{"id":15296,"date":"2021-04-16T09:20:26","date_gmt":"2021-04-16T07:20:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15296"},"modified":"2021-04-16T09:20:26","modified_gmt":"2021-04-16T07:20:26","slug":"nukleare-triebwerke-brauchen-wir-die","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/04\/16\/nukleare-triebwerke-brauchen-wir-die\/","title":{"rendered":"Nukleare Triebwerke \u2013 brauchen wir die?"},"content":{"rendered":"<p>Vor einigen Tagen vergab die DARPA einen Auftrag f&uuml;r die Erforschung<a href=\"https:\/\/spacenews.com\/darpa-selects-blue-origin-lockheed-martin-to-develop-spacecraft-for-nuclear-propulsion-demo\/\"> nuklearer Triebwerke<\/a>. Der Auftrag ist (gemessen an den Summen in der Raumfahrt) klein, aber es ist der erste Auftrag, von dem ich seit Jahren h&ouml;re.<\/p>\n<p>Zeit sich nochmals damit zu besch&auml;ftigen. Das grundlegende Prinzip eines nuklearen Triebwerks unterscheidet sich nicht von dem eines chemischen Triebwerks. Hier wie dort wird ein Arbeitsmedium auf hohe Temperaturen erhitzt und verl&auml;sst die D&uuml;se mit hoher Geschwindigkeit, diese Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit multipliziert mit dem Materiedurchsatz erzeugt den Schub der die Stufe antreibt. Der einzige Unterschied ist, dass die hohe Temperatur die das Gas f&uuml;r eine hohe Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit erreichen muss, beim chemischen Treibstoff aus einer chemischen Reaktion stammt, die exergonisch ist und beim nuklearen Antrieb durch die W&auml;rmeabgabe eines Reaktors, bei dem eine Kernreaktion stattfindet.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/d5205c5be81e4ffd99012b854acc9a07\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Wie kommen nun nukleare Triebwerke zu einer h&ouml;heren Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit als chemische Triebwerke? Das geschieht nicht durch die Temperatur \u2013 bei den Temperaturen, die bei der chemischen Reaktion entstehen, w&uuml;rde der Reaktor verdampfen, sondern der Tatsache das nur Wasserstoff der einzige Treibstoff ist. Nach der Gastheorie hat jedes Gasmolek&uuml;l bei einer bestimmten Temperatur eine mittlere Geschwindigkeit, die abh&auml;ngig von seiner Masse ist. Reiner Wasserstoff ist neunmal leichter als das Reakationsprodukt von Wasserstoff und Sauerstoff, Wasser und 22-mal leichter als das Verbrennungsprodukt von Kohlenwasserstoff, Kohlendioxid. Dadurch ist die Geschwindigkeit der Gasm&ouml;lek&uuml;le h&ouml;her. Diese Geschwindigkeit wird bei einer D&uuml;se dann in eine Richtung kanalisiert und f&uuml;hrt so zu der Ausstr&ouml;mgeschwindigkeit. Als spezifische Impulse werden je nach Temperatur f&uuml;r nukleare Reaktoren Spitzenwerte von 7.300 bis 8.100 m\/s genannt, also Werte die mindestens 50 % h&ouml;her als bei LOX\/LH2 sind.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Der Reaktor<\/h3>\n<p>Der Reaktor ist im wesentlich ein Reaktorkern, der jedoch sehr kompakt sein muss, also mit hoher Anreichung arbeitet, denn er muss sehr viel Energie auf kleinem Volumen abgeben. Wie jeder andere Kernreaktor ist er vor Start der Kettenreaktion \u201erelativ\u201c harmlos. Das hei&szlig;t, er gibt die Strahlung a,b die diese Menge an Uran nat&uuml;rlicherweise abgibt, das ist selbst bei 100 % U-235 wegen der hohen Halbwertszeit von 700 Millionen Jahre nicht ungef&auml;hrlich, aber solange man nicht dauernd in der N&auml;he ist, vertretbar. Sobald er l&auml;uft, entstehen kurzlebige Spaltprodukte, wie Iod, Strontium, C&auml;sium und h&ouml;here Actinioide wie Neptunium und Plutonium die wegen ihrer viel k&uuml;rzeren Halbwertszeit erheblich mehr strahlen.