{"id":14452,"date":"2019-12-11T10:34:52","date_gmt":"2019-12-11T09:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14452"},"modified":"2019-12-11T10:34:52","modified_gmt":"2019-12-11T09:34:52","slug":"das-unbemannte-mondprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/12\/11\/das-unbemannte-mondprogramm\/","title":{"rendered":"Das unbemannte Mondprogramm"},"content":{"rendered":"<p>Gerade l&auml;uft ja Artemis an, wird um die Gelder gefeilscht, die NASA m&ouml;chte 1 Mrd. Dollar im n&auml;chsten Haushaltsjahr, der Kongress hat nur 770 bewilligt. Doch das ist erst der Anfang. Gerade beim Mond sehe ich den Nutzen von Menschen besonders kritisch, weil man hier unbemannt viel mehr machen als bemannt. Was w&uuml;rden Menschen auf dem Mond machen? Sie w&uuml;rden wohl wie die Apollo-Astronauten Experimente auf der Mondoberfl&auml;che platzieren oder in ihr verankern, wie Sonden, die man zum Teil in den Boden rammt. Daneben w&uuml;rden sie Bodenproben sammeln und zur Erde zur&uuml;ckbringen und die Umgebung fotografieren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/6632109ccfd847cfa1984b83d033ee2b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Nichts davon k&ouml;nnte man nicht auch unbemannt erledigen und das wurde auch schon in den vergangenen Jahren demonstriert.<\/p>\n<p>Was beim Mars f&uuml;r eine bemannte Landung spricht, ist das dort mit Robotern alles sehr lange dauert oder unselektiv ist. Das liegt aber auch zum Teil an der Vorgehensweise. Heute wird eine Route, die ein Rover auf dem Mars zur&uuml;ckgelegt genau geplant und er f&auml;hrt dann eine kurze Strecke dann wird die neue Umgebung aufgenommen, festgelegt, was als N&auml;chstes gemacht wird, eventuell folgen Untersuchungen oder es wird das n&auml;chste Wegst&uuml;ck geplant. So kommen die Rover nur langsam vorw&auml;rts. Curiosity ist heute 2610 Sols (Marstage) aktiv und hat 21,53 km zur&uuml;ckgelegt, also nicht mal 10 m im Durchschnitt pro Tag. Wir haben auf der Erde aber schon autonom fahrende unbemannte Ger&auml;te, die in W&uuml;sten unterwegs sind und dann viel gr&ouml;&szlig;ere Strecken zur&uuml;cklegen. Mit etwas mehr Autonomie und mehr Vertrauen in die Rover w&uuml;rde man auch beim Mars mehr Strecke zur&uuml;cklegen k&ouml;nnen. Woran man leider nichts &auml;ndern kann, ist die Funklaufzeit. Wenn man einen Stein mit den Instrumenten untersucht und die Daten \u201esofort\u201c sendet (was wegen der Transfers der Daten &uuml;ber die Marsorbiter auch nicht der Fall ist) sind die Ergebnisse erst nach Minuten bei der erde und selbst wenn man dann sofort sagen kann, das man den Stein nicht weiter untersuchen will geht die Laufzeit noch mal drauf, bis der Rover das erf&auml;hrt. Bei Aktionen die diffizil sind, wie das Nehmen von Bodenproben, wird man diese daher in viele Teilschritte zerlegen, mit Halts dazwischen und das dauert dann Tage.