{"id":14428,"date":"2019-11-23T08:22:41","date_gmt":"2019-11-23T07:22:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14428"},"modified":"2019-11-23T08:22:41","modified_gmt":"2019-11-23T07:22:41","slug":"inhaltlich-insolvent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/11\/23\/inhaltlich-insolvent\/","title":{"rendered":"Inhaltlich insolvent"},"content":{"rendered":"<p>Es rumort in der CDU. Nachdem sich Merz ja schon vor einigen Wochen in Stellung gebracht hat und meint die Regierungsarbeit w&auml;re \u201e<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-10\/cdu-thueringen-wahl-friedrich-merz-angela-merkel-kanzlerschaft-ende\">grottenschlecht<\/a>\u201c. Nun regt sich weiterer Widerstand. In BW gab es am letzten Wochenende gleich zwei Wortmeldungen. Die CDU-Spitzenkandidatin f&uuml;r die n&auml;chste Wahl Eisenmann h&auml;lt die CDU f&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.esslinger-zeitung.de\/region\/baden-wuerttemberg_artikel,-altbacken-arrogant-verkrampft-_arid,2293104.html\">altbacken und langweillig<\/a>. \u00abDie CDU scheut zunehmend Haltung einzunehmen, gibt zu wenig Orientierung und wirkt in Kampagnen oft altbacken und langweilig\u201c. Die Art der Beliebigkeit, jeden Kompromiss einzugehen, werde nicht in die Zukunft f&uuml;hren. Man m&uuml;sse wieder wissen, f&uuml;r was die CDU stehe, f&uuml;r was sie k&auml;mpfe. Die Partei m&uuml;sse inhaltliches Profil gewinnen und wieder Antworten auf Sorgen der B&uuml;rger geben. Die CDU m&uuml;sse auch an ihrem Erscheinungsbild arbeiten &#8211; Eisenmann kritisierte eine Tendenz, arrogant und &uuml;berheblich und verkrampft r&uuml;berzukommen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/d281b1cf438545a19c88c955d80b2cc0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Ins gleiche Horn bl&auml;st der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.gegen-parteifuehrung-reinhart-haelt-die-cdu-fuer-inhaltlich-insolvent.e9783314-4293-4a20-9a45-9dbe9476ad70.html\">CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhart<\/a>:<\/p>\n<p>F&uuml;r die gro&szlig;en Fragen unserer Zeit habe die CDU &#8222;keine Antennen und keine Agenda mehr&#8220;, so Reinhart. Die Schubladen seien leer, betont er in einem Schreiben, das dem SWR vorliegt. Es gelinge der CDU demnach kaum noch, &#8222;die eigenen Formeln und &Uuml;berschriften mit erkennbarer Politik zu f&uuml;llen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Partei habe weder Entw&uuml;rfe f&uuml;r die Gesellschaft, noch f&uuml;r sich selbst: &#8222;Die CDU ist inhaltlich insolvent.&#8220; Es sei Zeit &#8222;f&uuml;r ein Sanierungsprogramm&#8220;. Man m&uuml;sse etwa wieder mehr &uuml;ber Wirtschaft und &uuml;ber Wettbewerbsf&auml;higkeit sprechen. Die soziale Marktwirtschaft brauche ein Update, das Steuersystem eine Rundumerneuerung.\u201c<\/p>\n<p>W&auml;hrend Merz wieder zur&uuml;ckrudert und auf dem Bundesparteitag zur Geschlossenheit <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-11\/friedrich-merz-unterstuetzung-annegret-kramp-karrenbauer-cdu-parteitag\">aufgerufen<\/a>. Entsprechend harmonisch ging es jetzt ja auch zu. Zeit mal das zu kommentieren, wobei ich dann noch den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Zerst&ouml;rung_der_CDU\">Videoblog von Rezo<\/a> miteinbeziehe, der ja AKK so wenig gefallen hat, das sie meinte man m&uuml;sste f&uuml;r Blogger so etwas wie Zensur einf&uuml;hren.