{"id":14690,"date":"2020-04-05T07:04:29","date_gmt":"2020-04-05T05:04:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14690"},"modified":"2020-04-05T07:04:29","modified_gmt":"2020-04-05T05:04:29","slug":"ein-europaeischer-iss-bahnerhalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/04\/05\/ein-europaeischer-iss-bahnerhalter\/","title":{"rendered":"Ein europ&auml;ischer ISS-Bahnerhalter"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin mal wieder auf eine Idee gekommen, die ich hier parallel w&auml;hrend ich schreibe entwickeln will. Mir kam die Idee als ich den Kommentar von \u201eRalph mit Z\u201c lass, indem er meinte, man k&ouml;nnte die Mir in eine Sonnenumlaufbahn schicken. Das ginge mit chemischem Treibstoff wohl kaum, aber mit Ionentriebwerken, aber auch da w&auml;re dere Aufwand gewaltig.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/df74974c386741d29488948911b6991a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Irgendwie bin ich dann auf die ISS gekommen. In der derzeitigen H&ouml;he braucht die Station im Mittel 3,6 t Treibstoff pro Jahr um die Orbith&ouml;he zu halten \u2013 bedanken darf man sich bei den ATV, welche die Station von 350 km H&ouml;he auf &uuml;ber 410 km H&ouml;he anhoben, was den j&auml;hrlichen Bedarf von 8,6 auf 3,6 t reduzierte. Doch auch 3,6 t sind viel und das summiert sich &uuml;ber die Jahre. Wenn jedes Kilogramm, das zur ISS transportiert wird, derzeit 130.000 Dollar kostet, dann denkt man &uuml;ber eine preiswertere Alternative nach. Ein zweiter Grund f&uuml;r meine Gedanken ist, das die ESA die Station mitfinanzieren muss. Nach dem Auslaufen der ATV tut sie das &uuml;ber Orion Servicemodule, doch auch diese Kompensation l&auml;uft aus und weil sich die Orionfl&uuml;ge verz&ouml;gert haben, ist mit weiteren Auftr&auml;gen erst mal nicht zu rechnen. Zudem scheint es so das die NASA heir wieder autonomer werden will \u2013 das Servicemodul entsteht zwar in Europa, hat aber ein Triebwerk aus den USA, das Shuttle OMS. Das hat relativ wenig Schub (9,7 kN) und es sind nur ausgebaute Triebwerke aus den drei F&auml;hren verf&uuml;gbar. Also sucht die NASA nach <a href=\"https:\/\/spacenews.com\/nasa-requesting-proposals-for-orion-engine\/\">einem<\/a><a href=\"https:\/\/spacenews.com\/nasa-requesting-proposals-for-orion-engine\/\"> schubstarken Ersatz<\/a> \u2013 dabei g&auml;be es den schon. Es ist das europ&auml;ische Aestus Triebwerk, das in der Ariane 5 ES eingesetzt wird (bei den ATV Starts und Galileostarts). Es verwendet dieselbe Treibstoffmischung ist wiederz&uuml;ndbar und hat mit 28,7 kN den dreifachen Schub.<\/p>\n<p>Die Idee: Europa entwickelt einen ISS Versorger, der nur die H&ouml;henaufrechterhaltung &uuml;bernimmt. F&uuml;r den Frachttransport von Ger&auml;tschaften, Vorr&auml;ten und Fl&uuml;ssigkeiten haben die USA ja zwei Systeme. Das h&auml;tte einige Vorteile: Europa k&ouml;nnte so seinen Beitrag f&uuml;r die ISS leisten, zudem aber auch etwas neues Entwickeln, das vielleicht mal bei bemannten Missionen ganz n&uuml;tzlich ist. Die USA w&auml;ren nicht mehr von Russland abh&auml;ngig die derzeit mit den Progress die Anhebung durchf&uuml;hren. Russland k&uuml;ndigt ja seit Jahren an, eine eigene Station aufzubauen und daf&uuml;r seine Module abzukoppeln. Niemand der sich in der Materie auskennt glaubt das, aber es kann durchaus vorkommen das Russland nicht mehr das Geld hat, seine ISS-Beteiligung aufrechtzuerhalten, zumal mit den neuen bemannten US-Vehikeln ja auch der bezahlte Transport von Astronauten wegf&auml;llt und man nun die Sojus alleine finanzieren muss.