{"id":14498,"date":"2020-01-02T00:41:50","date_gmt":"2020-01-01T23:41:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14498"},"modified":"2020-01-03T08:10:23","modified_gmt":"2020-01-03T07:10:23","slug":"die-entscheidung-beim-ibm-pc-gegen-den-mc-68000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/01\/02\/die-entscheidung-beim-ibm-pc-gegen-den-mc-68000\/","title":{"rendered":"Die Entscheidung beim IBM PC gegen den MC 68000"},"content":{"rendered":"<p>Als IBM 1980 an die Planung des IBM PC gingen, standen am Anfang grundlegende Designentscheidungen. Recht bald war klar, das der neue PC einen 16-Bit-Mikroprozessor haben sollte. Das war naheliegend, weil es zu dem Zeitpunkt schon etliche eingef&uuml;hrte 8 Bit Mikrocomputer gab \u2013 in den USA als Hauptabsatzmarkt dominierten Apple II, Tandy TRS-80 und die Commodore CBM Serie. Ein neuer PC von IBM w&uuml;rde mit diesen verglichen werden und wenn er hier den k&uuml;rzeren ziehen w&uuml;rde, dann w&auml;re das nicht gut. Mit einem neuen Prozessor w&auml;re man dagegen in einem anderen, noch neuen, Marktsegment angesiedelt und k&ouml;nnte sogar mit den Vorteilen eines 16 Bitters werben. Nebenbei hatte IBM schon einen Rechner auf Basis des Intel 8085 in der Entwicklung, das System\/23 Datamaster und der lief nicht so besonders gut.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/bceae44af54a41b8bb20a3a00e3dbb87\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Zu dem Zeitpunkt als IBM den IBM PC entwarf, gab es nur wenige 16 Bit CPUs auf dem Markt. Das waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Der TMS 9995, ein Nachfolger des TMS 9900 im Texas Instruments Ti 99\/4A<\/li>\n<li>Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/8086.shtml\">Intel 8086<\/a> und sein auf 8 Bit Datenbus reduziertes Pendant 8088<\/li>\n<li>Der Motorola 68000<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es gibt nun die Legende, das IBM den Motorola 68000 sehr bald aussortierte, weil er zu leistungsf&auml;hig gewesen w&auml;re, IBM sich so selbst Konkurrenz gemacht h&auml;tte. Bill Gates meint, das er Intel &uuml;berzeugt habe den 8086 zu nehmen. (Allerdings wurde dann der 8088 eingesetzt). Die Manager, die daf&uuml;r verantwortlich waren, bestreiten beides. Nach offizieller Verlautbarung wurde der MC 68000 sehr bald aussortiert, weil er damals neu auf dem Markt war. Er war der j&uuml;ngste des Trios. Es gab noch zahlreiche Kinderkrankheiten mit dem Prozessor, die allerdings bis der IBM PC ein Jahr sp&auml;ter tats&auml;chlich erschien, ausger&auml;umt waren. F&uuml;r IBM aber mit dem Anspruch, den sie bei anderen Rechnern hatten, dass sie vielleicht nicht die leistungsf&auml;higste und technisch neueste Hardware auslieferten, diese aber sehr zuverl&auml;ssig war, war dies ein wichtiger Punkt. Was f&uuml;r den 8088 und TMS 9995 sprach, war das beide einen 8-Bit-Bus hatten. Das vereinfachte den Systemaufbau deutlich. Die Datenbusse f&uuml;hrten beim IBM PC ja nicht nur zu den RAM-Bausteinen, von denen man 16 anstatt acht brachte, sondern auch den Erweiterungsteckpl&auml;tzen. Diese kamen so weniger Pins und weniger Leitungen auf dem Mainboard aus. Daneben konnte bei beiden Prozessoren auch 8 Bit Peripheriebausteine einsetzen, so nutzte IBM die Zusatzbausteine des 8080 f&uuml;r die parallele und serielle Ausgabe. Diese wurden in gro&szlig;en Mengen produziert, weil etliche <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/z80.shtml\">Z80<\/a> und 8080 Computer sie einsetzten und sie waren billig. Dieser Gesichtspunkt war dann auch wesentlich f&uuml;r die Wahl des 8088 und nicht des 8086. Es gelang n&auml;mlich beim Vorg&auml;ngermodell 5120 nicht, dieses preiswert zu produzieren. Die kleinste Version kostete 9000 Dollar, eine typische Arbeitskonfiguration 13.500 Dollar. Selbst das schon zum Teil aus Nicht-IBM Teilen aufgebaute System\/23 Datamaster kostete 5.490 Dollar und damit mehr als das doppelte eines CP\/M Systems mit demselben Prozessor.