{"id":15462,"date":"2021-07-31T17:44:00","date_gmt":"2021-07-31T15:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/?p=15462"},"modified":"2021-07-31T17:44:00","modified_gmt":"2021-07-31T15:44:00","slug":"commercial-automatisch-besser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/2021\/07\/31\/commercial-automatisch-besser\/","title":{"rendered":"\u201eCommercial\u201c &#8211; automatisch besser?"},"content":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15462\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15462\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Lange Zeit gab es bei der NASA nur einen Ansatz f&uuml;r die Vergabe von Auftr&auml;gen, und bei den anderen Raumfahrtagenturen ist dieser Ansatz bis heute der Einzige. Man startet einen Aufruf in dem man die Anforderungen grob umreist und Firmen k&ouml;nnen sich mit ihren Vorschl&auml;gen bewerben. Diese werden dann gesichtet und es gibt meist noch eine zweite Runde, nun mit deutlich konkreten Anforderungen und Grenzen und einige Firmen erhalten Geld um ihre Vorschl&auml;ge zu &uuml;berarbeiten, vor allem zu verfeinern indem sie nun detailliert darlegen wie sie das Projekt umsetzen wollen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/56a009bcce894c849dca4bcc529f9a90\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><!--more--><\/p>\n<p>Die R&uuml;ckl&auml;ufer werden dann nach einem Kriterienkatalog beurteilt. Meistens teilt sich dieser in zwei Teile auf: Technische Kompetenz und Management, also wie gut kann die Firma den Zeitplan und die Kosten einhalten. Es k&ouml;nnen aber auch mehr Bereiche sind. In allen erhalten sie Punkte und die werden addiert. Idealerweise erh&auml;lt die Firma mit den meisten Punkten den Zuschlag. Jedoch nur idealerweise. Was macht man z.B., wenn sie in einem Bereich sehr gut ist, im anderen nur mittelm&auml;&szlig;ig? Ein Konkurrent mit etwas kleinerem Gesamt-\u201escore\u201c dagegen in beiden Bereichen gut? Es gab bei vielen Projekten hier Abweichungen von der Vergabe nach dem besten Score. Am bekanntesten war die Vergabe des Shuttle Orbiters an Rockwell, ehemals North American (ja genau die Firma die das Apollo-CSM baute und dessen Fertigungsm&auml;ngel f&uuml;r den Brandt bei Apollo 1 verantwortlich war) obwohl die Firma etwas schlechter geratet, war als Grumman. Beim Space Shuttle war viel Industriepolitik im Spiel so bekam Thiokol den Zuschlag f&uuml;r die Feststoffbooster, obwohl die Firma keine Erfahrung in der Fertigung gro&szlig;er Booster hatte, die Firma Alliant, welche die Booster der Titan &#8211; die bis dahin gr&ouml;&szlig;ten Booster weltweit fertigte, ging leer aus. Thiokol ist in Nevada beheimatet, ein Bundesstaat mit eher wenig Industrie.<\/p>\n<p>Aber auch nach Auftragsvergabe endet die Zusammenarbeit nicht. Die NASA &uuml;berwacht den Auftragnehmer engmaschig. Er muss jede Menge Dokumentieren und erzeugt einen Papierberg, der gepr&uuml;ft wird. Die NASA kann aber durchaus auch eigene Inspektoren entsenden. Ber&uuml;chtigt war daf&uuml;r das Marshall Space Flight Center (MSFC) unter der Leitung von Wernher von Braun. Die Firmen sprachen von \u201eContractorinfiltration\u201c. Wurde etwas gefunden, so z&ouml;gerte von Braun nicht, den NASA-Administrator direkt anzuschreiben. Dabei legte der seine Kompetenz durchaus gro&szlig;z&uuml;gig aus. War er im Mercuryprogramm z.B. nur f&uuml;r die Redstone zust&auml;ndig. Die Inspektoren des MSFC tauchten aber auch bei den Herstellern der Atlas und der Mercurykapsel auf.