<\/p>\n<p>Ich habe mich f&uuml;r Ionentriebwerke entscheiden und will das mal durchrechnen. Nat&uuml;rlich muss man einige Vorgaben machen. Diese sind:<\/p>\n<ul>\n<li>3,6 t Treibstoff bei einem spezifischen Impuls von 3000 m\/s entsprechen einem j&auml;hrlichen Gesamtimpuls von 10,8 MNs. Daraus ergibt sich die Treibstoffmenge.<\/li>\n<li>Das System soll pro Jahr die F&auml;higkeit zur Korrektur des doppelten Gesamtimpuls (21,6 MNs) haben, um zum einen eine st&auml;rkere Abbremsung w&auml;hrend des Sonnenmaximums, wie auch Ausf&auml;lle und Degradation der Leistung von Solarzellen kompensieren zu k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>Die Ionentriebwerke werden mit Strom versorgt, das ist nicht w&auml;hrend der Zeit im Erdschatten m&ouml;glich, das reduziert die verf&uuml;gbare Zeit um 50 % auf 180 Tage x 86.400 Sekunden.<\/li>\n<li>Die Nutzlast einer Ariane 64 f&uuml;r einen niedrigen Erdorbit ist unbekannt, doch die GTO-Nutzlast ist h&ouml;her als bei der Ariane 5 ECA, die etwa 21 t in einen LEO transportierte, daher soll die Maximalmasse 21 t betragen.<\/li>\n<li>Basis f&uuml;r die Berechnungen ist das ATV<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich fange mit den Erkl&auml;rungen beim Letzten an. Nat&uuml;rlich wird man das ATV nicht einfach nachbauen, daf&uuml;r sind die &Auml;nderungen zu gro&szlig;, aber sehr viele Entwicklungen, die man gemacht hat , ben&ouml;tigt man. So die gesamte Sensorik f&uuml;r das automatische Ankoppeln, die Software dazu. Auch Hardware kann man verwenden wie den Kopplungsadapter, die Tanks f&uuml;r die Treibstoffe im Servicemodul, nur eben ersetzt durch dickwandige Druckgastanks. Das ATV dient vor allem dazu, eine Berechnungsgrundlage f&uuml;r den Transporter ohne die Aufr&uuml;stungen zu haben. Das ATV gliedert sich in zwei Teile. Das Servicemodul, den eigentlichen Hauptteil (Satellit) und den vorderen Druckbeh&auml;lter der Fracht aufnimmt, vorne aber auch den Kopplungsadapter und Sensoren tr&auml;gt. Das Servicemodul wiegt 5,4 t. Ich habe im folgenden mit 7 t Masse beim Servicemodul gerechnet, da ja noch der Kopplungsadapter und vordere Abschluss hinzukommt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Ionentriebwerke und Strom<\/h3>\n<p>Ionentriebwerke ionisieren ein Arbeitsmedium und beschleunigen die entstehende Ionen durch ein elektrisches Feld. Je schneller die Ionen dabei werden, desto h&ouml;her die Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit, aber auch um so mehr Strom ben&ouml;tigen sie.<\/p>\n<p>F&uuml;r einen gegebenen Gesamtimpuls gibt es daher ein Optimum, weil es kontraproduktiv ist, wenn Triebwerk A gegen&uuml;ber Triebwerk B 1000 kg Treibstoff einspart, aber so viel mehr Strom ben&ouml;tigt, dass die Stromversorgung 2.000 kg mehr wiegt.<\/p>\n<p>Der mittlere Schub ist aufgrund des Gesamtimpulses zu 1,4 N berechenbar. Dies gilt f&uuml;r alle Triebwerke. Der Treibstoffverbrauch, Stromverbrauch und damit Masse von Treibstoff und Solargenerator sind jedoch unterschiedlich,<\/p>\n<p>Ich habe in zwei Tabellen mal die Massenbilanz f&uuml;r drei europ&auml;ische Triebwerke aufgestellt. Die wesentlichen Daten der Triebwerke sind:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/>\n<col width=\"51*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"20%\">Triebwerk<\/th>\n<th width=\"20%\">Spezifischer Impuls<\/th>\n<th width=\"20%\">Stromverbrauch<\/th>\n<th width=\"20%\">Schub<\/th>\n<th width=\"20%\">Gewicht<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">PPS 