{"id":15337,"date":"2021-05-12T11:03:25","date_gmt":"2021-05-12T09:03:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15337"},"modified":"2021-05-12T11:03:26","modified_gmt":"2021-05-12T09:03:26","slug":"das-space-shuttle-und-seine-kosten-vorbild-fuer-wiederverwendung-oder-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/05\/12\/das-space-shuttle-und-seine-kosten-vorbild-fuer-wiederverwendung-oder-nicht\/","title":{"rendered":"Das Space Shuttle und seine Kosten &#8211; Vorbild f&uuml;r Wiederverwendung oder nicht?"},"content":{"rendered":"<p>Als das Space Shuttle beschlossen wurde, ging die NASA daran, seine Vorteile herauszukehren. 1974 legte sie eine Flugplanung vor, nach der von 1979 bis 1991 insgesamt 572 Fl&uuml;ge des Space Shuttles erfolgen sollten, davon 226 mit dem Spacelab und 197 mit einer Raketenoberstufe oder einem noch zu entwickelnden Raumschlepper, der ebenfalls wiederverwendbar w&auml;re.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/431b0dd7f665413084db21e250df3974\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Das erschien dann doch etwas optimistisch und ein Senatsausschuss hinterfragte die Zahlen. Die NASA ging davon aus, dass es keine Starts von \u201eWegwerfraketen\u201c mehr geben w&uuml;rde, also alle bisherigen Starts vom Space Shuttle durchgef&uuml;hrt werden, dazu sehr viele bemannte Kurzzeitmissionen und sp&auml;ter auch der Aufbau einer bemannten Raumstation. Sie rechnete mit steigendem internationalen Interesse \u2013 damals begannen gerade viele L&auml;nder mit der Entwicklung eigener Kommunikationssatelliten so Frankreich\/Deutschland und Kanada. Andere Projekte von der arabischen Liga und Indonesien waren angek&uuml;ndigt. Nicht zuletzt &uuml;berlegte die NASA, welche zus&auml;tzlichen M&auml;rkte bei dem Startpreis erschlie&szlig;bar w&auml;ren. In Jesco von Puttkamers Buch \u201e<a href=\"https:\/\/amzn.to\/3w0mGn0\">der erste Tag der neuen Welt<\/a>\u201c finden sich etliche davon. Von der Entsorgung von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2013\/11\/12\/atommuellentsorgung-im-all-zum-zweiten\/\">Atomm&uuml;ll im Weltall<\/a>, &uuml;ber Energiefarmen bis hin zu Kommunikationssatelliten mit enorm gro&szlig;en Antennen, die erst im Orbit zusammengebaut werden. Fabrikation und Produktion im Orbit erschienen m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Das alles sollte m&ouml;glich werden, weil die NASA den Preis f&uuml;r einen Flug mit voller Nutzung der Nutzlastbucht auf 18 Millionen Dollar auf Preisbasis von 1972 festgelegt hatte. Das lag zwischen dem Startpreis einer Delta und einer Atlas. Diese hatten aber ein Drei&szlig;igstel bis ein Zehntel der Nutzlast eines Space Shuttles.<\/p>\n<p>Heute erscheint dies enorm optimistisch. Sowohl in der Nachfrage wie auch Flugzahl. Die NASA ging davon aus, dass das Space Shuttle das hielt, was man sich von ihm versprach. Es sollte praktisch nach einer Landung nur kurz &uuml;berpr&uuml;ft werden und dann wieder auf die n&auml;chste Mission vorbereitet werden. F&uuml;nf Orbiter w&uuml;rden jeweils monatlich fliegen, kombiniert also 60 Fl&uuml;ge pro Jahr. So kam man in nur 13 Jahren Einsatzdauer auf 572 Starts \u2013 real waren es in 30 Jahren 135. Das diese Annahme nicht stimmte, d&auml;mmerte den Projektverantwortlichen schon vor dem Jungfernflug, weil es im Projekt so viele Probleme gab. Der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-hitzeschutzschild.shtml\">Hitzeschutzschild<\/a> erweis sich als schwer umsetzbar, die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/shuttle-ssme.shtml\">Haupttriebwerke<\/a>, an der Grenze des technischen m&ouml;glichen explodierten bei einem Test. Trotzdem stieg die Flugzahl immer schneller an und 1985\/86 als es auch vier F&auml;hren gab, erreichte die NASA tats&auml;chlich eine hohe Kadenz. Die 12 Starts pro F&auml;hre m&ouml;gen nicht erreichbar sein, aber 12 bis 16 waren f&uuml;r 1986 geplant. 