{"id":15443,"date":"2021-07-19T20:24:06","date_gmt":"2021-07-19T18:24:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15443"},"modified":"2021-07-19T20:24:57","modified_gmt":"2021-07-19T18:24:57","slug":"die-neue-russische-raumstation-ross","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/07\/19\/die-neue-russische-raumstation-ross\/","title":{"rendered":"Die neue russische Raumstation ROSS"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15443\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15443\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Inzwischen gibt es immer mehr Indizien, wof&uuml;r Russlands neue Raumstation gedacht ist. Wie schon bekannt soll sie eine sonnensynchrone Umlaufbahn erreichen. Diese Bahn hat einige Vorz&uuml;ge f&uuml;r Russland. Zum einen ist sie von allen Weltraumbahnh&auml;fen \u2013 Baikonur, Plessezk und Woschodny erreichbar. Zum anderen eignen sie sich vorz&uuml;glich f&uuml;r jede Form der Erdbeobachtung.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/df6a8e232707433bbd7f39bd2ebffc10\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><br \/>\nWill man von Bord der ISS aus die Erde beobachten so gibt es mehrere Einschr&auml;nkungen. Das eine ist das jeder Ort der Erde zu einer anderen lokalen Uhrzeit &uuml;berflogen wird. Damit ist der Schattenwurf der Aufnahmen variabel und nicht vergleichbar. So kann man schwer Bilder die zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden vermessen und vergleichen. Aus dem Schattenwurf kann man z.B. die H&ouml;he von etwas errechnen. Der Schatten kann bei niedrigem Sonnenstand aber auch viel verdecken.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/img\/landsatbahnen.jpeg\" width=\"501\" height=\"347\" \/>Das zweite ist die r&auml;umliche Ausrichtung der Aufnahmen. Die Kurve eines Satelliten &uuml;ber den Erdball aufgetragen ist die einer Sinuskurve. An den Wendepunkten hat ein Foto eine weitestgehend horizontale Ausrichtung an den steilsten Punkten eine weitestgehend vertikale. Bei der Bahnneigung der ISS von 52 Grad muss man so viele Bilder drehen, um sie in eine einheitliche Ausrichtung zu bekommen. Daher spielt Erdbeobachtung an Bord der ISS auch keine gro&szlig;e Rolle. Bei einer <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/revisitzeit-sso.shtml\">sonnensynchronen Umlaufbahn<\/a> mit 90 bis 99 Grad Inklination sind davon nur die polnahen Gebiete betroffen, die f&uuml;r Aufnahmen weitestgehend uninteressant sind. Dies sieht man hier an der Kurve der Satellitenbahn eines Landsat. Weiterhin kann man von der ISS so auch keine Regionen untersuchen, die jenseits des 52 Breitengrads sind, in Deutschland w&auml;re das Schleswig-Holstein und nat&uuml;rlich alles n&ouml;rdlichere wie D&auml;nemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Kanada, Alaska, Island, Gr&ouml;nland \u2013 und einen Gro&szlig;teil des Gebietes Russlands.<\/p>\n<p>Der Hauptvorteil eines sonnensynchronen Umlaufbahn gegen&uuml;ber einer polaren Umlaufbahn, die gar keine Wendepunkte h&auml;tte, ist aber das die R&uuml;ckw&auml;rtsbewegung der Bahn (Der Winkel der Bahn liegt ja &uuml;ber 90 Grad) genauso so gro&szlig; ist wie die Vorw&auml;rtsbewegung der Erde um die Sonne, die ja in 365 Tagen einmal durchlaufen wird. Als Folge passiert ein Satellit auf eine sonnensynchronen Umlaufbahn jeden Punkt der Erde zur gleichen lokalen Uhrzeit \u2013 f&uuml;r optimalen Schattenwurf hat man die Zeit kurz vor oder nach Mittags gew&auml;hlt. Die Beleuchtung der Aufnahmen ist so vergleichbar.