1350G<\/td>\n<td width=\"20%\">1650 s<\/td>\n<td width=\"20%\">1350 W<\/td>\n<td width=\"20%\">90 mN<\/td>\n<td width=\"20%\">5,3 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">T5<\/td>\n<td width=\"20%\">3500 s<\/td>\n<td width=\"20%\">476 W<\/td>\n<td width=\"20%\">18 mN<\/td>\n<td width=\"20%\">2,5 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"20%\">RIT 2X<\/td>\n<td width=\"20%\">4140 s<\/td>\n<td width=\"20%\">4685 W<\/td>\n<td width=\"20%\">150 mN<\/td>\n<td width=\"20%\">8,8 kg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Triebwerke sind nach spezifischem Impuls selektiert, vom Schub her sind das PPS und T5 etwas unterdimensioniert, doch die schubst&auml;rkeren Modelle beider Firmen haben fast den spezifischen Impuls des RIT2X. In der Praxis wird man wegen des ben&ouml;tigten Schubs wahrscheinlich ein neues Triebwerk entwickeln, damit man nicht so viele ben&ouml;tigt. Zum Gewicht des Triebwerks kommt noch eine Hochspannungsversorgung. Die wiegt in meinem Modell genauso viel wie das Triebwerk selbst.<\/p>\n<p>F&uuml;r den gegebenen Gesamtimpuls (21,6 MN) und die verf&uuml;gbare Zeit (180 Tage =15.552.000 s) ergibt sich dann folgende Bilanz pro Jahr:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"17%\">Triebwerk<\/th>\n<th width=\"17%\">Anzahl<\/th>\n<th width=\"17%\">Stromverbrauch<\/th>\n<th width=\"17%\">Gewicht Triebwerke<\/th>\n<th width=\"17%\">Gewicht Stromversorgung<\/th>\n<th width=\"17%\">Gesamtgewicht<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"17%\">PPS 1350G<\/td>\n<td width=\"17%\">16<\/td>\n<td width=\"17%\">21,6 kW<\/td>\n<td width=\"17%\">170 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">270 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">440 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"17%\">T5<\/td>\n<td width=\"17%\">78<\/td>\n<td width=\"17%\">37,2 kW<\/td>\n<td width=\"17%\">390 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">465 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">855 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"17%\">RIT 2X<\/td>\n<td width=\"17%\">10<\/td>\n<td width=\"17%\">46,9 kW<\/td>\n<td width=\"17%\">176 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">587 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">763 kg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Deutlich wird, das das Gewicht der Stromversorgung steil mit dem spezifischen Impuls ansteigt. Das das T5 so schlecht abschneidet, liegt an der hohen Triebwerkszahl. Bei 10 bis 20 Triebwerken die in etwa so viel wiegen wie das T5 oder Rit-2X l&auml;ge es im Gewicht genau in der Mitte. Die solare Stromversorgung habe ich mit einem Fl&auml;chengewicht von 80 W\/kg gerechnet, das hat der Solargenerator von Dawn, der 11 kW Leistung hat.<\/p>\n<p>Alle Triebwerke verbrauchen ein Arbeitsgas, in der Regel bisher Xenon. Wegen der hohen Kosten habe ich aber auch Krypton als Vergleich genommen. Das Gas ben&ouml;tigt einen Druckgastank, dessen Masse von dem Molgewicht des Gases abh&auml;ngt, da die Masse sich aus dem Volumen, Druck und Molgewicht errechnet. Nimmt man die Druckgasflaschen von Ariane 5 als Basis f&uuml;r die Berechnung der Beh&auml;ltermasse so ergibt sich folgende Tabelle:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/>\n<col width=\"43*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"17%\">Triebwerk<\/th>\n<th width=\"17%\">Gewicht Treibstoff (5 Jahre)<\/th>\n<th width=\"17%\">Gewicht Druckgastank Xenon<\/th>\n<th width=\"17%\">Gewicht