63 Tage war der geringste Abstand der bis dahin erreicht wurde. Bei dieser Kadenz w&auml;ren es bei vier F&auml;hren 24 Starts pro Jahr gewesen. Das war aber nur m&ouml;glich, weil man die Flugzahl oberste Priorit&auml;t hatte. Bei bemannten Missionen war es vorher immer die Sicherheit der Besatzung gewesen. Die erste Preisliste f&uuml;r kommerzielle User ging von einem Startpreis von 18 Millionen Dollar aus. Dies wurde inflationskorrigiert ab 1982 auch verlangt, es waren dann 38 Millionen Dollar. (In den Siebzigern war in den USA aber auch bei uns als Folge der &Ouml;lkrise die Inflationsrate teilweise zweistellig). Ab 1986 wurde der Preis auf 71 Millionen erh&ouml;ht und ab 1989 sollte er auf 87 Millionen Dollar steigen. Dies w&auml;re ein Preis der alle assoziierten Kosten wieder hereinholen w&uuml;rde, aber nicht wie anfangs noch gehofft, auch die Entwicklung wieder mitfinanzieren w&uuml;rde. Der Preis entsprach in etwa dem einer Ariane 44L zum selben Zeitpunkt, also einer Rakete mit einem Drittel der Nutzlast eines Space Shuttles.<\/p>\n<p>Die kommerzielle Nutzung endete mit dem Verlust der Challenger und seitdem hat die NASA nicht nur das Programm umstrukturiert, sondern auch kaum noch Preise ver&ouml;ffentlicht, was eine Mission denn nun kostet. Eine bemerkenswerte Information gab es als die<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-geschichte1.shtml\"> Raumstation Alpha<\/a>, aus der sp&auml;ter die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-index.shtml\">ISS<\/a> entstehen sollte dem Senat zu teuer erschien und ein Ausschuss die Kosten &uuml;berpr&uuml;fte. Da erschienen die Flugkosten, welche die NASA berechnete zu niedrig, nur 83 Millionen Dollar, obwohl nun einige Jahre vergangen waren und die F&auml;hren durch die Nachbesserungen und kleinere Flugrate sicher nicht billiger wurden. Es wurde klar, wie die NASA die Kosten berechnete. Die 83 Millionen Dollar waren die Kosten, die zus&auml;tzlich entstehen, wenn ein Space Shuttle die Mission durchf&uuml;hrt. Nicht enthalten sind die Kosten, die das Gesamtprogramm hat, auch wenn keine einzige F&auml;hre startet. Das w&auml;ren bei der geplanten Flugzahl umgerechnet 350 Millionen Dollar gewesen. Daran &auml;nderte sich bis zum Ende nichts mehr. Als einige Jahre nach dem Ausmusterungsbeschluss alle Fl&uuml;ge klappten und es keine Probleme gab, gab es Stimmen den Ausstieg zu revidieren. Ein Manager des Programms sagte, das nun alle Vertr&auml;ge terminiert seien und es lange dauern w&uuml;rde wieder den vorherigen Zustand zu erreichen und das Programm w&auml;hrend dieser Zeit jeden Monat Fixkosten von 200 Millionen Dollar h&auml;tte.<\/p>\n<p>Das Space Shuttle war aus mehreren Gr&uuml;nden relativ teuer. Es war ein Erstling und Prototypen sind schlicht und einfach teurer, weil man noch keine Erfahrungen hat. Sp&auml;ter kann man dann basierend auf den Erkenntnissen bei einem sp&auml;teren Programm vieles verbessern \u2013 einen Hitzeschutzschild der weniger intensiv zu warten ist, Haupttriebwerke die vielleicht weniger Leistung bringen aber auch nicht so teuer sind. Prototypen sind auch aufwendiger. Regelm&auml;&szlig;ig war eine F&auml;hre f&uuml;r ein bis zwei Jahre f&uuml;r &Uuml;berholungsabreiten und Nachr&uuml;stungen beim Hersteller. Vor allem aber war es bemannt. Neben dem, das so die Risiken minimiert werden mussten, was die Kosten und Standzeit am Boden nach