{"id":15082,"date":"2021-01-06T11:10:13","date_gmt":"2021-01-06T10:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15082"},"modified":"2021-01-06T11:10:13","modified_gmt":"2021-01-06T10:10:13","slug":"warum-hatten-computer-frueher-eine-so-niedrige-grafikaufloesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/01\/06\/warum-hatten-computer-frueher-eine-so-niedrige-grafikaufloesung\/","title":{"rendered":"Warum hatten Computer fr&uuml;her eine so niedrige Grafikaufl&ouml;sung?"},"content":{"rendered":"<p>Heute spielt die Aufl&ouml;sung die eine Grafikkarte bietet keine Rolle mehr, zumindest bei der Kaufentscheidung. Die neueste Version der HDMI-Spezifikationen definiert Formate bis 10K, also &uuml;ber 10.000 Pixel in der Horizontalen, Standardkarten beherrschen schon 8 K und Monitore in der Gr&ouml;&szlig;e gibt es auch, z.B. von <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3hy1sac\">Dell<\/a> (allerdings braucht man dann Adleraugen, denn bei 100 % Sehf&auml;higkeit muss man, um diese Aufl&ouml;sung bei 32 Zoll Diagonale auch w&uuml;rdigen zu k&ouml;nnen, bis auf 30 cm an den Monitor heranr&uuml;cken). Erstaunlicherweise entwickelte sich die Grafikaufl&ouml;sung relativ langsam, sprich Prozessoren hatten viel gr&ouml;&szlig;ere Zuwachsraten in Sachen Geschwindigkeit, selbst der Arbeitsspeicher stieg schneller an. Nun gibt es bei einem Monitor eine physikalische Einschr&auml;nkung \u2013 die Pixel muss man ja auch erkennen k&ouml;nnen. So wuchs in den Neunziger die Bildschirmdiagonale. Bis VGA nutzte man nur die Aufl&ouml;sung aus, die man auf einem 12-Zoll-Monitor nutzen konnte. Der reichte also f&uuml;r ein ganzes Jahrzehnt als Ausgabeger&auml;t. Die Aufl&ouml;sung 800 x 600 f&uuml;hrte zur Einf&uuml;hrung des 14 Zoll Multisync Bildschirms, 1.024 x 768 dann zu 17 Zoll Diagonale und 1.280 x 1.204 zum 19 oder 20 Z&ouml;ller und der war dann echt schwer. Gr&ouml;&szlig;er ging es dann nicht, sonst passt das Ding nicht mehr auf den Schreibtisch. Trotzdem war ein Pixel auf einem 19 Z&ouml;ller bei der \u201e1,2, K Aufl&ouml;sung\u201c 30 Prozent kleiner als auf einem 12 Z&ouml;ller bei VGA-Aufl&ouml;sung. Seit etwa zehn Jahren steigt die Aufl&ouml;sung wieder rapide an, die Bildschirmdiagonalen aber kaum. Ein 10 K Monitor hat zwar eine 40 % gr&ouml;&szlig;ere Diagonale als ein 24 Z&ouml;ller, aber die 5-fache Zahl an Pixeln in jeder Achse.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/f65ad7b00ee84072b81c4ed240b9a031\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>F&uuml;r mich selbst sind die digitalen Displays ein Segen. Seit dem 17 Z&ouml;ller empfinde ich die Aufl&ouml;sung als zu klein. Ich sehe weit unterhalb 100 %. Die Vergr&ouml;&szlig;erungsfunktion von Windows ist nicht wirklich hilfreich, weil Windows nicht, wie man vermuten w&uuml;rde, die Elemente wie Men&uuml;bars w&uuml;rden dann gr&ouml;&szlig;er gezeichnet, bei Schriften ist das ja sowieso m&ouml;glich. Stattdessen rendert Windows in einer kleineren Aufl&ouml;sung wer \u201e125 %\u201c w&auml;hlt, hat auf einem 1.920 x 1.080 Monitor tats&auml;chlich eine Darstellung mit 1.600 x 864. Das ist bei digitalen Displays mit festen Pixelgr&ouml;&szlig;en nat&uuml;rlich suboptimal. Aber seit Fernseher auch digital sind, stehen bei mir eben zwei 32 Zoll Full-HD Fernseher auf dem Schreibtisch. Man muss sich nur angew&ouml;hnen, die immer mit der Fernbedienung ein\/auszuschalten.