Druckgastank Krypton<\/th>\n<th width=\"17%\">Gesamtgewicht Xenon<\/th>\n<th width=\"17%\">Gesamtgewicht<\/p>\n<p>Krypton<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"17%\">PPS 1350G<\/td>\n<td width=\"17%\">3.340 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">320 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">500 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">3.660 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">3.840 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"17%\">T5<\/td>\n<td width=\"17%\">1.580 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">150 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">240 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">1.730 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">1.820 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"17%\">RIT 2X<\/td>\n<td width=\"17%\">1.330 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">130 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">200 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">1.460 kg<\/td>\n<td width=\"17%\">1.530 kg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ich ging vom selben Impuls bei Xenon wie Krypton aus und einer Betriebsdauer von 5 Jahren und 10,8 MN &Auml;nderung pro Jahr. Bei 10 Jahren sind die Werte zu verdoppeln. So kommt man zu folgender Gesamtbilanz f&uuml;r Triebwerke, Treibstoff, Tanks und Solargenerator. Da es praktisch nur geringe Massenunterschiede zwischen Krypton und Xenon gibt, habe ich auch wegen des hohen Bedarfs von etlichen Tonnen Treibstoff nur noch mit Krypton weiter gerechnet. Xenon s&auml;he etwas besser aus. Die Triebwerke haben &uuml;bliocherweise eine Lebensdauer von 10.000 Stunden. Das entspricht 2,3 Jahre bei Dauerbetrieb. Da die Triebwerke &uuml;berz&auml;hlig sind (wegen der maximalen Korekturkapazit&auml;t von 21,6 MJ gegen&uuml;ber im Durchschnitt nur ben&ouml;tigten 10,8 MJ) reicht ein Satz f&uuml;r 5 Jahee aus. F&uuml;r 10 Jahre muss man einen zweiten Satz hinzurechnen.<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"67*\" \/>\n<col width=\"94*\" \/>\n<col width=\"94*\" \/> <\/colgroup>\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"26%\">Triebwerk<\/th>\n<th width=\"37%\">Gewicht Krypton 5 Jahre<\/th>\n<th width=\"37%\">Gewicht Krypton 10 Jahre<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">PPS 1350G<\/td>\n<td width=\"37%\">4.280 kg<\/td>\n<td width=\"37%\">8.560 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">T5<\/td>\n<td width=\"37%\">2.680 kg<\/td>\n<td width=\"37%\">5.365 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">RIT 2X<\/td>\n<td width=\"37%\">2.300 kg<\/td>\n<td width=\"37%\">4.683 kg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Bei 21 t Startmasse, abz&uuml;glich 7 t f&uuml;r das Servicemodul und etwa 1 t chemischem Treibstoff f&uuml;r das Ankoppeln hat man 13 t f&uuml;r den Antrieb. Selbst die ung&uuml;nstigste M&ouml;glichkeit ben&ouml;tigt aber nur 8,5 t Masse. Es w&auml;re daher m&ouml;glich das bisherige System das 6,8 t fl&uuml;ssigen Treibstoff beinhaltet beizubehalten. Es wird f&uuml;r die Ankopplung sowieso ben&ouml;tigt nur eben mit weniger Treibstoff, dann s&auml;he die Bilanz so aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Servicemodul: 7 t<\/li>\n<li>Fl&uuml;ssiger Treibstoff: 6,8 t<\/li>\n<li>Verf&uuml;gbar f&uuml;r Ionenantrieb: 7,2 t.