{"id":14589,"date":"2020-02-07T00:15:43","date_gmt":"2020-02-06T23:15:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14589"},"modified":"2024-11-13T14:56:29","modified_gmt":"2024-11-13T13:56:29","slug":"der-basic-interpreter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/02\/07\/der-basic-interpreter\/","title":{"rendered":"Der BASIC Interpreter"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_14589\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"14589\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe mir heute mal vorgenommen, die Geschichte eines Teils der fr&uuml;hen Computer aufzurollen, das in vielen Ger&auml;ten verbaut wurde, bei den Tests damals enorm wichtig war und das heute auch im Zeichen von Reto Computing fast vergessen ist \u2013 der obligate BASIC Interpreter.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/dcd82fa8232748398c650b8dd3d4f131\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<h3 class=\"western\">Wer zuerst kommt, setzt den Standard<\/h3>\n<p>Eng verkn&uuml;pft mit BASIC ist die Geschichte von Micro-soft (den Bindestrich haben sie erst sp&auml;ter gestrichen) deren erstes Produkt das Altair BASIC war. Als im Januar 1975 der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/altair8800.shtml\">Altair 8800<\/a> von der Zeitschrift \u201ePopular Electronics\u201c angek&uuml;ndigt wird sehen Paul Allen und Bill Gates dies als die Chance an, ihren Traum umzusetzen. Sie rufen den Hersteller MITS an und bieten ihm an BASIC zu programmieren, das MITS dann mit ihrem Rechner verkaufen k&ouml;nnte. Sie waren wohl nicht die einzigen, aber die Einzigen, die es schlie&szlig;lich auch schafften. Da der Altair der erste Microcomputer ist, f&auml;llt damit auch eine Vorentscheidung, n&auml;mlich welche Programmiersprache auf diesen Rechnern laufen soll. Warum hat sich Bill Gates f&uuml;r BASIC interessiert? Nun ich denke, es waren zwei Gr&uuml;nde. Zum einen ist BASIC eine Programmiersprache, die sehr kompakt ist. Der Altair kam in der Basisausf&uuml;hrung mit nur 256 Byte RAM. BASIC ben&ouml;tigte mindestens eine 4 KByte Speichererweiterung f&uuml;r das Minimalbasic und 8 KByte f&uuml;r das normale BASIC, das auch mit Flie&szlig;kommazahlen rechnen konnte und mehr Befehle hatte. Verkauft wurden die Speichererweiterungen auch im Bundle mit BASIC und einem ziemlichen Rabatt \u2013 60 Dollar f&uuml;r BASIC, das sonst einzeln 175 Dollar kostete. Das Zweite war das BASIC als Lehrsprache konzipiert wurde. Die Sprache ist ziemlich einfach, die Einstiegsh&uuml;rden f&uuml;r jemand der von Computern keine Ahnung hat, sind relativ gering. Man muss eigentlich nur wissen das BASIC in Zeilen organisiert ist und es nur drei Typen von Variablen gibt, die man mit den Sodnerzeichen %,! und \u00a7 kennzeichnet. Bei Pascal ist mit den vielen Typen, dem Blockkonzept und dem Konzept von Prozeduren und Funktionen mit Parametern, R&uuml;ckgabewert und lokalen Variablen die Einstiegsh&uuml;rde erheblich gr&ouml;&szlig;er, bei vielen anderen Sprachen auch. Hinsichtlich des Speicherplatzverbrauchs w&auml;re Foth noch eine Alternative gewesen. Allerdings ist bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Forth_(Programmiersprache)\">Forth<\/a> die Einstiegsh&uuml;rde deutlich gr&ouml;&szlig;er, man muss sich das Konzept des Stapels und der umgekehrten polnischen Notation f&uuml;r mathematische Ausdr&uuml;cke aneignen, beides Kernelemente von Forth. Forth war dann auch noch in den Achtzigern popul&auml;r und es gab sogar einen Computer, den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jupiter_Ace\">Jupiter Ace<\/a>, der Forth anstatt BASIC im ROM hatte. BASIC war aber popul&auml;rer, auf Minicomputern verbreitet, und