{"id":14871,"date":"2020-07-21T09:10:55","date_gmt":"2020-07-21T07:10:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14871"},"modified":"2021-01-26T19:53:26","modified_gmt":"2021-01-26T18:53:26","slug":"raketenstarts-werden-immer-teurer-und-die-problematik-der-wertberechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/07\/21\/raketenstarts-werden-immer-teurer-und-die-problematik-der-wertberechnung\/","title":{"rendered":"Raketenstarts werden immer teurer \u2013 und die Problematik der Wertberechnung"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Alle jammern. Es wird alles immer teurer, auch Starts. Gerade deswegen sind ja Newcomer wie SpaceX wichtig sagen dann die einen. Doch stimmt das? Meiner Ansicht nach sind Raketenstarts immer billiger geworden. Nun ist es schwer die Daten zusammenzutragen, zudem sind Typen ja auch nicht unver&auml;ndert &uuml;ber Jahrzehnte im Einsatz sind (okay, bei den Chinesen und Russen schon, aber daf&uuml;r gibt es von denen keine echten Informationen, was ihre Raketen fr&uuml;her kosteten). Ich habe das vor Jahren schon mal gemacht, aber ich wiederhole es hier mal und zwar am Beispiel von Ariane. Das liegt zum einen daran, dass ich hier durch meine beiden B&uuml;cher die Daten schon recherchiert habe, und zum anderen, weil sie in Europa gebaut wurden, was die R&uuml;ckrechnung der Kaufkraft einfacher macht als bei US-Raketen.<\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/4f53e985bcf44e1b9eed5b52e3b6eb0e\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ariane umfasst zwei Familien, was die grundlegende Technologie angeht: Ariane 1-4 und Ariane 5G, 5E und 6.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hier einmal die offiziellen Zahlen was ein Start kostet(e)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table class=\"has-fixed-layout\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th>Tr&auml;ger<\/th>\r\n<th>Ariane 1<\/th>\r\n<th>Ariane 2<\/th>\r\n<th>Ariane 3<\/th>\r\n<th>Ariane 44L<\/th>\r\n<th>Ariane 5G<\/th>\r\n<th>Ariane 5E<\/th>\r\n<th>Ariane 6<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Bezugsjahr<\/td>\r\n<td>1985<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1989<\/td>\r\n<td>2002<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Preis<\/td>\r\n<td>334 Mill. Franc<\/td>\r\n<td>371 Mill. Franc<\/td>\r\n<td>420 Mill. Franc.<\/td>\r\n<td>539 Mill. Franc<\/td>\r\n<td>130 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>165 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>120 Mill. Euro<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ariane wird von Arianespace mit dem Sitz in Frankreich vermarktet, also ist der Startpreis bis zur Einf&uuml;hrung des Euro 2001 in franz&ouml;sischen Franc, danach in Euro. Die Umrechnung DM in Euro ist noch relativ einfach, da die ESA intern alle W&auml;hrungen der Mitgliedsl&auml;nder in \u201eAccounting Units\u201c umrechnete und da galt &uuml;ber Jahre hinweg konstant 1,90 DM = 1 AU, fast derselbe Umrechnungskurs wie bei Einf&uuml;hrung des Euros (1,96 zu 1). Dann bleibt noch die Umrechnung Franc in DM. In dem Zeitraum war die relativ konstant, ich kann mich aus meiner Jugend noch erinnern, das wir grob mit 1 DM = 3 Franc gerechnet haben und beim Gr&uuml;ndungskapital von Arianespace 1979 gibt es auch wegen der deutschen Beteiligung konkrete Zahlen: Die 196 Millionen Franc entsprachen 65,2 Millionen DM, was dem Faktor 2,8 entspricht, die grobe Umrechnung stimmt also recht gut. So justiert komme ich zu Tabelle 2, diesmal alle Preise in Euro (5,3 FF = 1 \u20ac):<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table class=\"has-fixed-layout\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th>Tr&auml;ger<\/th>\r\n<th>Ariane 1<\/th>\r\n<th>Ariane 2<\/th>\r\n<th>Ariane 3<\/th>\r\n<th>Ariane 44L<\/th>\r\n<th>Ariane 5G<\/th>\r\n<th>Ariane 5E<\/th>\r\n<th>Ariane 6<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Bezugsjahr<\/td>\r\n<td>1985<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1989<\/td>\r\n<td>2002<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Preis<\/td>\r\n<td>63 