<\/p>\n<p>Auf dem Mond ist es anders. Er ist immer in Empfangsbereich einer der Antennen des Deep Space Networks. Er ist so nahe, dass die Funklaufzeit von (hin und zur&uuml;ck) von 3 s so klein ist, das man den Rover auch direkt von der Erde aus steuern kann. Das wurde schon in den Siebzigern von Russland demonstriert. Die geringe Distanz w&uuml;rde es zulassen, das man die Daten sogar als Videostream &uuml;bertr&auml;gt und nicht nur als Standbild. Das erlaubt die Steuerung in einer VR-Umgebung wenn man zwei Kameras f&uuml;r das Stereosehen montiert. Bisher gab es nur die beiden Lunochods als Vorbild. Obwohl die in ihren F&auml;higkeiten recht eingeschr&auml;nkt waren, legten sie 10,5 und 37 km zur&uuml;ck. Das zweite Lunochod schaffte trotz k&uuml;rzerer Lebensdauer viel mehr Strecke, weil ein Nachteil des Ersten war, das die Kameras auf Knieh&ouml;he waren, sodass man nicht weit sah und immer nur kurze Strecken fahren konnte. Beim zweiten Lunochod waren sie h&ouml;her, aber auch noch nicht auf dem Niveau das sie bei den Marsrovern haben, wo sie sich in Augenh&ouml;he oder sogar noch h&ouml;her befinden und so sieht man viel weiter, kann Hindernisse rechtzeitig vorher erkennen und umfahren. Die Planung ist viel einfacher, die Geschwindigkeit kann h&ouml;her sein. Ich denke ein von der Erde gesteuerter Rover w&auml;re in etwa so schnell unterwegs wie ein Mensch. Technisch w&auml;re das auch kein Problem, zumindest am Tag liefern Solarzellen auf dem Mond gen&uuml;gend Strom und nachts w&auml;re er dann inaktiv, ein RTG wie bei Curiosity w&uuml;rde gen&uuml;gend Strom und Abw&auml;rme f&uuml;r das &Uuml;berleben liefern.<\/p>\n<p>Ich halte Curiosity f&uuml;r eine gute Vorgabe f&uuml;r einen Mondrover. Die Anforderungen sind &auml;hnlich. Auch die Fernerkundungsinstrumente sind einsetzbar, nur auf die Untersuchungen in Situ w&uuml;rde man verzichten bzw. auf Instrumente, die lange Analysenzeiten brauchen wie DAN oder die mit der Atmosph&auml;re zu tun haben, wie REMS w&uuml;rde man verzichten. Ziel eines solchen Mondrovers w&auml;re es prim&auml;r, Bodenproben zu sammeln. Um die Interessanten zu finden, nutzt man die Instrumente, die schon Curiosity hat und die per Spektrum oder Plasmaanalyse die chemische und mineralogische Zusammensetzung eines Felsens bestimmen. Mit neuen Werkzeugen an der Hand entnimmt man dann Proben, die man in Beh&auml;lter bringt, die es auf dem Deck oder im Innern gibt. Durch die M&ouml;glichkeit der Vorauswahl ist ein Rover sann sogar einem Menschen &uuml;berlegen, der sich auf den augenscheinlichen Eindruck verlassen muss.<\/p>\n<p>Sofern die Mission gen&uuml;gend Masse &uuml;brig hat, die man landen kann, k&ouml;nnte man mit dem Arm, der auch eine Greifhand tragen m&uuml;sste, Experimente auch auf der Mondoberfl&auml;che platzieren oder im Boden versenken, z. B. mit einem Bohrer. Alternativ landet eine zweite Mission diese Experimente und der Rover f&auml;hrt zu diesem zweiten Lander, l&auml;dt sie aus und platziert sie.<\/p>\n<p>Was man dann noch braucht, ist eine zweite (oder dritte) Sonde, welche die vorher gesammelten Bodenproben zur Erde zur&uuml;ckbringt. Schon wegen des Gewichts w&uuml;rde ich eine eigene Mission vorschlagen. Daneben spricht auch der verf&uuml;gbare Platz (auf einer Landeplattform hat entweder ein Rover oder eine R&uuml;ckkehrstufe platz) daf&uuml;r sprechen, die beiden Missionen zu trennen. Zuletzt kann der Rover lange Bodenproben sammeln, ein gro&szlig;es Gebiet durchqueren, das Menschen wegen der zeitlichen Begrenzung