oben trieben wurde es auch teurer. Ketzerisch gesagt: Bis zum Verlust der Challenger gab es 24 erfolgreiche Fl&uuml;ge. Ein Verlust bei 25 Fl&uuml;gen war damals f&uuml;r Tr&auml;gerraketen eine normale Gr&ouml;&szlig;e. Selbst heute ist das noch ein normaler Durchschnitt (siehe Tabelle unten), das Entwurfsziel von <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane4.shtml\">Ariane<\/a><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane4.shtml\"> 4<\/a> war ein Fehlstart auf 20 Fl&uuml;ge. Bei einem unbemannten Programm h&auml;tte man die Ursache, die O-Ringe gefunden, korrigiert und weiter gemacht. Mit 87 Millionen Dollar pro Flug w&auml;re das Space Shuttle immer noch billiger als eine Ariane 4 gewesen, ber&uuml;cksichtigt man das man in dem Frachtraum mehr als das &Auml;quivalent eines Ariane 4 Starts bef&ouml;rdern kann, z.B. einen Satelliten in den GTO und Experimente oder Satelliten in den LEO.<\/p>\n<p>Das bemannte Programm hat vor allem eine schlechte Auswirkung \u2013 es unterbindet Innovationen sehr effizient. Die Sicherheitsanforderungen sind viel h&ouml;her, und zwar &uuml;berall. Das f&uuml;hrt aber zu Kosten, die auf die ganze Lieferkette durchschlagen bis hin zu der Erzmine bei der Eisen gewonnen wird. Der Aufwand f&uuml;hrt wiederum dazu, das man nur eine geringe Bereitschaft hat etwas zu &auml;ndern, denn da muss dann der ganze Prozess erneut durchlaufen werden. Was f&uuml;r Bl&uuml;ten das treibt, stie&szlig; ich beim Schreiben meines <a href=\"https:\/\/amzn.to\/33xY7lp\">ATV Buchs<\/a>. Dort werden bevor das ATV vergl&uuml;ht vor dem Ablegen die Leuchtstoffr&ouml;hren ausgebaut und an Bord der ISS gelagert. Der Hintergrund: Nat&uuml;rlich haben sich die Raumfahrtagenturen abgesprochen. So verwendet die ESA nicht andere R&ouml;hren als die NASA. Die R&ouml;hren passen also auch in die Fassungen der ISS Module. Der Hersteller produziert sie aber nicht mehr. Er hat nach Lieferung der bestellten Menge die Produktion eingestellt, vielleicht weil ihm es zu aufwendig war \u2013 f&uuml;r eine Leuchtstoffr&ouml;hre gibt es ein 550 Seiten langes Pr&uuml;fprotokoll. Bevor man nun neue R&ouml;hren entwickeln l&auml;sst, nutzt man lieber die, welche es noch gibt, solange es geht. Inzwischen hat die ISS &uuml;brigens neue R&ouml;hren, auf Basis von LED anstatt Quecksilberdampfr&ouml;hren. So wurde das Space Shuttle w&auml;hrend seiner Einsatzzeit nur gering modernisiert. Es gab einige Vorst&ouml;&szlig;e f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Ma&szlig;nahmen, aber keiner hatte Erfolg. Sie waren unter dieser Pr&auml;misse immer zu teuer.<\/p>\n<p>Ich habe dieses Beispiel so ausf&uuml;hrlich gebracht weil das Space Shuttle das einzige wiederverwendbare System ist, dessen &Ouml;konomie zumindest einigerma&szlig;en bekannt ist. Aus dem Grund wird man in dem Artikel auch nichts &uuml;ber SpaceX lesen und ich werde auf Kommentare die sich nur um SpaceX drehen, nicht eingehen.<\/p>\n<p>Verlassen wir Space Shuttle und schauen uns eine Produktion einer Rakete an. Charakteristisch an ihr ist, das die St&uuml;ckzahlen pro Jahr klein sind. Die folgende Tabelle enth&auml;lt alle Starts eines 5-Jahreszeitraums aller Tr&auml;ger die mindestens 5-mal also einmal pro Jahr in dieser Zeit gestartet sind:<\/p>\n<h3 class=\"western\">Starts von 2016 bis 2020 nach Tr&auml;gerfamilie<\/h3>\n<table