{"id":14832,"date":"2020-06-22T07:32:25","date_gmt":"2020-06-22T05:32:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14832"},"modified":"2020-06-22T07:33:17","modified_gmt":"2020-06-22T05:33:17","slug":"wir-wissenschaftler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/06\/22\/wir-wissenschaftler\/","title":{"rendered":"Wir Wissenschaftler"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Auf meinen heutigen Blog kam ich schon vor einer Woche, da gab es in der Carolin Kebekus Show eine Satire \u201e<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/daserste\/video\/die-carolin-kebekus-show\/wissenschaftler-haben-auch-gefuehle\/das-erste\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2RpZS1jYXJvbGluLWtlYmVrdXMtc2hvdy81NTc1YWM1YS04OWIyLTQ0ZWEtYTdiYi04ZTVlZjFkMWEzMWE\/\">Auch Wissenschaftler haben Gef&uuml;hle<\/a>\u201c mit Mai Thi Nguyen-Kim als Counterpart zur Kebekus. Schaut euch das verlinkte Video mal an, es ist nicht lang, durchaus sehenswert und vermittelt auch einiges. Ich kam drauf, als ich in einem der letzten Blogs mal w&ouml;rtlich schrieb \u201eIch als Naturwissenschaftler &#8230;\u201c. In der Tat hat man als Naturwissenschaftler eine etwas andere Sicht auf vieles.<\/p>\r\n<p><!--more--><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/134fe8136218409285117966b802e7b5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zuerst mal eine Klarstellung: Alles was ich schreibe bezieht sich auf Naturwissenschaftler. Auch wenn Kebekus nur von Wissenschaftlern spricht, muss man nat&uuml;rlich noch sagen, das es auch andere Wissenschaften und damit andere Wissenschaftler gibt so Geisteswissenschaftler, Sozialwissenschaftler und Betriebswissenschaftler. F&uuml;r diese Wissenschaften gilt das folgende nicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wer eine Naturwissenschaft studiert, lernt in seinem Studium nicht nur Fakten, er sollte auch Vorgehensweisen eine Denkweise und Methoden lernen. Alle Naturwissenschaften haben einige Gemeinsamkeiten. Es gibt in allen Naturgesetze. In manchen sind diese fast immer in mathematische Formeln zu hie&szlig;en, was ein genaues Nachrechnen wie z.B. in der Physik erm&ouml;glicht, in anderen sind es Zusammenh&auml;nge oder Regeln aber Formeln kommen kaum vor wie z. B. In der Biologie. Alle Naturgesetze haben aber eine Gemeinsamkeit. Sie gelten, man kann sich auf sie verlassen und man kann sie anders als menschliche Gesetze nicht brechen. Wer einen Stein losl&auml;sst, der wird auch wenn das oft wiederholt bemerken, dass er zur Erde f&auml;llt. Ebenso wird Wasserstoff an der Luft verbrennen, wenn man ein Streichholz an ein Gef&auml;&szlig; mit Wasserstoff h&auml;lt und Pflanzen wachsen reproduzierbar auf das Licht zu. Auch wenn manche das bezweifeln, wird der Wirkungsgrad mit dem man eine energieform in eine andere umwandeln kann immer kleiner als 100 % sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Natur ist auch logisch. Wenn man etwas schon kennt, dann kann man diese Erkenntnis oft auf &auml;hnliche Ph&auml;nomene anwenden. Wenn man wei&szlig;, das Eisen als Metall mit Sauerstoff zu einem Metalloxid reagiert, dann liegt es nahe, das andere Metalle wie Nickel, Chrom oder Zink das auch tun.