schon damals programmierte man damit Spiele. Der erste Bestseller unter den Computerb&uuml;chern war \u201e<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/BASIC_Computer_Games\">101 BASIC Computer Games<\/a>\u201c aus dem Jahre 1973 (die Spiele waren nat&uuml;rlich alle textbasiert und damals tippte man wirklich Listings aus Zeitschriften oder B&uuml;chern ab).,<\/p>\n<p>Damit war ein Standard gesetzt und wer einen BASIC Interpreter brauchte, wandte sich an Microsoft. Der Version f&uuml;r 8080 folgten weitere f&uuml;r andere Prozessoren. \u201eMicrosoft-BASIC\u201c wurde sogar zu einem Standard. Nicht unbedingt f&uuml;r Komfort oder Geschwindigkeit, als vielmehr daf&uuml;r, dass Programme leicht portiert werden konnten. Denn obwohl BASIC standardisiert war, war es so, das viele Hersteller ihr eigenes S&uuml;ppchen kochten. Klar war das im Standard Befehle fehlten die Grafik oder Sound betrafen, aber auch die Standardausgabem&ouml;glichkeiten in Textform waren bescheiden. Diese wurden mit jeweils eigenen Befehlen erweitert. Eine Funktion zum Abfragen eines einzelnen Buchstabens konnte inkey, key$ oder readkey hei&szlig;en. Aber auch die Syntax von Standardbefehlen war dehnbar. Mal hei&szlig; es GOTO, mal GO TO. Einige Dialekte verlangten ein LET f&uuml;r eine Variablenzuweisung andere nicht. Daneben gab es noch zahlreiche Details in der Implementierung z.B., wie viele Zeichen eine Variable umfassen d&uuml;rfte (bei manchen Dialekten nur zwei). So gab es in Zeitschriften ganze Listen welches Kommando auf welchen Rechnern verf&uuml;gbar war und wie es dort hie&szlig; oder was es machte.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Ready<\/h3>\n<p>Die Bl&uuml;tezeit von BASIC begann mit der zweiten Generation von Minicomputern. Die erste Generation wie der Altair war nicht viel mehr als die CPU mit etwas RAM. Alles andere musste man dazukaufen, von der Tastatur &uuml;ber einen Lochkartenleser bis hin zu einer Karte um auf dem Monitor &uuml;berhaupt etwas darstellen zu k&ouml;nnen \u2013 die Standardein\/-ausgabe beim Altair erfolgte mit einem Fernschreiber. Ab 1977 erschienen Rechner, die standardm&auml;&szlig;ig einen Fernseher oder Monitoranschluss hatten, eine Tastatur und die auf Kassette speichern konnten wie der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/apple-2.shtml\">Apple II<\/a>, Tandy TRS 80 oder Commodore Pet. Wenig sp&auml;ter kamen noch die Diskettenlaufwerke dazu und man hatte eine Kombination, die f&uuml;r &uuml;ber ein Jahrzehnt Bestand hatte. Alle diese Rechner hatten nun einen BASIC-Interpreter im ROM, damit war er direkt nach dem Einschalten verf&uuml;gbar und begr&uuml;&szlig;te einen mit einem \u201eReady\u201c. Warum BASIC? Weil BASIC zugleich das Betriebssystem war und das Betriebssystem war wegen der Zeilenorientierung von BASIC ganz einfach. Da eine Zeile eine Einheit ist, musste das Betriebssystem nur eine Zeile editieren k&ouml;nnen. Es war kein Bildschirmeditor n&ouml;tig, der ja sonst schon fast eine Textverarbeitung ersetzt h&auml;tte. Auch die gesamte Ein-\/Ausgabe geschah durch BASIC Kommandos sei es zum Drucker (LPRINT) oder Kassettenrekorder (SAVE\/LOAD). Damit sparte man sich das Betriebssystem ein.<\/p>\n<p>Zeitgleich begann sich eine zweite Linie zu etablieren, bei denen die Ger&auml;te schon mit Floppys ausgeliefert wurden und dann auf einer Diskette das Betriebssystem, damals vor allem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpm.shtml\">CP\/M<\/a> untergebracht war. Das ROM enthielt dann nur die Routinen um die Hardware anzusprechen und ein Bootprogramm, das nach dem Einschalten den ersten Sektor der Diskette lass und das dort befindliche Programm ausf&uuml;hrte, das dann das Betriebssystem lud. Diese Systeme hatten kein BASIC, doch sie konnten es auch laufen lassen, wenn man einen, BASIC Interpreter als Programm in den Arbeitsspeicher lud. Einige Anbieter wie Digital Research nutzen dies und brachten ein BASIC heraus, das ganz auf Zeilennummern verzichtete. Neu ist das nicht, das gab es schon bei den Minicomputern.