{"id":14906,"date":"2020-08-13T08:23:39","date_gmt":"2020-08-13T06:23:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14906"},"modified":"2020-08-13T08:23:39","modified_gmt":"2020-08-13T06:23:39","slug":"die-juli-nachlese-von-spacex","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/08\/13\/die-juli-nachlese-von-spacex\/","title":{"rendered":"Die Juli Nachlese von SpaceX"},"content":{"rendered":"<p>\u2026 f&auml;llt wie schon bei den letzten Monaten kurz aus, weshalb ich die Gelegenheit nutze, mal ein Licht auf die kommerzielle Ausrichtung von SpaceX zu werfen und wie sich das Starship in diese Strategie einf&uuml;gt.<\/p>\n<p>Es gab zwei Starts im Juli, einen f&uuml;r Starlink, ein Zweiter bef&ouml;rderte einen GPS-Satelliten. Dazu kam die Landung der Crew Dragon und ein Hopser der Super Heavy. Die Landung der Dragon habe ich live in NASA TV mitbekommen und man sieht schon, wie gro&szlig; da die Sehnsucht ist wieder selbst Astronauten ins All zu schicken. So die stockende und begeisterte Stimme der Sprecherin bei \u201eSplashdown\u201c. Nun ja, sofern im Golf von Mexiko keine andere Physik als wie bei uns gilt, fand ich das jetzt nicht so besonders \u2013 wie man in der Luftfahrt so sagt \u201erunter kommen sie immer\u201c. Und wenn die Kapsel druckdicht ist, was man annehmen kann, wenn die Astronauten noch leben, dann ist sie auch wasserdicht, d&uuml;rfte also nicht untergehen. Der letzte kritische Zeitpunkt war f&uuml;r mich kurz vorher, wo die Fallschirme entfaltet wurden, denn da gab es ja im Testprogramm R&uuml;ckschl&auml;ge.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/c383e7af50794527ae36742bdb227c42\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Dann hat die erste Stufe des Starships einen <a href=\"https:\/\/spacenews.com\/spacex-starship-prototype-finally-flies\/\">Hopser gemacht<\/a>. Wie von Musk gewohnt war das ein kleiner Schritt f&uuml;r das Starship aber ein gro&szlig;er f&uuml;r Musk \u201eMars is looking real\u201c. Finde ich etwas &uuml;bertrieben, zumal ja nicht mal die 150 m H&ouml;he erreicht wurden die angek&uuml;ndigt wurden. Vor allem ist die Landung der ersten Stufe nun nicht etwas v&ouml;llig Neues. Stufen landet SpaceX seit Jahren und nach R&uuml;ckschl&auml;gen haben sie das inzwischen auch im Griff, warum sollte es also beim Starship anders sein? Trotzdem kann man davon ausgehen, dass der Test nicht so ablief wie geplant. Der verlinkte Artikel erw&auml;hnt, dass Teile wegflogen und das Triebwerk bei der Landung in Feuer geh&uuml;llt war. Auch die nicht erreichte H&ouml;he spricht daf&uuml;r. Was mir auffiel, ist das das Vehikel vom Start weg sich zur Seite schwenkt und so nicht viel H&ouml;he gewinnt, aber zur Seite fliegt. Die ersten Falcon 9 Landeversuche verliefen dagegen rein vertikal, so wie sie sp&auml;ter auch landete und ich denke auch die Superheavy wird senkrecht landen, zumindest wenn sie sich zur Seite bewegt, nicht sofort nach dem Abheben. Meiner Ansicht nach die Seitw&auml;rtsbewegung man das realisiert und die Rakete wieder landen lassen und so auch die 150 m H&ouml;he nicht erreicht. Aber wie schon gesagt, das ist nicht das Wesentliche. Die Herausforderung wird es sein, das Starship zu landen und das unter der Nebenbedingung, das es noch wirtschaftlich sein muss. Dazu komme ich noch.