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nat&uuml;rlich gibt es auch in den Wissenschaften Diskussionen. Vieles, vor allem die Grundlagen sind l&auml;ngst gekl&auml;rt. Aber Wissenschaft bleibt nicht stehen und entdeckt immer Neues und erarbeitet nat&uuml;rlich auch immer neue Modelle, mit denen die Fakten erkl&auml;rt werden sollen. Ein popul&auml;res Beispiel aus der Astronomie: das das Universum sich ausdehnt und vor etlichen Milliarden Jahren in einem Punkt vereinigt war, ist durch zahlreiche Beobachtungen abgesichert und as entsprechende Urknallmodell ist abgesichert. Die beobachteten Gravitationskr&auml;fte zwischen den Sternen und Galaxien kann die beobachtbare Materie aber nicht erkl&auml;ren, ebenso scheint diese Materie zu wenig sein damit sich das Universum heute so ausdehnt, wie es dies tut. Man hat daher als St&uuml;tze des Modells dunkle Materie und dunkle Energie geschaffen, welche die fehlende Masse darstellt. Wie viel es von jedem gibt und woraus sie bestehen k&ouml;nnte, dar&uuml;ber wird diskutiert, eben weil man sie bisher noch nicht nachweisen kann.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Manche Laien verwechseln das, damit das die Wissenschaft sich nicht einig w&auml;re oder jeder seine eigene Theorie aufstellen k&ouml;nnte, die dann auf der gleichen Stufe steht wie ein etabliertes Modell. Das hat aber damit nichts zu tun. Vielmehr ist es ein momentaner Stand der Wissenschaft und die entwickelt sich weiter. Auch das Urknallmodell war urspr&uuml;nglich nur ein Modell von mehreren, wie das Universum aufgebaut ist und sich entwickelt. Es gab auch das Modell eines unver&auml;nderlichen Universums, das sogar Einstein vertrat und das eines Universums, in dem laufend neue Materie entsteht, um die Sternendichte trotz Ausdehnung aufrechtzuerhalten. Beobachtungen \u2013 als Erstes die Entdeckung der Rotverschiebung \u2013 wiesen aber das Urknallmodell als das richtige aus. Das <a href=\"https:\/\/sci.esa.int\/web\/euclid\">Weltraumteleskop Euclid<\/a> soll auch mehr &uuml;ber die dunkle Materie herausbringen und wenn das gelingt, wird sich sicher das eine oder andere Modell das derzeit in der Diskussion ist, als richtiger oder weniger richtig herausstellen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>So diskutieren auch Wissenschaftler. Ich glaube sogar, das in der Wissenschaft sich eines der besten Kontrollinstrumente eingeb&uuml;rgert hat. Zumindest in den gro&szlig;en Zeitschriften wie Nature oder Science kann man selbst als hochkar&auml;tiger Wissenschaftler nicht einfach einen Artikel publizieren. Er wird von einem anonymen Fachmann zuerst gepr&uuml;ft, oft auch mehrere. Das nennt sich Peer Review. Inzwischen hat sich dieses Modell durch das Internet weiterentwickelt und ein Artikel wird vorab als Open Peer Review publiziert. Jeder kann dann im Prinzip ihn lesen und kommentieren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Warum schreibe ich dies? Wenn man wie dies bei einer Naturwissenschaft der Fall ist, sogar bei einem schnellen Studium und Bachelor Abschluss mit dem System drei bis vier Jahre zu tun hat, wobei man eigentlich noch die letzten Jahre der Schulzeit hinzurechnen, sollte, sofern man nicht alle Naturwissenschaften abgew&auml;hlt hat, (geht das?) dann pr&auml;gt die Methodik das Denken. Man geht Probleme logisch an und man hat gelernt. Die Natur bevorzugt Effizienz und Einfachheit. Wenn ein Stein den Berg runterrollt, dann wird er den k&uuml;rzesten Weg nehmen und nicht in Kurven herabrollen. Ich habe bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/04\/29\/verschwoerungs-hirngespinste\/\">Verschw&ouml;rungstheorien<\/a> ja schon mal <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2014\/03\/11\/theorien-und-okrams-messer\/\">Okhams Messer<\/a> zitiert, obwohl Okham lebte bevor sich eine Naturwissenschaft in dem heutigen Sinn etablierte (er starb 1347), bei der die Natur beobachtet wird und man Zusammenh&auml;nge versucht zu ergr&uuml;nden, sofern es geht, auch durch Experimente und eine gefundene Tatsache dann mit anderen Beobachtungen zu verifizieren sucht, das war ab der Renaissance der Fall, hat er das grundlegende Prinzip richtig erkannt. Wenn man mehrere Erkl&auml;runeng f&uuml;r ein Naturph&auml;nomen hat, ist meist die simpelste Annahme die richtige. Das stimmt auch f&uuml;r menschliches Verhalten, weil auch wir meistens den direkten Weg gehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ich meine etwas mehr von der Methodik der Wissenschaften t&auml;te der Politik und den Medien gut. Der Kebekus-Beitrag f&auml;ngt ja schon damit an, das man Wissenschaftler kaum in den Medien wiederfindet und sie nun in der Coronakrise vermehrt auftreten. Nun ja, in diesen zahlreichen Sondersendungen, die monatelang nach jeder Hauptnachrichtensendung liefen oder in Diskussionrunden. Bei den Nachrichten eher weniger. Das liegt auch daran, das viele Wissenschaftler, wie ich, Angst davor haben, wenn sie etwas kurz ausdr&uuml;cken sollen, das sie wichtige Dinge weglassen oder falsch verstanden werden. Sie passen in das typische Nachrichtenformat mit kurzen Statements nicht herein. Ich h&auml;tte trotzdem mehr von denen geh&ouml;rt die sich mit der Materie auskennen und nicht den Kommentar irgendeines Oppositionspolitikers zu den Beschl&uuml;ssen der Regierung. Das n&uuml;tzt mir nichts. Was interessiert mich die Meinung von Lindner, Gauland oder Hofreiter wenn ich Fakten brauche, was ich selbst tun soll oder wie ich mich verhalten soll.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Logisches Vorgehen t&auml;te allgemein der Politik gut. Es gibt da derzeit wenig Logik und zwar auf allen Gebieten. So hat Scholz als er das Konjunkturpaket vorgestellt hat gesagt, man k&ouml;nne sich das leisten, weil man nicht die Verschuldungsschwelle von 80 % des Bruttoinlandprodukts erreicht habe. &Auml;h und was ist daran logisch? Diese 80 % Grenze ist eine willk&uuml;rlich gesetzte Marke, keine Naturkonstante wie die Lichtgeschwindigkeit und wenn man sie rei&szlig;t, wird sicher die Politik sie auf 100 % setzen. Vor allem \u2013 es mag eine qualitative Beziehung zum Staatshaushalt geben in dem Sinne, das je h&ouml;her das BIP ist desto h&ouml;her die Steuereinnahmen sind. Aber Schulden h&auml;ngen auch mit Staatsausgaben ab und der Steuerpolitik. Vor allem ist das BIP wohl deswegen gew&auml;hlt, damit die Grenze kleiner ist. Es hei&szlig;t n&auml;mlich, das die Staatsschulden maximal 80 % der gesamten Wirtschaftsleistung, das ist das Bruttoeinkommen aller Besch&auml;ftigten, die Gewinne aller Unternehmen vor Steuern eines Jahres ausmachen d&uuml;rfen. Das sind pro Kopf der Bev&ouml;lkerung rund 40.000 Euro. Das klingt dann schon etwas be&auml;ngstigender und man k&ouml;nnte was eine direkte Entsprechung w&auml;re auch die Staatsverschuldung auf die Staatseinnahmen beziehen, dann s&auml;he es so aus, das um die Schulden abzubauen, der Staat 6 Jahre lang alle seine Einnahmen aufwenden m&uuml;sste.