{"id":14393,"date":"2019-11-06T11:02:50","date_gmt":"2019-11-06T10:02:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14393"},"modified":"2019-11-06T11:04:43","modified_gmt":"2019-11-06T10:04:43","slug":"warum-tut-man-sich-so-schwer-auf-etwas-voellig-ueberfluessiges-zu-verzichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/11\/06\/warum-tut-man-sich-so-schwer-auf-etwas-voellig-ueberfluessiges-zu-verzichten\/","title":{"rendered":"Warum tut man sich so schwer, auf etwas v&ouml;llig &Uuml;berfl&uuml;ssiges zu verzichten?"},"content":{"rendered":"<p>Gestern war erneut das \u201eKlimakabinett\u201c aktiv. Sie haben den Ausbau der Ladeinfrastruktur und des Netzes an Wasserstoffnetzen beschlossen. Mal abgesehen davon das dies nicht in den Verantwortungsbereich der Bundesregierung, sondern der Betreiber der entsprechenden Stationen f&auml;llt, ist das wieder ein Beispiel f&uuml;r Aktionismus. Genauso wie die nun erh&ouml;hte Elektroautopr&auml;mie.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/a4a87b4f3c004c9ba9d11e2f979f8aac\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Wer meinen Blog regelm&auml;&szlig;ig liest, wei&szlig; ich halte sehr wenig vom Auto. Ich sehe es heute eher als Hindernis denn Vorteil an. Hindernis, weil es so viele davon gibt und es in St&auml;dten schwer ist einen Parkplatz zu bekommen und man auf den Stra&szlig;en nur langsam vorw&auml;rts kommt. Trotzdem h&auml;lt die Politik eisern an dem Auto fest, wegen der 813.000 Arbeitspl&auml;tze, die in der Automobilindustrie samt Zulieferern sitzen. Das ist ein typischer Fall von Betriebsblindheit. Anfang des Jahres hat die Groko ein Paket beschlossen, das 40 Mrd. Euro kostet, um den Braunkohleausstieg zu finanzieren. Aber alleine im ersten Halbjahr fielen in der Windkraftbranche durch umst&auml;ndlicher Genehmigungsverfahren und gr&ouml;&szlig;ere Schutzabst&auml;nde 26.000 Arbeitspl&auml;tze weg, weil der Ausbau dramatisch zur&uuml;ckging. Die Bundesregierung zahlt also viel Geld, um Arbeitspl&auml;tze langsam abzubauen, die sowieso keine Zukunft haben und behindert aktiv eine alternative Energieform die weitestgehend emissionsfrei ist und nimmt in Kauf das dort innerhalb eines Jahres mehr Arbeitspl&auml;tze verloren gehen als man mit 40 Mrd. Euro woanders abbaut. Analog sollte die Bundesregierung mal nachrechnen wie viele Arbeitspl&auml;tze im &ouml;ffentlichen Nah- und Fernverkehr entstehen, wenn alle Autofahrer Bus und Bahn nutzen m&uuml;ssen. Alleine die DB hat <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/13591\/umfrage\/beschaeftigtenzahl-der-deutsche-bahn-ag\/#:~:text=Anzahl%20der%20Mitarbeiter%20in%20der,2005%20bis%202018%20(in%201.000)&amp;text=Die%20Deutsche%20Bahn%20stockt%20ihr,Bahn%20AG%20wurde%201994%20gegr%C3%BCndet.\">318.000 Mitarbeiter<\/a>. Dazu kommen sicherlich noch mindestens genauso viele in zahllosen regionalen Verkehrsverb&uuml;nden und wenn die 27,2 Millionen PKW-Besitzer (siehe unten) alle nicht mehr mit dem Auto fahren, wage ich zu prognostizieren, wird es in dem Sektor mehr neue Arbeitspl&auml;tze geben als es heute in der Automobilindustrie gibt.