{"id":15244,"date":"2021-03-24T10:02:11","date_gmt":"2021-03-24T09:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15244"},"modified":"2021-03-28T08:57:56","modified_gmt":"2021-03-28T06:57:56","slug":"zwangsprostitution-und-die-moral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/03\/24\/zwangsprostitution-und-die-moral\/","title":{"rendered":"Zwangsprostitution und die Moral"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe lange gez&ouml;gert, ob ich den heutigen Blog schreiben soll, &uuml;ber ein kontrovers diskutiertes Thema Ansto&szlig; hat ein Fil mgegeben den ich durch Zufall in der Reihe \u201e&#8220;Donya Unterwegs im Westen\u201c entdeckte. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Donya_Farahani\">Donya Farahani<\/a> arbeitet da eine Woche lang bei einem Unternehmen oder einer Organisation mit. So bei Wattenscheid 09, einem Entr&uuml;mpler oder mit einem Staubsaugervertreter, der es fertigbringt den Leuten einen knapp 1.800 Euro teuren Staubsauger zu verkaufen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/32479caa33374b939bf580e1954727c2\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><!--more--><\/p>\n<p>Bei diesem Beitrag ging es um eine Woche im Bordell, und obwohl man davon ausgehen kann, das die Inhaberin die Journalistin sicher nicht eingestellt h&auml;tte, wenn ihr Betrieb nicht musterg&uuml;ltig ist, kommt die Journalistin zu keinem guten Urteil und die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=j6GZHokU_lY&amp;t=339s\">Kommentare bei Youtube<\/a> werfen ihr auch Voreingenommenheit vor, leicht erkennbar an Zitaten wie diesen \u201eWenn ihr Sex wollt, strengt euch an, zahlt nicht einfach daf&uuml;r\u201c. Dabei ist f&uuml;r jeden der nur die Bilder sieht offensichtlich, dass diese Vorstellung v&ouml;llig an der Wirklichkeit vorbeigeht. Die Kunden oder Freier im Film sind M&auml;nner zwischen 50 und 70, mit Bauch, sch&uuml;tterem Haar oder klein mit Hornbrille. Sie haben Sex mit einer gut aussehenden Frau zwischen 20 und 30. In welcher Parallelwelt kann ein so aussehender Mann durch \u201eAnstrengen\u201c das erreichen? Den Spruch k&ouml;nnte man auch woanders anwenden, so z.B. beim Abnehmen, wo es ja auch den Weg gibt, Gewicht durch chirurgische Eingriffe zu verlieren. Also lieber anstrengen anstatt unters Messer legen. Gymnastik anstatt Botox.<\/p>\n<p>Ein Hauptvorwurf, den ich in den Filmen immer wieder h&ouml;re, ist, dass die Politik bei uns einen riesigen Menschenhandel geschaffen habe. Lange Zeit war Prostitution bei uns ein Verbrechen, auch wenn ich in den letzten Jahrzehnten nicht von Urteilen gegen die Frauen geh&ouml;rt habe. Aber das gesamte Gesch&auml;ft war per se illegal. Das bedeutete auch das alle dort Besch&auml;ftigten aus dem Sozialnetz herausfielen. Sie konnten sich nicht krankenversichern oder in die Rentenversicherung einzahlen, oder mussten daf&uuml;r l&uuml;gen, z.B. als Beruf Hausfrau angeben. Nur der Finanzverwaltung war es egal, woher das Einkommen kam und sie bestand auf einer genauen Angabe des Einkommens.<\/p>\n<p>Die rotgr&uuml;ne Koalition hat 2002 darunter einen Schlussstrich gezogen und die Prostitution praktisch legalisiert, das hei&szlig;t als eigenen Beruf anerkannt. 