{"id":14957,"date":"2020-09-29T19:03:48","date_gmt":"2020-09-29T17:03:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=14957"},"modified":"2020-10-02T07:44:15","modified_gmt":"2020-10-02T05:44:15","slug":"der-himmelskoerper-mit-action","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2020\/09\/29\/der-himmelskoerper-mit-action\/","title":{"rendered":"Der Himmelsk&ouml;rper mit Action"},"content":{"rendered":"<p>Ich will heute mal ein neues Thema aufgreifen, auf das ich beim Schreiben &uuml;ber Solar Orbiter gekommen bin. Es geht um die Amateurastronomie und ein vernachl&auml;ssigtes Objekt \u2013 die Sonne. Was ich schreibe ist nicht neu, auf meiner Website gibt es eine <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/teleskop-index.shtml\">ganze Rubrik<\/a> zum Thema Teleskope. Aber im Blog kann man auch kommentieren und Fragen stellen.<\/p>\n<p>Dass die Sonne so stiefm&uuml;tterlich davon kommt, ist, insofern paradox als das Sie &#8211; siehe &Uuml;berschrift &#8211; der einzige Himmelsk&ouml;rper ist, auf dem ein Amateur Ver&auml;nderungen sehen kann. Klar gibt es auch Ver&auml;nderurngen bei den B&auml;ndern von Jupiter, doch die sieht man nicht visuell und auch fotografisch ist einiges an Aufwand zu treiben, um sie sichtbar zu machen. &Auml;hnliches gilt auch f&uuml;r die anderen Planeten und der Mond, nun ja neue Krater gibt es schon, doch die sind heute so klein, dass sie nur ein Mondsatellit ausmacht.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: none !important;\" hidden=\"\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/e85db846b023458ebf749295db524357\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<h3 class=\"western\">Wie beobachte ich die Sonne<\/h3>\n<p>Jeder hat mal als Kind den Ratschlag bekommen, nicht direkt in die Sonne zu sehen und das ist auch ernst zu nehmen. Die Helligkeit der Sonne alleine, ohne Verst&auml;rkung durch ein Fernrohr, kann schon Augen sch&auml;digen, im Brennpunkt eines Okulars kann man problemlos Papier oder Holz entz&uuml;nden. Also die Sonne so wie den Nachthimmel beobachten, geht nicht. Es gibt drei M&ouml;glichkeiten, je mit Vor und Nachteilen:<\/p>\n<h3 class=\"western\">Objektivsonnenfilter<\/h3>\n<p>Ein Objektivsonnenfilter wird vor das Objektiv, das ist der vordere Teil des Tubus, wo das Licht einf&auml;llt, angebracht. Er l&auml;sst nur einen kleinen Teil des Lichts durch, wobei bessere Filter dann verschiedene Abstufungen haben \u2013 wenn man fotografiert, kann es mehr sein als beim Beobachten. Das ist die gefahrloseste Art und auch die beste Art, wenn man ein gr&ouml;&szlig;eres Teleskop hat, dass entsprechend mehr Licht b&uuml;ndelt.<\/p>\n<p>Preislich gibt es gro&szlig;e Unterschiede. Am unteren Ende rangiert Sonnenfilterfolie, das ist eine silbrig beschichtete Folie, die mancher von den Brillen f&uuml;r Sonnenfinsternisse kennt. Sie ist preiswert, l&auml;sst nur wenig Licht durch und f&uuml;rs visuelle Beobachten gedacht. Aus der Folie kann man sich einen eigenen Filter machen indem man einen Holz. oder Pappring mit der Folie bespannt und noch einige Klemmen anbringt. Etwas teurer, aber auch nicht f&uuml;r Bastler geeignet, sind fertige Objektivfilter mit dieser Folie, die es in verschiedenen Gr&ouml;&szlig;en gibt. Teuer, vor allem wenn die &Ouml;ffnung gro&szlig; ist, sind Glassonnenfilter, sie bestehen wie Sonnenbrillen aus gedunkeltem Glas. SIe sind robuster, das Bild ist besser, da die Folie nie glatt sein wird. Vor allem aber gibt es sie in verschiedenen Lichtabschw&auml;chungen, um den Faktor 1000, 10.000 oder 100.000. Es gibt inzwischen auch Teleskope mit integriertem Objektivfilter.