<\/p>\n<p>Doch kommen wir zur&uuml;ck zum Auto. Das die Bundesregierung da ihre sch&uuml;tzende Hand auf die Industrie h&auml;lt, ist ja nicht gerade neu. W&auml;hrend in den USA VW &amp; Co Milliardenstrafen zahlen m&uuml;ssen, m&uuml;ssen Verbraucher bei uns einzeln klagen, wenn sie auch nur den Wertverlust der Diesel ersetzt bekommen wollen, die nun nahezu unverk&auml;uflich sind. Es w&auml;re dann auch die Weigerung ein allgemeines Tempolimit einzuf&uuml;hren zu erw&auml;hnen, als w&auml;re das was Unerh&ouml;rtes und nicht etwas, was es in jedem anderen europ&auml;ischen Land gibt.<\/p>\n<p>Die Automobilindustrie ist auch nicht schlauer. Da (ich verrate mal ein Geheimnis, das sich in deren Managementetagen anscheinend noch nicht herumgesprochen hat) Akkus viel weniger Energie speichern als in Benzin oder Diesel steckt, sollte man als schlauer Konzern die Konstruktion des Wagens anpassen, wenn die Batterie nicht enorm schwer sein soll. Und eine schwere Batterie macht das Auto schwerer, erfordert mehr Masse auch bei den Restsystemen (die Struktur muss das Gewicht ja aushalten, das Fahrwerk ebenso etc. und steigert so durch den h&ouml;heren Rollwiderstand wiederum den Verbrauch. Daher sollte man, als schlauer Automobilbauer versuchen, wieder Gewicht einzusparen. Zum Beispiel, indem man von Stahl als Hauptwerkstoff auf leichtere &uuml;bergeht. Kohlefaserverbundwerkstoff ist wohl nicht finanzierbar aber der deutlich billigere Glasfaserverst&auml;rker Reinststoff und nach den Datenbl&auml;ttern 2,1 mal leichter bei der gleichen Zugfestigkeit ist. Flugzeugr&uuml;mpfe werden schon seit Jahrzehnten aus dem Material gefertigt.<\/p>\n<p>Daneben k&ouml;nnte man die Autos auch wieder kleiner bauen. Sie wurden nicht nur schwerer, sondern auch gr&ouml;&szlig;er. Hier ein Vergleich vom ersten mit dem aktuellen Golf:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"85*\" \/>\n<col width=\"85*\" \/>\n<col width=\"85*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"top\">\n<th style=\"background: transparent;\" width=\"33%\"><\/th>\n<th style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/VW_Golf_I\">Golf 1<\/a><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/th>\n<th style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/VW_Golf_VII\">Golf 7<\/a><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"top\">\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">L&auml;nge:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">3705 mm<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">4255-4799 mm<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Breite:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1610 mm<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1799 mm<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gewicht:<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">705 \u2013 820 kg<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1205 \u2013 1610 kg<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Motorisierung: (Ottomotor)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">37 \u2013 82 kW<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"background: transparent;\" width=\"33%\">\n<p align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">63 \u2013 285 kW<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wie man sieht, ist der Wagen doppelt so schwer geworden, die Motorisierung auch. W&uuml;rde man ein Elektromobil nur mal so fertigen, dass es so viel wiegt wie der erste Golf, man h&auml;tte schon viel f&uuml;r die Reichweite getan.