<\/p>\n<p>Doch nach dem historischen R&uuml;ckblick nun mal zum Kern des Problems. In den Achtzigern stieg die grafische Aufl&ouml;sung nur langsam an, warum? Nehmen wir mal die Heimcomputer aus. Sie wurden an einen Fernseher angeschlossen, was die Aufl&ouml;sung limitierte, vor allem aber war ihr Arbeitsspeicher zu klein um gr&ouml;&szlig;ere Aufl&ouml;sungen zu erm&ouml;glichen. Hier mal eine &Uuml;bersicht der wesentlichen Spr&uuml;nge auf der PC Plattform in den Achtzigern.<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"25%\">Jahr<\/th>\n<th width=\"25%\">Aufl&ouml;sung<\/th>\n<th width=\"25%\">Typischer Speicher eines PC<\/th>\n<th width=\"25%\">Geschwindigkeit (IBM PC=1)<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"25%\">1981<\/td>\n<td width=\"25%\">CGA: 640 x 200 x 2<\/td>\n<td width=\"25%\">16 \u2013 64 KB<\/td>\n<td width=\"25%\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"25%\">1984<\/td>\n<td width=\"25%\">EGA: 640 x 350 x 4<\/td>\n<td width=\"25%\">512 KB<\/td>\n<td width=\"25%\">2,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"25%\">1987<\/td>\n<td width=\"25%\">VGA: 640 x 480 x 4<\/td>\n<td width=\"25%\">1024 KB<\/td>\n<td width=\"25%\">9<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>W&auml;hrend der Speicher um das 64-fache gr&ouml;&szlig;er wurde, der Prozessor 9-mal schneller, stieg die Anzahl der Bildpunkte nur um den Faktor 2,5 an. Dabei braucht man nicht mal einen neuen Monitor. Auch wenn die Ansteuerung anders ist, wurde die R&ouml;hre auf den Fertigungsstra&szlig;en der TV-Bildschirme gefertigt und selbst VGA lag noch unterhalb der Aufl&ouml;sung des PAL-Standards. Nat&uuml;rlich stieg auch der Speicherplatzverbrauch. Weil EGA und VGA mehr Farben haben, belegt ein VGA-Bild 153,6 KB Speicher, w&auml;hrend es bei EGA noch 16 KB sind. Das ist dann also nicht ganz so extrem. Aber es ist doch auff&auml;llig, das die Steigerung nicht so extrem ist wie beim Arbeitsspeicher und als Laie meint man ja auch der verbaute Grafikspeicher ist der Hauptkostenpunkt einer Karte.<\/p>\n<p>Ich selbst kam auf die dahinterliegende Problematik, als ich mich f&uuml;r einen Aufsatz (der wohl niemand au&szlig;er mir interessiert, n&auml;mlich den idealen Z80 Heimcomputer) mit der Problematik Aufl&ouml;sungen, Bildschirmspeicher und Zugriff besch&auml;ftigte. Ich ging von dem Rechner aus, den ich gut kannte, den CPC. Daher als Einleitung mal die Beschreibung wie dort die Grafik funktionierte.<\/p>\n<p>Der CPC hatte 16 KB seines Arbeitsspeichers als Grafikspeicher. Der Videocontroller war der 6845, der gleiche den IBM in der CGA Karte hatte. Wie bei dieser Karte betrug die maximale Aufl&ouml;sung 640 x 200 Punkte. F&uuml;r das Folgende wichtig ist das der 6845 ein Videocontroller ist der auf Textdarstellung ausgerichtet. Man &uuml;bergibt ihm daher alle horizontalen Koordinaten als Zeichenindex, nur in der Vertikalen arbeitet er mit Zeilen, wobei er eine Zeile stellvertretend f&uuml;r die Zeilenposition des Zeichens &uuml;bertr&auml;gt und einen Index, der das Bitmuster innerhalb der Zeichenmatrix &uuml;bergibt. Als Videokontroller generiert er alle Signale, die ein Monitor f&uuml;r