<\/p>\n<p>Hinsichtlich Performance lagen TMS 9995 und 8088 gleichauf. Texas Instruments hatte aus dem Einsatz des TMS 9900 auf dem <a href=\"\/TI994a-intern.shtml\">Ti 99\/4A<\/a> gelernt. Der Prozessor wurde schon 1976 entwickelt, als RAM noch schneller als die Prozessoren war und so sparten sich die Entwickler die Register im Prozessor weitestgehend ein und nahmen einen Zeiger, mit dem man im RAM 16 Workspace Register ansprechen konnte und die 16 Register konnte man leicht wechseln, sodass in der Summe der Prozessor 256 Register im RAM ansprechen konnte. Die Geschwindigkeit von RAM wurde aber kaum gesteigert (Die RAS-CAS Delay Zeit betrug 1977 beim 4116 RAM (16 KBit) 50 ns, heute sind bei DDR4 RAM 8,9 ns, also nur etwa die sechsfache Geschwindigkeit &uuml;blich). Die TMS 9995 erhielt so internes RAM f&uuml;r den Workspace und durch eine Pipeline und einen so h&ouml;heren Takt von 10 MHz war sie deutlich schneller als der TMS 9900. In Benchmarks war sie mit dem 8086 bei 8 Mhz vergleichbar, bei kompakterem Code. Das die TMS 9995 nur 64 KByte adressieren kann, spielte offenbar keine Rolle, denn der Computer sollte urspr&uuml;nglich mit nur 16 KByte RAM erscheinen.<\/p>\n<p>F&uuml;r Intel sprach, das man schon einen PC auf Basis des 8085 gebaut hatte und das Intel auf den Wunsch nach Second-Source Quellen einging. Sprich: Intel vergab an andere Firmen wie Siemens, National Semiconductor, Harris oder AMD die Lizenz den 8088 zu fertigen, im <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2019\/12\/18\/der-ibm-pc-junior\/\"> IBM Pcjr <\/a>steckte z.B. ein Prozessor von AMD. So war IBM nicht von einem Hersteller abh&auml;ngig.<\/p>\n<h3>Low End PC<\/h3>\n<p>Genommen hat man den 8088, der erst nach dem 8086 erschien, und dann auch nur mit 5 MHz getaktet war. Das Letztere sparte zum einen Geld f&uuml;r teure RAMs, die man f&uuml;r 8 MHz Takt braucht und zum anderen sind die 8 Bit Zusatzbausteine auch nicht f&uuml;r den hohen Takt ausgelegt. Um weitere 50 ct f&uuml;r einen zweiten Quarz f&uuml;r die Erzeugung des NTSC-Signals (es war ein TV-Tuner mit eingebaut) wurde der Takt sogar nur bei 4,77 MHz angesetzt, so konnte man Prozessortakt und NTSC Takt durch Teilung aus einem 14,32 MHz Takt erzeugen.<\/p>\n<p>Der IBM wie er 1981 erschien war in meinen Augen auch mehr ein Verwandter zu einem Heimcomputer als zu den Business PC der 8 Bit &Auml;ra wie dem Apple II, Commodore CBM 30xx System oder Tandy TRS 80, denn das Basisger&auml;t hatte als Anschl&uuml;sse:<\/p>\n<ul>\n<li>Tastatur<\/li>\n<li>Kassettenrekorder<\/li>\n<li>TV<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sollte mit 16 KB RAM auskommen, doch da das zu der Zeit schon Heimcomputer hatten und die Konkurrenz 32 bis 48 KByte RAM, wurde es mit 64 KByte best&uuml;ckt, eine zweite leere Reihe lies die Aufr&uuml;stung auf 128 KByte zu. Das ROM enthielt einen BASIC-Interpreter von Microsoft, wie bei anderen Heimcomputern (es gab auch schon Business Computer, die ohne Interpreter kamen und die von Diskette <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\"> CP\/M<\/a> booteten, sie kamen mit einem kleinen ROM BIOS aus). Der BASIC Interpreter konnte nat&uuml;rlich auch nur auf Kassetten schreiben und lesen.