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Okularsonnenfilter<\/h3>\n<p>Dieser Filter wird vor das Okular geschraubt die Filtergewinde haben. Er ist aber schon dem durch eine Linse oder Spiegel geb&uuml;ndeltem Licht ausgesetzt. Dadurch erhitzt er sich stark. Okularsonnenfilter gibt es nur f&uuml;r billige Teleskope, meistens muss dann auch noch die &Ouml;ffnung begrenzt werden, damit die W&auml;rme&uuml;bertragung verringert wird. Trotzdem sind sie riskant. Sie k&ouml;nnen leicht durchbrennen und wenn man dann gerade in die Sonne schaut \u2026 Okularsonnenfilter kann ich daher nicht empfehlen. Seri&ouml;se Astroshops f&uuml;hren sie meist nicht, aber es gibt sie als Bestandteil von billigen Teleskopen zusammen mit den Okularen und dem Mondfilter.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Projektion<\/h3>\n<p>Die sicherste M&ouml;glichkeit ist die Sonnenprojektion. Daf&uuml;r wird an den Okularauszug mit Streben ein Projektionsschirm geschraubt, auf ihn wird wie bei einem Diaprojektor das Bild der Sonne projiziert. Diese Methode hat Vor- und Nachteile. Von Vorteil ist, dass man nicht in das Teleskop reinschauen muss. Nicht nur wegen der Sicherheit, sondern auch weil man dann bei hellem Umgebungslicht auf ein sehr dunkles Bild schaut, ist das ziemlich anstrengend. Vielleicht wird es besser wenn man, wie fr&uuml;her die Fotografen das unter einer Decke macht. Von Vorteil ist auch das diese Methode es erlaubt, das mehrere Leute das Bild sehen. Es ist bei Vorf&uuml;hrungen daher sehr beliebt. Als Nachteil kann man das Bild nur umst&auml;ndlich abfotografieren und es ist bedingt durch die Wandstruktur nicht so scharf wie bei der direkten Beobachtung.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Welches Teleskop<\/h3>\n<p>Auch wenn man so Zusatzkosten von \u2013 je nach Wahl des Beobachtungsmittels von 20 bis 200 Euro hat, es gibt eine gute Nachricht \u2013 man braucht kein teures Teleskop! Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde. Zum einen hat die Sonne eine ziemliche Gr&ouml;&szlig;e, etwas mehr als ein halbes Grad, sodass sie schon bei 100-facher Vergr&ouml;&szlig;erung formatf&uuml;llend ist. Als Zweites sorgt die Sonne selbst daf&uuml;r. Sie heizt die Luft auf, es kommt zur Turbulenz. Ein Teleskop wird bei Tag selten eine bessere Aufl&ouml;sung als 2 Bogensekunden erreichen, und die erreicht schon ein Teleskop mit 60 mm Durchmesser der Optik, was am unteren Rand angesiedelt ist. Nat&uuml;rlich kann man wie bei anderen astronomischen Beobachtungen die Unruhe einfrieren, indem man sehr viele kurzzeitbelichtete Aufnahmen macht, doch das wird dann schon sehr aufwendig und beim visuellen Beobachten geht das sowieso nicht.<\/p>\n<figure style=\"width: 466px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/a\/aa\/Sun920607.jpg\" width=\"466\" height=\"463\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Sonne in nat&uuml;rlichen Farben, (C) der Aufnahme Wikipedia<\/figcaption><\/figure>\n<p>Man kann aber auch f&uuml;r ein Teleskop erheblich mehr ausgeben, obwohl es immer noch nur 50 oder 60 mm Durchmesser hat. Das liegt an der Sonne selbst. Schaut man durch ein normales Teleskop auf die Sonne, so sieht man eine helle Scheibe ohne Struktur, am Rand dunkler werdend. Das Einzige was man visuell erkennen kann sind die Sonnenflecken, die f&uuml;r Aktion sorgen, denn