den Bildschirmaufbau braucht, wie horizontale und vertikale Synchronisation und er sagt dem Computersystem &uuml;ber seinen Bus, welche Adresse gerade auf dem Bildschirm gezeichnet werden sollte, aber er &uuml;bertr&auml;gt nicht die Bytes zum Monitor, das muss man selbst erledigen. Beim CPC erfolgte das durch ein Video Gate Array. Es muss synchron zur Bewegung des Elektronenstrahls die Information bitweise an den Monitor &uuml;bertragen, wo sie dann zum Aufleuchten oder eben Nichtaufleuchten von Pixels f&uuml;hrte. Das geschah damals komplett digital, das hei&szlig;t es gab meist drei Leitungen f&uuml;r die Grundfarben und noch eine f&uuml;r die Helligkeit mit diesen vier Leitungen konnte man acht Grundfarben in zwei Helligkeitsabstufungen, das ergab die oft eingesetzt 16 Farben darstellen. Analoge &Uuml;bertragung \u2013 in diesem Fall ein Fortschritt zog mit der VGA-Karte ein, das war damals ein Fortschritt, denn es erm&ouml;glichte mehr Farben indem nun auch der Signalpegel ausgewertet wurde. Heute ist diese analoge &Uuml;bertragung bei digitalen Displays aber unangebracht und das Bild unscharf.<\/p>\n<p>Nun zum Ablauf. Ein Grundproblem war, das der Speicher nicht separat war, CPU und Gate Array mussten also sich absprechen, damit sie nicht gleichzeitig auf den Speicher zugriffen, denn bei der damals &uuml;blichen Architektur aus 8 Bausteinen mit je 1 Bit breitem Datenbus war es immer so, dass bei jedem Zugriff sich jeder RAM-Baustein angesprochen f&uuml;hlte, egal ob der Zugriff in den Bildschirmspeicher ging oder nicht. Man nutzte den Maschinenzyklus des Z80 aus. Der hatte immer 4 Takte und Speicherzugriffe gab es immer in der ersten H&auml;lfte. In der zwoten H&auml;lfte konnte das Gate Array dann zugreifen. Einziger Nachteil: So wurden alle Befehle auf ein Vielfaches von 4 Takten gestreckt, denn beim letzten Zyklus konnte ein Befehl auch weniger als vier Takte ben&ouml;tigen. Das verlangsamte den Z80 so, dass er bei 4 MHz so schnell war wie ein Z80 mit 3,2 MHz ohne diese Bremse.<\/p>\n<p>Auf die eigentliche Problematik kam ich, als ich die Aufl&ouml;sung verdoppeln wollte und eine Z80H mit 8 MHz einsetzen wollte. Beim CPC gab es in 1 Mikrosekunde maximal drei Zugriffe: einen von der CPU und zwei vom Gate Array. Das zeigt schon die Problematik. Pro Mikrosekunde mussten f&uuml;r die Bildschirmdarstellung zwei Bytes &uuml;bertragen werden, die zuerst in einem Schieberegister landeten, denn der Elektronenstrahl &uuml;bertrug ja einzelne Punkte. Zwei Bytes &uuml;bertragen (also lesen und schreiben) in einem halben Taktzyklus \u2013 das ist eine Ansage. Die Z80 schafft maximal ein Zehntel der geforderten Datenrate, selbst eine Z80 DMA bei 4 MHz nur die H&auml;lfte. Damit dies ging, war das Gate Array mit 16 MHz getaktet \u2013 viermal h&ouml;her als die CPU. Wie sich zeigte, reichte das denn auch gerade aus, denn das ergab 2 MByte\/s Datenrate und die geforderte Datenrate betrug:<\/p>\n<p>63 Zeichen pro Zeile x 2 Bytes pro Zeile x 310 Zeilen x 50 Hz = 1,9553 MByte pro Sekunde. Geht man nun auf die doppelte Aufl&ouml;sung so verdoppelt sich auch die Datenrate. Ebenso greift eine Z80 CPU mit 8 MHz doppelt so oft auf den Speicher zu. Pro Mikrosekunde sind es also dann 6 Zugriffe. Als Spitze vier Zugriffe in den 500 ns der zweiten H&auml;lfte