{"id":14850,"date":"2020-07-08T07:31:37","date_gmt":"2020-07-08T05:31:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14850"},"modified":"2020-07-08T07:31:37","modified_gmt":"2020-07-08T05:31:37","slug":"das-erste-halbe-jahr-mit-dem-e-bike-fischer-cita-5-0i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/07\/08\/das-erste-halbe-jahr-mit-dem-e-bike-fischer-cita-5-0i\/","title":{"rendered":"Das erste halbe Jahr mit dem E-bike Fischer Cita 5.0i"},"content":{"rendered":"<p>Seit einem halben Jahr habe ich nun mein erstes e-bike. Einen <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/03\/14\/erfahrungsbericht-fischer-cita-5-0i\/\">ersten Erfahrungsbericht<\/a> habe ich hier ja schon mal ver&ouml;ffentlicht. Genug Zeit ist vergangen, nun einen Erfahrungsbericht zu ver&ouml;ffentlichen.<\/p>\n<p>Ich war ja etwas skeptisch vor dem Kauf. Nicht wegen des konkreten Fahrrads, sondern eher wegen E-bikes allgemein. Meine Hauptbef&uuml;rchtung war, das ich durch das e-bike \u201efaul\u201c werden k&ouml;nne. Dazu hat es bei mir ein schlechtes Image, weil die meisten e-bikes, die ich auf den Stra&szlig;en sah, von Senioren gefahren wurden. Und ehrlich gesagt ich f&uuml;hle mich noch nicht so alt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/914466d8e4e6493292c2515345ef7ca7\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Ich wusste aber schon lange, dass ich f&uuml;r dieses Jahr eine Entscheidung f&auml;llen musste. Ich gehe normalerweise w&auml;hrend der Freibadsaison, das hei&szlig;t vom 1. Mai bis in die erste Septemberwoche jeden Tag ins Freibad. Das ist schon mit dem Fahrrad anstrengend auf dem R&uuml;ckweg, wenn man 90 Minuten Schwimmen in den Knochen hat und es dann, wie in den letzten beiden Sommer so hei&szlig; ist und\/oder man Gegenwind bekommt \u2013 gemeinerweise kommt der meist von Westen und auf den Strecken, auf denen ich unterwegs bin, steigt die Steigung immer nach Westen an.<\/p>\n<p>Mein Lieblingsbad in Berkheim wird dieses Jahr renoviert. Berkheim war mit dem Fahrrad gut erriechbar. Es gibt auf 6 km Strecke ungef&auml;hr 60 m H&ouml;henunterschied. Die beiden n&auml;chsten Alternativen in Esslingen und Denkendorf haben dagegen 170 bzw. 130 m H&ouml;henunterschied. In allen F&auml;llen dummerweise auf dem R&uuml;ckweg. W&auml;hrend ich die Steigung von Denkendorf noch bei nicht zu hei&szlig;em Wetter bew&auml;ltige, ohne verschwitzt anzukommen, da sich die Steigung auf rund 4 km verteilt, sind es bei Esslingen 160 H&ouml;henmeter auf nur 2,3 km Strecke. Das geht mit dem Fahrrad, aber angenehm ist es nicht.<\/p>\n<p>Weil ich nicht aufs Schwimmen verzichten wollte, habe ich mir ein e-bike gekauft, das aber lange nur wenig gefahren wurde \u2013 im Winter eigentlich nur ein bis zweimal pro Woche f&uuml;r den Einkauf. Gr&ouml;&szlig;ere Strecken kamen da nicht zusammen. Nun haben die B&auml;der wieder t&auml;glich offen und das Fischer cita 5.0i ist auch t&auml;glich im Einsatz. Zeit einen zweiten Erfahrungsbericht hinterherzuschieben<\/p>\n<h3 class=\"western\">Allgemeines Fahrverhalten<\/h3>\n<p>Woran ich mich nur langsam gew&ouml;hne ist das dem e-bike die \u201eSpritzigkeit\u201c fehlt. Da es rund doppelt so viel wiegt wie ein normales Fahrrad reagiert es entsprechend tr&auml;ger auf Lenkbergungen aber auch Gewichtsverlagerungen wie man sie z.B. f&uuml;r die Kurve ben&ouml;tigt. Der Wendekreis ist gr&ouml;&szlig;er und man muss nat&uuml;rlich immer noch mit dem zus&auml;tzlichen Eingreifen des Motors rechnen, wenn man selbst in die Pedale tritt. Kurven nehme ich daher deutlich weiter, versuche auch noch vorausschauender zu fahren. Wenn es um den Punkt &#8222;Fahrspa&szlig;&#8220; geht, so hat ein normales Fahrrad deutliche Vorteile. So gesehen trifft das Vorurteil \u201eRentnerfahrrad\u201c zum Teil zu. F&uuml;r sportliche Fahrer ist es eher nichts. Nicht nur wegen der Massentr&auml;gheit, sondern weil man selbst als nicht so fitter Fahrradfahrer, wie ich, problemlos auf gerader Strecke &uuml;ber 26 km\/h kommt und dann schaltet der Antrieb ab und man bewegt eben ein 25 kg schweres Fahrrad ohne Motorunterst&uuml;tzung. Das ist wie bei einem normalen Fahrrad mit 12 kg Eink&auml;ufen als Last.<\/p>\n<p>Woran ich mich gew&ouml;hnen musste, waren die hydraulischen Bremsen. Die von mir gewohnten Seilzugbremsen bremsen nicht sofort, sondern die Verz&ouml;gerung nimmt langsam zu. Daran hatte ich mich gew&ouml;hnt. Das hei&szlig;t, f&uuml;r eine schnelle Bremsung muss man stark in die Bremsen greifen. Die hydraulischen Bremsen reagieren erheblich direkter und beim gleichen Bremsverhalten hebt es einen dann fast aus dem Sattel. Inzwischen habe ich mich doch daran gew&ouml;hnt, auch an die fehlende R&uuml;cktrittbremse. Allerdings haben die hydraulischen Bremsen auch die erste Reparatur verursacht. Ich bin auf einem schlammigen Stra&szlig;enst&uuml;ck ausgerutscht, nachdem ich von der Kurve einbog. An und f&uuml;r sich kein gro&szlig;er Akt, ich bin auch nicht wirklich gest&uuml;rzt und habe mir selbst nichts getan, doch die Bremse war gleich defekt, weil es reicht, wenn der d&uuml;nne Plastikschlauch besch&auml;digt ist und dann Hydraulik&ouml;l ausl&auml;uft. Woran ich mich inzwischen gew&ouml;hnt habe und auch sehr positiv sehe ist das der Motor sofort anspringt, was beim Anfahren recht angenehm ist. Was man aber nicht tun darf, ist den Antrieb einzuschalten, wenn man schon f&auml;hrt. Dann meldet die Steuerung einen Fehler. Ausschalten kann man ihn auch nur, wenn man nicht f&auml;hrt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Reichweite<\/h3>\n<p>Wie schon geschrieben \u2013 ein e-bike soll bei mir nicht Anstrengung generell einsparen, sondern eine Hilfe sein, wenn es starken Gegenwind, wie in den letzten Tagen oder eine Steigung gibt. Davon gibt es auch so gen&uuml;gend auf den Fildern. Es gibt zwei Anzeigen um die Reichweite zu &uuml;berpr&uuml;fen. Zum einen im Hauptdisplay der Akkuladestand in vier gro&szlig;en 25 % Bl&ouml;cken, aber dazwischen auch noch abgestuft. Nach ihr richte ich mich prim&auml;r. Dazu gibt es aber noch eine Restreichweitenanzeige in einem Untermen&uuml;. Sie w&auml;re ganz n&uuml;tzlich, wenn man wissen will, ob man den Akku aufladen soll oder es noch f&uuml;r die n&auml;chste Fahrt reicht. Leider funktioniert sie nicht