<\/p>\n<p>Das bedeutet, der Reaktor ist sicher, bis er gestartet wird, weshalb die Technologie nur f&uuml;r Oberstufen gedacht ist. Bei einem Unfall vor der Z&uuml;ndung wird so viel Uran freigesetzt, aber die radioaktive Belastung h&auml;lt sich in Grenzen. Die freiwerdende Strahlung ist aber ein Problem f&uuml;r eine Mission. Selbst wenn man den Reaktor nur einmal einsetzt und ihn danach abtrennt, wird die Besatzung w&auml;hrend der Betriebsdauer doch einer hohen Strahlung ausgesetzt, die man abschirmen muss, z.B. indem man den f&uuml;r eine l&auml;ngere Mission sowieso ben&ouml;tigten Wasser und Gasvorrat zwischen Stufe und Kabine legt oder beim Start einen Strahlenschutzraum aufsucht, den es auch wegen der Strahlenbelastung der Sonne geben muss.<\/p>\n<p>Das ist ein Aspekt, den man nicht so gerne sieht. Er ist aber noch das kleinere Problem. Das System muss ja auch getestet werden. Man kann die Stufe bis zu einem bestimmten Ma&szlig;e ohne Reaktor testen, also Treibstofftanks, Pumpensystem, D&uuml;se. Die Energie, die ein Reaktor liefert, muss man dann durch chemische Verbrennung herstellen, wobei in der Kompaktheit das wahrscheinlich nicht m&ouml;glich ist, sodass man sich entweder auf einen Betrieb mit niedrigem Schub beschr&auml;nken muss oder den Test auf das Anlassen des Triebwerks beschr&auml;nkt.<\/p>\n<p>Doch dann muss man den Reaktor irgendwann selbst testen. Im Prinzip passiert dabei folgendes: Sobald die Kontrollst&auml;be des Reaktors herausgezogen werden, findet die Kernreaktion statt, die ohne K&uuml;hlung zu einer Explosion des Kerns f&uuml;hren w&uuml;rde. Die Turbopumpe f&ouml;rdert nun Wasserstoff aus dem Tank und entl&auml;sst ihn &uuml;ber dem Kern. Er k&uuml;hlt den Kern herab, wird selbst hei&szlig; und expandiert durch die D&uuml;se. Die Temperatur des Wasserstoffs ist begrenzt auf die Temperatur bei der die Materialien des Kerns, also die Metalle der Umh&uuml;llungen der Brennst&auml;be oder die Verbindungen in Brennst&auml;ben, Moderatoren und Kontrollst&auml;ben selbst anfangen zu schmelzen oder zu verdampfen. Genannt werden maximale Temperaturen zwischen 2200 und 2700 K. F&uuml;r den Brennschluss m&uuml;ssen die Kontrollst&auml;be wieder eingefahren werden und der Reaktor mit etwas Wasserstoff noch gek&uuml;hlt werden. Grade das Einfahren von Kontrollst&auml;ben in einen mehrere Tausend Grad hei&szlig;en Reaktor stelle ich mir nicht so einfach vor, zumal bei der hohen Temperatur die Brennstoffelemente sich ausgedehnt haben d&uuml;rften.<\/p>\n<p>Dazu gibt es zahlreiche Detailfragen zu l&ouml;sen, so will man ja eine m&ouml;glichst schnelle Aufheizung auf die maximale Temperatur, weil je h&ouml;her die Temperatur desto h&ouml;her die Geschwindigkeit des Gases, auf der anderen Seite darf, der Reaktor sich nicht &uuml;berhitzen, die K&uuml;hlung muss also sehr genau funktionieren. Nach einem Test ist der Reaktor hochgradig radioaktiv. Seine Entsorgung ist nun vergleichbar mit der eines Kernkraftwerks. Schon in den Sechziger Jahre ging das nur ferngesteuert hinter einer Schutzwand mit dickem Bleiglas und damals machte man sich wenig Gedanken, wohin man mit dem Atomm&uuml;ll soll.<\/p>\n<p>Kurz: ich sehe massive Probleme die Technologie &auml;hnlich intensiv zu testen, wie wir das bei normalen Raketentriebwerken tun. Wenn ja, haben wir ein ziemliches Atomm&uuml;llproblem. Das macht nukleare Triebwerke nicht besser.<\/p>\n<p>Rein theoretisch kann man die Leistung eines nuklearen Triebwerks noch steigern, indem man Temperaturen zul&auml;sst, bei denen der Reaktorkern verdampft. Dann muss man durch andere Ma&szlig;nahmen verhindern, dass zu viel Material mit dem Wasserstoff verloren geht wie einen Wirbelkernreaktor oder eine Eind&auml;mmung von Magnetfeldern. Doch das ist bisher nur Theorie und wegen der dabei massiven Verseuchung der Umwelt praktisch nicht auf der Erde durchf&uuml;hrbar.