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim T5 und Rit 2X k&ouml;nnte man in den knapp 7 problemlos Tanks, Treibstoff, Solargenerator und Triebwerke unterbringen und der Transporter k&ouml;nne trotzdem die 10 Jahre lang die Station im Orbit halten. Die 5+ t Treibstoff ben&ouml;tigt man f&uuml;r Hochschubman&ouml;ver, z.b. um Weltraumschrott auszuweichen.<\/p>\n<p>Ich habe dann noch simuliert, bei welchem spezifischen Impuls man ein Minium erh&auml;lt. Bei 5 Jahren gibt es eines bei einem spezifischen Impuls von 70.000 bis 73.000 m\/s. Bei 10 Jahren dagegen erst bei 101.000 m\/s. Allerdings ist die Zusatzmasse gegen&uuml;ber 43.000 m\/s, als h&ouml;chsten Impuls eines RIT 2X nur bei 250 bzw. 950 kg. Sinnvoll w&auml;re da man f&uuml;r 10 Jahre aber selbst beim RIT-2X 20 Triebwerke ben&ouml;tigt ein schubst&auml;rkeres Triebwerk im Bereich 300 bis 500 mN Schub. (6 bis 10 Triebwerke werden dann f&uuml;r 10 Jahre Einsatz ben&ouml;tigt).<\/p>\n<p>Im Mittel ben&ouml;tigt der Transporter nur die halbe Stromleistung, der Rest ist f&uuml;r Leistungsabnahme und Spitzenbeschleunigung vorgesehen. Die &uuml;brige Leistung \u2013 beim RIT 2X immerhin anfangs &uuml;ber 20 kW kann er ins Netz einspeisen und so die Station bei einem weiteren Ausbau unterst&uuml;tzen. Das w&auml;re erheblich billiger, als die vorhandenen Solarmodule zu ersetzen. Allerdings sind die Solarzellenfl&auml;chen dann beim Transporter recht gro&szlig;. Bei 25 % Wirkungsgrad und 48 kW Leistung w&auml;ren es vier Paneele von je 4 m Breite (am Transporter) und 9 m L&auml;nge. Das ATV hat derzeit gerade mal ein Zehntel dieser Leistung installiert.<\/p>\n<p>Es bittet sich auch an, vorausschauend zu arbeiten, d.h. bei ansteigender Sonnenaktivit&auml;t bevor diese den H&ouml;hepunkt erreicht, nicht nur das Fallen zu kompensieren, sondern die Bahn anzuheben, daf&uuml;r hat man ja die Mehrleistung bei der Stromversorgung und den Triebwerken. W&uuml;rde man die ISS z.B. in 441 anstatt 408 km H&ouml;he bringen, wof&uuml;r man nur ein geringes dV ben&ouml;tigt, so halbiert sich schon die Sinkrate, bzw. die Abbremsung durch die Sonnenaktivit&auml;t bei gleichem Treibstoffverbrauch d&uuml;rfte doppelt so stark sein.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Nutzung als Parkgef&auml;hrt<\/h3>\n<p>Nach den derzeitigen Pl&auml;nen wird man irgendwann die ISS deorbitieren. Ich halte aber auch ein zweites Szenario f&uuml;r denkbar. N&auml;mlich das man die Station nicht deorbitiert, sondern im Gegenteil den Orbit noch weiter anhebt und sie in einen \u201eFriedhofsorbit\u201c bringt. Betriebt man die Ionentriebwerke mit voller Leistung, so kann man sie anfangs um 2 km pro Monat anheben. Das wird rasch mehr. Nach 30 km Anhebung steigt das schon auf 3 km pro Monat. Bei einem Transporter mit einem 10 Jahresvorrat w&uuml;rde bei 60 % Nutzung des Treibstoffs f&uuml;r die Bahnanhebung dies einer Beschleunigung um 144 m\/s bei 450 t Masse entsprechen. Das reicht aus um eine 670 km hohe Bahn nach etwa 5 Jahren zu erreichen, die f&uuml;r sehr lange, wahrscheinlich &uuml;ber einige Jahrzehnte stabil ist. Der Vorteil: Dort k&ouml;nnte man, wenn man mal eine neue Station aufbaut, &uuml;berlegen, was man noch an Modulen oder nur Innenausstattung noch verwenden kann. Morgen dann mehr zur Versorgung des Lunar Gateways.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin mal wieder auf eine Idee gekommen, die ich hier parallel w&auml;hrend ich schreibe entwickeln will. Mir kam die Idee als ich den Kommentar von \u201eRalph mit Z\u201c lass, indem er meinte, man k&ouml;nnte die Mir in eine Sonnenumlaufbahn schicken. 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