{"id":15372,"date":"2021-05-28T10:13:25","date_gmt":"2021-05-28T08:13:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15372"},"modified":"2021-05-28T10:13:25","modified_gmt":"2021-05-28T08:13:25","slug":"die-tricks-der-lebensmittelindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/05\/28\/die-tricks-der-lebensmittelindustrie\/","title":{"rendered":"Die &#8222;Tricks&#8220; der Lebensmittelindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Den Aufh&auml;nger f&uuml;r meinen heutigen Blog lieferte eine Sendung, die ich gestern sah, \u201e<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/die-tricks\/die-tricks-mit-wurst-und-schinken\/ndr-fernsehen\/Y3JpZDovL25kci5kZS9mMzFkNjhhOC0yYWU0LTQ1YzAtODIxNi1mNjYyMDE5ODM3NzM\/\">Die Tricks mit Wurst und<\/a> <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/die-tricks\/die-tricks-mit-wurst-und-schinken\/ndr-fernsehen\/Y3JpZDovL25kci5kZS9mMzFkNjhhOC0yYWU0LTQ1YzAtODIxNi1mNjYyMDE5ODM3NzM\/\"> Schinken<\/a>\u201c. Es gibt eine Reihe dieser Sendungen, in fast allen findet man das W&ouml;rtchen \u201eTricks\u201c im Titel. Ich bin nun ja von der Ausbildung her Lebensmittelchemiker, arbeite aber seit 20 Jahren nicht mehr aktiv. Man sollte also meinen, ich k&ouml;nnte bei den Sendungen angesichts dieser Zeit weg vom Beruf noch was hinzulernen, aber dem war nicht so. Der einzige neue Trick in der obigen Sendung, den ich nicht kannte, war der das man durch Hochdruck Lebensmittel entkeimen kann. Das gab es zu meiner Studienzeit noch nicht. Gut andere Tricks gab es auch nicht, aber die chemischen Grundlagen daf&uuml;r gab es schon zu meiner Zeit, so dass man durch Eiwei&szlig; Wasser binden kann und so mehr Wurst aus einer bestimmten Menge Fleisch herausbekommt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/d0b2a4d8a3ad43918d80634e8a4ccee5\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Ich habe urspr&uuml;nglich begonnen Chemie zu studieren, nicht weil es mein Wunschfach war, sondern weil ich in ihm einen guten Kompromiss sah zwischen Interessen und Arbeitsmarkt. Am liebsten h&auml;tte &Ouml;kotrophologie studiert, also Ern&auml;hrungslehre. Ich wusste aber schon durch meine Lehrerin, die das studierte und weil sie keinen Job fand, dann noch Lehramt dran geh&auml;ngt hatte, das es da mau auf dem Arbeitsmarkt aussah. Lebensmittelchemie hatte ich au&szlig;en vor gelassen, weil es als NC-Fach nicht sicher war, ob ich dann nicht woanders hinziehen m&uuml;sste. Als ich zwei Jahre studiert hatte, war ich ern&uuml;chtert. Die Chemie, die ich kannte, hatte mit Natur zu tun, mit Stoffwechsel mit Biologie. Die Chemie, die gelehrt wurde, war industrielle Chemie. Um die Zeit herum h&auml;uften sich erste Lebensmittelskandale \u2013 ich kann mich an den Ethylenglykolskandal und das Clenbuterol erinnern (wie sich sp&auml;ter herausstellte, m&auml;stete man damit nicht nur K&auml;lber, sondern auch <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/sport\/mehrsport\/allgemein-doping-das-ist-das-dopingmittel-clenbuterol_aid_554844.html\">Sportlerinnen<\/a>) und die Kombination von besseren Berufsaussichten in dem Fach und Frustration im Chemiestudium f&uuml;hrte dazu das ich auf Lebensmittelchemie wechselte \u2013 an der gleichen Uni, was ich dem Einsatz eines Professors zu verdanken habe, der einen Trick ausnutzte: Die Studienpl&auml;tze werden f&uuml;r Sommer- und Wintersemester gleicherma&szlig;en vergeben, die meisten Studenten wollen aber im Wintersemester anfangen, sodass ich mit einer R&uuml;ckstufung in der Semesterzahl auf dem Papier im Sommersemester angefangen habe.