<\/p>\n<p>F&uuml;r den Einsatz in einem B&uuml;ro, z.B. als Textverarbeitungssystem musste man mindestens hinzukaufen:<\/p>\n<ul>\n<li>Einen Monochrommonitor<\/li>\n<li>Eine MGA-Karte f&uuml;r die Darstellung von Text auf dem Monitor (MGA: Monochrome Graphics Adapter)<\/li>\n<li>Einen Diskettenkontroller<\/li>\n<li>Ein, besser zwei Diskettenlaufwerke (die ersten Laufwerke speicherten aufgrund eines Fehlers in MS-DOS nur 180 KByte, obwohl die Laufwerke 360 KByte pro Diskette konnten)<\/li>\n<li>Disketten Betriebssystem PC-DOS<\/li>\n<li>Einer Karte mit einer parallelen Schnittstelle<\/li>\n<li>Ein Matrixdrucker<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das hob den Preis, der schon beim Grundger&auml;t bei 1.600 Dollar lag auf 4.500 Dollar hoch. Ein Apple II vergleichbar, wenn man die Usability nimmt, die Prozessoren kann man ja nicht direkt vergleichen, kostete aber bei vergleichbarer Ausstattung nur die H&auml;lfte. So schaltete Apple auch Anzeigen mit dem Spruch \u201eWelcome IBM \u2013 seriously\u201c.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left;\" src=\"\/img\/apple-ibm.jpeg\" alt=\"Apple anzeige\" width=\"974\" height=\"735\" \/><\/p>\n<p>IBM schadete auch dem Absatz der 8 Bittern nicht, einfach weil diese sich an andere Kunden wendeten \u2013 denen die weniger auf die Marke als das Preis-\/Leistungsverh&auml;ltnis schauten. Das waren Privatpersonen, Selbstst&auml;ndige oder Ingenieure. IBM war daf&uuml;r gut Vertreten in Unternehmen, die schon Computer von IBM einsetzten. Zu der Zeit liefen auch noch gut andere Rechner auf Basis des 8086 die bei gleichem Preis wie der IBM PC mehr konnten die der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sirius_I\">Victor Sirius<\/a> (echter 8086, Floppys mit mehr Speicher, hochaufl&ouml;sende Grafik) oder<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rainbow_100\"> DEC Rainbow<\/a> (Doppelprozessorsystem 8088 und Z80). Erst mit dem IBM PC XT, bei dem man dazu gelernt hatte und nun 128 KByte auf der Platine untergebracht (erweiterbar auf 256 Kbyte und ein Festplattenlaufwerk samt Controller verbaut. Das war 1983, und ab da setzte sich der IBM PC XT durch, wobei dies auf Kosten der 16 Bit Konkurrenten ging. Es dauerte bis 1986, bis selbst IBM PC kompatible auf das Preisniveau von 8 Bit Maschinen gesunken waren. Die 16 Bit Konkurrenten waren betroffen, weil aufgrund der Langsamkeit des 8088 immer mehr Programme f&uuml;r MS\/PC-DOS direkt auf die Hardware zugriffen unter Umgehung des DOS und BIOS. Die liefen aber dann nur noch auf dem IBM PC und kompatiblen nicht auf den \u201enur\u201c MS-DOS Kompatiblen.<\/p>\n<p>Aber zur&uuml;ck zum Thema: Ich denke es ist klar an der Auslegung des IBM PC mit seiner Armut an Schnittstellen, Beschr&auml;nktheit von Speicher und Geschwindigkeit sich als 8 Bit Konkurrent etabliert hat. Trotzdem war er sehr teuer. Wenn IBM einen Rechner rund um den 68000 gebaut h&auml;tte, er w&auml;re ziemlich teuer gewesen und sicher kein PC mehr \u2013 es gab ja auch teure PCs, sogar in der 8 Bit Welt. Mit einer Festplatte, viel RAM konnte man damals auch 20.000 DM f&uuml;r einen PC ausgeben. Nur verkauften diese sich eben nur in kleinen St&uuml;ckzahlen.