{"id":15276,"date":"2021-04-07T09:29:47","date_gmt":"2021-04-07T07:29:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15276"},"modified":"2021-04-07T09:29:47","modified_gmt":"2021-04-07T07:29:47","slug":"die-acht-acht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/04\/07\/die-acht-acht\/","title":{"rendered":"Die &#8222;Acht-Acht&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Ich will heute mal an ein Gesch&uuml;tz erinnern, das in seiner eigentlichen Rolle nicht so erfolgreich war wie in einer anderen. Es war eine Flugabwehrkanone. Im Zweiten Weltkrieg gab es zwei Arten von Flugabwehrkanonen. Die einen mit kleinem Kalber \u2013 in Deutschland 20 bis 40 mm wurden zum direkten Schutz eingesetzt um anfliegende Flugzeuge, z.B. auf Schiffen Torpedo- oder Sturzkampfbomber abzuschie&szlig;en, an Land als Schutz gegen Tieffliegerangriffe durch Erdkampflugzeuge und Jagdbomber. Diese Gesch&uuml;tze hatten eine hohe Schussfolge von theoretisch bis &uuml;ber 800 Schuss\/Minuten (in der Praxis durch das Nachladen eines Munitionsstreifens etwa halb so viel) und wurden auch oft in Gruppen als Zweierflak oder Vierlingsflak zusammengefasst. Zum Kriegsende wurden auch Flugabwehrpanzer entworfen, die jedoch in begrenzter St&uuml;ckzahl zum Einsatz kamen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/537d83c8fd8947f69a840368fd0bd31e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Wie bei den Bordwaffen der Flugzeuge gab es den Trend zum gr&ouml;&szlig;eren Kaliber. Das lag daran das die Flugzeuge im Laufe des Krieges gepanzert wurden, zumindest die wichtigen Teile wie Motor und Pilotenkanzel. So wurden auch bei Jagdflugzeugen die Bordwaffen immer gr&ouml;&szlig;er. Hatten Jagdmaschinen anfangs nur normale Maschinengewehre im Kalber 7,62 mm, so gab es bald Bordkanonen mit dem Kalber 20 mm und zu Kriegsende auch 30 mm Kanonen. Gegen gepanzerte Erdkampfflugzeuge konnte man mit Maschinengewehren, die ja in ausreichender Zahl bei der Infanterie zur Verf&uuml;gung standen wenig ausreichten.<\/p>\n<p>Es gab aber auch eine zweite Sorte von Flugabwehrkanonen, zur Abwehr von in gro&szlig;er H&ouml;he fliegenden Maschinen, meistens Bombern im Formationsflug. Diese hatten ein sehr gro&szlig;es Kaliber. Um eine dieser Kanonen geht es in diesem Blog, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/8,8-cm-FlaK_18\/36\/37\">Flak 18<\/a>, meist nur als \u201eacht-acht\u201c nach dem Kaliber 88 mm abgek&uuml;rzt. Wer das Kaliber von g&auml;ngigen Waffen der Zeit kennt, wundert sich: 88 mm zur Abwehr von Flugzeugen? In der Tat existierte die Flugabwehrkanone schon beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, die Zahl \u201e18\u201c gibt an, dass sie auf einen Entwurf zur&uuml;ckging, der noch im Ersten Weltkrieg entworfen wurde. Das ist allerdings nicht bei allen Waffen, die es vor und in der Anfangszeit des Dritten Reiches gab, so. Oft wurde \u201e18\u201c als Tarnung genommen um eine nach dem Versailler Vertrag verbotene Waffenentwicklung zu verschleiern. Aber diesmal stimmte es, denn schon zu Ende des Ersten Weltkrieges flogen Flugzeuge immer h&ouml;her und waren mit den existierenden Kanonen nicht mehr abfangbar. Das Problem war nicht, dass man das Kaliber ben&ouml;tigte um die Panzerung zu durchschlagen, sondern &uuml;berhaupt die Flugh&ouml;he zu erreichen. Wie ich mal in einem Blog <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/03\/15\/die-loesung-fuer-ein-ueberfluessiges-problem-kann-man-sich-mit-in-die-luft-geschossenen-kugeln-verletzen\/\">vorgerechnet habe<\/a> fliegt eine 7,62-mm-Kugel, also die eines MG typisch etwa 2500 m hoch. Damit erreicht man nicht B17 Bomber, die eine typische Flugh&ouml;he von 7620 m hatten. Der Grund ist die Abbremsung durch den