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>70 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>79 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>100 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>130 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>165 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>120 Mill. Euro<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zuerst sieht es also so aus w&auml;re ein Start stetig teurer geworden. Bis nun Ariane 6 den Trend nach oben korrigiert. Aber nun komme ich zum Kernthema \u2013 das ist ohne Inflation. Bei uns und ich denke auch in der EU wird die Inflation &uuml;ber den Preisanstieg eines \u201eWarenkorbs\u201c berechnet zu dem anders als der Name suggeriert nicht nur Nahrungsmittel, sondern alle ausgaben eines Privathaushaltes inklusive Energie umfasst. Ein anderes Kriterium k&ouml;nnen auch die Arbeitsl&ouml;hne sein, die meistens proportional zu der Inflation ansteigen, schlussendlich steckt in jeder Rakete die Arbeit unz&auml;hliger Menschen, die auch bezahlt werden m&uuml;ssen. Von 2010 bis 2019 lag der Preisanstieg nach Eurostat bei 12,5 %, also rund 1,25 % pro Jahr, &Auml;hnliches gilt sicher auch f&uuml;r das erste Jahrzehnt nach Einf&uuml;hrung des Euro, da seitdem die Politik der EU es ist einen niedrigen Preisanstieg zu haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>F&uuml;r die Achtziger und Neunziger gilt das zumindest in Deutschland nicht. Wir hatten Anfang der Achtziger als Nachwehen der beiden &Ouml;lkrisen 1973 und 1979 eine hohe Inflation, die sich dann abschw&auml;chte, um nach der Wiedervereinigung wieder f&uuml;r einige Jahre ein hohes Niveau zu erreichen und dann wieder zu sinken. Im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Commodore_64\">Wikipedia Artikel zum C64<\/a> wird angegeben, das der C64 beim Verkaufsstart 1.495 DM kostete was heute 1.470 \u20ac entspreche, mithin in etwa &uuml;ber den Zeitraum von 37 Jahren eine Inflationsrate von 1,9 %. Mit der habe ich gebreitet und so in der dritten Tabelle die Preise auf 2017 justiert: (ab 2002 mit 1,3 %)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table class=\"has-fixed-layout\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th>Tr&auml;ger<\/th>\r\n<th>Ariane 1<\/th>\r\n<th>Ariane 2<\/th>\r\n<th>Ariane 3<\/th>\r\n<th>Ariane 44L<\/th>\r\n<th>Ariane 5G<\/th>\r\n<th>Ariane 5E<\/th>\r\n<th>Ariane 6<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Bezugsjahr<\/td>\r\n<td>1985<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1989<\/td>\r\n<td>2002<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Preis<\/td>\r\n<td>115 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>120 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>136 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>169 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>158 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>165 Mill. Euro<\/td>\r\n<td>120 Mill.- Euro<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Und schon n&auml;hern sie die Startpreise an, jetzt gibt es nur noch die Extreme 165 und 115 Millionen Euro. Doch das sind nur die Startpreise. Die Nutzlast ist ja nicht die gleiche. In der dritten Tabelle habe die Maximalnutzlast der Tr&auml;ger in den GTO aufgef&uuml;hrt:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table class=\"has-fixed-layout\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th>Tr&auml;ger<\/th>\r\n<th>Ariane 1<\/th>\r\n<th>Ariane 2<\/th>\r\n<th>Ariane 3<\/th>\r\n<th>Ariane 44L<\/th>\r\n<th>Ariane 5G<\/th>\r\n<th>Ariane 5E<\/th>\r\n<th>Ariane 6<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Bezugsjahr<\/td>\r\n<td>1985<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1989<\/td>\r\n<td>2002<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Preis<\/td>\r\n<td>1.850 kg<\/td>\r\n<td>2.210 kg<\/td>\r\n<td>2.580 kg<\/td>\r\n<td>4.900 kg<\/td>\r\n<td>7.100 kg<\/td>\r\n<td>10.950 kg<\/td>\r\n<td>12.000 kg<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Und berechnet man daraus