<\/p>\n<p>Ich habe mir IBMs Produktpalette \u201enach unten\u201c angesehen. Unterhalb der Gro&szlig;rechner hatte IBM in der Tat kleinere Rechner, doch selbst die waren weder kompakt noch billig. Es waren keine Rechner f&uuml;r eine Person von \u201enormaler Gr&ouml;&szlig;e\u201c, wie viele Minicomputer, sondern kleine Versionen ihrer Gro&szlig;rechner die eben nicht 100 sondern nur vier oder acht Terminals bedienten. Ein typischer \u201eMinicomputer\u201c von IBM war das System\/34, das f&uuml;r bis zu 14 Terminals ausgelegt war und in der Basisausf&uuml;hrung ein Schrank mit bis zu vier Plattenlaufwerken. Selbst bei einem \u201eSingle User System\u201c wie das System\/32 war die CPU so gro&szlig; wie ein Schreibtisch hatte nur 16 bis 32 KByte Speicher und keinen Bildschirmarbeitsplatz, sondern eine Typenradschreibmaschine als Terminal. Verglichen mit diesem System 32 war ein IBM PC schon fortschrittlich und bei Mietkosten von 1000 Dollar pro Monat f&uuml;r das System\/32 schon bezahlbar. Auf der anderen Seite reichte die Leistung nicht aus ein System 34 zu ersetzen, das &uuml;ber Festplatten verf&uuml;gte und mehrere User bedienen konnte. Die oben erw&auml;hnten Rechner als \u201ePC\u201c waren durch die Verwendung von IBM Hardware dann auch nie billig und konnten sich am Markt nicht durchsetzen, weshalb man ja den IBM PC auf Basis von Teilen entwickelte, die jeder Hersteller auf dem freien Markt kaufen konnte.<\/p>\n<p>Ein Computer mit der MC 68000 CPU w&auml;re vielmehr eine Bedrohung f&uuml;r den Minicomputermarkt gewesen, in dem sich andere Firmen wie DEC, General Data oder HP tummelten. Doch auch diese fertigten billiger als IBM und m&uuml;ssten sich so keine Sorgen machen. Nach offiziellen <a href=\"http:\/\/performance.netlib.org\/performance\/html\/dhrystone.data.col0.html\"> Benchmarks<\/a> hat eine 68000 CPU in etwa die Geschwindigkeit eines PDP 11\/70, wenn sie mit 10 MHz getaktet ist, bei 8 MHz Takt, die Geschwindigkeit einer VAX 11\/750, allerdings nicht deren Features wie virtuellen Speicher und volle 32 Bit Architektur. Daher habe ich die PDP 11\/70 als Vergleich f&uuml;r den MC 68000 genommen. Die PDP 11\/70 kostete 1975 80.000 Dollar, allerdings gab es <a href=\"https:\/\/www.computerwoche.de\/a\/dec-erweitert-leislungsbereich-nach-oben,1167788\"> 1985 das Nachfolgemodell<\/a> PDP 11\/84 mit der gleichen Leistung f&uuml;r einen Drittel des Preises. 1981, das Erscheinungsjahr des IBM PC liegt zeitlich genau in der Mitte, nehmen wir also die H&auml;lfte des Preises an, 40.000 Dollar. Die Speichergr&ouml;&szlig;e einer PDP 11\/70 betrug etwa 1-2 MByte. Als Vergleich f&uuml;r die MC 68000 Architektur kann man die erste Sun nehmen, die auf diesem Prozessor basierte. Sie erschien<a href=\"https:\/\/www.computerhistory.org\/revolution\/computer-graphics-music-and-art\/15\/218\/615\"> 1982 mit 256 KByte Speicher<\/a> und kostete 8.900 Dollar. Das ist nun weniger Speicher, aber die Sun konnte auch auf 2 MByte aufger&uuml;stet werden.<\/p>\n<p>Selbst wenn dies den Preis verdoppelt h&auml;tte (basierend auf dem Preis der damals f&uuml;r Speichererweiterungen bei Heimcomputern verlangt wurde h&auml;tte es etwa 3.900 Dollar gekostete), w&auml;re die Sun nur halb so teuer wie die PDP 11 gewesen. Die Sun, aber auch andere Rechner von Silicon Graphics und HP waren die ersten Workstations \u2013 so leistungsf&auml;hig wie ein Minicomputer, aber anders als dieser kompakter, so gro&szlig; wie ein PC und mit einem hochaufl&ouml;senden Bildschirm. Gedacht vor allem f&uuml;r grafische Aufgaben \u2013 die Sun 1 hatte eine Aufl&ouml;sung von 1024 x 800 in Monochrom und 640 x 480 in 256 Farben \u2013 der IBM PC leistete zu der Zeit nur 320 x 200 Pixel in 4 Farben machten sie Minicomputern Konkurrenz da sie deren Leistungsf&auml;higkeit hatten, aber anders als diese hervorragende Grafik. Sie waren mit IBM \u201eentry Segment\u201c Rechnern nicht zu vergleichen diese waren alle textbasiert und verf&uuml;gten auch nicht &uuml;ber Multitasking Betriebssystem wie UNIX.