Luftwiderstand. Man ben&ouml;tigte das Kaliber, damit die Granate die Flugh&ouml;he eines Bombers erreichte und zwar noch mit einer gewissen Geschwindigkeit, denn die Maschinen flogen mit 400 bis 500 km\/h. Damit man dies auch noch beim schr&auml;gen Schuss erreicht, schlussendlich tun einem die Bomber nicht den Gefallen genau &uuml;ber einem zu fliegen, musste die Gipfelh&ouml;he deutlich &uuml;ber der Flugh&ouml;he der Bomber liegen. Die maximale Flugh&ouml;he einer Granate betrug bei der acht-acht 10.600 m. Die Gipfelh&ouml;he sank auf die normale Flugh&ouml;he der US-Bomber, wenn der Winkel auf 60 Grad sank.<\/p>\n<p>Doch bekannter wurde das Gesch&uuml;tz in einer anderen Rolle. Als der Zweite Weltkrieg begann, war die deutsche Panzerwaffe noch im Aufbau. Den Gro&szlig;teil machten die veralteten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_II\">Panzer II<\/a> mit einer 20-mm-Kanone aus, der Hauptpanzer war der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_III\">Panzer III<\/a> mit einer 37 mm Kanone und in kleinen St&uuml;ckzahlen gab es den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_IV\">Panzer IV<\/a> mit einer 75-mm-Kanone, aber einem kurzen Lauf und niedriger M&uuml;ndungsgeschwindigkeit. Er war als Artillerieunterst&uuml;tzung gegen Infanterie oder ungepanzerte Ziele gedacht. Die deutsche Panzerwaffe setzte auf Beweglichkeit, weniger als auf Feuerkraft und Panzerung. Das verwundete auch die Sowjets, mit denen man noch zusammenarbeitete und die schon den T-34 mit wesentlich st&auml;rkerer Panzerung und 75 mm Kanone entwickelt hatten. Doch der Erfolg im Polenfeldzug gab der Auslegung der Panzerwaffe recht. Es kam zum Blitzkrieg. Die Panzer waren so beweglich und kamen schnell vorw&auml;rts. Allerdings hatte Polen auch keine modernen Panzer.<\/p>\n<p>Anders war das im Frankreich-Feldzug. Frankreich hatte das genaue gegenteilige Konzept verfolgt. Ihre Panzer waren langsam, schwer gepanzert und hatten starke Gesch&uuml;tze. Auch ein britischer Panzer, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matilda_(Panzer)\">Mathilda<\/a> war schwer gepanzert, allerdings nur mit MG bewaffnet und damit keine Gefahr f&uuml;r deutsche Panzer. Deutsche Panzer stellten bald fest, das ihre Kanonen die Panzerung eines <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Renault_Char_B1\">Char B1<\/a> oder Mathilda nur durchdringen konnte, wenn man auf eine verwundbare Stelle zielen konnte, wie die R&uuml;ckseite. Als Notbehelf richtete man die 88 mm Flugabwehrkanone auf die Panzer. Mit einem Kalber 88 wogen ihre Geschosse zehnmal mehr als die der 37-mm-Kanone. Als positiver Nebeneffekt konnte eine Flak 18 den Panzer noch in einer Entfernung ausschalten, in der dieser noch nicht das Feuer erwidern konnte. Man versuchte mit ihnen auch Forts der Maginotlinie auszuschalten, doch an deren Panzerung scheiterte auch die acht-acht. Gegen massive Panzeransammlungen nutzen die wenigen Flugabwehrkanonen nat&uuml;rlich wenig. Da musste die Luftwaffe aushelfen, was auch gut klappte und zu einem \u2013 &uuml;bertriebenen Ruf \u2013 der Ju 87 \u201eStuka\u201c beitrug. Dies wiederholte sich im Russland-Feldzug. Zuerst lief alles nach Plan. Die meisten russischen Panzer waren nicht so modern wie die der Wehrmacht. Die wenigen stark gepanzerten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/KW-1\">KW-1<\/a> mussten mit der acht-acht bek&auml;mpft werden. Da sie nur langsam waren, waren sie keine echte Bedrohung. Doch mit der Gegenoffensive setzten die Sowjets erstmals den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T-34\">T-34<\/a> ein, mit einer starken Kanone, wendig und schnell und trotzdem gut, wenngleich nicht so stark wie der KW-1 gepanzert. Er konnte zwar mit einer acht-acht bek&auml;mpft werden, aber es zeigten sich ihre Grenzen. Die Kanone war relativ schwer, sa&szlig; auf einer festen Lafette, konnte mal nicht schnell versetzt werden und war so eher f&uuml;r defensive Abwehr gedacht als der Unterst&uuml;tzung von Panzerangriffen. Zudem war sie verwundbar \u2013 ohne eigene Panzerung nicht nur gegen das Feuer von Panzern, sondern auch Luft- und Artillerieangriffe, sie konnte ja nicht schnell die Stellung wechseln.