nicht k&ouml;nnen und man muss die Bergungsmission erst starten, wenn man alle Proben hat. Diese hat aber Treibstoffe, die nicht w&auml;hrend der Mondnacht ausfrieren sollten. Die Proben werden wohl \u2013 das ist der Nachteil einer robotischen Mision \u2013 eher klein sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Roboter gro&szlig;e Felsbrocken platzsparend in einer engen R&uuml;ckkehrkapsel verstauen kann. F&uuml;r die Analyse, die aber mit Staub auskommt, ist das aber nur bedingt von Nachteil. Immerhin: es gibt heute Roboter die haben eine Greifhand wie ein Mensch und mit zweien dieser Arme und Fernlenkung k&ouml;nnte ich mir vorstellen, dass auch das Handling mit gr&ouml;&szlig;eren Brocken klappt. Auf der Erde w&uuml;rde dann jemand mit einer VR-Brille die Szene sehen und mit seinen Bewegungen die Hand steuern. Wenn er langsam genug ist \u2013 alles dauert ja 3 Sekunden, bis man die R&uuml;ckmeldung hat, dann klappt das sicher. Vielleicht dauert das Verstauen eines Felsens so 1 Stunde anstatt einer Minute, doch Zeit hat man ja. Diesselbe Technik w&uuml;rde man auch beim Fahren und dem sonstigen Handling einsetzen. Zumindest von der ISS aus hat man schon einen Roboter in einem Labor auf der Erde aus <a href=\"https:\/\/www.ingenieur.de\/technik\/fachbereiche\/raumfahrt\/astronaut-iss-lenkt-weltraum-internet-mars-rover-erde\/\">gesteuert<\/a> und das noch ohne VR-Umgebung. Die Technik funktioniert also.<\/p>\n<p>Kurz: ich denke alles was Astronauten tun k&ouml;nnten geht auch mit Robotern. Nicht so schnell, aber Zeit ist bei Robotern nicht das Problem, davon hat man mehr als genug. Anders als bei Menschen die nach einigen Stunden wieder in eine Atmosph&auml;re m&uuml;ssen und dann ausruhen. Bei Robotern k&ouml;nnte man Tag und Nacht abreiten, wobei sich die Kontrolleure im Schichtsystem abwechseln. Zudem k&ouml;nnen sie problemlos mehrere Mondtage auf dem Mond arbeiten.<\/p>\n<p>Ich will die Mission nicht genau durchplanen, aber eine Massen- und Kostenabsch&auml;tzung machen. Unter Annahme der Vulcan als Tr&auml;gerrakete \u2013 sie d&uuml;rfte aktuell sein, wenn man jetzt mit den Planungen beginnt, die Delta 4 wird dagegen ausgemustert und die Falcons sind ja dann durch das Starship mit unbekannter Mondnutzlast ersetzt \u2013 komme ich auf folgende TLI-Nutzlasten:<\/p>\n<ul>\n<li>Vulcan 2 Booster: ~ 5,1 t<\/li>\n<li>Vulcan 6 Booster: ~ 11 t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da die Stufenmassen unbekannt sind und ich von den GTO-Nutzlasten extrapolieren musst,e gehe ich im folgenden von 5 t bzw. 10 t Masse aus. Fliegt der Lander das Apollo-Profil, so braucht er ein dV von 3200 m\/s. Beim einem Voll-\/Leermasseverh&auml;ltnis von 5, das hatte auch der Apollo LM betr&auml;gt die Nutzlast dann auf dem Mond (spezifischer Impuls des Haupttriebwerks: 3150 m\/s) :<\/p>\n<ul>\n<li>Vulcan 2 Booster: ~ 1 t<\/li>\n<li>Vulcan 6 Booster: ~ 2,2 t<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ist der Worst Case. Schon 200 m\/s kann man einsparen, wenn man die energie&auml;rmste Bahn zum Mond nimmt, anstatt wie bei Apollo eine mit einem hohen Apog&auml;um aber k&uuml;rzerer Reisezeit. Weiterhin waren 7 % des Treibstoffs bei