<\/p>\n<p>Ich will mich heute damit besch&auml;ftigen, wie gut SpaceX sich auf den Markt ausrichtet. Es kann sein, das dies v&ouml;llig egal ist, und alle bisherigen Auftr&auml;ge nur dazu dienten Geld einzubringen, um letztendlich nur mit eigenen Produkten Geld zu verdienen \u2013 sprich man baut die Starlink Satelliten selber, startet sie selber und hat die gesamten Einnahmen aus dem Netz. Nur denke ich das nicht, denn die Satelliten wurden ja erst konzipiert als OneWeb schon sein Netz vorgestellt hatte und Investoren gewann. Erst da sprang SpaceX auf den fahrenden Zug auf.<\/p>\n<p>Als SpaceX mit der Falcon 9 begann \u2013 die Falcon 1 als Erprobungsexemplar lasse ich mal au&szlig;en vor \u2013 gab es f&uuml;r ein US-Unternehmen zwei M&auml;rkte:<\/p>\n<ul>\n<li>den kommerziellen Markt<\/li>\n<li>den US-Regierungsmarkt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der kommerzielle Markt (auf dem sich viele Firmen um Auftr&auml;ge bewerben) bestand damals vor allem aus den Starts in den GTO mit Nutzlasten zwilchen 3,6 und 6,5 t Gewicht, das Gro&szlig; der Massen lag bei etwa 4,5 bis 5,5 t. Das hat sich seitdem auch kaum ge&auml;ndert.<\/p>\n<p>Der US-Regierungsmarkt ist nur US-Unternehmen zug&auml;nglich, aber der profitablere, denn die Konkurrenz ist kleiner, die Preise pro Start h&ouml;her und vor allem muss man nicht sich um jeden Auftrag einzeln bewerben. Er gliedert sich wiederum in zwei Teile: Starts seitens der NASA und NOAA (&ouml;ffentlich) und seitens des DoD und der NRO (geheim). Die Anforderungen der NASA sind einfacher zu erf&uuml;llen. Ihre Nutzlasten sind kleiner und gelangen entweder in den LEO (SSO), GTO oder auf Fluchtbahnen. Wenn man einige Starts besonders schwerer Nutzlasten ausklammert, dann kommt die NASA mit der kleinsten Version der Atlas V, der 401 aus.<\/p>\n<p>Der Markt f&uuml;r geheime Nutzlasten ist schwerer zu erobern. Zum einen sind die Nutzlasten meist schwerer. Zum anderen gibt es Extreme. Sehr schwere Nutzlasten in den LEO wie Aufkl&auml;rungssatelliten zum andern haben milit&auml;rische Nutzlasten meist keinen Apog&auml;umsantrieb, m&uuml;ssen also direkt in den GEO gebracht werden.<\/p>\n<p>Hat man aber zu dem Markt Zutritt, so ist er extrem lukrativ. Musk bemerkte ja schon vor Jahren, dass die Starts von ULA \u201einsane expensive\u201c seien. Daneben bucht das Milit&auml;r, weil eine der Aufgaben nat&uuml;rlich die nationale Sicherheit ist, nicht einen Start, sondern viele &uuml;ber mehrere Jahre, man will schlie&szlig;lich die Garantie haben, dass die Nutzlast dann auch gestartet wird. Dieses Block-Buy wurde von SpaceX kritisiert, als sie selbst noch keine Auftr&auml;ge aus dem System bekamen , inzwischen profitieren sie davon. <a href=\"https:\/\/spaceflightnow.com\/2020\/08\/07\/ula-spacex-win-landmark-launch-agreements-with-pentagon\/\">Gerade wurde bekannt<\/a>, das ULA und SpaceX f&uuml;r die n&auml;chsten 5 Jahre alle Starts durchf&uuml;hren, die der Geheimhaltung unterliegen. Das ist nicht <a href=\"https:\/\/spacenews.com\/air-force-to-end-agreements-with-blue-origin-and-northrop-grumman-prepares-for-launch-contract-protests\/\">unumstritten<\/a>, weil die USAF erst letzten Jahr F&ouml;rderauftr&auml;ge an Blue Origin\/Grumman ATK gab und nun nicht abwartet bis deren Raketen auch einsatzbereit sind, sondern wieder die beiden Firmen f&ouml;rdert die jetzt schon Starts durchf&uuml;hren. Und profitabel ist. Das der erste Auftrag aus dem Los hat f&uuml;r SpaceX einen Umfang von 317 Millionen Dollar, mehr als dreimal so teuer wie eine Falcon heavy nach Website ist. ULA bekam zeitgleich f&uuml;r zwei Starts dagegen 333 Millionen Dollar, damit ist inzwischen SpaceX teurer als ULA.