einen \u201ePreis pro Kilogramm\u201c (irref&uuml;hrend, weil ja der ganze Tr&auml;ger bezahlt wird, \u201ePreis pro Kilogramm\u201c kann man vielleicht beim Metzer angeben, doch ein Bauer wird wohl nur das ganze Schwein verkaufen). So kommt man auf folgende Tabelle:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table class=\"has-fixed-layout\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<th>Tr&auml;ger<\/th>\r\n<th>Ariane 1<\/th>\r\n<th>Ariane 2<\/th>\r\n<th>Ariane 3<\/th>\r\n<th>Ariane 44L<\/th>\r\n<th>Ariane 5G<\/th>\r\n<th>Ariane 5E<\/th>\r\n<th>Ariane 6<\/th>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Bezugsjahr<\/td>\r\n<td>1985<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1988<\/td>\r\n<td>1989<\/td>\r\n<td>2002<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<td>2017<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Preis\/kg<\/td>\r\n<td>62.200 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<td>54.500 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<td>52.700 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<td>34.500 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<td>22.300 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<td>15.100 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<td>10.000 \u20ac\/kg<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Pro Kilogramm Nutzlast ist also der Start um den Faktor 6 in rund 40 Jahren billiger geworden! Man sieht es auch, wenn man die aktuelle Vega mit der Ariane 1 vergleicht. Die Vega C soll ja nicht teurer als die Vega sein und rund 3,5 t in einen LEO transportieren. Bei Ariane 1 waren es 4,85 t in denselben Orbit, also rund 50 % mehr. Sie kostet aber inflationsjustiert 115 Millionen Euro, w&auml;hrend eine Vega f&uuml;r 32 Millionen Euro vermarktet wird. Das ist nicht der Faktor 6 wie bei ariane 6, weil eine gr&ouml;&szlig;ere Rakete mit mehr Nutzlast nicht proportional teurer als eine kleine ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der eigentliche Grund, warum ich diesen Blog schreibe, sind die Angaben der NASA. Sie vergleicht gerne heutige Kosten mit fr&uuml;heren, dann nat&uuml;rlich an die heutige Kaufkraft angepasst. Als das Discoveryprogramm aufkam (mehr dazu in einem der n&auml;chsten Blogs) gab es z.B. Aussagen wie \u201eEine Mariner Sonde kostete in heutiger Kaufkraft &uuml;ber 1 Milliarde Dollar, die Sonden des Discoveryprogramms nur xxx Millionen Dollar\u201c. So was ist bei uns eher un&uuml;blich, auch wenn, das ist eine Gemeinsamkeit, man heute sparsamer mit den Informationen ist, was man f&uuml;r eine Mission ausgegeben hat oder sie versucht klein zu rechnen, indem man z.B. Teile wegl&auml;sst wie die Startkosten oder Missionskosten die erst nach dem Start anfallen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Basis der NASA ist der Gross Domestic Product Chain Index, also wie stark sich das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bruttoinlandsprodukt\">Bruttoinlandsprodukt<\/a> (BIP) in einem Zeitraum ver&auml;nderte. Das BIP ist die Summe aller erwirtschafteten Leistungen eines Landes. Es steigt auch an, wenn auch nicht immer (z.B. nicht 2009 und 2019 wird es wohl auch ein Minus geben), aber die Steigerung korrespondiert nicht mit dem Preisanstieg. Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n<li>Produktionssteigerung durch Automatisierung \u2013 steigert das BIP, w&auml;hrend die Arbeitskosten sinken.<\/li>\r\n<li>Unterschiedlicher Anteil der Erwerbt&auml;tigen: Neben Arbeitslosen ist in dem beobachteten Zeitraum der Anteil der Erwerbst&auml;tigen an der Gesamtbev&ouml;lkerung deutlich angestiegen. Das Nachkriegsfamilienbild des Alleinern&auml;hrers hat sich zu dem der Doppelverdiener gewandelt.<\/li>\r\n<li>Besonders f&uuml;r die USA: Zuwanderung und Bev&ouml;lkerungswachstum. Als das Apolloprogramm durchgef&uuml;hrt wurde, hatten die USA rund 180 Millionen Einwohner, heute sind es 328 Millionen.