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Vergleich mit dem chemischen Treibstoff<\/h3>\n<p>Neben dem hohen spezifischen Impuls und selbst unter Ausblendung der Radioaktivit&auml;t haben nukleare Triebwerke auch Nachteile. Sie funktionieren nur mit Wasserstoff, das hei&szlig;t aber auch die Tanks wiegen deutlich mehr als selbst die schweren Tanks bei der Kombination LOX\/LH2. Der Kernreaktor selbst wiegt auch einige Tonnen. Eine hypothetische Oberstufe als Ersatz f&uuml;r die S-IVB der Saturn V f&uuml;r eine Marsmission hatte folgende Daten:<\/p>\n<table width=\"97\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"89\">NERVA\u00a0Stufe<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">66.000 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">12.500 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">266.8 kN max.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">1601 s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">7.840 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"89\">64.000 kg<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Gegen&uuml;ber der S-IVB hat sie einen viel geringeren Schub (267 zu 1025 kN) daf&uuml;r ein doppelt so schlechtes Voll- zu Leermasseverh&auml;ltnis. Ich habe mir auf Basis der Daten f&uuml;r eine beim Start 150 t schwere Stufe die Nutzlast f&uuml;r eine Marsbahn berechnet, einmal mit dem Schub und Vol-l\/Leermasseverh&auml;ltnis der obigen Nervastufe und einmal mit einem Voll\/Leermasseverh&auml;ltnis von 14, wie f&uuml;r die Ares EDA geplant und einem J-2X als Triebwerk. Ziel ist in beiden F&auml;llen ein C3 von 14 km\u00b2\/s\u00b2:<\/p>\n<table width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<thead>\n<tr valign=\"TOP\">\n<th width=\"33%\">Parameter<\/th>\n<th width=\"33%\">Nerva Stufe<\/th>\n<th width=\"33%\">Konventionelle stufe<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Voll-\/Leermasseverh&auml;ltnis<\/td>\n<td width=\"33%\">5,28<\/td>\n<td width=\"33%\">11,51<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Schub:<\/td>\n<td width=\"33%\">266,8 kN<\/td>\n<td width=\"33%\">1309 kN<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Nutzlast bei 150 t Startmasse<\/td>\n<td width=\"33%\">63,800 kg<\/td>\n<td width=\"33%\">44.600 kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"33%\">Gravitationsverluste<\/td>\n<td width=\"33%\">597 m\/s<\/td>\n<td width=\"33%\">999 m\/s<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Hinsichtlich Nutzlast ist die nukleare L&ouml;sung aufgrund des niedrigen Schubs und der h&ouml;heren Leermasse zwar immer noch besser, aber nur noch um 50 % mehr Nutzlast. Aufgrund der exponentiellen Auswirkung des spezifischen Impulses w&uuml;rde man mehr erwarten, wenn die Leermasse nicht auch h&ouml;her w&auml;re und es h&ouml;here Graviationsverluste g&auml;be.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Reaktoren als Energiequelle f&uuml;r Ionentriebwerke.<\/h3>\n<p>Wenn man Kernreaktoren im Weltall einsetzt, dann w&auml;re meiner Ansicht nach die bessere L&ouml;sung einen normalen, gut abgeschirmten Kernreaktor einzusetzen. Es gibt Technologien die sind weltraumtauglich. SERT-II nutzte einen Stirling-Motor mit niedrigem Wirkungsgrad. Russische Reaktoren fl&uuml;ssige Metalle als Medium die W&auml;rme abzutransportieren.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">F&uuml;r bemannte Missionen ben&ouml;tigt man Reaktoren mit wirklich hohen Leistungen, nicht die maximal einige Kilowatt, die bisher erreicht wurden. Wir reden dann von Megawatt elektrischer Leistung. Sonst ist die Reisedauer zu lang. Ich habe mal das <a href=\"https:\/\/www.nextbigfuture.com\/2008\/10\/power-to-overall-weight-ratio-aspect-of.html\">Hyperium Power Modul<\/a> als Beispiel genommen, das ist gedacht als \u201eBlockkraftwerk\u201c es ist autonom und daher w&auml;re es auch f&uuml;r eine Raumfahrtmission gedacht. Es wiegt zwischen 15 und 20 t und erzeugt zwischen 27 und 30 MW elektrisch. So kommt man auf eine Leistung von mindestens 1350 W\/kg Masse. Solarzellen liegen je nach Technologie bei maximal 85 bis 170 W\/kg, bisher entwickelte Reaktoren bei maximal 200 W\/kg meist aber deutlich schlechter. Bei so hoher Leistung pro Masse ist der Reaktor nicht das