<\/p>\n<p>Das zweite ist das die Modelle der gr&ouml;&szlig;eren Automobilhersteller (Sparteehersteller wie <a href=\"https:\/\/e-go-mobile.com\/de\/modelle\/e.go-life\/\">e.Go<\/a> sind da schlauer) ausgelegt ein normales Auto zu ersetzen \u2013 mit der gro&szlig;en Reichweite und &Uuml;bermotorisierung f&uuml;r hohe Spitzengeschwindigkeiten. Beim <a href=\"https:\/\/ecomento.de\/2014\/06\/23\/so-viel-wiegen-die-teile-des-tesla-model-s\/#:~:text=Leer%20wiegt%20das%20Model%20S,Rahmen%20kommt%20auf%20362%20Kilogramm.\">Tesla Modell S<\/a> wiegt die Batterie alleine 600 kg, die Motoren f&uuml;r 562+ PS weitere 158 kg und das macht auch den Rahmen 362 kg schwer. Zusammen sind dies 1120 von 2109 kg Gesamtgewicht. Nur mal angenommen, Motor und Batterie w&uuml;rden halb so viel wiegen (immer noch 281+ PS und 200+ km Reichweite), dann w&auml;re auch der Rahmen leichter, wenn es hier ein Drittel weniger w&auml;re, so w&auml;re das Auto um ein Viertel leichter, was die Reichweite dann auch wieder um ein Viertel erh&ouml;hen w&uuml;rde. Dabei wird dieses von Musks Firma gefertigte Auto wenig innovativ genauso aus Edelstahl hergestellt wie woanders auch. (Ja die DDR hat es mit dem Trabi besser gemacht\u2026.).<\/p>\n<p>Meine Meinung: Das Auto ist das ineffizienteste Verkehrsmittel, das es gibt. Selbst wenn man fliegt, braucht man pro Kilometer weniger Kerosin als ein Auto Sprit. In meiner Vorstellung setzt man f&uuml;r kurze Strecken wie zum Pendeln zur Arbeit ein Fahrrad, E-Bike oder f&uuml;r ganze Faule einen E-Roller ein. Die gibt es auch in Versionen mit 45 km\/h Spitze (analog Moped\/Mofa) f&uuml;r F&uuml;hrerscheininhaber und schneller kommt man eigentlich bei uns in den St&auml;dten eh nicht vorw&auml;rts.<\/p>\n<p>F&uuml;r l&auml;ngere Strecken nimmt man dann Bahn \/ Bus. Das setzt aber ein Umdenken in der Politik voraus, die zum einen den Teil f&ouml;rdern sollten, der noch &ouml;ffentlich ist wie Bahn, aber auch viele Verkehrsbetriebe mit Buslinien. Zum anderen w&uuml;rde es ja reichen, wenn alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt w&auml;ren. Das hei&szlig;t z.\u00a0B. Autos d&uuml;rfen nicht auf &ouml;ffentlichem Grund parken. Das d&uuml;rfen Fahrr&auml;der ja auch nicht, das hei&szlig;t auch Stra&szlig;en werden zugunsten von Wegen f&uuml;r Fu&szlig;g&auml;nger und Zweiradfahrer aufgegeben. (Gleicher Platz f&uuml;r andere Verkehrsteilnehmer) Dann w&uuml;rden auch bald die Autofahrer umsteigen.<\/p>\n<p>Doch das ist alles nicht neu, solche Anmerkungen finden sich auf meinen Blogs schon an verschiedenen Stellen. Neu ist, dass ich mir mal den Gedanken gemacht, was so ein Auto kostet \u2013 ich habe ja noch nie eines besessen. Also habe ich eine Seite besucht, die garantiert nicht als \u201eautokritisch\u201c verrufen ist, die des ADAC. Da kann man errechnen, was einen ein Auto mit allen Zusatzkosten und Abschreibung des Werts kostet. Bei einem <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/infotestrat\/autodatenbank\/autokosten\/autokosten-rechner\/default.aspx\">VW Golf VII<\/a> als \u201eVolkswagen\u201c kommt die Webseite beim g&uuml;nstigsten Modell auf monatliche Kosten &uuml;ber die Lebenszeit von 577 Euro. Was dann Kosten von 47,2 ct\/km entspricht. Die Abschreibung (Wertverlust) macht dabei den L&ouml;wenanteil von 357 Euro aus, das entspricht einer Nutzungsdauer von 80,5 Monaten. Ich halte das f&uuml;r etwas wenig, aber ich denke, das ist mit Verzinsung gerechnet. Laut <a href=\"https:\/\/praxistipps.focus.de\/lebensdauer-von-autos-alle-infos-zu-verschleiss-und-haltbarkeit_97525#:~:text=Ein%20neues%20Auto%20besitzt%20nach,Autos%20liegt%20bei%20acht%20Jahren.