<\/p>\n<p>Seit COTS gibt es ein neues Modell, die Abk&uuml;rzung COTS dr&uuml;ckt es gut aus \u201eCommercial Off the Shelf\u201c, also Kommerzielle eingef&uuml;hrte Technologie. Die NASA &uuml;berwacht nach wie vor die Firmen. Auch diese haben nach wie vor Berichte zu schreiben. Aber sie ist letztendlich ein Kunde und die M&ouml;glichkeiten nach Vertragsabschluss noch was zu &auml;ndern sind begrenzt, vor allem vorhanden, wenn etwas nicht so funktioniert, wie gedacht.<\/p>\n<p>Raumfahrtagenturen haben, wie andere &ouml;ffentliche Institutionen, den Hang zu Sonderw&uuml;nschen. Diese verteuern Projekte. In der Wirtschaft wird abgewogen welche &Auml;nderung, was kostet und wie viel sie bringt und kostet sie viel und bringt wenig so wird sie nicht umgesetzt, ein &auml;hnliches Regularium gibt es bei der &ouml;ffentlichen Hand in der strikten Form nicht, wie ich selbst bei meiner Zeit an der Hochschule Esslingen erlebte. Da war ich unter anderem f&uuml;r die Bestellungen der Professoren zust&auml;ndig und da wurde sich das neueste und teuerste Spielzeug genehmigt, egal ob es das doppelte eines vergleichbaren Gegenstandes kostete. Es ist ja nicht das eigene Geld, das ausgegeben wird.<\/p>\n<p>Vor allem aber bei diesem Ansatz, der gerne als \u201ecommercial\u201c bezeichnet wird die Firmen mehr Freiheiten die in ihrer Sicht beste L&ouml;sung zu finden und \u201ebeste\u201c schlie&szlig;t auch die Kosten und nicht nur den Nutzen mit ein. Nach wie vor werden sie aber von der NASA &uuml;berwacht und die Zahlung an absolvierten Meilensteinen gekoppelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/cygnus-dragon.shtml\">COTS<\/a> hatte aber auch eine zweite Zielsetzung. Der NASA war es ein Dorn im Auge, das sie immer weniger Auswahl bei den Auftragnehmern hatte. Als die NASA gegr&uuml;ndet wurde, war ihr erstes gro&szlig;es Projekt das Mercuryprogramm. Als sie den Aufruf nach Vorschl&auml;gen startete erhielt sie 38 R&uuml;ckl&auml;ufer von Firmen, die vor allem Flugzeuge bauten. Die sind in den vergangenen 60 Jahre alle gro&szlig;en Luft- &amp; Raumfahrtfirmen mehr oder weniger fusioniert oder aufgekauft worden. Nur aus dem Ged&auml;chtnis, ohne aufwendige Recherche. Die drei gro&szlig;en Luft- &amp; Raumfahrtkonzerne in den USA beinhalten folgende fr&uuml;her unabh&auml;ngige Firmen: Lockheed-Martin: Lockheed, Martin, Marietta, General Dynamics. Boeing: Boeing, Mc Donnell, Douglas, North American, Rockwell. Grumman\/Northrop: Grumman, Northrop, Alliant, Orbital, TRW. Ebenso sind die drei gr&ouml;&szlig;ten Triebwerkshersteller Pratt &amp; Whitney, Rocketdyne und Aerojet heute zu einer Firma (Pratt &amp; Whittney) verschmolzen.<\/p>\n<p>Der COTS Auftrag erging daher an zwei Newcomer, die noch keine &ouml;ffentlichen Auftr&auml;ge erhalten hatten, Kistler Rocketplane, welche die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/kistler.shtml\">Tr&auml;gerrakete K-1<\/a> entwickelten und SpaceX welche gerade die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/falcon1.shtml\">Falcon 1<\/a> erprobten und die <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/falconv.shtml\">Falcon 5<\/a> angek&uuml;ndigt hatten. Als Kistler Rocketplane unf&auml;hig war den Auftrag zu erf&uuml;llen wurde Orbital als Ersatz gew&auml;hlt. Orbital war zu dem Zeitpunkt schon ein etablierter aber kleiner Raumfahrtkonzern, der vor allem Zulieferer war und als gr&ouml;&szlig;tes eigenes Produkt die Tr&auml;gerrakete <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/pegasus.shtml\">Pegasus<\/a> anbot.