schwerste Subsystem, denn Ionentriebwerke mit der heutigen Technologie haben auch ein Gewicht und das liegt bei maximal 600 bis 700 Watt Stromverbrauch pro Kilogramm Masse. Gr&ouml;&szlig;ere Triebwerke m&ouml;gen g&uuml;nstiger sein, aber in der Realit&auml;t kommt zum Gewicht der Ionentriebwerke noch die Hochspannungswandler als Gewicht hinzu und man wird die Triebwerke redundant auslegen. Beides verschlechtert das Strom\/Gewichtsverh&auml;ltnis. Das bedeutet schon bei einem \u201ekonventionellen\u201c Reaktor, nicht einem hochgez&uuml;chteten wie bei NERVA ohne jede Abschirmung, wiegt der Reaktor bei einem Ionenantrieb weniger als die Triebwerke. Da er nun nicht mehr vom Gewicht das kritischste System ist, kann er so abgeschirmt werden, das er einen Wiedereintritt &uuml;bersteht. F&uuml;r eine Mission mit 150 t Startmasse im Orbit w&uuml;rde ein Hyperion Modul ausreichen je nach Reisedauer sogar ein noch kleinerer Reaktor. Die Nutzlast ist bei Ionentriebwerken abh&auml;ngig von der Betriebsdauer. F&uuml;r 15 km\/s \u2013 ausreichend um auch die Geschwindigkeit f&uuml;r eine Marsumlaufbahn zu reduzieren, kommt man bei der gleichen Nutzlast wie der Nerva Stufe auf eine Gesamtbetriebsdauer von 65 Tagen, knapp die H&auml;lfte davon in einer Erdumlaufbahn \u2013 das w&auml;re bei einer Reisedauer von 8 Monaten ein tolerierbarer Zusatzaufwand zumal man bei Ionentriebwerken ja die Reisedauer wieder verk&uuml;rzen kann, indem man eine Bahn mit einem Aphel jenseits des Mars einschl&auml;gt, der Zusatzaufwand an Treibstoff f&auml;llt da nicht ins Gewicht.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es dann wieder andere Probleme, so ist die Gr&ouml;&szlig;e eines Ionentriebwerks abh&auml;ngig von der maximalen Feldst&auml;rke, die man aufbauen kann. Ionentriebwerke mit einigen kW Stromverbrauch und Schub im Sub-Newton Bereich haben etwa 20 cm Durchmesser und sind heute State of the Art. Bei der obigen Mission von 150 t Startmasse reden wir &uuml;ber 5.000 mal mehr Schub und entsprechend einem Durchmesser eines Triebwerks bei gleicher Technologie von &uuml;ber 14 m. Daher werden heute Ionentriebwerke f&uuml;r bemannte Missionen erprobt, die sehr hohe Ausstr&ouml;mgeschwindigkeiten haben, da dann mehr Schub bei gleicher Gr&ouml;&szlig;e m&ouml;glich ist. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass wir um einen Faktor 1000 von den Triebwerken entfernt sind, die man bei alleiniger Nutzung von Ionentriebwerken ben&ouml;tigt. Entsprechend will die NASA nach ihren derzeitigen Pl&auml;nen Ionentriebwerke nur als Zusatzantrieb einsetzen und plant vier Triebwerke mit einer Gesamtstromaufnahme von etwa 50 kW als Erg&auml;nzung zum chemischen Antrieb.<\/p>\n<p>Sofern sich hier nichts &auml;ndert, wird man nur mit Ionenantrieben auch nicht auskommen. Sofern sie aber nur eine Erg&auml;nzung sind, reicht dann auch ein kleinerer Reaktor der auch f&uuml;r andere Aufgaben nutzbar ist. W&auml;hrend die Teile einer Marsexpedition die im Weltall arbeiten problemlos Solarzellen und Batterien als Stromquelle nutzen k&ouml;nnen ben&ouml;tigt die Forschungsstation auf dem Mars einen Kernreaktor. Er liefert nicht nur Strom, sondern auch Abw&auml;rme und man wird die gesamte Ausr&uuml;stung wie fahrende Forschungsstationen von Wohnmobilgr&ouml;&szlig;e, auch elektrisch betreiben. Bedenkt man das die ISS heute schon 220 kW Peakleistung hat, so w&uuml;rde sich meiner Ansicht nach eine Entwicklung lohnen, die in etwa der gleichen Gr&ouml;&szlig;enordnung w&auml;re und die man dann auch f&uuml;r Ionentriebwerke nutzen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Tagen vergab die DARPA einen Auftrag f&uuml;r die Erforschung nuklearer Triebwerke. Der Auftrag ist (gemessen an den Summen in der Raumfahrt) klein, aber es ist der erste Auftrag, von dem ich seit Jahren h&ouml;re. Zeit sich nochmals damit zu besch&auml;ftigen. 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