<\/p>\n<p>Das war ein Punkt neben vielen, weshalb ich AKK f&uuml;r unqualifiziert halte, &uuml;berhaupt ein Amt auszu&uuml;ben. Wer meint Kritiker mit Zensur den Mund verbieten zu wollen, nicht f&auml;hig ist sich im Kabinett &uuml;ber Vorst&ouml;&szlig;e wie den Bundeswehreinsatz in Syrien abzusprechen und erst sagt, dass man nicht Mitglied des Kabinetts sein will und dann eben doch Verteidigungsministerin wird erf&uuml;llt nicht meine Vorstellungen an Integrit&auml;t, Zuverl&auml;ssigkeit und demokratischem Grundverst&auml;ndnis. Vor allem f&uuml;r was steht sie denn? Bei ihrer Einf&uuml;hrungsrede vor dem Bundesparteitag war dauernd nur von \u201eZukunft\u201c die Rede, aber was sie machen will \u2013 Fehlanzeige. Wie sie Ministerpr&auml;sidentin des Saarlandes werden konnte, ist mir ein R&auml;tsel, doch die haben ja auch Lavontaine gew&auml;hlt.<\/p>\n<p>Das gilt aber genauso f&uuml;r Merz. Wer abwechselnd gegen die Regierung poltert und dann wieder zur&uuml;ckrudert, sollte am Stammtisch bleiben und kein Amt bekleiden. Zudem habe ich Zweifel, dass er die Interessen der B&uuml;rger vertritt, wenn er im Aufsichtsrat von Black Rock sitzt und eine halbe Million Euro pro Jahr verdient. Man sieht das ja schon bei der Klientelpartei FDP bei denen die Abgeordnete so illustre Berufe wie Arzt, Jurist, Immobilienberater oder Wirtschaftsberater haben, also in der Regel Selbstst&auml;ndige mit hohem Einkommen und die seit Jahren nur die Interessen dieser Bev&ouml;lkerungsgruppe vertreten. Erst am Sonntag war die Generalsekret&auml;rin in Berlin direkt, wo sie verklausuliert sagte, warum ihre Partei gegen einen Mindestlohn ist, der f&uuml;rs Leben ohne staatliche Zusch&uuml;sse reicht. \u201eDieser (hohe) Mindestlohn w&uuml;rde verhindern, dass die Benachteiligten eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben\u201c. Sprich, es gibt Leute deren Arbeit ist keine 12 Euro\/Stunde wert.<\/p>\n<p>Interessanterweise scheinen sich die Anspr&uuml;che der W&auml;hler verschoben zu haben. Bei Schr&ouml;der hat man sich ja schon &uuml;ber Armani-Anz&uuml;ge aufgeregt, obwohl er die problemlos mit seinem Kanzlergehalt finanzieren konnte. Der Bundeskanzler verdient zwar nicht so viel wie ein Aufsichtsrat bei Black Rock, aber auch 283.000 \u20ac\/Jahr (auch wenn es zu Schr&ouml;ders Zeiten weniger war). Trotzdem meinte man damals, alleine deswegen das er sich was leistet, habe er die Interessen der \u201ekleinen Leute\u201c verraten, w&auml;hrend man bei Merz wohl schon a priori davon ausgehen kann, dass er das nicht tut, wie seine &Auml;u&szlig;erungen zu privaten Verm&ouml;gensvorsorge durch Aktienfonds zeigen. Denn wer kein Geld daf&uuml;r &uuml;brig hat, kann auch nicht vorsorgen.