width=\"643\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\" bgcolor=\"#eeeeee\">\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#0080ff\">\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"81\">Tr&auml;gerfamilie<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"166\">Starts<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"226\">Erfolge<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"151\">Einsatzzeitraum<\/th>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">Antares<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">8<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">8<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">Ariane<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">Atlas V<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">Chang Zheng<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">135<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">129<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">Delta IV<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">11<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">11<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">Falcon 9\/FH<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">69<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">69<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">H-IIA\/B<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">18<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">18<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">Mu<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">3<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">3<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">Proton<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">15<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">15<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">R-7<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">78<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">75<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">Rockot<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">7<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">PSLV\/GSLV<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">27<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">26<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#ffffff\">\n<td width=\"81\">Taepodong<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">6<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">2<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#d9d9d9\">\n<td width=\"81\">Vega<\/td>\n<td width=\"166\">\n<p align=\"RIGHT\">11<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"226\">\n<p align=\"RIGHT\">9<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"151\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table width=\"369\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\" bgcolor=\"#eeeeee\">\n<tbody>\n<tr bgcolor=\"#0080ff\">\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"49\">Gesamt<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"65\">Nutzlasten<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"46\">Erfolge<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"89\">Erfolgreich [%]<\/th>\n<th bgcolor=\"#c0c0c0\" width=\"98\">Einsatzzeitraum<\/th>\n<\/tr>\n<tr bgcolor=\"#0080ff\">\n<td width=\"49\">Gesamt<\/td>\n<td width=\"65\">\n<p align=\"RIGHT\">490<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"46\">\n<p align=\"RIGHT\">464<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"89\">\n<p align=\"RIGHT\">94,69<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"98\">2016 \u2013 2020<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Nur drei Tr&auml;gerfamilien kommen auf mehr als 10 Starts pro Jahr. Wenn man aber so kleine St&uuml;ckzahlen hat, dann hat man keine industrielle Produktion, sondern eine Einzelfertigung. Das ist ein Grund, warum Raketen so teuer sind, aber auch an anderer Stelle Grund genug eine Produktion einzustellen. So hat sich Airbus beim A-380 verkalkuliert. Es wurden viel zu wenige Maschinen bestellt, es war eine Einzelfertigung. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Airbus_A380\">In 16 Jahren wurden 249 A-380 gebaut<\/a> also rund 15 pro Jahr, zum Vergleich: die Gesamtproduktionsmenge von Airbus lag <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/themen\/719\/airbus\/#dossierSummary\">2019 bei 863 Maschinen<\/a>. Besonders kritisch wird es, wenn die Produktionsmenge unter ein Minium f&auml;llt. Es ist zwar immer m&ouml;glich eine Produktion so zu planen, das der Aussto&szlig; h&ouml;her ist, man kann Handarbeit durch Maschinen ersetzen. Aber wenn man eine Mindestzahl an qualifizierten Facharbeitern braucht und man erreicht nicht das diese voll besch&auml;ftigt sind, so wird es teuer. Bei jedem Tr&auml;ger spielt die St&uuml;ckzahl schon bei der Auslegung der Fertigung eine Rolle. Ein Beispiel sind die europ&auml;ischen Raketen. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/europa.shtml\">Europa<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane.shtml\">Ariane 1<\/a> und Vega werden am Startplatz zusammengebaut. Es gibt einen fahrbaren Serviceturm der daf&uuml;r die ganze Rakete umh&uuml;llt. Diese Vorgehensweise blockiert den Startplatz dauernd, erlaubt maximal 4 Starts pro Jahr, spart aber die Investitionen in ein eigenes Geb&auml;ude f&uuml;r den Zusammenbau. Bei Ariane 4 und <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane5.shtml\">Ariane 5<\/a> erfolgte der Zusammenbau in einem solchen Geb&auml;ude (bei Ariane 4 nur zum Teil) wobei dies Vertikal erfolgte. Das ist die Position in der die Rakete sp&auml;ter gestartet wird. Bei <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane6.shtml\">Ariane<\/a><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ariane6.shtml\"> 6<\/a> wird dies horizontal erfolgen wie es auch in Russland &uuml;blich ist. Am Boden kommt man schneller an die Rakete wenn auch man die Rakete sp&auml;ter um 90 Grad drehen muss und nicht so leicht an alle Stellen kommt wie bei der vertikalen Integration. Das verk&uuml;rzt die Arbeitsdauer und macht so mehr Starts m&ouml;glich. Es gab in Bremen wo die Ariane 1-4 Zweitstufe und Fl&uuml;ssigbooster PAL gebaut wurden sogar beide Techniken parallel: es wurden pro Rakete im Durchschnitt 3 Booster aber nur eine Zweitstufe ben&ouml;tigt, so hat man die Booster horizontal integriert und die Zweitstufen vertikal.<\/p>\n<p>Man sieht an dem Beispiel, dass schon bei dem Design man ber&uuml;cksichtigt wie oft die Rakete fliegen soll. Es spart Investitionen, wenn man die Rakete am Startplatz zusammenbauen kann. Wenn sie nur wenige Male pro Jahr fliegt, spart das Geld, weshalb die Technik auch bei der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/vega-rakete.shtml\">Vega<\/a> wieder nach 30 Jahren eingesetzt wird. Dasselbe wird man auch bei der Fertigung tun. In jedem Falle greifen betriebswirtschaftliche Grunds&auml;tze: je h&ouml;her die St&uuml;ckzahl in einem Zeitraum ist, desto g&uuml;nstiger wird die Produktion. Es gibt daf&uuml;r etliche Beispiele, nicht nur in der Raumfahrttechnik. Der vielen alten Computerhasen bekannte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/z80.shtml\">Prozessor Z80<\/a> wird immer noch gefertigt. Nur ist seine Bl&uuml;tezeit vorbei, die lag in den Achtzigern, als er in etlichen Computern steckte. So kostet heute ein <a href=\"https:\/\/www.reichelt.de\/de\/de\/z80-micrprozessor-dil-28-z84c30-06mhz-p23034.html?r=1\">Z80 Prozessor<\/a> ein mehrfaches dessen, was er vor 30 Jahren kostete, einfach weil die St&uuml;ckzahlen