<\/p>\n<p>Optimal einsetzen konnte man sie nur dort, wo ihre Vorteile zum Tragen kamen, das war im Afrika-Feldzug. Beide Gegner hangelten sich bei Offensiven von K&uuml;stenstadt zu K&uuml;stenstadt, um jeweils den n&auml;chsten Hafen einzunehmen, um die Versorgungsstrecke f&uuml;r Nachschub zu verk&uuml;rzen. K&auml;mpfe in der W&uuml;ste gab es, wenn man den Gegner einkreisen oder abschneiden wollte. Dann aber konnte er durch strategisch positionierte Gesch&uuml;tze gut aufgehalten werden, vor allem wenn sie in erh&ouml;hter Stellung waren. Die britische Gegenoffensive \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Battleaxe\">Battleaxe<\/a>\u201c scheiterte im November 1941 auch daran, das es nicht gelang den von nur 900 Verteidigern gehaltenen Halfaya-Pass einzunehmen. Durch die eingegrabenen acht-acht erlitten die Angreifer bei den Panzern gro&szlig;e Verluste trotz mehrmaliger Angriffe. Wo, wie in Europa das Gel&auml;nde nicht so eben und ohne Deckung war, verschwand der Vorteil der acht-acht.<\/p>\n<p>Die Wehrmacht lernte aus der mangelnden Durchschlagskraft. Die Kaliber in den schon existierenden Panzern III und IV wurden gr&ouml;&szlig;er. Der Panzer III erhielt eine 50-mm-Kanone, sp&auml;ter die kurze 75 mm Kanone, die der Panzer IV urspr&uuml;nglich hatte. Beim <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_IV\">Panzer IV<\/a> wurde diese verl&auml;ngert von 24 auf 43, dann 48 Kaliberl&auml;ngen, sodass die Granate das Rohr mit einer h&ouml;heren Geschwindigkeit verlies und mehr Durchschlagskraft hatte. Der neue Panther (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_V_Panther\">Panzer V<\/a>) erhielt sogar eine 75 mm Kanone mit 70 Kaliberl&auml;ngen. In den damals in der Entwicklung befindlichen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_VI_Tiger\">Tiger<\/a> wurde gleich die acht-acht eingebaut, in den verbesserten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Panzerkampfwagen_VI_Tiger_II\">Tiger II<\/a> dann die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/8,8-cm-FlaK_41\">Flak 41<\/a> mit noch l&auml;ngerem Rohr und 30 % h&ouml;heren M&uuml;ndungsgeschwindigkeit.<\/p>\n<p>Denn auch bei der Flak 18 gab es Verbesserungen. Das Nachfolgemodell <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/8,8-cm-FlaK_41\">Flak 41<\/a> hatte ein l&auml;ngeres Rohr, erreichte eine h&ouml;here M&uuml;ndungsgeschwindigkeit und Gipfelh&ouml;he. Denn als Flugabwehrkanone war die acht-acht relativ ineffektiv. Es dauerte rund 30 Sekunden, bis die Granate die H&ouml;he der Bomber erreichte. In dieser Zeit waren diese &uuml;ber 3 km weiter geflogen. Man versuchte die Bewegung auszurechnen, indem man Radardaten in einen analogen Rechner einspeiste, der dann den Vorhaltewinkel ausgab. Aber bedingt durch die Ungenauigkeit der Radarmessungen mit einem Fehler von &uuml;ber 100 m und dem damaligen Stand der Technik war ein Treffer eine Gl&uuml;cksache, zumal die Granate gegen die Bomber nur in einem Umkreis von 10 m effektiv war. Die Taktik einer Batterie aus zehn Gesch&uuml;tzen war es so einen Teppich um ein Ziel herum zu legen in der Hoffnung eine Granate trifft. F&uuml;r einen Abschuss musste man mehrere Tausend Granaten abfeuern. Die Erh&ouml;hung der M&uuml;ndungsgeschwindigkeit senkte die Flugdauer ab, erh&ouml;hte so die Treffergenauigkeit und zudem war die Reichweite h&ouml;her.