2017 wurde noch mal nachgezogen und mit dem Prostitutionsschutzgesetz Auflagen eingef&uuml;hrt wie eine Meldepflicht, Erlaubnispflicht f&uuml;r die Betreiber verpflichtende Besuche beim Gesundheitsamt etc. vorgeschrieben. In den meisten Sendungen zu dem Thema, wird gesagt, das diese Reform in Deutschland zu massivem Menschenhandel gef&uuml;hrt hat, denn vorher war auch die Zuh&auml;lterei unter Strafe und hier wurden durchaus Urteile gesprochen. Da es das nun nicht mehr g&auml;be, so der Tenor, w&uuml;rden massenhaft junge Frauen aus Asien, Bulgarien und Rum&auml;nien unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen. 75 Prozent aller Frauen, die diesem Beruf nachgehen, w&auml;ren Zwangsprostitituierte. Schaut man nach Meinungen zu dem Thema, dann wird schnell klar, dass das Meinungsbild sehr einseitig ist. Ziemlich offensiv melden sich Organisationen zu Wort, die gegen Prostitution per se sind. Sie dominieren die Diskussion. Das ist auch einfach, denn es gibt praktisch keinen organisierten Gegenpart. Wenn dann mal eine Prostituierte oder ein Bordellbetreiber als Gegenpart zu Wort kommt, hei&szlig;t es dann seitens der Sprecherinnen dieser Organisationen. Die Einzelperson h&auml;tte keinen &Uuml;berblick wie sie, oder das w&auml;re eben ihre pers&ouml;nliche Einzelmeinung. In der Tat gibt es erst seit 2016 ein Gesetz gegen Zwangsprostitution, doch das hat eigentlich nur nachgesch&auml;rft, so auch die Kunden unter Strafe gestellt. Die damit zusammenh&auml;ngen Tatbest&auml;nde wie k&ouml;rperliche Gewalt, Erpressung, N&ouml;tigung etc. stehen ja auch f&uuml;r sich alleine schon unter Strafe.<\/p>\n<p>Glaubt man den Sprecherinnen der Organisationen, so w&auml;re das \u201eschwedische\u201c oder \u201enordische Modell\u201c die L&ouml;sung. Schweden hat als erstes Land die Rechtssprechung so ge&auml;ndert. Das das Anbieten von sexuellen Dienstleistungen nicht unter Strafe steht, das Nutzen aber schon. Sprich die Kunden oder Freier machen sich strafbar, die Prostituierten nicht. Als Beweis werden Umfragen genannt bei denen nun Schweden &uuml;berwiegend Prostitution als Versto&szlig; gegen die Menschw&uuml;rde ansehen. Genau dies steht hinter dem Modell. Wer Sex f&uuml;r Geld haben will, tritt die Menschenw&uuml;rde des Gegen&uuml;bers mit F&uuml;&szlig;en und die Frauen, die dies anbieten sind dann eben Opfer dieser Menschenrechtsverletzung.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Das w&auml;re wohl noch ewig lang nur eine Diskussion geblieben, g&auml;be es nicht Corona. Bei der Verf&uuml;gungen zum Lockdown mussten auch Bordelle schlie&szlig;en. So hat Corona das innerhalb von Wochen m&ouml;glich gemacht, was die Lobby gegen Prostitution in Jahren nicht erreicht hat, n&auml;mlich ein de Fakto Verbot von Prostitution als angemeldetes Gewerbe, noch weitergehend als in Schweden. Doch hat es was gen&uuml;tzt? Ein <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/wdr\/video\/unterwegs-im-westen\/sexarbeit-ein-ganz-normaler-job\/wdr-fernsehen\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTYxNjY1MzIxLTgxN2EtNGY3Zi05NjIxLWQyZjMwMDI0YWVhYw\/\">Beitrag im WDR<\/a> zeigt zumindest meiner Meinung nach, das dem nicht so ist. Es gibt demonstrierende Frauen, die sich gegen die Zwangsschlie&szlig;ung aussprechen. Sozialarbeiterinnen begleiteten die Reporterin auf den Stra&szlig;enstrich, wohin sich die &#8222;Nachfrage&#8220; zum Teil verlagert hat, unter Bedingungen die wohl weder die M&auml;nner noch Frauen haben wollen, von der Gef&auml;hrdung der Frauen, wenn sie alleine mit einem Mann sind, mal ganz zu schweigen. Ich vermute im h&ouml;herpreissigen Milieu wird die Nachfrage nach Callgirls oder \u201eEscortservices\u201c gestiegen sein. Das ist auch die Beobachtung in Schweden. Nat&uuml;rlich