der Mikrosekunde. Und das l&auml;sst dann nur noch 125 ns f&uuml;r einen Zyklus eines Speicherchips zu. Schaut man sich die Datenbl&auml;tter an, so sieht das so aus:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"33%\">Typ<\/th>\n<th width=\"33%\">Zugriffszeit<\/th>\n<th width=\"33%\">Zykluszeit<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">4164-120 \/ 41256-120<\/td>\n<td width=\"33%\">120<\/td>\n<td width=\"33%\">220<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">4164-150 \/ 41256-150<\/td>\n<td width=\"33%\">150<\/td>\n<td width=\"33%\">280 \/ 260<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">4164-200<\/td>\n<td width=\"33%\">200<\/td>\n<td width=\"33%\">330<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">41256-100<\/td>\n<td width=\"33%\">100<\/td>\n<td width=\"33%\">200<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">6264<\/td>\n<td width=\"33%\">100, 120, 150<\/td>\n<td width=\"33%\">100, 120, 150<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die \u201e41\u201c Typen sind die damals g&auml;ngigen dynamischen RAM mit 1 Bit Datenbreite (4164: 64 Kbit x 1 Bit). Das 6264 ist kein dynamisches RAM, sondern ein statisches RAM und organisiert in 8 kbit x 8. Man stellt sofort fest, das kein dynamisches RAM eine Zykluszeit von 125 ns erreicht. Es reicht nicht die Zugriffszeit, die bei reinem Z80 Betrieb der ausschlaggebende Wert ist (da nach einem Speicherzugriff immer mindestens zwei Takte intern in der CPU abgearbeitet werden), sondern die Zykluszeit ist der wesentliche Wert: Nach dem Auslesen von Daten m&uuml;ssen diese bei dynamischen RAMs wieder aufgefrischt werden. Bei statischen RAMs gibt es diese Notwendigkeit nicht, deswegen ist die Zykluszeit dort gleich lang wie die Zugriffszeit.<\/p>\n<p>Statische RAM w&auml;ren also eine L&ouml;sung. Nur sind die ziemlich teuer. Anfang 1986 kostete ein 4164 RAM 2,80 DM, ein 6264 mit derselben Kapazit&auml;t 10,30 DM. Eine zweite L&ouml;sung sind Multiport-RAM aus denen sp&auml;ter auch GRAM also RAM f&uuml;r Grafikkarten entstanden. 1983 gab es das Erste von Texas Instruments. Dieses RAM hat neben dem normalen Port f&uuml;r Schreiben und Lesen einen zweiten nur f&uuml;r das Auslesen. Der ist verbunden mit einem Buffer, in dem die 256 Bits einer Spalte des RAM Chips landen. Diese 256 Bits k&ouml;nnen dann sehr viel schneller ausgelesen werden als beim normalen wahlfreien Zugriff. Das ist ideal f&uuml;r den Bildschirmaufbau, bei dem ja sequenziell der ganze Bildschirmspeicher 50 bis 60 mal pro Sekunde &uuml;bertragen wird. Die dritte L&ouml;sung, nutzbar aber erst bei gr&ouml;&szlig;erem Speicher auf der Grafikkarte ist es, die Zugriffe auf mehrere Banks zu verteilen. Hat man zwei B&auml;nke, so halbiert sich die Zykluszeit und nun wird wieder die Zugriffszeit zum bestimmenden Ma&szlig;e. Dann greift die Ausleseelektronik z.B. bei geraden RAM-Adressen immer auf Bank 1 zu und bei ungeraden auf Bank 2. Die EGA-Karte hatte z.B. acht Bausteine des Typs TMS 4416-15, Speicherchips organisiert in 16K x 4 Bit. Daraus wurden vier B&auml;nke konstruiert, bei jedem Byte Zugriff wurden zwei Bausteine angesprochen. So kam man mit den langsamen RAM Bausteinen (minimale Zykluszeit bei einem Lese\/Schreibzugriff 330 ns) aus.