\">Focus<\/a> wird ein Auto bei uns im Durchschnitt 8 Jahre lang genutzt und hat eine Lebensdauer, begrenzt durch Verschlei&szlig; von 12 Jahren (ich nehme an bei durchschnittlicher Fahrleistung, denn wenn es in der Garage steht d&uuml;rft es wesentlich l&auml;nger halten).<\/p>\n<p>Nun mal eine Gegenrechnung. Das <a href=\"https:\/\/www.vvs.de\/tickets\/zeittickets-abo-polygo\/jahresticket-jedermann\/\">Jahresticket f&uuml;r zwei Zonen kostet bei mir 865 Euro<\/a>. Damit kommt man nach Esslingen, Stuttgart und alle Vororte von Stuttgart. Damit k&auml;me ich zu allen Orten in denen ich in meinem Leben gearbeitet oder studiert habe. Daneben kann man damit auch Eink&auml;ufe erledigen, Veranstaltungen besuchen etc. Nehmen wir an es g&auml;be dann noch 10 Fahrten &uuml;ber 200 km (jeweils hin und zur&uuml;ck) im Jahr und man schafft sich eine Bahncard 50 an, dann kommen nochmals 400 Euro drauf. Mit (nach oben gerundet) 1300 Euro j&auml;hrlich = 110 Euro pro Monat, ist man ohne Auto mobil. Das Auto ist also ein teurer Luxus.<\/p>\n<p>Ich habe mir mal gedacht \u201ewenn man das &uuml;ber die Lebenszeit macht, kommt man ja auf enorme Summen\u201c und bin auf folgende Idee gekommen: Ein hypothetischer Automobilbesitzer muss ja auch wohnen. Was w&auml;re, wenn er in dem Alter in dem er sein erstes Auto selbst finanziert auf die Idee kommt sich eine Eigentumswohnung anzuschaffen und auf das Auto zu verzichten? Er spart ja 470 Euro pro Monat ein und wenn er dann noch die Miete einspart, dann sind das \u2013 wenn es 600 Euro sind, darunter wird man zumindest hier nichts bekommen \u2013 &uuml;ber 1000 Euro im Monat die man zur Tilgung verwenden kann. Ich habe bei der Kreissparkasse einen Baufinanzierungs-<a href=\"https:\/\/www.sparkasse.de\/service\/rechner\/baufinanzierungsrechner.html\">Rechner<\/a> gefunden und den voreingestellten Zinssatz von 2,5 % so gelassen wie er ist und bin von 25.000 Euro Eigenkapital (das Auto will ja auch abzahlt werden) ausgegangen. Bei insgesamt 1.070 Euro Gesamtbelastung im Monat und einem Immobilienwert von 144.000 \u20ac (entspricht ungef&auml;hr dem Preis einer Eigentumswohnung. die die 600 Euro Miete einbringt) ist man nach weniger als 11 Jahren Besitzer der Immobilie. Ab da zahlt man keine Miete mehr (sollte aber mit Instandhaltungskosten von etwa 1.500 Euro\/Jahr rechnen). Das hei&szlig;t ab da spart man nicht nur 460 Euro pro Monat, sondern auch noch die Miete &#8211; fast 950 Euro pro Monat. Im Laufe des Lebens \u2013 sagen wir mal 40 Jahre, (mit 18 wird man ja noch kein Auto mehr finanzieren k&ouml;nnen und hoffentlich h&ouml;rt man mit 75 auf zu fahren) k&ouml;nnte man sich also drei weitere Eigentumswohnungen dieser Preisklasse kaufen oder ein eigenes Haus mit Grundst&uuml;ck kaufen (340.000 \u20ac &#8211; da man bei steigendem Kredit immer mehr f&uuml;r Zinsen zahlt, w&uuml;rde der schlaue Nichtautofahrer erst sich eine kleine Eigentumswohnung kaufen, dann diese verkaufen und dann erst das Haus mit mehr Eigenkapital bauen).