wird in einer Befragung wohl niemand zugeben, dass er etwas strafbewehrtes tut oder dies guthei&szlig;t. Insgesamt scheint das Gesetz, das es nun seit &uuml;ber 20 Jahren in Schweden gibt und dazu f&uuml;hrte das das Modell auch woanders eingef&uuml;hrt wurde, tats&auml;chlich die Prostitution einged&auml;mmt haben. Aber wie immer gibt es Schattenseiten. Genauso wie bei uns die Legalisierung hat dies in Schweden zu mehr Frauen aus dem Ausland gef&uuml;hrt. Die Nachfrage hat sich verlagert auf den Markt den wir bei uns als Callgirls oder Escort bezeichnen die Zahl von Anzeigen in diesem Sektor hat sich in den Zeitungen vervielfacht. Was klar ist, ist das der Stra&szlig;enstrich um 41 % abgenommen hat. Selbst Amnesty international <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/gesellschaft\/20-jahre-prostitutionsverbot-in-schweden-was-hat-das-gesetz-gebracht-ld.1425003\">kritisiert das Gesetz<\/a>, denn Begleitgesetze machen alles, was mit der Aus&uuml;bung verbunden ist, strafbar, das geht beim Anmieten einer Wohnung los und zitiert das Recht auf pers&ouml;nliche Integrit&auml;t, auf eine Behausung, Privatsph&auml;re, Zugang zu medizinischer Versorgung und Gleichbehandlung vor der Justiz. Das alles seien internationale Verpflichtungen, die Norwegen durch die polizeiliche Praxis zur Eind&auml;mmung des Sexgewerbes unterlaufe. AI zitierte die Position einer Organisation im Sozialbereich, die sogar sagt: Keine andere gesellschaftliche Schicht sei &auml;hnlicher polizeilicher Drangsalierung ausgesetzt und das, obwohl das Anbieten sexueller Dienstleistungen nicht einmal illegal sei.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Meiner Meinung nach werden alle Ma&szlig;nahmen am Grundproblem nichts &auml;ndern. Es wird immer Prostitution geben. Sie ist ja nicht neu und gilt als das &auml;lteste Gewerbe der Welt. Einfach weil die Geschlechter in Sachen Sex anders ticken. Was Schweden im Prinzip will, ist eine Umerziehung der M&auml;nner. Meiner Erfahrung nach funktionieren Umerziehungen nicht und das Ausweichen auf andere Formen der Prostitution zeigt das auch. Im Prinzip werden nach dem schwedischen Modell alle Frauen zu Opfern erkl&auml;rt. Selbst, wer angibt, das freiwillig zu tun ist Opfer, denn er tut es eben nur, um Geld zu verdienen. K&ouml;nne er das anders, m&uuml;sste er dieser T&auml;tigkeit nicht nachgehen. Sicher ist, dass das keine T&auml;tigkeit ist die Spa&szlig; macht, eine Aussage von M&auml;nnern in Interviews, &uuml;ber die ich immer wieder stolpere. Wie soll Sex mit jemanden, den man nicht kennt und der vielleicht unattraktiv ist Spa&szlig; machen? Jeder Mann, der so was sagt, sollte sich mal vorstellen, mit einer mehrere Jahrzehnte &auml;lteren unattraktiven Frau gegen Bezahlung Sex zu haben. Auf der anderen Seite wollen Menschen immer mit m&ouml;glichst wenig Arbeit Geld verdienen. Ich denke das viele das dies freiwillig tun dann deswegen, weil es weniger Arbeit f&uuml;r das gleiche Geld ist, als andere T&auml;tigkeiten, die sie mit ihrer Ausbildung (oder eben fehlender Ausbildung) aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Bezahlen tun sie anders, denn das es psychisch belastend ist, versteht sich ja von selbst. Es gibt meiner Ansicht nach gen&uuml;gend T&auml;tigkeiten, die unangenehm sind, bei denen wir aber diese Arbeit honorieren. Wer Alte pflegt, oder Querschnittsgel&auml;hmten den Po abwischt hat auch einen harten, unangenehmen Job, doch anders als diese T&auml;tigkeiten wird das nicht verurteilt.