<\/p>\n<p>Ich w&uuml;rde sagen die folgenden Jahre waren die Hochzeit von BASIC. De Faktor konnte man mit diesen \u201eHeimcomputern\u201c, so hie&szlig;en sie damals, nicht viel mehr machen als in BASIC programmieren. F&uuml;r die Programme reichte auch ein Kassettenrekorder als Medium aus. Die Rechner hatten wenig RAM und um dieses einzusparen, waren sie meist auch nicht grafikf&auml;hig (in dem Sinne, dass man beliebige Grafiken und keine Blockzeichengrafik erstellen konnte). Eine Ausnahme in der Grafikf&auml;higkeit war der Apple II, der aber auch preislich eher bei den PCs lag, mit denen man arbeitete.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Zocken statt programmieren<\/h3>\n<p>Meiner Ansicht nach wendete sich das ab 1982\/83. Nach wie vor \u2013 und das noch f&uuml;r weitere Jahre &#8211; wurden die Rechner mit einem BASIC Interpreter ausgeliefert. Das ROM wurde sogar immer gr&ouml;&szlig;er, es kamen immer mehr Befehle hinzu. Man blieb aber bei dem System mit Zeilennummern. Ab 1982 tauchten aber die ersten Ger&auml;te auf die 32 KByte oder mehr Speicher hatten und nun konnte man einen gr&ouml;&szlig;eren Bereich davon nur f&uuml;r die Bildschirmdarstellung opfern. Es begann die &Auml;ra der grafikf&auml;higen Heimcomputer. Die konnte man zwar auch in BASIC programmieren. Doch bald kauften die meisten sie wegen etwas anderes \u2013 Spielen. Die Rechner hatten eine h&ouml;here Leistung als die damals aktuellen Videospielkonsolen, noch dazu mehr Speicher. Es erschienen immer mehr Speile in immer besserer Qualit&auml;t und diese waren \u2013 ohne dass man Lizenzen an Atari &amp; Co zahlen musste und mit billigen Kompaktkassetten als Medium anstatt ROM billiger als deren Spiele. Es kam sogar zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Video_Game_Crash\">Video Game Crash<\/a> der Atari an den Rand der Insolvenz brachte. Viele Jugendliche \u2013 die ja technikaffiner als Erwachsene sind und mehr spielen, leierten ihren Eltern die Kohle f&uuml;r einen Computer aus dem Portemonnaie. Azur dem Rechner wurde dann gezockt und auf dem Schulhof Spiele getauscht. Der BASIC-Interpreter mag noch da gewesen sein., sein Nutzen beschr&auml;nkte sich aber darauf, ein Spiel von Kassette zu laden. Das dies nicht aus der Luft gegriffen ist sieht man bei vielen Rechnern dieser Zeit am Missverh&auml;ltnis der verkauften Rechner und Floppies, die man, wenn man wirklich ernsthaft programmierte, brauchte \u2013 schlie&szlig;lich m&uuml;ssen ja auch Daten verarbeitet und dann geladen oder gespeichert werden. Beim Sinclair Spectrum wurden nur 15 % der Ger&auml;te mit Floppys verkauft.<\/p>\n<p>Daneben sanken die Preise der Rechner, die man f&uuml;r &#8222;echte&#8220; Anwendungen brauchte wie CP\/M Rechner oder sp&auml;ter IBM Kompatible weiter. Dort konnte man mit mehr Speicher und einem echten Betriebssystem dann aber jede Programmiersprache lernen und war nicht auf BASIC festgelegt.