zuverl&auml;ssig. Der Stand wird aktualisiert, wenn man den Akku aufl&auml;dt und danach laufend Reichweite abgezogen. Nach der Auslieferung lag sie nach dem Aufladen zwischen 74 und 78 km. Nachdem ich zuerst nur auf den Fildern &#8211; zwar auch mit H&uuml;geln, aber eben keinem Talkessel &#8211; unterwegs war, sprang sie nach einigen Ladevorg&auml;ngen auf das doppelte: 150 bis 154 km Restreichweite. Nachdem ich nun das Fischer cita t&auml;glich im Einsatz habe, um nach Esslingen zu fahren und da eben 2 km mit 8 % Steigung auf der Strecke liegen, sank sie auf 111 km. In den letzten Tagen, wo es hei&szlig; war oder windig, habe ich dann anstatt Stufe 2 oft Stufe 3 f&uuml;r den Aufstieg genutzt. Dann sank sie auf 88 km.<\/p>\n<p>Doch alle diese Angaben sind illusorisch. Ich lade derzeit nach drei Touren, das sind etwa 36 bis 38 km auf, manchmal kommt noch eine Fahrt zum Einkaufen oder nach Kemnat dazu, das sind dann weitere 5 bis 7 km. Der Akkuladestand ist dann bei 25 % oder etwas darunter. So w&uuml;rde ich auf dieser Strecke die Reichweite auf rund 50 bis 55 km sch&auml;tzen, nicht 88 und nicht 111. Die Anzeige ist ja auch nicht prinzipiell doof. So sank sie nach einer Tour mit 12 km Fahrtweg von 88 auf 54 km ab also nicht um 12 sondern 34 km. Nur warum beginnt sie immer mit einem utopischen Wert? Er scheint auch nicht so richtig an die Leistungsstufe des Motors angepasst zu werden, denn wenn ich von Stufe 1 auf 3 oder 3 schalte, dann &auml;ndert sich die Anzeige nicht, obwohl eigentlich klar ist, dass damit einher geht, das der Motor im Mittel mehr Leistung liefert. Wenn der Startwert einfach beim Aufladen berechnet w&uuml;rde, indem man gefahrenen Kilometer seit dem letzten Laden und verbliebenen Akkuladestand in Beziehung setzt, k&auml;me man auf einen recht genauen Wert.<\/p>\n<p>An der Unterst&uuml;tzung durch den Elektromotor ist nichts zu meckern. Wie schon gesagt, auf dem anspruchsvollen St&uuml;ck komme ich mit Stufe 2 von 4 recht gut aus, wenn es wirklich anstrengend wird, mal auch Stufe 3. Die 4 habe ich nie ben&ouml;tigt und nur ein paarmal testweise genutzt. Wenn es noch steiler w&uuml;rde, also einen Berg hochginge dann br&auml;uchte man sie oder eben, wenn man zu den fauleren Typen geh&ouml;rt. F&uuml;r die Ebene reicht eigentlich die Unterst&uuml;tzungsstufe 1.<\/p>\n<h3 class=\"western\">G&auml;nge<\/h3>\n<p>Was mich am meisten st&ouml;rt, ist das Verhalten der Gangschaltung. Sie reagiert sehr tr&auml;ge, selbst wenn ich als Vergelichsma&szlig;stab nicht die gute Schaltung meines <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/04\/23\/testbericht-feldmeier-fc54\/\">alten Feldm<\/a><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/04\/23\/testbericht-feldmeier-fc54\/\">e<\/a><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2012\/04\/23\/testbericht-feldmeier-fc54\/\">ier<\/a> nehme, die schnell und weich schaltet sondern nur die meines <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/06\/21\/testbericht-aldi-herren-city-bike-cyco-71-cm28-2013\/\">300 Euro <\/a><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/06\/21\/testbericht-aldi-herren-city-bike-cyco-71-cm28-2013\/\">Aldi-Zweitfahrrades<\/a>, das