<\/p>\n<p>Damit SpaceX hier mitmischen kann, ben&ouml;tigten sie eine Rakete, die auch den Anforderungen gen&uuml;gt, das hei&szlig;t in den GEO mindestens die Nutzlast eines mittleren Atlas V Modells hat und f&uuml;r einen SSO etwa 20 t Nutzlast. Wie passt das zu SpaceX Entwicklungsstrategie?<\/p>\n<p>Die erste Version der Falcon 9 hatte eine Nutzlast von etwa 7 bis 8 t in den LEO und etwa 3 t in den GTO. Auf den Wert kam nicht nur ich, sondern auch das Institut SA\/RT der DLR. (im damaligen Users Guide wurden 10,45 \/ 4,5 t genannt, aber das mit einer nie gebauten \u201eBlock II\u201c Konfiguration mit 556 kN Merlins). F&uuml;r GTO Starts war sie zu klein und selbst f&uuml;r das hauseigene Dragon war sie zu klein. Im Schnitt bef&ouml;rderte es nur 800 kg Nutzlast zur ISS \u2013 mittlerweile sind es um die 2,6 t im Schnitt.<\/p>\n<p>So folgte die n&auml;chste Falcon \u2013 SpaceX unterschiedet noch mehr Konfigurationen, doch anhand der Startmasse gab es seitdem zwei Major &Auml;nderungen. Sie erreicht die Nutzlast f&uuml;r den GTO, die kommerzielle Satelliten erfordern, auch die meisten NASA-Nutzlasten kommen mit ihr aus und nat&uuml;rlich kann nun auch das Dragon die volle Nutzlast ausnutzen.<\/p>\n<p>Die Falcon 9 reicht aus f&uuml;r einige Starts geheimer Nutzlasten, so die GPS-Satelliten, die als Ausnahme einen eigenen Antrieb haben. Aber nicht f&uuml;r die anspruchsvolleren Auftr&auml;ge. Knackpunkt ist der GEO-Orbit. Will eine Falcon 9 diesen direkt erreichen, so muss sie nach rund 5 Stunden Freiflugzeit erneut z&uuml;nden und nat&uuml;rlich gelangt auch die Oberstufe in den Orbit. Als zweistufige Rakete mit nur mittelenergetischen Treibstoffen d&uuml;rfte die Oberstufe nach meiner Einsch&auml;tzung leer 5 t wiegen \u2013 Zubrin geht sogar von 10 t aus, doch dann w&auml;re die Nutzlast negativ \u2013 im Gegensatz dazu wiegt eine Centaur nur 2 t. F&uuml;r den GEO-Orbit d&uuml;rfte die Nutzlast einer Falcon 9 daher auf rund 3 t sinken und das ist zu wenig. Selbst die kleinste Atlas V, 401 kommt auf 3,4 t.<\/p>\n<p>Nur f&uuml;r diese Missionen ben&ouml;tigt SpaceX die Falcon Heavy und dieser Markt d&uuml;rfte auch der Hauptgrund sein, warum man deren Entwicklung nicht einstellte. Mit Ausnahme von zwei kommerziellen Starts sind daher auch alle Auftr&auml;ge f&uuml;r die Falcon heavy daher von der US-Regierung. Nicht das es keine andere L&ouml;sung gegeben h&auml;tte \u2013 eine weitere Oberstufe von etwa 20 t Gewicht und die Falcon 9 h&auml;tte auch f&uuml;r das Milit&auml;r ausgereicht und die Nutzlast f&uuml;r schwerere NASA-Raumsonden gehabt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Das Starship<\/h3>\n<p>Nun kommt das Starship und ich frage mich, wie f&uuml;gt sich dies in dieses Bild ein. Meine Antwort \u2013 gar nicht. Ich blende mal aus, das offen ist, ob das Starship die geplante Nutzlast (100+ t in den LEO, 20 t in den GTO) erreicht. Daf&uuml;r m&uuml;sste SpaceX die Trockenmasse des ersten Starships das einen Orbit erreicht, um rund 40 % erniedrigen, ein Ziel, das im Raketenbau bisher niemand