<\/p>\n<p>So verwundert es nicht, dass die Wehrmacht noch gr&ouml;&szlig;ere Flugabwehrkanonen mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/10,5-cm-Flak_38\">Kaliber 105<\/a> und 128 mm baute, diese hatten ein gr&ouml;&szlig;eres Kaliber als die st&auml;rksten Gesch&uuml;tze von Panzern! Das gr&ouml;&szlig;ere Kaliber f&uuml;hrte zu einer h&ouml;heren Reichweite (Einsatzradius) aber auch k&uuml;rzerer Flugzeit und somit gr&ouml;&szlig;erer Treffergenauigkeit. Die gr&ouml;&szlig;ere Sprengstoffmenge erh&ouml;hte zudem den Radius, wo ein Flugzeug besch&auml;digt werden konnte. Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/12,8-cm-Flak_40\">128-mm-Kanone<\/a> schaffte denn auch noch eine zweite Karriere als Hauptwaffe des Jagdtigers. Allerdings wurde hierf&uuml;r nicht die Flugabwehrkanone eingesetzt, sondern eine Adaption dieser. Denn die Granaten hatten ein Gewicht von bis zu 47 kg, die Granaten f&uuml;r die Panzerabwehrkanonen mussten in der Enge unter einem Schutzschild oder im Panzerturm geladen werden. Es gab in der Regel nur eine Person, welche die Granate heben konnte. Weshalb man bei den Panzerabwehrkanonen die Granate in Treibladung und Projektil aufteilte und so das Gewicht auf maximal 27 kg reduzierte. Das ist auch bis heute der Grund, warum kein Kampfpanzer bisher das Kaliber 128 mm &uuml;bertroffen hat (der Leopard II und M1 Abrahams haben jeweils eine 120 mm Kanone. Selbst der neue <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T-14\">T-14<\/a> hat \u201enur\u201c das Kaliber 125 mm. Alle Pl&auml;ne f&uuml;r eine 140-mm-Kanone f&uuml;r den Nachfolger des Leopard II verliefen bisher im Sande. Dabei hat Russland, das anders als die NATO, Panzer mit Laderobotern baut, nicht das Problem der begrenzten Muskelkraft der Besatzung. Wie die 128-mm-Flak wurde auch die 88-mm-Flak als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/8,8-cm-PaK_43\">Panzerabwehrkanone<\/a> (f&uuml;r die Infantrie) neu konzipiert, ebenfalls auf die spezifischen Anforderungen dieses Einsatzes optimiert. Sie kam so auch auf zahlreichen improvisierten L&ouml;sungen zum Einsatz um veraltete Fahrgestelle weiter einsetzen zu k&ouml;nnen, so im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jagdpanzer_V\">Jagdpanther<\/a> oder der Hornisse (auch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nashorn_(Panzer)\">Nashorn genannt<\/a>). Daneben war eine Kanone dieses Kalibers, aber nicht von der acht-acht abstammend w&auml;hrend der ersten H&auml;lfte des Zweiten Weltkriegs auf Ubooten als Bordwaffe installiert. Diese sollten Handelskrieg f&uuml;hren und gem&auml;&szlig; den internationalen Gepflogenheiten tauchten die U-Boote auf, wenn sie nur ein Handelschiff sahen, forderten die Besatzung auf es zu verlassen und versenkten es danach. Dazu musste man aber keinen Torpedo opfern, das ging auch mit einem Schuss aus der Bordkanone. Mit der Einf&uuml;hrung von Geleitz&uuml;gen und Begleitung derer durch Korvetten und Zerst&ouml;rer hatte sich dies aber erledigt und ab 1942 wurde diese Kanone durch kleinere 2 cm Flak im Turm ersetzt.<\/p>\n<p>Die Flak 18 zeigt auch das man die Bedeutung des Heimatschutzes stark untersch&auml;tzte, obwohl man ja 1940 meinte, England sturmreif bombardieren zu k&ouml;nnen. Mit den Flak konnte man nicht St&auml;dte oder auch nur Industrieanlagen sch&uuml;tzen, obwohl &uuml;ber 10.000 produziert wurden und es alleine 200.000 Flakhelfer in der Wehrmacht gab. Jagdflugzuge zur Abwehr gab es zu wenige. Als diese Tatsache offensichtlich war, versuchte man mit undurchdachten L&ouml;sungen gegenzuhalten wie dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Messerschmitt_Me_163\">Me 163 