inzwischen in meiner Ferienwohnung ist, als Ma&szlig;stab nehme. Sie reagiert oft erst nach Sekunden oder schaltet trotz Lastunterbrechung nicht. Vor allem, wenn man zwei oder mehr G&auml;nge runterschaltet, was bei pl&ouml;tzlich auftretenden Steigungen oft vorkommt. Inzwischen schalte ich schon lange vorher herunter, um das zu verhindern. Ich bin ja ein Fan von Nabenschaltungen eben weil sie auch ohne das man tritt schalten. Doch von den Vorteilen sieht man hier nichts. Wenn die Schaltung so tr&auml;ge reagiert, auf der anderen Seite der Elektromotor den Hauptnachteil gegen&uuml;ber einer <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2010\/08\/14\/wer-braucht-eine-kettenschaltung\/\">Kettenschaltung<\/a> \u2013 man muss z.B. beim Anhalten herunterschalten, sonst tut man sich beim Wiederanfahren im hohen Gang schwer und auch die sonst &uuml;bliche R&uuml;cktrittbremse fehlt, dann meine ich w&auml;re eine Kettenschaltung besser. Ich habe aber noch die Hoffnung das dies beim ersten Servicetermin korrigiert wird denn auch sonst war die Vormontage des Fahrrads nicht so besonders toll, was man dann bei dem Termin wegen der Bremse noch korrigierte.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Neue Technologie in alten Konzepten<\/h3>\n<p>Ich will den Artikel nutzen, um ein Problem anzusprechen das ich allgemein beim Einsatz der Elektrotechnologie sehe. N&auml;mlich, das man einfach ein bestehendes Vehikel umbaut ohne sich Gedanken zu machen, wie es besser ginge. Konkret beim e-bike. Braucht das noch eine Gangschaltung? Der Elektromotor kann ja stufenlos assistieren. Jeder, der Fahrrad f&auml;hrt, wei&szlig;, das ein entspanntes Fahren auf der Geraden in den mittleren G&auml;ngen m&ouml;glich ist. Es spielt nicht nur eine Rolle, wie viel Kraft man aufwenden mus, sondern auch wie schnell man tritt. Was n&uuml;tzt es einem, wenn man in einem niedrigen Gang wenig Kraft aufwenden muss, wenn man enorm viele Umdrehungen aufbringen muss? Bei der Steigung von Esslingen nach Ruit w&uuml;rde ich z.B. auch mit Stufe 1 aufkommen, nur w&uuml;rde ich dann im Gang 1 viel treten m&uuml;ssen. Das ist trotz weniger Kraftaufwand anstrengender. Pro Unterst&uuml;tzungsstufe geht das Optimum um einen Gang hoch, bei Stufe 4 nimmt man die Steigung also im 4 Gang \u2013 wesentlich entspannter zu fahren. Vielleicht probiere ich mal das aus. Derzeit bin ich mehr auf dem \u201eAkku-Schon-Trip\u201c.<\/p>\n<p>Die Steuerung kann doch messen, wie oft ich in die Pedale trete, es misst zumindest die Leistung, die ich aus&uuml;be, die kann man im Display abrufen. Ich fand, dass ich bei 100 bis 135 Watt am entspanntesten fahre. Wenn der Antrieb also anstatt G&auml;ngen sich entweder nach einer bestimmten Tretfrequenz oder eben nach dieser Wattzahl richten w&uuml;rde, anstatt festen Unterst&uuml;tzungsstufen, dann br&auml;uchte man auch keine G&auml;nge. Die Unterst&uuml;tzungsstufen w&uuml;rden dann eher Belastungswerten entsprechen.