<\/p>\n<p>Den Wechsel habe ich nie bereut, auch wenn das Studium und vor allem die einj&auml;hrige Praxisphase an der \u201eAnstalt\u201c (Chemische Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart) stressig waren. Doch damals war die Mediensituation eine andere, aber auch der gesamte Markt. Es gab nicht so viele Produkte und es erschienen auch nicht in einer solchen H&auml;ufigkeit Produkte. Schon damals war ein Problem, das Werbeaussagen grenzwertig formuliert sind. Es ist im Prinzip verboten bestimmte Dinge &uuml;ber ein Lebensmittel zu sagen, f&uuml;r den Verbraucher am relevantesten wohl die gesundheitsbezogene Werbung. Also man darf nicht damit werben, das ein Lebensmittel irgendeine Krankheit bek&auml;mpft. Das wird umgangen, indem die Aussagen allgemein gefasst sind. An der Problematik hat sich auch nicht wirklich fundamental etwas ge&auml;ndert, obwohl inzwischen die EU durch die Health Claim Verordnung etwas getan hat. Zumindest bei Nahrungsmitteln ist es durch die Verordnung aber besser geworden. G&auml;ngig ist aber immer noch die Werbung mit Selbstverst&auml;ndlichkeiten, so etwas wie \u201eohne xxx\u201c, wobei das Lebensmittel auch bei anderen Herstellern kein xxx enth&auml;lt.<\/p>\n<p>Die Werbung ist das eine, das n&auml;chste ist ein Dauerknackpunkt n&auml;mlich Produktname und Verkehrsbezeichnung. Der Produktname kann vom Hersteller frei gew&auml;hlt werden. Die Verkehrsbezeichnung muss informieren, was das f&uuml;r ein Lebensmittel ist. Gut werden sie sagen, das ist doch leicht unterscheidbar. Da hei&szlig;t das Produkt \u201eMars\u201c und Verkehrserziehung ist dann \u201eSchokoriegel mit Cremef&uuml;llung\u201c. Ja dann gibt es aber Hersteller, die haben als Produktname \u201eHimbeergr&uuml;tze\u201c und als Verkehrserziehung \u201eAromatisierte Fruchtzubereitung\u201c. F&uuml;r Gr&uuml;tze gibt es Vorschriften, wie viel Frucht enthalten sein muss, f&uuml;r Fruchtzubereitungen nicht.<\/p>\n<p>Der Hauptteil der diesen \u201eTricks Sendungen\u201c Stoff liefert ist das heute die meisten Lebensmittel nicht mehr im Handwerk produziert und verkauft werden, sondern industriell gefertigt und &uuml;ber Handelsketten verkauft. Gem&auml;&szlig; der deutschen Mentalit&auml;t beim Essen Geld zu sparen wird dann eben bei der Produktion &uuml;berall an Geld gespart. Dass dann vermehrt Zusatzstoffe zum Einsatz kommen oder teure durch preiswerte Zutaten ersetzt werden, ist doch logisch. Doch ist das dann ein \u201eTrick\u201c oder doch nur eine Folge des Preisdrucks, den der Verbraucher selbst ausl&ouml;st? Der Verbraucher ist ja an allem Schuld, meint auch unsere Verbraucherministerin Gl&ouml;ckner. Sie spricht von der \u201eAbstimmung an der Kasse\u201c. Ganz so einfach ist es nicht. Denn zum einen kann der Gesetzgeber ja Vorschriften erlassen. Er muss ja nicht reglementieren, wie Lebensmittel produziert werden. Er kann aber Begriffe sch&uuml;tzen, wie die EU dies schon seit Jahrzehnten macht und das hat Lebensmittelproduzenten, die traditionell produzierten, sehr geholfen. Nur ein Beispiel: wir haben seit Jahren eine Flut von Bezeichnungen die eine bessere Qualit&auml;t suggerieren wie \u201ePremium\u201c, \u201eFirst Class\u201c, \u201eEdel\u201c etc.. Keiner dieser Begriffe ist an eine bestimmte Zusammensetzung gebunden. Der Gesetzgeber k&ouml;nnte vorschrieben das bestimmte Stoffe daf&uuml;r verboten sind, oder einfach die handwerkliche Zusammensetzung als Standard f&uuml;r diese \u201exxx\u201c-Produkte definieren. Doch heute ist ja durchaus nicht immer so, das man, wenn man etwas kauft, was als qualitativ hochwertig beworben wird auch qualitativ hochwertig ist. Ein Beispiel, das auch in einer dieser \u201eTricks\u201c Sendungen kommt, ist der Unterschied zwischen \u201eSchoko\u201c und Schokolade. Die Kakaobohne, von der beides gewonnen wird, ist ein Samen und wie jeder Samen enth&auml;lt sie Fett als N&auml;hrstoffvorrat f&uuml;r das Wachstum der jungen Pflanze und Eiwei&szlig;, das vitale Gewebe. Das Fett nennt man Kakaobutter und die fettfreie Masse Kakao, je nach Restanteil des Kakaos noch erg&auml;nzt um \u201eschwach ent&ouml;lt\u201c oder \u201estark ent&ouml;lt\u201c. In Schokolade sorgt die Kakaobutter f&uuml;r das Gef&uuml;hl auf der Zunge, sie schmilzt gerade bei der Temperatur die menschliche Haut hat. So kommt der \u201eSchmelz\u201c zustande. Sofern in einem Produkt nun aber nur der Kakoageschmack vorhanden sein muss, ist die Kakaobutter nicht n&ouml;tig, denn wie jedes Fett schmeckt sie isoliert nach nichts. F&uuml;r die zahlreichen Produkte angefangen von Schokoladeneis &uuml;ber Schokopudding bis hin zu Glasuren oder F&uuml;llungen (Doppelkeks) reicht Kakaopulver f&uuml;r den eigentlichen Geschmack und das Fett kann man durch ein anderes ersetzen, ja manchmal ist das sogar n&ouml;tig, wenn die Glasur z.B. nicht schon bei Zimmertemperatur weich werden soll, kann man keine Kakaobutter nehmen und wenn eine F&uuml;llung eines Doppelkeks cremig sein soll, ebenso wenig. Kakaobutter ist gefragt denn aufgrund des Schmelzpunktes verwendet ihn auch die kosmetische Industrie und er ist schon aufgrund der geringen Menge im Kakao daher teuer. So wird er gerne ersetzt. Dass ist dann ein \u201eTrick\u201c und die Sendung mokiert, dass der Begriff \u201eSchoko\u201c und Variationen dessen wie \u201echoco\u201c nichts mit dem Vorhandensein von Schokolade (mit Kakaobutter) zu tun hat. Das ist ein weiteres Problem in dem Dunstkreis Produktname \u2013 Vekehrsbezeichnung. Warum ich aber auf das Beispiel kam \u2013 auch bei Schokolade, die ja Kakaobutter enthalten muss, ist nicht vorgeschrieben wie viel, sondern nur wie viel Kakaobestandteile insgesamt. So ist g&auml;ngige Praxis, dass ein Teil der Kakaobutter durch ein billigeres Fett wie Butterreinfett ersetzt wird und dies ist eben auch bei Marken so, sogar bei Edelmarken, die wirklich teuer sind wie Lindt. Wenn ich mich also nicht einmal bei diesen \u201ePremiummarken\u201c die ein Vielfaches von anderen Marken oder gar Non-Nameprodukten kosten auf eine qualitativ hochwertige Zusammensetzung verlassen kann, so braucht sich Frau Gl&ouml;ckner nicht wundern, wenn die Abstimmung immer zum billigeren Produkt geht.