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Erdbeobachtung ist diese Bahn ideal, so nehmen sie praktisch alle zivilen und milit&auml;rischen Satelliten ein, welche die Erde beobachten. Aber Satelliten die das Wetter oder Klimaver&auml;nderungen beobachten profitieren von immer gleichen Voraussetzungen der Messungen. F&uuml;r Russland kommt als zus&auml;tzlicher Vorteil hinzu, das von der ISS aus ein Gro&szlig;teil des Staatsgebietes nicht beobachtbar ist.<\/p>\n<p>Doch reicht das als Begr&uuml;ndung f&uuml;r eine eigene Raumstation aus? Nat&uuml;rlich nicht. Nahezu die gesamte Weltraumaktivit&auml;t in Russland hat nur zwei Antriebsfedern. Das eine ist das Milit&auml;r \u2013 die Zahl der Forschungssatelliten, die es seit 1990 gibt, kann man an einer Hand abz&auml;hlen und das zweite ist die &Ouml;ffentlichkeit. Da nun die USA nicht mehr von Russland f&uuml;r den Astronautentransport abh&auml;ngig ist, f&auml;llt das prestigetr&auml;chtige Starten von Astronauten mit der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/sojus-raumschiff.shtml\">Sojus<\/a> weg. Damit konnte man lange &uuml;ber die eigentlich kleine rolle Russlands in der ISS hinwegt&auml;uschen. Damit auch die Triebfeder &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Eine eigene Station w&auml;re wieder ein Alleinstellungsmerkmal.<\/p>\n<p>Doch da Russland schon Probleme hat ihr letztes Modul f&uuml;r die ISS zum Start zu bekommen \u2013 geplant diese Woche nach 13 Jahren Verz&ouml;gerung, reicht das alleine sicher nicht. Wie schon fr&uuml;her in der Geschichte der russischen Raumstationen geht es nicht ohne das Milit&auml;r. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-raumstationen-geschichte.shtml\">Saljut 2,3 und 5<\/a> waren milit&auml;rische Raumstationen des Typs Almaz. Kosmonauten sollten in ihnen bessere Bilder machen, indem sie die Kameras bedienen, als unbemannte Satelliten. Ein &auml;hnliches Programm hatte auch das US-Milit&auml;r mit der Raumstation \u201e<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/militaerische-bemannte-raumfahrt.shtml\">Mol<\/a>\u201c, doch dieses Programm wurde schon 1969 eingestellt, mehrere Jahre vor der ersten Almaz.<\/p>\n<p>Russland hat noch lange Spionagesatelliten mit Film gestartet, selbst noch als die USA diese Technologie l&auml;ngst aufgegeben hatten. Doch inzwischen setzen auch sie auf Halbleitersensoren. Zivile Satelliten erreichen mit ihnen bis zu 25 cm Aufl&ouml;sung, man rechnet damit das milit&auml;rische US-Satelliten noch h&ouml;here Aufl&ouml;sungen haben und Russland d&uuml;rfte sicher &auml;hnlich gute Systeme haben. Das Problem das Russland hat, ist aber nicht die Technik der Satelliten. Es sind die Datenraten welche die Sensoren liefern. Der Sensor in den <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/detailaufklaerer.shtml\">Worldview Satelliten<\/a> hat 16 Links, jeder f&auml;hig bis zu 50 Mpixel pro Sekunde zu &uuml;bertragen. Ein Pixel belegt meist zwei Byte, da die Digitalisierungstiefe bei 12 bis 14 Bit liegt. Das bedeutet. Ein Sensor liefert bis zu 1,6 Gbyte\/s an Daten. Diese Daten werden im Satelliten zwischengespeichert, m&uuml;ssen aber doch irgendwann &uuml;bertragen werden. Digiglobe hat f&uuml;r den Empfang der Daten Bodenstationen auf der ganzen Welt, darunter welche nahe beider Polgebiete, die bei jedem Umlauf Kontakt haben. Wahrscheinlich kann die Firma gegen Bezahlung auch Kommunikationssatelliten des US-Milit&auml;rs nutzen, denn dieses ist mit der NRO der gr&ouml;&szlig;te Kunde von Digiglobe. Russland hat nur Bodenstationen auf dem eigenen Gebiet. Die haben zwar durch die gro&szlig;e Ausdehnung Russlands auch Kontakt bei jedem Umlauf, aber bei Passage des Nordpols und ein Gro&szlig;teil der Satellitenbahn ist nicht abgedeckt.<\/p>\n<p>Das beschr&auml;nkt nat&uuml;rlich den Nutzen dieser Satelliten. Ein Netz von geostation&auml;ren Satelliten, die es kompensieren k&ouml;nnen, w&auml;re teuer und richtig gro&szlig;e Daten&uuml;bertragungsraten erreicht man heute mit Laserterminals, die Russland bisher noch nicht im Einsatz hat.