<\/p>\n<p>Ab Mitte der Achtziger Jahre kamen dann die ersten 16 Bit Heimcomputer auf den Markt der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/02\/10\/die-schlechtesten-computer-der-sinclair-ql\/\">Sinclair QL<\/a>, Atari ST und Amiga. Sie leiteten &uuml;ber in die heutige &Auml;ra. Sie hatten nun eine grafische Oberfl&auml;che und waren mehr mit einem PC vergleichbar. Auf ihnen arbeitete man kreativ (vor allem auf dem Amiga) oder schrieb Texte. BASIC Interpreter waren nicht mehr an Bord oder mussten von Diskette geladen werden. Die 8 Bit Rechner mit BASIC wurden noch lange produziert \u2013 C64, Spectrum und die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cpc464.shtml\">CPC-Serie<\/a> bis in die fr&uuml;hen Neunziger, aber sie waren jetzt eben die Einstiegsspielkonsolen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">END<\/h3>\n<p>Bei den \u201eechten\u201c PC, mit einem von der Diskette geladenen Betriebssystem, hat sich BASIC nie so durchsetzen k&ouml;nnen. Zuerst mal waren die PCs teurer. Wer einen solchen Computer kaufte, wollte ihn ernsthaft nutzen, er war teuer genug. Dann ist man aber auch eher bereit gleich eine richtige Programmiersprache zu lernen, mit mehr M&ouml;glichkeiten und weniger Fehlerm&ouml;glichkeiten wie Pascal oder C. Zum anderen gab es auch f&uuml;r diese Rechner lange Zeit nur BASIC Interpreter. Neben dem Geschwindigkeitsnachteil \u2013 ein interpretiertes Programm ist immer langsamer als ein Kompiliertes \u2013 musste man so den Quellcode mit ausliefern, ein No-Go f&uuml;r professionelle Softwarentwicklung. Erst relativ sp&auml;t erschienen BASIC Compiler, die dann auch die Hauptnachteile von BASIC beseitigten, wie die un&uuml;bersichtliche Programmstruktur mit GOTO \/ GOSUB, die fehlende &Uuml;berpr&uuml;fung nicht verwendeter Variablen (meist Tippfehler) und das Fehlen von lokalen Variablen, Parametern, Funktionen und bis auf die For Schleife die meisten Kontrollstrukturen. Bis dahin hatten sich die meisten, die ernsthaft programmieren wollten, aber anderen Sprachen zugewandt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_G._Kemeny\">Kenemy<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_E._Kurtz\">Kurtz<\/a>, die Erfinder von BASIC waren &uuml;brigens sehr ungl&uuml;cklich &uuml;ber BASIC und vertraten in Interviews die Ansicht, das Microsoft mit ihrem Interpreter der als Standard erhoben wurde, den Ruf von BASIC nachhaltig gesch&auml;digt hatte. Sie gr&uuml;ndeten 1982 die Firma <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/True_BASIC\">TrueBASIC<\/a> und brachten 1983 auch einen gleichnamiges BASIC heraus, das sich v&ouml;llig von der Zeilenstruktur l&ouml;ste, wie auch zahlreiche Interpreter der 16 Bit &Auml;ra wie GFA BASIC oder Superbasic. Aber das war eben eine Anwendung f&uuml;r den PC und sie &auml;nderte nichts an der Praxis das Heimcomputer nach wie vor mit einem zeilenorientierten BASIC ausgeliefert wurden. Einen anderen Weg ging <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kildall.shtml\">Gary Kildall<\/a> der ebenfalls BASIC f&uuml;r v&ouml;llig ungeeignet hielt um damit programmieren zu lernen. Er schuf eine auf CP\/M Rechnern einsetzbare Version der Programmiersprache <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Logo_(Programmiersprache)\">Logo<\/a> die f&uuml;r Kinder gedacht ist. Sie bietet zum einen schnelle Erfolge durch die \u201eTurtle Graphic\u201c zum anderen ist Logo eine durchaus anspruchsvolle Sprache mit Funktionen und Rekursion als pr&auml;gendes Stilmittel. Beide Ans&auml;tze konnten sich aber nicht durchsetzen.<\/p>\n<h3 class=\"western\">IF BASIC&lt;&gt;Zeilenorientiert then<\/h3>\n<p>Ich habe mir Gedanken gemacht, wie die Story wohl weitergegangen w&auml;re, wenn man ein solches BASIC in ein ROM in einen der Heimcomputer mit 32 oder mehr RAM gepackt h&auml;tte. Turbo Pascal als Pascal Compiler mit mehr F&auml;higkeiten als BASIC passt in 32 KByte inklusive Bildschirmeditor. Ein nicht zeilenorientiertes BASIC ist fast zwangsl&auml;ufig auch ein kompiliertes. Damit verbindet man die Einfachheit von BASIC mit den M&ouml;glichkeiten anderer prozeduraler Programmiersprachen, wie man sie