<\/p>\n<p>Die CDU gl&auml;nzt in meinen Augen vor allem durch Unt&auml;tigkeit und F&uuml;hrungsschw&auml;che. Fangen wir mal mit dem Ersten an. Es gibt ja eine Reihe von Problemen in Deutschland. Ich fange mal mit zwei Problemen, an die Dauerprobleme sind und typisch deutsche Probleme. Das eine ist die Abgrenzung des F&ouml;deralismus von dem Bund. Historisch bedingt haben die L&auml;nder bei uns viel Macht. Sie entscheiden &uuml;ber die Polizei, das Bildungswesen, Bauvorschriften etc. Heute haben wir es aber mit einer vernetzten Welt zu tun und die beschr&auml;nkt sich nicht nur auf Deutschland. Ein Paradebeispiel ist die Cyberkriminalit&auml;t. Server stehen im Ausland, wechseln oft auch den Standort und Webseiten und das Darknet sind weltweit verf&uuml;gbar. &Auml;hnlich ist es bei der Terrorismusbek&auml;mpfung. Jedes Bundesland hat seinen eigenen \u201eGeheimdienst\u201c, zus&auml;tzlich zu dem Bundesnachrichtendienst. Nach dem Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurde ja bekannt, dass der Attent&auml;ter in Nordrhein Westfalen unter &Uuml;berwachung stand, doch nach dem Wechsel nach Berlin waren die Beh&ouml;rden nicht mehr zust&auml;ndig und die Berliner erfuhren nichts davon. Bei uns aber ist Polizeiarbeit Landessache. Das kann auch so bleiben. Aber dann sollte man die Tatsachen, die man besser &uuml;berregional regelt, wie eben Terrorismusbek&auml;mpfung, Cyberkriminalit&auml;t, aber auch die Verfolgung von bundes- oder weltweit agierenden Unternehmen, auf die Bundesebene verlagern. Die kann ja im Gegenzug f&uuml;r die einzelnen Bereiche wieder Landeszentren einrichten, die dann f&uuml;r alle Bundesl&auml;nder verantwortlich sind und dann bekommt eben jedes gr&ouml;&szlig;ere Land ein solches Zentrum. Bei diesen Bereichen ist das nicht nur sinnvoll, sondern die einzige L&ouml;sung, oder will jedes Polizeipr&auml;sidium ihre eigene Cybercrime Abteilung errichten?<\/p>\n<p>Auch Bildung ist Landessache und das soll sie auch bleiben. Da aber die Menschen immer mobiler werden und so auch Schulen und Hochschulen wechseln bzw. woanders arbeiten als sie studiert haben ist es l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, die Bildungsabschl&uuml;sse zu standardisieren. Wenn schon Satiremagazine sich lustig &uuml;ber das Abitur in NRW und Berlin machen, dann wei&szlig; man, was im Argen liegt. Es muss doch m&ouml;glich sein einen Katalog aufzustellen, was jeder Bildungsabschluss an Inhalten vermittelt bekommen muss. Ebenso welchen Standard Pr&uuml;fungen erf&uuml;llen m&uuml;ssen. Extrembeispiele: Die Abiaufgaben kommen in einem Bundesland vom Lehrer selbst, behandeln also nur das, was er durchgekauft hat und wenn er schlau ist, nimmt er gerade die Fragen vorher genau durch und das Zentralabitur, wo auch die Lehrer erst eine Stunde vor der Pr&uuml;fung die Umschl&auml;ge &ouml;ffnen. Das kann man auch f&uuml;r die Hochschulen weiterziehen. Wobei ja schon heute es das Problem gibt, das die Studienf&auml;cher nicht zu den beiden Abschl&uuml;ssen Bachelor und Master passen. Als er bei der FH Esslingen (heute Hochschule Esslingen) der Bachelor eingef&uuml;hrt wurde, musste das Studium abspecken, da das Bachelorstudium 6 Semester dauert, der Diplom-Studiengang aber 8. Ein Praxissemester wurde gestrichen und die Diplomarbeit als ein Fach eingestuft, was verglichen mit dem Zeitaufwand nat&uuml;rlich eine Herabstufung bedeutet. Umgekehrt habe ich an der Dualen Hochschule unterrichtet und wei&szlig; das die Studenten dort, weil das Studium wirklich nur 6 Semester dauert, aber die H&auml;lfte der Zeit auf ein Praxisstudium in einem Betrieb, entf&auml;llt nie und nimmer auf die Zeiten kommen, die f&uuml;r die einzelnen Kurse eines Bachelors vorgesehen sind. Das wird dann so gel&ouml;st, das auf jede Unterrichtsstunde 1,4 Stunden f&uuml;r das Studium Zuhause angesetzt sind \u2013 daf&uuml;r haben die Studenten aber keine Zeit. Das w&auml;re also auch die Gelegenheit die Bildungsabschl&uuml;sse in den L&auml;ndern mehr anzugleichen.