<\/p>\n<p>COTS lohnte sich. Die NASA gab insgesamt 816 Millionen Dollar aus, erhielt daf&uuml;r zwei Versorgungsraumschiffe und die Firmen entwickelten jeweils eine eigene Tr&auml;gerrakete und investierten in etwa nochmals die gleiche Summe.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Entsprechend wurden auch nur diese beiden Firmen bei dem n&auml;chsten kommerziellen Projekt, der Versorgung der ISS (Commercial Resupply Services \u2013 CRS) ber&uuml;cksichtigt. Ihre Investitionen sollten sich ja lohnen. Es gab auch Vorschl&auml;ge der anderen US-Raumfahrtkonzerne doch war klar, dass sie keine Chance hatten. Dabei waren die durchaus interessant. Sie sahen meist kein eigenes Gef&auml;hrt vor, sondern man wollte <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/progress.shtml\">Progress<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/ATV.shtml\">ATV<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/htv.shtml\">HTV<\/a> mit US-Tr&auml;gern starten.<\/p>\n<p>Bei Runde 2 von CRS kam noch Sierra Nevada hinzu \u2013 diesmal ohne Finanzierung der Entwicklung ihres Dreamchaser, aber eben mit einem garantierten Auftrag. Zwei bzw. drei Anbieter bei CRS, das klingt zuerst nach Konkurrenz. Doch der Sinn ist ein anderer. Die NASA bef&uuml;rchtet das, wenn einer der Transporter ausf&auml;llt, der Betrieb der ISS auf der Kippe steht. Das ist sicher eine Nachwehe der Erfahrungen aus dem Space Shuttle Programm. Es stand jeweils f&uuml;r zwei bzw. drei Jahre nach Verlusten von Shuttles und ihrer Besatzungen. Im ersten Fall waren vor allem Satellitenstarts betroffen, die nun Jahre warten mussten, bis Tr&auml;gerraketen f&uuml;r ihren Start verf&uuml;gbar waren. Im zweiten Fall war es die ISS, die schon aufgebaut wurde und die nun mehr als zwei Jahre nicht erweitert wurde. Bei der <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/iss-index.shtml\">ISS<\/a> machen zwei Vehikel auch Sinn, denn bei rund 20 t Versorgungsg&uuml;ter f&uuml;r die US-Seite pro Jahr ben&ouml;tigt man rund sechs bis sieben Fl&uuml;ge pro Jahr, das ist eine gen&uuml;gend gro&szlig;e Zahl um zwei Fertigungslinien aufrechtzuerhalten. Was aber nicht der Fall ist, ist das die Konkurrenz die Preise senkt. Im Gegenteil. CRS-1 ist inzwischen abgeschlossen. Der Nachfolgevertrag -CRS-2 kommt die NASA (gerechnet auf die Frachtmenge) um <a href=\"https:\/\/oig.nasa.gov\/docs\/IG-20-005.pdf\">14 % teurer<\/a> und das, obwohl die beiden Firmen die Nutzlast ihrer Frachter durch Upgrades der Tr&auml;gerraketen massiv gesteigert haben. Orbital machte sogar einmal einen unerhofften Gewinn als die Antares nicht starten konnte, weil man beschloss, die Triebwerke durch neue zu ersetzen und sie ihren Frachter mit einer Atlas V starteten \u2013 die war zwar teurer, aber hatte auch eine viel gr&ouml;&szlig;ere Nutzlast, sodass die Firma mehr Fracht bef&ouml;rdern konnte und bei der festgesetzten Zahlung machten sie so einen zweistelligen Millionenbetrag als Gewinn. <a href=\"https:\/\/oig.nasa.gov\/docs\/IG-18-016.pdf\">Hauptpreistreiber war bei CRS-2 aber SpaceX<\/a>. Anders als bei CRS-1 wird auch nicht mehr &ouml;ffentlich kommuniziert wer wie viel Geld f&uuml;r wie viele Fl&uuml;ge mit wie viel Fracht erh&auml;lt.