erreicht hat. Aber es gibt nirgendwo den Bedarf f&uuml;r einen solchen Tr&auml;ger. Am ehesten sind noch GTO-Starts mit drei Satelliten denkbar. Doch schon Doppelstarts sind problematisch. Bei Ariane 6 hat man ernsthaft dar&uuml;ber nachgedacht, den Tr&auml;ger kleiner zu bauen und daf&uuml;r nur noch Einzelstarts durchzuf&uuml;hren. Denn man muss zeitgleich beide Satelliten angeliefert bekommen, die noch dazu die richtige Gr&ouml;&szlig;e und Masse haben m&uuml;ssen. Bei nur f&uuml;nf bis sieben Starts pro Jahr durchaus ein Problem.<\/p>\n<p>Noch bedeutender: NASA und USAF sind konservativ. Es hat Jahre gedauert bis SpaceX den heutigen Status erreicht hat: ULA und SpaceX bekommen f&uuml;r mehrere Jahre alle USAF-Starts. Blue Orion und Grumman\/ATK gehen leer aus. Jahre, in denen ihre Raketen erst zertifiziert werden mussten. Musk hat dar&uuml;ber geklagt und sogar angefangen gegen die seiner Ansicht nach schleppende Zertifizierung zu klagen (bekam dann einen Auftrag, damit SpaceX die Klage zur&uuml;ckzieht). Beim Starship f&auml;ngt die gesamte Zulassung alles von neuem an. Ebenfalls bedeutend:; alle Startauftr&auml;ge seitens US-Organisationen bis zum Jahr 2025 setzen auf die beiden Falcons. Einfach ausmustern und durch das Starship ersetzen geht also nicht. Und diesen Kunden will man nicht vergraulen. Da die Auftr&auml;ge seitens der NASA &ouml;ffentlich sind, kann man leicht ausrechnen das bisher rund 70 bis 80 % aller Mittel die SpaceX verdient hat, von der US-Regierung kommen.<\/p>\n<p>Was als Aufgabe f&uuml;r das Starship bleibt, ist dann im Prinzip der Aufbau des Starlink Netzes. &Uuml;ber dessen Erfolgschancen habe ich ja schon <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/07\/10\/die-juli-nachlese-von-spacex\/\">vor einem Monat geschrieben<\/a>. Ich denke das auch SpaceX eben, weil es kein existierendes Vorbild gibt, nicht wei&szlig;, ob es die Cash-Cow wird oder nicht. F&uuml;r die enorme Zahl an Satelliten, die uin der zweiten Aufbauphase geplant sind \u2013 32.000 wird man aber das Starship brauchen. Die Nutzlast in den LEO ist etwa f&uuml;nfmal so hoch wie bei einer Falcon 9, die transportiert 60 Satelliten pro Start. Ein Starship dann 300, trotzdem br&auml;uchte man immer noch 110 Starts, bei monatlichen Starts, wie bisher demonstriert, also fast 10 Jahre um das Netz aufzubauen, bzw. zu erhalten denn nach 10 Jahren d&uuml;rften die ersten Satelliten dann am Ende ihrer Lebensdauer sein. Klappt das mit Starlink nicht \u2013 und das wird sich bald zeigen, derzeit sind 592 Satelliten im Orbit, ab 1.000 will SpaceX erste Dienste anbieten \u2013 dann prognostiziere ich, ist auch das Starship tot.<\/p>\n<p>Denn f&uuml;r alle anderen Zwecke die Musk so verbreitet \u2013 100 Siedler pro Flug zum Mars bringen, auf dem Mond f&uuml;r die NASA landen oder Milliard&auml;re um eine Mondumrundung zu schicken, ist das Vehikel es zu schwer. Da es gleichzeitig zweite Stufe ist und den Weidereintritt &uuml;berleben soll wiegt es nach (Musk-Wunschvorstellungen) 120 t. Das erkl&auml;rt schon den rapiden Nutzlastabbau in den GTO um den Faktor 5 \u2013 bei der Falcon 9 ist es nur Faktor 2,7), denn die 120 t vom Starship bleiben konstant. Wer einen Taschenrechner bem&uuml;ht, wird leicht erkennen, das selbst ohne Nutzlast ein Starship nicht die Erdumlaufbahn verlassen kann. F&uuml;r eine Mondumrundung ben&ouml;tigt man eine Auftankung, f&uuml;r GEO-Missionen zwei Auftankungen, f&uuml;r eine Marsexpedition mit 100 t Nutzlast mindestens vier Auftankungen und f&uuml;r den Starship-Mondlander f&uuml;r die NASA <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/05\/05\/die-aprilnachlese-von-spacex\/\">sogar 10 bis 11<\/a>.