<\/p>\n<p>Mein Hauptkritikpunkt ist aber die prinzipielle Machart dieser Sendungen. Wenn es um Tricks geht, dann wird das meist nachgestellt und zwar meist &uuml;bertrieben. Im ZDF stellt Sebastian Lege in einer Fabrikhalle mit selbst gebauten Utensilien das nach, im WDR besucht man Leute, die sich auskennen (Lege ist kein Lebensmitteltechnologe, sondern Koch, der sich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sebastian_Lege\">nach Wikipedia<\/a> sein &#8222;Wissen autodidaktisch beibrachte\u201c. Beiden ist gemein, dass sie &uuml;bertreiben. In der Sendung ging es um die M&ouml;glichkeit Fleisch in einer Fleischwurst durch Proteinpulver zu ersetzen, das Wasser bindet. Dann wurden aus drei W&uuml;rsten vier (Herstellerempfehlung), 7 oder gar 10. Das Ganze wurde dann auch verkostet, ebenfalls ein typisches Element dieser Sendungen, wobei man nur Kommentare sieht, bei denen die Leute drauf reinfielen. Es gab auch das Statement eines Experten, der sich beruflich damit besch&auml;ftigt und der meint, dass so seiner Erfahrung nach einige Prozent Fleisch eingespart werden \u2013 schon bei der Herstellerempfelung waren es ja nicht einige Prozent, sondern 33 %, aber das geht dann unter. Der Eindruck des \u201eTricksens\u201c durch diese &Uuml;bertreibung bleibt.<\/p>\n<p>Neutral sind diese Sendungen nicht, wenn eine Meinung noch vertreten ist, dann von Verbauchvereinen, wobei diese aber wenigstens fundiert sind oder schlimmer man sucht irgendjemanden als Experten aus. Im obigen Beispiel war, das ein Feinkosth&auml;ndler der Salamis beurteilen sollte. Seiner Ansicht nach sollten diese s&uuml;&szlig; schmecken und die Salami aus dem Discounter schmeckten seiner Ansicht nach nur sauer im Abgang.<\/p>\n<p>Sch&ouml;n, aber das ist eine Meinung. Wer sich die \u201eSalamis\u201c anschaut, die der H&auml;ndler selbst herstellt und verkauft, hat d&uuml;nne, lange W&uuml;rste mit gro&szlig;en Fettbrocken vor sich, nach Art einer Kaminwurz, auch spanische Salami sieht so aus. Nur hat das mit der Salami, die man sonst kauft, nichts zu tun. Die hat einen viel gr&ouml;&szlig;eren Durchmesser, das Fett ist viel feiner verteilt. Damit eine solche Wurst nicht innen, wo kein Sauerstoff mehr herankommt und wo sie aufgrund des gro&szlig;en Durchmessers auch nicht schnell trocknet, sich gef&auml;hrliche anaerobe Keime ansiedeln wie Clostridium Botulinum werden sie mit Starterkulturen versetzt und im anaeroben inneren Bereich bauen diese Bakterien den Restzucker zu S&auml;ure ab, die gleichzeitig vor Fremdbakterien sch&uuml;tzt. Die S&auml;ure ist bei gr&ouml;&szlig;eren Durchmessern also notwendig. Wenn so jemand der nicht mal vom Fach ist, (Feinkosth&auml;ndler nicht Metzger) als Experte herangezogen wird, dann gute Nacht. Das ganze ist symptomatisch f&uuml;r die Sendungen, die offensichtlich davon ausgehen, das Lebensmittel selbsterkl&auml;rend sein sollten, damit selbst der D&uuml;mmste sofort erkennt, warum es sich handelt oder noch besser sie so produziert werden, wie er sich das denkt.