sie entstehen und vergehen und sie wandern \u2013 die Sonne rotiert (am &Auml;quator in 25 Tagen) um ihre eigene Achse. Erkennbar ist der dunkle Kern und der graue Au&szlig;enbereich bei gr&ouml;&szlig;erer Vergr&ouml;&szlig;erung sieht man auch in diesem noch Strukturen. Doch f&uuml;r die Granulation der Sonne ist f&uuml;r das Auge der Kontrast zu gering und sie liegt auch an der Aufl&ouml;sungsgrenze des Auges. Auf dem Foto kann man sie mit Kontrastanhebung noch sichtbar machen. Das Bild links ist schon ein relativ gutes das den visuellen Eindruck wiedergibt. Meistens ist aber die Sonne im Fernrohr anders eingef&auml;rbt, bei der Sonnenfilterfolie, die ich verwende, ist sie meist grau mit leichtem Blaustich.<\/p>\n<p>Will man mehr sehen, so muss man die Sonne in einem engbandigen Bereich um die Spektrallinie H Alpha (H-<span style=\"font-family: Arial Narrow, sans-serif;\">\u03b1)<\/span> beobachten, die im roten Spektralbereich liegt. Je nach Halbwertsbreite sieht man dann Prototuberanzen (Gasausbr&uuml;che, vor allem am Rand sichtbar) oder Flares und man sieht auch die Granulation. Der bittere Tropfen: solche Filter mit einer Bandbreite von weniger als 1 nm sind richtig teuer. Mehrere Tausend Euro f&uuml;r einen besonders engbandigen 60-mm-Filter sind normal, und es gibt sie meist auch nur in kleinen Gr&ouml;&szlig;en, eben aufgrund der Kosten und des oben geschriebenen f&uuml;r die Turbulenz. F&uuml;r ein fertiges Sonnenteleskop mit H Alpha Filter beginnen die Preise bei 1000 Euro f&uuml;r ein 40-mm-Teleskop \u2026<\/p>\n<p>Erw&auml;hnt sei noch der Coronograph. Wie der Name andeutet, ist das ein Teleskop zur Beobachtung der Corona. Im Prinzip ist das eine k&uuml;nstliche Sonnenfinsternis. Nur deckt eben nicht der Mond die Sonne ab, sondern ein K&ouml;rper, eine Kegelblende. im Teleskop. Man kann dann die Prototuberanzen am Rand beobachten, bei l&auml;ngerer Belichtungszeit auch die Corona aufnehmen. Allerdings ist es nicht so einfach wie bei der Sonnenfinsternis. Streulicht bedingt durch Atmosph&auml;re, die Optik und Tubus st&ouml;rt, daneben muss man die Gr&ouml;&szlig;e des Kegels, der die Sonne abdeckt, anpassen, denn die Entfernung Erde-Sonne schwankt um 3 % w&auml;hrend eines Jahrs und die Atmosph&auml;re tut ihr &uuml;briges. Sie beugt die Strahlen und macht die Sonne so gr&ouml;&szlig;er, wenn sie nahe am Horizont steht. Coronographen kann man daher nicht fertig kaufen. Die Einzigen, die ich kenne, haben engagierte Amateurastronomen selbst gebastelt.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Sonne ist immer<\/h3>\n<p>Neben dem Aspekt das die Sonne immer anders aussieht gibt es noch einen zweiten Aspekt \u2013 es gibt viel mehr Gelegenheiten die Sonne zu beobachten. Die meisten von uns sind ja mehr oder weniger besch&auml;ftigt, aber selbst f&uuml;r Berufst&auml;tige ist es so, dass mit Ausnahme des Winters man noch einige Stunden Sonnenschein am Tag hat, die man zur Beobachtung nutzen kann. Am Wochenende hat man den ganzen Tag daf&uuml;r Zeit. Anvisiert ist die Sonne schnell (Tipp: einfach auf minimalen Schatten des Tubus achten). Dagegen muss man, wenn man nicht gerade Mond und Planeten beobachtet, einige Stunden nach Sonnenuntergang warten, bis es richtig dunkel ist und selbst dann st&ouml;ren Turbulenzen deutlich mehr als bei der Sonnenbeobachtung. Das geht nur, wenn man am n&auml;chsten Tag dann l&auml;nger ausschlafen kann. Die meiner Erfahrung nach besten Bedingungen gibt es im Winter bei Temperaturen unter 0 Grad, wenn auch der Wasserdampf in der Atmosph&auml;re als Eis ausgefallen ist und dann im Freien in der K&auml;lte neben einem Teleskop stehen, ist nicht jedermanns Sache. Die Sonne kann man notfalls auch durchs Fenster anvisieren, die paar Millimeter Glas st&ouml;ren bei der Atmosph&auml;re dann nicht mehr viel.