{"id":14805,"date":"2020-06-11T12:09:49","date_gmt":"2020-06-11T10:09:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14805"},"modified":"2020-06-11T12:09:49","modified_gmt":"2020-06-11T10:09:49","slug":"der-gruene-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/06\/11\/der-gruene-wasserstoff\/","title":{"rendered":"Der \u201egr&uuml;ne\u201c Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p>Gestern hat die Koalition wieder mal ein 7 Milliarden Euro teures Programm zur F&ouml;rderung von alternativen, regenerativen Energien beschlossen. Ziel diesmal: \u201egr&uuml;nen\u201c Wasserstoff zu f&ouml;rdern. Fangen wir mal mit dem einfachsten an, warum \u201egr&uuml;ner Wasserstoff\u201c?<\/p>\n<p>Nun damit ist nicht die Eigenfarbe des Wasserstoffs gemeint. Wasserstoff ist sowohl als Gas wie auch Fl&uuml;ssigkeit farblos. Es ist die Gewinnung \u201eGr&uuml;n\u201c soll suggerieren, das er &ouml;kologisch gewonnen wird, also aus regenerativen Quellen. Den Wasserstoff, den man heute einsetzt, egal ob als Raketentreibstoff, f&uuml;r Wasserstoffautos oder als Reduktionsmittel in der chemischen Industrie, wird aus Erdgas (Methan) gewonnen. Mithin stammt auch er aus einem fossilen Kohlenstoffreservoir, auch wenn er selbst beim Verbrennen kein Kohlendioxid erzeugt, so wird doch das Methan teilweise oder ganz oxidiert um Wasserstoff zu gewinnen und wird letztendlich so auch Kohlendioxid erzeugt. Das gilt auch f&uuml;r Brennstoffzellen, die als Heizung vorgeschlagen werden und Methan nutzen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/b2822bce28504c3cbca422c4ceb10ee3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>\u201eGr&uuml;ner\u201c Wasserstoff (ab jetzt lasse ich das \u201egr&uuml;n\u201c weg) wird durch die Elektrolyse von Wasser gewonnen. Da haben wir schon die ersten beiden Nachteile dieses Wasserstoffs: Die Elektrolyse hat einen Wirkungsgrad von 40 bis 70 % und ben&ouml;tigt elektrischen Strom, dessen Herstellung relativ teuer ist. 2 Milliarden des Paketes gehen daher auch darauf, gro&szlig;e Pilotanlagen in Nordafrika wie Marokko zu bauen, mit denen der Wasserstoff direkt vor Ort gewonnen werden kann. Das erspart wenigstens die Kosten und den Aufwand f&uuml;rs Netz. Trotz alledem \u2013 Strom aus Windkraft oder Fotovoltaik ist immer noch teurer als Strom aus fossilen Quellen, selbst wenn man ihn heute f&uuml;r 7 ct\/kWh erzeugen kann. Dazu noch ein <a href=\"https:\/\/www.oeko.de\/oekodoc\/1826\/2013-496-de.pdf\">Wirkungsgrad von 40 bis 70 %<\/a>, da w&uuml;rde die Energie die z.B. vergleichbar der von 1 l Heiz&ouml;l (38 MJ) etwa 1,05 bis 1,84 \u20ac alleine in der Produktion kosten. Doch damit ist es nicht getan. Wasserstoff muss auch transportiert werden. Versuche ihn dauerhaft fl&uuml;ssig zu halten gab es, aber der Energieverbrauch ist, weil er nur bei -253\u00b0C und nur in einem engen Intervall von 6 \u00b0C fl&uuml;ssig ist sehr hoch. Daher wird er heute als Gas transportiert, dann eben unter hohem Druck. Doch das verbraucht auch Energie. Anders als Erdgas kann man Wasserstoff nicht durch Druck bei \u201enormalen\u201c Temperaturen verfl&uuml;ssigen, und so als Fl&uuml;ssiggas transportieren und selbst als Gas hat er bei Atommasse 2 nur ein