<\/p>\n<p>Nur: Blogleser ich muss euch entt&auml;uschen im deutschen Gesetz ist nirgendwo verankert das Lebensmittel so produziert werden m&uuml;ssen wie \u201eder Verbraucher\u201c das w&uuml;nscht. Nur f&uuml;r einige Gruppen gibt es Eckwerte, das sind die Leitwerte im Lebensmittelbuch. Sie definieren die Mindestanforderungen, meist bezogen auf einige wenige die Qualit&auml;t pr&auml;gende Inhaltsstoffe. Wer definiert diese? Es ist die <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/ernaehrung\/lebensmittel-kennzeichnung\/deutsche-lebensmittelbuch-kommission\/deutsche-lebensmittelbuch-kommission_node.html\">Lebensmittelkomission<\/a> und die aus Vertretern der Bereiche Lebensmittel&uuml;berwachung, Wissenschaft, Verbraucherschaft und Lebensmittelwirtschaft besteht. Man beachte: Der Verbraucher ist einer von f&uuml;nf beteiligten. Entsprechend sind die Leits&auml;tze auch praktisch die Minimalanforderung, weil die Wirtschaft nat&uuml;rlich versucht, die Anforderungen zu klein wie m&ouml;glich zu halten. Das ist auch der Grund warum wenn diese Sendungen mal etwas in ein Labor einschicken es trotz \u201eTricks\u201c als rechtskonform eingestuft wird. In dem Falle war es die Fleischwurst. Im Labor wird bestimmt, wie hoch der Flesichanteil ist und wie hoch der Anteil an Magerfleisch ist. Bei einer Fleischwurst sind das 7,5 % gemessen als Eiwei&szlig;gehalt. Nur mal als Vergleich: Ein Schnitzel natur hat 21 % Eiwei&szlig;anteil. Es ist auch ohne Proteinpulver m&ouml;glich der Flesichwurst viel Wasser zuzusetzen, das man ebenfalls ohne Proteinpulver relativ einfach mit Phosphaten binden kann. So fielen denn auch die mit Proteinpulver hergestellten W&uuml;rste erst auf, als extrem viel davon zugesetzt wurde.<\/p>\n<p>Das Lebensmittelgesetz hat eine Vorstellung vom Verbraucher, &auml;hnlich wie unsere Gesetzgebung eine vom B&uuml;rger hat. In beiden F&auml;llen ist die Vorstellung die eines intelligenten Menschen, dem \u201em&uuml;ndigen Verbraucher\u201c. Das ger&auml;t so langsam ins Wanken, wie selbst Heiko Maas 2014 (damals noch f&uuml;r Verbraucherschutz zust&auml;ndig) <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/namensbeitraege\/-muendige-verbraucher-ein-schoenes-ideal--157198\">einr&auml;umt<\/a>. Es ist aber auch logisch. Lebensmittel werden immer komplexer die Leute k&ouml;nnen aber nicht jedem Trend folgen und von der Chemie zahlreicher Inhaltsstoffe, die heute ausgenutzt wird, haben sie keine Ahnung. Interessanterweise haben viele Vorst&ouml;&szlig;e den Verbraucher zu informieren den gegenteiligen Effekt. So ist anders, als zu meinen Studienzeiten heute verpflichtend das man allergene Zutaten angibt, wertgebende Bestandteile hervorhebt und oft findet man auch eine N&auml;hrwertdeklaration oder eine Ampel. Damit werden die Angaben auf jeder Verpackung aber immer mehr. Man wird also besser informiert, aber hat immer mehr zu lesen und wer kann das schon? Eine L&ouml;sung sehe ich nicht, aber mir w&uuml;rde es ja schon mal reichen, wenn die Sendungen neutraler werden. Man kann einen Sachverhalt weniger aufrei&szlig;erisch pr&auml;sentieren, ohne Hexenk&uuml;che in einer Fabrikhalle, ohne Verkostungen und Pr&auml;sentation von geschockten Verbrauchern. Man kann echte Experten befragen und auch mal welche von der Industrie, anstatt immer nur gek&uuml;rzte Stellungnahmen der Firmen vorzulesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Aufh&auml;nger f&uuml;r meinen heutigen Blog lieferte eine Sendung, die ich gestern sah, \u201eDie Tricks mit Wurst und Schinken\u201c. Es gibt eine Reihe dieser Sendungen, in fast allen findet man das W&ouml;rtchen \u201eTricks\u201c im Titel. Ich bin nun ja von der Ausbildung her Lebensmittelchemiker, arbeite aber seit 20 Jahren nicht mehr aktiv. 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