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Nicht zuletzt f&auml;llt die Abgrenzung schwer. Es gibt ja zahlreiche Formen der Sexualit&auml;t, die mit Geld verkn&uuml;pft sind, auch wenn man nicht jedes Mal daf&uuml;r zahlt. Das geht vom Aushalten von jungen Frauen los, etwas was neudeutsch \u201eSugardaddy\u201c hei&szlig;t, bis hin zu Frauen die sogar heiraten, aber nur deswegen weil der Mann verm&ouml;gend ist.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Ich wei&szlig; nicht, was die L&ouml;sung ist. Im Prinzip ist der schwedische Schritt wieder ein R&uuml;ckgriff auf das moralische Urteil, das vor Jahrzehnten auch bei uns die Gesetzgebung dominierte, nur eben mit vertauschten Vorzeichen. Nicht die Prostituierten sind die, die sich moralisch verwerflich verhalfen, sondern die Freier. Aber mein Verstand sagt mir das dieses Modell nicht funktionieren kann. Denn es hat immer zwei Medaillen. Die Nachfrage aber eben auch das Angebot. Was w&uuml;rde das Wegfallen des Angebots bedeuten? W&uuml;rde es dann mehr sexuelle Gewalt geben? Vor allem ist es unlogisch, weil Angebot und Nachfrage zusammengeh&ouml;ren. Ich mache mal einen k&uuml;hnen Gedankensprung. Wir haben ja auch andere Dinge die wir verbieten, weil die gesellschaftliche Moral es diktiert. Das offensichtlichste Beispiel sind Drogen. Wer den Blog regelm&auml;&szlig;ig liest, wei&szlig; das ich f&uuml;r die Legalisierung von Cannabis bin. Derzeit ist die Situation hier so wie vor 2002 bei der Prostitution in Deutschland. Der Anbau und Handel ist illegal. Der Konsum im Prinzip auch, aber es gibt keine Strafverfolgung wenn man Mengen mit sich f&uuml;hrt die als normale Konsummengen gelten. Auch werden die kleinen H&auml;ndler, Gegenst&uuml;ck zur Prostituierten messt laufen gelassen, zumindest beim ersten Aufgreifen. Solange die weniger als die Menge f&uuml;r den Eigenbedarf mit sich f&uuml;hren, k&ouml;nnen sie sich auch als Konsument ausgeben.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Nun stelle man sich mal vor, man w&uuml;rde dort so ein Modell einf&uuml;hren wie in Schweden. Dann w&auml;re der Anbau und Handel von Marihuana legal, aber nicht der Konsum. Das dies offensichtlich verr&uuml;ckt ist wird dann sofort klar. Man d&uuml;rfte dann Marihuana selbst anbauen und verkaufen, aber nicht selbst rauchen. Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass wir sowohl bei Cannabis wie auch Prostitution zu einer L&ouml;sung kommen wie bei Alkohol und Tabak. Wenn es da Missbrauch gibt, dann durch die Konsumenten, aber nicht die, welche Drogen herstellen. Gerade die Illegalit&auml;t sorgt aber f&uuml;r Kriminalit&auml;t, das zeigt die Prohibition in den USA, die erst dazu f&uuml;hrte das die Mafia so m&auml;chtig wurde. Kann man gegen Zwangsprostitution mehr tun? Ja man kann. So enden nur 30 % der Verfahren wegen dieses Tatbestandes mit einer Verurteilung, bei Vergewaltigung sind es dagegen 57 %, Auf der anderen Seite habe ich auch Zweifel an den Zahlen. Aus dem obigen Artikel: \u201eDie genaue Zahl der hier t&auml;tigen Prostituierten sei nur eine sehr grobe Sch&auml;tzung, etwa 400.000 sollen es sein. 80 bis 100 Prozent dieser Frauen im heimischen Rotlichtgewerbe seien Ausl&auml;nderinnen, die zum Job gezwungen w&uuml;rden.