Apollo f&uuml;r die Interaktion der Besatzung reserviert, die bei einer automatischen Landung wegfallen w&uuml;rde. Ber&uuml;cksichtigt man beide Faktoren, so w&uuml;rde die Nutzmasse auf 1,4 t bzw. 3 t ansteigen. Bei einer direkten Landung sieht es nicht besser aus. Mit dem AJ10 Triebwerk w&uuml;rden 1,2 bzw. 2,1 t landen \u2013 das AJ10 ist einfach zu schubschwach f&uuml;r eine direkte Landung. Bei der Landung aus einem Orbit aus muss man w&auml;hrend des gr&ouml;&szlig;ten Teils der Landung dagegen nicht gegen die Schwerkraft ank&auml;mpfen und der Schub kann geringer sein.<\/p>\n<p>Selbst 1 t w&auml;re aber ausreichend f&uuml;r einen gut best&uuml;ckten Rover. Curiosity wog bei der Landung 900 kg, man k&ouml;nnte also 100 kg mehr landen, was ein Polster f&uuml;r &Auml;nderungen ist, umgekehrt fallen auch Experimente weg, die das Gewicht dann verringern.<\/p>\n<p>Bei der R&uuml;ckkehr f&auml;llt in etwa dasselbe dv an, wie viel Gastein man dann zur Erde transportieren kann, h&auml;ngt mehr von der Masse ab die das restliche System wiegt, also die Avionik und Landekapsel. Die Kapsel von OSIRIS-REx wiegt 46 kg, rechnet man dann noch 54 kg f&uuml;r die Avionik hinzu und einen Faktor von 6 f&uuml;r das Antriebssystem so erh&auml;lt man bei einem dV von 3100 m\/s das man mindestens 100 kg zus&auml;tzlich zuladbare Masse hat \u2013 so viel Gestin gehen in die kleine Kapsel gar nicht rein. Eine gr&ouml;&szlig;ere Kapsel wiegt aber mehr und reduziert dann wieder die Restmasse. Nimmt man ein Drittel der Kapselmasse als \u201eechte Nutzlast\u201c sprich Gestein in Beh&auml;ltern, so kommt man auf etwa 30 bis 50 kg die so pro Mission zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Anders als beim Mars m&uuml;sste man keine Kopplung im Orbit durchf&uuml;hren, man k&ouml;nnte direkt zur Erde starten, allerdings Wahrscheinloch &uuml;ber einen Mondorbit als Zwischenstation, da direkte R&uuml;ckstartbahnen die Zone, wo eine Landung m&ouml;glich ist, stark einschr&auml;nken.<\/p>\n<p>Ein solches Programm wird nicht preiswert sein. Vergleiche mit den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/luna.shtml\">Lunas<\/a> die auch Gestein bargen sind wenig sinnvoll, weil deren Auslegung doch ziemlich primitiv war. Sie konnten nur direkt an der Landestelle unselektiv Bodenproben entnehmen, immerhin mit einem Bohrer aus deutlicher Tiefe. Aber selbst wenn das Programm mehrere Milliarden kostet, ist das billig gegen&uuml;ber einem bemannten Programm. NASA\u2018s erste Sch&auml;tzung f&uuml;r ARTEMIS liegt bei 20 bis 30 Mrd. Dollar, Bridistine sch&auml;tzt, dass man durch \u201e<a href=\"https:\/\/spacenews.com\/artemis-cost-estimate-wont-be-ready-until-2020\/\">kommerzielle Zusammenarbeit<\/a>\u201c unter 20 Mrd. kommt. Ich halte das f&uuml;r viel zu wenig. Es kostete den US-Steuerzahler alleine 10 Mrd. Dollar, zwei kommerzielle Vehikel f&uuml;r den Kurzzeit-Mannschaftstsransport zur ISS zu entwickeln. Die Technologie daf&uuml;r hat sich seit Mercury nicht wesentlich ge&auml;ndert. Nun soll man mit dem doppelten Geld nicht nur einen Mondlander, sondern das Gateway, Experimente, Anz&uuml;ge und eine Oberstufe f&uuml;r die SLS entwickeln? Alleine die SLS k&ouml;nnte 