f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Programme ben&ouml;tigt. Zudem ist so der umstieg auf diese Sprachen wie Pascal, Algol oder C einfacher. Dann ergibt sich aber ein Problem: da der Speicher der Rechner immer noch klein war, wird man nicht gleichzeitig Quellcode und Programm im Speicher haben, sondern wird wie bei anderen Compilern ein Bin&auml;rfile erzeugen, das man abspeichern muss. Damit ben&ouml;tigt ein solches System ein <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/disklaufwerk.shtml\">Floppy<\/a>. Die hebt den Preis f&uuml;r eine Einstiegskonfiguration aber auf das doppelte an. So gab es das, auch erst als die erw&auml;hnten 16 Bit Heimcomputer erschienen, die ohne Massenspeicher nicht arbeiten konnten. Daneben \u2013 und das schrieb ich ja \u2013 wollten wohl die meisten K&auml;ufer gar keinen Heimcomputer, sondern eine Spielkonsole. Da ist es dann Wurst, welche F&auml;higkeiten der BASIC-Interpreter hat, man muss nur mal die Kommentare zu meinem <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2011\/02\/08\/die-schlechtesten-computer-der-commodore-c64\/\">C64<\/a> Artikel von C64 Fans lesen und man ahnt das kaum einer von ihnen auf dem Rechner programmiert hat. So denke ich h&auml;tte sich wohl nichts ge&auml;ndert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_14589\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"14589\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Ich habe mir heute mal vorgenommen, die Geschichte eines Teils der fr&uuml;hen Computer aufzurollen, das in vielen Ger&auml;ten verbaut wurde, bei den Tests damals enorm wichtig war und das heute auch im Zeichen von Reto Computing fast vergessen ist \u2013 der obligate BASIC Interpreter.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1635,4490,4491],"class_list":["post-14589","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-computer","tag-basic","tag-kenemy","tag-kurtz","entry"],"a3_pvc":{"activated":true,"total_views":3240,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18683,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/06\/01\/die-glorreichen-10-programmiersprachen-2\/","url_meta":{"origin":14589,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 \u2013 Programmiersprachen (2)","author":"Bernd Leitenberger","date":"1. 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April 2026","format":false,"excerpt":"Seit gestern ist nun die Artemis II Mission auf dem Mond, wenige Tage zuvor hat NASA Administrator Isaac Jaredmann neue Pl\u00e4ne ank\u00fcndigt. Zeit mal was dazu zu schreiben. Ich fange aber mit was an was zusammenh\u00e4ngt: Die Verseichtung. Keine Ahnung ob es den Begriff schon gibt, ich beschreibe damit das\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9a9d83018f8447148efa0d8328798e18","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18380,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/03\/die-glorreichen-10-das-war-mal-weg-pc-hardware\/","url_meta":{"origin":14589,"position":5},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Das war mal weg: PC Hardware","author":"Bernd Leitenberger","date":"3. September 2025","format":false,"excerpt":"Ich will heute mal zwei ZDF Info \/ Neo Sendungen verbinden. Die glorreichen 10, die bei mir als Vorlage f\u00fcr einige Blogs dienten und die von mir noch mehr gesch\u00e4tzte Sendung \"Das war mal weg\", wo es um Dinge geht, die fr\u00fcher fast jeder hatte und die heute aus unserem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/876c61d389304d98aa0332fadd769381","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14589"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14589\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}