<\/p>\n<p>Vieles spricht daf&uuml;r, das Russland eine bemannte Raumstation baut, um diesen Nachteil zu kompensieren. Eine Raumstation hat gegen&uuml;ber einem Satelliten einige Vorteile:<\/p>\n<p>Hardware kann gewartet, repariert oder ausgetauscht werden um z.B. neue Technologien einzusetzen. Das erspart langfristig die kosten f&uuml;r neue Satelliten.<\/p>\n<p>In dem Druckmodul herrschen erd&auml;hnliche Bedingungen. Damit ist Hardware, die nicht weltraumqualifiziert ist, einsetzbar. In dieser h&auml;ngt Russland weit hinterher. <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/phobos-grunt.shtml\">Phobos Grunt<\/a> ging 2011 verloren, weil man deswegen nicht strahlenresistente Bauteile einsetzte, der neue Bordcomputer der Sojus hat z.B. nur eine Leistung von 8 MIPS, ein g&auml;ngiger PC Prozessor kommt auf die 1000-fache Leistung. Damit kann man auch hohe Datenraten effizient komprimieren und so die Datenrate senken.<\/p>\n<p>Menschen k&ouml;nnen selbst entscheiden, ob sich ein Foto lohnt \u2013 dieser Vorteil wird aber mit immer besseren Vorhersagen &uuml;ber die Bew&ouml;lkung durch Wettervorhersagen aber immer kleiner.<\/p>\n<p>F&uuml;r eine bemannte Station bekommt man wegen der &Ouml;ffentlichkeitswirksamkeit mehr Gelder.<\/p>\n<p>Als Knackpunkt, wie die Station wohl arbeitet, ist ein Auftrag der f&uuml;r eine Subkapsel ausgegeben wurde, die mit der Progress transportiert wird. Es ist eine Kapsel die den Wiedereintritt &uuml;berlebt und einen Fallschirm ausst&ouml;&szlig;t. Zwei weitere Systeme sind ein Kaltgassystem zur Lage&auml;nderung und ein Antrieb zum Abbremsen.<\/p>\n<p>Warum sollte aber eine Progress kleine Subkapseln \u2013 anscheinend nicht nur eine, sondern mehrere mitf&uuml;hren? Nun um etwas zur Erde zur&uuml;ckzubringen. Die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/progress.shtml\">Progress<\/a> ist ein unbemannter Transporter der an der geplanten Raumstation andockt und sie versorgt. Kosmonauten k&ouml;nnten die Kapseln aus dem Frachtraum der Progress entnehmen, bef&uuml;llen, &uuml;ber die Luftschleuse ins All aussetzen. Das Kaltgassystem k&ouml;nnte auf Sicht fernbet&auml;tigt werden, um den Antrieb gegen die Bahnrichtung zu positionieren. Entsprechende Vehikel mit Kaltgasantrieb zur Inspektion der ISS wurden angedacht und innerhalb der Station auch erprobt. Russland d&uuml;rfte also &uuml;ber diese Technologie im Bilde sein.<\/p>\n<p>Doch was kann die Kapsel zur&uuml;ckbringen? Materialproben? M&ouml;glich, allerdings stand diese Forschung nie bei Russland im Fokus, genauso wenig wie biologische oder medizinische Proben. Fotografischen Film, wie ihn die Foton Satelliten (ebenfalls mit R&uuml;ckkehrkapseln) einsetzten, d&uuml;rfte heute nicht mehr zum Einsatz kommen. Doch es gibt eine M&ouml;glichkeit gro&szlig;e Informationsmengen auf kleinstem Raum mit geringem Gewicht zu speichern: SSD. In Form von SATA-SSD liegt heute der Rekord bei (im freien <a href=\"https:\/\/amzn.to\/2Uv4PYl\">Handel k&auml;uflichen<\/a> bei 15 Terabyte und eine solche SSD wiegt gerade mal 70 g. Selbst der Sensor von Worldview ben&ouml;tigt fast 10.000 s um sie zu f&uuml;llen. Noch kleiner sind SSD im M2-Format als Platine, doch die sind nicht hotswap-f&auml;hig. Denn ich denke Russland wird die Strategie fahren wie Deutschland\/USA bei der SRTM Mission. Bei dieser Radar-Kartierungsmission eines Space Shuttles hatten die Astronauten nur die Aufgabe, die B&auml;nder im Bandrekorder laufend zu wechseln &#8211; &auml;hnlich k&ouml;nnten zwei an einen Rechner angeschlossene <a href=\"https:\/\/amzn.to\/3ijYIhy\">NAS<\/a> alternativ betrieben werden. Eines zeichnet auf, ein zweites wird mit neuen SSD best&uuml;ckt oder beschriebene SSD werden entnommen. Eine Kapsel k&ouml;nnte Hunderte dieser SSD transportieren, eine Progress sicher mehrere, vielleicht sogar ein Dutzend dieser Kapseln, sodass bei w&ouml;chentlichem Abwurf einer Kapsel eine Mission alle drei bis vier Monate n&ouml;tig ist \u2013 ein &auml;hnliches Intervall wie bei Mir und der Versorgung der ISS und eine Woche ist auch das Intervall das fr&uuml;her zwischen Start eines Aufkl&auml;rungssatelliten und Landung der Kapsel vergingen.