<\/p>\n<p>Zweites deutsches Dauerproblem: Vorschriften und B&uuml;rokratie. Seit es die BRD gibt, wahrscheinlich aber schon seit dem Kaiserreich, ist es so das jede Regierung neue Vorschriften einf&uuml;hrt. Aber die Alten werden nicht abgeschafft. Es wird immer komplizierter. Ein Hemmnis f&uuml;r den Bau sind z.B. 15.000 Bauvorschriften \u2013 1990 waren es noch 5.000, was auch schon zu viel ist. Das macht alles nur kompliziert und teuer. Nicht neu bei den Bauunternehmern, sondern auch den Bau&auml;mtern. Nun &uuml;berlegt man f&uuml;r den Bau von mehr sozialen Wohnungen einige Vorschriften au&szlig;er Kraft zu setzen. Warum nur daf&uuml;r? Wenn man sie nicht braucht, dann kann man sie ganz abschaffen denn Menschen sind Menschen und Mieter von Sozialwohnungen sind nicht Menschen zweiter Klasse. Es muss eine Abw&auml;gung geben zwilchen Nutzen und Aufwand.<\/p>\n<p>Man k&ouml;nnte das bei fast jeder Regelung weiterf&uuml;hren, dem Schilderwald der immer schlimmer wird oder der Steuererkl&auml;rung. Seit letztem Jahr muss ich als Selbstst&auml;ndiger mit geringem Einkommen ein weiteres Formular ausf&uuml;llen (Anlage EUR), die Formulierungen verstehe ich nicht und es steht nichts anderes drin als die Summe der einnahmen und Ausgaben. Als ich letztes Jahr eine R&uuml;cklage angab, daf&uuml;r gab es ja eine eigene Zeile im Formular, erfuhr ich von Finanzamt, das ich dazu eine Bilanz erstellen m&uuml;sste, aber das Formular EUR muss ja deswegen ausf&uuml;llen, weil ich nur eine Einnahme\/&Uuml;berschussrechnung durchf&uuml;hren muss (EUR: Einnahme-&Uuml;berschussrechnung). Also wie immer bei den Finanzen voll logisch. Dazu geh&ouml;ren auch solche Steuerl&uuml;cken wie die die diese Cum Ex Gesch&auml;fte m&ouml;glich machten oder der Mehrwertsteuerbetrug innerhalb der EU, indem man Waren hin und her verschiebt und sich die Mehrwertsteuer erstatten l&auml;sst, obwohl man nie welche bezahlt hat. Auch das ist ein Beispiel, das es in vielen Bereichen schon national nicht mehr geht. Dieser obige Betrug geht nur, weil nicht Staat A f&uuml;r Staat B die Mehrwertsteuer einziehen will oder darf. Man muss dazu nicht mal die S&auml;tze innerhalb Europas angleichen, sondern nur zusammenarbeiten. Merz hat ja mal seine \u201eSteuererkl&auml;rung auf dem Bierdeckel\u201c ins Spiel gebracht. Das scheint sowieso das einzige zu sein, was er jemals politisch fertiggebracht hat. Die Entr&uuml;mpelung des Steuerrechts, dessen viele Spezialvorschriften ja sowieso nur denen nutzen die diese ausnutzen k&ouml;nnen und das sind in der Regel nicht Arbeitnehmer und kleine Selbstst&auml;ndige, sondern die, mit h&ouml;herem und hohen Einkommen, w&auml;re l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Aber da nun Merz Black Rock vertritt und damit gerade einen Konzern, der von diesem Steuerdickicht profitiert, ist nicht damit zu rechnen. Zumindest habe ich in den letzten Jahren nix mehr davon geh&ouml;rt.