<\/p>\n<p>Die derzeit letzte Ausschreibung mit mehr als einer Firma ist CCDev. In mehreren Runden wurden Forschungs- und Entwicklungsauftr&auml;ge vergeben, die schlie&szlig;lich in der Entwicklung zweier Raumschiffe m&uuml;ndeten. Die Entwicklungskosten betrugen schlie&szlig;lich &uuml;ber 10 Mrd. Dollar, auch weil die Finanzierung &uuml;ber Jahre nicht stand. Anders als bei CRS machen zwei Raumschiffe aber keinen Sinn. Die USA wechseln die Besatzungen im 180 Tage Rhythmus, also zwei Besatzungen pro Jahr. Bei zwei Anbietern ist das nur ein Flug eines Raumschiffs pro Jahr und es wird immer zwei Anbieter geben, weil sonst die Redundanz bei dem Ausfall eines Anbieters nicht gegeben ist.<\/p>\n<p>Das Mondprogramm lief dagegen bisher auf die alte Art. Orion und SLS wurden von der NASA zusammen mit den Firmen entwickelt. Auch die Auftr&auml;ge f&uuml;r das Lunar Gateway wurden exklusiv an jeweils eine Firma vergeben, wobei man hier aus Kostengr&uuml;nden aber schon auf existierende Systeme zur&uuml;ckgriff. V&ouml;llig neu ist die Entwicklung eines Mondlanders. Der NASA Vorschlag Altair wurde ja in der Entwicklung noch gar nicht begonnen, als Constellation eingestellt wurde. Nachdem die NASA den Auftrag f&uuml;r die Entwicklung unter etwas mysteri&ouml;sen Umst&auml;nden an SpaceX vergeben hatte, wurde bald die Forderung laut, dass man eine zweite Firma zus&auml;tzlich beauftragen sollte. Die NASA erhielt auch die Mittel daf&uuml;r. Ein Grund f&uuml;r die SpaceX-Selektion war ja, das sie nicht die Mittel hatte, die sie beantragt hatte. Inzwischen will Bezos Blue Origin bis zu 2 Mrd. Dollar Eigenmittel investieren, wenn sie <a href=\"https:\/\/spacenews.com\/bezos-offers-billions-in-incentives-for-nasa-lunar-lander-contract\/\">auch einen Auftrag erhalten<\/a>. Bezos Blue Origin ging ja schon bei dem letzten Gro&szlig;auftrag der USAF f&uuml;r Tr&auml;gerraketen leer aus. Der Protest der beiden unterlegenen Firmen gegen die Entscheidung wurde <a href=\"https:\/\/spacenews.com\/gao-denies-blue-origin-and-dynetics-protests-of-nasa-lunar-lander-contract\/\">inzwsichen abgelehnt<\/a>. Es ist aufgrund der politischen Proteste gegen die Entscheidung, die Aufforderung einen zweiten Anbieter zu f&ouml;rdern und Bezos Finanzspritze aber wahrscheinlich, das auch Blue Origin einen Auftrag bekommt.<\/p>\n<p>Doch das lohnt sich bei einem Mondlander noch weniger als bei der Versorgung der ISS. Derzeit sind neun Artemis Missionen mit der SLS &uuml;ber ein Jahrzehnt geplant also rund eine pro Jahr. Das f&uuml;hrt zu einer maximalen Frequenz von 1 Mondlander pro Jahr. W&uuml;rde man hier dies noch auf zwei Anbieter aufteilen so kommt man auf eine unwirtschaftlich niedrige St&uuml;ckzahl, dass ich denke, dass die NASA sich auf einen Anbieter f&uuml;r die Operationen einlassen wird.<\/p>\n<p>Ich glaube, wenn man allgemein mehr einen \u201ekommerziellen Approach\u201c nimmt, indem man auch bei Forschungssatelliten und Raumsonden weniger selber baut, sondern einfach Grenzwerte vorgibt, was der Bus leisten muss (Unterst&uuml;tzung der Instrumente, Datenrate, Lebensdauer, Antriebsverm&ouml;gen) und dann aus verschiedenen Angeboten das Beste heraussucht dann w&auml;re Commercial in der Lage Kosten zu sparen und dann mehr Raumfahrt mit demselben Budget zu betreiben. Das gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r NRO und DoD, die zusammen mehr Geld in &#8222;Space&#8220; ausgeben als die NASA. Alle Agenturen generieren zum Beispiel bei Raketenstarts einen solchen Overhead, dass die Starts automatisch teurer sind. Bei der ESA ist das nicht der Fall und das klappt seit Jahrzehnten so und beim CRS und auch den bemannten Fl&uuml;gen zur ISS bucht die NASA aber nur Serviceleistungen also bef&ouml;rderte Fracht oder Astronauten und da klappt es doch auch, ohne alles ins kleinste zu &uuml;berwachen.