute, wo nur die Sonne scheint) dienen. Sie entlasten dann das Stromnetz.<\/p>\n<p>Das w&auml;re m&ouml;glich, zumindest sollte man den Strompreis an den Spitzenverbrauch anpassen. Es sollte f&uuml;r Leute die ein eigenes Fahrzeug haben finanziell attraktiv sein, ihr Auto wenn sie es nicht brauchen &uuml;ber die normale Steckdose aufzuladen \u2013 dauert Stunden, aber wie schon gesagt, der Durchnitts-PKW wird nur eine Stunde am Tag benutzt. Schnellladestationen die einen teuren Netzausbau nach sich ziehen und dazu sorgen das es solche <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=z3v-5V4CIDE\">Kraftwerke wie in Irsing <\/a>vorhalten mus: 800 Millionen Euro teuer, nur wenige Tage pro Jahr am Netz, weil es Spitzen abfangen soll, aber der Strom aus Gas teurer als Braunkohle ist.<\/p>\n<p>Noch ein Wort zu anderen Autos: die wird es auch geben. Denn es gibt nat&uuml;rlich noch Berufsfahrer, Transporte etc. Die beste Technik denke ich ist Erdgas. Es zwar auch ein Kohlenwasserstoff, aber einen den man aus regenerativen Quellen erzeugen kann und die Motoren sind wegen der h&ouml;heren Verbrennungstemperatur effektiver.<\/p>\n<p>Aber das setzt voraus das die Leute vern&uuml;nftig sind. Wenn ich mir die Autos anschaue, die auf den Stra&szlig;en unterwegs sind, habe ich da aber einige Zweifel. Wenn man ein \u201evern&uuml;nftiges Auto\u201c konstruiert, dann w&uuml;rde man es auch mit Solarzellen pflastern. Ein Golf hat z.B. eine L&auml;nge von 4,26 m und ist 1,79 m breit. Rechnet man 76 cm in der L&auml;nge f&uuml;r die Scheiben ab, so hat man eine Fl&auml;che von 3,5 x 1,79 m = 6,2 m\u00b2 zur Verf&uuml;gung die man mit Solarzellen belegen kann. Bei Standardmodulen von 1,6 m\u00b2 Fl&auml;che und 430 Watt Spitzenleistung sind das 1,2 kw Peakleistung oder bei optimaler Ausrichtung pro Jahr das Tausendfache in kwh als Ertrag also rund 1200 kwh. Selbst wenn man nur 50 % dessen ansetzt, so sind das 600 kWh, mit denen ein E-Auto je nach Gewicht rund 2500 bis 4000 km fahren kann. Es sieht nicht toll aus, aber wenn man 20 Jahre als Lebensdauer des Autos ansetzt, sind es bei Abnahme der Leistung auf 80 % rund 10.800 kWh, die heute bei 30 ct\/kWh rund 3240 Euro kosten \u2013 und das auch nur, wenn der Strompreis nicht ansteigt. Bei 3240 Euro, die ich spare, w&auml;re mir es egal, dass ein Auto mit Solarzellen nicht so toll aussieht wie eines mit Metalliclegierung. Ein solches Auto m&uuml;sste bei einem typischen Pendler im Sommer nicht mal an die Steckdose. Aber es gibt ein solches Auto nicht. Daher wird auch der Rest meiner Ideen wohl nur eine Vision bleiben.<\/p>\n<p>Nicht beabsichtigt, aber durch Zufall ist heute \u201eEqual-Day\u201c. Meine PV-Anlage, die am 19.4. in Betrieb ging, hat bis heute 1892,2 kWh geliefert \u2013 meine letzte Stromabrechnung lautete &uuml;ber 1874 kWh. Das hei&szlig;t, in den 70 Tagen hat die Anlage so viel Strom geliefert, wie ich im letzten Jahr verbraucht habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit mal nach l&auml;ngerer Pause einen Blog zu verfassen. Ich habe in den letzten Tagen die zweite Ausgabe der Fotosafari durch den Raketenwald endkorrigiert. Doch dazu in einigen Tagen mehr, wenn es erscheint. 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