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Es g&auml;be andere Zahlen die weniger irref&uuml;hrend sind. So z.B. der Anteil der NASA am Gesamtbudget der USA. Heute sind das 0,5 %, obwohl das <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Budget_of_NASA#Annual_budget\">Budget der NASA<\/a> 22 Mrd. Dollar betr&auml;gt, ein vielfaches dessen was in den Sechzigern f&uuml;r Raumfahrt ausgegeben wurde trotz viel h&ouml;herem Anteil am Gesamtbudget. Es ist seit 1967 laufend gesunken und hat heute den gleichen Anteil wie 1960 \u2013 doch was starteten die USA 1960 und was starten sie heute mit demselben Anteil? Also auch diese Zahl ist nicht zielf&uuml;hrend.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Zumindest f&uuml;r Apollo habe ich eine L&ouml;sung gefunden. Sie orientiert sich am Verdienst. <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3jqXVLm\">Jesco von Puttkamer<\/a> hat eine Vorliebe, die er mit mir teilt \u2013 die seine Leser mit Zahlen zu \u201ebegl&uuml;cken\u201c (ich habe auch schon die Kritik bei meinen B&uuml;chern geh&ouml;rt es w&auml;ren zu viele Zahlen drin). So f&uuml;hrt er die Jahresgeh&auml;lter der Apollo-Astronauten auf:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul>\r\n<li>Buzz Aldrin, Air Force Colonel, 18.622 Dollar<\/li>\r\n<li>\r\n\r\n<\/li>\r\n<li>Neil Armstrong, NASA-Angestellter 30.054 Dollar<\/li>\r\n<li>\r\n\r\n<\/li>\r\n<li>Mike Collins, Lieutant Colonel, Air Force: 17.147 Dollar<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Heute verdient ein Astronaut <a href=\"https:\/\/www.grunge.com\/165781\/heres-how-much-neil-armstrong-was-paid-to-land-on-the-moon\/\">120.000 Dollar<\/a>, ein Air Force Colonel zwischen <a href=\"https:\/\/www.federalpay.org\/military\/air-force\/colonel\">83.147 und 147.224 Dollar<\/a>, ein Lieutenant Colonel zwischen <a href=\"https:\/\/www.federalpay.org\/military\/air-force\/lieutenant-colonel\">69.336 und 117.799 Dollar<\/a>. Die Einordnung ist wegen der Spannbreite schwierig. Ich vermute aber das die Bezahlung vom Dienstalter abh&auml;ngt und viele Dienstjahre (im aktuellen Rang) hatten die Astronauten nicht. Sie wurden schnell bef&ouml;rdert, wahrscheinlich als Anerkennung f&uuml;r die Leistung und weil sie in der NASA zeitlich viel mehr eingespannt waren als beim Milit&auml;r. Auch die Entlohnung beim heutigen gro&szlig;en Astronautencorps d&uuml;rfte im Vergleich zu Armstrongs Gehalt niedriger sein als bei dem exklusiven Klub, den es damals gab. Ich w&uuml;rde einen Faktor 4-5 seit 1969 annehmen. Die Rechnung basierend auf dem GDP-Chain Index liefert h&ouml;here Werte: 2011 gab der <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/pdf\/396093main_HSF_Cmte_FinalReport.pdf\">Augustine Report<\/a> die Kosten des Apollo-Programms mit 129,5 Mrd. Dollar (basierend auf 24,8 Mrd. Dollar Ausgaben) an. Die Wikipedia f&uuml;r heute 153 Mrd. Dollar, basierend auf 25,4 Mrd. Dollar (Kaufkraft 1971). Das w&auml;re h&ouml;her, ein Faktor von 6. Auf den Faktor 6 kommt auch ein <a href=\"https:\/\/www.usinflationcalculator.com\/\">Inflationsrechner im Web<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Kurz: je nachdem welches Kriterium man nimmt kann man Kosten von fr&uuml;heren Projekten klein oder Gro&szlig;rechnen. Der Faktor 6 entspricht &uuml;brigens &uuml;ber 50 Jahre einer mittleren Inflationsrate von 3,6 %, der Faktor 4 einer von 2,8 % und der Faktor 5 einer von 3,3 %. Immerhin gibt es bei den USA Daten auf denen man diese Preissteigerungen berechnen kann. Bei uns sind die &ouml;ffentlich verf&uuml;gbaren Daten limitiet und f&uuml;r Europa kann man nur bis zur Einf&uuml;hrung des Euro 2002 zur&uuml;ckrechnen. Bei europ&auml;ischen Projekten vorher oder franz&ouml;sischen, deutschen oder englischen Projektem wird es noch schwerer. Dazu kommt noch die schwankenden Wechselkurs.\u00a0 1970 war ein Pfund noch 2,4 Dollar wert, heute nur noch 1,37 Dollar.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle jammern. Es wird alles immer teurer, auch Starts. Gerade deswegen sind ja Newcomer wie SpaceX wichtig sagen dann die einen. Doch stimmt das? Meiner Ansicht nach sind Raketenstarts immer billiger geworden. 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