<\/p>\n<p>Wenige Jahre sp&auml;ter brachte IBM den IBM PC AT heraus. Mit 1 MByte RAM, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80286.shtml\"> 80286<\/a> Prozessor lag er von der Leistungsf&auml;higkeit in dem Bereich einer <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Sun-1\">Sun 1<\/a>, wenngleich von der Grafik und dem Betriebssystem trotzdem deutlich unterlegen, kostete mit 6.000 Dollar aber auch &auml;hnlich viel. Allerdings war der <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/IBM_Personal_Computer\/AT\">IBM AT<\/a> ein Luxus PC, bei dem man nicht mal den Speicher vollst&auml;ndig mit DOS ausnutzen konnte, ohne Netzwerkf&auml;higkeiten und schlechter Grafik und damit auch keine Bedrohung f&uuml;r den Minicomputermarkt. XENIX als UNIX Derivat von Microsoft gab es zwar, aber die meisten K&auml;ufer nutzten ihn nur als PC. Beide Modellreihen konkurrierten mit den Minicomputern, und zwar dort wo diese als einziger Arbeitsplatz eingesetzt wurden wie in Labors oder bei Ingenieuren. So ging der Minicomputermarkt in den Achtzigern dem Ende zu. Workstations wurden aber lange Zeit nicht von den PCs verdr&auml;ngt, denn es fehlten wichtige Schl&uuml;sseltechnologien wie hochaufl&ouml;sende Grafik, Vernetzung und ein Multi User Betriebssystem. Erst die enorme Steigerung der Prozessor Performance durch Intel f&uuml;hrte Mitte der Neunziger dazu das auch die Workstations Hersteller Probleme bekamen. Mittlerweile gab es mit Windows NT auch ein Betriebssystem, das die F&auml;higkeiten der Ger&auml;te wenigstens ausnutzte.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Ich denke die Entscheidung gegen den 68000 ist nachvollziehbar. Bei den hohen Kosten die IBM hatte, selbst wenn sie den Rechner aus fremden Bauteilen zusammenbauten, w&auml;re ein 68000-er Rechner zu teuer gewesen. Er w&auml;re aber auch in einem anderen Marktsegment angesiedelt gewesen. IBM war beim IBM PC nicht innovativ und das blieb auch so: der IBM AT war eigentlich nur schneller, nichts mehr. Erst Jahre sp&auml;ter ging IBM an die Entwicklung eines Betriebssystems f&uuml;r den 80286 Prozessor OS\/2 und auch die EGA Grafikkarte war schlechter als die etwa zeitgleich erschienene Grafik des Amiga. Das f&uuml;hrte ja sogar dazu, dass bei der n&auml;chsten Generation, dem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/compaq.shtml\">80386 Compaq<\/a>, die bisher nur IBM PC nachbauten, nicht warten wollte (der AT erschien zwei Jahre nach dem 80286 Prozessor) und selbst einen PC auf Basis des <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/80386.shtml\">80386<\/a> entwickelten \u2013 mit derselben Philosophie, nur schneller daf&uuml;r kompatibel.<\/p>\n<p>So siehts aus &#8211; jetzt kommst Du!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als IBM 1980 an die Planung des IBM PC gingen, standen am Anfang grundlegende Designentscheidungen. Recht bald war klar, das der neue PC einen 16-Bit-Mikroprozessor haben sollte. 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