<\/p>\n<p>Jetzt wo ich 2 Kilometer lang bei der Hinfahrt nur bremsen muss, w&uuml;nsche ich mir auch so etwas wie eine Motorbremse und das w&auml;re mit einem Elektromotor auch m&ouml;glich, w&uuml;rde sogar Energie gewinnen, die man speichern k&ouml;nnte. Das beherrscht das e-bike nicht, aber soweit ich wei&szlig; auch die meisten anderen e-bikes nicht. So sind als Folgekosten am Ende des Sommers nach 70 Bremsvorg&auml;ngen von je 5 Minuten Dauer sicher neue Bremsbel&auml;ge notwendig.<\/p>\n<p>Das Vorgehen \u2013 man f&uuml;gt in das bestehende System Fahrrad einfach einen Elektromotor ein (es gibt ja sogar <a href=\"https:\/\/amzn.to\/2BMaa4i\">Umr&uuml;stungskits<\/a>) ist symptomatisch, wie man bei allen neuen e-Verkehrsmitteln vorgeht. De beiden obigen Ideen w&auml;ren eine wirklich sinnvolle Verbesserung. Auch wenn es intern sicher noch G&auml;nge gibt, ist das manuelle Schalten durch die Unterst&uuml;tzung doch eigentlich nicht notwendig sondern das k&ouml;nnte der Antrieb automatisch machen. Er misst ja, wie stark ich mich belaste.<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel: es gibt auch e-Roller. Das sind also die elektrifizierten Gegenst&uuml;cke zu einem Mofa oder Moped. Im Prinzip w&auml;re ein E-bike auch ein E-Roller. Es m&uuml;sste einfach nur darauf ausgelegt sein, das der Fahrer nicht tritt, sondern man &uuml;ber einen Gashebel die Leistung des Elektromotors steuert. Stattdessen sind E-roller aber Gegenst&uuml;cke zu Motorroller. Was ist der Unterschied? Da Motorroller einen Motor haben, der zwar f&uuml;r einen Benzinmotor wenig Leistung hat, meist um die 1,5 bis 2 kW, aber eben doch deutlich mehr als der Elektromotor eines E-Bikes sind sie relativ schwer. Wiegen so um die 80 kg und haben dicke Reifen mit hohem Rollwiderstand. Ersetzt man nun das Benzin durch Akkus, so haben diese Roller geringe Reichweiten von (nach Herstellerangaben) meist 25 km. Da sie als Mofa nicht schneller als ein E-Bike sein d&uuml;rfen, w&auml;re ein e-bike eben ohne Pedale, G&auml;nge stattdessen ein Brett f&uuml;r die F&uuml;&szlig;e und ein Gaspedal eine bessere L&ouml;sung \u2013 das wiegt um die 25 kg und hat schmale Reifen mit geringerem Widerstand. Mit einem etwas gr&ouml;&szlig;eren Akku k&auml;me man dann auch auf mehr Reichweite als ein E-Roller und ben&ouml;tigt trotzdem nur einen kleinen Motor: e-<\/p>\n<p>Bikes haben typisch einen 250 W Motor, der Anwender wird auf Dauer nicht mehr als 150 Watt beisteuern, ein 400 W Motor \u2013 nur ein Viertel, dessen was ein Motorroller hat, w&uuml;rde also ausreichen.<\/p>\n<p>&Auml;hnliches beim E-Auto. Zum einen w&auml;re auch hier ein Abspecken beim Gewicht sinnvoll. Stattdessen baut die Automobilindustrie dieselben Fahrzeuge wie als Benziner. Selbst das Reichweitenproblem w&auml;re keins, wenn man ein fl&auml;chendeckendes Ladenetz, vor allem auch mit Schnellladestationen, h&auml;tte. Dann m&uuml;sste man eben alle zwei Stunden aufladen und eine kleine Pause machen. In dem Abstand sollte man sowieso pausieren um die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten und einen Stop f&uuml;r den Toilettengang etwas zu essen wird man in einem soclhen Intervall auch einlegen. Doch wie ich einem <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/exclusiv-im-ersten-der-naechste-wird-ein-elektro-wirklich-100.html\">Fernsehbeitrag