<\/p>\n<p>Nebenbei musste diese Ausleseelektronik auch recht fix sein. Der im IBM PC\/AT eingebaute DMA Kontroller vom Typ 8237 schaffte maximal 600 kbyte\/s. Eine EGA-Karte ben&ouml;tigte dagegen bei 60 Hz und nicht sichtbaren R&auml;ndern von 33 % mindestens 4,5 MByte\/s. Schon auf meinem CPC der nur 2 MByte\/s als Bandbreite erforderte, hatte sie daher eine Taktrate von 16 MHz.<\/p>\n<p>Trotzdem l&auml;hmte die nur langsame Steigerung der Zugriffszeit die Leistungssteigerung von Grafikkarten. 1986 waren minimal 100 ns Zugriffzeit m&ouml;glich. 1995 sank das auf 60 ns ab \u2013 nur der Faktor 1,6 in fast zehn Jahren. Erst ab 1992 ging die Entwicklung von Grafikkarten mit der Einf&uuml;hrung von VRAM, also speziellem Videoram wieder schneller. Zuerst musste man daf&uuml;r noch einen happigen Aufpreis zahlen, sp&auml;ter wurde es zum Standard.<\/p>\n<p>Speziell beim AT-Bus gab es aber eine andere Einschr&auml;nkung \u2013 dessen Busgeschwindigkeit. Sie betrug beim AT-Bus maximal 5,33 MByte\/s. Die meisten Grafikkarten wurden aber als 8-Bit Karten vertrieben, da sie so auch ein einen Rechner mit 8088\/8085 Prozessor verbaut wurden. Dann sank die Datenrate auf minimal 0,96 MByte\/s. Sie war nicht wesentlich f&uuml;r den Bildschirmaufbau, da der Bildschirm direkt an die Karte angeschlossen wurde, aber durchaus f&uuml;r den Datentransfer der CPU in den Grafikspeicher. In der Praxis waren die Einschr&auml;nkungen noch gr&ouml;&szlig;er, da um St&ouml;rungen beim Bildaufbau zu vermeiden alle Ver&auml;nderungen des Bildschirminhalts nur erfolgten, wenn beim Bildaufbau gerade die nicht sichtbaren Teile dran waren, also die R&auml;nder links und rechts und oben und unten. Das f&uuml;hrte schlie&szlig;lich auch zu neuen Bussystemen, zuerst als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/VESA_Local_Bus\">Vesa Local Bus<\/a>, im Prinzip eine Speziall&ouml;sung f&uuml;r den 486-Prozessor und sp&auml;ter als genormter Standard der PCI Bus.<\/p>\n<p>Zuletzt noch eine Bemerkung zu monochromer Textdarstellung und Grafik. Sie war schon fr&uuml;her in hoher Aufl&ouml;sung m&ouml;glich. Das scheint ja ein Widerspruch zu dem gesagten sein, denn nimmt man die reine Pixelzahl, dann erreichte monochrome Textdarstellung schon fr&uuml;h hohe Datenrate. Der MDA Adapter bot 1981 schon 80 x 25 Zeichen in einer 9 x 14 Punktmatrix mithin 720 x 350 Pixel, dasselbe Aufl&ouml;sung erreichte die Hercules Grafikkarte 1993, die auch grafikf&auml;hig war, ebenfalls in monochrom. Das entspricht und &uuml;bertrifft den EGA Standard was die Punkte abgeht. Allerdings war es monochrom, also viermal weniger Information, die &uuml;bertragen werden musste. Vor allem aber waren Monochrommonitore nachleuchtend. Es machte bei diesen keinen Unterschied ob man das Bild mit 60 Hz oder 25 Hz &uuml;bertrug, das Nachleuchten war erheblich l&auml;nger als ein Bildschirmvollaufbau dauerte. Bei 25 Hz entsprechen 720 x 350 Pixel aber dann nur noch 0,7875 MByte\/s netto, etwa 1 Mbyte\/s mit den nicht sichtbaren R&auml;ndern und das lag dann sogar noch unterhalb der Datenrate, die selbst ein 8 Bitter schaffte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute spielt die Aufl&ouml;sung die eine Grafikkarte bietet keine Rolle mehr, zumindest bei der Kaufentscheidung. 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