\u201c Da wird also ausl&auml;ndische Herkunft gleichgesetzt mit Zwangsprostitution. Ich glaube zumindest Interviews in denen Frauen sagten, dass sie bewusst nach Deutschland gekommen seien, weil sie hier als Prostituierte ein vielfaches dessen verdienen was sie in Rum&auml;nien oder Bulgarien verdienen und mit dem Geld dann wieder dorthin zur&uuml;ckkehren wollen, wo es ausreicht, sich eine Existenz aufzubauen. Ob das wahr ist oder nicht wei&szlig; ich nicht, niemand wird vor einer Kamera sagen er w&uuml;rde zum Sex gezwungen, aber es h&ouml;rt sich f&uuml;r mich logisch an. Schlussendlich gibt es ja auch noch den Anteil deutscher Frauen, die dies tun und nicht unter Zwang. Bedenkt man das Einkommensgef&auml;lle zu diesen EU-Staaten, so ist es f&uuml;r mich logisch nachvollziehbar.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Bei legalen Drogen haben wir eine Kontrolle der Produktion. Wer alkoholische Getr&auml;nke erzeugt muss Steuern zahlen oder einen Teil abf&uuml;hren. Tabak darf man nur mit einer Genehmigung anbauen. Derzeit wird medizinisch genutzter Hanf ebenfalls mit Genehmigung angebaut. In anderen Staaten wird auch der Verkauf staatlich kontrolliert, so der von Marihuana in den Niederlanden und Colorado. Bei Alkohol ist dies auch in Schweden so. Er ist nicht einfach &uuml;berall kaufbar, da der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwedische_Alkoholpolitik\">Staat das Alkoholmonopol hat<\/a>. Also, wenn es nur um das Argument geht, die Zwangsprostitution zu bek&auml;mpfen w&auml;re das doch ein Modell. Analog zu Cannabis d&uuml;rfte nur staatlich legitimierte und regelm&auml;&szlig;ig kontrollierte Bordelle diese \u201eDienstleistung\u201c anbieten. So k&ouml;nnte dort Zwangsprostitution wirksam bek&auml;mpft werden. Dann m&uuml;sste der Staat nat&uuml;rlich gegen jede andere Form von Prostitution, also den Stra&szlig;enstrich, aber auch Callgirls vorgehen. Da dies irreal ist, glaube ich wird es nicht dazu kommen. Auf der anderen Seite w&uuml;rde dies eine M&ouml;glichkeit schaffen, wie Prostitution funktionieren k&ouml;nnte, zumindest h&auml;tten die Freier die Garantie, dass die Frauen ihrer Sexarbeit freiwillig nachgehen. Das w&auml;re also eine \u201elegale\u201c Alternative, wahrscheinlich ausreichend, denn, wer trotz dieses Wissens woanders hingeht, dem liegt nicht sehr viel an den Frauen. Ich habe aber die Hoffnung, dass die meisten M&auml;nner da anders ticken.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Aber mir ist klar, dass dies nie so kommen wird. Der Staat als Bordellbetreiber? Nie und nimmer. Aber sch&ouml;n w&auml;re es, wenn unsere Gesellschaft dahin kommen w&uuml;rde, diev T&auml;tigkeit als normal, ja vielleicht sogar gesellschaftlich notwendig und n&uuml;tzlich anzusehen. Das geht schon mit der Bezeichnung los. Prostitution als Bezeichnung ist ja schon verrufen. Fr&uuml;her gab es noch die abwertenden Bezeichnungen Hure und Nutte. Ich pers&ouml;nlich finde die Bezeichnung \u201eSexarbeiter(in)\u201c f&uuml;r besser. Denn sie dr&uuml;ckt aus das es sich um eine Arbeit handelt und Sex als Wort ist nicht per se negativ belastet. Verbote bringen aber nichts, wie schon vor 40 Jahren die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oESfa8jt0p8\">Spider Murphy Gang erkannte<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe lange gez&ouml;gert, ob ich den heutigen Blog schreiben soll, &uuml;ber ein kontrovers diskutiertes Thema Ansto&szlig; hat ein Fil mgegeben den ich durch Zufall in der Reihe \u201e&#8220;Donya Unterwegs im Westen\u201c entdeckte. Donya Farahani arbeitet da eine Woche lang bei einem Unternehmen oder einer Organisation mit. 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