1,6 bis 2 Mrd. Dollar pro Mission kosten. Curiosity kostete 2,5 Mrd. Dollar, allerdings auch wegen Zeit&uuml;berschreitungen, der Nachbau, der n&auml;chstes Jahr startet, ist daher (trotz Inflation da 10 Jahre sp&auml;ter gebaut) billiger mit 2,1 Mrd. Dollar, die Kosten kommen auch durch die vielen neuen Experimente zustande. Im Allgemeinen ist der identische Nachbau einer Sonde f&uuml;r weniger als die H&auml;lfte des ersten Exemplars zu haben. Die R&uuml;ckkehrstufe ist dagegen einfacher aufgebaut. Sie besteht im Prinzip nur aus zwei Raketenstufen, einer kleinen Kapsel und Avionik. Sie m&uuml;sste f&uuml;r den Preis einer Mittelklasse-Raumsonde zu haben sein. Ich w&uuml;rde 800 Mill. Dollar f&uuml;r das erste Exemplar und 400 Millionen f&uuml;r das n&auml;chste ansetzen. Dazu k&auml;me noch der Start (beim Rover schon mit drin). So s&auml;he meine Gegenrechnung aus:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"85*\" \/>\n<col width=\"85*\" \/>\n<col width=\"85*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"33%\"><\/th>\n<th width=\"33%\">Unbemannt<\/th>\n<th width=\"33%\">Artemis<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Erste Mission<\/td>\n<td width=\"33%\">3100 Mill. Dollar<\/td>\n<td width=\"33%\">3000 + Mill. Dollar (alleine 2000 f&uuml;r SLS)<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Folgemission<\/td>\n<td width=\"33%\">2000 Mill. Dollar<\/td>\n<td width=\"33%\">3000<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Entwicklungskosten<\/td>\n<td width=\"33%\">Oben mit enthalten<\/td>\n<td width=\"33%\">20.000 bis 30.000 Mill. Dollar<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In der Summe erh&auml;lt man die nicht ganz neue Weisheit, das wenn man etwas bemannt durchf&uuml;hrt, es erheblich teurer ist als unbemannt (auch f&uuml;r CCDeV gab die NASA mehr als zehnmal so viel Geld f&uuml;r COTS aus). Einen Unterschied vom Faktor 10 f&uuml;r das Gesamtprogramm w&uuml;rde ich auch hier ansetzen. Klar man hat dann noch h&uuml;bsche Bilder von herumf&uuml;hrenden Astronauten. Aber Apollo lehrt auch: die sind nur beim ersten Mal interessant, dann verschwindet das Publikumsinteresse rasch und die NASA strich daher die letzten drei Missionen, obwohl sie die Hardware daf&uuml;r bezahlt hatte.<\/p>\n<p>Aber das Problem ist ja das alte: \u201eYou get no bucks without Buck Roger\u201c. Sprich: Die Politik ist gerne bereit Milliarden f&uuml;r ein bemanntes Programm auszugeben, aber nicht einen Bruchteil der Summe f&uuml;r ein unbemanntes Programm, das dasselbe leistet. Man muss sich nur ansehen, was die NASA seit Ende des Apollo-Programms f&uuml;r Mondmissionen durchf&uuml;hrten \u2013 da hat inzwischen sie sogar China &uuml;berholt, obwohl die erst 2007 mit ihrer ersten Mission begannen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade l&auml;uft ja Artemis an, wird um die Gelder gefeilscht, die NASA m&ouml;chte 1 Mrd. Dollar im n&auml;chsten Haushaltsjahr, der Kongress hat nur 770 bewilligt. Doch das ist erst der Anfang. Gerade beim Mond sehe ich den Nutzen von Menschen besonders kritisch, weil man hier unbemannt viel mehr machen als bemannt. 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