Achtel der Dichte von Methan. In einen Beh&auml;lter, der f&uuml;r einen bestimmten Druck ausgelegt ist, passt also nur ein Achtel der Menge. W&uuml;rde man den Wasserstoff lokal erzeugen und ins Leitungsnetz f&uuml;r Erdgas einspeisen so w&uuml;rde dieser Anteil der Transportkosten wegfallen. F&uuml;r Schiffe habe ich den Anteil nicht gefunden, aber da Wasserstoff ja als Treibstoff f&uuml;r Autos angedacht wird, f&uuml;r den Transport per Lastwagen und da fallen 20 % des Energiegehaltes als Transportkosten an. Im Auto schlie&szlig;lich nutzt man die Umkehrung der Elektrolyse, die Brennstoffzelle um Strom zu gewinnen, der dann mit Elektromotoren die R&auml;der antreibt auch diese Technologie hat einen Wirkungsgrad von 50 bis 60 %, das hei&szlig;t, in Bewegungsenergie wird noch ein Viertel bis ein Drittel der Prim&auml;renergie umgesetzt, die man in die Wasserstoffgewinnung hineingesteckt hat \u2013 das ist in etwa die Bilanz eines Verbrennnermotors, nur ist der Treibstoff schon in der Herstellung viel teurer: beim Benzin entfallen alleine 65,47ct auf Mineral&ouml;lsteuer, bei Diesel 47,04 ct, dazu kommt noch die Mehrwertsteuer, rechnet man die ab, so verbleiben f&uuml;r Spritgewinnung und Gewinne bei einem derzeitigen Benzinpreis von 1,07 \u20ac\/l nur noch knapp 25 ct. Wasserstoff w&auml;re aber selbst im g&uuml;nstigsten Fall viermal teurer bei der Produktion und ob der Staat dann auf alle Steuern verzichtet?<\/p>\n<p>Etwas g&uuml;nstiger sieht es aus wenn man den Wasserstoff verbrennt. Die W&auml;rmeproduktion ist ja ein Thema, das bei der Diskussion um Kohlendioxidemissionen etwas herabf&auml;llt. Man kann Wasserstoff direkt verbrennen, als Ersatz f&uuml;r Erdgas. Dann w&uuml;rden keine Transportkosten f&uuml;r Lastwagen anfallen, ich nehme an Schiffe w&auml;ren g&uuml;nstiger und es gibt wie beim Erdgas nat&uuml;rlich noch die M&ouml;glichkeit Pipelines zu verlegen \u2013 l&auml;nger als wie f&uuml;r Nordstream 2 ist die Distanz zu Nordafrika auch nicht. Dann h&auml;tte man nur den Verlust bei der Gewinnung, trotzdem einen recht teuren Verbrennungstr&auml;ger. In einem Fernsehbericht wurde auch erw&auml;hnt, das man mit Wasserstoff die Kohle bei der Eisengewinnung ersetzen will. Da horchte ich als Chemiker auf. Klar prinzipiell ist Wasserstoff ein Reduktionsmittel wie Kohlenstoff. Aber es gibt doch deutliche Unterschiede. Die liegen schon beim Aggregatzustand. Die Kohle ist fest, Wasserstoff ist gasf&ouml;rmig, man ben&ouml;tigt also ein geschlossenes System, bei dem man den Wasserstoff oben im Hochturm wieder abf&auml;ngt, Wasserdampf als Reaktionsproduktion auskondensiert und wieder einsetzt. Kohle wird zudem verbrannt und ihre Verbrennungstemperatur h&auml;lt die Reaktion am Laufen, bei Wasserstoff muss man extern heizen. W&auml;hrend die Endprodukte der Verbrennung von Kohle, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid nur wenig mit dem Eisen reagieren, tut dies das Wasser sehr wohl. Daneben kann sich Wasserstoff im Eisen l&ouml;sen, &auml;hnlich wie dies der Kohlenstoff tut. Das ist heute schon ein Problem: Sie f&uuml;hrt zur Verspr&ouml;dung von Metallen und hat sogar einen eigenen Namen \u201eWasserstoffverspr&ouml;dung\u201c. Sie tritt beim Schwei&szlig;en