geringer sind. Bei Raketen fallen mir als Beispiel die Atlas Centaur und Titan III\/IV ein. Die Atlas Centaur bestand aus der Atlas und der Centaur. Die Atlas wurde mit der Agena Oberstufe in den Sechzigern zus&auml;tzlich zur Centaur eingesetzt, und zwar in h&ouml;heren St&uuml;ckzahlen. Als Folge war die Atlas obwohl zehnmal schwerer als die Centaur billiger als diese. Bei der Titan 3 war es so das &uuml;ber zwei Jahrzehnte neben dem Modell mit Boostern auch die Titan 3B\/34B ohne Booster eingesetzt wurde. Als dieses Modell Mitte der Achtziger auslief, wurde die Titan sehr teuer, weil nun die Kosten einer Fabrik, die f&uuml;r mehr Raketen ausgelegt war, auf die immer weniger Starts umgelegt werden. 1974 kostete eine Titan 3C 26 Millionen Dollar, Zehn Jahre sp&auml;ter eine Titan 34D schon 154 Millionen Dollar. Und die letzten Titan 4 mit neuen Boostern und vergr&ouml;&szlig;erter Centaur kosteten &uuml;ber 400 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Das ist der Knackpunkt an dem Thema Wiederverwendung. Atlas, Delta und Ariane 5\/6 haben pro Jahr keine zehn Starts. Verringert man die St&uuml;ckzahl, so rutscht man schnell in einen Bereich, wo die Arbeiter einen Gro&szlig;teil der Zeit nichts mehr zu tun haben. Man kann sie aber nicht einfach entlassen und nach Monaten, wenn man eine neue Stufe baut, wieder einstellen. Sie haben dann l&auml;ngst einen neuen Job und jedes Mal neue Arbeiter schulen zu m&uuml;ssen (von h&ouml;her qualifizierten Jobs ganz zu schweigen) wird auch teuer. Steigt die Startzahl an, so kompensiert dies den Effekt. Die erste Stufe (mehr wird man in absehbarer Zeit nicht bergen k&ouml;nnen) ben&ouml;tigt man zwar dann auch nicht in gro&szlig;en St&uuml;ckzahlen, doch dann arbeiten die Menschen eben an der zweiten Stufe, die meist auch erheblich teurer ist, da die Anforderungen an sie h&ouml;her sind und dort zus&auml;tzliche Subsysteme, wie Avionik oder Telemetrie angebracht sind.<\/p>\n<p>Praktisch zu ber&uuml;cksichtigen ist, dass eine Bergung ohne Nutzlastverlust nur bei Feststoffboostern m&ouml;glich ist, gerade die sind aber relativ preiswert herzustellen, bzw. die teuersten Teile an ihnen, die D&uuml;sen, muss man auch nach einer Bergung durch die Erosion ersetzen \u2013 sie sind anders als das Motorgeh&auml;use der ganzen Zeit dem Triebwerksstrahl ausgesetzt. Bei Raketen, die fl&uuml;ssige Treibstoffe einsetzen, d&uuml;rfte das ungebremste Landen per Fallschirm im Wasser zu so starken Beanspruchungen f&uuml;hren, das danach eine ausf&uuml;hrliche Inspektion n&ouml;tig ist und dann ist man wieder bei der Problematik des Space Shuttles mit seinen langen Turnaroundzeiten zwischen zwei Starts und vor allem den damit assoziierten Kosten. So belie&szlig; man es auch bei Studien, ob man die erste Stufe bergen k&ouml;nnte, so bei Redstone, Saturn V und Ariane 1. Zumindest bei Ariane 1 hat man es einmal auch probiert, die Stufe ging allerdings verloren. Anfang dieses Jahres hat Rocketlab eine Stufe nur durch Fallschirm abgebremst geborgen und untersucht diese nun. Ob eine Bergung allerdings dauerhaft geplant wird l&auml;sst die Firma offen. Das h&auml;ngt wohl auch von den Ergebnissen dieses Tests ab.<\/p>\n<p>Eine weiche Landung, egal ob auf einer Plattform in der See oder durch R&uuml;ckflug mit einem Antrieb zum Startplatz erh&ouml;ht aber die Abtrennmasse. Man ben&ouml;tigt Treibstoff, bei gefl&uuml;gelten Stufen auch ein D&uuml;sentriebwerk und Fl&uuml;gel. Das senkt dann die Nutzlast wieder ab und verringert die Kostenersparnis durch die Bergung. Denn nun muss man f&uuml;r dieselbe Nutzlast eine gr&ouml;&szlig;ere und damit teurere Rakete bauen. Ebenso ist die Bergung nicht umsonst. Die Bergung selbst verursacht nicht die Kosten. Die Kernfrage ist, ob man danach die gelandete Stufe mit nur wenigen Inspektionen und Reparaturen wieder starten kann. Gerade dies war ja der Punkt, der nach Challenger beim Space Shuttle die Startrate auf wenige Fl&uuml;ge pro Jahr begrenzte, weil die Inspektion so aufwendig war.