<\/p>\n<p>Und die Startkosten? Man kann sie absch&auml;tzen. Ich fange mal mit der Wiederverwendung an. Die wird ja bei der ersten Stufe schon praktiziert. Inzwischen bei der Nutzlasth&uuml;lle erprobt. Es bleibt noch die Oberstufe &uuml;brig, die bei der Falcon 9 f&uuml;r etwa 20 bis 25 % der Kosten steht. Da die Wiederverwendung schon die silberigen Fl&uuml;ge nur von 62 auf 50 Millionen Dollar verbilligte, also ein F&uuml;nftel, wird die Oberstufe nicht mehr viel mehr bringen. Man mag argumentieren das SpaceX nun viel mehr an der Rakete verdient, aber die Bergung und Wiederaufarbeitung\/Inspektion verursacht auch Kosten und bei anderen LSP gehen ein Viertel bis ein Drittel des Startpreises nur auf die Startdurchf&uuml;hrung und damit verbundene Kosten wie Aufwandsentsch&auml;digungen f&uuml;r die Nutzung von NASA \/ USAF Eigentum, Miete, Abschreibung der selbst gebauten Geb&auml;ude, deren Betriebskosten \u2026.Die bleiben aber konstant und machen bei Wiederverwendung dann eher mehr am Startpreis aus.<\/p>\n<p>Ich glaube nicht, das eine komplette Wiederverwendung unter dem Aspekt mehr als die H&auml;lfte des Startpreises hereinbringt und verglichen zu \u00be Wiederverwendung wie bisher sind es eben dann noch 10 % g&uuml;nstiger, als die Oberstufe nicht zu bergen. Daf&uuml;r d&uuml;rfte dies aber viel Nutzlast kosten. Schon bei einer Falcon ist die Nutzlastabnahme durch Bergung ja deutlich.<\/p>\n<p>Aber das Gespann aus SuperHeavy \/ Starship wiegt 5000 t, zehnmal mehr als eine Falcon 9 (bei nur f&uuml;nffacher Nutzlast), dreimal mehr als ein Falcon Heavy (bei nur 50 % mehr Nutzlast). Eine gr&ouml;&szlig;ere Rakete ist auch teurer. Nicht linear \u2013 die Gewichtszunahme beim &Uuml;bergang Falcon 9 \u2192 Falcon Heavy betrug 2,7, die Preiszunahme nur 1,8. Aber sie wird definitiv teurer als eine Flacon 9 oder Falcon Heavy sein und da machte die Einsparung durch Wiederverwendung nicht viel wett, zumal wie erw&auml;hnt auch die Nutzlast vergleichen mit der Startmasse klein ist. Der Kunde zahlt aber immer einen ganzen Start, auch wenn er keine 100 t transportiert.<\/p>\n<p>Wie schon bisher \u2013 nicht auf die Marktanforderungen ausgerichtet. Mal sehen, ob man nachbessert wie bei der Falcon 9 oder es nur f&uuml;r eigene Starts einsetzt oder eben einstellt.<\/p>\n<p>Ich pers&ouml;nlich sehe ich das Starship\/Superheavy Projekt, als eines an das SpaceX wieder einstellen wird oder wenn es kommt, es nicht der Erfolg ist. W&auml;re ja nicht das erste Mal bei SpaceX. Man erinnere sich an Falcon 1e, Falcon 5, Red Dragon, Grey Dragon, Beteiligung bei Stratolaunch \u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 f&auml;llt wie schon bei den letzten Monaten kurz aus, weshalb ich die Gelegenheit nutze, mal ein Licht auf die kommerzielle Ausrichtung von SpaceX zu werfen und wie sich das Starship in diese Strategie einf&uuml;gt. Es gab zwei Starts im Juli, einen f&uuml;r Starlink, ein Zweiter bef&ouml;rderte einen GPS-Satelliten. 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