entnehme<\/a>, mangelt es nicht nur an Ladestellen, sondern an jeder Steckdose der Ladestelle kann man nur Strom beziehen, wenn man vorher einen Vertrag mit dem Stromlieferanten hat. Das w&auml;re wie, wenn man bei Benzin nur an Haltestellen f&uuml;r Total tanken d&uuml;rfte, nicht aber bei BP, Esso oder Shell. Da ist die Politik gefordert, doch die meint, es reiche Pr&auml;mien f&uuml;r die Anschaffung zu vergeben.<\/p>\n<p>Das gleiche gilt auch f&uuml;r das E-bike. Das E-Bike oder f&uuml;r Personen die nicht treten wollen (daf&uuml;r gibt auch gute Gr&uuml;nde z.B. um nicht durchgeschwitzt am Arbeitsplatz zu erschienen) der E-Roller w&uuml;rden sich erheblich besser durchsetzen, wenn es mehr Strecken nur f&uuml;r Fahrr&auml;der g&auml;be. Auch daf&uuml;r gibt es ein Beispiel. Die Haupteinfahrtstra&szlig;e nach Esslingen ist die Breslauer Stra&szlig;e. Entsprechend frequentiert ist sie, zumal man &uuml;ber sie auf die B10 kommt, wenn man Stuttgart fahren will. Auf zwei Drittel der Strecke hat man nun endlich einen vorher schmalen Fu&szlig;g&auml;ngerweg ausgebaut, bzw. im unteren Bereich eine Autospur abgeknapst als reine Fahrradspur. Ich bin fr&uuml;her nie die Strecke gefahren \u2013 wer will schon steil abw&auml;rts auf einem 1 m breiten Streifen, direkt neben der Fahrbahn der Autos fahren. Stattdessen l&auml;ngere Strecken durch den Wald auf Schotterpisten. Nun fahre ich da gerne und w&uuml;rde mich freuen, wenn auch das untere Drittel noch ausgebaut w&uuml;rde \u2013 ginge, wenn man die Parkspur, die es dort gibt, ersatzlos abschaffen w&uuml;rde. Das ist das, worauf es ankommt: niemand wird eine Alternative zum Auto nutzen solange er als Fahrradfahrer zusammen mit Autos fahren muss, denn das ist lebensgef&auml;hrlich, zumindest auf Stra&szlig;en, wo diese ihre volle Geschwindigkeit ausfahren d&uuml;rfen. Regelungen wie der 1,5 m Abstand, den es seit einigen Monaten gibt, werden ja eh nicht eingehalten.<\/p>\n<p>Die Politik muss klarmachen, dass sie ein bestimmtes Verkehrsmittel priorisiert. Das ist ja nichts Neues. Busse bekommen z.B. eine gr&uuml;ne Welle. Anders wird es kein Umdenken bei den Autofahrern geben, denn wie ich jeden Tag feststelle, tun die auf Fahrrad oder Gehwegen Dinge, die sie auf f&uuml;r Autos freigegebenen Stra&szlig;en nie tun w&uuml;rden, wie das Parken auf Gehwegen oder Fahrradwegen oder eben der fehlende Abstand \u2013 w&uuml;rden sie nur 50 cm vom n&auml;chsten Auto entfernt &uuml;berholen? Man muss, damit es f&uuml;r jeden Fahrradfahrer sicher ist und dann auch mehr das Verkehrsmittel benutzen Auto- und Zweiradverkehr trennen. Gibt es die Wege, dann gibt es auch die Nutzer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einem halben Jahr habe ich nun mein erstes e-bike. Einen ersten Erfahrungsbericht habe ich hier ja schon mal ver&ouml;ffentlicht. Genug Zeit ist vergangen, nun einen Erfahrungsbericht zu ver&ouml;ffentlichen. Ich war ja etwas skeptisch vor dem Kauf. Nicht wegen des konkreten Fahrrads, sondern eher wegen E-bikes allgemein. 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