<\/p>\n<p>Die Station k&ouml;nnte am Anfang aus dem Basisblock bestehen, der alle Systeme f&uuml;r die Kosmonauten hat, dieses Element FGB ist das Kernst&uuml;ck der Mir und auch des russischen Teils der ISS (<a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-russische-module.shtml\">Swesda<\/a>). Er bietet sechs Koppelstellen. An einer wird ein \u201eForschungsmodul\u201c, eigentlich aber milit&auml;risches Modul mit den Optiken angekoppelt. Das ISS-Pendant w&auml;re Nauka. Es k&ouml;nnte um weitere \u201eForschungsmodule\u201c erg&auml;nzt werden, die z.B. abbildende Radarger&auml;te beinhalten oder Antennen f&uuml;r die elektronische Aufkl&auml;rung. Denkbar w&auml;ren auch IR-abbildende Systeme mit aktiver K&uuml;hlung f&uuml;r die das K&uuml;hlmittel von Progress gebracht wird, entsprechend der Kamera <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/hst-instrumente.shtml\">NICMOS<\/a> bei Hubble.<\/p>\n<p>Russland m&uuml;sste zwar mehrere Progress- und Sojusstarts pro Jahr durchf&uuml;hren, w&uuml;rde aber daf&uuml;r ein kompletten Kommunikationsnetzwerk einsparen, k&auml;nnte die Nachteile ihrer Aufkl&auml;rungssatelliten kompensieren, die zudem nicht so langlebig sind wie westliche Gegenst&uuml;cke. Die Sensoren k&ouml;nnen leicht auf den neuesten Stand gebracht werden, ohne jedes Mal einen neuen Satelliten zu starten, bei dem die Sensoren nur geringen Anteil an den Kosten haben. Die Optik ist dagegen weitestgehend unver&auml;nderlich. Schon seit Jahrhunderten kann man beugungsbegrenzte Optiken bauen.<\/p>\n<p>Angesichts der Serienbauweise der Progress- und Sojusraumschiffe kann sich dieses Konzept sicher rechnen, zumal es eben noch den Vorteil gibt, das man immer noch damit Eindruck schinden kann, dass man eine eigene Raumstation hat. Das die <a href=\"https:\/\/www.aerotime.aero\/27872-ROSS-the-new-Russian-space-station-when-and-why\">neue Raumstation<\/a> nicht einfach nur eine Kopie von Mir ist, daf&uuml;r sprechen auch die Kosten. Russland nennt 3 Milliarden Dollar f&uuml;r die Station. F&uuml;r die Fertigung von Swesda zahlte die NASA 250 Millionen Dollar. Gut das ist 20 Jahre her, aber bei der zw&ouml;lffachen Summe ist das sicher mehr als nur der Inflationsausgleich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15443\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15443\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Inzwischen gibt es immer mehr Indizien, wof&uuml;r Russlands neue Raumstation gedacht ist. 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Februar 2026","format":false,"excerpt":"Ich habe mich ja schon mal mit diesem Thema besch\u00e4ftigt, in dem es vor allem um die Kosten und den wirtschaftlichen Unsinn ging - warum sollte ich ein Rechenzentrum in den Orbit bringen, wenn ich es billiger auf der Erde bauen kann und es auch gen\u00fcgend Gegenden gibt in denen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Raumfahrt&quot;","block_context":{"text":"Raumfahrt","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/78014052fde04012a2be60bd108cd4bb","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15443"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15443\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}