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das die Politik in Sachen Klimawandel nicht der Logik folgt habe ich schon mehrfach hier aufgedr&ouml;selt. Zugegeben kommen beim Klimawandel kommen zwei Dinge zusammen die f&uuml;r Politiker ung&uuml;nstig sind: es ist eine globale Aufgabe. Eigene Anstrengungen wirken sich also nur bedingt aus und es ist ein langfristiges Ziel. Politiker denken meist nur in Wahlperioden also 4 oder 5 Jahren. Doch auch unter der Pr&auml;misse findet sich viel Unlogik in der Klimapolitik. Was mir auff&auml;llt, ist das man die Klimapolitik trotz nationaler Ziele wie \u201e40 % weniger Kohlendioxid Emissionen als 1990\u201c nicht als ganzheitliche Aufgabe sieht. Stattdessen gibt es einzelne Aspekte, die isoliert betrachtet werden wie Verkehr, Heizen, Stromerzeugung. Eine logische Klimapolitik w&auml;re es zu sehen, wo man mit dem vorhandenen Geld am meisten bewegen kann. Man kann f&uuml;r 10.000 Euro sich eine neue Heizung kaufen die 10 % an Energiekosten einspart oder eine Fotovoltaikanlage, die so viel Strom produziert der in Energie&auml;quivalente umgerechnet 30 % des Verbrauchs an Erdgas oder &Ouml;l f&uuml;r die Heizung entspricht. Gefordert wird von der Politik aber das erste und das andere wird auf das Klimaziel nicht angerechnet. Nat&uuml;rlich reicht der Strom im Winter nicht zum Heizen, doch da w&auml;re es an der Politik eine Infrastruktur zu schaffen, die die Energie aus Strom im Sommer speichert (z.B. durch Gewinnung von Wasserstoff oder Methan), die man dann im Winter nutzen kann. Ebenso ist den meisten klar das der Individualverkehr energetisch die gr&ouml;&szlig;te Verschwendung ist, aber anstatt die Leute dann von diesem weg zu bewegen und nat&uuml;rlich auch Alternativen bereitzustellen meint man, man l&ouml;se das Problem mit Elektroautos die dann etwas weniger Energie pro gefahrenem Kilometer brauchen. Andere Wege, die das Problem global sehen, indem man zum Beispiel Geld ausgibt, das woanders wo die Energieeffizienz noch weitaus schlechter ist als bei uns Kohlendioxid einspart oder man woanders aufforstet, um Kohlendioxid zu binden \u2013 bei uns fehlen ja die Fl&auml;chen dazu, denkt man nicht mal an.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Dabei handelt es sich hier um eine Aufgabe, die auf physikalischen und chemischen Gesetzen basiert, also Naturwissenschaft pur. Die meisten Dinge, die die Politik beschlie&szlig;t, haben aber prim&auml;r mit den Menschen und ihrem Verhalten zu tun, das nur bedingt logisch ist, so auch die Politik. Auch hier t&auml;te mehr Logik gut. Nehmen wir mal das Thema Gleichberechtigung. Im Grundgesetz steht ja alle Menschen sind gleich, aber so richtig gleich sind sie nicht. Vor einigen Wochen ging durch die Nachrichten, das <a href=\"https:\/\/www.aidshilfe.de\/blutspendeverbot-schwule-bisexuelle-maenner\">Schwule nur Blut spenden d&uuml;rfen wenn sie einen Jahr lang keinen Sex haben<\/a>. Ich dachte zuerst \u201eH&auml;, in welchen Zeiten leben wir\u201c, aber Politiker von <a href=\"https:\/\/www.queer.de\/detail.php?article_id=36214\">CDU und AfD<\/a> verteidigten das noch. Dabei ist schon offensichtlich das die Vorschrift bl&ouml;dsinnig ist. Denn wie bitte will man kontrollieren, ob jemand ein Jahr lang keinen Sex hatte? Aber hier sind die Menschen immer noch nicht gleichberechtigt. Das gilt, auch wenn z.B. ein gleichgeschlechtliches P&auml;rchen ein Kind adoptieren will, bei