<\/p>\n<p>Lohnt sich dann Bergung bei mehr Starts? Ganz so einfach ist das Urteil nicht, denn mehr Starts bedeuten bei \u201eWegwerfraketen\u201c ja auch eine h&ouml;here Produktion. Damit sinken die St&uuml;ckkosten, das hei&szlig;t, jede einzelne Rakete wird billiger. Die Einsparung durch Wiederverwendung wird dadurch geringer, der Nutzlastverlust bleibt aber und die konstanten Kosten f&uuml;r Bergung und Inspektion auch.<\/p>\n<p>Technisch ist das ganze gut untersucht. Es gibt zahlreiche Varianten und Optionen. ULA schlug vor nur den teuersten Teil, die Triebwerke zu bergen. Das macht Sinn, denn gerade bei den Tanks haben wir zwei Nachteile: Sie machen die gr&ouml;&szlig;te Fl&auml;che aus und meist auch den Gro&szlig;teil der Masse. Will man sie vor zu starken aerodynamischen Kr&auml;ften sch&uuml;tzen, die Materialalterung, Risse oder &Auml;hnliches verursachen, so m&uuml;ssen sie entweder sehr dickwandig sein (addiert Gewicht) oder die Rakete aktiv abbremsen, wie es SpaceX macht. Ich glaube da man seit Vorstellung der Idee durch ULA nichts mehr von der Triebwerksbergung geh&ouml;rt hat aber nicht daran, dass man sie weiter verfolgt was ein Indiz daf&uuml;r ist, dass es sich nicht lohnt. In Deutschland besch&auml;ftigt sich das DLR Institut SA\/RT schon seit Jahren mit Optionen der Bergung und hat z<a href=\"https:\/\/elib.dlr.de\/cgi\/search\/archive\/simple?screen=Search&amp;dataset=archive&amp;_action_search=Suchen&amp;q_merge=ALL&amp;q=&amp;p_merge=ALL&amp;p=&amp;subjects=ry-rt&amp;subjects_merge=ANY&amp;date=&amp;satisfyall=ALL&amp;order=-date%2Fcreators_name%2Ftitle\">ahlreiche Studien ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Auch davon wurde noch keine umgesetzt. Das etwas technisch m&ouml;glich ist, hei&szlig;t eben nicht, dass es auch &ouml;konomisch sinnvoll ist.<\/p>\n<p>Ich habe mit dem Space Shuttle angefangen und ich will wieder bei ihm enden. Auch wenn viele es als gescheitert ansehen, halte ich es von der Umsetzung doch als das beste Konzept von dem wir eine Wirtschaftlichkeitsrechnung machen k&ouml;nnen. Verloren ging nur der preiswerte Tank. Die Feststoffbooster waren robust, aber nur teilweise wiederverwendbar. Die D&uuml;sen gingen immer verloren, wurden vor der Landung abgesprengt. Das Space Shuttle war voll wiederverwendbar, krankte aber an dem Umstand, dass es bemannt sein musste \u2013 daf&uuml;r gab es keinen technischen Grund. Das trieb nicht nur die Kosten hoch, sondern kostete auch Nutzlast. Es gab Studien f&uuml;r Umbauten des Space Shuttles, bei dem man einfach alle Systeme f&uuml;r eine Mannschaft entfernt h&auml;tte, was die Nutzlast um etwa 15 t erh&ouml;ht h&auml;tte. Es zeugt aber auch wie Wiederverwendung Nutzlast kostet, denn die knapp 30 t, die es transportierte, waren weniger als ein Drittel der Masse im Orbit. Bei einer Rakete macht die Oberstufe dagegen etwa ein Viertel bis Drittel der Masse im Orbit aus. Man hat die Nutzlast bei gleicher Startmasse also um den Faktor 2 bis 3 reduziert.