mit Wasserstoff sowie nat&uuml;rlich beim direkten Kontakt auf wie bei Rohrleitungen. Zwar ist viel Kohlenstoff in Eisen auch nicht erw&uuml;nscht \u2013 Stahl ist kohlenstoffarm, aber er ist bei Weitem nicht so st&ouml;rend, wie der Wasserstoff der nur Nachteile hat (kohlenstofffreies Eisen ist unpraktisch weich, stark kohlenstoffhaltiges Eisen sehr hart, aber unelastisch wie Gusseisen, so strebt man f&uuml;r ein Metall das zwar hart aber in Grenzen auch Belastungen nachgibt man denke an biegsame Degen oder Karosserien, die zwar eine Beule bekommen, aber nicht brechen, kleine Kohlenstoffgehalt im Stahl an). Bislang gibt es nur eine experimentelle H&uuml;tte, die direkt durch Strom aus Wasserkraft gewonnenen Wasserstoff in Schweden einsetzt, das geht, weil die &ouml;rtlichen Eisenerze besonders sauerstoffarm sind. Ansonsten nutzt man ein Mischverfahren, bei dem man Kohlenmonoxid als zus&auml;tzliches Reduktionsmittel zum Wasserstoff hinzunimmt.<\/p>\n<p>Ich sehe die Zukunft daher eher in der Methanisierung. Dabei wird eine Kohlenstoffquelle, das kann auch Kohlendioxid sein, mit Wasserstoff zu Methan reduziert, man kann den Prozess aber auch weiterf&uuml;hren und h&ouml;here Kohlenwasserstoffe produzieren. Das bekannteste Verfahren, die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2009\/02\/27\/kohleverfluessigung\/\">Fischer-Tropsch Synthese<\/a> wurde schon im Zweiten Weltkrieg von Deutschland zur Produktion von Kraftstoffen f&uuml;rs Milit&auml;r aus heimsicher Kohle eingesetzt, sp&auml;ter lange Zeit von S&uuml;dafrika um das Embargo zu umgehen. Diese Verfahren werden schon gro&szlig;industriell beherrscht und erreichen bei gro&szlig;en Anlagen bis zu 80 % Wirkungsgrad, bezogen auf den Energiegehalt des Wasserstoffs.<\/p>\n<p>Methan oder h&ouml;here Kohlenwasserstoffe haben deutliche Vorteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie sind viel leichter transportierbar. Methan ist leicht verfl&uuml;ssigbar, selbst im gasf&ouml;rmigen Zustand ist die Dichte achtmal h&ouml;her und es kommt nicht zur Verspr&ouml;dung von Leitungen. Bezogen auf den Energiegehalt ist der Vorteil geringer, er liegt dann bei etwa dem 2,5-fachen des gleichen Volumens Wasserstoff.<\/li>\n<li>Methan als Hauptbestandteil des Erdgases kann auf eine vorhandene Infrastruktur f&uuml;r das Erdgasnetz aufbauen, sowohl bei der Verteilung wie auch Nutzung f&uuml;r Heizung und Prozesse.<\/li>\n<li>F&uuml;r ein Kraftfahrzeug von Bedeutung: Methan kann auf zwei Arten genutzt werden. Man kann es direkt verbrennen, hat dann praktisch dieselbe Situation wie bei einem Ottomotor, nur mit etwa 20 % mehr Energie bezogen auf ein Kilogramm Treibstoff (aber selbst bei Fl&uuml;ssiggas viel gr&ouml;&szlig;erem Volumen). Alternativ kann man auch die Brennstoffzellentechnik einsetzen, jedoch nicht direkt. Zuerst muss man aus Methan wieder Wasserstoff gewinnen, indem man praktisch den Prozess der Methanerzeugung umkehrt. Daf&uuml;r ben&ouml;tigt man f&uuml;r den Reformator hohe Temperaturen und ber&uuml;cksichtigt man den Wirkungsgrad dann steht diese Methode nicht mehr viel besser dran als die direkte Verbrennung.