<\/p>\n<p>In der Form wie bei CRS oder CCDev, das man f&uuml;r eine Aufgabe aber mehrere Anbieter w&auml;hlt, nur um Redundanz zu haben funktioniert \u201eKommerzialisierung\u201c aber nicht. Bei CRS h&auml;tte man auch so vorgehen k&ouml;nnen, dass man die H&auml;lfte der Transporte gleichm&auml;&szlig;ig verteilt und die andere H&auml;lfte bekommt der billigste oder die beiden (von drei) Anbieter. So funktioniert Konkurrenz. Beim Crewtransport funktioniert mangels Anzahl der Fl&uuml;ge nicht mal dies. Da h&auml;tte man nach mehreren Runden, bei denen man ja auch schon die Anbieter evaluieren, konnte den besten ausw&auml;hlen sollen. Zwei Raumschiffe f&uuml;r zwei Missionen pro Jahr \u2013 purer Luxus. Im <a href=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/gemini.shtml\">Geminiprogramm<\/a> gab es 10 Missionen in 20 Monaten, also sechs pro Jahr und das mit einem Raumschiff. Apollo erreichte zur Spitzenzeit auch f&uuml;nf Missionen pro Jahr. Redundanz gab es damals im Raumschiff und die bew&auml;hrte sich auch bei Apollo 13.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p id=\"pvc_stats_15462\" class=\"pvc_stats all  \" data-element-id=\"15462\" style=\"\"><i class=\"pvc-stats-icon medium\" aria-hidden=\"true\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-prefix=\"far\" data-icon=\"chart-bar\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 512 512\" class=\"svg-inline--fa fa-chart-bar fa-w-16 fa-2x\"><path fill=\"currentColor\" d=\"M396.8 352h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V108.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v230.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm-192 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V140.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v198.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zm96 0h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8V204.8c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v134.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8zM496 400H48V80c0-8.84-7.16-16-16-16H16C7.16 64 0 71.16 0 80v336c0 17.67 14.33 32 32 32h464c8.84 0 16-7.16 16-16v-16c0-8.84-7.16-16-16-16zm-387.2-48h22.4c6.4 0 12.8-6.4 12.8-12.8v-70.4c0-6.4-6.4-12.8-12.8-12.8h-22.4c-6.4 0-12.8 6.4-12.8 12.8v70.4c0 6.4 6.4 12.8 12.8 12.8z\" class=\"\"><\/path><\/svg><\/i> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"16\" height=\"16\" alt=\"Loading\" src=\"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-content\/plugins\/page-views-count\/ajax-loader-2x.gif\" border=0 \/><\/p>\n<div class=\"pvc_clear\"><\/div>\n<p>Lange Zeit gab es bei der NASA nur einen Ansatz f&uuml;r die Vergabe von Auftr&auml;gen, und bei den anderen Raumfahrtagenturen ist dieser Ansatz bis heute der Einzige. 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Ich meinte aber, das l\u00e4ge\u2026","rel":"","context":"In &quot;SpaceX&quot;","block_context":{"text":"SpaceX","link":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/category\/raumfahrt\/spacex\/"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/0ee72da693054bc3b5c3f00214a7e2b3","width":350,"height":200},"classes":[]}],"jetpack_sharing_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/169"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15462\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bernd-leitenberger.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}