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Universell<\/h3>\n<p>Ein Teleskop, das man f&uuml;r die Sonnenbeobachtung nutzen kann, kann man ohne Filter oder Projektionsschirm auch f&uuml;r andere Beobachtungen nutzen. Allerdings eignen sich Linsenteleskope besser f&uuml;r die Sonnenbeobachtung als Spiegelteleskope. Der gefaltete Strahlengang und der Spiegel im Strahlengang sorgen f&uuml;r Reflexionen, die den Kontrast senken. F&uuml;r die Beobachtung der Sonne ist eine relativ lange Brennweite von Vorteil, weil man dann Okulare mit gro&szlig;en Feldlinsen einsetzen kann, dann ist das Einblickverhalten besser, vor allem eben am Tage, wenn alles um das Teleskop herum heller als das Bild im Teleskop ist. F&uuml;r die Beobachtungen bei Nacht bevorzugen die meisten aber kurzbrennweitige Instrumente, da sie mehr Licht einfangen. Ebenso reicht f&uuml;r die Sonnenbeobachtung ein 50 oder 60 mm Refraktor, w&auml;hrend so was bei Hobbyastronomen als Grabbelware vom Discounter gilt. Man sollte aber eines nicht vergessen: ein 60-mm-Linsenteleskop hat die zehnfache &Ouml;ffnung des Auges. Ein 120-mm-Teleskop bringt nur noch eine Verdopplung und ein 240-mm-Teleskop eine Vervierfachung \u2013 der Sprung ist also nicht mehr so gro&szlig;, daf&uuml;r kostet es mehr als das zwanzigfache.<\/p>\n<p>Wer Tag- und Nachtbeobachtung anstrebt, sollte meiner Ansicht nach zu einem mittelgro&szlig;en Linsenteleskop, so 80 bis 102 mm Linsendurchmesser greifen. Die sind noch bezahlbar und haben dann meist auch eine mittlere Brennweite (F\/D = 8 bis 12), weil sie sonst zu lange Tuben haben. Mein allgemeiner Rat, leider auch f&uuml;r spezialisierte Shops, die nur Teleskope anbieten ist es Montierung und Tubus (OTA \u2013 Optical Tube Assembly) separat zu kaufen, denn aus mir nicht nachvollziehbaren Gr&uuml;nden werden, die meisten Teleskope mit Montierungen verkauft, die wackelig sind oder schlicht und einfach nicht das Gewicht des Tubus tragen k&ouml;nnen. Das kann jeder nachpr&uuml;fen, indem er in dem Shop nach dem Gewicht des Tubus sucht und dann nach der Monierung, die es meist auch separat zu kaufen gibt. Lieber die Monierung eine Nummer gr&ouml;&szlig;er kaufen, zumal als Zusatzgewicht ja noch Kamera oder Projektionsschirm hinzukommen oder als Faustregel \u2013 eine gute Monierung kostet schon ohne Schnickschnack wie Motoren so viel wie der Tubus.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Fotografie<\/h3>\n<p>Will man fotografieren, so legt der Sensor der Kamera die Anforderungen fest. Man ben&ouml;tigt, weil man sowieso nur kurze Zeit belichtet, keine astronomische Kamera, eine einfache Spiegelreflex (man ben&ouml;tigt nur den Body und einen Adapter f&uuml;r das Teleskop) reicht. Da es bei Spiegelreflexkameras drei definierte Sensorgr&ouml;&szlig;en gibt, kann man leicht die Brennweite des Teleskops f&uuml;r eine bildf&uuml;llende Abbildung in der kleineren Bildachse berechnen:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"33%\">Sensor<\/th>\n<th width=\"33%\">Abmessungen Sensor<\/th>\n<th width=\"33%\">Brennweite f&uuml;r Sonne = kleine Bildachse<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">APS-C<\/td>\n<td width=\"33%\">22,5 