<\/li>\n<li>Methan kann man viel besser lagern \u2013 wichtig, wenn in Zukunft es viel Strom aus Fotovoltaik im Sommer gibt, man aber im Winter vor allem Energie f&uuml;rs Heizen braucht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotz alledem kann Methan eine regenerative Energiequelle sein, wenn die Kohlenstoffquelle Kohlendioxid ist. Das m&uuml;sste dann allerdings aus der Atmosph&auml;re stammen und auch erst hoch konzentriert werden. Die Idee spukt herum, eine Wasserstoffgewinnungsanlage neben ein Kohlekraftwerk zu setzen und dann Folgendes zu machen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Kohle wird zu Kohlendioxid verbrannt, sie liefert Strom und Prozessw&auml;rme.<\/li>\n<li>Der Strom wird genutzt, um aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen.<\/li>\n<li>Die Prozessw&auml;rme ird genutzt um einen Teil der Energie f&uuml;r den Sabatierprozess zu stellen, der aus Kohlendioxid und Wasserstoff Methan und Wasser bildet.<\/li>\n<li>In der Summe hat man dann aus Kohle und Wasser Methan und Sauerstoff gebildet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man hat so aber nur die Kohle zu Methan \u201everedelt\u201c &#8211; sprich Methan hat fast den doppelten Brennwert von Steinkohle durch den energiereichen Wasserstoff im Molek&uuml;l, aber nach wie vor ist die Kohle ein fossiler Brennstoff.<\/p>\n<p>F&uuml;r mich ist dieses Klimapaket ein weiterer Ausdruck wie verhaftet die heutige Regierung den bestehenden Strukturen ist. Denn es fokussiert sich ja auf den Verkehr. Ich betrachte die Sache als Naturwissenschaftler, und aus wissenschaftlicher Sicht ist der heutige Individualverkehr eine extrem schlechte Probleml&ouml;sung. Man bewegt 1 \u2013 2 Tonnen Masse um 100 bis 200 kg Nutzlast (bei 1-2 Personen pro Wagen) zu bef&ouml;rdern. Meine L&ouml;sung w&auml;re es das Geld, das man der Automobilindustrie gibt oder in solche Klimapakete steckt in einen Ausbau des &ouml;ffentlichen Verkehrs steckt, aber auch den Fahrradverkehr sicherer und besser zu machen. Selbst den Transport von G&uuml;tern k&ouml;nnte man wieder f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Strecke auf die Bahn verlagern. Wer trotzdem individuell reisen will, f&uuml;r den w&uuml;rde bei attraktiven Angeboten eines &ouml;ffentlichen Netzes f&uuml;r den Fernverkehr auch ein Elektrofahrzeug mit einer geringen Reichweite reichen.<\/p>\n<p>F&uuml;r den Energieverbrauch f&uuml;r W&auml;rmeerzeugung und Prozesse braucht man sicherlich Speicher. Schlussendlich ist der unterschiedlich \u2013 die meisten Fabriken arbeiten nachts und an Samstagen \/ Feiertagen nicht, der Heizbedarf ist jahreszeitlich schwankend. Allerdings wird bei einem wirtschaftlichen Strommix der meiste Strom (aus regenerativen Quellen) von der Windkraft kommen, einfach weil das billiger als Fotovoltaik ist. Gerade Windkraft gibt es aber im Weiter, wenn man Energie f&uuml;rs Heizen braucht, und die Tage k&uuml;rzer sind, (kleinerer Ertrag durch die Fotovoltaik) aber mehr. Wasserstoff k&ouml;nnte in dem Konzept durchaus sinnvoll sein, aber als eine Nischenl&ouml;sung als Kurzzeitspeicher zum &Uuml;berbr&uuml;cken der &Uuml;berproduktion, wenn die Nachfrage sinkt (nachts, samstags, sonntags) oder gerade viel Wind herrscht. Man wird dann eine Strommenge in Wasserstoff umwandeln die, der gesamten Strom &uuml;ber einige Stunde oder eines Teils davon &uuml;ber einige Tage entspricht, aber es wird nicht so viel sein wie man f&uuml;r Heizung und Verkehr brauchen w&uuml;rde, wenn man Wasserstoff einsetzt.