zahlreichen Regelungen, in denen ein Partner f&uuml;r den Anderen Entscheidungen f&auml;llen darf, z.B. weil dieser nicht in der Lage dazu ist. Wenn ich das Grundgesetz ernst nehme, dann sollte ich der Logik nach alle diese Hemmnisse, die es gibt, abbauen. Dazu geh&ouml;ren dann auch Privilegien wie z.B. das Ehegattensplitting. Warum gibt es das f&uuml;r Paare mit Trauschein aber nicht f&uuml;r welche ohne Trauschein? Vor allem macht es keinen Sinn. Es ist ja nicht so, das der Staat Ehen f&ouml;rdert, damit es mehr Kinder gibt, die man braucht um die Bev&ouml;lkerung und damit das Renten und Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten, sondern es wird die Ehe an sich, auch wenn sie kinderlos ist, bevorzugt. Das Gesetz wurde von den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ehegattensplitting#\">Nazis 1934 eingef&uuml;hrt<\/a>, nachdem in der Weimarer Republik eine Vorg&auml;ngerregierung eben wegen der Gleichberechtigung, abgeschafft wurde. Die Wikipedia schreibt dazu \u201eDiese Ma&szlig;nahme hatte das Ziel, Frauen vom Arbeitsmarkt zu verdr&auml;ngen. Zum einen erhoffte man sich in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine Verknappung des Arbeitskr&auml;fteangebots. Zum anderen entsprach die Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau dem nationalsozialistischen Gesellschaftsbild.\u201c. Und das soll ein Leitbild f&uuml;r unsere heutige Gesellschaft sein, wo bleibt da die Logik?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zumindest Logik sollte etwas mehr in die Politik einziehen. Weiterhin basiert Naturwissenschaft auf Tatsachen. Politik dagegen oft auf Annahmen und Behauptungen, manchmal und bei einer Partei ziemlich oft, auch auf L&uuml;gen. Auch eine R&uuml;ckbesinnung auf diese w&auml;re sinnvoll. Zu den Dingen, die man als Wissenschaftler auch lernt, ist es, die eigene Kompetenz einzusch&auml;tzen. Also wo endet die eigene Expertise, auch das war im Beitrag von Kebekus ein Thema. Die Medizin macht Vorschl&auml;ge wie man eine Epidemie eind&auml;mmen kann. Welche Auswirkungen diese in der Praxis haben, was man umsetzen sollte und was nicht sagt sie aber nicht, denn das ist keine naturwissenschaftliche Fragestellung, sondern eine wirtschaftliche und soziale. Politiker sollten daher auf die h&ouml;ren, die von einer Materie mehr verstehen, tun das aber nur &auml;u&szlig;erst selten, selbst wenn sie extra zur Beratung ein Expertengremium eingesetzt haben, wie man beim Kohleausstieg und der Klimakomission sah.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Das klappt vor allem deswegen, weil auch die Menschen in ihrem Wahlverhalten nicht der Logik folgen, sondern Vorlieben, Vorurteilen oder einfach der Gewohnheit. W&uuml;rden alle Menschen vor der Wahl sich &uuml;ber die Wahlprogramme der Parteien informieren und dann die Partei w&auml;hlen, die ihre Interessen am besten vertritt, ich wage die Prognose die Sitzverteilung im Bundestag w&uuml;rde sich deutlich ver&auml;ndern.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf meinen heutigen Blog kam ich schon vor einer Woche, da gab es in der Carolin Kebekus Show eine Satire \u201eAuch Wissenschaftler haben Gef&uuml;hle\u201c mit Mai Thi Nguyen-Kim als Counterpart zur Kebekus. Schaut euch das verlinkte Video mal an, es ist nicht lang, durchaus sehenswert und vermittelt auch einiges. 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