<\/p>\n<p>Wenn ich davon ausgehe, dass die 87 Millionen von 1985 ein kostendeckender Preis bei der damaligen Praxis waren, dann kann ich ausrechnen was ein unbemanntes Shuttle mit diesem Risiko heute kosten w&uuml;rde. Das w&auml;re nach NASA-Inflationsindexkalkulation (Faktor 2,9) heute 253 Millionen Dollar. Das w&auml;re bei 45 t Nutzlast heute gar nicht mal so schlecht. Real w&auml;re aber der Nutzlastraum zu klein, man w&uuml;rde nicht mehr als eine Oberstufe mit einer Nutzlast mitf&uuml;hren k&ouml;nnen. &Uuml;ber die Kosten eines Ersatzorbiters, der rein rechnerisch alle 25 Fl&uuml;ge f&auml;llig w&auml;re kann man nur spekulieren. Die Endeavour kostete 2,2 Mrd. Dollar, doch sie wurde nach dem Challenger Desaster bestellt, entsprechend mit Sicherheitsupgrades und als Einzelexemplar. Die ersten Orbiter kosteten \u2013 allerdings bei Bestellung von vier St&uuml;ck nur 625 Millionen Dollar pro St&uuml;ck. Das zeugt die allgemeine Crux auf: Das Shuttle System ist das Einzige, wo man verl&auml;ssliche Informationen &uuml;ber Kosten hat, und zwar nicht welche von Planungen oder Prognosen, sondern aus der Praxis. Es ist wegen des Prototypcharakters und vor allem des bemannten Ansatzes viel teurer. Das gilt allgemein, und nun komme ich doch mal auf SpaceX. Als die ihre Dragon f&uuml;r unbemannte Transporte fertig hatte bot SpaceX diese der NASA f&uuml;r bemannte Transporte an. Man m&uuml;sse nur ein Fenster einbauen. Die NASA antwortete, dass ihrer Ansicht nach, nach Jahrzehnten Erfahrung, ein bemanntes Raumfahrzeug zehnmal komplexer und teurer als ein unbemanntes ist. Und so kam es auch. Nach <a href=\"https:\/\/www.oversight.gov\/sites\/default\/files\/oig-reports\/Final%20Report%20-%20IG-18-016%20-%20Audit%20of%20Commercial%20Resupply%20Services%20to%20the%20International%20Space%20Station.pdf\">offiziellem OIG Report<\/a> bekam SpaceX f&uuml;r COOTS (unbemannte Dragon Entwicklung) 396 Mill. $, f&uuml;r CCdev 3.191.1 Mill. $, also mit Faktor 9 (COTS dazugerechnet, ist ja Vorg&auml;ngermodell) ziemlich nahe an der NASA-Sch&auml;tzung. Entsprechend m&uuml;sste man auch beim Space Shuttle die Operationskosten f&uuml;r ein unbemanntes System deutlich reduzieren. Leier gibt es beim Dreamchaser, dem einzigen Shuttle das heute im Einsatz ist auch keine Angaben, was ein Flug kostet. Das w&auml;re interessant, denn mit einem Antrieb und etwas Treibstoff versehen w&auml;re es eine zweite Stufe und somit w&auml;re wieder ein voll wiederverwendbares System denkbar.<\/p>\n<p>Daher bin ich vorsichtig mit Pauschalurteilen, insbesondere wenn man nicht nur keine Einsicht in die Wirtschaftlichkeitsberechnungen hat, sondern auch davon ausgehen kann das in den Firmen, wo man zu dem Schluss gekommen ist, das sich Bergung und Wiederverwendung in ihrem Fall nicht lohnt im Allgemeinen keine Idioten sitzen, zumindest solange sie nicht das Gegenteil bewiesen haben oder durch mehrfach falsche Angaben unglaubw&uuml;rdig sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als das Space Shuttle beschlossen wurde, ging die NASA daran, seine Vorteile herauszukehren. 1974 legte sie eine Flugplanung vor, nach der von 1979 bis 1991 insgesamt 572 Fl&uuml;ge des Space Shuttles erfolgen sollten, davon 226 mit dem Spacelab und 197 mit einer Raketenoberstufe oder einem noch zu entwickelnden Raumschlepper, der ebenfalls wiederverwendbar w&auml;re.<\/p>\n","protected":false},"author":169,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[18],"class_list":["post-15337","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raumfahrt","tag-space-shuttle","entry"],"a3_pvc":{"activated":false,"total_views":1180,"today_views":0},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[{"id":18634,"url":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2026\/04\/11\/wie-kommt-galileo-zu-jupiter\/","url_meta":{"origin":15337,"position":0},"title":"Wie kommt Galileo zu Jupiter?","author":"Bernd Leitenberger","date":"11. 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