<\/p>\n<p>Wir haben <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/12131\/umfrage\/pkw-bestand-in-deutschland\/\">47 Millionen PKW Besitzer<\/a> \u2013 sicher nicht alle Besitzer von neuen Wagen, aber immerhin werden pro Jahr 3,4 Millionen Autos<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/74433\/umfrage\/neuzulassungen-von-pkw-in-deutschland\/\"> neu zugelassen<\/a> und bei 8 Jahren durchschnittlicher Nutzungsdauer sind das 27,2 Millionen Automobilbesitzer die sich ein neues Auto kaufen. Das sind dann auch 27,2 Millionen Menschen, die sich eigentlich eine Eigentumswohnung leisten k&ouml;nnen wenn sie auf das Luxusgut Auto verzichten w&uuml;rden. Diese m&uuml;ssten sich nicht &uuml;ber steigende Mieten aufregen.<\/p>\n<p>Ja Autos sind ein Luxus, das ist eine Binsenweisheit. Doch wie luxuri&ouml;s sie sind, das man anstatt dessen sich im Leben drei Eigentumswohnungen kaufen k&ouml;nnte war auch mir nicht klar. Ab der zweiten Eigentumswohnung spart man ja nicht nur, sondern verdient, wenn man sie vermietet und bei der dritten (nach 36 Jahren, also zum Rentenalter) hat man dann 1200 Euro zus&auml;tzlich zur Rente (brutto, realistischerweise noch 800 Euro netto).<\/p>\n<p>Man k&ouml;nnte das Geld auch ansparen, doch da es leider daf&uuml;r keine Zinsen mehr gibt, ist das etwas hypothetisch. Immerhin. 470 Euro pro Monat angespart, w&uuml;rden bei nur 1 % Zinsen (netto, nach Abzug der Inflationsrate und Kapitalertragssteuer) nach 36 Jahren auch fast 245.000 Euro einbringen. Bei 2 % Zinssatz w&auml;ren es schon 298.000 Euro. Man kann zwar in Aktien investieren und das ging die letzten Jahre auch gut, aber es ist eben keine langfristig sichere Anlage und sehr schwer eine Rechnung &uuml;ber Jahrzehnte zu machen.<\/p>\n<p>Eines ist mir zumindest klar geworden \u2013 das ich nie ein Auto hatte, hat ma&szlig;geblich dazu beigetragen, das ich mich schon mit 45 weitestgehend aus dem Erwerbsleben zur&uuml;ckziehen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern war erneut das \u201eKlimakabinett\u201c aktiv. Sie haben den Ausbau der Ladeinfrastruktur und des Netzes an Wasserstoffnetzen beschlossen. Mal abgesehen davon das dies nicht in den Verantwortungsbereich der Bundesregierung, sondern der Betreiber der entsprechenden Stationen f&auml;llt, ist das wieder ein Beispiel f&uuml;r Aktionismus. Genauso wie die nun erh&ouml;hte Elektroautopr&auml;mie.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[653,4263,4061,1056],"class_list":["post-14393","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-auto","tag-automobil","tag-automobilbranche","tag-elektroauto","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":725,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18472,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/12\/16\/die-deutsche-automobilindustrie-2\/","url_meta":{"origin":14393,"position":0},"title":"Die Deutsche Automobilindustrie.","author":"Bernd Leitenberger","date":"16. Dezember 2025","format":false,"excerpt":"Ich wei\u00df, ich habe lange nichts von mir h\u00f6ren lassen. 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