x 15 mm<\/td>\n<td width=\"33%\">1.612 mm<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Kleinbild<\/td>\n<td width=\"33%\">36 x 24 mm<\/td>\n<td width=\"33%\">2.579 mm<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Mikro-Four-Thirds<\/td>\n<td width=\"33%\">17,85 x 11,9 mm<\/td>\n<td width=\"33%\">1.278 mm<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Im Normalfall wird die Sonne nat&uuml;rlich nicht das ganze Bild ausf&uuml;llen, wenn sie zu <sup>2<\/sup>\/<sub>3<\/sub> das Bild ausf&uuml;llen sollte, m&uuml;sste man die Brennweite mit <sup>2<\/sup>\/<sub>3<\/sub> multiplizieren. Man sieht \u2013 ein kleinerer Sensor ist von Vorteil. Vor allem nehmen Bildfehler auch mit Abstand von der optischen Achse zu, sodass man sich wohl eher eine Einstiegskamera mit APS-C Sensor zulegen sollte, wenn man noch keine hat.<\/p>\n<p>Die Pixelgr&ouml;&szlig;e spielt keine Rolle, da es Licht gen&uuml;gend gibt. Das Vollformat, das sonst bei Hobbyastronomen dominiert, bringt also keine Vorteile. Ebenso m&uuml;ssen es wegen der Turbulenz nicht viele Pixel sein \u2013 selbst bei 1 Bogensekunde Aufl&ouml;sung (was ein Teleskop von 120 mm Durchmesser erfordert) w&auml;re die Sonne nur 1.920 Pixel gro&szlig;. Das entspricht dann beim 3:2 Format nicht mal 6 MP f&uuml;r den Sensor. Daf&uuml;r sollte man f&uuml;r die Fotografie einen Glasobjektivfilter nehmen, idealerweise mit einer Abschw&auml;chung, die nicht so stark ist. <sup>1<\/sup>\/<sub>100<\/sub><sub>0<\/sub> nimmt man f&uuml;r die reine Fotografie, <sup>1<\/sup>\/<sub>100.000<\/sub> f&uuml;r die reine Beobachtung, <sup>1<\/sup>\/<sub>10.000<\/sub> eignet sich f&uuml;r beide Anwendungen.<\/p>\n<p>Popul&auml;r ist es inzwischen, mit einer Halterung das Smartphone hinter das Okular zu klemmen und so zu fotografieren \u2013 ein Smartphone hat ja schlie&szlig;lich jeder. ABER \u2026 eine Spiegelreflex ersetzt das Okular, wer einmal Okularprojektion betrieben hat, kennt die Effekte auf dem Bild wir Farbs&auml;ume und Unsch&auml;rfe jenseits der Bildmitte. Das Smartphone addiert ein weiteres Linsensystem, das weitere Einfl&uuml;sse auf die optische Qualit&auml;t hat. Wem eine neue Spiegelreflex zu teuer ist, kann leicht auf ebay, eine gebrauchte kaufen (es reicht sogar der Body ohne K&ouml;rper) und die braucht auch nicht viele Megapixel.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Kaufempfehlung?<\/h3>\n<p>Nein ich mache keine Kaufempfehlung. Zum einen variieren die Angebote in den Shops dauernd, sodass ein Link bald wieder ins Leere f&uuml;hrt. Zum anderen m&uuml;sste ich dann ja das Teleskop selbst getestet haben, denn ich kann nicht guten Gewissens etwas empfehlen was ich nie ausprobiert habe. Aber hier ein paar Links zu Amazon Rubriken:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/3jdd6r2\">Sonnenfilter<\/a> (meist Folie)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/36gjbiQ\">Sonnenprojektionsschirm f&uuml;r 1,25 Zoll Okularausz&uuml;ge<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/amzn.to\/33dNS6w\">Sonnenprojektionsschirm f&uuml;r 2 Zoll Okularausz&uuml;ge<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich will heute mal ein neues Thema aufgreifen, auf das ich beim Schreiben &uuml;ber Solar Orbiter gekommen bin. Es geht um die Amateurastronomie und ein vernachl&auml;ssigtes Objekt \u2013 die Sonne. Was ich schreibe ist nicht neu, auf meiner Website gibt es eine ganze Rubrik zum Thema Teleskope. 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