Raketenj&auml;ger<\/a> oder der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bachem_Ba_349\">Bachem Natter<\/a>. Stattdessen h&auml;tte man mehr der Jagdflugzeuge ben&ouml;tigt. Interessanterweise hatte man eine L&ouml;sung aber lange Zeit &uuml;bersehen. W&auml;hrend man in Peenem&uuml;nde eine gro&szlig;e Rakete, die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/a4.shtml\">A-4<\/a>, entwickelte, um England zu bombardieren h&auml;tte man mit einer kleineren Rakete durchaus die Bomberverb&auml;nde effektiv angreifen k&ouml;nnen. Die Rakete hat den Vorteil, dass sie nach dem Abschuss noch lenkbar ist, entweder &uuml;ber Sicht oder Radardaten. Die M&ouml;glichkeit der Eigensteuerung &uuml;ber Infrarotann&auml;herung wie wenige Jahre nach dem Krieg bei der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/AIM-9_Sidewinder\">AIM-9 Sidewinder<\/a> war technisch zumindest m&ouml;glich. Daneben hat sie eine viel gr&ouml;&szlig;ere Nutzlast, sodass sie mehr Sprengstoff mit Schrapnells versetzt transportieren k&ouml;nnte und ihr Zerst&ouml;rungsradius viel gr&ouml;&szlig;er w&auml;re. Doch begann man aus der A-4 eine entsprechende verkleinerte Version, die \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wasserfall_(Rakete)\">Wasserfall<\/a>\u201c erst zu entwickeln, als es zu sp&auml;t war. Die Rakete befand sich zu Kriegsende erst in der Flugerprobung war aber schon so ausgereift das sowohl Amerikaner wie Russen aus ihr ihre ersten Flugabwehrraketen konstruierten.<\/p>\n<p>In ihrer Rolle als Panzerabwehrkanone war die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/8,8-cm-FlaK_18\/36\/37\">Flak 18<\/a> so erheblich erfolgreicher als in ihrer eigentlichen Konzeption als Flugabwehrkanone. Es gelang sogar, einmal einen Zerst&ouml;rer, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/HMS_Sikh_(F82)\">HMS Sikh<\/a> mit einer Flak 18 zu versenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich will heute mal an ein Gesch&uuml;tz erinnern, das in seiner eigentlichen Rolle nicht so erfolgreich war wie in einer anderen. Es war eine Flugabwehrkanone. Im Zweiten Weltkrieg gab es zwei Arten von Flugabwehrkanonen. Die einen mit kleinem Kalber \u2013 in Deutschland 20 bis 40 mm wurden zum direkten Schutz eingesetzt um anfliegende Flugzeuge, z.B. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[4656,4657,4655,4658],"class_list":["post-15276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-88-mm","tag-acht-acht","tag-flak","tag-flugabwehrkanone","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":1075,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18389,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/09\/17\/die-glorreichen-10-die-besten-deutschen-panzer-im-zweiten-weltkrieg\/","url_meta":{"origin":15276,"position":0},"title":"Die glorreichen 10 &#8211; Die besten deutschen Panzer im Zweiten Weltkrieg","author":"Bernd Leitenberger","date":"17. September 2025","format":false,"excerpt":"Heute wieder ein neuer Blog im allseits beliebten Format \"Die glorreichen 10\". Diesmal geht es um die Panzer der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Deutschland sticht hier heraus, weil es im Zweiten Weltkrieg sehr viele Modelle einsetzte \u2013 sechs Hauptlinien mit mehreren Submodifikationen und daraus abgeleitet noch zahlreiche andere Modelle. Bei\u2026","rel":"","context":"In &quot;Die Glorreichen 10&quot;","block_context":{"text":"Die Glorreichen 10","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/allgemein\/die-glorreichen-10\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/8ae7f5ac55f14b0282aac782fa596ba3","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18542,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/02\/25\/mush-schleuder-auf-dem-mond\/","url_meta":{"origin":15276,"position":1},"title":"Musks &#8222;Schleuder&#8220; auf dem Mond","author":"Bernd Leitenberger","date":"25. Februar 2026","format":false,"excerpt":"Da k\u00fcndigt Jeff Bezos am 31.1.2026 an, das Blue Origin den Suborbitaltourismus f\u00fcr mindestens zwei Jahre einstellen will, um sich ganz auf den Blue Moon Mondlander zu konzentrieren. Und kaum ist das gesackt, will nun Elon Musk dann gleich eine ganze Stadt auf dem Mond bauen. (9.2.2026). Zufall? Anstatt das\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/64ef0834094b4d9b9af02f70b7ad22f7","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18485,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/13\/programm-437\/","url_meta":{"origin":15276,"position":2},"title":"Programm 437","author":"Bernd Leitenberger","date":"13. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Ich wei\u00df, ich mache mich in den letzten Wochen etwas rar. Daf\u00fcr gibt es zwei Gr\u00fcnde. Da ist zum einen die gesamte politische Lage. Prim\u00e4r nat\u00fcrlich in dem Land des unbegrenzten Irrsinns. Wenn der Machthaber von Venezuela entf\u00fchrt wird und unter falscher Begr\u00fcndung angeklagt wird - weil es ja in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/3d6eb16326d743baa56f5ece884b5d21","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18002,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/03\/07\/nachlese-achter-teststart-starship-itf-8\/","url_meta":{"origin":15276,"position":3},"title":"Nachlese achter Teststart Starship ITF-8","author":"Bernd Leitenberger","date":"7. M\u00e4rz 2025","format":false,"excerpt":"Ich mache diese Nachlese wie die bei ITF-7 nicht mehr so ausf\u00fchrlich wie die vorherigen, sondern konzentriere mich auf die wesentlichen Ereignisse. Hier die wesentlichen Ereignisse der Super-Heavy. Bei ihr fielen beim Boostback-Burn zwei der 13 inneren Triebwerke aus. So ist der erste Brennschluss (nach dem nur noch die innersten\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/4424715e8bf74a938ee3b9b549d02a5b","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18432,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2025\/10\/08\/vor-dem-starship-teststart-ift-11\/","url_meta":{"origin":15276,"position":4},"title":"Vor dem Starship-Teststart  IFT-11","author":"Bernd Leitenberger","date":"8. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Am 13.ten Oktober plant Space den n\u00e4chsten Start eines Starships, den elften insgesamt und den letzten eines Starship V2, von dem wie vom Starship V1 sechs St\u00fcck gebaut wurden, eines wurde aber schon vor dem Start am 18. Juni bei einem Probecountdown zerst\u00f6rt, als eine Stickstoff-Druckgasflasche in der Nutzlastsektion explodierte.\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/54bff6c362394707a9e7b98da907e517","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18515,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/01\/30\/thor-agena-a-und-kh-1\/","url_meta":{"origin":15276,"position":5},"title":"Thor Agena A und KH-1","author":"Bernd Leitenberger","date":"30. Januar 2026","format":false,"excerpt":"Heute gibt es wieder als Blog-Artikel einen kleinen Auszug aus dem aktuellen Buchmanuskript. Diesmal der Artikel \u00fcber die Thor Agena A, eine der fr\u00fchen Versionen die nicht oft flog. Der Artikel ist trotzdem l\u00e4nger geworden, weil eine der Neuerung, die ich beim laufenden Manuskript eingef\u00fchrt habe, ist das ich auch\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/8002b5135f8349af8dcfab89af02a721","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15276"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15276\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}