<\/p>\n<p>Das Verhalten der Politik ist verst&auml;ndlich, aber es ist nicht zielf&uuml;hrend. Verst&auml;ndlich, weil sie sich nicht ohne Hintergedanken Ziele f&uuml;r 2040 setzt. W&auml;ren es Ziele f&uuml;r 2025, dann m&uuml;sste man jetzt was tun. Politik ist heute nur noch an kurzzeitigen Erfolgen interessiert und verspielt so Optionen f&uuml;r die Zukunft. Nehmen wir nur mal die Automobilindustrie. Die Zahl der Besch&auml;ftigten in dieser Industrie legitimiert fast alle Ma&szlig;nahmen. So 2009 die Abwrackpr&auml;mie, die weitestgehend <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/abwrackpraemie-erschreckende-bilanz-der-autoverschrottung\/5707118.html\">unwirksam war<\/a> \u2013 nur wurde ein Kauf vorgezogen und die meisten Pr&auml;mien strichen ausl&auml;ndische Marken ein. Dann die Verschonung beim Dieselskandal, weil ja immer gesagt wurde, wenn man bei uns ebenso wie in den USA Schaden zahlen w&uuml;rde, die Industrie pleitegehen w&uuml;rde und nun eine erneute Pr&auml;mie, zu der schon existenten Pr&auml;mie f&uuml;r Elektroautos obendrauf. Nur hat die Automobilindustrie in Deutschland den Trend verschlafen und hat kaum Elektroautos, die sie verkaufen k&ouml;nnte. Es wird also eine Industrie gef&ouml;rdert, die den Verbraucher betr&uuml;gt (Dieselgate), ihre Produkte nicht &ouml;kologisch weiterentwickelt (siehe E-Autos) und bei jeder Wirtschaftskrise eine staatliche Hilfe braucht. Alleine das letztere Argument w&auml;re f&uuml;r einen verantwortlichen Politiker ein Alarmsignal. Das erinnert mich an den Spruch \u201eMan wirft schlechtem Geld kein gutes hinterher\u201c, sprich, wenn ein Unternehmen unwirtschaftlich arbeitet und Verluste macht, dann st&uuml;tzt man es nicht noch weiter. Steckt das Geld woanders hin. Die Produktion und Wartung von Anlagen f&uuml;r Windkraft und Fotovoltaik bietet auch Arbeitspl&auml;tze. Bei einem &ouml;ffentlichen Verkehr, der so attraktiv ist, das er das Auto ersetzt (wir reden dann von einem erheblichen Ausbau des Netzes und auch attraktiver Taktung nicht nur in Spitzenzeiten) ben&ouml;tigt man unz&auml;hlige Besch&auml;ftigte als Fahrer, Schaffner, f&uuml;r die Wartung. Oder steckt es in andere Industrien \u2013 jetzt in Coronazeiten leidet auch das Gastst&auml;ttengewerbe, dort sind sogar mehr Personen besch&auml;ftigt als in der Automobilindustrie, wie w&auml;re es mit Gutscheinen f&uuml;rs Essen oder kompletten Wegfall der Mehrwertsteuer f&uuml;r dieses Gewerbe (w&uuml;rde das Gericht um 19 % verbilligen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern hat die Koalition wieder mal ein 7 Milliarden Euro teures Programm zur F&ouml;rderung von alternativen, regenerativen Energien beschlossen. Ziel diesmal: \u201egr&uuml;nen\u201c Wasserstoff zu f&ouml;rdern. Fangen wir mal mit dem einfachsten an, warum \u201egr&uuml;ner Wasserstoff\u201c? Nun damit ist nicht die Eigenfarbe des Wasserstoffs gemeint. Wasserstoff ist sowohl als Gas wie auch Fl&uuml;ssigkeit farblos. 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