<\/p>\n<p>Finanzgesetzgebung ist zudem v&ouml;llig unlogisch. So haben wir zwei Mehrwertsteuers&auml;tze, 7 % f&uuml;r Dinge, die man braucht wie Lebensmittel aber auch einige Toilettenartikel und 19 % f&uuml;r den Rest. Doch nicht systematisch. Auf B&uuml;cher gibt es 7 % MWSt, auf E-Books bis jetzt 19 % (soll nun angeglichen werden). Besonders paradox wird es bei der Gastronomie. Wer Fast-Food kauft, hat die Wahl, ob er es im Lokal isst oder mitnimmt. Neben der Plastikproblematik ist Letzteres auch f&uuml;r den Betreiber des Lokals g&uuml;nstiger: Essen, das serviert wird oder vor Ort verzehrt wird, wird mit 19 % besteuert, dasselbe Essen, das mitgenommen wird, z&auml;hlt als Lebensmittel mit 7 % Steuersatz. Besonders die FDP hat sich in den letzten Jahrzehnten hervorgetan im Rahmen ihrer Dauerforderung nach niedrigeren Steuern die Systematik zu durchl&ouml;chern, indem sie f&uuml;r einzelne Branchen Sonderreglungen einf&uuml;hrte, wie 2009 die Hotelsteuer.<\/p>\n<p>Inzwischen hat sich das Verordnungsdickicht zu einem echten Hemmnis entwickelt. Einige Beispiele, die mir spontan in den Sinn kommen: Es gibt 40 Mrd. an R&uuml;ckstellungen im Bundeshaushalt und in BW weitere 2 Mrd. im Landeshaushalt f&uuml;r Investitionen, die nicht abgerufen wurden. Ein Hauptgrund: die Kommunen haben nicht das Personal f&uuml;r die Planung eben, weil so viele Vorschriften erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen. Ein Windkraftbetreiber hat 2011 einen Antrag gestellt f&uuml;r eine Anlage. Genehmigt wurde er noch nicht, aber er ist inzwischen ung&uuml;ltig, weil die Schutzfrist abgelaufen ist \u2013 nun muss er einen Neuen stellen, weil sich inzwischen die Gesetzeslage ge&auml;ndert hat. Analoges gilt f&uuml;r den Pannenflughafen BER: er verz&ouml;gert sich auch deswegen, weil er noch nicht fertig ist, inzwischen aber neue Vorschriften f&uuml;r den Brandschutz von Neubauten gelten und da er noch nicht in Betrieb ist, muss er diese erf&uuml;llen, was die Fertigstellung weiter verz&ouml;gert.<\/p>\n<p>Die Regierung tut nichts um das zu verbessern, sondern f&uuml;hrt immer weitere b&uuml;rokratische H&uuml;rden ein. So im Klimapaket, das ja eigentlich die Umstellung auf umweltfreundliche Energien voranbringen sollte f&uuml;r Windkraftanlagen einen Mindestabstand von 1000 m zur n&auml;chsten \u201eSiedlung\u201c. Eine Siedlung sind nach diesem Gesetz &uuml;brigens 5 H&auml;user. Das eigene Umweltministerium mahnt an, dass wenn man noch die sowieso gesperrten Gebiete wie Biotope hinzunimmt, man praktisch keine Fl&auml;che mehr hat, auf der Windkraftanlagen nach dieser Verordnung mehr aufgestellt werden d&uuml;rfen. Entsprechend hat die Branche schon durch vorherige Auflagen in den letzten zwei Jahren 40.000 Arbeitspl&auml;tze verloren, doppelt so viele, wie vom Braunkohleausstieg betroffen sind \u2013 nur gibt es die eben in zig kleinen Firmen und nicht wenigen gro&szlig;en halbstaatlichen Konzernen.<\/p>\n<p>Okay, nun bin ich schon auf Seite 3 und ich denke ich mache morgen mit dem zweiten Hauptpunkt weiter: Nichtstun und Volkspartei der Gro&szlig;konzerne.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es rumort in der CDU. Nachdem sich Merz ja schon vor einigen Wochen in Stellung gebracht hat und meint die Regierungsarbeit w&auml;re \u201egrottenschlecht\u201c. Nun regt sich weiterer Widerstand. In BW gab es am letzten Wochenende gleich zwei Wortmeldungen. 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